Hoffmann

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Aktuell

2017

2015 / 2016 / 2017
Spots, Satiren und Vorträge, Gespräche und Interviews in Youtube

Vortrag vom 19.09.2015:  "Das Zölibat"
Karl-Heinz Hoffmann - Politische Begriffe im Wandel der Zeit
Satire: Aus meiner Badewanne - Hallo Angie
Satire: Aus meiner Badewanne - Uschi am Telefon
Satire: Rainer Fromm am Telefon
Sturm auf den Ordnungsstaat

Interview mit "Report München", ungeschnittenes Gespräch

Satire: Aus meiner Badewanne - Das Mysterium am Telefon
Satire: Aus meiner Badewanne - Sahra am Telefon
Satire: Aus meiner Badewanne - RA Daimagüler am Telefon
Satire: Aus meiner Badewanne - Kein Schwein ruft mich an
Satire: Aus meiner Badewanne - Advent, Advent, der Kittel brennt
Satire: Aus meiner Badewanne - ANTIFA am Telefon
Humorvoll aber ernst: Aus meiner Badewanne - Djihadist am Telefon
Fachwerksanierung an Denkmalschutzobjekten - Holz / Farbe, Teil 1 + Teil 2

Interview mit Karl-Heinz Hoffmann: Zschäpes Pseudogeständnis

Verschiedene Klagen gegen den Staat
Vom Hundertsten ins Tausendste. Gespräch mit Freunden,
(jetzt sind alle 8 Teile bei Youtube zu sehen).
Satire: Aus meiner Badewanne - Ein Rabiner am Telefon
Vortrag von 1979 mit Kommentaren: "Die neue Ordnung"

Ramelow erhält einen Verweis
Kerstin Köditz geliebte Feindin, Satire
Der Fuchs und "die Zelle"
Gespräch mit der Leipziger Volkszeitung, Teil 1 und Teil 2
Interview: Geheimdienstintrige und kein Ende

Satire: Aus meiner Badewanne - Jutta am Telefon
Satire: Aus meiner Badewanne - Unser Mann im LKA
Interview: Ein Hauch von Rechtsstaatlichkeit
Gespräch mit Dr.Siegfried Mayr über das Rittergut Sahlis: Die juristische Problematik Teil 1-6
Interview zur derzeitigen Lage in Syrien
Satire - Die Inkarnation des Bösen

Interview mit Christian Bärthel (zu seiner Gerichtsverhandlung in Nürnberg)
Gespräch mit Christian Bärthel, Warner oder Hassprediger?
Teil 1
https://youtu.be/TthS9TJmff4 + Teil 2 https://youtu.be/i6CbkXFcujc
Vortrag in Sahlis am 24.04.2016 zur Lage des Rittergutes https://youtu.be/WrhT_L0qqCQ
Interview mit Axel Heinzmann über die Legende zum "Schlägereinsatz" in Tübingen, Teil 1 https://youtu.be/gIE94a7H-5U + Teil 2 https://youtu.be/DA4DWZxstIM
Rückschau auf die Wehrsportgruppe, Gespräch mit Clemens,
Teil 1
https://youtu.be/BCgQvaJdAgg  . Teil 2  https://youtu.be/kxQcmldrUeE
Teil 3
https://youtu.be/ZNvoiZJOEgc

2017
Die Türkei. Von Abdul Hamid bis Erdogan. Gespräch mit Hans Schwinger, Teil 1 - 10

Gerd Ittner, wer ist das?              
Teil 1: https://youtu.be/yD0vb_gcc10       Teil 2: https://youtu.be/FG63cqTtbdY         
Teil 3: https://youtu.be/rMSehJz_e9I        Teil 4: https://youtu.be/no9JlJ9EMd4

NPD-Hinrichtung wegen Wirkungsohnmacht aufgeschoben, Teil 1: https://youtu.be/aXx_s5GmNcc
NPD-Hinrichtung wegen Wirkungsohnmacht aufgeschoben, Teil 2: https://youtu.be/06OCjBtpxfM

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Karl-Heinz Hoffmann - Interview mit dem russischen Fernsehen
Die wichtigsten Teile ungeschnitten in deutscher Sprache, Teil 1 - 3
Teil 1:  
https://youtu.be/gqlJWITr6bc
Teil 2:  https://youtu.be/YPYReWNNWR4
Teil 3:  
https://youtu.be/TZdd2yaQXBE

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9.2.2017
Bayerischer Rundfunk spricht mit Karl-Heinz Hoffmann
https://youtu.be/CzxEqqQh0gE
oder
Karl-Heinz Hoffmann zum Prozess am 9.2.2017
https://youtu.be/lXd5yAuHBGc

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15.02.2017
Donald Trump - Wirds schlechter oder besser?
Karl-Heinz Hoffmann im Gespräch mit Hans Schwinger
Teil 1 von 3: https://youtu.be/DVPbodWqxoQ
Teil 2 von 3: https://youtu.be/kYzkin8ywrY
Teil 2 von 3: https://youtu.be/sXk6UVh_AJg

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AKTUELL
Axel Heinzmann zum NPD-Verbotsverfahren
mit einem Kommentar von mir in: PIL PUL
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2017
Februar

Das Höcke-Syndrom

Ist der Rechtsaußen Björn Höcke tatsächlich ein ernstes Problem für den Fortbestand oder die Weiterentwicklung der Partei, die sich Alternative für Deutschland nennt oder hat sich die Partei nur künstlich und unnötig ein Problem geschaffen?
Wie wird diese Partei von ihrer Wählerschaft verstanden und wie möchte sie verstanden werden?
Darüber scheint es in der Parteiführung keine geschlossen übereinstimmende Meinung zu geben. Für ihre Wählerschaft dürfte neben einer Vielzahl recht unterschiedlicher Gesichtspunkte die Hoffnung ausschlaggebend sein, dass die bisher herrschenden Machtstrukturen durch eine neue vermeintlich systemkritische Partei aufgebrochen und endlich zu Gunsten alternativer Neuerungen abserviert werden könnten. Bei genauerem Hinsehen wird erkennbar, dass das AfD-Programm nur alten Wein in neuen Schläuchen und keineswegs etwas ganz Neues darstellt.    
Wenn ein neues Parteiprogramm  als Alternative zum bestehenden Parteienspektrum angepriesen wird, heißt das noch lange nicht, dass damit  fortschrittliche Lösungsansätze zur Bewältigung der in der Zukunft anstehenden Probleme vermittelt werden.

Zugegeben, für das aktuelle und weiß Gott drängende Problem der unkontrollierten Zuwanderer-Flut, hat die AfD Antworten gefunden. Ja mehr noch, sie kann für sich das Verdienst in Anspruch nehmen, mit ihrem gut organisierten praktischen Widerstand das eingefleischte politische Establishment zum Umdenken gezwungen zu haben.
 
Das „Asylantenproblem" hat der AfD einen beachtlichen Aufstieg beschert. Und in dieser Frage sind sich in der ideologisch uneinheitlichen  Partei alle einig. Aber eben nur in diesem Punkt. Die Trennungslinie verläuft zwischen dem klerikal ausgerichteten CDU-nahen und dem vaterländisch eingeschworenen, durch Björn Höcke repräsentierten Flügel.
Eigentlich ist mit diesem ideologischen Konglomerat nichts Neues, Zukunftsweisendes, sondern nur das altbekannte Traumziel der CDU/CSU, ein neben ihr bestehendes Auffangbecken für den ultrarechten Rand entstehen zu lassen, verwirklicht worden. Ein Sammelbecken für den nicht ganz hoffähigen rechten Rand, nicht in den schwarzen Altparteien, sondern in einer neuen, wenigstens fürs Erste unabhängigen, zur rechten Zeit koalitionsfähigen Partei.
Die Asylantenproblematik hat es vermocht, erzkonservative  Frömmler und weniger oder gar nicht Fromme, vaterländische Nostalgiker unter einen Hut zu bringen. Das ist eine beachtliche politische Leistung, die eigentlich die Stärke der AfD bedeuten sollte. Gleichgesinnte hinter sich scharen, ist keine Kunst, Andersdenkende dazu zu bringen hinter der gleichen Fahne herzulaufen, das ist die Kunst.
Ein begrenzter, aber einflussreicher Personenkreis innerhalb der AfD hat das nicht begriffen.
Die Tonangeber der superdemokratischen Religionsstreiter machen gegen den Vertreter der Heimatfront mobil und versuchen ihn hinaus zu beißen. Dass sie damit einen beachtlichen Teil ihrer Wählerschaft verlieren würden, nehmen sie offenbar in Kauf. Sie hoffen vergeblich auf „gute Presse" wenn sie Höcke abgeschossen haben. Wenn es ihnen gelingen könnte, den „vaterländischen" Flügel um Björn Höcke abzutrennen, würden sie starke Wählerverluste hinnehmen müssen und am Ende nur Häme ernten.
Nun fragt man sich, was da im Hintergrund gelaufen ist? Ist da wirklich jemand so naiv zu glauben, der Abschuss des Thüringer Rechtsaußen könnte dem Rest der Partei nützlich sein? Und überhaupt, es musste doch auch klar sein, dass sich der Abschuss rechtlich gar nicht durchsetzen lassen wird. Warum hat man trotzdem so ein Fass aufgemacht? Ja warum? Von außen betrachtet hat es bisher so ausgesehen, als ob die fremdgeführten Spaltpilze schon mit der Lucke-Affäre abgeführt werden konnten. Einige sind wohl doch geblieben und haben Metastasen gebildet. Vielleicht ist es aber auch nur die dem klerikal beeinflussten Personenkreis immanente ideologische Borniertheit.
Aller Wahrscheinlichkeit nach wird sich Höcke nicht abdrängen lassen. Im Gegenteil er wird seine Basis weiter ausbauen können. Die innerparteilichen, aber außerhalb heftig diskutierten Streitereien haben ihn erstrecht zu einer zentralen Figur im politischen Geschehen der Bundesrepublik avancieren lassen.
Ich selbst kann Björn Höcke nicht schelten, denn ich habe mich schon vor vierundvierzig Jahren im Sinne seiner nun sattsam bekannten streitgegenständlichen Rede geäußert.
Man kann darüber streiten, ob das was Höcke zum Thema Vergangenheitsbewältigung gesagt hat, unbedingt in dieser Deutlichkeit gesagt werden musste. Ob es nicht vielleicht klüger gewesen wäre, die Parteiraison zu respektieren, aber so falsch, wie man es aus zu deuten versucht, war es ja nun auch wieder nicht, rechtlich relevant schon gar nicht. Er hat schließlich nichts „geleugnet", er hat nur zum Ausdruck gebracht, was mehr Deutsche denken als man glaubt. Die dauernde Erinnerung an Geschehnisse, an die niemand erinnert werden möchte, geht den Leuten auf die Nerven. Allenthalben hört man: „Genug ist genug!"

Deshalb wird Björn Höcke am Ende mehr Zustimmung erfahren, als es dem klerikal-konservativen Flügel lieb sein kann.  

Karl-Heinz Hoffmann      17.02.2017

Unangenehm

Es ist so wenig angenehm
Sich selber zu beschimpfen.
Vor allem, wenn noch außerdem
Andre die Nase rümpfen.
Was nützt’s, wenn man sich selbst besudelt.
Es find sich deshalb niemand
Der uns mit Lob behudelt.

Karl-Heinz Hoffmann
Verse und Gedanken, 1. Auflage 1973, Privatdruck, Seite 40  

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12.02.2017
Die alternativen Fakten der ARD

In einem Fernsehbeitrag zum Prozess gegen den ARD Journalisten Patrick Gensing  wird am 09. Februar den Zuschauern der Inhalt der streitgegenständlichen Sendung, bzw. einer gleichlautenden Internetpräsentation, mit einer eigentümlichen rechtlichen Auslegung unter Hinweise auf alternative Fakten erklärt.  
„Der Artikel handelt von rechtsextremem Terror in den siebziger Jahren."
Diese Darstellung ist ein „alternatives Faktum". Auf gut deutsch: Die Behauptung ist falsch. Die tatsächlichen Geschehnisse werden mit einer wirklichkeitsfremden Beschreibung der Sachverhalte umfunktioniert.
Faktisch gab es in den siebziger Jahren des 20. Jahrhundert keine Ereignisse, die man unter dem Rubrum „rechtsextremer Terror" einordnen könnte.
Ungeachtet dessen wird den Zuschauern rotzfrech das nächste alternative Faktum erklärt:
Als eine der aktiven Nazigruppen wird die Wehrsportgruppe Hoffmann genannt.
(Zitat: RA Michael Fricke)
Tatsächlich war die Wehrsportgruppe Hoffmann weder eine Nazi-Gruppe, noch war sie terroristisch. Deshalb dürfen ihr keine terroristischen Aktionen unterstellt werden. Hätte es sie gegeben, müssten sie gerichtlich aktenkundig sein. Das ist aber nicht der Fall.
Im Wissen um diese tatsächliche Sachlage bemüht sich der für den Beklagten Gensing sprechende Rechtsanwalt Michael Fricke um Schadensbegrenzung, indem er sich, allerdings nicht vernünftig nachvollziehbar, abmüht, den nicht wegzudenkenden tatsächlichen Zusammenhang zwischen Hoffmann und Wehrsportgruppe Hoffmann in Frage zu stellen.
„… Eine Verbindung zum Kläger, Herrn Hoffmann, wurde nicht hergestellt."
Diese Erklärung ist insofern beachtlich, als damit jedermann klar wird, was der beklagten Partei klar geworden sein muss. Nämlich, dass eine auf mich (Karl-Heinz Hoffmann) persönlich abzielende Verdächtigung, terroristisch aktiv gewesen zu sein, den Verleumder unweigerlich mit unglücklichem Ausgang, vor den Kadi bringt.
Der Rückzug auf die, letztlich kaum weniger strafwürdige Formel:
Man habe ja nur die Wehrsportgruppe Hoffmann „beispielhaft" als eines von mehreren Beispielen genannt, wäre natürlich bei sachgerechter Würdigung für den Beklagten auch nicht geeignet, im Rechtsstreit den Sieg davon zu tragen. Wenn man von terroristischen Gruppen redet und eine Aufzählung derselben vornimmt, dann ist es vernünftigerweise Unrecht, wenn eine faktisch nicht terroristische Gruppe als beispielhaft für terroristische Gruppen mit aufgeführt wird.
Was aber geschieht, wenn das Gericht politisch und nicht sachgerecht entscheidet?

Ich will es Euch sagen:
Dann haben alle Prozessbeteiligten verloren.
Ich habe verloren
, weil an mir (wenigstens vorläufig) die Kosten hängen bleiben.
Die beklagte Partei hat verloren, weil das Gericht nicht feststellen wird, dass auf meine Person abzielende Verdächtigungen, etwa terroristisch aktiv gewesen zu sein, zulässig sind. Damit habe ich mein Streitziel zwar nur teilweise erreicht, aber dem Verdachtsjournalismus geht künftig eine Spule leer.
Den Medienvertretern wird dann klar werden, dass sie sich auf dünnem Eis bewegen, wenn sie mich weiter verdächtigen. Diesbezüglich kann ich das zu erwartende Urteil mit großer Wahrscheinlichkeit, auch bei Klageabweisung, durchaus als vorläufigen Teilsieg verbuchen.
Das Gericht hat moralisch verloren, weil im Falle einer Fehlentscheidung mühelos die politischen Sachzwänge erkennbar sind, denn der gesamte schriftlich vorliegende Streitkomplex wird öffentlich zugänglich gemacht und steht damit nicht nur den derzeit arrivierten Historikern, sondern auch künftigen Historikergenerationen zur Verfügung.
Der Klärung der Frage, ob man die ehemalige Wehrsportgruppe Hoffmann als Nazi- und Terrorgruppe bezeichnen darf, wird das Gericht mit großer Wahrscheinlichkeit ausweichen.  
Es stehen noch genügend anderweitige justiziable Steilvorlagen im Raum, die, auch hinsichtlich der ehemaligen Wehrsportgruppe Hoffmann, eine rechtliche Klärung bringen können.

Fazit: Egal wie die gerichtliche Entscheidung ausfällt. Ich werde danach auf jeden Fall besser dastehen als zuvor.
Die Presse wird weiter verdächtigen, sich aber hüten, ihre Verdächtigungen im Sinne von Tatsachenbehauptungen anzubieten.  

Karl-Heinz Hoffmann


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11.02.2017
Die Süddeutsche Zeitung schreibt:
Rechtsextremist will nicht mehr als Rechtsextremist gelten

Dazu muss ich etwas erklären:

Für mich besteht das Problem in der semantischen Wandlungsfähigkeit der Begriffe. Nix verstanden?
Gut, dann will ich das konkret erläutern:
In den siebziger Jahren war im Verständnis der Allgemeinheit der Begriff  „Rechtsextremist" nicht unbedingt gleich zu setzen mit „Neonazi". Rechtsextremist konnte man auch bei Ablehnung der nationalsozialistischen Ideologie sein. Damals genügte es, antikommunistisch zu sein, um als Rechtsextremist zu gelten.
Heute ist das ganz anders. Der Begriff „rechtsextrem" hat sich deutlich gewandelt.
Siehe dazu: Mein Video: Politische Begriffe im Wandel der Zeit. Bei Youtube.

Ein Rechtsextremist konnte in den siebziger Jahren durchaus auch aus der Sicht der staatstragenden Kreise ein „Guter" sein.
Das hat sich mit dem Aufkommen und der ständigen Zunahme der Ausländerfeindlichkeit, als dessen Höhepunkt die NSU-Affäre angesehen werden kann, geändert.
Der Begriff „Rechtsextremist" steht jetzt in erster Linie für „Ausländerfeindlichkeit"
Diese Entwicklung ist für mich der Grund, warum ich mich gegen die Zuordnung zum „rechtsextremen" Spektrum wehren muss.
Ich will mich von der krankhaften Ausländerfeindlichkeit abgrenzen. Ich habe mich stets, mündlich und schriftlich gegen das überspitzte „völkische Ideal" und die Ausländerphobie abgegrenzt. Das bedeutet aber nicht, dass ich mich an das ungeschriebene und höchst törichte Gesetz der Ausgrenzung Andersdenkender halte. Ich halte es mit Muammar Gaddafi der in seinem grünen Buch geschrieben hat:
„Jeder muss sagen dürfen was er will. Auch wenn es wirr ist."
Wirr oder vernünftig ist egal. Auch der Irregeleitete bleibt ein Mensch. Und deshalb nehme ich mir die Freiheit mit ihm zu reden. Daraus im Einzelfall eine gleiche Gesinnung ableiten zu wollen, ist nur der Ausdruck kleinkarierter Polit-Propaganda.
Siehe dazu: Das Video: „Interview mit Report München" ungeschnitten.

Ausländerfeindlichkeit, in diese Kategorie gehört auch der rassisch begründete Antisemitismus.
Beides kann auf Grund meiner Lebenserfahrung nicht zu meinem Weltbild gehören. Für mich zählt nur der Mensch, nicht seine Herkunft oder sein Bekenntnis.
Wenn man mich unbedingt irgendwo einordnen will, dann sollte man etwas kreativ sein und einen Begriff erfinden, der wenigstens nicht Ausländerfeindlichkeit suggeriert. Einmal hat mich jemand Ökofaschist genannt. Wie wär's denn damit? Das ist zwar auch nicht genau zutreffend, aber wenigstens erträglich. Wahrscheinlich auch nur solange, bis auch dieser Begriff wieder negativ besetzt wird.
Und zum Schluss noch etwas. Man ist kein Nazi, wenn man die nationalsozialistische Ideologie ablehnt, sich aber weigert, die wirtschaftlichen Organisationsformen oder beispielsweise die realistischen Richtlinien im Kulturleben des Dritten Reiches in Bausch und Bogen abzulehnen. Man ist auch kein Nazi, wenn man sagt: Im Dritten Reich mag vieles unerträglich gewesen sein, aber andererseits war auch nicht alles schlecht.
Den Leuten, die in der DDR aufgewachsen sind, nimmt man ja auch nicht übel, wenn sie sagen: Es war nicht alles schlecht in der DDR.

Nun, seid so gut und begreift das endlich einmal!

Karl-Heinz Hoffmann    


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10.02.2017
ARD Mediathek

Unter Feinden
Dort der Galgen, hier die Stricke
und des Henkers roter Bart.
Volk herum und gift'ge Blicke -
Nichts ist neu dran meiner Art!
Kenne dies aus hundert Gängen,
schrei's euch lachend ins Gesicht:
"Unnütz, unnütz, mich zu hängen!
Sterben? Sterben kann ich nicht!"
Friedrich Nietzsche

Prozess gegen BR Journalist

In Sachen Hoffmann gegen den TV-Journalisten Gensing versuchte ein Interessenwahrer der beklagten Partei krampfhaft, die streitgegenständlichen Verleumdungen dialektisch umzudeuten.
Als er am 09. Februar 2017 mit einem noch im Nürnberger Justizpalast gedrehtem Statement zum Prozessgeschehen ins Bild stieg, offenbarte er unfreiwillig die Schwächen der Rechtfertigungsversuche. Den ersten Klops drehte er gleich am Anfang, als er die streitgegenständliche Fernsehsendung als einen Rückblick auf Rechtsterrorismus in den siebziger Jahren bezeichnete. Da kann ich nur sagen: Thema verfehlt!  
Für den Zeitraum „siebziger Jahre" wäre es zwar möglich einen Sammelbericht über die deutsche rechts-orientierte, meinetwegen auch politisch extreme Szene zu produzieren, aber nicht über „Rechtsterrorismus" der siebziger Jahre, weil es den nicht gab.
Na ja, der Journalismus macht es möglich, wie Figura zeigt. Den Bericht gibt es ja, aber es konnte eben nur journalistischer Käse dabei herauskommen. Journalistischer Käse deshalb, weil es in den siebziger Jahren, der Blütezeit der RAF, zwar jede Menge linksterroristische Anschläge gab, aber keinen einzigen rechtsterroristischen. Über diese Tatsache wird  bei sachgerechter Prüfung niemand hinweg kommen.
Der Missgriff,  Terroraktionen der  „beispielhaft genannten"   rechtsorientierten Organisationen  irrtümlich in den Zeitraum der siebziger Jahre zu stellen macht den leichtfertigen Umgang mit historischen Fakten deutlich. Erst  im Laufe der achtziger Jahre sind rechte Gruppen mit terroristischen Aktionen in Erscheinung getreten. Beispielsweise, um nur die bekanntesten zu nennen,  die Aktionsgruppen des Manfred Röder, oder die Hepp-Kexel-Gruppe.  
Siehe dazu: Youtube  Die Hepp-   Kexel Gruppe

Keine dieser terroristisch auffällig gewordenen Gruppen stand mit der Wehrsportgruppe Hoffmann, die ja bereits ab 1. Januar 1980 ihren organisatorischen Zusammenhalt aufgegeben hatte, in Verbindung.
Auch wenn es den Meinungsterroristen nicht passt, ist es  eine unumstößliche Tatsache, dass sich die ehemalige  Wehrsportgruppe Hoffmann von ihren Anfängen bis zum Verbot niemals vorsätzlich gegen die geltenden Gesetze gestellt hat.  Sie hat sich sogar an die für sie bitteren Bedingungen der Verbotsverfügung gehalten und keine Ersatzorganisation im Geltungsbereich deutscher Gesetze gegründet. Damit hat sie in besonderem Maße Gesetzestreue bewiesen. Es war das Ziel der Wehrsportgruppe Hoffmann gesellschaftlich anerkannt zu werden. Gesetzwidriges Verhalten wäre kontraproduktiv gewesen. Deshalb wurde peinlich genau darauf geachtet, dass alle gesetzlichen Bestimmungen geachtet und eingehalten wurden.    
Wer den Tatsachen gerecht werden will, kann die Wehrsportgruppe Hoffmann nicht als  „beispielhaft"  für rechtsterroristische Organisationen bezeichnen.  
Ungeheuerlich ist es auch, wenn  im Text einer schriftlichen Klageerwiderung erklärt wird, man könne doch nicht „ …  in Abrede stellen, dass die Wehrsportgruppe Hoffmann eine neonazistische Organisation gewesen sei, die sie nun einmal gewesen ist."
Tatsächlich wurde in der WSG kein nationalsozialistisches Gedankengut gepflegt.  

„Für eine neonazistische Gruppe fehlt der Hoffmann-Organisation die Rassemythologie und die Betonung der „völkischen Lebensgesetze."
Zitat aus: Die Geschichte der Wehrsportgruppe Hoffmann. Darstellung, Analyse und Einordung. Rainer Fromm. Peter Lang Europäischer Verlag der Wissenschaften. Seite 60, 61

Woran erkennt man denn einen Nazi oder eine Neonaziorganisation?  Logischerweise doch nur an authentischen  schriftlichen oder mündlichen Erklärungen oder Äußerungen. Wo sind die national-völkischen Erklärungen der ehemaligen WSG? Wo sind die bei einschlägigen Gruppen alltäglichen Verurteilungen wegen NS-Delikten? Wo sind die ausländerfeindlichen Äußerungen oder Aktionen?  Man wird bei Durchsicht der Primärquellen nichts dergleichen finden.  
Die WSG hat sich während der Zeit ihres Bestehens überhaupt nicht politisch positioniert. Sie hat nicht demonstriert und niemanden angegriffen.

(Bei den vielzitierten Ausschreitungen in Tübingen 1976 war gerichtlich festgestellt worden, dass  die Aggression von linken Demonstranten ausging.)

Siehe dazu: Video youtube: Interview mit Axel Heinzmann über die Legende zum Schlägereinsatz in Tübingen.


Im Gerichtssaal hörte ich die Bemerkung, man könne nicht zulassen, dass sich der Kläger (also ich) von allem reinwaschen will. Klar -   die Medien haben mir den Dreck ja nicht ans Bein geschmiert, damit ich ihn mir wieder abwasche. Der Dreck soll haften bleiben.
Und weiter war zu hören, man könne nicht zulassen, dass die gesamten Erkenntnisse der Zeitgeschichte umgeschrieben werden.  
Ob man das zulassen möchte oder nicht, genau das ist mein Ziel. Die jüngere Zeitgeschichte ist nichts weiter, als die Auswertung journalistischer Fake-News. Da muss dringend aufgeräumt werden. Dazu gehört auch die längst fällige Aufarbeitung des perfiden Terroranschlags auf dem Oktoberfest.
Siehe dazu das Video: „Wer schrieb das Drehbuch zum Oktoberfestattentat? Wurde der Staat zum Terroristen?" Karl-Heinz Hoffmann im Gespräch mit Dr. Michael Vogt.  

Der smarte Medienvertreter setzt dem Zynismus noch die Krone auf, wenn er meint, ich als ehemaliger Chef der WSG hätte überhaupt keinen Grund mich aufzuregen, wenn die Wehrsportgruppe Hoffmann in den Dreck gezogen wird.
Damit soll gesagt sein, dass ich ja von dem in den Wind geworfenen Dreck gar nichts abbekommen hätte. Ein Recht, die Ehre der Wehrsportgruppe Hoffmann zu verteidigen, stände mir deshalb gar nicht zu. Eine Verbindung zu mir sei ja in dem streitgegenständlichen Bericht gar nicht hergestellt worden.  
Eine gedankliche Verbindung zwischen mir und der Wehrsportgruppe, die meinen Namen trug, braucht man nicht herstellen, sie war von Anfang an gegeben, besteht weiter und wird auch in Zukunft immer weiter bestehen. Auch dann noch, wenn ich für immer die Augen schließe. Mein Körper wird vergehen, aber meine Ideen und Projekte, die von Anfang an der Grund für die geheimdienstlich  gesteuerten Angriffe gewesen waren, werden lebendig bleiben. Ob sie irgendwann in der Zukunft praktisch umgesetzt werden, wird davon abhängen, welche Köpfe sich davon inspirieren lassen.  
Siehe dazu: Der Ideale Staat. Fundstelle im Netz in meiner Website.

Und ich werde auch weiter um die Ehre der WSG kämpfen. Das bin ich den Männern, die sich stets diszipliniert, anständig und tolerant verhalten haben, schuldig. Man kann mich verfolgen und verleumden, aber tot zu kriegen bin ich nicht.  

Karl-Heinz Hoffmann           




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07. Februar 2017
Die Würde des Menschen ist unantastbar

Der ehemalige Innenminister Baum, jener der seinerzeit die Wehrsportgruppe Hoffmann mit fragwürdigen Argumenten und unter entwürdigenden Umständen verboten hat, hat dann später einmal in einer Fernsehdebatte gesagt: „Wenn der Staat jemanden beschädigt, dann muss er dafür gerade stehen." Dabei ging es allerdings um unzutreffende Anschuldigungen gegen linke Zeitgenossen.  
In einem anderen Zusammenhang hat er, sichtlich emotional engagiert, verärgert in die Runde geblasen:
„Die Würde des Menschen ist das höchste Gut, das wir seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges haben!"
So weit gut. Man muss aber dazu wissen, dass ein Bürger, dem man nachsagt ein Neonazi zu sein, nach Ansicht des politischen Establishments den staatlichen Schutz dieses hohen Rechtsgutes nicht beanspruchen kann, denn er ist ja sowohl im Allgemeinen als auch im Besonderen von den Medien entmenschlicht worden. So wie man den Nationalsozialisten unmittelbar nach dem Krieg, wie bei einer Entlausungs-Desinfizierung nach einer Anhörung per schriftlichem Bescheid entnazifizierte, ist es später in der Bundesrepublik üblich geworden, nicht nur die Nationalsozialisten, sondern auch jene, die zwar keine Nazis, dafür aber systemkritisch lästig geworden sind auch ohne Anhörung in das Spektrum Rechtsextremismus abzudrängen.
Hat man dem Systemkritiker das Nazi-Klischee erfolgreich übergestülpt, dann wirkt sich das auf sein Leben aus wie die päpstliche Bannbulle im Mittelalter. Er ist vogelfrei. Das Recht auf Unverletzlichkeit der Würde des Menschen gilt für ihn nicht mehr.
Wieso auch? Er ist ja entmenschlicht worden. Wozu hat man sich so viel Mühe gemacht?
Die Medien können ungehindert so viele üble Geschichten über ihn in die Welt setzen wie sie wollen. Und sie wollen natürlich. Der Entmenschlichte muss Verleumdungen der übelsten Art erdulden. Wer soll ihm helfen, seine Würde gegen die rücksichtslosen Anwürfe zu verteidigen? Er hat ja das Recht auf Achtung der Menschenwürde nicht mehr. Er ist ein Nazi, kein Mensch.  
Man berichtet ständig über ihn, wenn es politisch opportun ist jahrzehntelang, aber er selbst wird nicht gehört. Er wird von der Debatte, die ständig über ihn geführt wird, ausgeschlossen.
Anhörungen finden nur statt, wenn er vor Gericht zieht. Und siehe da, dann gibt es auch, nicht immer, aber eben manchmal auch sachgerechte Urteile. Wenn das Urteil den Gequälten vom Verdacht ein Nazi zu sein freispricht, (wie einst in Nürnberg geschehen) bedeutet das für die „Lügen"-Presse gar nichts. Dann ignoriert sie einfach das im Weg stehende Urteil, verleumdet und verdächtigt weiter, zieht sich dabei auf das Recht der freien Meinungsäußerung zurück und deutet Tatsachenbehauptungen sophistisch zu Meinungsäußerungen um. In solchen Fällen kollidieren zwei Grundrechte miteinander. Wenn Baum recht behalten soll, dann müsste bei der Prüfung des Einzelfalles dem „höchsten Rechtsgut", das wir seit Ende des Krieges haben, der Vorrang gegenüber dem ständig überstrapazierten Recht auf freie Meinungsäußerung gegeben werden.   
Wie so etwas in der Praxis aussehen kann, wird man live miterleben können.

Am Donnerstag den 09. Februar 2017 wird ab 13 Uhr
im Justizpalast in Nürnberg in Sachen Verletzung der Würde des Menschen verhandelt.


Verhandelt wird gegen den Chefredakteur des ARD, Gensing. In einer von ihm zu verantwortenden Fernsehsendung und in einem Internetbeitrag mit Bild war behauptet worden, die ehemalige Wehrsportgruppe sei damals von der Stasi unterstützt worden. Das ist frei erfunden. Weiterhin wurde, ebenso falsch, die WSG als Neonazi-Truppe dargestellt.
Danach wird verhandelt gegen meinen Politstalker Ulrich Chaussy. Der hatte anlässlich eines Vortrags bei der jüdischen Gemeinde in Erlangen expressis verbis aber auch ausschweifend, sinngemäß die Behauptung aufgestellt, ich Karl-Heinz Hoffmann sei der Drahtzieher des Oktoberfestattentates und des Erlanger Doppelmordes von 1980 gewesen.
In beiden Fällen sind dem eigentlichen Prozess Güteverhandlungen vorgeschaltet.
Fragt mich nicht wie ich den Ausgang der Verhandlungen vorab beurteile. Wenn mir der letzte Rest an Vertrauen in die Rechtstaatlichkeit der Gerichte vollkommen abhanden gekommen wäre, hätte ich nicht geklagt. Anderseits weiß ich schon, was es, trotz stabiler Rechtslage bedeutet, gegen Ulrich Chaussy, einen besonderen Schützling des bayerischen Innenministers, vor ein bayerisches Gericht zu ziehen.  
Etwas Hoffnung keimt bei dem Gedanken auf, dass man inzwischen die moralische Verwerflichkeit von Mobbing-Kampagnen und nicht zuletzt auch die Notwendigkeit der juristischen Ahndung  erkannt hat.
Wie auch immer das Urteil ausfallen mag, es wird auf jeden Fall ein wichtiges, dem freien Zugriff zugängliches  Dokument der Zeitgeschichte werden.

Ich werde auf jeden Fall darüber berichten.

Karl-Heinz Hoffmann


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05.02.2017   
Satire
Martin Schulz
„Geile Sau" ohne Abitur.

Man möchte es nicht glauben, aber es muss eine junge Frau geben, die dem, als Sturzgeburt der SPD zum Kanzlerkandidaten avancierten kleinen Martin in sichtlicher Verzückung das Prädikat „geile Sau" verliehen hat. Jedenfalls war dieser Sachverhalt einer Satiresendung zu entnehmen. Im Gegensatz zu den sonst  üblichen Fake-Spassettln wurde eine real existierende Schulz-Verehrerin gezeigt. Und tatsächlich hat sie gesagt: „Der Martin Schulz ist eine geile Sau"! Die Frau sah noch nicht mal schlecht aus. Sie könnte jederzeit einen ordentlichen Mann finden. Was hat der "Sausack" mit der Frau gemacht?
Kann ja sein, dass der Rächer der kleinen Verkäuferinnen über eine besondere erotische Anziehungskraft
verfügt, aber ob er damit das Manko des zweimal nicht erreichten Klassenzieles wettmachen kann, darf in Zweifel gezogen werden.     
Auf die Frage, ob man ohne Abitur Bundeskanzler werden kann, pariert er geschickt: „Ja, ab 25. September ist das möglich!"
Da möchte ich widersprechen. Nicht erst ab 25. September. Ohne Abitur zum Kanzler werden ist in Deutschland kein Novum.
Adolf Hitler hatte ja bekanntlich auch kein Abitur.
Zugegeben, da ist noch der kleine formale Unterschied. Hitler war Reichskanzler und Schulz will nur Bundeskanzler werden, aber in der Sache ist da kein Unterschied.
Nun kann man sich Gedanken darüber machen, wohin es führen kann, wenn einer ohne Leistungsnachweis zum Führer der Nation gemacht wird.
Vielleicht wäre uns viel erspart geblieben, wenn Adolf Hitler wenigstens den Realschulabschluss gemacht und danach mehr bei Konfuzius nachgelesen hätte, anstatt den afterwissenschaftlichen Rasse-Günther zu studieren.

Was uns der „Sausack", die „geile Sau" einbrocken würde, werden wir hoffentlich nie erfahren, weil er aller Voraussicht nach sein zu hoch gestecktes Ziel, den Griff nach der Kanzlerschaft nicht erreichen wird. Und wenn doch? Dann wird alles noch unerträglicher als es ohnehin schon ist.

Karl-Heinz Hoffmann    05.01.2017    


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03.02.2017      
Donald Trump -
Geopolitische Richtlinien?

Welchen Richtlinien die amerikanische Außenpolitik in der nächsten Zeit folgen wird, ist noch nicht erkennbar. Trump hat zwar sofort nach seiner Amtsübernahme damit begonnen, Wahlversprechen einzulösen, aber noch wissen wir nicht, ob das auf allen Gebieten so weiter gehen wird.
Wenn es so weiter geht, wird sich, zu unser aller Vorteil das zurzeit noch unterkühlte Verhältnis zu Russland verbessern. Letztendlich auch zum Vorteil derjenigen Staaten, die am wenigsten an einer Beendigung der Eiszeit interessiert sind. Auch wenn sie das gar nicht erkennen können. Für Polen und die baltischen Staaten ist es kein Vorteil, wenn sie sich die westlichen NATO-Streitkräfte ins Land holen. So wenig wie die Atomraketen auf dem Boden der Bundesrepublik ein Vorteil für die Deutschen gewesen waren. Es ist nicht vorteilhaft, sich ohne Not zur Zielscheibe machen zu lassen.  
In Bezug auf die künftige Russland-Politik muss man abwarten, bis Zeichen gesetzt werden. Auch der beste Augur kann die Zukunft nicht vorhersagen, wenn ihm kein frisches Gedärm vorgelegt wird.

Bisher hat Donald Trump nur in Richtung Iran Zeichen gesetzt.
Immerhin soviel, dass wir vorsichtige Einschätzungen wagen können. Wer die Rede des amerikanischen Präsidenten vor dem israelischen Parlament verfolgt hat, wird feststellen, dass sie sich im Tenor nicht von den bitterbösen antiiranischen Tiraden der Hillary Clinton unterschieden hat.
Ich würde allerdings die antiiranische Trump-Rede nicht überbewerten. Ob Trump der amerikanischen Rüstungsindustrie irgendwo auf der Welt einen Krieg beschert, können wir nicht sagen. Kann sein, aber im Moment sieht es eigentlich nicht danach aus. Mit dem Iran wird er ziemlich sicher keinen Krieg anfangen. Die Brandrede vor den Israelis werte ich als Beruhigungspille für die jüdische Lobby in Amerika, über deren Interessen kein amerikanischer Präsident hinweg kommt.
Auch Saudi Arabien musste mit Kraftsprüchen gegen den Iran bedient werden.
Wirtschaftsboykott und Sanktionen aller Art gegen den Iran ja, aber kein offener Krieg. Ganz einfach deshalb nicht, weil ein solcher Krieg ungeheure Risiken mit sich bringen würde und am Ende nicht gewonnen werden könnte.
Als aufrichtiger Freund des iranischen Volkes sehe ich die zu erwartende Verhärtung der amerikanisch-iranischen Beziehungen mit Freude. Und zwar deshalb, weil die von Rohani eingeleitete Entspannungspolitik, wenn sie gegriffen hätte, nur Vorteile für den Westen, und große Nachteile für das iranische Volk gebracht hätte. Freundschaft mit Amerika bedeutet für jedes davon betroffene Land fremde Einflussnahme, und schließlich totale  Abhängigkeit und Unterwerfung. Wer von Amerika freundschaftlich umarmt wird, muss aufpassen, dass er nicht den Erstickungstod erleidet.
Die Iraner haben sich, seit das Schah-Regime hinweg gefegt wurde, aus eigener Kraft, ohne ausländische Investoren, zu einer weitgehend autarken Industrienation mit einer beachtlichen Militärmacht hochgearbeitet. Dieses Wunder konnte nur der Zwang der Boykottmaßnahmen hervorbringen. Wenn der iranische Markt für amerikanische Waren unkontrolliert geöffnet würde, wäre damit dem erzwungenen, aber heilsamen Entwicklungsdrang der Garaus gemacht. Wenn Trump wahr machen würde, was er dem Iran angedroht hat, dann hätte er ihm nicht geschadet, sondern eine Wohltat erwiesen.

Diesen Artikel schrieb ich, kurz bevor ich in den TV- Nachrichten hörte,
dass Donald Tramp tatsächlich Boykottmaßnahmen gegen den Iran verhängt hat.
Nun müssen wir abwarten, wie es weiter geht.

Karl-Heinz Hoffmann    
  

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Donald Trump -
Bei Hermann Göring nachgelesen?


Wenn ich mir die wesentlichen Punkte des von Trump propagierten wirtschaftlichen Umschichtungsprogramms ansehe, kommt mir der Verdacht, er könnte eine geistige Anleihe bei Hermann Göring aufgenommen haben. Vielleicht hat er ja auch meinen Vortrag „Das Wirtschaftswunder des Dritten Reiches" zur Kenntnis genommen?

(Karl-Heinz Hoffmann, Das Wirtschaftswunder des Dritten Reiches bei Youtube)

Nein Spaß beiseite! Letzeres wohl kaum, aber ersteres wäre möglich. Ja, wenns hilft?
Au weiha! Jetzt bin ich wieder der Nazi.

Kürzlich fragte mich jemand, ob man denn bei der Betrachtung der Nationalsozialisten das Gute getrennt vom Bösen behandeln könne?
Beim der nationalsozialistischen Ideologie sicher nicht, sehr wohl aber bei der Betrachtung der wirtschaftlichen Strukturen des Dritten Reiches.
Müssen wir unbedingt den ideologischen Überbau diskutieren, wenn wir das praktische Wirtschaftssystem des Dritten Reiches unter die Lupe nehmen wollen?
„Eine Ideologie ist  nicht  eine wissenschaftliche Theorie, sondern ist unwissenschaftlich und oft sogar antiwissenschaftlich."
(Zitiert aus: James Burnham, Das Regime der Manager, Erstausgabe Verlag John Day New York 1941, Union Deutsche Verlagsgesellschaft Stuttgart 1949, Seite 37)

Diese Bemerkung ist zutreffend, aber die Ideologie diskutieren wir ja nicht. Wir wenden unseren Blick nur auf die ideologiefreien wirtschaftlichen Belange und damit wird es interessant.
Die wirtschaftlichen Belange waren während der NS-Zeit vollkommen anders organisiert, als in der Zeit davor und in der Zeit danach.
Es war alles ganz anders und aus der Sicht der Monopolkapitalisten abscheulich, aber es hat geholfen.

Über die wirtschaftliche Situation im Dritten Reich schrieb Sebastian Haffner als kompetenter Zeitzeuge:
„Die Jahre von 1936 bis in das Jahr 1939 hinein, waren Jahre des ungeahnten Aufschwungs. Jahre, in denen es beiden Seiten der Wirtschaft, den Unternehmern wie den Arbeitern, ausgesprochen gut ging, jedenfalls unendlich viel besser als in den vergangenen Jahren der Wirtschaftskrise und der Brüningschen Deflationspolitik. Das war nicht zu unterschätzen. Die Wirtschaftslage bestimmte sozusagen das Wetter einer Zeit. In der mittleren Hitlerzeit herrschte schönes Wetter."

(Zitiert aus: Sebastian Haffner, Von Bismark zu Hitler, Büchergilde Gutenberg 1987, S. 258, 259)

Teufel nochmal! Jetzt wird man mich schon wieder „Nazi" schimpfen. Aber das tut man ja sowieso, sogar dann, wenn ich gar nichts sage, also sage ich etwas, oder besser, ich lasse Hermann Göring zu Wort kommen:
„Die Wirtschaft ist für uns kein kausalmechanischer Ablauf nach eigenen Gesetzmäßigkeiten. Da wir eine starke und einheitliche Wirtschaftsführung haben, die im Begriff ist, sich in allen Bereichen des Wirtschaftslebens ihre Organe zu schaffen, die ihre Absichten zweckmäßig und sachverständig verwirklichen, treffen die Hypothesen der liberalen Theorie auf die deutsche Wirtschaft heute weniger denn je zu."
(Zitiert aus: Hermann Göring, Reden und Aufsätze, „Verantwortliche Wirtschaftsführung, Aufsatz in der Zeitschrift Der Vierjahresplan im Februar 1937", Verlag Franz Eher Nachf., München 1938,  Seite 276 / 278)

Darf man so etwas angesichts der ideologischen Verirrungen der Nationalsozialisten und in Erinnerung an die im großen Krieg erlittenen Leiden zitieren?
Der amerikanische Wirtschaftexperte James Burnham gibt uns die Antwort:
„Wir müssen uns hüten, daß die vom Krieg verursachte Erschütterung unserer Gefühle unser geschichtliches Urteil verzerrt."
(Zitiert aus: James Burnham, Das Regime der Manager, Erstausgabe Verlag John Day New York 1941, Union Deutsche Verlagsgesellschaft Stuttgart 1949, Seite 12)

1937 erklärte Herrmann Göring:
„Man beschuldigt Deutschland der Abkehr von der Weltwirtschaft, tatsächlich ist aber das ganze Weltwirtschaftssystem in seinen Grundlagen falsch aufgebaut."
(Zitiert aus: Hermann Göring, Reden und Aufsätze, Verlag Franz Eher Nachf. München 1938)

Zu dem was Göring falsch nannte, erklärte James Burnham 1941:
„Dem Gesetz des Kapitalismus zufolge hätte Deutschland schon vor 5 Jahren bankerott sein müssen; seine Währung hätte in einer wilden Inflation untergehen müssen…
… Aber angesichts der staatlichen Finanzkontrolle behielt keines dieser Gesetze Gültigkeit."

(Zitiert aus: James Burnham, Das Regime der Manager, Erstausgabe Verlag John Day New York 1941, Union Deutsche Verlagsgesellschaft Stuttgart 1949, Seite 273)

Am 8. April 1937 erklärte Hermann Göring:
„Neu ist aber die Art, wie wir … an eine solche Aufgabe herangehen. Früher hätte man die erforderliche Mehrerzeugung dem sogenannten freien Spiel der wirtschaftlichen Kräfte überlassen, und der Staat hätte sich bestenfalls darauf beschränkt, das Vorhandene zu verteilen. Er hätte im übrigen auf sogenannte Selbstheilungstendenzen und ihre Auswirkungen in der Zukunft gehofft,…"   
„... steht die Steigerung der landwirtschaftlichen und industriellen Gütererzeugung an erster Stelle, und diese Steigerung wird mit allen Mitteln des Staates vorangetrieben werden; nicht so, daß der Staat selbst wirtschaftet, aber so, daß der Staat die unbedingte Führung und Gestaltung hat und nicht auf die Auswirkung der selbstständigen Wirtschaftsgesetze wartet. Wir beschränken uns nicht mehr darauf, nur Wirtschaftsdinge zu verwalten, die die Wirtschaft nicht selbst ordnet, sondern wir führen eine planmäßige Wirtschaftslenkung im ganzen Reich und Volk durch."
(Zitiert aus: Hermann Göring, Reden und Aufsätze, Verlag Franz Eher Nachf. München 1938, Seite 281)

Nun erleben wir in Amerika mit Donald Trump völlig unerwartet erneut eine Abkehr von den Prinzipien der hemmungslos globalisierten, „freien" Weltwirtschaft.
Den Profiteuren der Globalisierung fährt der Schreck in die Glieder und den Wirtschaftsweisen bleibt die Spucke weg.
Was Donald Trump, natürlich nur in wirtschaftlicher Hinsicht, propagiert, ist dirigistisch eingesetzter Protektionismus, also nichts anderes, als das was im Dritten Reich erfolgreich praktiziert worden war.  
Ob Trump damit erfolgreich sein kann, wird davon abhängen, wie weit es ihm gelingt, sein Programm konsequent durchzusetzen. Und nicht zuletzt auch davon, ob er es schafft, die mit der Umschichtung zwangsläufig einhergehende Periode einer Flaschenhals-Situation durchzustehen, denn es wird, sofern es überhaupt dazu kommt, einige Zeit brauchen, bis sich die Segnungen der Umschichtung bemerkbar machen.

Was der deutschstämmige Amerikaner Donald Trump im Schilde führt, kapiert kaum jemand. Schon gar nicht die Deutschen. Dafür haben die Massenmedien mit ihrer Anti-Trump Kampagne bestens gesorgt.
„Deutsche lehnen Donald Trump mehrheitlich ab",
so lautet das Ergebnis der jüngsten Meinungsumfrage.
Wäre das Ergebnis anders, müsste man schon deshalb annehmen, dass der neugewählte  Präsident der Vereinigten Staaten nichts taugt.
Für Donald Trump wird es wichtiger sein, was die Amerikaner von ihm halten.

Was soll den an dem, das er politisch umsetzen möchte, so schlecht sein.
Ein ausländischer Staatspräsident, der die Profite der deutschen Autoindustrie schrumpfen lässt, muss nicht schlecht für das amerikanische Volk sein. Wenn wir die staatsmännischen Qualitäten ausländischer Potentaten einschätzen wollen, dürfen wir uns dabei nicht an den deutschen oder besser gesagt den Interessen der zwar bei uns heimischen, aber global vagabundierenden Großindustrie ausrichten.
Ist es nicht lobenswert, wenn der Regierungschef der Vereinigten Staaten die Parole ausgibt: „Amerika first"!
Amerika first! War sinnigerweise bisher auch für Angela Merkel über all die Jahre hinweg der unbedingte Leitgedanke.
Die Idee, etwa die Parole auszugeben „Deutschland zuerst", ist ihr niemals gekommen. Deshalb ist Donald Tramp  besser als Angela Merkel zur Wahrung von Volksinteressen geeignet.  
Jedenfalls ist ein Regierungschef, der die Interessen des eigenen Landes allem anderen voranstellt, schon mal grundsätzlich nicht schlecht. Wie gesagt, nicht schlecht für die Bevölkerung, die ihn gewählt hat und für die er verantwortlich ist.
Für andere könnte genau das Nachteile bringen, denn was man dem einen extra zukommen lassen möchte, muss man dem anderen wegnehmen.
Klar, wenn Trump den Mexikanern und der dort parasitär wirkenden europäischen Industrie die Profite beschneidet, um die Situation in den USA zu verbessern, ist das aus der Sicht der Benachteiligten schlecht, aber für die US-amerikanische Bevölkerung gut.    

Salvador Allende hat einmal gesagt:
„Das Schlimmste auf der Welt sind die großen internationalen Finanzpools, die vorwiegend in England und den USA ansässig sind, aber niemandem Rechenschaft über ihre Machenschaften schuldig sind. Keiner Regierung und keiner moralischen Instanz."

Donald Trump schickt sich an, die Allmacht dieser global vagabundierenden Finanzgiganten zu brechen. Wenigstens in den Vereinigten Staaten von Amerika. Das Erkennen der Absichten gibt mir allerdings noch nicht die Sicherheit, etwa den Erfolg als sicher anzunehmen. Die „Alten Mächte" werden Trump jede Menge Knüppel in den Weg werfen. Ob er darüber stolpert und den Halt verliert, werden schon die nächsten 3 Jahre zeigen.
Zum Verständnis dessen, was in Amerika vor sich geht, muss man sich klar machen, in welch trostlose Lage das Land der „unbegrenzten Möglichkeiten" geraten ist.
Die USA haben ein riesiges Außenhandelsdefizit. Sie sind hoffnungslos verschuldet. Die ursprünglich heimische Industrie hat ihre profitablen Produktionsstätten ins Ausland verlagert, bringt aber ihre Waren zum Verkauf in die Staaten. Die Folge ist Arbeitslosigkeit, die noch durch unkontrollierbare Einwanderströme weiter ausufert. Arbeitslosigkeit steigert die Unzufriedenheit und gefährdet den sozialen Frieden. Die einstige  Wirtschaftsweltmacht ist finanziell und materiell ausgebrannt und zum vorrevolutionären Pulverfass geworden.
Wenn Trump diese, sich ständig weiter entwickelnde negative Situation ändern will, muss er die Ursachen beseitigen. Er muss die Allmacht der global vagabundierenden Finanzpools brechen. Und das kann er nur, wenn überhaupt, mit dem Instrument des Protektionismus zuwege bringen.  
Donald Trumps dirigistisches Sanierungsprogramm zielt darauf ab, die abgewanderte Industrie zurückzuholen. Dazu muss er im Inland Verhältnisse schaffen, die den Investoren genügend Anreiz geben.
Konkret bedeutet das: Steuersenkungen für Unternehmer im Verbund mit dem Fernhalten oder wenigstens Einschränken der Importe von Produktionsgütern.
Hämisch wollen die kapitalistischen Wirtschaftsexperten, die in den Denkschemata der „freien Marktwirtschaft" befangen sind, die scheinbare Absurdität der Trump-Strategie erklären.
Einerseits die Steuern senken und andererseits ein großangelegtes Konjunkturprogramm auflegen? Wie soll das zusammengehen? Woher sollen die Finanzmittel für das Konjunkturprogramm kommen, wenn sich die Staatseinnahmen durch Steuersenkungen minimieren?

Dr. Daniele Ganser meint, die vorgesehenen Steuersenkungen müssten ein Defizit ergeben. Das könne man zwar mit Kreditaufnahme vorrübergehend überdecken, aber eine Lösung könne das nicht sein.
Quelle: Interview im Internet

Ja es ist zu erwarten, dass die wirtschaftliche Umschichtung zu vorrübergehenden finanziellen Engpässen führen wird, die eine Kreditaufnahme im Sinne einer Zwischenfinanzierung erforderlich macht; aber wenn die zwangsläufig entstehende Flaschenhalssituation überwunden ist, kann sich das abgewirtschaftete Wirtschaftsgefüge wieder erholen und auf der Basis einer anderen, vernünftigeren Wirtschaftsstruktur konsolidieren.  
Das Trump-Programm geht davon aus, dass die protektionistischen Maßnahmen und die Steuersenkungen die Rückwanderungen amerikanischer Unternehmen bewirkt und dazu eine Vielzahl von Firmenneugründungen in den USA zur Folge haben wird. Je nach Ausmaß dieser Entwicklung werden die Staatseinnahmen trotz niedrigerer Steuersätze wegen der Firmenrückwanderung und  den vermehrten  Firmenneugründungen, die ja besteuert werden, steigen.
Als ein beachtlicher Faktor könnte sich dabei auch ein deutlich erhöhter Anstieg der Lohnsteuereinnahmen erweisen.
Natürlich wird sich während der Umschichtungsphase eine gefährliche finanzielle Flaschenhalssituation ergeben. Erst wenn diese überwunden ist, kann der Erfolg der dirigistisch-protektionistischen Maßnahmen eintreten.
Es wird sich zeigen, ob der Widerstand der global vagabundierenden Finanzmächte stark genug ist, Donald Trump aus dem Sattel zu werfen.

Alles ist offen.
  
Karl-Heinz Hoffmann     02.02.2017

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2017
Januar


31.01.2017
Martin Schulz
Ernüchternde Parteirede


Gespannt darauf, was der „kleine Mann aus dem Volke", der so vermessen ist zu glauben das Zeug zum Bundeskanzler zu haben, seinem Parteivolk zu verkünden hat, habe ich ihm zugehört. Etwas anderes als die üblichen Politphrasen, die Beschwörung alter Rotfrontsolidarität  und natürlich das Aufgeilen am Kampf gegen die „Nationale Front" ist ihm nicht eingefallen.
Aber, um der Wahrheit die Ehre zu geben, kann nicht unerwähnt bleiben, dass er während der Rede nüchtern gewesen sein muss. Kein Zweifel, denn er hat vollkommen richtig erkannt, dass „die Leute die von der Lügenpresse reden, einen anderen Staat wollen." Soviel Erkenntnisvermögen hätte ich ihm gar nicht zugetraut.
Natürlich wollen die von der Deutungshoheit der Lügenpresse diskriminierten Nonkonformisten einen anderen Staat. Sie wollen den echten Rechtsstaat, dessen Gesetzlichkeit und Justiz Fake-Nachrichten aller Art unmöglich macht. Sie wollen, dass der hässliche Verdachtsjournalismus von Rechts wegen abgeschaltet wird. Sie wollen, dass veröffentlichte Nachrichten, egal ob angenehm oder unangenehm, in erster Linie wahr sein müssen und Verleumdungen nicht mehr unter dem zur Hure verkommenen Recht auf Meinungsfreiheit juristisch unangreifbar bestehen bleiben.
Der Tenor der gesamten Rede des kleinen, rotglühenden Mannes ist nichts weiter, als das seit der Weimarer Zeit sattsam bekannte Rot-Front-Vokabular. Die alten Gegensätze werden erneut beschworen, Rot-Front gegen Volksfront, die quer durch das Staatsvolk aufgerissene ideologische Kluft vertiefen. Das ist die Botschaft des zur Macht strebenden, in kleinen Verhältnissen aufgewachsenen Mannes, mit viel zu kleinem Horizont. Nichts von geistiger oder charakterlicher Größe. Nichts von Versöhnlichkeit und Verständnis für jene, die ideologisch am anderen Ufer stehen. Die anderen, die Nationalen, das sind die Feinde, die muss man mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpfen. Der erste Bekämpfungsansatz ist die systematische Entmenschlichung des politischen Gegners.
Schulz redet sich in eine künstliche Begeisterung hinein und spricht von Aufbruch-Stimmung in seiner Partei. In Wirklichkeit müssen die Genossen froh sein, dass sich überhaupt jemand aus ihren Reihen finden ließ, der sich freiwillig auf den Schleudersitz platzieren ließ.
Gabriel war schlauer. Der hat sich rechtzeitig verzogen. Er wusste wohl um die Gefahren einer Kanzlerkandidatur in aussichtsloser Lage. Ihm war auf Grund der Kräfteverteilung klar, dass die SPD wohl schwerlich den Kanzler stellen wird. Ein SPD-Mann, der sich als Kanzlerkandidat aufstellen lässt, ist erledigt, wenn er das Ziel nicht erreicht. Da ist es schon besser, den Posten des Außenministers anzupeilen, denn der liegt im Bereich des Möglichen und garantiert weiterhin politische Einflussnahme.
Fazit: Schulz wird politisch verbrannt - Gabriel überlebt als Minister.  
Vor  dem in jeder Hinsicht kleinen Martin Schulz müssten wir Angst haben, wenn er dorthin käme, wo er hin will. Um dorthin zu gelangen, macht er sich mit ideologischem Diebesgut auf den Weg. Was er an politischen Parolen im Gepäck hat, ist samt und sonders von der Partei „Die Linke" geklaut. Es wird nicht viel helfen.
Warum sollen die Leute das Plagiat wählen, wenn sie das Original haben können?  Und wenn schon unbedingt links, dann doch dort anschließen, wo wenigstens reputierliche Personen die Führung inne haben und, bei aller Solidarität mit dem kleinen Mann aus dem Proletariermilieu nicht dort, wo die Übersicht fehlt. Das Rathaus einer Kleinstadt ist nun einmal nicht die große Welt.  Mit Brunnenfröschen kann man nicht über die Welt reden. Von Schulz können wir keine brauchbaren Lösungen für global verflochtene Probleme erwarten.

Karl-Heinz Hoffmann    
  

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29.01.2017
Satire
Merkel bietet Trump die Stirn?
Was soll das bringen? Es ist ja nichts dahinter.

Karl-Heinz Hoffmann


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29.01.2017
Martin Schulz - einmal Sausack, immer Sausack?

Kann man einem Menschen seine Jugendverfehlungen noch übelnehmen, wenn er es im Laufe seines Lebens dann doch noch zu etwas gebracht hat? Auch wenn es sich nicht um echte messbare Leistungen, sondern nur um eine politische Karriere handelt.
Muss man nicht gerade die Wandlung vom Taugenichts zum arrivierten Politiker als besonders positives Zeichen werten?
Um es vorsichtig zu sagen, ein Taugenichts war er, wenn alles stimmt was „öffentlich" und bisher unwidersprochen über seinen Lebenslauf berichtet wird.
Wenigstens in den ersten Jahren seines Daseins, die in der Regel zur Ausbildung und Grundsteinlegung der Persönlichkeitsentwicklung  bestimmt sind.
Die elfte Klasse hat er nicht geschmissen, weil er keine Lust mehr hatte. So etwas kommt in den besten Familien vor und sagt wenig über geistige Fähigkeiten aus. Aber der „Sausack" hat die Schule nicht „geschmissen". Nein, er wollte schon, konnte aber nicht. Da muss sich der Wähler schon fragen, ob der „Sausack" als Bundeskanzler können wird was er will? Ganz davon abgesehen ob er will was das Volk will?
Und was wird er wollen, der aus einem streng katholischen Haushalt entsprungene und in den Alkoholismus geflüchtete „Sausack"?
Nach der frustrierenden Erkenntnis des eigenen Unvermögens „wurde er zum Alkoholiker". Das ist unbestreitbar kein gutes Zeugnis. Wer in den Alkoholismus absackt, gilt allgemein als charakterlich labil.
Nun könnte man sagen: Ja, richtig, aber wenn sich der „Abgesackte" wieder von der Sucht befreien kann, muss das dann nicht als ein Zeichen besonderer Willenskraft gewertet werden? Bei diesen Überlegungen stellt sich natürlich sofort die Frage: Hat er sich denn von der Sucht befreit? Oder hängt er vielleicht immer noch an der Flasche? Darüber haben wir noch nichts gehört. Wir wüssten aber gerne, ob sich Martin Schulz vom Alkoholismus befreit hat, oder ob er auch heute noch der „Sausack" von damals geblieben ist?
Ich befürchte, Martin Schulz wird die Wählerstimmen der Anonymen Alkoholiker auf sich vereinigen können und die sind zahlreich. Deshalb erfüllt mich seine Absicht, Bundeskanzler zu werden, mit Sorge.
Vielleicht ist er ja tatsächlich entwöhnt und trotz seiner opportunistischen Haltung in politischer Hinsicht ein einigermaßen brauchbares Mitglied der Solidargemeinschaft. Aber ist er wirklich der richtige Mann für das Amt des Bundeskanzlers?  
Altbundeskanzler Helmut Schmidt hat einmal sinngemäß gesagt, die Demokratie leide unter einem Geburtsfehler, nämlich dem, dass nicht der Geeignetste an die Spitze kommt, sondern der, den man für den Geeignetsten hält und damit man ihn dafür hält, macht er sich angenehm.
Ist Martin Schulz wirklich der Geeignetste? Gibt es wirklich keine Alternative?  Findet man in dem Millionenreservoir der Deutschen niemanden der geeigneter ist als Martin Schulz? Oder wenigstens einen, der im ersten Abschnitt seines Lebens kein alkoholkranker „Sausack" war?  Und womöglich noch ist?
Wenn die Staatsform der parlamentarischen Demokratie nichts Besseres auf den Weg bringen kann, dann gute Nacht armes Deutschland!

Karl-Heinz Hoffmann    


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19.01.2017
Hexenjagd auf Björn Höcke?

Die Jagd auf den unartigen Rechtsaußen der AfD, Björn Höcke ist eröffnet.
Jetzt wird aus allen Richtungen zur Hatz geblasen.
Mit seinemVerbalangriff auf die obrigkeitlich verordnete Leitlinie zur „Vergangenheitsbewältigung" hat Höcke den Rubikon überschritten.
Dass ihm diese Grenzüberschreitung nicht bekommen wird, hätte er wissen können.
Nun ist auch der gemäßigte Flügel der AfD um Frauke Petry gezwungen, verbal auf Distanz zu gehen. Ob Höckes Tabubruch praktische Konsequenzen, etwa ein Parteiausschlussverfahren nach sich zieht, wird sich zeigen. Klug wäre es nicht, denn mit Björn Höcke würde man auch seine Anhänger verlieren und die sind zahlreich.
Die AfD hat die erste Spaltung nicht nur überlebt, sie hat durch das Ausscheiden Luckes sogar noch an Stärke gewonnen, aber mit einer weiteren Abspaltung könnte der Rückwärtsgang eingelegt werden. Die Systemparteien würden frohlocken. Erstaunlicherweise hat aber die AfD auch Anwürfe von Gegnern aus dem Ultrarechten Spektrum auszuhalten.
Da gibt es zum Beispiel den bekennenden Nationalsozialisten Gerd Ittner aus Franken. Ittner tobt sich seit einiger Zeit in öffentlichen Spontanveranstaltungen medienwirksam mit gestrigen Parolen aus. Aktuell nimmt er die AfD-Politiker um Frauke Petry aufs Korn.     

Gerd Ittner?
Wer ist das? Was will er?
Obwohl schon seit langem im rechten Lager, zuerst bei Dr. Frey, später bei der NPD aktiv, blieb  der Franke Gerd Ittner doch  für die Öffentlichkeit ein Unbekannter. Das ändert sich jetzt, denn Ittner strebt, man könnte meinen beinahe um jeden Preis, nach Aufmerksamkeit. Und sie wird ihm zuteil. Wenigstens solange, bis er aus dem Verkehr gezogen wird. Dass es dazu kommen wird, scheint sicher, danach kann man die Uhr stellen. Kommt es dennoch dazu nicht, dann muss man sich andere Gedanken machen, aber erst dann, denn Unrecht hat man schnell getan.

Beobachtet man sein Treiben, dann gewinnt man den Eindruck er möchte unbedingt den nationalen Märtyrer spielen. Diese Gunst kann man ihm erweisen. Im Gefängnis werden immer wieder Zellen frei.
Ittner ruft im Internet zur Unterstützung für Björn Höcke und gleichzeitig auch zur Ächtung jener AfD-Politiker auf, die ihren Rechtsaußen Höcke zur Mäßigung drängen.

„Dass aber erbärmliche Gestalten aus der AfD, Petry und Konsorten, diesem Helden
(Höcke) so feige in den Rücken fallen, ihn als Belastung für die Partei bezeichnen, fällt schon unter Hochverrat." (Aus einem Traktat von Gerd  Ittner)

Man stutzt, man staunt! Was ist das jetzt? Eine Provokation ist es allemal, aber aus welcher Ecke weht der Wind? Kann es wirklich das Anliegen eines „Deutschnationalen Patrioten" sein, der Spaltung und damit der Vernichtung einer deutschnationalen Partei Vorschub zu leisten, nur weil die sich gemäßigter präsentiert als der von Ittner zum Helden erhobene nationale Poltergeist Höcke?  Höcke ein Held?  Die um Frauke Petry gescharten AfD Politiker „erbärmliche Gestalten"? Glaubt Ittner tatsächlich, er könnte damit bei dem national gesinnten Publikum, das er zweifellos ansprechen möchte, Punkte sammeln?   
Das Agitieren Ittners erscheint rätselhaft. Um es zu verstehen, habe ich nun schon vor längerer Zeit ein Gespräch mit ihm vor der Kamera geführt. Die Kamera muss dabei sein, weil mir immer wieder aufs Brot geschmiert wird, dass ich mich nicht an das bundesdeutsche Ausgrenzungsgebot halte. Meine Bereitschaft, auch mit Ultrarechten  klärende Gespräche zu führen, wird mir als Unterstützung ausgelegt.
Das kritische und analytische Gespräch mit Gerd Ittner könnt Ihr jetzt im Netz bei Youtube finden und Euch dazu eine eigene Meinung bilden.

Suchbegriff: Gerd Ittner, wer ist das?
Teil 1: https://youtu.be/yD0vb_gcc10
Teil 2:
https://youtu.be/FG63cqTtbdY
Teil 3:
https://youtu.be/rMSehJz_e9I
Teil 4:
https://youtu.be/no9JlJ9EMd4

Bevor wir den Stab über einen Mitmenschen brechen, sollten wir uns stets mit den von ihm stammenden Primärquellen befassen.  
Das politische Handeln eines Zeitgenossen wird verständlicher, wenn man ihn selbst zu Wort kommen lässt. Ich breche über niemanden den Stab, der anders tickt als ich. Ich analysiere, versuche zu verstehen, ich bilde mir eine Meinung, aber ich halte mich bei der moralischen Bewertung von Personen, die andere Weltbilder vertreten, zurück. Bei der Bewertung politischer Erfolgsaussichten kann man deutlicher werden.
Ob man dabei richtig liegt, wird der Fortgang der Geschichte zeigen.

Karl-Heinz Hoffmann     


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NPD-Verbot gescheitert?

Der Knüppel blieb im Sack. Aber warum?

Ist das NPD-Verbot an der korrekten Einhaltung rechtsstaatlicher Grundsätze gescheitert?

Haben etwa die Begründungen der Antragsteller keine, für ein Verbot hinreichenden Tatbestände enthalten?  
Offensichtlich doch, denn der Verzicht, ein Verbot auszusprechen wurde ja anders begründet. Nach Ansicht der Richter hätte das Verhalten der NPD durchaus ein Parteiverbot rechtfertigen können. Zur Begründung des „Nichtverbotes" wurde erklärt, die NPD sei trotz erkannter Verbotswürdigkeit keine Gefahr für den Bestand der Bundesrepublik Deutschland, und zwar deswegen nicht, weil sie wegen ihrer zusammengeschrumpften Mitgliederzahl und den mageren Wahlergebnissen derzeit nur noch eine unbedeutende Rolle in der Parteienlandschaft spiele.
Auf den ersten Blick erstaunt diese Argumentation. Bei genauerem Hinsehen wird die Entscheidung des Gerichts durchaus verständlich.
Mir kommt in diesem Zusammenhang natürlich sofort das WSG-Verbot vom 30. Januar 1980 in den Sinn. Auch dieses Verbot war seinerzeit  mit der angeblichen Verfassungswidrigkeit begründet worden. Doch die WSG hatte wesentlich weniger Mitglieder als die NPD heute immer noch hat. Obwohl keine Straftaten das Verbot der WSG stützen konnten, wurde es trotzdem durchgesetzt. In Wirklichkeit war es so, wie es der damalige Innenminister Tandler gegenüber der Presse erklärte. Die WSG wurde nicht verboten, weil sie etwa als eine Bedrohung für die Staatsorgane angesehen wurde, sondern nur deshalb, weil die staatstragende Politkamarilla um ihr Ansehen in der Weltöffentlichkeit fürchtete.
Noch wichtiger dürften die dauernden Interventionen ausländischer Dienste gewesen sein. Dem politischen Establishment kommt es auf die Bedeutung einer Organisation an, nicht unbedingt auf die zahlenmäßige Stärke ihrer Anhängerschaft.

Nun fragt man sich, warum das Verfassungsgericht hinsichtlich der NPD den Knüppel im Sack gelassen hat?
Ich will es Euch sagen: Man hat gute Gründe gesehen, das NPD-Verbot jetzt nicht zu verfügen, hat aber gleichzeitig erkennen lassen, dass es jederzeit dazu kommen kann, wenn eine derzeit nicht angenommene Voraussetzung gegeben ist.
Anders ausgedrückt: Das Verbot der NPD ist quasi nur auf unbestimmte Zeit aufgeschoben, aber nicht völlig aus der Welt. Sollte sich die NPD erholen und vielleicht in der Zukunft doch mehr Wählerstimmen auf sich vereinigen können, dann wird das jetzt nur aufgeschobene Partei-Verbot über sie hereinbrechen. Das dürfte so sicher sein wie das Amen in der Kirche.

Die Führungsriege  der NPD sollte sich deshalb ernsthaft die Frage vorlegen, welchen praktischen Wert es haben könnte, unter diesen Umständen weiter den steinigen Weg der Parteiarbeit zu beschreiten? Entweder die NPD kann die Talsohle nicht überwinden, dann bleibt sie am Leben, krebst aber nur bedeutungslos vor sich hin, oder sie wird durch äußere nicht vorhersehbare Umstände begünstigt und erreicht bei den Wahlen unerwartet eine beachtliche Größenordnung, um dann die, für die Durchsetzung eines Parteienverbotes erforderliche Bedeutung zu haben. Sollte letzerer Fall eintreten, was ich mir nicht vorstellen kann, wird der Knüppel aus dem Sack geholt. Die Partei wird zerschlagen.

Nun zu den praktischen Gründen des Aufschubs.
Aus der Sicht der staatstragenden politischen Elemente ist die Kalkulation einfach. Dass die NPD bei den nächsten Landtagswahlen mehr als 1 %
(Wikipedia Okt. 2016) der Wählerstimmen auf die Beine bringen kann, glaubt niemand. Aber das könnte sich natürlich ändern. Nicht ins Riesige hinein, nein das nicht, aber bis zu
2 % wären im Bereich des Möglichen. Wäre nun die NPD jetzt verboten worden, dann würde sich Herr Höcke von der AfD freuen. Dann könnte die AfD 2 % dazu gewinnen. 2% sind für eine Partei so gut wie nichts, wenn das ihr Ganzes ist, aber 2 % Stimmen-Zuwachs für eine Partei die schon mit 25% rechnen kann, ist durchaus ein bedeutsamer Faktor, vor allem für die um ihren Einfluss bangenden  staatstragenden politischen Kreise.
Deshalb lässt man die NPD am Leben.

Karl-Heinz Hoffmann  17.01.2017  


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Fake-Nachrichten in der Presse
Wieder eine Fake-Nachricht bei MDR-Online und Facebook MDR Thueringen. MDR (MÄRCHEN DER REGION)

Meine Aufforderung zur Gegendarstellung:_________________________________

Karl Heinz Hoffmann
Marktplatz 14
91077 Neunkirchen
Tel 09192  1090
Fax 09192  6530
e-mail  
karl.heinz.hoffmann.fks-prc@gmx.de


K.H. Hoffmann, Marktpl.14, 91077 Neunkirchen


Übergabeeinschreiben


Frau
Prof. Dr. Karola Wille (Intendantin)
Mitteldeutscher Rundfunk
Anstalt des öffentlichen Rechts
Kantstraße 71 – 73

15.01.2017

04360 Leipzig

_________________________________________________________________________________
Medienbeitrag                             http://www.mdr.de/thueringen/die-stasi-und-die-west-nazis-aus-dem-osten-100.html
„Die Stasi und der Rechtsterror. Thüringer Rechtsextreme in der Bundesrepublik"
Abmahnung für Gegendarstellung, Widerruf, Unterlassungserklärung und                      Schmerzensgeld.

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Feststellung:

Mindestens in der Online-Ausgabe des MDR Thüringen:
http://www.mdr.de/thueringen/die-stasi-und-die-west-nazis-aus-dem-osten-100.html
Erstveröffentlichung nicht genau feststellbar,
mir bekannt geworden um den Jahreswechsel 2016 / 2017,

wie auch im nach wie vor abrufbaren facebook-Auftritt des MDR vom 30.12.2016,  8.24 Uhr:
www.facebook.com/MDRThueringen/posts

ist unter der Überschrift:

Die Stasi und der Rechtsterror. Thüringer Rechtsextreme in der Bundesrepublik
Ein sechseitiger Beitrag eines Dr. Rainer Erices veröffentlicht.

In diesem Beitrag zur Zeitgeschichte wird die falsche Tatsachenbehauptung aufgestellt, ich, Karl-Heinz Hoffmann sei in der DDR „FDJ-Sekretär" gewesen.
Diese Tatsachenbehauptung entspricht nicht der Wahrheit.
Im Gegensatz zu dieser Behauptung war ich niemals FDJ-Sekretär, ja noch nicht einmal Mitglied der FDJ.

Die falsche Tatsachenbehauptung, ich sei FDJ-Sekretär gewesen,  ist ehrenrührig. Sie verletzt mich in meinen Persönlichkeitsrechten. Die FDJ war ein wichtiger Teil des menschenverachtenden  DDR-Regimes. Die unhaltbare, frei erfundene Einordnung meiner Person als Unterstützer des DDR-Unrechtsapparates kann nicht hingenommen werden.

Aus der oben beschriebenen, falschen Tatsachenbehauptung  ergeben sich das Recht und die Notwendigkeit juristischer Schritte.

Diese sind: Aufforderung zur Gegendarstellung, Widerruf und Verlangen einer rechtlich bindenden Unterlassungserklärung, sowie Zahlung von Schmerzensgeld.
 
Vorab fordere ich Sie auf, mir unverzüglich, spätestens bis 25. Januar 2017 unter der obigen Anschrift, auch per E-mail oder Fax rechtsverbindlich mitzuteilen, ob Sie meine Rechtsansprüche anerkennen oder nicht.

Keine oder eine ablehnende Antwort oder eine nur teilweise befriedigende Reaktion Ihrerseits eröffnet ab dem 26. Januar 2017 den Rechtsweg.

Karl-Heinz Hoffmann      

…………………………………….

3 Anlagen:
Gegendarstellung
Unterlassungserklärung
Widerruf


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Karl-Heinz Hoffmann, Marktpl.14, 91077 Neunkirchen


Anlage 1: Gegendarstellung

Mindestens in der Online-Ausgabe des MDR Thüringen:
http://www.mdr.de/thueringen/die-stasi-und-die-west-nazis-aus-dem-osten-100.html
Erstveröffentlichung nicht genau feststellbar,
mir bekannt geworden um den Jahreswechsel 2016 / 2017,

wie auch im nach wie vor abrufbaren facebook-Auftritt des MDR vom 30.12.2016, 8.24 Uhr:
www.facebook.com/MDRThueringen/posts
ist unter der Überschrift:

Die Stasi und der Rechtsterror. Thüringer Rechtsextreme in der Bundesrepublik
ein sechseitiger Beitrag eines Rainer Erices veröffentlicht.

In diesem Beitrag zur Zeitgeschichte wird unrichtigerweise und wahrheitswidrig behauptet, ich, Karl-Heinz Hoffmann sei in der DDR „FDJ-Sekretär" gewesen.

Diese Tatsachenbehauptung ist falsch, sie entspricht nicht der Wahrheit.

Richtig ist demgegenüber, dass ich niemals „FDJ-Sekretär", ja noch nicht einmal Mitglied der FDJ war.


Karl-Heinz Hoffmann


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Unter Verweis auf den Staatsvertrag über den Mitteldeutschen Rundfunk vom 30. Mai 1991 (SächsGVBl. S.169), § 15, fordere ich Sie auf, diese Gegendarstellung unverzüglich und als solche für den Leser erkennbar, Ihrer Internetveröffentlichung, sowie ggf. mir noch nicht bekannten, von Ihnen auch zu verantwortenden, inhaltlich gleichen Veröffentlichungen hinzuzufügen.

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Karl-Heinz Hoffmann, Marktpl.14, 91077 Neunkirchen


Anlage 2: Unterlassungserklärung

Für jeden Fall der Zuwiderhandlung erklären wir uns
mit einer Strafzahlung in Höhe von 500 €
zugunsten von
Herrn Karl-Heinz Hoffmann, Marktplatz 14, 91077 Neunkirchen, einverstanden.

Der MITTELDEUTSCHE RUNDFUNK, vertr. d. d. Intendantin Prof. Dr. Karola Wille, verpflichtet sich ab sofort,
weder in papierner, noch elektronischer Form, in Funk und Fernsehen die Behauptung,
auch nicht sinngemäß, weiter zu verbreiten,
ich, Karl-Heinz Hoffmann, sei in der DDR „FDJ-Sekretär" gewesen.

http://www.mdr.de/thueringen/die-stasi-und-die-west-nazis-aus-dem-osten-100.html

sowie

www.facebook.com/MDRThueringen/posts

Soweit noch zur Verbreitung im Umlauf befindliche, derartige Veröffentlichungen korrigierbar sind, wird die inkriminierte Passage zumindest verpixelt, geschwärzt, ausgeschnitten, in jedem Fall unkenntlich gemacht.



Leipzig/Erfurt, den       für den MDR


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Karl-Heinz Hoffmann, Marktpl.14, 91077 Neunkirchen



Anlage 3: Widerruf


Die uns zuzurechnende, öffentlich aufgestellte Behauptung,
Karl-Heinz Hoffmann, Begründer der gleichnamigen Wehrsportgruppe,
sei in der DDR „FDJ-Sekretär" gewesen,

http://www.mdr.de/thueringen/die-stasi-und-die-west-nazis-aus-dem-osten-100.html

sowie

www.facebook.com/MDRThueringen/posts

wird hiermit widerrufen.


Leipzig/Erfurt, den       für den MDR


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01.01.2017
Lügenpresse
Quatsch vom MDR

Am letzten Tag des Jahres 2016 meldete sich der für unscharfe zeitgeschichtliche Berichterstattung bekannte MDR noch einmal mit einem durch und durch unqualifizierten Sammelbericht unter dem Titel: „Die Stasi und der Rechtsterror" zu Wort.
Natürlich steht dabei die ehemalige, bis zum 30. Januar 1980 nach Recht und Gesetz legal organisierte Wehrsportgruppe Hoffmann im Zentrum der aus Halb- und Unwahrheiten zusammengeklitterten Story.
Bevor der gesammelte Quatsch in  epischer Breite ausufert, wird im ersten Satz noch richtigvermerkt:
Einen Großteil der Informationen zur Wehrsportgruppe Hoffmann und ihrem Umfeld sammelte die Stasi erst nach dem Verbot der Gruppe"
Damit wird klar, dass es der Stasi eben nicht, wie immer wieder behauptet wird, gelungen war, die Wehrsportgruppe erfolgreich zu penetrieren. Nach allem, was wir heute den Stasi-Akten entnehmen konnten, standen der „Firma Horch und Guck" nur die im Westen allgemein zugänglichen Presseerzeugnisse zur Auswertung zur Verfügung. Also nur Hetzpropaganda, keine WSG Interna.
Völlig unzutreffend wird in dem MDR-Bericht behauptet, ich hätte bereits Ende der Sechziger Jahre für rechtsextreme Kreise gearbeitet. Tatsächlich war ich in dieser Zeit absolut politisch abstinent.  
Immerhin belehrt der MDR anschließend seine Zuhörer mit der  korrekten Erklärung:
„1973 gründete er seine Wehrsportgruppe, kurz WSG als „legalen Verein", die bis zu ihrem Verbot 1980 die größte und bekannteste Wehrsportvereinigung der Bundesrepublik werden sollte."
Während der aktiven WSG-Zeit bist zum 30.01.1980 gelang es der Stasi erst ab dem Jahre 1978 und lediglich in einem einzigen Fall einen aktiven WSG-Mann als Informant anzuheuern. Das war Frank Bitriol, der im hier relevanten MDR-Bericht als „Fuhrparkleiter" der WSG-Hoffmann bezeichnet wird.
Wer nun glaubt, der Stasi sei damit gelungen, Einblick in WSG-Interna zu nehmen, liegt falsch. Und zwar deswegen, weil dieser vom Osten als Spitzel auserkorene Mann bereits für den westdeutschen Dienst gearbeitet hat. Das wusste die Stasi nicht, aber ich wusste es, weil ich von Bitriol über alles informiert war. Genau genommen war der bei der Stasi unter dem Decknahmen Kaufmann geführte WSG-Mann Bitriol mein Agent, der mich ständig über alle Vorgänge informiert hat. Im Übrigen war „Kaufmann" der Tarnnahme Bitriols in der WSG. Er hat das Doppelspiel mit meiner Billigung mitgemacht. Er hat mir mit seinen an Ost und West gelieferten Berichten nicht weh getan. Dass der in der WSG unter dem Tarnnamen  „Kaufmann" bekannte Bitriol für die DDR-Spionage ein Flop war, ist sogar den Story-Schreibern des MDR aufgefallen:
„Die Stasi nutzt dies.(gemeint sind Bitriols familiäre Kontakte in der DDR) Sie wirbt Bitriol Mitte der achziger Jahre als Spitzel an. Doch IM „Kaufmann" erweist sich als nicht besonders gesprächig."
Mit anderen Worten, Bitriol war die ganze Zeit mir gegenüber loyal. Er hat sich nicht dazu hergegeben, Verrat an seinen WSG-Kameraden zu üben. Weder nach Ost noch nach West.
Im Übrigen zeigen falsche Zeitangaben: „Sie (die Stasi) wirbt Bitriol Mitte der achziger Jahre als Spitzel an", wie oberflächlich und unprofessionell die Journalisten des MDR arbeiten. Mitte der achziger Jahre?
Da existierte die Wehrsportgruppe Hoffmann bereits nicht mehr.
Von der Stasi ist mindestens genauso viel Unsinn über die WSG gesammelt worden, wie von den westlichen Diensten.  
Wer die Stasi-Akten, soweit sie Bezug zur Wehrsportgruppe aufweisen, genau studiert, wird erkennen, dass die gefürchtete Stasi zu Unrecht für ihre Effektivität gerühmt wird.
Hauptlieferant der Stasi für angedickte wirklichkeitsfremde Nachrichten waren seit Dezember 1976 die an der Universität in Tübingen studierenden Antifa-Aktivisten. Die wussten gar nichts, lieferten aber trotzdem ständig Berichte in den Osten.  
Breiten Raum geben die Verfasser des MDR-Quatschberichtes dem in der zeitgeschichtlichen Literatur weit verbreiteten Irrtum, sogenannte „Freigekaufte" Ex-DDRler hätten in der Wehrsportgruppe Hoffmann als Stasi-Maulwürfe ihr Unwesen getrieben. Diese, auf  Vermutungen der bayerischen  Staatsregierung unter Franz Josef Strauß zurückgehende Latrinenparole hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun. Wird aber dessen ungeachtet gern immer wieder aufgewärmt.
Ob und mit welcher Zielstellung  „Freigekaufte" in anderen nach 1980 gegründeten Wehrsportgruppen, deren Zahl mit 37 angegeben wird, aktiv warten, kann ich nicht beurteilen. Ich habe darüber keine Erkenntnisse gesammelt.
Sämtliche im hier relevanten MDR-Bericht aufgelisteten Namen sogenannter Rechtsextremisten, die aus dem Osten stammten, und im westdeutschen, rechtsextremistischen Milieu der  achziger Jahre aktiv waren, haben  der Wehrsportgruppe Hoffmann nicht angehört.
Konkret werden genannt:
Arnulf Priem, Frank Schubert, Dieter Sporleder, Bernhard Archner, Uwe Jürgens. Alles Leute die nicht mit mir in Kontakt standen und die mir außer Priem noch nicht einmal dem Namen nach bekannt waren.
Unter anderem wird auch Uwe Mainka genannt, der  allerdings nicht  mit neonazistischen Gruppen in Zusammenhang gebracht wird. Zufällig mal richtig wird Uwe Mainka als verschlagen und listig, aber für die Stasi  unbrauchbar geschildert.   

Unter dem Kapitel:
Thüringer Rechtsextreme in der Bundesrepublik

gehen die Verfasser des MDR-Berichtes näher auf meine Person ein. Gleich am Anfang wird überschlägig erklärt, dass sich die Stasi ganz besonders für Rechtsextreme mit Wurzeln in der DDR interessiert hat, was ja insoweit naheliegend und nicht falsch ist. Falsch sind nur die daran geknüpften Vermutungen.
„Rechtsextreme mit Wurzeln in der DDR. Sie waren über Flucht oder Abschiebung in die Bundesrepublik gekommen.
Karl-Heinz Hoffmann und seine Wehrsportgruppe stehen exemplarisch für dieses Verbindung. Die Stasi sammelte massenhaft Material über diese Gruppe."
Wo ist das massenhaft gesammelte Material? Material wird man finden, aber nichts von Bedeutung - nur von der Tübinger Antifa gelieferter substanzloser  Blödsinn.
Dabei darf natürlich die von Antifa-Aktivisten wirklichkeitsfremd entstellte Legende von den als Landfriedensbruch geahndeten Vorkommnissen in Tübingen nicht fehlen.
„Der Vorfall reihte sich ein in eine Anzahl von gewalttätigen Ausschreitungen militanter Rechtextremer in der Bundesrepublik. Interessanterweise hatten einige der Hauptakteure etwas gemeinsam - sie kamen ursprünglich aus der DDR."
Interessant ist dabei nur, dass der MDR-Bericht an anderer Stelle unmissverständlich deutlich macht, dass jeder auf die Verdächtigung, ich könnte „Stasi-gesteuert" gewesen sein, abzielende  Anwurf ins Leere laufen muss. Laut MDR Bericht lautete die Einschätzung der Stasi:
„Von der WSG Hoffmann seien keine subversiven Aktivitäten gegen die DDR und andere sozialistische Staaten zu erwarten. Der Argwohn gegen die Person Karl-Heinz Hoffmann blieb jedoch. Nachdem Hoffmann in der Bundesrepublik im Juli 1989 vorzeitig aus der Haft entlassen wurde, ließ die Stasi umgehend eine Einreisesperre für ihn überprüfen."
Es dürfte einleuchtend sein, dass die Stasi für einen alten Vertrauensmann keine Einreissperre verhängt hätte.  
Was die Quatsch-Kolumnisten im Zusammenhang mit meiner Jugendzeit in der DDR sonst noch zusammengetragen haben, ist frei erfundener Unsinn, aber es ist unschädlicher Unsinn. Deshalb will ich gar nicht darauf abheben. Schließlich ist es egal ob von einer Tante die Rede ist, obwohl ich im Osten überhaupt keine Tante hatte, oder ob von einem Arzt in Rudolstadt die Rede ist, dessen Name mir gar nichts sagt. Der Geburtsort meines aus Würzburg stammenden Vaters, wird nach Jena verlegt. Und so weiter und so fort. Alles unprofessionell recherchiert, nur journalistisch billig aufbereitete Grütze.
Aber eine unzutreffende, meinen Ruf schädigende  Behauptung kann ich nicht ungeklärt im Raum stehen lassen.
Nämlich die verleumderische Behauptung, ich sei FDJ-Sekretär gewesen.
Und weil die Unterstellung, ich sei FDJ-Sekretär gewesen, im Gegensatz zu den sonstigen Kolportagen die sich gefahrlos unter dem Schutzschild der „Meinungsfreiheit" verbreiteten lassen,  eine Tatsachenbehauptung ist, wird der MDR mit juristischen Konsequenzen zu rechnen haben.
Tatsächlich war ich in der DDR, die ich bereits als Sechzehnjähriger verlassen habe, niemals weder bei den Jungen Pionieren noch  Mitglied in der FDJ, geschweige denn "FDJ-Sekretär".

Soviel für heute zum Quatsch vom MDR

Karl-Heinz Hoffmann



2016

Dezember
Die sogenannten "Gefährder"
Nachtrag zum Attentat auf dem Weihnachtsmarkt
Was ich mir zum Neuen Jahr wünsche
Das Weihnachtsattentat in Berlin
Offener Brief an die Bayerische Staatsregierung
Abendzeitung Münschen - Lügenpresse?

Dezember
31. 12. 2016
Die sogenannten „Gefährder"
Nicht weniger als 570  islamistisch-terroristische „Schläfer"  sind den Sicherheitsbehörden der Bundesrepublik bekannt.  Sie werden als „Gefährder" bezeichnet und intensiv überwacht.
Intensiv überwachen bedeutet in erster Linie, das Durchdringen  der islamischen Zirkel mit V-Leuten. Aus dem islamischen Milieu genügend für Spitzeldienste geeignete Leute herauszufiltern ist kein Problem. Für einen großzügig ausgestellten Duldungsbescheid und etwas Handgeld können genug Leute aus dem „Reservoir der Heimat- und Hoffnungslosen" gefügig gemacht werden.  
Im Zusammenhang mit der Tatsache, dass wir Hunderte von „erkannten  Gefährdern" und wahrscheinlich noch viel mehr unerkannte im Land haben, stellen sich einige Fragen.

Warum haben wir sie?
Und warum müssen wir sie behalten?

Aber noch viel wichtiger ist die Frage, was uns der staatliche Umgang mit den „Gefährdern" in der Zukunft an Veränderungen unserer gesellschaftlichen  Verhältnisse bringen wird?
Wie man hört, sind Gesetze in Vorbereitung, die es den Behörden erlauben sollen,  eine  geheimdienstlich als „Gefährder" eingestufte Person auch dann in Haft zu nehmen, wenn diese noch gar nichts verbrochen hat, ja noch nicht einmal konkrete Vorbereitungshandlungen nachweisbar sind. Mit anderen Worten, wer vom Geheimdienst verdächtigt wird, darf eingesperrt werden. Und nachdem ein „Gefährder" nicht beweisen kann, dass er gar nicht beabsichtigt, zur Gefahr zu werden, bleibt er dann bis an sein seliges Ende im Gefängnis? Wenn das so kommt und danach sieht es leider aus, dann haben wir uns ein bundesdeutsches Guantanamo geschaffen.
Dabei wird die derzeit ins Auge gefasste „Gefährder-Gesetzgebung" keineswegs nur Auswirkungen auf islamistische Kreise haben.
Die Geheimdienste sprechen ja auch von nicht islamischen „Gefährdern", beispielsweise solchen, die deutschnationalen Kreisen zugeordnet werden. In den Augen der auslandshörigen Dienste ist natürlich jeder, der nicht brav mit dem obrigkeitlich verordneten Strom schwimmt, und auch der nur verbal lästig gewordene Systemkritiker, ein Gefährder.
Wer als Gefährder gilt, bestimmt nicht etwa die Justiz, sondern einzig und allein der Geheimdienst. Keine juristische Instanz kann die Einschätzung der außerhalb der Gesetzlichkeit agierenden Dienste nach richtig oder falsch überprüfen.

Wenn die für das Jahr 2017 angepeilte, allen Vorstellungen von Rechtsstaatlichkeit Hohn sprechende Gesetzgebung tatsächlich Wirklichkeit werden sollte, dann werden sich, über kurz oder lang, alle Systemkritiker beim Hofgang wieder treffen. Das heißt, wenn sie nicht auch noch im Gefängnis isoliert werden.
Sie könnten ja die Sicherheit und Ordnung im Gefängnis gefährden.
Alles in Allem, trübe Aussichten fürs neue Jahr.   

Karl-Heinz Hoffmann   


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31.12.2016
Nachtrag zum
Attentat auf dem Weihnachtsmarkt

Nun ist der Unglückschauffeur, womöglich zum Glück der Geheimdienste, in polnischer Heimaterde bestattet worden.
In den ersten Nachrichten zum Terrorakt auf dem Berliner Weihnachtsmarkt wurde behauptet, der Pole sei nicht nur erschossen worden, seine Leiche habe auch mehrere Messerstichwunden aufgewiesen.
Nun, nachdem nun das Beweismittel beerdigt ist, hören wir staunend, Messerstiche seien an der Leiche nicht gefunden worden.
Was ist da los?
Ist den geheimdienstlich gefütterten Ermittlern ein Licht aufgegangen? Haben sie bemerkt, dass die Darstellung, der Pole sei von nur einem einzigen Terroristen gekidnappt und zur Todesfahrt gezwungen worden, humpelt?
Wie der einsame Terrorist,  den Polen gleichzeitig mit Messer und Pistole in Schach gehalten und dabei noch den Laster gesteuert haben soll, war nicht vernünftig nachvollziehbar.  
Kann es vielleicht sein, dass die auf einen zweiten Kidnapper hinweisenden Messerstiche unter den Teppich gekehrt werden sollen, weil der zweite Mann ein V-Mann der Dienste war? Ob diese Vermutung richtig ist, weiß ich nicht, aber es sieht verdammt danach aus.
Erinnern wir uns an die Anti-RAF-Aktion auf dem Bahnhof in Bad Kleinen.
Auch dort war, was Jahre lang vehement abgestritten wurde,  ein V-Mann beteiligt. Der musste natürlich auf Biegen und Brechen geschützt werden.
Und wie war das bei der Selbstermordungsaktion von Mundlos und Böhnhardt im Wohnwagen? Auch in diesem Fall dürfte durch eine leere Patronenhülse, die eine zu viel war, eindeutig erwiesen sein, dass ein dritter Mann im Wohnwagen anwesend war und geschossen haben muss. Trotz eindeutiger Beweise wird dieser Umstand bis heute hartnäckig geleugnet.
Wenn die Behörden im Terrorismusbereich ermitteln, begegnen uns immer wieder die gleichen Muster.
So auch jetzt wieder im Zusammenhang mit dem Attentat auf dem Weihnachtsmarkt.
Wenn die „Messerstiche" eine Falschmeldung war, dann fragt man sich, wer erfindet solche  Latrinenparolen und vor allen Dingen warum?
Sind das nur Erfindungen der „Lügenpresse"?  Oder lagen der Presse tatsächliche erste Obduktionsberichte vor?
Was schließen wir aus dem Sachverhalt, wie er sich jetzt nach vorläufigem Zwischenstand der „veröffentlichten Erkenntnisse" darstellt?
Ich meine, es drängt sich die Vermutung auf, dass Anis Amri, (wenn er überhaupt im Todeslaster war und nicht nur sein Duldungsbescheid) dann sicher nicht allein mit dem erst noch lebendigen und dann abgemurksten Polen, sondern mit einem zweiten Mann den er für seinen Komplizen hielt. Wie gesagt, wenn der Amri überhaupt im Auto gewesen ist. Auch das wird sich, zum Glück für den Geheimdienst, nie mehr beweisen lassen. Geheimdienstlich überarbeitete Indizien haben keine Überzeugungskraft.

Karl-Heinz Hoffmann  


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30.12.2016
Was ich mir zum Neuen Jahr wünsche

Ich wünsche mir, dass der islamistische Terrorakt auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin nicht dazu führt, dass unsere glücklicherweise eher laizistisch eingestellte, jedenfalls mehrheitlich nicht religiös fanatisch verbohrte Bevölkerung, in einen primitiven allumfassenden, verallgemeinernden antiislamischen Hass verfällt.

Ich wünsche mir, dass die Deutschen, die im Bezug auf die salafistischen Irrläufer berechtigte Abneigung nicht auf alles was mohammedanisch ist ausdehnen. Es wäre nicht nur Unrecht, es würde sich auch in der Folge zur unbeherrschbaren Katastrophe auswachsen.

In Deutschland sollten wir alle, auch unsere Deutschtürken, dem Ideal der Trennung von Kirche und Staat huldigen. Diesbezüglich bin ich  sicher, dass mir die meisten Türken zustimmen.
Gerade vor dem Hintergrund der aus Saudi-Arabien importierten  gewalttätigen, irrsinnigen Koranauslegung und deren Folgen, sollten wir, Türken wie Deutsche, erkennen, wie gut und reibungslos wir in den letzten Jahrzehnten miteinander ausgekommen sind. Ganz besonders unter den Türken werden wir die energischsten Gegner der engstirnig ausgelegten salafistischen Korantexte finden.
Mit unseren Deutschiranern und den Kurden gibt es so wieso keine religiös begründbaren Probleme.

Weiterhin wünsche ich mir, dass unser deutsches Volk nicht im Sinne der, seit dem westfälischen Frieden weitgehend überwundenen Pfaffenherrschaft rückfällig wird. Wir würden vom Regen in die Traufe kommen. Zurück zur katholischen Inquisition? Das fehlte uns gerade noch. Dass man uns einen Pfaffen als Bundespräsident vor die Nase gesetzt hat, war schon ein böses Omen.
Ich erhoffe mir die Überwindung der Spaltung in die uns das System der parlamentarischen Demokratie hineinmanövriert hat, aber optimistisch bin ich dabei nicht, denn das Volk ist leider nicht so vernünftig wie es sein sollte. Wäre es anders, hätten die derzeit am Ruder befindlichen Parlamentarier niemals gewählt werden können. Wie man sich bettet so liegt man.
Deshalb liegen wir in Deutschland sehr unbequem. Es wird Zeit zum Umdenken.
Erst danach könnte man das Umbetten ins Auge fassen.

Karl-Heinz Hoffmann   

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24.12.2016

Das Weihnachtsattentat in Berlin

Es kam so, wie ich es erwartet habe. Es hätte mich gewundert, wenn man Anis Amri lebend gefasst hätte. Wäre er am Leben geblieben, so hätten wahrscheinlich unsere Dienste ein paar unangenehme Wahrheiten zu fürchten gehabt. Aber so, so ist alles in Butter.  
Der Tatverdächtige Tunesier war für die Geheimdienste, die sich gern „Sicherheitsbehörden" nennen lassen, kein Unbekannter.
Die Sicherheitsbehörden tauschten ihre Erkenntnisse über Amri immer wieder in „Gemeinsamen Terrorabwehrsystem" in Berlin aus, zuletzt im November 2016. Danach tauchte er ab. Quelle: B.z. www.bz-berlin.de
Mag sein, dass der im Fadenkreuz der Dienste befindliche Djihadist auf Tauchgang ging, aber dass bedeutet nicht unbedingt, dass ihn die Geheimdienste aus den Augen verloren hatten.
Die Behauptung der Tunesier sei irgendwann im Dezember „abgetaucht", so dass man ihn nicht mehr orten konnte, nehme ich den Geheimdienstlern genauso wenig ab, wie die am Anfang der NSU Affäre aufgestellte Behauptung man habe das für die Türkenmordserie verantwortlich gemachte NS Trio seit Jahren aus den Augen verloren. Später wurde, durch das Enttarnen der zahlreichen auf das Trio angesetzten V-Leute unübersehbar deutlich, dass die Sicherheitsbehörden dreist gelogen hatten. In Wirklichkeit haben sie das Trio die ganze Zeit über auf dem Schirm gehabt.
Wir kennen die tatsächlichen Hintergründe des Attentates auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin nicht, aber ich will Euch sagen, wonach es aussieht:
Dem Attentat dürfte ein islamistisch-djihadistisches Motiv zugrunde liegen. Soviel scheint sicher zu sein.
Ich nehme im hier diskutierten Fall nicht an, dass dieser Terrorakt, wie so viele andere widerliche Verbrechen, in einer operativen Abteilung der Dienste geplant wurde.
Nein das nicht! Aber es sieht verdammt danach aus, als ob die Geheimdienste nicht nur über die grundsätzliche Bereitschaft der Gruppe um Amri zur Gewaltanwendung, (wie bereits zu gegeben) informiert waren, sondern auch die konkreten Attentatspläne gekannt haben und auch  über Zeit und Ort des Terroraktes im Bild waren, und dass sie das Verbrechen geschehen ließen, um dessen Auswirkungen ihren Interessen nutzbar machen zu können. Danach riecht es stark, weil es der Arbeitsweise der Dienste entspricht. Man verschafft sich Erkenntnisse über geplante Verbrechen verhindert sie aber nicht. Man lässt sie geschehen, behauptet, nichts davon gewusst zu haben und  benutzt ihre Auswirkungen zur Beförderung eigener politischer Zielstellungen.
Wir dürfen uns über die moralische Beschaffenheit der im Geheimdienst tätigen Personen keinen trügerischen Hoffnungen hingeben.
Geheimdienste arbeiten prinzipiell mit konterkrimiellen Methoden und überbieten dabei in vielen Fällen die moralische Verwerflichkeit der nichtstaatlichen Verbrecher. Sie entfalten dabei mehr kriminelle Energien als die Kriminellen, die es auszuschalteten gilt. Die kriminelle Energie der im Geheimdienst angesiedelten operativen Abteilungen ist beispiellos professionell gebündelt.
Kollateralschäden werden skrupellos in Kauf genommen.
Die Geheimdienste sind daran gewöhnt, ständig Zuarbeit für den Tod zu leisten. Egal ob es dabei um die Inszenierung von Kriegen in allen Ländern der Erde, oder um die Erstellung von Todeslisten für die Mörder-Drohnen geht, oder um die Ermordung unschuldiger Menschen auf Volksfesten, Kulturveranstaltungen oder eben vielleicht auch auf Weihnachtsmärkten. Stets wird die Verantwortung auf andere, nicht selten auch auf Unschuldige abgeschoben. Das Legen von Scheinspuren ist ein fester Bestandteil des geheimdienstlichen Programms. Leider lässt sich die Scheinspur-Produktion nur selten so deutlich nachweisen, wie es im Fall der geheimdienstlich gelegten Scheinspur im Zusammenhang mit dem Sprengstoffanschlag auf dem Bahnhof in Bologna gelang. In dieser Sache wurde der Chef des italienischen, militärischen Geheimdienstes Musumeci zu mehreren Jahren Haft verurteilt, weil er die italienischen Gerichte mit Scheinspuren in die Irre geführt hatte.
Die im Zusammenhang mit dem Oktoberfestattentat vom damaligen Chef des bayerischen Verfassungsschutzes Dr. Hans Langemann gelegten Scheinspuren blieben bis heute ungesühnt.
Wirft man die Frage auf, wer der Nutznießer des Berliner Attentates sein könnte, dann verdichtet sich mein Verdacht.
Nutznießer sind die Geheimdienste. Sie instrumentalisieren das auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin von irregeleiteten religiösen Fanatikern verübte Attentat, um sich noch mehr Machtbefugnisse anzueignen, als sie ohnehin schon im Übermaß haben. Den Vorwurf der Unfähigkeit nehmen sie dabei lässig in Kauf, bringt er ihnen doch die Bewilligung von mehr Geld, mehr Personal und weiteren Handlungsspielraum durch entsprechende Änderung der Gesetzgebung ein. Das Endziel ist ein Zustand, wie ihn die Notstandsgesetzgebung vorsieht. Dieser Zustand wird dann zum Normal- und Dauerzustand werden.
Stellt man sich die Frage, wer auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin als Vollstrecker des Terroraktes aktiv geworden sein könnte, dann ist die Antwort nicht so einfach wie es scheint. Mit der im Fahrerhaus des zur Tatwaffe gewordenen LKWs aufgefundenen Geldbörse samt dem auf Amri ausgestellten Duldungsbescheid allein, kann nicht dessen Anwesenheit auf dem Weihnachtsmarkt bewiesen werden. Der Fund führt nur dazu, dass er der Tat verdächtigt werden kann, nicht aber, dass er tatsächlich am Tatort war. Im Gegenteil, die aufgefundenen Beweisstücke deuten eher auf eine absichtlich gelegte Scheinspur hin. Wer die gelegt haben könnte, bleibt unklar. Offenbar wollte jemand, dass der Verdacht auf Amri fällt.
Das könnte ein djihadistischer Komplize gewesen sein. Vielleicht wollte Amri trotz vollmundiger Ankündigungen bei der Aktion nicht mehr mitmachen? Dann kommt eine Bestrafung des Abtrünnigen durch islamistische Kreise in Betracht. Bestrafung dadurch, dass man die ihm zuvor entwendete Duldungsbescheinigung als Scheinspur hinterlässt, um ihn dem Verdacht der Täterschaft und der Verfolgung auszusetzen und gleichzeitig vom wahren Täter abzulenken.
Vielleicht stand der wahre Täter im Dienst der Dienste und hat in deren Auftrag die auf Amri hindeutende Spur gelegt? Vielleicht um sich und weitere, als V-Leute agierende Personen von der Front zu nehmen? Ja, vielleicht, vielleicht. Nichts ist sicher. Tausend Möglichkeiten dürfen gedacht werden.
Und ob tatsächlich Amris Fingerabdrücke an der Tür des LKW gefunden wurden, oder vielleicht nur auf der Geldbörse mit dem Duldungsbescheid, wissen wir auch nicht. Es könnte sich auch um eine geheimdienstlich produzierte Doublette handeln.
Aus den Erfahrungen in Sachen NSU-Affäre wissen wir, wie großzügig manipuliert wird. So war gemeldet worden, die als Tatwaffe geltende Ceska sei im Brandschutt gefunden worden. Da denkt jeder, die Pistole sei in der abgebrannten Wohnung in der Frühlingsstraße gefunden worden. Tatsächlich wurde aber diese Ceska mehrere Tage nach dem Einsatz in der Frühlingsstraße in einem mit Brandschutt beladenen Container auf dem Hof der Bereitschaftspolizei gefunden. Wer die Waffe gefunden hat und unter welchen Umständen, ist bezeichnenderweise nicht dokumentiert worden. Kann man die berühmte Ceska unter diesen Umständen dem NSU Trio zweifelsfrei zuordnen?  
So ergeben sich auch im Fall des Terroranschlages in Berlin Fragen über Fragen. Alles ist möglich und denkbar.
Aber, dass die Geheimdienste in der Sache völlig ahnungslos gewesen sein sollen, ist von allen Möglichkeiten die unwahrscheinlichste Annahme.
So viel für heute.

Karl-Heinz Hoffmann     

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21.12.2016
Attentat auf dem Weihnachtsmarkt

Wenn der Tatverdächtige gefunden und lebendig ergriffen wird, wird es interessant.
Wenn er tot aufgefunden oder bei der Festnahme erschossen wird, dann ist es für mich nicht mehr interessant, denn dann kenne ich das Programm.
Die ganze Sache geht schon wieder mal sehr seltsam los.
Ein islamistischer Fanatiker kapert einen Lastzug und zwingt dessen Chauffeur mit Waffengewalt ans Steuer oder auf den Beifahrersitz und übernimmt selbst auf dem Fahrersitz das Lenken. Letzteres kann kaum angehen, denn mit einer Hand die Pistole auf die Geisel richten und gleichzeitig das Fahrzeug lenken ist praktisch unmöglich.
Vorsorglich, damit man ihm möglichst schnell auf die Spur kommt, legt der Attentäter seine Personaldokumente unter den Fahrersitz?
Wer soll das glauben?
Wenn man wirklich Personaldokumente eines islamischen Asylanten im Fahrerhaus des zum Mordwerkzeug gewordenen Sattelschleppers gefunden haben sollte, muss man damit rechnen, dass jemand eine Scheinspur gelegt hat.
Zum Zweck der Scheinspur, wenn es eine solche ist, fallen mir gleich mehrere Szenarien ein.
Wir müssen abwarten. Vielleicht bieten uns die Behörden ja noch, wieder Erwarten, vernünftig nachvollziehbare Erklärungen an.

Karl-Heinz Hoffmann   


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11.12.2016

Offener Brief an die Bayerische Staatsregierung

Im vollen Bewusstsein der Tragweite bezeichne ich den Bayerischen Innenminister als verantwortlichen Dienstherren des Bayerischen Landesamtes für Verfassungsschutz als Unterstützer einer mit kriminellen Methoden arbeitenden Institution.
Der Innenminister lässt es zu, dass in den operativen Abteilungen gegen einzelne, nonkonformistische Personen gerichtete, verleumderische Legenden ersonnen und verbreitet werden.
Diese Behauptung kann mit einer an den Landtag gerichteten Anfragebeantwortung konkret belegt werden. Die Liste der vom Bayerischen Verfassungsschutz professionell zusammengelogenen Diffamierungsaktionen reicht weit über das angeführte Beispiel hinaus und kann bei Bedarf erörtert werden.
Wenn der Bayerische Innenminister den von mir erhobenen Vorwurf nicht auf sich sitzen lassen will, dann muss er mich auf Unterlassung und Widerruf verklagen
Wir werden sehen, was geschieht.
Sollte der von mir Beschuldigte die Stirn haben mich vor Gericht zu stellen, dann werde ich ihm zu Dank verpflichtet sein, denn als Beklagter habe ich vor Gericht wesentlich mehr rechtliche Möglichkeiten, denn als Kläger in der gleichen Sache.
Aus der Verteidigung heraus muss man mich gewähren lassen, wenn ich die faulen Machenschaften des Bayerischen Verfassungsschutzes vor Gericht beweisfähig mache. Als Kläger wird mir die Beweisführung vor dem Bayerischen Verwaltungsgericht und damit grundsätzlich die Rechtshilfe verweigert, auf die ich Anspruch habe.

Karl-Heinz Hoffmann   11.12. 2016



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10.12.2016
Abendzeitung München
Lügenpresse?

Ja, auch ich habe den Begriff „Lügenpresse" mehrfach und bisher immer zu Recht verwendet. Aber es geschehen auch noch Zeichen und Wunder. Und wenn in unserer finsteren, moralisch verkommenen  Zeit ein Wunder geschieht, dann müssen wir das bewusst wahrnehmen und dafür dankbar sein.
Das schier unglaubliche Wunder einer sachlichen Berichterstattung durch eine Tages-/Abendzeitung ist mir in der letzten Zeit nun schon zum zweiten Mal erschienen.
Das erste Mal war es ein Bericht des Forchheimer Tagblattes zum Thema „Tag des offenen Denkmals" am 12. September 2016, und nun geschah das Wunder zum zweiten Mal am 9. Dezember 2016.
Die Münchner Abendzeitung meldete sich zu meinem Rechtsstreit vor dem Verwaltungsgericht unter dem Titel
„Karl-Heinz Hoffmann will kein Rechtsextremist sein", mit einem erstaunlich sachlichen Prozessbericht zu Wort.

Gleichwohl halte ich einige ergänzende Anmerkungen dazu für angebracht.

Zum Titel des Berichtes sage ich:
Es ist gar nicht so einfach zu definieren was überhaupt ein Rechtsextremist ist.
Die Begriffe ändern sich ja im Laufe der Zeit. Wenn man mit Rechtsextremist den chauvinistischen Ultranationalen meint dann bin ich es nicht.
Wie bereits aus meinem Manifest von 1973 hervorgeht habe ich immer grundsätzlich ein vereintes Europa als Wunschvorstellung vertreten. Allerdings nicht in der derzeitigen höchst untauglichen Form.
Und wenn man den Begriff mit rassischer Überheblichkeit verbindet dann bin ich es auch nicht.
Wenn jeder der sich nicht für die parlamentarische Demokratie begeistern kann, ein Rechtsextremist sein soll, dann meinetwegen bin ich es. Eine Staatsform, die es erlaubt, dass stets das Gegenteil von dem politisch umgesetzt wird, was das Volk verwirklicht haben möchte, kann mich nicht begeistern. Macht mich das zum Rechtsextremisten?  

Recht hat der Reporter wenn er schreibt, so klar, wie es bei Wikipedia nachzulesen ist, sei die Sache nun wohl doch nicht.

Dazu gebe ich zu bedenken: Wikipedia hat keine eigene Meinung, es stellt nur arrivierten Autoren eine Plattform zur Verfügung. Wikipedia vertritt keine eigene Position. Bei Wikipedia wird nicht etwa geforscht oder verifiziert. Es werden grundsätzlich auf ihren Wahrheitsgehalt hin ungeprüfte politische Meinungen veröffentlicht.
Wer wirklich wissen will, welches Weltbild ich vertrete, der muss sich mit meinem Schrifttum und den verbürgten Bekundungen befassen. Aber das will man ja nicht. Man ist an der Aufrechterhaltung des Klischees interessiert, nicht an der Wahrheit.   
Wer den Dingen auf den Grund gehen will, sollte in meiner Website den Suchbegriff anklicken: „Der ideale Staat" Danach kann er sich ein eigenes Urteil bilden.

Weiterhin  muss klargestellt werden, dass ich beileibe nicht nur vor rechtslastiger Zuhörerschaft gesprochen habe, sondern „auch". Sollten linke Kreise gewillt sein, von mir etwas zu hören, dann werde ich nicht zögern, dazu meine Bereitschaft zu erklären.

Soweit der Reporter der Münchner Abendzeitung auf meine besondere Affinität zum türkischen Volk und die Toleranz gegenüber dem Islam verweist, sagt er nichts Falsches. Meine Türkenfreundschaft ist das Ergebnis meiner Lebenserfahrung, aber ich halte es an dieser Stelle für unbedingt notwendig zu erklären, dass der zurzeit grassierende wahabbitisch-salafistische Islam bei mir nicht auf Sympathie stößt.  

In dem hier relevanten Bericht heißt es:
„Er fühlt sich als Opfer staatlichen Mobbings."
Das konzertierte, von staatlichen Instanzen geförderte über drei Jahrzehnte hinweg betriebene  Mobbing ist kein Gefühl. Es ist eine traurige Tatsache.

Zum Schluss greift der Reporter meine Worte auf: „
Die Antwort der Staatsregierung auf die Landtagsanfrage ist „unwahr" und eine Verleumdung.

Ja, es sind Verleumdungen. Diese Tatsache konnte das Gericht unserem schriftlichen Sachvortrag entnehmen. Und genau deshalb hat das Gericht ganz bewusst  dafür gesorgt, dass der normale Prozessverlauf mit einer noch dazu untauglichen Begründung abgewürgt wurde. Es musste verhindert werden, dass es zu einer Auseinandersetzung in der Sache kommen kann.  
Nun müssen wir die schriftliche Fassung des Urteils abwarten und sehen, ob die Berufung gegen das Gewalturteil vom 9.12.2016 zugelassen wird. Wenn nicht, dann könnte es sein, dass wir andere, außerhalb des Herrmannlandes befindliche  Instanzen mit dem Problem konfrontieren müssen.


Soviel für heute
Karl-Heinz Hoffmann  






November 2016
Die Reichsbürger. Viel Lärm um Nichts?
Reichsbürger im Recht und im Unrecht
Satire - Trump im Gespräch mit Putin
Trump am Ruder. Was nun?
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November 2016

13.11.2016
Die Reichsbürger
Viel Lärm um nichts?

Seit dem Zwischenfall mit tödlichem Ausgang bei einer Polizeirazzia in Georgensgmünd sind die Begriffe „Reichsbürger" und „Reichsdeutsche" in aller Munde.

In der Zeit vor 1945 bezeichnete der Begriff  „Reichsdeutscher" den Bewohner des Gebietes innerhalb der Grenzen des damals noch de facto bestehenden Deutschen Reiches.
Nun gewinnt neuerdings die, lange Zeit kaum erörtere, und nicht so einfach zu beantwortende Frage, ob das Deutsche Reich durch die militärische Niederlage Deutschlands im zweiten Weltkriege und die darauf folgende Gründung der Bundesrepublik Deutschland untergegangen ist, oder etwa, wenngleich behindert durch die Verfügungen der Siegermächte, weiterhin als völkerrechtliches Subjekt existiert, oder nicht?
   
Ist die Bundesrepublik Deutschland völkerrechtswirksam an die Stelle des Deutschen Reiches getreten? Kann man tatsächlich von einer recht-lich unanfechtbaren Rechtsnachfolge der Bundesrepublik ausgehen, oder hätte dem ein formaljuristisch korrekter Akt der Außerkraftsetzung des staatlichen Gebildes „Deutsches Reich" vorausgehen müssen?
Hätte das Deutsche Reich nicht ebenso, wie es sich durch den 1871 in Versailles erfolgten formalen Gründungsakt konstituierte, auch wieder mit einem formalen „Abdankungsakt" verabschieden müssen, oder doch wenigstens formalrechtlich zur Abdankung gezwungen werden müssen?

Entsprechend der naturwissenschaftlichen Erkenntnis, dass nicht zwei gleiche Körper auf demselben Raum existieren können, wäre die Frage des etwaigen Fortbestandes des Deutschen Reiches korrekt zu regeln gewesen, bevor man sich der Gründung der Bundesrepublik zugewendet hat.  
Dass man diesen formaljuristischen „Löschungsakt" nicht vollzogen hat, sorgt nun nach Jahrzehnten des Desinteresses plötzlich für Irritationen.

Sebastian Haffner schrieb 1987 in seinem Buch „Von Bismark zu Hitler" (Büchergilde Gutenberg 1987, Seite 305):
„Das Bundesverfassungsgericht hat 1973 die These aufgestellt, das Deutsche Reich bestehe noch. Es sei - obwohl nicht mehr handlungsfähig – ein Völkerrechtssubjekt geblieben."
Das ist eine beachtliche Aussage, die übrigens auch danach noch von führenden Autoritäten der Bundesrepublik, wie etwa Waigel und Schäuble bekräftigt wurde.
 
Direkt im Anschluss an diese nicht nur klare, sondern auch eindeutig rechtsverbindliche Aussage bemühte sich Sebastian Haffner, sie wieder zu relativieren, indem der die rechtlich bindende Feststellung des Bundesverfassungsgerichtes eine „These" nennt:
„Diese These lässt sich für das Jahr 1945 gerade noch vertreten."
In der Zeit danach, so meint Haffner, müsse das anders gesehen werden.
Dazu ist anzumerken: Eine Feststellung des Bundesverfassungsgerichts ist keine politische These, sondern eine grundsätzlich rechtsverbindliche Entscheidung.
Sebastian Haffner erläutert seine Sicht auf die Frage nach „sein oder nicht sein" des Deutschen Reiches mit der Feststellung, dass Deutsche Reich habe sich 1945 von einem Subjekt des politischen Geschehens zu einem Objekt gewandelt.
Quelle: Sebastian Haffner, Seite 305

Ich möchte dieser Einschätzung nicht widersprechen. Das zur Kriegsbeute gewordene Deutsche Reich wurde in der Tat zu einem dem alleinigen Gestaltungswillen der Siegermächte überlassenen Objekt herabgewürdigt.
Sebastian Haffner verweist auf den Umstand, dass in den ersten drei Jahren nach Kriegsende nach den Vorgaben der Siegermächte gewisse Regelungen getroffen wurden, die zum Teil noch heute andauern und erklärt dann weiter (Quelle: Sebastian Haffner, Seite 305/306):

„Eine bedingungslose Kapitulation hatte nur von seiten der Wehrmacht stattgefunden. Das, was eigentlich die bedingungslose Kapitulation hatte sein sollen - eine formelle Übergabe der Regierungsgewalt in Deutschland von der Reichsregierung an die (zunächst drei, dann vier) Siegermächte -, ist, gewissermaßen durch technisches Versagen, unterblieben." …

Mit der, den Unrechtsakt verhüllenden Umschreibung „technisches Versagen" räumt Haffner immerhin ein, dass beim Gründungsakt der Bundesrepublik Deutschland die dazu erforderlichen völkerrechtlichen Voraussetzungen nicht gegeben waren. Egal ob man das „technisches Versagen" oder richtiger rücksichtslose Gewaltpolitik nennen will, es bleibt als ein unübersehbarer Mangel an der Bundesrepublik als Makel haften. Ein Makel der tatsächlich nur geheilt werden könnte, wenn sich das deutsche Volk, nach einem Friedensvertag, (der immer noch möglich wäre) in freier Selbstbestimmung für die Ablösung, sowohl des Deutschen Reiches (was zuletzt das III. war) als auch der derzeitig noch wirkenden, zeitlich begrenzten Hilfskonstruktion BRD zu Gunsten von etwas Neuem entscheiden würde. Dabei kann völlig offen bleiben, für welche Staatsform sich das deutsche Volk in freier Selbstbestimmung entscheiden würde. Es muss nicht zwangsläufig auf eine Restaurierung historischer Verhältnisse hinauslaufen.
Ob die neudeutschen Parteien, die ja das Produkt der Fremdherrschaft sind, berechtigt wären, die Bedingungen eines Friedensvertrages auszuhandeln, oder ob dies Sache eines Volksentscheides sein sollte, ist ein weiteres Thema, dessen eingehende Erörterung vorläufig zurückgestellt werden soll.


Haffner erklärt weiter:
Das Deutsche Reich hat danach noch fast drei Jahre lang als Objekt der Siegermächte, … unter Fremdregierung weiterbestanden":
Objekt der Siegermächte? Ist das nicht eine freundliche Umschreibung für den Tatbestand der Fremdherrschaft?
So wie die Dinge in unserer Zeit liegen, hat man sich zu fragen, ob nicht das Deutsche Reich auch heute noch als Objekt der Siegermächte anzusprechen ist? Geändert hat sich daran nur, dass Russland, als eine der Siegermächte, auf seinen Anteil an  der Einflussnahme auf das ihm als Kriegsbeute zugefallene Objekt verzichtet hat.   

Warum die 1973 vom Bundesverfassungsgericht zum völkerrechtlichen Status Deutschland rechtsverbindlich getroffenen Aussagen inzwischen durch bloßen Zeitablauf nichtig geworden sein sollen, bleibt unerfindlich.
Die Interpretation Haffners, dessen sonstige geschichtliche Betrachtungen ich weitgehend teile und schätze, kann ich in Bezug auf seine Sicht auf die völkerrechtliche Situation Deutschlands nicht akzeptieren.  

Haffner nennt das Wiedervereinigungsgebot und die Weiterexistenz des Deutschen Reiches eine „Überinterpretation". Er spricht von der
„…
vieldiskutierten Präambel des Grundgesetzes, in der die Gründungsväter ihr schlechtes Gewissen bezeugten…"
 
„Sie wollten nicht wirklich einen neuen westdeutschen Staat aufrichten; sie hielten innerlich daran fest, dass ein gesamtdeutscher Staat, das Deutsche Reich - und sei es auch in den Grenzen von 1945 -, wieder hergestellt werden müsse, und drückten diesen Wunsch in etwas gewundenen Formeln aus: Sie hätten auch für diejenigen mitgehandelt, denen mitzuwirken versagt sei, und das gesamte deutsche Volk bleibe aufgerufen, in freier Selbstbestimmung seine Einheit und Freiheit zu vollenden.
Das Bundesverfassungsgericht hat daraus zweierlei herleiten wollen: erstens ein Wiedervereinigungsgebot und zweitens eine Weiterexistenz des Deutschen Reiches. Beides erscheint mir eine Überinterpretation zu sein."

Mit dem offensichtlich untauglichen Versuch die vermeintliche „Überinterpretation" plausibel zu machen, fährt er fort:

„In der Präambel des Grundgesetzes steht keineswegs, dass jede künftige Regierung der Bundesrepublik gehalten sei, die Wiedervereinigung Deutschlands anzustreben. Wenn die Väter des Grundgesetzes dies hätten sagen wollen, dann hätten sie es gesagt. Aber in der Grundgesetz-Präambel findet sich nur eine sehr vage Aufforderung an das deutsche Volk, seine Einheit und Freiheit zu „vollenden."
Quelle:  Sebastian Haffner, Seite 309

Diese Aussage ist insofern interessant, als sie klarstellt, dass die Aufforderung, die Einheit und Freiheit der Deutschen zu vollenden, ganz bewusst nicht als verpflichtend für die Parlamentarier der Bundesrepublik betrachtet wurde, denn diese waren ja die Gewaltunterworfenen der Siegermächte. Deshalb wird mit dieser Aufforderung das Volk in seiner Gesamtheit angesprochen.
Man kann es durchaus als Aufforderung zum Volksentscheid auffassen. Dabei wirkt die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes von 1973 als formale Rechtsgrundlage.


Was an der eindeutig formulierten, an das deutsche Volk gerichteten Aufforderung, seine Einheit und Freiheit zu vollenden, „vage" sein soll, vermag ich nicht zu erkennen. Ich erkenne in dem Text dieser Aufforderung eine an das deutsche Volk gerichtete, klar formulierte Verpflichtung.  
Was die Gründungsväter vielleicht sonst noch gesagt haben könnten, wenn sie gewollt hätte, bleibt spekulativ. Als rechtliche Manövriermasse bleibt uns nur, was sie tatsächlich schriftlich verbindlich bekundet haben. Und das ist nun mal die Aufforderung an das deutsche Volk, seine Einheit und Freiheit zu vollenden. Nicht mehr aber auch nicht weniger.

Dass die Einheit, inzwischen wenigstens teilweise, genau im Sinne des Bundesverfassungsgerichts vom deutschen Volk gewaltlos durchgesetzt wurde, konnte Haffner, als er die hier zur Debatte stehenden Texte schrieb, noch nicht ahnen. Wir werden nie erfahren, wie er die (wenigstens teilweise) Wiedervereinigung kommentiert hätte.   
Jedenfalls können die Feststellungen des Bundesverfassungsgerichtes von 1973 zum völkerrechtlichen Status Deutschlands nicht durch die 1987 von Haffner vertretene, subjektive Interpretation obsolet werden.

Schon näher kommt man der Sache, wenn man liest, wie Sebastian Haffner auf Seite 310 seines Buches weiter argumentiert:

„Was immer man davon halten mag: Dass die Gründer der Bundesrepublik tatsächlich im Westen Deutschlands einen neuen Staat gegründet haben, steht fest."

Hier muss man zustimmen. Mit der Bundesrepublik wurde auf deutschem Boden tatsächlich ein neuer Staat anstelle des Reiches geschaffen. Der neue Staat hat im Interesse und unter dem Schutz der Militärverwaltung der Besatzungsmächte das Gebilde Bundesrepublik installieren können, aber die formalrechtliche Weiterexistenz des völkerrechtlich legitimierten Deutschen Reiches kann dennoch nicht dialektisch hinweg diskutiert werden.

Fazit:
Das Deutsche Reich besteht, wie verwaltungsgerichtlich festgestellt, formalrechtlich weiterhin fort, ist aber in praktischer Hinsicht tatsächlich nicht mehr existent. Ein Staat existiert nur dann in Wirklichkeit, wenn er die Einhaltung der von seinen Autoritäten erlassenen Gesetze und Rechtsvorschriften durchsetzen und im Zweifelsfall auch erzwingen kann. Dies ist im Fall der Wirklichkeit, unserer Rechtspflege in Bezug auf eine nicht mehr vorhandene, nur gedachte deutsche Reichsregierung nicht möglich. Umgekehrt ist es der Regierung der völkerrechtlich nicht ausreichend legitimierten Bundesrepublik möglich, die von ihr erlassenen Gesetze und Rechtsvorschriften durchzusetzen. Somit ist eine staatliche Wirklichkeit geschaffen, die weder von der Bevölkerung, noch von ihrer derzeitigen Obrigkeit so einfach ignoriert werden kann.

Wollte  man so weit gehen, das Rechtssystem der Bundesregierung als Besatzungsrecht einzustufen, eine Sichtweise, die sich nicht nur aus dem Verhalten der „Reichsbürger", sondern auch aus den geschilderten Gründungsmodalitäten der BRD ergeben, dann müsste man darauf verweisen, dass auch das „Besatzungsrecht", solange der Kriegszustand aufrecht erhalten wird, letzten Endes völkerrechtlich legitimiert ist. Tatsächlich herrscht in Deutschland auch heute noch der Waffenstillstand im Kriegszustand. Demzufolge ist auch ein Besatzungsrecht völkerrechtlich legitimiert.

Eine durch Kriegsfolgen entfernte Regierung oder etwa deren Nachfolger (die es nach dem Tod von Dönitz ja gar nicht mehr gibt) hätten weder das juristische noch das moralische Recht, die unter Besatzungsrecht lebende Bevölkerung zum Widerstand aufzurufen. Und zwar deshalb nicht, weil sie die zum Widerstand animierte Bevölkerung nicht vor den, aus dem Besatzungsrecht abgeleiteten Folgen schützen kann.

Soweit die rechtlichen Aspekte in Kurzform.
Karl-Heinz Hoffmann

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13.11.2016
Reichsbürger im Recht und im Unrecht

Meine ganz persönliche Meinung
in Bezug auf das Verhalten einiger Exponenten der Reichsbürger:

Die juristischen Instanzen können dem Deutschen, der vom Fortbestehen des Deutschen Reiches ausgeht, keine Vorwürfe machen.
Die Feststellung des Bundesverfassungsgerichts von 1973, welche besagt, dass das Deutsche Reich, ungeachtet der militärischen Kapitulation der deutschen Wehrmacht als völkerrechtliches Subjekt weiter fortbesteht, schützt zunächst jeden, der von der mangelnden Legitimation der Bundesregierung ausgeht und sich Reichsbürger nennt, vor etwaiger Strafverfolgung.
Ich sage „zunächst", weil es darauf ankommt, ob es der Reichsbürger bei der verbalen oder schriftlichen Kritik an den bestehenden politischen Verhältnissen belässt, oder ob er sich berechtigt fühlt, praktische Konsequenzen aus der Erkenntnis des Fortbestehens des Deutschen Reiches ziehen zu dürfen.
Wie uns verschiedene, allgemein bekannt gewordene Beispiele zeigen, kann sich der Reichsbürger, auch wenn er sich grundsätzlich im Recht befinden mag, in erhebliche Schwierigkeiten bringen, wenn er sich anmaßt, hoheitliche Maßnahmen für andere zu ergreifen oder für sich selbst vorzunehmen.  

Wenn Reichsbürger glauben, die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland und deren Verwaltungsakte ignorieren zu können, müssen sie mit Strafverfolgung rechnen.
Wenn sich die Reichsbürger selbst Ausweisdokumente ausstellen und sich dabei mit dem Argument rechtfertigen wollen, sie seien ja keine Bürger der Bundesrepublik, die ja nur ein Provisorium für eine Übergangszeit darstelle, sie seien ja Bürger des Deutschen Reiches, dann verwirklichen sie den Tatbestand der Urkundenfälschung und der Amtsanmaßung.
Diese Tatbestände ergeben sich auch dann, wenn man ihnen in der Beurteilung der grundsätzlichen Frage nach der Rechtmäßigkeit der Bundesrepublik folgen wollte. Und zwar deshalb, weil dem Reichsbürger die rechtlich abgesicherte Befugnis fehlt, etwa im Sinne der alten Reichsgesetzgebung hoheitliche Handlungen durchzuführen.
Auch wenn man davon ausgeht, dass das Deutsche Reich als völkerrechtliches Subjekt fortbesteht, und auch dann, wenn man deshalb der Regierung der Bundesrepublik die Daseinsberechtigung absprechen möchte, bleiben die genannten Straftatbestände relevant und zwar deshalb, weil die Reichsregierung seit dem Tod ihres letzten Repräsentanten Dönitz nicht mehr personell vertreten wird. Mit dem Ableben des Großadmirals ist die Deutsche Reichsregierung sozusagen ausgestorben.
Das Reich mag bestehen bleiben, hat aber keine rechtlich legitimierte Vertretung mehr.
Das wäre anders wenn Dönitz irgendwann in der Zeit nach der Kapitulation der Wehrmacht die quasi zwangsweise ruhenden Regierungsgeschäfte formell in andere Hände gelegt hätte.
Hat er aber nicht.
Manfred Röder hatte sich seinerzeit bemüht, Dönitz zu einer solchen formalen Kompetenzübertragung zu bewegen. Glücklicherweise war ihm Dönitz nicht zu Willen.

Nüchtern betrachtet, wird man sagen müssen: Der Reichsbürger kann nach Belieben argumentieren. Es bleibt ihm überlassen, ob er einen bundesdeutschen Führerschein anerkennen und benutzen will oder nicht, aber der in eigener „Machtvollkommenheit" ausgestellte Reichsführerschein hat nur den Wert eines Faschingsordens. Sämtliche von den Reichsbürgern hergestellten Dokumente sind nicht nur ohne den geringsten praktischen Wert, sie sind auch rechtsbedenklich, weil sie von Leuten ausgestellt wurden, denen jede Befugnis fehlt, hoheitliche Rechte wahrzunehmen. Genau genommen gilt das nicht nur in Bezug auf die Bundesrepublik, sondern auch hinsichtlich des als fortbestehend angenommenen Deutschen Reiches.     
Wenn jemand einen von Dönitz ausgestellten Führerschein vorweisen würde, dann könnte man vielleicht noch über die Gültigkeit philosophieren, über die pseudoreichsdeutschen Dokumente lohnt sich eine ernsthafte Debatte nicht.
Wenn sich die Reichsbürger im Interesse ihrer Sichtweise auf die völkerrechtliche Stellung der Bundesrepublik mit dem Ziel auf Veränderungen organisieren wollen, so dürfte dem nichts entgegenstehen. Auch die grundsätzliche Verweigerung ist ein legitimes Mittel zu Durchsetzung politischer Zielstellungen.
Mit Amtsanmaßung oder gar Gewaltanwendung setzt sich der Reichsbürger unzweifelhaft ins Unrecht.
Seiner Wunschvorstellung kommt er damit keinen Schritt näher. Im Gegenteil, er beschädigt seine Rechtsposition, indem er sich nach dem aktuell geltenden Recht, aber auch hinsichtlich der als noch gültig erachteten Reichsgesetzgebung ins Unrecht setzt.  

Karl-Heinz Hoffmann      13.11.2016


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10.11.2016
Satire
Trump im Gespräch mit Putin

Wladimir, komm lass Dich umarmen!
Kein Problem Donald!

Wladimir, ich will gleich Klartext reden, wir zwei kriegen bestimmt keinen Ärger!
Die Krim kannst Du selbstverständlich behalten. Ich wüsste nicht, was wir dort zu suchen hätten. Du willst ja auch nicht in Florida einmarschieren. Und der Unfug mit dem Aufbau der Drohkulisse im Osten Europas wird auch sein Ende finden. Das verspreche ich Dir.

Na hoffentlich kannst Du das Versprechen auch halten?

Ich denke schon. Unsere Rüstungsindustrie steht hinter mir. Die wird mir keinen Strich durch die Rechnung machen. Das habe ich längst abgeklärt. Eine bessere Absicherung meiner Politik kann man sich gar nicht denken.
Ich habe jetzt andere Sorgen. Ich muss mich jetzt anstrengen, um beim amerikanischen Volk genauso beliebt zu werden wie Du inzwischen in der ganzen Welt, ja sogar schon bei unseren ehemaligen Kriegsgegnern geworden bist. Es ist vollkommen verrückt. Die Krauts haben Euch Russen gehasst. Jetzt lieben sie Dich. Verrätst Du mir Dein Erfolgsrezept? Wie hast Du das Kunststück fertig gebracht?

Mein lieber Donald, weil Du mir sympathisch bist, gebe ich Dir gerne ein paar Tipps:
Mit der Absage an die Globalisierung hast Du bei den Deutschen schon punkten können. Jetzt musst Du nachlegen!
Beende in Deutschland so schnell wie möglich die Besatzungszeit! Hol Deine Jungs nach Hause. Mach die Stützpunkte in Rahmstein und anderswo auf deutschem Boden dicht. Du willst ja sowieso die global inszenierten Kriegsabenteuer auslaufen lassen. Da brauchst Du keine militärischen Stützpunkte mehr in Übersee. Die Zuneigung der Deutschen bringt Dir viel mehr als die Stützpunkte.
Wenn Du das machst, dann garantiere ich Dir, dass Dich die Deutschen genauso lieben werden wie mich.

Donnerwetter Wladimir! Das ist die hohe Schule der Diplomatie, das hast Du drauf. Von Dir kann man noch was lernen.
Ich denke für uns beide ist das Wichtigste, dass wir uns nicht gegenseitig ans Leder gehen. Wenn wir dessen sicher sind, können wir uns beide in Ruhe und mit voller Kraft dem wirtschaftlichen Aufschwung im eigenen Land zuwenden. Dabei können die Chinesen mich mal kreuzweise…
An mir soll es nicht liegen Donald. Wir können Freunde sein. Damit entfällt die ewige Kriegsgefahr zwischen zwei Atommächten. Unsere Freundschaft wird nicht alle globalen Probleme lösen können, aber fürs Erste kann die Menschheit wenigstens etwas durchatmen.

Als sich die beiden Staatsmänner erneut zum Abschied umarmen, denkt Putin: „Wenn mich die Angela Merkel abschlecken wollte, habe ich sie mir immer nur mit Mühe, aber mit Erfolg vom Hals halten können. Den Donald Trump muss ich jetzt im Interesse der hohen Politik aushalten. Es ist ja nur ein kurzer Moment. Es ist ja gleich vorbei und die Merkel wird wohl so schnell nicht mehr bei mir vorstellig werden. Die hat sich jetzt mit der Wahlhilfe für die Hillary endgültig selbst abgehalftert.
 
Karl-Heinz Hoffmann  


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10.11.2016
Trump am Ruder.
Was nun?

Donald Trump hat wider Erwarten die Wahl in den USA gewonnen. Er ist jetzt nicht nur in Amerika an der Macht, er ist auch künftig für die politischen Richtlinien der deutschen Bundesregierung maßgebend.
Die ist erstmal stark verunsichert.
Eindeutig hatte man sich in Berlin auf die Wahlhilfe für Hillary Clinton konzentriert. Dazu musste Donald Trump nach Kräften abgewertet werden.
Nun hat man den Salat. Die Schmähungen lassen sich nicht mehr so einfach zurücknehmen. Dennoch ich bin sicher, dass es die Berliner Wendehalsgesellschaft schaffen wird, sich wieder einzuschleimen.
Doch so ganz ohne Nachwirkungen werden die massiven Schmähungen des nun zum mächtigsten Mann der westlichen Hemisphäre aufgestiegenen Donald Trump nicht bleiben.

Eine ganz andere Frage ist die Beurteilung der von Trump vorgegebenen  politischen Richtlinien.

Es ist schon erstaunlich, dass Trump im Wahlkampf überhaupt deutlich erklärt hat, was er zu verändern gedenkt.
Im Gegensatz zu Hillary Clinton hat er tatsächlich ein klares, mehrere Punkte umfassendes Programm vorgestellt.

Es mag ketzerisch klingen, aber ich sehe deutliche Parallelen zur direktiven Lenkung der Volkswirtschaft im III. Reich.
Konkret heißt das:
Durch industrielle Abwanderung ins Ausland verloren gegangene Arbeitsplätze nach Amerika zurückholen.
Dazu müssen die wirtschaftlichen Bedingungen für inländische  Betriebe durch Steuersenkungen verbessert werden.  

Warenimporte sollen durch Strafzölle erschwert werden. Die Amerikaner sollen vermehrt im Land produzierte Waren kaufen.

Trump will die Rüstungsausgaben erhöhen.
Das zeigt mir, dass er sich der Unterstützung des wichtigsten Industriezweiges der USA versichert hat. Man mag das bedauern, muss aber anerkennen, dass Trump diese Kröte schlucken muss, weil er ohne den kräftigen Rückenwind der Rüstungsindustrie handlungsunfähig wäre.

Zum Programm der Abschottung gegen Auslandsimporte gehört die grundsätzliche Absage an die Globalisierung, die ihren deutlichen Ausdruck in der Verweigerung des TTIP Abkommens erkennen lässt. So gesehen ist sein Programm schlüssig und vernünftig. Es wird natürlich auch weiterhin einen internationalen Warenaustausch geben, aber vielleicht nicht mehr so extensiv und rücksichtslos wie bisher. Nicht so rücksichtslos zu Lasten der einheimischen Produzenten und infolgedessen auch nicht zu Lasten der Arbeitnehmer.

Mit der Idee, die Grenze nach Mexiko mit einem Grenzzaun dicht zu machen wird sich Trump beim amerikanischen Staatsvolk ganz sicher auch nicht unbeliebt machen.  

Normalisierung der amerikanisch russischen Beziehungen? Das  erinnert an den seinerzeit von Ribbentrop ausgehandelten Nichtangriffspakt mit der Sowjetunion. Bleibt nur zu hoffen, dass die Sache am Ende nicht wieder so unrühmlich durch Vertragsbruch zuschanden gemacht wird. Dass nicht, wie es seinerzeit die NS- Regierung fertig brachte, alles mit den Händen Aufgebaute mit dem Arsch wieder eingerissen wird.   
Wenn es Donald Trump gelingen sollte, im Bezug auf den ewigen kalten Krieg beständiges Tauwetter zu erzielen, wird er sich als Staatsmann von beachtlichem Format erwiesen haben.  


Fazit:
Was Trump von alledem tatsächlich verwirklichen kann, steht zwar noch in den Sternen, denn er wird auch Gegenwind bekommen, aber wenn vielleicht doch wenigstens die Grundzüge seines Programmes, vor allem die grundsätzliche Absage an die totale Globalisierung,  greifen könnten, dann wäre das ein kleiner Hoffnungsschimmer in der verfinsterten Welt.  

Karl-Heinz Hoffmann    


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Oktober 2016

23.10.2016
Sind die Reichsbürger gefährlich?
- und -
wie gefährlich sind die Einsatzgruppen der Polizei?

Die Frage, ob die „Reichsbürger" mit ihren Argumenten zum völkerrechtlichen  Status der Bundesrepublik richtig liegen, oder eine Gruppe irrationaler Realitätsverweigerer sind, kann im Zusammenhang mit dem aktuellen Schusswaffengebrauch eines Reichsbürgers vernachlässigt werden.
Man hat sich ganz einfach die Frage zu stellen, ob der zum Todesschützen gewordene Reichsbürger schuldhaft gehandelt hat oder ob es Gründe gibt, die sein Handeln rechtfertigen?

Die genauen Umstände des Geschehens kennen wir leider nicht.
Doch wenn stimmt, was den diversen Presseberichten zu entnehmen ist, so könnte ein guter Rechtsanwalt in dem zu erwartenden Gerichtsverfahren durchaus mit vollem Recht auf Freispruch und Haftentschädigung plädieren.  

Nach allem was ich zu dieser Angelegenheit erfahren habe und was ich persönlich im Zusammenhang mit polizeilichen Übergriffen erlebt habe, glaube ich, dass der Reichsbürger in Putativnotwehr gehandelt hat.
Halten wir die bisher bekannten Fakten fest:
Der Mann hatte keine Straftat begangen.
Wenn die Einsatzgruppe der Polizei in seine Wohnung einge-drungen ist, ohne sich für den Betroffenen eindeutig wahrnehmbar zu erkennen gegeben zu haben, dann musste er, als er durch die geschlossene Tür schoss, davon ausgehen, dass nicht die Polizei, sondern Einbrecher vor seiner Tür stehen. Dazu wäre es auch wichtig zu wissen, ob die Polizei vor der Schlafzimmertüre stand, oder noch vor der Korridortüre.
Ich selbst habe zweimal die traurige Erfahrung machen müssen, dass die Einsatzgruppen der Polizei eben nicht, wie sich das gehört, vor der Türe rufen: „Polizei! Öffnen Sie die Tür und kommen Sie heraus!" Sondern dass sie versuchen, möglichst schnell gewaltsam in den Wohnbereich, im Regelfall bis ins Schlafzimmer einzudringen. Sie wollen den Betroffenen überraschen und einschüchtern.
Diese Erfahrung habe ich am 30. Januar 1980 im Zusammenhang mit der Überbringung der Verbotsverfügung  für die WSG machen müssen. Als die Polizei (damals die GSG 9), nachdem sie die Haustüre überwunden hatte, meine Schlafzimmertüre gewaltsam aufbrach, hatte sie sich nicht als Polizei zu erkennen gegeben. Auch ich hielt damals die Schusswaffe in der Hand und richtete sie auf die Tür. Dabei kam auch mir der Gedanke, durch die Türe hindurch zu schießen. Ich tat es nicht, weil ich davon ausging, dass man meine im Haus befindlichen Wachmänner als Geiseln vor sich her geschoben haben könnte.
Mit einem Polizeieinsatz konnte ich damals, genauso wie der legal bewaffnete Reichsbürger nicht rechnen, denn ich hatte keine Straftat begangen. In dem Augenblick als ich erkannte, dass mir die Polizei einen Besuch abstattet, ergab ich mich sofort.

Ein ähnliches Erlebnis hatte ich im Jahr 2010, als die örtliche Polizei durch ein geheimdienstlich aufgebautes Verdachtsgebäude dazu benutzt worden war, bei mir im Schloss Ermreuth eine großangelegte Razzia durchzuführen. Am Ende, allerdings erst nachdem die Staatsanwaltschaft Gera gezwungen war, zwei Jahre lang ermittlungstechnisch einem Irrweg zu folgen, war der vom Verfassungsschutz künstlich aufgebaute Verdacht endlich obsolet geworden.  
Bei dem Einsatz in Ermreuth stand plötzlich jemand in meinem Schlafzimmer und riss mich aus dem Tiefschlaf.
Um dahin zu gelangen, hatte man von außen eine Leiter angelehnt und sich im ersten Stock durch mehrere Räume geschlichen.
Man hätte sich ja auch bemerkbar machen und als Polizei ausweisen können.
Seinerzeit wimmelte es im ganzen Haus von Polizei mit Hund und Sau. Gefunden wurde nichts.
Zur Ehrenrettung des Einsatzleiters muss ich allerdings festhalten, dass er keine Waffe in der Hand hielt, als er mit den Worten „Guten Morgen Herr Hoffmann!" mein Schlafzimmer betrat.
Als ich zu ihm sagte, Sie hatten Glück, dass ich übermüdet war und nichts vom Eindringen der Einsatzgruppe gehört habe, es hätte zu einem Blutbad kommen können, antwortete er: „Mit Sicherheit!"    
Schließlich gibt es auch noch andere Mittel der Gefahrenabwehr als eine Schusswaffe. Das sollte bedacht werden.
Was ich damit sagen will:
Der schießfreudige Reichsbürger hat schließlich nicht auf der Straße und vor allem nicht absichtlich auf die Polizei geschossen, sondern in seiner Wohnung und in einer Situation, in der er nicht erkennen konnte, wer vor seiner Türe steht, nur dass es kein friedlicher Besuch war, dass musste ihm klar geworden sein. Mit der Polizei konnte er nicht rechnen, weil er keine Straftat begangen hatte.
Das tragische Vorkommnis hat gezeigt, dass es an der Zeit ist, dass sich auch die Polizei wieder an die rechtstaatlichen Regeln hält. Dazu gehört, dass man sich im Einsatz gegen den Bürger unmissverständlich zu erkennen gibt und ordnungsgemäß ausweist.
Glücklicherweise lebt der in Haft genommene Reichsbürger noch. Von ihm werden wir spätestens im Prozess erfahren, was sich genau zugetragen hat.
Die Tatsache, dass er sich der Polizei ergeben hat, als ihm klar wurde, wer da etwas von ihm will, zwingt uns die Schlussfolgerung auf, dass er sich sofort und ohne zur Waffe zu greifen ergeben hätte, wenn er korrekt angesprochen worden wäre.
Wir dürfen uns inzwischen fragen, wer nun die eigentliche Schuld am Tode des von einer „reichsbürgerlichen Kugel" getroffenen Polizisten hat?  Solange ich keine weiteren Informationen zur Sache habe, neige ich dazu, der polizeilichen Einsatzleitung die Schuld zu geben. Es war bekannt, dass man jemanden überfällt, der legal bewaffnet ist.
Und man hätte in Betracht ziehen müssen, dass sich der früh morgens im Schlaf überfallene Bürger von Unbekannten bedroht fühlen kann und zur Waffe greift.
Und was ist die Moral von der Geschichte?
Ich will es Euch sagen:
Zur Beschaffung einer illegalen Schusswaffe will ich niemanden aufrufen, aber eine schusssichere Weste sollte sich jeder unbescholtene Bürger zu legen, denn die Polizei ist unberechenbar. Von Einsätzen der geschilderten Art kann jeder betroffen werden. Auch wenn man keine Straftaten begeht, so ist doch, wie Figura zeigt, das gute Gewissen allein kein ausreichender Schutz vor staatlicher Willkür.
Bei alledem soll aber auch bedacht werden, dass die mit der Durchführung der Razzien beauftragten Polizeibeamten auch nur das Opfer höherer Anordnungen sind.
Der Polizist ist nicht der Feind des Bürgers, er wird nur leider immer öfter durch die höheren Ortes beschlossenen Anordnungen rechtsbedenklicher Aktionen missbraucht.  

Karl-Heinz Hoffmann    


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September 2016

30.09.2016
Superagent Mauss in Bedrängnis?

Der mit Kontakten zu Ermittlungsbehörden in aller Welt reichlich gesegnete Superagent Werner Mauss muss sich jetzt vor Gericht verantworten.
Aber nicht etwa wegen alledem, was er sich im Laufe der Jahre im Rahmen seiner geheimdienstlichen Operationen an gesetzlosen  Aktionen geleistet hat, sondern „nur" wegen eines Steuerdeliktes. Zwar geht es dabei um das spurlose versickern von Millionenbeträgen, aber passieren wird ihm dennoch nicht viel. Seine Komplizen sind zu mächtig, als dass die deutsche Justiz ihm ein Haar krümmen könnte. Wenn die öffentlich zugänglichen Berichte richtig sind, dann ist auch Israel mit im Bunde.

Maus verteidigt sich mit der Erklärung, das vom Fiskus eingeforderte Geld sei gar nicht sein eigenes. Vielmehr würde er das Geld nur als Treuhänder für eine internationale Geheimorganisation verwalten.
Ist der Superagent wirklich so naiv?
Wer fremdes Vermögen als Treuhänder verwaltet, haftet persönlich für jede Maßnahme die er in seiner Eigenschaft als Treuhänder ergreift, während der Treugeber im Trockenen sitzt.

Aber das eigentlich Interessante an der Sache ist die Preisgabe des Umstandes, dass Mauss nicht etwa gewaltige Summen für irgendwen verwaltet, sondern für einen „internationalen
Geheimbund."
Das lässt aufhorchen. Man fragt sich nicht nur, auf welche Weise so viel Geld zusammen gekommen ist, sondern vor allem für welche Zwecke es verwendet wurde und wird?
Für mich ist der Hinweis auf den Geheimbund besonders interessant, weil man davon schon im Jahr 1980 im Untersuchungsausschuss Dr. Langemann gehört hatte und nicht zuletzt auch deshalb, weil ich persönlich leidvolle Erfahrungen, mit einer damals auf drei Jahre Laufzeit kalkulierten Intrige machen musste, bei welcher Mauss eine führende Rolle spielte. Aus den drei Jahren sind inzwischen drei Jahrzehnte geworden.
Die vorgesehen dreijährige Laufzeit der Intrige gab der Ex- Kriminaldirektor und Mauss-Komplize Dr. Kollmar im Untersuchungsausschuss zu Protokoll und nicht nur das. Weiter gab er an, man habe die Absicht gehabt, eine aus vier Mann bestehende terroristische Gruppe zu bilden, die dann von sich reden machen sollte. Tolle Sache, die verbrecherische Vierergruppe wollte eine Terroristengruppe ins Leben rufen, die dann von sich reden machen sollte. Ja mit was denn, wenn nicht mit Terrorakten?    

Der Agent Werner Mauss war es, der damals den professionellen Bankräuber Udo Albrecht als V-Mann und  Agent-Provokateur  mit dem Ziel angeworben hatte, die Palästinensische Befreiungsfront und ganz nebenbei auch noch meine Wenigkeit und damit natürlich auch das gesamte deutsche nationale Lager schwerwiegend zu beschädigen.

Wer mehr zu diesem Thema wissen will, kann sich mein Gespräch mit Prof. Dr. Michael Vogt im Netz ansehen.
Zu finden unter dem Suchbegriff:

Quer-Denken.tv,  Wer schrieb das Drehbuch zum Oktoberfestattentat?

Erschöpft ist dieses Thema damit aber noch lange nicht.

Karl-Heinz Hoffmann    30.09.2016

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Aus aktuellem Anlass mache ich hier mein Schreiben an den Generalbundesanwalt vom 01. Oktober 2014 öffentlich:

Karl Heinz Hoffmann
Marktplatz 14/Schloss Ermreuth
91077 Neunkirchen
Tel 09192  1090
Fax 09192  6530
e-mail  
karl.heinz.hoffmann.fks-prc@gmx.de

K.H. Hoffmann, Marktpl.14, 91077 Neunkirchen

An den
Generalbundsanwalt
beim Bundesgerichtshof
Brauerstraße 30

76135 Karlsruhe

01.Oktober 2014/ho


WIEDERAUFNAHME DER ERMITTLUNGEN ZUM OKTOBERFESTATTENTAT


Sehr geehrter Herr Generalbundesanwalt,

aus den Medien ist zu erfahren, dass Ihre Behörde seitens des „Opferanwaltes" Dietrich, unter dem Beifall des Münchener Stadtrates, gedrängt wird, die Ermittlungen zum Oktoberfestattentat wieder aufzunehmen.

RA Dietrich glaubt zu wissen, aus welcher Richtung das Attentat auf der Theresienwiese gesteuert wurde. Im Brustton der Überzeugung äußerte er sinngemäß, die Opferfamilien hätten ein Recht darauf zu erfahren, „dass es ein rechtsradikales Verbrechen war."

Immer wieder wird von Gundolf Köhler behauptet, er sei ein Anhänger der Wehrsportgruppe gewesen.
Einmal von der Tatsache abgesehen, dass die von Ihrer Behörde als wahrscheinlich dargestellte Täterschaft Gundolf Köhlers nicht bewiesen werden konnte, sollten Sie, Herr Generalbundesanwalt auf Grund der Ihnen bekannten Ermittlungsergebnisse klarstellen, dass Gundolf Köhler in einem längeren Zeitraum vor, und bis zu dem Zeitpunkt des Attentates, keine Kontakte zur WSG, dafür aber nachweisbare deutliche Verbindungen zur Partei „Die Grünen" hatte.

Auf Blatt 61 des Abschlussberichtes wird festgestellt:
Bereits zu Beginn seines Militärdienstes (Sommer 1978) - nach anderen Bekundungen erst in der Zeit danach - hat sich Gundolf Köhler - jedenfalls teilweise - von seinen rechtsextremistisch geprägten Vorstellungen ab und mehr den Grünen zu gewandt.
Bei der Landtagswahl 1980 in Baden Württemberg soll er diese Partei (Die Grünen) gewählt haben."
Zitiert nach: Sach A Bd. 11 Bl. 3279, 3336, 3349, 3411, 3421
                   Sach A Bd.14 Bl.4322,4348,4415,4445.
                   Sach A Bd. 15 Bl. 4531 ff, 4605,4985
                   Sach A Bd. 27 Bl. 148ff, 157,158.

Sie sollten diese Umstände öffentlich bestätigen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil immer wieder seitens der „Grünen" behauptet wird, die Justiz sei auf dem rechten Auge blind und Köhler habe Mittäter und Hintermänner gehabt, die man im rechten Spektrum suchen müsse.

Zu Ihrem Glück hat Ihre Behörde keine gesetzliche Pflicht, zu Unrecht verdächtigte Bürger von Amts wegen zu rehabilitieren, aber von der moralischen Pflicht zur Wiedergutmachung kann Sie niemand entbinden.

Konkret zu dem Begehren der Antragsteller zur Wiederaufnahme der Ermittlungen erkläre ich, dass ich keine Einwände dagegen habe.

Sollte es dazu kommen, dann könnte ich mühelos beweisen, dass bei der damaligen Erstellung der Ermittlungsakten nicht nur fehlerhafte Ermittlungsergebnisse produziert wurden, sondern auch unrichtige Angaben durch Vorhalte erzeugt wurden. Das wäre bei aller sonstigen Sinnlosigkeit ein positiver Effekt. Allerdings müsste man von mir etwas hören wollen. Bisher war das nicht der Fall.
Erklären Sie Herrn RA Dietrich, den Opferfamilien und der Öffentlichkeit, warum Ihre Behörde seinerzeit zwei Jahre lang gegen mich und die WSG ermittelt hat, es aber nicht für nötig hielt, Vernehmungen mit mir durchzuführen? Warum haben die Anwälte der Generalbundesanwaltschaft niemals einen Haftbefehl für mich beantragt?
Sagen Sie der Öffentlich endlich die Wahrheit.
Die Wahrheit ist, dass die Ermittlungsbehörden schon unmittelbar nach dem Attentat nicht davon ausgingen, dass ich, oder Mitglieder der ehemaligen WSG in das Attentat involviert waren. Warum fällt dieses Bekenntnis so schwer?
Ich will es Ihnen sagen:
Es fällt Ihnen schwer, ja es ist Ihnen unmöglich, weil Ihre Behörde seinerzeit unter dem Zwang stand, mit den Scheinermittlungen gegen die WSG wenigstens für eine Zeit lang einen Blitzableiter zur Ablenkung von einer erfolgversprechenden Spur zu schaffen. Das ist gelungen. Ob Sie darauf stolz sein können, ist eine andere Frage.  
Ich fordere Sie hiermit auf, nun endlich die seinerzeit vernebelte Spur „Dr. Langemann" aufzunehmen und sachgerecht zu Ende zu bringen.

Der damalige Chef des Bayerischen Verfassungsschutzes war nach Lage der Dinge hochgradig tatverdächtig. Und er hatte im Gegensatz zu Köhler nicht nur ein gut nachvollziehbares Motiv, sondern auch die praktischen Möglichkeiten, die Tatausführung zu ermöglichen. Es ist auch erwiesen, dass er eine Scheinspur in Richtung auf die WSG gelegt hat.
Er wurde kurzfristig im Zusammenhang mit dem Oktoberfestattentat inhaftiert und natürlich kurz darauf wegen angeblicher „Haftunfähigkeit" entlassen und konnte abtauchen.
Es gab einen internen Untersuchungsausschuss „Dr. Langemann",
die Ergebnisse blieben geheim.

Diejenigen, welche ein besonderes Interesse an der Wiederaufnahme der Ermittlungen haben, sollten Sie Herr Generalbundesanwalt auffordern, die Mitschriften und Ergebnisse dieses geheim gehaltenen Untersuchungsausschusses offenzulegen.
Sie werden die Veröffentlichung dieser Akten niemals zulassen. Wenn sie nicht schon längst, nach bewährter Methode geschreddert worden sind.  
Aus diesem Aktenmaterial könnten wesentlich mehr brauchbare Erkenntnisse bezogen werden, als aus einer Hand voll Zigarettenstummel aus dem Auto Gundolf Köhlers.

Bei richtiger Auswertung der Dr. Langemann-Akten könnte der demokratische Rechtsstaat ins Wanken geraten. Deshalb werden sie nie mehr auftauchen. Doch bestreiten können Sie nicht, dass es im direkten Zusammenhang mit dem Oktoberfestattentat Ermittlungen gegen den Chef des Bayerischen Verfassungsschutzes, Dr. Langemann gegeben hat. Warum steht davon nichts im Abschlussbericht des GBA?
Schenken Sie der Öffentlichkeit endlich reinen Wein ein.

Gruß
Karl-Heinz Hoffmann     

In Anbetracht der Bedeutung für die Öffentlichkeit behandle ich dieses Schreiben als „Offenen Brief"



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September

29.09.2016

Ulrich Chaussy
„Was kann es Schöneres geben?"

Unter der Überschrift: „Das darf nie wieder passieren" findet sich im Internet ein im Januar 2015 von Wilfried Geldner mit Ulrich Chaussy  geführtes Gespräch zum Thema Bombenattentat auf dem Münchner Oktoberfest.
Tenor dieses Berichtes ist die Unzufriedenheit Chaussys mit den Ergebnissen der Ermittlungsbehörden:
Der Opferanwalt Werner Dietrich und der BR Journalist Ulrich Chaussy gaben sich mit diesem Ergebnis nicht zufrieden und recherchierten weiter im Dienst der Wahrheit".

Ja weiter recherchiert haben die beiden, aber nicht im Dienst der Wahrheit, sondern nur um als nützliche Idioten der finsteren Mächte. Sie arbeiteten fleißig daran, eine perfide Verdachtstheorie gegen die Wehrsportgruppe Hoffmann aufzubauen und über Jahre hinweg mit immer neuen Scheinspuren abenteuerlicher Art aufrecht zu erhalten.
Völlig richtig und erstmal im Einklag mit den Ermittlungsergebnissen erklärt Ulrich Chaussy: „.
..die vom Bundesanwalt beauftragte Sonderkommission beim bayerischen LKA kam in geradezu rasender Geschwindigkeit zu der Auffassung, der Alleintäterschaft … Viel zu früh, um eine stichhaltige Aussage zu machen."

Dazu sage ich: Viel zu früh, nämlich schon  „am Tag danach" konnte der GBA Rebmann das Wasser nicht halten und stellte mit einem Statement im Fernsehen in unverantwortlicher Weise einen Bezug zur Wehrsportgruppe Hoffmann her. Rebmann war mit einer bewusst vom BND lancierten Falschmeldung düpiert worden.
Weniger gutgläubig waren die Ermittler der SOKO Theresienwiese. Die hielten sich an die schnell nachprüfbaren Fakten. Der vom BND ins Spiel gebrachte Hinweis,  erwies sich schon nach einigen Stunden als zweckgerichtete Scheinspur.     
Damit war die Luft raus.
Chaussy erklärt
: „Der Anfangsverdacht richtete sich damals gegen die Wehrsportgruppe Hoffmann und gegen unbekannt."
Dass dieser Anfangsverdacht noch nicht einmal 48 Stunden lang aufrecht erhalten werden konnte, ficht Ulrich Chaussy nicht an.
Und sofort philosophiert er borniert weiter über die angebliche „Gefährlichkeit" der Wehrsportgruppe. Die Gefährlichkeit, natürlich deshalb, weil Chaussy diese aus der Vorstellung bezieht, es müsse da einen Zusammenhang mit dem Oktoberfestattentat geben. Um diesen Verdacht glaubhaft zu machen, schreckt er nicht vor Verfälschungen der Sachverhalte zurück. Dabei werden von ihm Sachverhalte sinnverfälschend geradezu ins Gegenteil verdreht.
Gundolf Köhler hatte sich 1976 mit einem Brief an mich gewandt in welchem er mir  den Vorschlag machte, eine Sektion der Wehrsportgruppe in seinem Heimatort zu gründen. Ermuntert hatte ich ihn dazu nicht. Im Gegenteil. Es ist aktenkundig, dass ich diesen Vorschlag rundweg abgelehnt hatte. Und was sagt Chaussy? „
Man fand heraus, dass  Gundolf Köhler an mehreren Wehrsportübungen teilgenommen hatte (es waren nur zwei) und von Hoffmann angefragt worden war, eine Wehrsportzelle in Donaueschingen zu gründen."

Chaussy lässt also mit Absicht den Eindruck entstehen, als hätte ich den Köhler ermuntern wollen, eine Wehrsportgruppe zu gründen. Mit dieser Verdrehung der Tatsachen wird ein belastendes Moment geschaffen. Die ehrliche tatsachengerechte Schilderung passte Chaussy wohl nicht in das Gebäude seiner Verdachtstheorie.
Und dann kommt die alberne Plattitüde von der Frau, die, ermuntert durch das langweilige Film-Opus „Der blinde Fleck" nach Jahrzehnten plötzlich als deus ex machina auftaucht, um sich mit einer erfundenen Geschichte wichtig zu machen. Immerhin sah sich der GBA gezwungen den nichtigen Quark dieser Zeugenaussage zum Anlass einer Wiederaufnahme der Ermittlungen zu nehmen. Dass bei der Aufbereitung von Quark nur Käse heraus kommen kann, wusste man zwar schon vorher, aber der im Herrmannland herrschende politische Druck war stärker als die Vernunft.   
Jedenfalls wurde auf Betreiben Chaussys und mit der Hilfe einflussreicher Autoritäten der bayerischen Regierung ein Wiederaufnahmeverfahren mit dem vorausgesehenen Resultat in Gang gesetzt. Nach der Premiere seines Filmes „Der blinde Fleck", in dem er, wie er stolz vermerkt, auch noch als Figur  eine Hauptrolle spielen durfte, wähnt sich Ulrich Chaussy auf dem Gipfel des Erfolges und kommt dabei ins Schwärmen:
„ Was kann es Schöneres geben als das?"
Ja, was kann es für eine triebhaft gehässige Persönlichkeit  Schöneres geben, als  unter dem Beifall der linksgerichteten Nomenklatura  das Leben eines Unschuldigen durch professionelles Mobbing  vernichten zu dürfen?
 
Weiter berichtet Chaussy von der Premiere des „wahrhaft blindes Fleckes":
Es gab großen Applaus. Hinterher gab es eine Podiumsdiskussion mit Innenminister Joachim Herrmann, bei der er im Saal des Landtages vor dem mit Abgeordneten und Politprominenz vollen Haus sagte: „So etwas darf nie wieder passieren, bei staatlichen Ermittlungen."  

Offensichtlich ist Herrmann, ganz auf der menschenverachtenden Linie meines bevorzugten Politstalkers Chaussy dahintreibend, der Meinung, die Ermittlungsbehörden hätten damals, als sie klaren Erkenntnissen folgend, auf  Haftbefehle gegen mich und einige Ex-WSG Kameraden verzichteten, etwas falsch gemacht.
Im Klartext heißt das, er hätte es lieber gesehen, wenn sich die Strafverfolgungsbehörden gemäß § 344 StGB schuldig gemacht hätten.
Es reicht ihm nicht, dass die Ermittler im Wissen um den Unwert ihrer Bemühungen zwei Jahre lang, wie nicht anderes zu erwarten war, erfolglos gegen mich ermittelt haben. War das nicht schon Unrecht genug?
Wenn das die Philosophie eines bundesdeutschen Innenministers ist, dann gute Nacht schöner Rechtsstaat.

Karl-Heinz Hoffmann    


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2015

Beitrag in PIL PUL:

Meinungsaustausch mit Hans Schwinger zu meinen Vorträgen:
„Das Wirtschaftswunder des III. Reiches“ und „Raus aus der Nato“.

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2015

Dezember
Avacs über Anatolien. Wozu?
Magrurlanma Erdogan senden büyük Putin var
Die islamische Erbfeindschaft

*

November
Mal ganz von vorn - ein Staat, was ist das?
Terror in Paris
Stammheim Info
*
Oktober
Sozialarbeit mit Nazis
NSU-Leaks, Fatalist und seine anonymen Mitarbeiter
Asylantenheim in Stammheim - Eine Provokation?
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September

Kommentar zu Martin Gehlen/Frankfurter Rundschau v. 07.09.2015: „Putin träumt vom prorussischen Orient.“
Spiel mit dem Leid der Flüchtlinge?
Klage gegen die BRD, Vertr. d.d. Vizekalnzler Sigmar Gabriel
*  
August
Verunglimpfung des demokratischen Rechtsstaates?
Gabriel in Heidenau

Flüchtlingsströme - Recht auf ein Leben in Freiheit und Wohlstand
Mit Rainer Biller im Gespräch

Resümee zur Vortragsveranstaltung: "Raus aus der Nato"
Vortrag bei den Verfemten
mit älteren Aufsätzen zum Thema aus meiner Website von 2010 - 2015:
Deutsche Leitkultur (18.11.2010)
Globalisierung der Völker (22.02.2011)

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Dezember
Avacs über Anatolien. Wozu?
Magrulanma Erdogan senden büyük Putin var
Die islamische Erbfeindschaft

Hart aber fair - Frauke Petry bei Plasberg
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Avacs über Anatolien. Wozu?

Warum hatte es unsere Bundesregierung so eilig, den Einsatz von Avac-Aufklärungs-Flugzeugen mit deutscher Besatzung in den Himmel über Anatolien zu schicken?
Und überhaupt, zu welchem Zweck?
Was ist jetzt in diesem Gebiet so wichtig, was zuvor ohne besondere Bedeutung gewesen war?
Was ist jetzt anders als noch vor ein paar Monaten?
Ich will es Euch sagen: Das Erdogan-Regime hat den offenen Krieg gegen die Kurden eröffnet. Was sich derzeit in der Osttürkei abspielt, ist keine Anti-Terror Polizeiaktion, es ist Bürgerkrieg. Erdogan scheint wild entschlossen zu sein, die kurdische Opposition mit Rumpf und Stiel auszurotten.
In Europa unterbleibt der Aufschrei „Erdogan lässt auf sein eigenes Volk schießen“. Um die Vernichtung der Kurden vollkommen und endgültig zu machen, braucht die Erdogan hörige türkische Armee präzise Ergebnisse der modernen Luftaufklärung. Die Widerstandsnester und die Bewegungsbilder der kurdischen Freiheitskämpfer sollen aus der Luft erkannt und den Türken zugeleitet werden. Deutsche sollen als nützliche Idioten in das Völkermorden einbezogen werden. Das ist die entsetzliche Wahrheit.
Es drängt mich, zu dieser trostlosen Einschätzung der geostrategischen Lage eine persönliche Erklärung hinzuzufügen.
Ich war mein ganzes Leben lang ein Freund des türkischen Volkes. Und ich bin es trotz Erdogan immer noch. Früher hätte ich mir niemals vorstellen können, die Türken zu kritisieren. Es schmerzt mich, dass ich diese Linie nicht durchhalten kann. Gerade weil ich die Türken vor vielen anderen Völkern besonders schätze, kann ich nicht umhin, die zerstörerische Politik der Erdogan-Regierung zu kritisieren. Erdogan hat sein Volk mit der Aufgabe der früheren Neutralitätspolitik und der Unfähigkeit, den Kurdenkonflikt durch Kompromisslösungen aus der Welt zu schaffen, in große Schwierigkeiten gestürzt. Das Unheil nimmt seinen Lauf.
Und ich glaube nicht, dass Erdogan als Sieger aus der hausgemachten Konfliktsituation hervorgehen wird.  

Karl-Heinz Hoffmann      28.12. 2015


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Magrurlanma Erdogan
senden büyük Putin var

Weil er ständig an die islamische Tugend der Bescheidenheit erinnert werden wollte, hatte ein mächtiger türkischer Sultan (Padischah) seiner Janitscharenwache befohlen, jeden früh vor seinem Fenster zu rufen „Sei nicht hochmütig, mein Herrscher, größer als du ist Allah.“ „Ma
grurlanma  Padischahim, senden büyük Allah var.“ Das ist der Sinn der literarischen Vorlage.
Ich habe in der türkischen Überschrift nur zwei Namen ausgetauscht - aber da gibt es noch einen Unterschied, der Sultan war nicht hochmütig und er wollte auch nicht Gefahr laufen, es zu werden. Erdo
gan hingegen ist hochmütig-arrogant und realitätsresistent.

Mit dem Befehl zum Abschuss einer russischen Militärmaschine hat sich Erdo
gan zweifellos verhoben.
Das wird ihm bald klar werden. Putin drohte mit ernsthaften Konsequenzen, die weit über Wirtschaftssanktionen hinausgehen sollen. Was er genau damit meinte, hat er nicht gesagt.
Ich weiß natürlich ebenso wenig wie alle anderen, welche Maßnahmen Putin ergreifen wird, um Erdo
gan zu bestrafen. Aber ich kann Euch sagen, was er tun kann, um die Türken empfindlich zu treffen.
Zunächst kann er alles öffentlich machen, was der KGB über die Unterstützung der IS-Terrorarmee durch Erdo
gan an Erkenntnissen gewonnen hat. Und das wird nicht wenig sein. Da wird Erdogan eine sehr peinliche Rechnung aufgemacht werden. Aber damit ist die Messe noch nicht zu Ende gelesen.
Putin wird die von der Türkei massiv unterstützten Rebellenmilizen allesamt, einschließlich der Turkmenen-Miliz  besonders aufs Korn nehmen, ihren Nachschub abschneiden und sie schließlich unschädlich machen.
Vor allem aber kann Putin die Kurden auf mehreren Ebenen unterstützen. Mit Geld, und dadurch, dass er ihnen gestattet, in Moskau eine Exilvertretung mit Diplomatenstatus oder sogar eine Exilregierung einzurichten.
Er kann die kurdische Partei in der Türkei, und die PKK in Syrien und Europa finanzieren und propagandistisch unterstützen.
Er kann einen kurdischen Staat völkerrechtlich anerkennen, für rechtmäßig erklären und weitere Staaten dazu bringen ebenfalls den Kurdenstaat anzuerkennen. Infolgedessen könnte er sogar einem neugebackenen Kurdenstaat ganz offiziell und völkerrechtlich unangreifbar, wenigstens auf dem Gebiet des Kurdenstaates, militärische Hilfe leisten.
Und wenn das alles nicht reichen sollte, dann könnte er ähnlich wie mit den Kurden auch noch mit den Armeniern verfahren. Dann reicht es garantiert.

Spieglein, Spieglein an der Wand
wer ist der Größte im Türkenland?
Herr Erdo
gan das seid wohl Ihr,
aber der Putin hinter den Bergen
ist noch tausendmal größer als Ihr.


Ich gehe jedenfalls davon aus, dass Erdo
gan den Tag verfluchen wird, an dem das russische Kampfflugzeug abgeschossen wurde.

Karl-Heinz Hoffmann      04.12.2015



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Die islamische Erbfeindschaft
Die bereits kurze Zeit nach dem Tod des Propheten erfolgte Spaltung der islamischen Glaubensgemeinschaft in Sunniten und Schiiten erweist sich auch heute noch als ein schier unlösbares Problem.
Kein geringerer als Friedrich Schiller vertritt in seinem großartigen Werk „Die Geschichte des 30 jährigen Krieges“ die These, dass zumindest zur Ausweitung des im 17. Jahrhundert auf deutschem Boden ausgetragenen Völkermordens weniger religiöse, als vielmehr materielle Interessen maßgeblich gewesen waren. Interessenskonflikte, die schließlich am Ende nur beigelegt werden konnten, weil keine der beiden verfeindeten Parteien noch darauf hoffen konnte, einen eindeutigen Sieg auf dem Schlachtfeld davonzutragen.  Beide Lager waren nach dreißig Jahren Krieg vollkommen ausgeblutet und nicht mehr kampffähig.
Gleich zu Anfang seiner Erörterungen macht uns Schiller mit seiner für uns sehr gut nachvollziehbaren Einschätzung der Motivation beider Parteien bekannt:
„Wären es nur Meinungen gewesen, was die Gemüter trennte - wie gleichgültig hätte man dieser Trennung zugesehen! Aber an diesen Meinungen hingen Reichtümer, Würden und Rechte; ein Umstand der die Scheidung unendlich erschwerte.“
Weiter vergleicht Schiller den Religionsstreit mit der Verteilung eines Erbes an zwei Söhne, wobei der Vater die Erbverhältnisse nicht geregelt hatte, weil er die Streitigkeiten seiner Erben nicht erahnte.
„Die Notwendigkeit trat ein, mit dem Bruder abzuteilen (...)
Beide Religionsparteien haben über diese Streitsache mit scheinbaren Gründen gegen einander gerechtet und rechten noch immer; aber es dürfte dem einen Teil so schwer fallen als dem anderen, sein Recht zu erweisen (...)
Wenn das Recht nicht entschieden werden kann, so tut es die Stärke. Und so geschah es hier, der eine Teil behielt was ihm nicht mehr zu nehmen war, der andere verteidigte was er noch hatte.“
Was Friedrich Schiller zum Verständnis des 30 jährigen Krieges schrieb, passt gleichermaßen auf die Spaltung und geschichtliche Weiterentwicklung der der mohammedanischen Religion in Sunna und Schia.
Auch hierzu kann man sagen: Ja wenn es nur um den Meinungsstreit in Glaubensfragen ginge, dann könnte man mit etwas gutem Willen die Differenzen in einem gemeinsam veranstalteten Konzil aus der Welt schaffen.
Genaugenommen wird ja der so unversöhnlich ausgetragene Religionsstreit mit uralten Erbschaftsstreitigkeiten begründet. Anlass der Trennung war ursprünglich nichts anderes als die Frage, wer der Nachfolger Mohammeds als religiöser und weltlicher Herrscher über die islamische Glaubensgemeinschaft und damit natürlich über ausgedehnte Territorien sein sollte.
Also eher ein weltliches als ein religiöses Problem.
Mohammed hatte eine Sitten- und Morallehre hinterlassen, aber keine Richtlinien zur Regelung seiner Nachfolge als Herrscher.
Noch immer stehen sich Schiiten und Sunniten unversöhnlich feindselig gegenüber. Dabei begründen sie die Feindschaft mit angeblich religiöser Unvereinbarkeit. Das erscheint uns auf den ersten Blick unverständlich, denn sowohl Schiiten als auch Sunniten stellen grundsätzlich die Inhalte des Korans nicht in Frage. Verständlich wird uns der Streit aber sofort, wenn wir uns an die Worte Schillers erinnern: „Ja wenn es nur um Meinungen gegangen wäre, (...) Aber an diesen Meinungen hingen Reichtümer, Würden und Rechte.“
Ein Umstand, der friedliche Koexistenz oder gar das brüderliche Miteinander unmöglich macht.
Auch im 21. Jahrhundert ist der wahre Grund für die schweren Konflikte im Mittleren Osten nur scheinbar religiös begründet. In Wirklichkeit hängen an den unterschiedlichen religiösen Sichtweisen Reichtümer, Würden und Rechte.
Die Reichtümer sind die Ölquellen, die Rechte beziehen sich auf die Verfügungsgewalt über diese Reichtümer und den daraus erwachsenden Finanzströmen. Die umkämpften Würden sind nicht nur die Khalifen-Würde, sondern auch Ministerposten und Unternehmerpfründen.
Gewiss, die fanatisierten Glaubenskrieger der IS-Bewegung, kämpfen vorrangig für Gotteslohn und einen Platz im Paradies, aber ganz ohne materielle Betreuung wäre ihr Kampf völlig aussichtslos.
Das war er bisher deswegen nicht, weil eine Reihe sunnitischer Staaten die materielle Versorgung der IS-Armee großzügig sichergestellt haben. Und noch immer sicherstellen.  
Auf der Ebene der kämpfenden Männer ist der Krieg in Syrien und im Irak ein Religionskrieg. Auf der Ebene aller im Hintergrund am Konflikt beteiligten staatlichen Regierungen geht es primär um Gewinn oder Verlust von Einflussnahme auf Gebiete, die mit Bodenschätzen gesegnet sind. Dazu kommen noch,  geostrategische Zielsetzungen, die wiederum in direktem Zusammenhang mit der Sicherung bereits beherrschter Gebiete stehen.

Karl-Heinz Hoffmann       03.12.2015


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2015


November
Mal ganz von vorn - ein Staat, was ist das?
Terror in Paris
Stammheim Info
*

November



Mal ganz von vorn -
ein Staat? Was ist das?

Um von einem Staat reden zu können, bedarf es zunächst eines von Menschen besiedelten, völkerrechtlich festumrissenen geographischen Gebietes.
Die innerhalb dieser Landesgrenzen lebenden Menschen bilden das Staatsvolk. Das Staatsvolk kann sich aus ethnisch unterschiedlichen Völkern zusammen setzen.
Zum Staat wird das eingegrenzte besiedelte Land erst, wenn sich die als Staatsvolk zusammengeschlossenen Menschen eine politische Verwaltungsstruktur geben.
Mit dem Vorhandensein von Staatsgebiet, Staatsvolk und Staatsverwaltung wird der Begriff „Staat“ erfüllt.
Die politisch-völkerrechtliche Souveränität ist kein zwingendes Merkmal des Staates. Auch der Vasallen-Staat ist trotz seiner Abhängigkeit ein Staat. Die Frage ob der, fremder Botmäßigkeit unterworfene Staat dem Ideal des Staatsgedankens entspricht oder nicht, kann im hier erörterten Zusammenhang unbeantwortet bleiben.
Zur Erfüllung des Begriffes Staat, gehört neben dem Staatsgebiet und dem Staatsvolk das Vorhandensein einer mit hoheitlichen Befugnissen ausgestatteten Verwaltungsstruktur, an deren oberster Stelle die Regierung als gesetzgebendes und die politischen Richtlinien vorgebendes Organ steht. Auf welche Weise die Regierungsbildung zustande kommt, ist im hier relevanten Sachzusammenhang ohne Bedeutung.   
Die Berechtigung der staatlichen Verwaltung ergibt sich aus dem Grundgedanken, die vom Staatsvolk gemeinschaftlich erbrachten, arbeitsteilig organisierten, lebenserhaltenden Leistungen zweckgerichtet zum Nutzen der Leistungserbringer sozial-gerecht einzusetzen.  
Die lebensnotwendigen Leistungen erbringt das Staatsvolk in seiner Gesamtheit. Die von der Bevölkerung durch Arbeit erbrachten Leistungen fließen monetisiert, in Form von Steuern, über den Fiskus der Staatskasse zu. Sie bilden in ihrer Gesamtheit den Staatshaushalt. Die Bestimmung der Verwendung der in die Staatskasse geflossenen Finanzmittel obliegt der Regierung.

Die Staatsverwaltung bezieht ihre Berechtigung zur Einforderung von Steuergeldern und deren in ihrem Ermessen stehende Verwendung aus der Verpflichtung, die vom Volk erhaltenen Finanzmittel wieder zum Nutzen und Wohl der schaffenden Bevölkerung einzusetzen.
Werden Steuergelder anders als zum Wohl und Nutzen des steuerzahlenden Volkes verwendet, dann verliert die Regierung ihre Existenzberechtigung. Sie handelt nicht nur unmoralisch, sondern sie ist dann auch regelrecht illegal.  
Die legale Verwendung der dem Regierungsapparat treuhänderisch anvertrauten Steuergelder umfasst auch die Finanzierung des Rechtsschutzes und der Rechtssicherheit. Auch das Gewaltmonopol der staatlichen Instanzen ist, allerdings nur verbunden mit der Rechtsschutzgarantie für den Bürger, ein Teil der Berechtigung des Staates.   
Zu Grunde liegt die einfache Formel:
Der Staatsapparat nimmt und der Staatsapparat gibt. Präziser gesagt: Was die staatlichen Instanzen dem Volk monetisiert abfordern, müssen sie dem Volk in Form sozialer Leistung zurückgeben. Dabei ist auch die Sicherstellung der staatlichen Ordnung und des inneren Friedens als soziale dem Wohl des Volkes dienende Leistung zu verstehen.  

Die Regierung eines Staates ist nur so lange als legal zu betrachten, wie sie den Grundsatz, dem Wohl des Staatsvolkes zu dienen, beachtet. Deutlicher ausgedrückt heißt das, wenn eine Regierung gegenüber der Bürgerschaft die Rechtsgarantien nicht mehr gewährleistet, oder den Staatshaushalt anzapft um etwas anderes als die konkrete Beförderung des Volkswohles zu finanzieren, handelt sie gegen die Grundsätze der staatlichen Ordnung, und verliert damit ihre Existenzberechtigung.     

Karl-Heinz Hoffmann     24.11.2015


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Terror in Paris
So, nun ist heraus, was ohnehin schon klar war.
Die Terroraktionen in Paris wurden von Kämpfern der IS-Miliz verübt.
Jetzt schreit man Zeter und Mordio und will nach den Hintermännern suchen.

Dabei sind die im Hintergrund Verantwortlichen gut bekannt. Es sind die Regierungen von Staaten, mit denen die Europäer, besonders Deutschland und Frankreich, enge, auf der Basis von guten Geschäften geregelte Beziehungen unterhalten.
So gesehen, dürfen sich unsere staatstragenden Autoritäten auch als mitverantwortlich für die wahabitisch-islamisch inspirierten Terroraktionen fühlen. Die phrasenhaften Sprüche vom unerschütterlichen Kampf gegen den islamischen Terrorismus nutzen gar nichts, solange man an den geschäftlichen Beziehungen zu den Unterstützerstaaten des IS fest hält.  

Angela Merkel weint mit den Opfern des IS, war sich aber nicht zu schade, Unterstützer des IS offiziell zu empfangen und mit ihnen zu kungeln.

Es wird nicht bei den Terror-Attacken in Frankreich bleiben. Was uns erwartet, beschrieb ich bereits in meinen Aufsätzen vom  05.09. / 16.09/ und 26.09.2015 (unter dem Rubrum aktuell)

Dass wir Ähnliches erleben werden, wie derzeit die Franzosen, halte ich für sicher. Es ist nur eine Frage der Zeit. Es lässt sich gar nicht mehr zurückdrehen.
Dabei macht mir eine, mit der Zuwanderungsinvasion parallel laufende Entwicklung große Sorgen:
Die ungehemmte, höchst unvernünftige Aufnahme syrischer, sunnitisch-mohammedanischer „Kriegsflüchtlinge“ wird nicht nur die Durchführung von Terrorattentaten begünstigen, sondern auch das gesellschaftliche Klima in Deutschland vergiften.
Ich fürchte, dass unsere Bevölkerung durch die Aktionen der ISIS zu einer pauschalen Verurteilung unseres mohammedanischen Bevölkerungsanteiles veranlasst wird. Das ist ebenso ungerecht wie unvernünftig, aber wohl nicht zu ändern. Die deutsche Bevölkerung ist mehrheitlich eher unvernünftigen als vernünftigen Argumenten gegenüber aufgeschlossen. Wäre es anders, wären die derzeit Herrschenden nie gewählt worden. Die Unversöhnlichkeit der unterschiedlichen politischen Lager wird sich immer weiter zuspitzen. Deshalb werden wir schrecklichen Zeiten entgegengehen.

Richtig wäre es jetzt, auf unsere schon länger in Frieden mit uns lebenden Türken und Iraner  bewusst zuzugehen, um uns Ihrer bisherigen Freundschaft und Treue zu Deutschland auch für die Zukunft zu versichern.

Ganz falsch ist es, den Abscheu vor den Schreckenstaten des IS in Zusammenhang mit dem größeren, friedlichen Teil der Moslemin zu bringen.

Ich persönlich habe dabei angesichts der in der deutschen Bevölkerung weitverbreiteten Islamfeindlichkeit einen schweren Stand, weil ich mich veranlasst sehe, auf keinen Fall in das allgemeine antiislamische Horn zu stoßen.
Ich bin Atheist, aber ich erweise der „reinen“ mohammedanischen Lehre Respekt. So wie es Goethe getan hat, als er von der Erhabenheit des Koran gesprochen hat. Deshalb glaube ich, kein schlechterer Deutscher zu sein als unser größter Denker.
Die wahabitisch-salafistische Auslegung des Korans zur perversen Strafreligion ist nicht gleichzusetzen mit den vom Propheten verkündeten Werten.
Die ISIS-Bewegung pervertiert den Islam so, wie die katholische Kirche die Lehre des erhabenen und zugleich revolutionären Menschen Jesus Jahrhunderte lang mit Inquisition und Scheiterhaufen pervertiert hat. Wo die katholische Kirchenorganisation herrschte, war die Lehre Jesu abwesend.
Ich fürchte, dass nur der religionsungebundene Freidenker das von den Religionen vermittelte Gute vom Schlechten unterscheiden kann. Weil er unparteiisch ist, kann der Atheist die miteinander konkurrierenden Religionen besser verstehen, das ihnen immanente Schlechte so wie das Gute erkennen.

Deshalb rufe ich unsere Bevölkerung zur Mäßigung auf, damit berechtigte Abneigung nicht unberechtigt auf Unschuldige übertragen wird.

Karl-Heinz Hoffmann   15.11.2015


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Stammheim Info
Hallo Leute!
Am kommenden Dienstag (ARD, Report München, 21:45) wird wieder ein Hetzbericht der Lügenpresse über die Bildschirme flimmern. Die Redaktion „Report München“ vom Bayerischen Rundfunk hat sich dabei den Hut aufgesetzt.
Tenor des Berichtes soll eine Kampfansage sein an alles was rechts ist. Dabei passt den Propagandisten eine kürzlich bei „Rechten“ durchgezogene Polizeirazzia ins Konzept. Da ist von „vermutlichen“ Anschlägen auf Asylantenheimen die Rede. Anstatt abzuwarten, was am Ende dabei raus kommt, lässt man die Vermutungen ins Kraut schießen. Ich vermute, dass nicht viel mehr als heiße Luft im Raum stehen bleiben wird. Bis jetzt scheint es jedenfalls noch keine Beweise zu geben.
Und natürlich soll ich, nicht juristisch, aber zumindest propagandistisch mit hineingezogen werden. Man möchte mir eine geistige Nähe zur Ausländerfeindlichkeit unterstellen. Das ist eine absurde Unterstellung, weil meine freundschaftlichen Gefühle, besonders für das türkische Volk wohl bekannt sind.
Jede Aktion der Rechten soll in meine Richtung gelenkt werden.
Unter anderem stellte mir der Reporter die Frage: „Herr Hoffmann, Sie distanzieren  sich natürlich von den Vorkommnissen in Bamberg?“
Zu dem üblichen neudeutschen Sofortdistanzierungsfimmel meine ich grundsätzlich:
Was bedeutet distanzieren? Damit kann doch nur gemeint sein: zu einem zuvor eingenommenen Standpunkt Abstand herstellen. Ich kann mich aber nur von etwas distanzieren, woran ich Anteil hatte oder von etwas, das ich befürwortet habe. Von einer Sache, oder einem Weltbild, das ich nie geteilt habe oder von einer Organisation und deren Aktionen, der ich nie angehört habe, brauche ich mich nicht zu distanzieren, weil die Distanz ja bereits besteht. Das ist das Eine. Das Andere ist, dass ich mich nur von etwas distanzieren kann, was ich kenne. Um zu wissen, ob Distanz angebracht ist, brauche ich erst einmal gültige Informationen. Im Bezug auf die Vorkommnisse in Bamberg (Polizeirazzia bei Rechten) habe ich keine brauchbaren Informationen. Voreilige Pressemeldungen betrachte ich nicht als brauchbare Informationen. (Siehe Karl-Heinz Hoffmann Aktuell/NSU Leaks: Fatalist und seine anonymen Mitarbeiter.)

Und damit sind wir beim Thema Stammheim angelangt. Man will partout nicht verstehen, dass ich mich für die Einrichtung eines Asylantenheimes in Stammheim eingesetzt habe. Alles wird nur in der üblichen primitiven Schwarzweißmalerei begriffen: Wie kann der Hoffmann sich für die menschliche Unterbringung und Betreuung  der Asylanten einsetzen, wo er doch grundsätzlich die Flüchtlingsinvasion ablehnt?
Um diesen nur „scheinbaren“ Widerspruch zu verstehen, müsste man sich mit meiner Website befassen: Einfach zu finden unter dem Suchbegriff „Hoffmann aktuell“
Die Lügenpresse will nicht wissen, was sie längst weiß. Sie verweigert die Anerkennung der Realitäten, weil ihnen die Aufrechterhaltung des Klischees wichtiger als die Wahrheit ist. Ja, mehr noch, die Wahrheit stört ihre Kreise.
Es ist mir gelungen, ein Interview mit „Report München“ per Video mit zu filmen. Ohne diese Möglichkeit zu haben, hätte ich das Gespräch verweigert. Natürlich wird mein Mitschnitt nicht im Fernsehen zu sehen sein, weil er nicht das hergibt, was man zur Stützung des Klischees braucht. Aber Ihr könnt das von mir ins Netz gestellte Gespräch nachvollziehen und Eure eigenen Schlüsse daraus ziehen. Ihr könnt so die Manipulation der Meinung durch die Presse erkennen. Der Reporter Hartmann wird von seinem Chefredakteur eins auf den Deckel kriegen, weil er zugelassen hat, dass ich das Gespräch mit filme.   

Soviel für heute

Karl-Heinz Hoffmann               09.11.2015

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Oktober
Sozialarbeit mit Nazis
NSU-Leaks, Fatalist und seine anonymen Mitarbeiter

Asylantenheim in Stammheim - Eine Provokation?

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Sozialarbeit mit Nazis

Da geistert ein anonymer Schreiberling unter dem Tarnnamen „Die Anmerkung“ durchs Internet.
Dahinter verbirgt sich eine Person, die als ehemaliger DDR-Bürger jahrzehntelang der staatlichen Rotlichtbestrahlung ausgesetzt war.
Dafür kann er ja nichts. Doch man fragt sich, warum der Mann nicht offen unter seinem richtigen Namen auftritt?  Was hat er zu befürchten? Könnte es sein, dass er fürchtet unglaubwürdig zu werden, wenn man Dreckspritzer auf seiner Weste entdeckt? Ich möchte diese Frage nicht weiter vertiefen, obwohl ich könnte.
Um zu zeigen wes Geistes Kind „Die Anmerkung“ ist, genügt es schon, den letzten Satz seines bei Fatalist unter dem Titel „Sozialarbeit mit Nazis“ veröffentlichten Beitrags unter die Lupe zu nehmen.
Ich zitiere:
„Eine Rumkumpelei mit Nazis gibt es nicht. Ich habe es einem Altvorderen und Opfer der Gestapo vor Jahrzehnten am Totenbett geschworen. Dabei bleibt es.“ Zitat Ende
Was dürfen wir aus der Bekundung „der Anmerkung“ schließen?  Hinter dem Pseudonym „Die Anmerkung“ verbirgt sich jemand, der jahrzehntelang  borniert an einmal übernommenen, dogmatischen Denkschemata festhält. Er kann gar nicht anders, weil er sich ja an seinen Schwur gebunden fühlt.
„Die Anmerkung“ meint: „Der Staat weiß, dass es keine Resozialisierung von Nazis geben kann.“
Ich sage, dem Staat geht es nicht um Resozialisierung, sondern um Umerziehung. Und vor allem darum, junge Leute aus dem rechten Lager abzuwerben, um sie als „Aussteiger“ präsentieren und somit für ihre politischen Zwecke benutzen zu können.
Es geht bei den Einwirkungsversuchen auf rechtsorientierte Personen nicht um eine etwaige asoziale Lebensführung, die zu bekämpfen wäre, sondern um die Bekämpfung einer Ideologie, die volkspädagogisch unerwünscht ist. Wer im Kampf gegen eine Ideologie die geistige Auseinandersetzung verweigert, hat schon verloren.
Der unter jahrzehntelanger Rotlichtbestrahlung gelittene „Anmerker“ will mir „Rumkumpelei“ mit Nazis unterstellen. Meinetwegen mag er meine Weigerung, die staatlich verordnete und inzwischen allgemein gesellschaftlich durchgesetzte Pflicht zur Ausgrenzung von Personen mit unerwünschter Gesinnung als Rumkumpelei bezeichnen. Mag er sich an seinen bornierten Schwur halten - ich würde nie einen Schwur leisten, der mich verpflichtet, mein Leben lang geistig auf der Stelle zu treten. Meine Gedanken sind frei von dogmatischen Vorgaben.
Ich erinnere mich an die Erklärung einer palästinensischen Autorität: „Wir haben Respekt vor jedem, der seine Überzeugung, egal welche, offen vertritt!“  
Das ist auch meine Devise. Der Nationalsozialismus ist nicht mein Weltbild, aber ich achte jeden Menschen der sich offen zu dem bekennt, was er glaubt. Soll ich etwa einen Katholiken ausgrenzen und verachten, weil er an etwas Unmögliches glaubt? Soll ich den Marxisten verachten, weil er mit der Klassenkampf-Idee einem falschen Ideal folgt?  
Das bornierte Festhalten am antifaschistischen Schwur erinnert mich an die ebenso bornierte Geisteshaltung des längst dahingeschiedenen Supernationalsozialisten Friedhelm Busse. Der hat seinerzeit auch immer stolz erklärt, dass ihn niemand von dem, als Angehöriger des letzten Waffen SS-Aufgebotes, auf den Führer geleisteten Eid entbinden könne. Das Ergebnis seiner Beeinflussung junger Männer war entsprechend fatal.
Man nimmt mir übel, dass ich mich dem ungeschriebenen Gesetz zur Ausgrenzung Andersdenkender aber auch Andersartiger nicht unterwerfe.
Hat sich Jesus Christus an die zu seiner Zeit herrschenden obrigkeitlichen Vorgaben gehalten? Hat er die gesellschaftlich geächteten Personen ausgegrenzt, oder hat er sich mit ihnen zusammen an den Tisch gesetzt und das Brot gebrochen? Hat man ihm nicht zum Vorwurf gemacht: „Er hat sogar im Hause eines Zöllners übernachtet?“
Ich nehme mir die Freiheit zu sagen, was ich will und zu reden mit wem ich will. Und am liebsten rede ich mit Leuten die nicht meine Sicht auf die Dinge vertreten. Wenn ich dabei Beulen kriege, und die kriege ich natürlich ständig, dann ist mir das wurscht. Ich musste so viele Blessuren hinnehmen, da kommt es auf ein paar mehr auch nicht an.
Im Übrigen hat mich die persönliche Erfahrung gelehrt, dass selbst in den extremsten rechten Kreisen immer noch mehr Toleranz zu finden ist, als bei ihren Gegnern. Bei den Letzteren ist die Toleranz gleich Null. Das wird ja von den staatstragenden Spitzenpolitikern ganz unverblümt ausgesprochen.
Noch ein Wort zu der Unverschämtheit, meine Rehabilitierungsbemühungen abqualifizieren zu wollen. Die anonyme „Anmerkung“ meint: „Hoffmann giert nach Rehabilitierung ...“
Das ist genauso frech, wie seinerzeit eine Bemerkung des Magazins DER SPIEGEL unmittelbar nach dem Oktoberfestanschlag: „Jetzt geriert er sich als verfolgte Unschuld.“ Das klingt so, als wäre mein Verlangen nach Gerechtigkeit eine unzumutbare Anmaßung.  
Es mag Euch verwundern, aber ich bin mir sehr wohl bewusst, dass ich gegen den professionellen Verleumdungsapparat nichts bewirken kann, solange ich am Leben bin. Darum geht es mir schon lange nicht mehr. Ich bringe in meinen letzten Jahren nur noch die Saat ein, damit nachfolgende Historikergenerationen ernten können. Ich werde sterben, aber damit nicht aus der Zeitgeschichte getilgt. Das kommunikative Phantom Hoffmann wird sich nicht über alle Zeiten hinweg halten können. Ich bin fest davon überzeugt, dass meine Rehabilitierung post mortem erfolgen wird und meine Ideen zur gesellschaftlichen Umgestaltung eines Tages, vielleicht lange nach meinem Tod Beachtung finden werden. Ich bin davon überzeugt, weil mich bisher zwar viele bekämpft haben, aber nie argumentativ widerlegen konnten. Genaugenommen ist das gar nicht erst versucht worden, weil man sich der Schwäche der eigenen Argumente bewusst war.  
Mit Nietzsches Worten sage ich: Hängt mich, hängt mich, aber sterben kann ich nicht.
Damit müssen meine Gegner leben. All jene Bedeutungslosen, die sich an mir profilieren, indem sie über mich schreiben, und sich so vorrübergehende Bedeutung verschaffen, werden, nach dem sie zu Staub geworden sind, tatsächlich mausetot sein. Bestenfalls wird ihnen der Umstand, dass sie sich an mir gerieben haben, zu ein paar zeitgeschichtlichen  Marginalien verhelfen. Mehr nicht.

Karl-Heinz Hoffmann   28.10.2015


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NSU Leaks
Fatalist und seine anonymen Mitarbeiter

Vor längerer Zeit habe ich für den Arbeitskreis NSU-Leaks unter meinem vollen Namen ein paar Sachbeiträge zum Thema behördliche Waffenbegutachtungen geschrieben.
Dazu kann ich jederzeit stehen, werde aber künftig nicht mehr für diesen, um den wohlbekannten, aber im Internet mit geheimnisvollem Gehabe auftretenden Blogger „Fatalist“ gruppierten Arbeitskreis tätig werden.
So sehr ich zu Anfang von der Notwendigkeit der Aktenveröffentlichung und den sich daraus ergebenden Aktivitäten überzeugt war, fühle ich mich jetzt von der Hinwendung zum Krawalljournalismus abgestoßen.
Das NSU Leaks-Forum hat, nach meinem Dafürhalten, längere Zeit wirklich gute, sinnvolle Aufklärungsarbeit geleistet.  
Aber wenn es jetzt nicht mehr um die Wahrheitsfindung und verantwortungsvoll korrekte Berichterstattung geht, wenn die Triebfeder der Berichterstattung  nur noch die Bedienung der Sensationslüsternheit auf dem Niveau der Bildzeitung ist, dann muss ich mich klar und deutlich distanzieren.
Wo die Anonymen das Feld beherrschen, muss man sich fernhalten.
Was ist eine unter Pseudonym in den Wind geworfene Nachricht? Meistens nur verleumderischer Dreck.
Warum verstecken sich so viele Leute hinter Pseudonymen?
Da gibt es mehrere Erklärungen:
Entweder handelt es sich bei den anonymen Schreiberlingen um staatlich bezahlte, oder politisch motivierte Provokateure, oder ganz einfach nur um wichtigtuerische erbärmliche Feiglinge.
Feiglinge, die sich vor den Auswirkungen ihrer öffentlich geposteten Stellungnahmen auf ihre privaten Belange fürchten. Sie haben Angst, in die Vorratsspeicher der Geheimdienste aufgenommen zu werden. Wie kindisch. Was die Öffentlichkeit nicht sieht, die Geheimdienste sehen es. Der anonyme Schreiber entgeht ihnen nicht.
Viele haben Angst, gemobbt zu werden, wenn sie volkspädagogisch unerwünschte Wahrheiten verbreiten. Sie fürchten Nachteile in der Arbeitswelt zu erleiden. Das ist ja auch tatsächlich so.
Das alles ist verständlich, kotzt mich aber trotzdem an.
Wer an der Meinungsbildung unserer Gesellschaft mitwirken will, vor allem, wer etwas oder jemanden kritisieren oder gar verdächtigen will, der soll das offen unter Bekanntgabe seines Namens tun.
Ich kann Verständnis für Feiglinge aufbringen, solange sie sich bedeckt halten und uns nicht mit anonym geposteten Meinungen belästigen.
Anonym verbreitetes Gesülze ist nicht mehr als ein übelriechender Furz im Wind. Ganz egal wer ihn gelassen hat. Man sollte die Nase wegdrehen und hoffen dass sich der Gestank schnell verzieht.
Der Ende Oktober veröffentlichte Bericht zu polizeilichen Maßnahmen gegen Rechte in Bamberg war ein solcher Gehirnfurz:
Zu diesem bei NSU-Leaks erschienenen Artikel, der Anlass zu der hier bekundeten Distanzierung war, stelle ich im Interesse der Wahrheit klar:

1. Der von der Razzia betroffene Personenkreis ist mir, mit Ausnahme von Dan Eising nicht bekannt.

2. Dan Eising kenne ich nur flüchtig. An den von mir denkmalpflegerisch überwachten Arbeiten in  Stammheim waren überhaupt keine deutschen Staatsbürger beteiligt, demzufolge auch keine Rechten und auch nicht Dan Eising.

3. Dan Eising war von der im Zusammenhang mit Leuten aus Bamberg durchgeführten Razzia nach meinem vorläufigen Kenntnisstand, lediglich durch eine bei ihm durchgeführte Hausdurchsuchung, bei der offensichtlich nichts Belastendes gefunden wurde, einbezogen.

4. Dan Eising wurde weder verhaftet noch vorübergehend festgenommen.

5. Richtig ist, dass sich Eising einmal mit mir zusammen fotografieren lassen wollte, was ich nicht zugelassen habe. Und zwar deswegen nicht, weil ich Eising nicht gut genug kannte und ich bei unbekannten Personen im Hinblick auf spätere unvorhersehbare Entwicklungen kein Risiko eingehen möchte. Das zeigt auch, dass mich mit Dan Eising nichts verbindet. Ich kenn ihn nur flüchtig, das heißt nicht gut genug, um ihn korrekt einordnen zu können.

6. Falsch ist die Behauptung, das nicht erfolgte Foto von mir und Eising hätte von einem Typen gemacht werden sollen, den ich angeblich nicht gekannt haben soll. Das ist frei erfundener Quatsch.

7
. „Dan Eising hatte sich an Hoffmann herangemacht und hatte die Polenbomben für den Anschlag auf das Asylbewerberheim im Kofferraum seines Autos? Ja das ist wirklich sehr merkwürdig. Fatalist kennt das.“
Zitat Ende.
Bevor man eine Meldung merkwürdig findet, sollte man erst einmal wissen, ob sie der Wahrheit entspricht. Hat der Fatalist etwa die Beschlagnahme-Verzeichnisse gesehen?
Woher will der fatale Gerüchtekoch wissen, ob überhaupt ein Anschlag auf ein Asylbewerberheim geplant war? Der Ort wird nicht genannt. Das sagt alles. Es ist keine Ruhmestat, die noch von der Verifizierung weit entfernten, vorschnell veröffentlichten staatsanwaltschaftlichen Vermutungen zu verbreiten. Damit kann man auf den Bauch fallen.
 
8.Gestern war die Kripo auch beim WSG-Hoffmann in Ermreuth. Sie suchten etwas, sehr gezielt... Sie suchten ein Foto von Correlli.“
Zitat Ende
Diese Nachricht entbehrt jeder Grundlage. Bei mir war keine Polizei. Solche Gerüchte in die Welt zu setzen, ist die Spitze der Unverfrorenheit. Ich muss mich fragen, wer an dieser Falschmeldung ein Interesse haben könnte?

9. Dan Eising wird als Böllerbesteller bezeichnet. Das wäre zwar nicht unmöglich, aber niemand, außer der Ermittlungsbehörde weiß darüber etwas. Die Vermutung ist unzulässig. Dagegen spricht nämlich die Tatsache, dass Eising noch nicht einmal zur erkennungsdienstlichen Behandlung vorrübergehend festgenommen wurde. Und ein Auto besitzt er auch nicht. Ergo hat er auch keinen Kofferraum in dem etwas gefunden worden sein könnte.

Natürlich könnte er trotzdem auch auf zwei Schultern getragen haben und deswegen geschont worden sein, aber - wir wissen das nicht. Und solange wir das nicht wissen, sollten wir uns mit Verdächtigungen zurückhalten und von der Unschuldsvermutung ausgehen. Alles andere ist schmierig.

Nach meiner Erfahrung sind die V-Leute meistens diejenigen, denen man es am wenigsten zutrauen würde.
Unseriös ist auch der Versuch, die Rechten von Bamberg in einen Zusammenhang mit dem NSU zubringen. Dazu sollte der magere Fund in Form einer Pistole Parabellum herhalten: „Weltkriegspistole, siehe Heilbronn, dort (wurden) 2 solcher Uraltwaffen verwendet.“
Kaum jemand weiß besser als der fatale Fatalist, dass eine Parabellum (P 08) weder in Heilbronn, noch im gesamten NSU-Verfahren eine Rolle spielte. Da fragt man sich, welche Rolle spielt jetzt der Fatalist?  
Die angeführten Beispiele reichen schon, um klar zu machen, dass es mir reicht.
Der Fatalist ist für mich ein für allemal erledigt.

Der von Fatalist „gepowerte“ Oktoberfest Blog, an dem ich gern mitgearbeitet habe, ist von Gehirnfürzen der geschilderten Art frei geblieben. Ich muss mir allerdings schon wegen dem organisatorischen Zusammenhang mit dem Fatalist überlegen, ob ich nicht auf die Beendigung dieses Blogs hinwirken soll. Das Beste wäre, wenn dieser Blog einfach eingefroren würde. D.h. so im Netz stehen lassen wie er ist, aber nicht mehr weiterführen.  

Karl-Heinz Hoffmann   28. 10. 2015


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Asylantenheim in Stammheim
Eine Provokation?
Was ist passiert?

Eine wohlhabende humanitär eingestellte Nürnberger Bürgerin, die ich gelegentlich in Denkmalschutzangelegenheiten fachlich berate, will ein in ihrem Eigentum stehendes Gebäude zur Unterbringung von afghanischen Flüchtlingen zur Verfügung stellen. Dazu stellte sie eine Nutzungsvoranfrage an das zuständige Landratsamt.
Die Immobilie verfügt insgesamt über 600 qm Wohn- und Nutzfläche und ist auch als ehemalige Gasstätte mit der bereits vorhandenen Ausstattung von Einzel und Gemeinschaftstoiletten, sowie auch mehreren Duschräumen bestens für diesen Zweck geeignet.
Die zuständigen Ämter gehen von einem Raumbedarf von 7 qm pro Asylsuchenden aus.
Demzufolge könnten nach Abzug von Toiletten, Küchen und Wirtschaftsräumen ca. 60 bis 70  Personen untergebracht werden.
Man höre und staune:
Dem Sachbearbeiter des zuständigen Sozialamtes wurde für dieses leer stehende Objekt ein Anmietungsverbot erteilt. Das hochherzige Angebot der Eigentümerin wurde nicht nur abgelehnt sondern noch dazu als Provokation bezeichnet.
Genau genommen ist nicht das Angebot, sondern die Begründung der Ablehnung eine freche Provokation.
Bei der Erläuterung ihres Angebotes hatte die Eigentümerin unter anderem mitgeteilt, dass ich mich erboten hätte, die Betreuung der Flüchtlinge ehrenamtlich zu übernehmen. Dazu war ich bereit, weil ich, begründet in meiner Lebenserfahrung, trotz atheistischer Grundeinstellung ein respektvolles, positives Verhältnis zu den mohammedanischen Menschen erlangt habe.
Freidenker und Sympathien für den Islam? Wenn ihr darin einen Widerspruch entdecken wollt, dann denkt an Goethe. Der sprach von der Erhabenheit des Korans, ohne dass man ihn deshalb verdächtigen könnte, etwa kein guter Deutscher gewesen zu sein.  

Meine Ablehnung der aktuellen Asylpolitik, die ich nicht als qualitatives, sondern als rein quantitatives Problem betrachte, kann mich nicht dazu veranlassen, vorhandene, in einem langen Leben erworbene freundschaftliche Gefühle für Afghanen, Iraner und Türken zu mindern oder gar abzuschalten.
Wer an einer Erklärung für meine philo-islamische Grundhaltung interessiert ist, sollte den ersten Band meiner Lebenserinnerungen lesen.

  
Aus: Lebenserinnerungen Bd. 1

   
374 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-00-045781-4,  Preis 24,80 EURO, zuzgl. Versand

Kunden, die das Buch signiert haben wollen, bitte bei mir, über meine E-Mail Adresse bestellen



Die zuständigen Behörden wollen angeblich dem Projekt nicht zustimmen, weil ich, wie es heißt, „der Gründer der verbotenen Wehrsportgruppe“ darin eingebunden sei. Sie beziehen sich dabei auf Sachverhalte die 40 Jahre zurück liegen. Dabei gilt bei der Beurteilung der Zuverlässigkeit von Personen für die Behörden die Maßgabe, dass alles was älter ist als 10 Jahre nicht zur Beurteilung herangezogen werden darf.
Es ist grotesk: 60 bis 70 oder sogar mehr notleidende Menschen, bleiben weiterhin der Winterkälte in feuchten unzureichenden Notquartieren ausgesetzt, weil ich mich erkeckt habe, meine Hilfe anzubieten? Inwiefern mein Angebot, die Flüchtlinge zu betreuen eine Provokation sein soll, erschließt sich mir nicht. Welche Gefahren könnten daraus erwachsen?
Glauben die Amtsbrüder etwa, ich könnte eine mohammedanische WSG-Einheit nach dem Muster der islamischen Waffen-SS-Truppen aufstellen?
Natürlich glauben sie das nicht. Und sie wissen auch, dass ich ein sauberes polizeiliches Führungszeugnis habe.
Es ist leicht durchschaubar, dass es eigentlich um etwas ganz anderes geht:
Es geht um den nicht eingestandenen, nur schwer oder gar nicht  überwindbaren Widerstand der Bevölkerung gegen alles Fremde. Und darüber hinaus auch noch darum, mir nicht zu gestatten zu beweisen, dass ich entgegen aller Verdächtigungen kein schlechter Mensch bin.

Die Lokalpolitiker wollen ihre Wählerschaft nicht verärgern. Das ist das eigentliche Problem.   
Genau diejenigen, die sich noch vor kurzem mit der Propagandaphrase „Stammheim ist bunt“ hervorgetan, ja geradezu hysterisch überschlagen haben, sind jetzt entsetzt darüber, dass ein Asylantenheim in Stammheim eingerichtet werden soll.
Und sie werden Widerstand leisten.

Um dem aus Gründen der Menschlichkeit dringend notwendigen Projekt „Asylantenheim in Stammheim“ nicht im Wege zu stehen, habe ich bereits schriftlich auf meine Mitwirkung verzichtet. Ich werde mich aus dieser Sache vollkommen heraushalten. Jetzt werden wir sehen, wie weit es mit der Bereitschaft „bunt zu sein“ in Stammheim her ist.
Die Gemeinderäte haben jetzt zur Versagung kein politisches Scheinargument mehr. Sie werden die Heuchelei aufgeben und dem Zorn der aufgebrachten,  konservativ katholischen Bürgerschaft ins Auge blicken müssen.
Wie mir bekannt wurde, rumort es bereits heftig unter den Spießbürgern. Das Projekt Asylantenheim stößt bei den Stammheimer Bürgern auf heftigen Widerstand. Würde Bürgermeister Herbert das humanitäre Projekt befürworten, hätte er seine Amtsstellung verspielt. Alles andere ist scheinheiliges verlogenes Taktieren.    

Für etwaige Informationen zur Sache stehe ich zur Verfügung.

Karl-Heinz Hoffmann         20.10.2015  



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September
Kommentar zu Martin Gehlen/Frankfurter Rundschau v. 07.09.2015: „Putin träumt vom prorussischen Orient.“
Spiel mit dem Leid der Flüchtlinge?


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08.09.2015
Prorussischer Orient?

Martin Gehlen von der Frankfurter Rundschau unterstellt Putin, im Verein mit dem ägyptischen Machthaber Al Sisi  von einem prorussischen Orient zu träumen. Dabei wüssten beide, dass von dem einstigen Assad-Reich bestenfalls ein kleines Restsyrien entlang der Mittelmeerküste übrig bliebe.

So wie die Dinge derzeit im Orient liegen, könnte es schnell geschehen, dass aus dem Traum die Realität wird. Wenn es Putin mit dem militärischen Eingreifen in Syrien ernst ist, dann wird sich die Gesamtlage in der ganzen Region grundlegend verändern. Gehlen spricht vom Orient. Weniger unscharf ausgedrückt hat man darunter den Iran und die ehemaligen Provinzen des osmanischen Reiches, das heutige Syrien und den Irak, zu verstehen.
Es wird den  russischen Interessen im mittleren Osten nützlich sein, wenn sie vom autoritär geführten Ägypten gefördert werden. Die Idee einer Verbindung Ägyptens mit Syrien ist nichts Neues. Man könnte an die seinerzeit gescheiterte Politik Nassers erneut anknüpfen. Neu ist der derzeit zu beobachtende ägyptische Blick nach Russland, was auf das Bestreben hindeutet, den US-amerikanischen Einfluss zu dämpfen.
Wenn Martin Gehlen meint, sowohl Putin als auch Al Sisi müsse klar sein, dass sich über kurz oder lang der Machtbereich Assads nur noch auf einen Küstenstreifen am Mittelmeer beschränken würde, so wärmt er damit nur die, seit Beginn des Syrienkonfliktes den Tenor westlicher Berichterstattung beherrschende Latrinenparole auf.
Wie oft haben wir gehört und gelesen „Assads Macht schwindet?“ Und doch sitzt er nach vier Jahren Bürgerkrieg immer noch im Sattel. Freilich, die syrische Armee ist erschöpft, aber nicht geschlagen. Wenn die Russen auf der Seite der  Regierungstruppen militärisch eingreifen, sind die Tage des IS gezählt. Assad wird wohl freiwillig zurücktreten. Das ist aber nicht mehr als ein geschickter Schachzug um eine Basis für Verhandlungen mit den Rebellen zu schaffen. An der Macht und dem Einfluss der alawitischen Kreise wird sich nichts ändern.
Hinsichtlich der Einschätzung, die Macht der Assad-Regierung, oder ihrer alawitischen Nachfolger würde sich künftig nur noch über einen schmalen Streifen an der Mittelmeerküste erstrecken können, beurteile ich die Zukunft Syriens anders. Um zu einer tragfähigen Prognose zu kommen, muss man sich die Interessenlage der Russen vergegenwärtigen. Wenn Putin mit militärischen Mitteln einen pro russischen Orient ansteuert, und davon gehe ich aus, dann wäre die bloße Schaffung eines russischen Brückenkopfes am Mittelmeer, gemessen am Einsatz ein zu mageres Ziel. Damit hätten die Russen nichts gewonnen. Sie wollen mehr. Ihre Politik zielt darauf ab, das gesamte Gebiet von der syrischen Mittelmeerküste über Mesopotamien über Persien bis an die afghanische Grenze, nicht zu unterwerfen, aber politisch kontrollieren zu können. Und sie wissen. dass sie dieses Ziel erreichen können. Der IS ist für die Russen kein ernstzunehmender Gegner. Der von den Golfstaaten finanzierte, von Erdogan unterstützte und den Amerikanern absichtlich geduldete IS-Spuk wird relativ schnell sein Ende finden, wenn die Russen militärisch aktiv werden.
Wie sich die Lage in den kurdischen Gebieten entwickeln wird, wage ich derzeit nicht zu beurteilen. Zu viele Unwägbarkeiten sind zu bedenken. Es wäre klug, wenn Putin einen kurdischen Nationalstaat im Irak, mit dem er kooperieren könnte, fördern würde. Die Abtrennung des kurdisch besiedelten Landstreifens entlang der syrisch türkischen Grenze, mit Billigung der syrisch-alawitischen Regierung, um zu einem kurdischen Kleinstaat unter PKK Führung zu werden, mit dem man kooperieren kann, halte ich auch nicht für unmöglich. Ein PKK Staat an der türkischen Grenze als Pufferzone, könnte den Syrern nützlicher erscheinen als Streit mit den Kurden.     
Immer unter der Voraussetzung gesehen, dass die Russen tatsächlich in Syrien militärisch eingreifen, ist das von Martin Gehlen als Traum bezeichnete russische Ziel zum Greifen nahe. Wenn der IS zerschlagen ist, dann erstreckt sich der politische Einfluss der Russen tatsächlich über den Orient vom Mittelmeer bis Persien.

Karl-Heinz Hoffmann    08.09.2015


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Spiel mit dem Leid der Flüchtlinge?

Martin Schulz kritisiert die Weigerung einiger europäischer Nationalstaaten, Flüchtlingskontingente aufzunehmen.
Er fordert die Beendigung des seiner Meinung nach „unnützen und unwürdigen Spiels.“

Dass das unwürdige Spiel schon mit der Unterstützung der vom US-Geheimdienst angezettelten Kriege im nahen und mittleren Osten seinen Anfang nahm, bleibt unwohlweislich unerwähnt.
Doch ich möchte eine andere Frage zur Diskussion stellen und dazu die ungarische Politik als Beispiel nehmen.
Der ungarische Präsident Orban weigert sich, Flüchtlinge aufzunehmen. Das bringt ihm Schelte ein.
Insbesondere sträubt sich Orban, Mohammedaner ins Land lassen. Diese Haltung wird von Schulz als „nationaler Egoismus“ kritisiert. Seine Kritik wurde inzwischen auch von anderen Politikern übernommen.
Mir stellt sich die Sache ganz einfach dar.
Ungarn ist eine Demokratie. Demokratie bedeutet Volksherrschaft. Die ungarischen Wähler haben Orban zum Staatspräsidenten gewählt, damit er für sie politische Entscheidungen trifft, die dem Willen der Volksmehrheit entsprechen. Das ungarische Staatsvolk ist, von unbedeutenden Ausnahmen abgesehen, durchweg streng katholisch.
Die Frage, ob ich den Einfluss der ultramontanen Macht persönlich gut finde oder nicht, kann im hier relevanten Sachzusammenhang vernachlässigt werden. In einer Demokratie darf es für die gewählten Volksführer nur um die Frage gehen, was das Volk will und im Umkehrschluss, warum was es nicht will. Es dürfte unstreitig sein, dass die Zuwanderung von Mohammedanern von der ungarischen Bevölkerung - vorsichtig ausgedrückt - nicht gewünscht wird. Ergo handelt Orban im Interesse seiner Wähler, wenn er sein Land gegen islamische Einflüsse abschottet. In dieser Feststellung ist keine moralische Wertung der ungarischen Politik zu erblicken. Ich stelle nur fest, der ungarische Staatspräsident betreibt in der Flüchtlingsfrage die Realpolitik nach dem Willen seiner Wähler. Er würde sein Mandat missbrauchen, wenn er anders, das heißt wenn er gegen Willen des Volkes handeln würde.
Deutsche Politiker sind da weniger pingelig. Einer ging sogar soweit, in die Menge aufgebrachter Bürger zu rufen, jeder der Flüchtlinge gehöre mehr zu Deutschland als die Demonstranten. Das sind starke Worte, die jeder für sich bewerten mag.
Ich enthalte mich der Wertung, sie würde niederschmetternd ausfallen.  
Im Zusammenhang mit den politischen Entscheidungen zur Bewältigung der Flüchtlingskrise stellt sich mir aber noch die Frage nach der sachgerechten Verwaltung der staatlichen Haushaltsgelder.

Die Verwaltung und Verwendung des Volksvermögens.
Volksvermögen was ist das? Die Antwort ist einfach: Die vom Fiskus eingesammelten, in vielen Fällen dem Bürger abgepressten Steuereinnahmen, stellen in ihrer Gesamtheit das Volksvermögen dar. Der steuerzahlende Staatsbürger finanziert den „Staatshaushalt“ und darüber hinaus haftet er mit seiner noch künftig zu erbringenden Arbeitsleistung für alle, von den Verwaltern des Staatshaushaltes leichtfertig produzierten Verluste.
Die grundsätzliche Berechtigung des Staates ergibt sich aus der Schutzfunktion, die er gegenüber dem Staatsvolk auszuüben hat. Übt er sie nicht, oder nur ungenügend aus, verliert er seine Existenzberechtigung.
Den Staatshaushalt betreffend, ist in einem parlamentarisch demokratisch organisierten Staat der vom Volk gewählten Regierung die Funktion des „Treuhänders“ zugewiesen, während sich die Volksgemeinschaft in der Rolle des „Treugebers“ befindet. Die Regierung ist daher gehalten, die ihr in Form von Steuergeldern zugeflossenen Finanzmittel zum Nutzen und Wohl, und nicht zuletzt auch nach dem Willen des Volkes zu verwenden. Die Regierung ist nicht Eigentümerin, sondern nur die treuhänderische Verwalterin der ihr zugeflossenen Steuergelder.
Mit anderen Worten, die Regierung darf nicht über das ihr anvertraute Volksvermögen nach Gutdünken frei verfügen. Die staatlichen Finanzmittel dürfen nicht zweckentfremdet ausgegeben werden. Zweckentfremdet ist jede Ausgabe, die sich nicht mit den Bedürfnissen des steuerzahlenden Staatsvolkes begründen lässt.
Konkret bedeutet das: Der Einsatz staatlicher Finanzmittel, die in ihrer Größenordnung nicht mehr als geringfügig anzusehen sind, für humanitäre Zwecke, ist nur dann gerechtfertigt, wenn sie sich auf die Bedürfnisse der nationalen Solidargemeinschaft beziehen. Die Verwendung von Teilen der treuhänderisch für das eigene Staatsvolk zu verwaltenden Gelder für fremdländische Zwecke, sei es zur Entschuldung von Banken, maroden Nachbarstaaten oder für humanitäre Zwecke, deren Ursachen nicht vom steuerzahlenden Volk zu verantworten sind, widerspricht dem Prinzip des Treuhandverhältnisses, in welchem die Regierung zum Staatsvolk steht.
Eine demokratisch vom Wahlvolk an die Macht gewählte Regierung ist nicht berechtigt, das ihr anvertraute Volksvermögen, so als wäre es ihr uneingeschränktes Eigentum, nach „Gutsherrenart“ auszugeben. Noch nicht einmal dann, wenn die Staatskasse prall gefüllt ist und ein Abfluss von mehreren Milliarden die Erfüllung der sozialen Pflichten gegenüber dem Staatsvolk nicht gefährdet ist.
In der aktuellen Situation könnte man die von Steuergeldern gespeiste Staatskasse der Bundesrepublik als „prall gefüllt“ bezeichnen, aber nur dann, wenn man die dagegen stehende Staatsverschuldung unbeachtet lässt. Das wäre aber eine sehr unvernünftige Betrachtungsweise.

Immer wieder hören wir die dümmliche Parole:
„Deutschland ist ein reiches Land.“ Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Die nur zur treuhänderischen Verwaltung des Volksvermögens befugten Politiker haben es geschafft, die Bundesrepublik und somit das deutsche Volk mit Schulden zu belasten, die nach Adam Riese niemals mehr abgetragen werden können. So gesehen ist Deutschland keineswegs reich. Die traurige Realität lässt sich mit zwei Worten treffend bezeichnen: „Armes Deutschland.“
Die ständige Veruntreuung des Volksvermögens muss ein Ende haben. Ein Narr, der mehr gibt, als er hat.

Karl-Heinz Hoffmann   07.09.2015



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August
Verunglimpfung des demokratischen Rechtsstaates?
Gabriel in Heidenau

Flüchtlingsströme - Recht auf ein Leben in Freiheit und Wohlstand
Mit Rainer Biller im Gespräch
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Verunglimpfung
des demokratischen Rechtstaates?


Es würde mir niemals einfallen, den demokratischen Rechtsstaat zu schmähen, wenn wir denn einen solchen hätten. Aber wir haben ihn nicht. Was wir haben, ist ein parlamentarisch organisierter Unrechtsstaat.
Den kritisiere ich zwar, wage mir aber nicht, ihn zu verunglimpfen.
Und zwar deshalb nicht, weil die Verwalter des Unrechtstaates dreist behaupten würden, es gäbe auf deutschem Boden keinen Unrechtsstaat und es könnte sein, dass sie mit juristischer Verfolgung antworten.
Ich habe aufgrund meiner ganz persönlichen leidvollen Erfahrungen alles Recht der Welt, die Bundesrepublik als Unrechtsstaat zu bezeichnen. Damit verunglimpfe ich den Staat nicht, ich beschimpfe ihn nicht als Drecksstaat, oder Bananenrepublik. Ich rede nur von der Wahrheit.
Es ist die Wahrheit, wenn ich sage, die staatlichen Instanzen haben mich nicht weniger als 40 Jahre lang mit den widerlichsten Methoden zu Unrecht politisch verfolgt. Sie haben mit Hilfe der systemhörigen Medien eine Flut von gemeinen Lügen über mich verbreitet, um mich gesellschaftlich auszubremsen. Sie haben alles daran gesetzt, um mich als Person regelrecht zu „entmenschlichen“ indem sie mir gewaltsam das Klischee eines Monsters übergestülpt haben.
Sie hatten dabei leichtes Spiel, weil sie Jahrzehnte lang die uneingeschränkte Deutungshoheit aller Ereignisse und damit die totale Meinungsherrschaft innehatten.
Sie sind immer noch mächtig genug, um die Mobbingkampagne gegen mich weiterführen zu können, aber ihre Macht ist nicht mehr uneingeschränkt. Das Internet hat Möglichkeiten zum gewaltlosen Widerstand gegen das staatliche Unrecht eröffnet. Es gibt noch keine Waffengleichheit, weil das unter staatlicher Kontrolle befindliche Fernsehen und einige Trendsetter im Bereich der Presse, wie „Spiegel“, „Stern“ und „Bild“-Zeitung auf die Mehrheit der Bevölkerung immer noch eine starke Wirkung ausüben.
Aber die Meinung  der Bevölkerungsmehrheit ist nur für die Parlamentarier von Bedeutung. Die eine Minderheit darstellende Schicht der Intellektuellen entzieht sich mehr und mehr den Beeinflussungsversuchen der Medien. Äußerungen hochrangiger Politiker werden gehört, aber nicht mehr geglaubt. Die Intellektuellen spielen selbst, wegen ihrer Minderzahl als Personen beim Wahlgeschehen keine Rolle, aber sie können die zeitgeschichtliche Berichterstattung beeinflussen und das kann dann, wenn der stetige Tropfen den Stein tief genug ausgehöhlt hat, auf das Wahlgeschehen durchschlagen. Deshalb kämpft das politische Establishment mit den Mitteln der Verleumdung und Lüge gegen seine Kritiker. Und deshalb werde ich nicht aufhören die Bundesrepublik Deutschland als das zu bezeichnen was sie ist.
Ich nenne sie mit voller Berechtigung einen moralisch verkommenen Unrechtsstaat.

Karl-Heinz Hoffmann     31.08. 2015    


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Gabriel in Heidenau
veröffentlicht am 24.08.15
Vizekanzler Gabriel verurteilt Rechtsradikale

„Kein Millimeter diesem rechtsradikalen Mob“ ...

Sigmar Gabriel profiliert sich mit Verleumdungen gegen die ehemalige WSG als obrigkeitlicher Hassprediger.
Dabei versteigt er sich zu der verleumderischen Aussage:
... 1980 hatten wir rechtsterroristische Anschläge, das Münchner Oktoberfest oder die Wehrsportgruppe Hoffmann, aber Sie sind zu jung dafür; mhm,...“
Gabriel ist zwar alt genug um die tatsächlichen zeitgeschichtlichen Umstände zu kennen, dass er sie dennoch verfälscht, könnte daran liegen, dass er entweder zu doof ist, um Gerüchte von Tatsachen  unterscheiden zu können, oder diese Unterscheidung aus politischen Gründen nicht vornehmen will.
Welche der beiden Möglichkeiten zutreffend ist, wird das Verwaltungsgericht entscheiden müssen, denn der Volksvertreter Gabriel lässt mir keine andere Wahl, als Klage gegen ihn zu erheben. Die gerichtliche Untersuchung kann dann von den Verwaltungsrichtern zusammen mit den bereits gegen das Bundesamt für Verfassungsschutz und den Generalbundesanwalt Range erhobenen Klagen in einem vorgenommen werden. Das politische Establishment der Bundesrepublik sorgt dafür, dass die Richter beim Verwaltungsgericht nicht brotlos werden.
 
Nachdem Gabriel die WSG Hoffmann tatsachenwidrig als Terrorgruppe verleumdet hat, quasselt er weiter:
„ ... daraufhin gab es ja eine Studie von Helmut Schmidt, die Sinus-Studie, die hat das untersucht, das Ergebnis war, 5 Mio. Deutsche wollten damals wieder einen Führer“...
Wenn das politische Establishment mit seiner absurden  Einwanderungspolitik so weiter macht wie bisher, dann könnte es sein, dass sich nicht nur 5 Millionen, sondern 50 Millionen deutsche Bürger wieder einen Führer wünschen.

Karl Heinz Hoffmann    29.08. 2015


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Flüchtlingsströme
Recht auf ein Leben in Freiheit und Wohlstand?

Das Recht auf Leben unter menschenwürdigen Umständen ist ein angeborenes Menschenrecht.
Wer unter menschenunwürdigen Bedingungen leben muss, ist ohne Frage grundsätzlich berechtigt, die Forderung nach Veränderung seiner Lebensumstände zu erheben. Die Frage ist nur, gegen wen sich diese Forderung zu richten hat. Die logische Antwort müsste lauten: Der geknechtete, zum Leben in unwürdigen Verhältnissen gezwungene Mensch kann die Veränderung der für ihn unerträglichen Verhältnisse nur von den Verursachern der misslichen Umstände einfordern.
Als Vergleichsbeispiel führe ich an: Wenn mir Unrecht geschehen ist, wenn mir verbürgte Rechte vorenthalten werden, dann muss ich gegen die Verantwortlichen klagen. Ich kann mir nicht einfach einen Reichen aussuchen, der mir nichts angetan hat, gegen Ihn Klage erheben und von ihm Schadenersatz fordern.
Mit anderen Worten, die von Not und Elend, vertriebenen Kriegsflüchtlinge aus den unterschiedlichsten Ländern haben unwidersprochen das Recht auf ein menschenwürdiges Leben, aber sie sollten es nicht an beliebiger Stelle geltend machen dürfen. Die Forderungen können bei vernünftiger und gerechter Würdigung der Sachlage nur gegenüber den Schädigern erhoben werden. Im Zusammenhang mit den aktuellen Flüchtlingsströmen sind die Verursacher bekannt. Die im nahen Osten tobenden Kriege und ihre Folgen sind das Resultat US-amerikanischer Politik und ihrer Handlanger. So stehen Saudi Arabien und nicht zuletzt auch die Türkei mit in der Verantwortung.
Aber warum muss die Bundesrepublik Deutschland für die Folgen der von anderen betriebenen Raubkrieg-Politik aufkommen?
Ich will es Euch sagen, wir, die Deutschen müssen für die Kriegsschäden in Nahost aufkommen, weil wir seit dem Ende des zweiten Weltkriegs die bedingungslos Gewaltunterworfenen der US-Amerikaner geworden sind.
Daran ist die Bevölkerung der Bundesrepublik nicht schuld, wohl aber daran, dass sie die amerikahörigen Systemparteien an die Macht gewählt haben und immer wieder wählen. Jetzt wird den Deutschen die Rechnung präsentiert, weil sie sich am Elend der Flüchtlinge zumindest mitschuldig gemacht haben.
Dafür werden sie nun einen hohen Preis zahlen müssen.

Karl-Heinz Hoffmann    27.08.2015


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Mit Rainer Biller im Gespräch

Der NPD-Ex-Funktionär Rainer Biller ist in Nürnberg bekannt wie ein roter Hund.
Rot ist er natürlich nicht, schon eher schwarz-weiß-rot.
Für die Antifa ist er nicht nur braun, sondern auch ein rotes Tuch.
Für die Behörden ist er ein unergründliches  Beobachtungsobjekt. Man zerbricht sich den Kopf darüber, wie die wandelnde Provokation Biller richtig einzuschätzen ist. Gewalttätig ist der humorvolle Querkopf nicht. Soviel ist klar, aber er stört mit seinen auffälligen Aktivitäten die Kreise des politischen Establishments. Seit er sich mit der NPD überworfen hatte und er für eine verbale Entgleisung gerichtlich belangt wurde, wiegten sich seine politischen Gegner in der trügerischen Hoffnung, dem deutschnationalen Biller wäre nun ein für allemal der Zahn gezogen worden. Das war ein Irrtum. Rainer Biller bleibt politisch aktiv. Allerdings nun nicht mehr von NPD Funktionären zu übertriebenen Äußerungen verleitet, auf einer verträglichen und somit tolerierbaren Ebene.
Wer sich nicht nur mit dem veröffentlichten Klischee, sondern mit dem Menschen Rainer Biller etwas näher befasst, erkennt in ihm den eher gutmütigen humorvollen Zeitgenossen. Um dieses Bild auch seinen Gegnern zugänglich zu machen, habe ich mit Rainer Biller ein kurzes aufschlussreiches Gespräch geführt. Dabei ergab sich ganz nebenbei und unerwartet Erstaunliches. Nämlich die Tatsache, dass der rechtslastige Rainer Biller nicht nur von unserem ehemaligen Ministerpräsidenten Beckstein, sondern auch noch von weiteren CSU-lern, aber auch, man möchte es nicht glauben, von Funktionsträgern der Grünen Partei umworben wurde. Was man nicht glauben möchte, beweist ein Foto. Es zeigt unser Enfant terrible in friedlicher Eintracht
zusammen mit Günter Beckstein.




Nun dürfen wir fragen, was wäre wenn? Wenn der Biller auf die Anwerbeversuchen der staatstragenden Parlamentarier eingegangen wäre? Irgendwann wäre die Bombe geplatzt und hätte die konservativen oder grünen Parteibonzen mitgerissen.
Dass Gundolf Köhler die Grünen unterstützt und gewählt hatte, konnte man unter den Teppich kehren.
Den Biller hätte niemand so leicht überwinden können.
Beckstein kann froh sein, dass der vergiftete Kelch an ihm vorübergegangen ist.     

Karl-Heinz Hoffmann     26.08.2015
 

Das Gespräch mit Rainer Biller vom 25.08.2015 findet Ihr bei Youtube unter
https://youtu.be/MbkutcPRHYw    oder
Suchbegriff „Karl-Heinz Hoffmann mit Rainer Biller im Gespräch.“


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Resümee der Vortragsveranstaltung
Ich sprach bei den „Verfemten“

Am 23. August sprach ich auf Einladung der Nürnberger Sektion der Partei „Die Rechte“ zum Thema „Raus aus der Nato.“
Unter anderem habe ich diese Forderung nicht nur mit Hinweisen auf aktuelle Sachverhalte, sondern auch mit historischen Fakten begründet. In diesem Zusammenhang ging ich, um die Gefährlichkeit des NATO-Bündnisses verständlich zu machen, auf Deutschlands unselige, vor 1914 abgeschlossene  Bündnisverträge und deren Folgen ein. Im Rahmen der Kriegsereignisse des ersten Weltkrieges konnte ich auch die, bedauerlicherweise in Gefahr geratene, aus der Waffenbrüderschaft erwachsene Völkerfreundschaft zwischen Türken und Deutschen als ein ganz persönliches Anliegen zur Sprache bringen.
Die Disziplin und Aufgeschlossenheit der durchweg jungen, als extrem rechts geltenden Zuhörer hat mich stark beeindruckt. Beim Weggehen hatte ich nicht den Eindruck, an die Wand geredet zu haben. Ein junger Mann sagte zu mir: „Sie müssten aber diesen Vortrag auch bei den jungen Türken halten.“ Das hat mich besonders gefreut, weil es mir gezeigt hat, dass die bisher auf Konfrontation eingestimmten Leute durchaus versöhnungsbereit sind.
Versöhnung, und wo es möglich ist Verbrüderung mit vermeintlichen Gegnern ist das bessere Kampfmittel zur Durchsetzung politischer Ideale. Wo die Versöhnung nicht möglich erscheint, zum Beispiel bei der Auseinandersetzung mit dem derzeit herrschenden korrupten politischen System muss das gewaltlose, aber noch wirksamere Kampfmittel der  Verweigerung angewendet werden. Auch in der Auseinandersetzung mit staatlich organisierter Gewalt ist der Gewaltverzicht die richtige Antwort. Denn wer seine Ziele mit Gewalt durchzusetzen versucht, setzt sich ins Unrecht. Je härter das politische Establishment um sich schlägt, umso deutlicher wird seine Ohnmacht gegenüber gewaltlos vertretenen Idealen. Ein Ideal, egal ob richtig oder falsch, kann man nicht mit Hilfe der Justiz besiegen. Um falsche Ideale besiegen zu können, muss man sich ihnen in der Diskussion stellen. Sie können nur, wenn überhaupt, nur auf dem Weg der geistigen Auseinandersetzung besiegt werden. Und schließlich muss man auch kompromissbereit sein. Konfrontationen mit den politisch Andersdenkenden auf der Straße sind zur Beförderung idealistischer Ziele kontraproduktiv.
Die ideologische Auseinandersetzung sollte von der Straße weg, auf eine andere Ebene verlagert werden.

Der Vortrag kann bei YouTube angeschaut werden.

Karl-Heinz Hoffmann     24.08.2015


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Vortrag bei den Verfemten
Am 23. August spreche ich in Nürnberg

Damit folge ich einer Einladung ultrarechter Kreise.
Meiner überparteilichen Grundeinstellung folgend, spreche ich überall dort, wo man etwas von mir hören will. Notfalls auch in der Hölle. Berührungsängste kenne ich nicht. An die ungeschriebenen Ausgrenzungsgesetze halte ich mich nicht.  

Mein Thema lautet:
Raus aus der NATO!

Diese angesichts der Ukrainekrise brandaktuell gewordene Forderung werde ich unter Bezugnahme auf die tragischen Folgen der Bündnispolitik des deutschen Kaiserreiches begründen.
Dabei werde ich ein besonderes Augenmerk auf die Ereignisse des Kriegseintrittes der Türkei an der Seite Deutschlands und den Kriegsereignissen der damaligen Südostfront von 1914 bis 1918 richten. Die extrem rechts gerichtete Zuhörerschaft wird von mir mit Sachverhalten konfrontiert werden, die mit ihrem bisherigen Weltbild nicht so ohne weiteres in Einklang zu bringen sind. Ich bin aber sicher, dass sie mehr Toleranz aufbringen werden, als die vom Hass zerfressene Antifa.
Im Umgang mit den „Rechten“ muss es andere Wege geben, als nur Verbote, Bestrafungen und Gefängnis. Wir müssen mit dem Andersdenkenden reden.
Es geht mir nicht darum, etwa Überzeugungsarbeit in ideologischer Hinsicht zu leisten. Würde ich mit diesem Anspruch antreten, wäre das Scheitern vorprogrammiert. Jeder muss für sich selbst entscheiden, welchem Weltbild er folgen will.
In ultrarechten Kreisen werde ich oft als „Türkenfreund“ abgelehnt. Wenn es mir dennoch gelingt, etwas Nachdenklichkeit in den Köpfen der überwiegend jungen Leute zu erzeugen, werde ich das als Erfolg betrachten.
Dazu möchte ich mich erklären. Deutsche und Türken sind nicht als Feinde geboren. Im Gegenteil. Deutsche und Türken waren in der Vergangenheit bis zum bitteren Ende treue Waffenbrüder. Allein diese Tatsache sollte uns zum gegenseitigen Respekt zwingen. Das ist das Mindeste.
Da ich bisher keine Beziehung zur ultrarechten Szene unterhalten habe, weiß ich nicht, was mich erwartet. Es wird sich zeigen, ob die verfemte Rechte über die Fähigkeit zur Toleranz verfügt, oder nicht.   
Die Versammlung ist rechtlich eine geschlossene Gesellschaft und findet nicht unter freiem Himmel statt.
Informationen und gegebenenfalls Teilnahmezulassung erhält man auf Anfrage per E Mail.  

Karl-Heinz Hoffmann         30.07.2015


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DIE GLOBALISIERUNG DER VÖLKER

Die Völker der Welt sind in Bewegung geraten. Die Wanderbewegungen werden in der nächsten Zeit rapide anschwellen. Das dadurch ausgelöste Chaos wird unbeherrschbar sein.  
Zwar waren die Völker in der archaischen Zeit ebenfalls beweglich. So kennen wir in den Jahrtausenden vor und nach unserer Zeitrechnung  Wanderbewegungen zahlreicher Völkerschaften über den Kaukasus zum  Indus und von Anatolien  bis zum Atlantik, von Skandinavien über den Balkan und Spanien nach Nordafrika  und umgekehrt. Diese Völkerverschiebungen, mit all ihren Begleiterscheinungen, den anthropologischen Vermischungen und verschiedenen kulturellen Einflüssen hat Europa nicht nur verkraftet, sondern es ist aus diesem Konglomerat rassischer und kultureller Eigenarten erst entstanden. Es besteht aber ein gravierender Unterschied zwischen den historischen Wanderbewegungen und den derzeitigen und künftig zu erwartenden Populationsverschiebungen. In der archaischen Zeit war die Bevölkerungsdichte auf der Welt insgesamt wesentlich schwächer als heute. Wenn Völker zur Wanderung aufbrachen schoben sie andere vor sich her. Die vertriebenen Völkerschaften fanden noch genug Raum an anderer Stelle oder drängten ihrerseits wieder fremde Völker in weiter entfernt gelegene Gebiete ab. Dabei vollzogen sich die einzelnen Wanderbewegungen in der Regel sehr langsam oft zogen sie sich über Jahrhunderte hinweg.
In der heutigen Zeit stehen wir vor einer völlig anderen Situation.
Die Welt ist insgesamt überbevölkert. Es gibt keine freien Siedlungsräume mehr. Die Wanderbewegung ist einseitig. Der menschliche Zustrom kommt aus allen Teilen der Welt und fließt nur in Richtung auf Europa. Aber Europa ist weder menschenleer noch kann die  europäische Bevölkerung verdrängt werden. Das hat die stetige Anreicherung Europas mit fremden Volksmassen zur Folge. Die Besiedelung erreicht eine Dichte, die zwangsläufig zur Explosion führen wird.
Was wir erleben, ist eine lawinenartig anschwellende, globalisierte Völker-wanderung auf der nach Europa führenden Einbahnstraße.
Wir haben uns dem global vagabundierenden Kapital der internationalen Hoch-finanz ausgeliefert. Wir setzen Hoffnungen auf ein Wirtschaftssystem, das nur bei Wachstum überleben kann. Obwohl wir wissen, dass unbegrenztes Wachstum auf begrenztem Raum unmöglich ist, erhoffen wir uns die Rettung vor dem Verlust unseres Wohlstandes durch weiteres Wachstum. Wachstum bedeutet aber Globalisierung. Das heißt globale Ausweitung der wirtschaftlichen Interessen, die wir fälschlich für unsere Interessen halten. In Wirklichkeit sind es immer nur die Interessen der weltweit agierenden, aber keiner moralischen Instanz verant-wortlichen, anonymen Finanzgesellschaften.
Nun erleben wir als Folge der durchaus seit langem vorhersehbar gewesenen weltweit wirkenden Bevölkerungsexplosion, verstärkt durch die global betriebene Ausbeutung der Völker, einen durch globalisierte Bevölkerungsbewegung in Richtung Europa bevorstehenden Super-Gau der Bevölkerungsbombe in unserem unmittelbaren Lebensraum. Unsere Apologeten des Marxismus bekämpfen die ökonomische und auch die damit untrennbar verbundene strategische Globalisierung, aber sie haben dabei andere Beweggründe, als sie haben sollten. Ihnen geht es nur um die internationale, im Sinne des Leninismus verstandene Solidarität mit den Ausgebeuteten. Die ökologische Gesamtproblematik haben sie nicht verstanden. Schon gar nicht verstanden haben sie das Problem der bevölkerungsrelevanten Globalisierung. Die rechten Ideologen wenden sich zwar gegen die global ausgelöste Wanderbewegung in Richtung auf Europa, aber ver-standen haben sie das eigentliche Problem, nämlich die Übervölkerung  überhaupt nicht. Hätten sie es verstanden, dann würden sie zwar weiterhin gegen den Zustrom von Fremden zu Felde ziehen, aber nicht gleichzeitig deutsche Gebärfreudigkeit propagieren. Das Problem ist nicht so sehr, wer in Europa lebt, sondern wie viele bei steigenden Ansprüchen  künftig in Europa leben können? Mit der Aufnahme fremder Kultureinflüsse können wir überleben, aber ohne den gewohnten Komfort lebt es sich schlecht und am Ende wird man ohne ausreichende Nahrungsmittel überhaupt nicht mehr leben können.    
Sie werden mir natürlich nicht glauben was ich prophezeie. Zu glauben, dass alles so weitergeht wie bisher ist ja auch viel angenehmer. Aber wer mir doch glaubt, wird wissen wollen was zu tun ist? Was zu tun wäre wüsste ich schon, aber es wird niemand hören wollen.  Und wenn es soweit ist, dass man es vielleicht doch will, weil für jeden erkennbar ist, wie tief der Karren im Dreck steckt, dann wird es längst zu spät sein.

Karl Heinz Hoffmann
Sahlis 22.2.2011

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mit zahlreichen Fotos und Auszügen aus Dokumenten
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2015


Juli
Reminiszenz an Muammar al-Kadhafi, Teil 2
Quatsch von Funke
NSU-Prozess - Gnadenlose Hetze
Reminiszenz an Muammar al-Kadhafi, Teil 1
Die Kakokratie
Aus aktuellem Anlass noch mal mein Artikel
vom Januar 2015: Griechenland


Reminiszenz an Muammar al-Kadhafi
Teil 2

Die Einführung des Parlamentarismus gilt den, nach Demokratie verlangenden Bürgern unserer Zeit als eine der fortschrittlichsten gesellschaftlichen Errungenschaften in der Geschichte der europäischen Nationalstaaten. Bei genauerer Betrachtung wird jedoch klar, dass sich Parlamentarismus und Demokratie nicht etwa gegenseitig bedingen, sondern ausschließen. Der ebenso von altruistisch-idealistischen, wie pragmatischen Überlegungen geleitete Staatsmann und Volksführer Muammar al- Kadhafi hat die Unvereinbarkeit des Parlamentarismus mit der Herrschaft des Volkes klar und präzise in folgende Worte gefasst:

...

Ich halte Kadhafis logisch durchdachte Kritik am Parlamentarismus für unwiderlegbar.
Wer mir zustimmt, wird nun zu Recht nach der von Kadhafi angebotenen Alternative fragen, denn die bloße Kritik ohne Verbesserungsvorschläge bleibt ein halbe Sache. Doch bevor ich darauf eingehe, werde ich im nächsten Beitrag Kadhafis gesellschaftliche Standpunkte und seine Ausführungen zum Phänomen der politischen Partei vorstellen.  

Karl-Heinz Hoffmann       27.07. 2015

Der Beitrag zur Erinnerung an Muammar al-Kadhafi wird fortgesetzt.



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Quatsch von Funke

Prof. Hajo Funke und die Bildzeitung, das passt zusammen wie Strumpf und Latsch. Da haben sich zwei auf gleichem Niveau Agierende gesucht und gefunden. Wer mit der Bildzeitung kooperiert, begibt sich hinab auf die unterste Stufe journalistischer Berichterstattung.  
Gegenüber bild.de meinte er:
„Die Gewalt, die Gewaltlust, die Sexuallust und das Besäufnis fusioniert in diesen Gruppen.“ Diese Erklärung bezog sich auf nationale Gruppierungen.

Heinrich Böll hat einmal (sinngemäß) erklärt, dass die schamlose Ausnutzung der Meinungsherrschaft zur propagandistischen  Entmenschlichung politischer Gegner auch eine Form der Gewalt darstellt.
So gesehen, ist der Hassprediger Hajo Funke ohne jeden Zweifel ein Gewalttäter.   

Davon abgesehen muss man konstatieren, dass sich in unserer bundesdeutschen Gesellschaft Gewaltlust, Sexuallust und Besäufnis keineswegs nur auf die „Nationalen“ beschränken. Oder sind die Fußballfans etwa nicht von Gewaltlust und Besäufnis geprägt? Die Wenigen, die sich nicht bei jeder sich bietenden Gelegenheit besaufen, sind so selten, dass man sie mit der Stalllaterne suchen muss. Am ehesten findet man die alkoholfreien Bürger unter unseren Türken.
Und wie steht es mit der Sexuallust? Was sollen wir denn beim Koitus empfinden, wenn nicht Lust? Will uns Funke Sexualfeindlichkeit als höchstes Ziel der Moralität predigen? Soll Sexuallust negativ bewertet werden? Da mache ich nicht mit. Meinetwegen kann Hajo Funke beim Sexualakt das Licht ausmachen und die Unterhosen anbehalten, aber er sollte nicht versuchen, allen anderen die Lust an der Sexualität zu vermiesen.

Lust zur Gewalt überkommt mich nur, wenn ich mit den dümmlichen Ergüssen unserer bundesdeutschen Hassprediger konfrontiert werde, aber natürlich bin ich weit davon entfernt, meinen Gegnern einen billigen Sieg zu verschaffen.

Karl-Heinz Hoffmann        25.07.2015


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Reminiszenz an Muammar al-Kadhafi
Teil 1

Ich war 32 Jahre alt, als der damalige Oberst der königlich-libyschen Streitkräfte, Muammar al Kadhafi sein Land durch einen unblutigen Militärputsch vom korrupten Regime des König Idris befreite. Die Berichterstattung über den Machtwechsel in Libyen hatte mich elektrisiert. Ich war von der Persönlichkeit Kadhafis fasziniert und ich beneidete ihn um die Möglichkeiten, die ihm die Verhältnisse in seinem Lande geboten hatten und von denen ich wusste, dass wir sie nie haben würden.
Über Kadhafis politisches Credo war damals in unseren Breitengraden nichts zu erfahren. Ganz im Gegensatz zu seiner späteren Aufmachung wirkte dieser asketische Typ mit den militärisch kurz geschnittenen Haaren in der schlichten Khaki-Uniform auf mich und viele meiner Freunde schon rein äußerlich sympathisch. Das äußere Erscheinungsbild hatte sich im Lauf der Jahre für unseren europäischen Geschmack nicht gerade zum Vorteil geändert, aber dafür überzeugte er wohltuend  mit seinen Fähigkeiten als Staatenlenker und Volksfürsorger. Der vom ihm buchstäblich aus dem sandigen Wüstenboden herausgestampfte Sozialstaat war eine Meisterleistung die ihresgleichen sucht.
Sie wurde von den gleichen finsteren Mächten zerstört, auf deren Konto auch alle anderen als „Arabischer Frühling“ deklarierten Vernichtungsfeldzüge zu buchen sind. Kadhafi wurde bestialisch ermordet.
Sein geistiges Vermächtnis wurde in der geheimdienstlich beherrschten westlichen Welt totgeschwiegen, aber es kann nicht vollends aus der Welt geschafft werden, weil er die von ihm vertretenen gesellschaftlichen Richtlinien als „dritte Universaltheorie“ in seinem, auch ins Deutsche übersetzten „Grünen Buch“ festgeschrieben hat.


Mit den im ersten Kapitel unter der Überschrift:
„Die Lösung des Demokratieproblems“ niedergelegten Thesen lässt Kadhafi beachtliches analytisches Denken erkennen. Dabei belässt er es nicht bei der kritischen Analyse, er zeigt interessante Alternativen zur Überwindung entarteter gesellschaftlicher Strukturen auf. Lassen wir Kadhafi selbst zu Wort kommen:





Der Beitrag zur Erinnerung an Muammar al-Kadhafi wird fortgesetzt. Nächste Folge: Die Parlamente in der Kritik Kadhafis.

Karl-Heinz Hoffmann         24.07.2015


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Die Kakokratie,
in der wir gezwungen sind zu leben

Im Jahr 1976 hatte ich die Ehre, zusammen mit Professor Herrmann Oberth im Saal des Nürnberger Verkehrsmuseums als Co-Redner auftreten zu dürfen. Am Ende der Veranstaltung dankte er mir coram publico für meine Mitwirkung. Das war mir sehr peinlich, weil es eigentlich an mir war, ihm, dem berühmten „Vater der Raumfahrt“ zu danken.

Ich weiß heute nicht mehr so genau, worüber ich damals gesprochen habe, aber ich habe nichts von dem vergessen, was damals von Prof. Oberth vorgetragen wurde. Er hatte, unter der Überschrift: „Die Kakokratie“ das herrschende gesellschaftliche System gegeißelt und einige konstruktive Leitgedanken zur Gestaltung eines idealen Staates entwickelt.
Sein Vortragsthema ist in einer fünfunddreißigseitigen Broschüre überliefert.  

Der Verfasser des Vorwortes wird nicht genannt.
Die Einführung hatte Prof. Oberth (1894 - 1989) selbst geschrieben:

Bereits vorgeprägt durch die Lektüre des „Club of Rome, Die Grenzen des Wachstums“ fühlte ich mich durch die Erläuterung  der kakokratischen Gesellschaftsform in meinen futuristischen Visionen bestätigt.



Der Vater der Raumfahrt
Prof. Herrmann Oberth (mit Bundesverdienstkreuz)
zusammen mit dem Verwirklicher der Raumfahrt, Wernher von Braun.


In der von ihm unter anderem  aufgezeigten Notwendigkeit der künstlichen Schaffung einer neuen Weltsprache fand ich meine eigenen, schon länger zu diesem Thema gehegten Gedanken bestätigt, die ich später mit der Erfindung der Kunstsprache Europi in die Tat umsetzte. (vgl. „Europi“, in meiner Website)

Prof. Oberth argumentierte:

Seither führt man Kriege, meist im Namen der Nation und viele glauben, dass tatsächlich Gegensätze bestünden, die nur gewaltsam gelöst werden könnten. Doch wenn die Staatenlenker so wären, wie sie sein sollten, so wäre folgender Ausweg möglich:
Die Menschheit einigt sich auf irgendeine Weltverkehrssprache und entwickelt sie soweit, dass sie den Erfordernissen der fortschreitenden Kultur, der Verständlichkeit und leichten Erlernbarkeit angepasst wird."

Am Schluss der Erörterungen zur Einheitssprache schrieb Prof. Oberth:
"Ich sagte nun: „Wenn die Staatenlenker so wären, wie sie sein sollten“ und dieses Büchlein habe ich geschrieben, weil das leider nicht der Fall ist“.

Um das Wesen der Kakokratie zu beschreiben, lasse ich Prof. Hermann Oberth selbst sprechen:

         Die Kakokratie
 a.     Ihr Wesen

„Kakós“ heißt auf griechisch „schlecht“ und „Kratein“ (sprich: „Kraté-in) heißt „herrschen“.  „Kakokratie“ heißt also die Herrschaft oder wenigstens die Vorherrschaft der (oder des) Schlechten.

Im Leben stehen einem anständigen Charakter so und so viele Wege offen, um vorwärts zu kommen. Einem Schuft stehen bei gleicher Intelligenz und Tatkraft auf dem gleichen Platz diese Wege auch alle offen, daneben aber auch noch andere, die ein anständiger Kerl nicht geht. Er hat daher mehr Chancen vorwärts zu kommen, und infolge dieser negativen charakterlichen Auslese findet eine Anreicherung der höheren Gesellschaftsschichten mit Schurken statt. Das ethische Durchschnittsniveau einer Gesellschaftsschicht wird umso schlechter, je besser und einflußreicher sie gestellt ist. Nur dieser Umstand vermag die Tatsache zu erklären, daß die Welt nicht schon seit mindestens 5000 Jahren ein Paradies ist. Es ließen sich ja z.B. auch alle Nöte der heutigen Menschheit bei einigem guten Willen ihrer Führer spielend leicht beseitigen, wie ich in der „Wählerfibel“ zeigen werde (vergleiche die Einleitung).

Die Hauptursache der Kakokratie ist die, daß besonders die geistigen Kräfte, aber auch die sozialen Instinkte unserer Steinzeitnatur für die menschliche Gesellschaft, so wie sie heute organisiert ist, nicht mehr ausreichen. (Auch das alte Rom ist hauptsächlich an deiner Größe und der dadurch bedingten Kakokratie zugrunde gegangen).

In einem Stamm von 50 Köpfen oder weniger kann nicht leicht der größte Lump Häuptling werden, mindestens darf sich seine Schlechtigkeit nicht gegen seinen eigenen Stamm richten. In einem Großstaat ist das anders: Kennen und instinktmäßig lieben oder hassen wird der Durchschnittsbürger nur wenige Leute: Den Polizisten, der ihn wegen Schnellfahrens aufgeschrieben hat, den Steuereinnehmer und den Gerichtsvollzieher, den Nachbarn, der ihm eine Gefälligkeit erwiesen hat oder ihn mit irgendetwas belästigt, den Kaufmann oder den Miterben, wenn sie ihn übervorteilt haben, den Rechtsanwalt je nachdem, ob er ihm einen Prozeß gewonnen oder verloren hat, etc.

Dagegen läßt es uns innerlich kalt, daß z.B. der mongolische Eroberer Timur-Lenk am barbarischen Untergang von Millionen von Menschen schuld war, oder daß der rumänische Woewode Wlad Zepesch 10 000 Leute auf spitze Pfähle aufspießen ließ. Der Historiker berichtet es, mag sein mit Interesse, aber innerlich unberührt, wie ein Astronom, wenn er berichtet, daß Sirius 9 Lichtjahre von uns entfernt ist.

Der Horizont unseres Instinktlebens ist für solche Dinge zu eng. Es kommt oft vor, daß jemand eine treulose Braut oder einen Rivalen aus Eifersucht umbringt. Ein Politiker dagegen, der für den Ausbruch eines Krieges verantwortlich zeichnet oder der Rüstungsfabrikant, der ihn dazu getrieben hat, sie können ohne Scheu zwischen Millionen von Menschen eihergehen, die sie im Grunde weit schwerer geschädigt haben, als ein Mädel einen jungen Mann, wenn sie ihn nicht mehr mag.

Es kann vorkommen, daß Millionen einem großen Manne zujubeln, und daß auch Hunderttausende für ihn unbedenklich ihr Leben wagen. Doch die Instinkte, die sie dazu treiben, sind nicht die, die einen Kakokraten am Aufstieg hindern würden.“
(Seite 1 u. 2)
(...)
„Zusammenfassend können wir also sagen, dass die Kakokratie sämtliche Fesseln gesprengt hat, die man ihr bisher anlegen wollte. Und sie wird auch die heutige Menschheit in den Abgrund stürzen, so wie sie Persien, Mazedonien, Ägypten und Rom zu Fall gebracht hat, wenn wir nicht im Stande sein sollten,  ihr etwas Neues und Wirksameres entgegen zu stellen.“
(Seite 12)
(...)
„Und was die Bearbeitung der öffentlichen Meinung betrifft, so liegt die Sache doch so: Im Allgemeinen sind die Kakokraten ja nicht aus Prinzip Förderer des Schlechten um des Schlechten willen (schon weil sie ja überhaupt kein Prinzip haben, ihr einziges Prinzip ist ihr persönlicher Erfolg), sondern sie sind bloß schlecht, weil sich Schlechtsein heute besser lohnt als Gutsein.
Heute nun liegt der Tag, wo ein Kakokrat befürchten muß, selbst vor den Lügendetektor zu kommen, noch in weiter Ferne, also bedient er sich seiner, wo er ihm nützt. - Später freilich wird ein solcher Tag immer näher rücken, doch für die Kakokraten jener zukünftigen Tage wird es dann riskant werden, gegen den Wahrheitsfinder anzukämpfen, es könnte nämlich später einmal heißen: „Ja und Du bist damals auch dagegen gewesen!“
(Seite 24)
(...)
„Ich komme zum Schlusse:
Politiker sollte nur werden, wem es Freude macht, auch andere froh zu machen. Idealisten haben wir genug, sie sind heute nur nicht richtig ausgebildet und stehen nicht am rechten Platze!sagte schon anfangs: „Es findet eine Anreicherung der höheren Gesellschaftsschichten mit Schurken statt“, das heißt noch nicht: „Alle Hochstehenden sind Schurken.“ Es gibt gottseidank auch viele, die nicht durch Skrupellosigkeit, sondern durch ungewöhnliche Tüchtigkeit hochgekommen sind, und gerade diese wären froh, wenn etwas gegen die Kakokratie geschehen könnte, nur können sie selbst auf ihrem Platze meist nichts dagegen tun.“
(Seite 29/30)
(...)
„Heute geht es dank der Fortschritte der Technik und der Wirtschaftslage dem Durchschnittseuropäer im Westen zu gut (man könnte auch sagen, noch zu gut). Er ist meist satt und interessiert sich nur für Sex, Scheckbuch, Auto, Fernsehen und manchmal noch für Reisen, Sport, Fotos und Briefmarken und persönlich vielleicht auch noch für reine Luft und für schönes Wohnen. Die Politik, die Volksverdummung und das Elend in anderen Ländern läßt er laufen wie sie laufen; Hauptsache: Er selbst leidet nicht darunter.
Diese geistige Atmosphäre scheint der Verbreitung solcher Ideen ungünstig, wie ich sie hier brachte.  Doch es scheint nur so und kann sich in wenigen Jahren ändern!“
(Seite31)
(...)


Vor nunmehr fast vier Jahrzehnten hat Prof. Herrmann Oberth seine gesellschaftskritische Lehre, von der alle Lebensbereiche durchdringenden Herrschaft der Schlechten, der Öffentlichkeit vorgestellt, als er selbst die  achzig schon überschritten hatte. Die Definition der herrschenden, demokratischen  Gesellschaftstrukturen als Kakokratie darf als gelungen gelten. Seine, zur Überwindung der Kakokratie angebotenen (hier nicht erörterten) politischen Antworten können allerdings nicht als praktikabel angesehen werden, weil er in letzter Konsequenz auf die Überzeugungsarbeit der „Guten“ setzt, die, wie er glaubte, organisatorisch zusammengefasst werden müssten. Mit anderen Worten, die Schaffung eines Gegengewichtes der vereinigten Guten gegen die etablierten Bösen. Ihn deswegen zu tadeln, wäre unrecht. Seine diesbezüglichen Irrtümer waren damals nicht nur für ihn, sondern für uns alle unvermeidlich, weil die totale Herrschaft der global wirkenden Geheimdienste nicht erkennbar war. Das ist heute anders.
Die von Prof. Oberth dargelegten grundsätzlichen  Erläuterungen zum Verständnis der demokratischen Staatsform, als die Herrschaftsform der Schlechten bleiben von der Kritik unberührt.        
Es war mir ein Bedürfnis, die philosophischen Theorien des hochverehrten Prof. Herrmann Oberth noch einmal ins Gespräch zu bringen. So wenig die Zeit damals, 1979, dafür reif war, so ist sie es heute umso mehr. Durch aktiven Widerstand kann die Kakokratie nicht beseitigt werden. Der notwendige Gegenwind kann nur durch die kollektive Verweigerung all dessen, worauf sich die Kakokraten stützen, erzeugt werden.

Karl-Heinz Hoffmann    13.07.2015

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2015


Juni
Verbotenes Zitieren aus Gerichtsakten?
Antikapitalismus von Rechts?
Abdallah Frangi und das Chamäleon
Oktoberfestattentat - Die Katze aus dem Sack gelassen
AfD - Schizophrene Zwänge
Hepp-Kexel-Gruppe: "Abkehr vom Hitlerismus"
*

Mai
Nazijäger und Quellensammler
AfD im Abwind - Weckruf 2015
mit Aufsatz von 2014: Welche Perspektive ...
BND abschaffen?
Das Armenier Problem: „Hart, aber nicht unverdient“
V-Mann Land
*
April
Ukraine Konflikt - ZEIT- ONLINE - "Putin hat verloren"
Das Armenierproblem - Oh, wie herrlich ist das Schuldgefühl
mit Aufsatz von 2012: Die armenische Tragödie

Juni

Verbotenes Zitieren aus Gerichtsakten?

Mit dem § 253 StGB hat der Gesetzgeber quasi eine ergänzende Strafbestimmung zum Schutz der Persönlichkeitsrechte geschaffen, die ihren besonderen Ausdruck im Gebot der Unschuldsvermutung findet.
Die auch eigenständig als Menschenrecht geregelte Unschuldsvermutung ist eines der wichtigsten Prinzipien rechtsstaatlicher Strafverfahren. Nach dem Willen des Gesetzgebers sollen damit strafrechtlich unter Anklage gestellte Personen vor Vorverurteilungen und Schuldzuweisungen geschützt werden.
Die Unschuldsvermutung ist in jedem Falle verletzt, wenn ein Amtsträger schuldzuweisende Äußerungen macht, bevor die Schuld des Betroffenen mit einem rechtskräftigen Urteil einwandfrei festgestellt wurde.     
Mit dem § 253d StGB wird der gesetzgeberische Wille zur Garantie der Menschenrechte dahingehend präzisiert, dass neben der verbotenen, voreiligen schuldzuweisenden Äußerung besonders das Zitieren aus Ermittlungsakten unter Strafe gestellt ist. Gleichzeitig soll natürlich mit den Bestimmungen des §253d StGB auch verhindert werden, dass laufende polizeiliche Ermittlungen gefährdet werden.      
Der Strafanspruch gemäß § 253 StGB richtet sich gegen Amtspersonen, die aufgrund ihrer amtlichen Kompetenz oder Tätigkeit Zugang zu Ermittlungsakten von noch nicht abgeschlossenen Verfahren haben.
Äußern sich Amtspersonen, beispielsweise Staatsanwälte, Gerichts- und Polizeisprecher aber auch Regierungsvertreter und Regierungssprecher gegenüber Institutionen, die Öffentlichkeitsarbeit betreiben, so wird dadurch das Gebot der Unschuldsvermutung  und somit eines der wichtigsten Menschenrechte verletzt.
Werden Einzelheiten, insbesondere Kopien von Originalakten von Amtsträgern an die Öffentlichkeit gebracht, dann ist das für sie strafbar.
Anders liegt der Fall, wenn die der Geheimhaltung oder innerbehördlicher Vertraulichkeit unterliegenden Ermittlungsakten ganz oder teilweise von Personen, die nicht dem Behördenapparat angehören, aufgegriffen, weiter verbreitet und kommentiert werden, das heißt, wenn das bis zur Eröffnung des Strafverfahrens geschützte  Aktenmaterial  schon durch Veruntreuung im Behördenapparat auf illegalem Wege an die Öffentlichkeit gelangt ist.  
Dabei hat sich nur der Amtsträger, der das Aktenmaterial nach „draußen“ gelangen ließ, gemäß § 253d StGB schuldig gemacht. Nicht jedoch der Bürger ohne Amt, wenn er mit dem illegal an die Öffentlichkeit gelangten Aktenmaterial arbeitet, das heißt, es weiterverbreitet oder kommentiert. Und zwar deswegen nicht, weil er kein geheimes, sondern bereits öffentlich  gewordenes Aktenmaterial bearbeitet. Für das „öffentlich zugänglich machen“ ist nicht er, sondern nur der Maulwurf vom Amt verantwortlich.
Gelangen im amtlichen Gewahrsam befindliche Ermittlungsakten vor Eröffnung des Gerichtsverfahrens - und daher gemäß §253 StGB strafbar - ganz oder teilweise an die Öffentlichkeit, so ist hinsichtlich der Strafbarkeit entscheidend, welche Amtsperson dafür verantwortlich ist, dass die behördlich verwahrten Akten öffentlich werden konnten.
Gegenüber Bürgern ohne Amt, vor allem auch Journalisten, Historikern, Bürgerechtlern und Gesellschaftskritikern kann meines Erachtens kein Strafanspruch gemäß § 253d StGB begründet werden, weil von ihnen kein geheimes, sondern öffentlich zugängliches Material weiterverbreitet und kommentiert wird. Der Strafanspruch kann sich nur auf Amtspersonen und solche, die im weitesten Sinne im Behördenapparat beschäftigt sind, richten. Sonst könnte es noch soweit kommen, dass der beamtete Maulwurf straffrei bleibt und stattdessen der Nutzer des öffentlichen Materials belangt würde. Soviel zum § 253d StGB.
Zum Gebot der Unschuldsvermutung, als eines der vornehmsten Menschenrechte bleibt festzuhalten, dass gerade die Staatsanwaltschaften dieses Gebot permanent mit Füßen treten, ohne dafür geradestehen zu müssen. Die behördlich gesteuerte Vorverurteilung ist bei aufsehenerregenden Strafverfahren mit politischem Hintergrund leider zur Regel geworden. Bedauerlicherweise hat sich die Bevölkerung schon an diese skandalöse Praktik gewöhnt. Wenn die Justiz in der als Rechtsstaat konzipierten Gesellschaft sichtlich entartet, wird der Widerstand gerecht denkender Idealisten herausgefordert. Das verkommene Establishment stemmt sich gegen die außergerichtlich betriebenen Bemühungen zur Wahrheitsfindung, weil es befürchten muss, von der Wahrheit in den selbst vorbereiteten Abgrund gestoßen zu werden.
Den Gesellschaftskritikern wird das Leben schwer gemacht, aber in der zeitgeschichtlichen Betrachtung späterer Generationen ist ihnen ein ehrenvoller Platz reserviert.      

Karl-Heinz Hoffmann    16.06.2015


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Antikapitalismus von Rechts?
Bisher glaubten die  Linkssozialisten den „ Antikapitalismus“ exklusiv gepachtet zu haben. Dabei verharrten sie in dogmatischen Denkmustern der marxistischen Lehre. Zu einer, auf die Bedürfnisse der Zukunft ausgerichteten ideologischen  Weiterentwicklung  waren sie nicht fähig. Karl Marx ging es um die gerechte Verteilung der Güter. Die Problematik des exponentiellen Wachstums im 21. Jahrhundert konnte der große politische Vordenker des 19. Jahrhundert nicht erkennen. Seine heutigen Apologeten sind über den marxistisch begründeten Antikapitalismus und den stalinistisch definierten „Antifaschismus“ nicht hinausgekommen. Ein geistloser, auf primitive Kampfparolen reduzierter „antifaschistischer“ Aktionismus beherrscht die linke Szene. Die argumentative Auseinandersetzung mit nichtmarxistischem Gedankengut wird vermieden. Die ursprünglich aus einer, für ihre Zeit fortschrittlichen  befreiungssozialistischen Idee erwachsene linke Bewegung ist zumindest an ihrer Basis, angefeuert von Pseudointellektuellen,  zu einer bornierten gewaltorientierten trillerpfeifenden Masse geworden.
Nun steht dem marxistisch geprägten „Antikapitalismus“ urplötzlich, wie aus dem Nichts erschienen, das Phänomen eines zeitgemäß definierten „nationaler Antikapitalismus“ entgegen.
Die seit ihrem Bestehen vornehmlich revisionistisch, rückwärtsblickende NPD scheint endlich im 21 Jahrhundert angekommen zu sein und verkündet unter der Schlagzeile „ Antikapitalismus von rechts“  Erstaunliches:
„ Das herrschende Wirtschaftssystem mit seiner Verwertungslogik und seinem Wachstumszwang ist das Ziel der Kritik der nationalen Opposition, die wesentlich grundlegender ist als die vermeintliche „Kapitalismuskritik“ der politischen Linken.
Das Phänomen des „Antikapitalismus von rechts“ könnte für die in einer marxistischen Gedankenwelt verhafteten Linken zu einem ernsthaften Problem werden. So wie die Linke sich organisiert hat, kann sie dem konkurrierenden Antikapitalismus der nationalen Opposition  argumentativ nicht entgegen treten. Erstens weil sie das selbstgesetzte Dogma von der angeblichen Notwendigkeit der Ausgrenzung der „Faschisten“ nicht überwinden können und zweitens weil sie befürchten müssen, dass ihnen der ideologische Feind längerfristig gesehen mit der Zeit abhandenkommen  könnte. Damit würde die Daseinsberechtigung der zur primitiven „Antifa-Aktionismus“  verkommenen marxistischen Bewegung  in Frage gestellt.  
Das Gespenst einer, von Intellektuellen der beiden verfeindeten Lager getragenen Querfront treibt dem politischen Establishment den kalten Schweiß auf die Stirn.
Auf eine Querfront hin arbeitende Kräfte werden es schwer haben. Vollkommen hoffnungslos ist dieser Gedanke jedoch nicht. Die Zeiten ändern sich. Wer hätte vor 20 Jahren für möglich gehalten, dass sich in Griechenland eine  Regierung  aus Linken und Rechten bilden könnte? Jedenfalls scheint sich die deutsche Rechte fortschrittlich weiter zu entwickeln, während sich die Linke noch in unfruchtbaren dogmatischen Lehrsätzen erschöpft.  

Karl-Heinz Hoffmann       08.06.2015


Fortsetzung zu diesem Thema folgt.



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Abdallah Frangi und das Chamäleon   


Das politische Chamäleon Jürgen Elsässer finde ich in seiner derzeitigen Einfärbung gar nicht so schlecht. Ob es die Letzte ist weiß niemand. Er leistet unbestreitbar einen wichtigen Beitrag zum Völkerfrieden insbesondere im Hinblick auf Russland. Deshalb besuche ich gerne seine Großveranstaltungen, denn dabei geht es immer vorrangig um die Freundschaft mit Russland. Egal ob da noch ein Sarrazin oder ein orthodoxer Priester seinen Senf dazu geben darf. Das vorrangige Thema Friede mit Russland, lässt den unbeachtlichen Rest in den Hintergrund treten. Schwule und Lesben, wen interessiert das schon?
Was außer dem Hauptthema  sonst noch auf den Elsässer-Veranstaltungen geboten wird, nehme ich widerspruchslos hin, aber es begeistert mich nicht. Im Wesentlichen vertritt Elsässer die politische Linie der AfD und das ist mir zu wenig. Die Inhalte kennt man schon seit Jahrzehnten von der CDU. Ein bisschen mehr heile Welt, aber in den wirklich wichtigen Fragen soll alles beim Alten bleiben.
Elsässers Motto lautet „Mut zur Wahrheit“  Das klingt gut, wäre aber  erst richtig gut, wenn es uneingeschränkt gelten würde. Dem ist aber nicht so. Was Jürgen Elsässer öffentlich vertritt, ist deutlich genug, was er in allen Facetten seines Weltbildes wirklich denkt, bleibt verborgen. Aber dass er neben der eigenen politischen Idee, wenn er denn eine hat, auch von handfesten Sachzwängen beherrscht wird, ist offensichtlich. Das soll kein Vorwurf sein. Beileibe nicht.
Jeder der irgendwie ins wirtschaftliche Leben eingebunden ist, hat Sachzwänge. So auch Elsässer. Nur derjenige, der entweder gegen seinen Willen wirtschaftlich ruiniert wurde, so wie ich durch Politmobbing, oder jemand wie Leo Tolstoi der allen irdischen Gütern freiwillig entsagte, um ein freier Mensch  zu sein, ist im Hinblick auf alle Lebensäußerungen wirklich von allen  Zwängen frei.
Das ist der Grund, warum ich es mir leisten kann, jedem, von dem ich meine, dass er es nötig hat, unverblümt die Meinung zu sagen. Ich brauche auf keine irgendwie geartete Gefolgschaft oder merkantile Klientel Rücksicht zu nehmen. Ich habe keine und brauche auch keine, um gehört zu werden. So kriegt jeder schonungslos sein Fett weg, wenn es nötig ist.
Jürgen Elsässer hatte immerhin den Mut, mir ein Gespräch mit Daniele Ganser vor der Kamera zu ermöglichen. Einfach war das gewiss nicht. Für ihn war es ein Wagnis. Dass er es einging, rechne ihm hoch an. Doch gleich muss ich wieder Abstriche von der  Laudatio  machen.  
Ich meine die Art, wie er den palästinensischen Quatschkopf Abdallah Frangi inszeniert hat. Dass er ihn ins Bild geholt hat, nehme ich ihm nicht übel, wohl aber dass er ihm ermöglicht hat, mich ungehindert verleumden zu können. Der vom BND korrumpierte Pseudodiplomat Abdallah Frangi, der sich auf Kosten der Palästinensischen Befreiungsbewegung in der Bundesrepublik, weitab von der bleihaltigen Luft seiner Heimat, jahrelang durchfressen durfte, hat mit seinen erlogenen Behauptungen, die ebenso erlogenen Akten des BND zur WSG-Ausland im Libanon bestätigt und damit dazu beigetragen, der alten Oktoberfestlegende erneut Nahrung zu geben. In diesem Zusammenhang war Jürgen Elsässer das Vorzeigen einer arrivierten Polititschranze wichtiger als die Wahrheit, dass nehme ich ihm übel, aber nun auch wieder nicht gleich so, dass ich nicht mehr mit ihm reden könnte. Ich kenne und verstehe ja seine Sachzwänge. Seit das Ermittlungsverfahren zum Oktoberfestattentat wieder aufgenommen wurde, und dann auch noch nach dem Quatsch von Frangi, konnte er ja zumindest nicht völlig ausschließen, dass in Sachen Oktoberfest am Ende doch noch etwas an mir hängenbleiben könnte. Das hatte nicht nur Elsässer, sondern auch viele andere zu bedenken und ich verstehe das sogar.
In Zukunft können die Zweifler etwas lockerer werden. Mit Schreiben vom 19.05.2015 stellte die Generalbundesanwaltschaft klar, dass gegen mich nicht mehr ermittelt wird. Das neu aufgerollte Ermittlungsverfahren läuft gegen unbekannt. Wie lange man noch von einen „rechtsterroristischen“ Attentat reden kann, bleibt abzuwarten.

Karl-Heinz Hoffmann                       verfasst am 28.05.2015, veröffentlicht am 08.06.201


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AfD
Schizophrene Zwänge
Wenn sich Personen mit nationalsozialistischer Gesinnung in die mächtige CDU/CSU unauffällig hineingeschmuggelt haben, und das waren im Laufe der Zeit weiß Gott nicht Wenige, dann wurde und wird noch immer der Mantel des Schweigens erfolgreich darüber ausgebreitet. Wenn in der schwarzen Brühe ein paar braune Klumpen mit herumschwimmen, fällt das kaum auf.
Von dem vormals Braunen wird nur verlangt, dass er nach außen hin nicht mit seinen alten Parolen auffällig wird. Das ist nicht besonders schwer, weil die Unterschiede nicht so gravierend sind.

Wie sich an dem aktuellen Beispiel der „Alternative für Deutschland“ deutlich erkennen lässt, sieht das für neugegründete Parteien ganz anders aus.
Kaum hat sich die Partei mit ihrem systemkonform gehaltenen Programm etwas in der Parteienlandschaft etabliert und hat erste beachtliche Erfolge bei der Mitgliederwerbung zu verzeichnen, beginnt der bei Parteineugründungen regelmäßig zu beobachtende Prozess der Zersetzung.
Die Parteiführung versucht sich nun von jenen Kräften zu „reinigen“ die ihr als Stimmenbringer bei der Gründung lieb und recht waren. Dabei hätten die Parteigründer nicht nur das Parteiengesetz sondern auch die mindestens ebenso wichtigen ungeschriebenen Gesetze der Bundesrepublik Deutschland von Anfang an bedenken müssen.
Im Parteigeschehen gilt die eiserne Regel: Wer einmal mit brauner Gesinnung aufgetreten ist oder einer als braun verschrienen Partei angehörte, darf sich niemals auf eine „gewandelte Überzeugung“ berufen. Er hat bis ans Ende seines Lebens zu bleiben, was er einmal gewesen ist. Da wird nicht gefragt, ob die Veränderung des politischen Bewusstseins echt oder nur vorgetäuscht ist. Ist letzteres zutreffend, dann hätte man das schon vor der Aufnahme feststellen können und es gar nicht erst zu einer Mitgliedschaft kommen lassen dürfen.
Entspricht der Gesinnungswandel einer ehrlichen Überzeugung, dann müsste sich die Partei hinter den Konvertiten stellen. Doch das glaubt sie sich nicht leisten zu können. Aus der trügerischen Hoffnung „gute Presse“ zu bekommen, ergibt sich der Sachzwang der ideologischen „Selbstreinigung.“

Aber statt Lob zu verteilen, ergötzt sich der Journalismus am parteiinternen Hader.
Vernünftigerweise dürfte eine neu gegründete Partei nicht auf Personen verzichten, die schon Erfahrungen mit Parteiarbeit gesammelt haben. Der Wechsel von einer Partei zur anderen, sollte vernünftigerweise nicht anders bewertet werden, als der Wechsel eines Arbeitsverhältnisses bei veränderter Aufgabenstellung.
Im Grunde ist es ja auch nichts anderes.
Dass der Platzwechsel die Treue zur Geschäftsphilosophie des neuen Brotgebers, und im politischen Bereich die Treue zum neuen Parteiprogramm erfordert, versteht sich von selbst.
Wenn jemand nach dem Übertritt zur Konkurrenz gelegentlich bei seinen öffentlichen Äußerungen, im Rückwasser seiner alten Philosophie etwas abdriftet, könnte das, ohne gleich mit der Parteiausschlusskeule zu winken, mit einer Rüge abgetan werden. So gleichgeschaltet, wie sich die Parteigründer ihren Haufen erträumen, werden sie ihn sowieso niemals hinkriegen. Schon allein deshalb nicht, weil das Programm viel zu speziell auf bestimmte und weniger auf allgemeine Interessen zugeschnitten ist.  
Wohl dem, der gar nicht erst Hoffnungen auf tiefergehende Veränderungen durch Parteiarbeit setzt, denn die ist so wirkungsvoll wie das Strampeln im Hamsterrad.  

Karl-Heinz Hoffmann      02.06. 2015

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Abkehr vom Hitlerismus
Die Hepp-Kexel-Gruppe
Wie vernagelt muss man sein, um die nach Odfried Hepp und Walter Kexel benannte terroristische Vereinigung als „rechts-extremistisch“ einzuordnen?

Diese nicht vernünftig nachvollziehbare Einordung der Hepp-Kexel-Gruppe hat Rainer Fromm  in seiner Dissertation vorgenommen.  
Für die von ihm ebenda in schriftstellerischer Freiheit aufgestellte Behauptung, die Hepp-Kexel-Gruppe habe sich zu über 50 % aus früheren WSG Mitgliedern zusammengesetzt, gilt das Gleiche. (vgl. Rainer Fromm, Die Wehrsportgruppe Hoffmann, S. 61)
Tatsächlich war nur der Hepp-Kexel-Aktivist Hans Peter Fraas als Einziger zuvor ein Mitglied der WSG gewesen. Wieviel Prozent WSG Anteil ist das?  
Der von Fromm in die Welt gesetzte Unsinn wird nochmal auf Seite 319 seiner Dissertation wiederholt und mit einer Falschangabe zu Dieter Sporleder angereichert:
In dieser Nacht legt eine rechtextremistische Organisation drei Sprengsätze unter Kraftfahrzeuge amerikanischer Soldaten. Unter den Tätern sind die früheren WSG Männer Odfried Hepp, Dieter Sporleder und Hans Peter Fraas.“
Tatsächlich waren weder Hepp noch Sporleder jemals Mitglieder der WSG gewesen. In der WSG Zeit (bis 30.01.1980)  war mir Hepp noch nicht bekannt, demzufolge konnte eine Mitgliedschaft in der WSG gar nicht zustande gekommen sein, und  Dieter Sporleder habe ich bis heute noch nie im Leben gesehen oder Kontakt zu ihm gehabt. Wie könnte er ein WSG-Mann gewesen sein?

Odfried Heppodfried.hepp@yahoo.de
Januar 2014
Eidesstattliche Versicherung

Hiermit versichere ich an Eides statt, dass ich zu keinem Zeitpunkt Mitglied der Wehrsportgruppe Hoffmann gewesen bin und weder als solches noch als Gast an einer Übung oder sonstigen Zusammenkunft der Wehrsportgruppe Hoffmann bis zu deren Verbot am 30. Januar 1980 teilgenommen habe!Als ich mich im Frühsommer 1980 nach einseitig durch mich erfolgter Kontaktaufnahme mit Herrn Hoffmann als Freiwilliger für die sog. WSG Ausland (im Libanon) meldete, kannte ich nur das in den Medien verbreitete, irreführende Klischee vom Neonazi Karl-Heinz Hoffmann. Sobald ich im Libanon erkannte, dass Herr Hoffmann diesem Klischee in keiner Weise entsprach, entschloss ich mich, meinem damaligen politischen Weltbild entsprechend, zusammen mit meinen von mir eingebrachten drei Neonazi-Kameraden (Steffen Dupper u. Kay-Uwe Bergmann aus Karlsruhe, Peter Hamberger aus München), die "WSG Ausland" eigenmächtig wieder zu verlassen. Ich kann heute sagen, dass, wenn ich damals auf Herrn Hoffmann gehört hätte, ich die schweren Straftaten, die ich nach meiner Rückkehr aus dem Libanon und nach meiner ersten Haftentlassung Ende 1981 mit anderen Kameraden aus der Neonaziszene im Jahre 1982 durchführte, nicht begangen hätte.
Gez.: Odfried Hepp (Januar 2014)

Mit einem ebenso merkwürdigen wie beachtlichen, im hessischen  Offenbach am 30.06. 1982 von Hepp und Kexel handschriftlich signierten Traktat wandten sich die beiden Rebellen, wohl weniger an die für sie damals kaum erreichbare Öffentlichkeit, als vielmehr an jenes nationalsozialistische Milieu, dem sie beide entstammten und dessen personelle Zusammensetzung ihnen deshalb wohl bekannt war.
Dabei trägt die Kampfschrift unverkennbar die Züge eines „Querfront-Gedankens“:
„Bei diesem Kampf gegen den Amerikanismus ist uns jeder recht, der wie wir erkannt hat, dass nur, wenn die aktivistische Jugend, die es in linken und rechten Kreisen gibt, ihre Dogmen überwindet und sich zum Befreiungskampf zusammenschließt, (...)“
Die wirklich entscheidende Absage an den „Hitlerismus“ findet sich dann in der Erklärung zur „Ausländerfrage“ mit der de facto der Verzicht auf das deutsch-völkische Ideal bekundet wird. Ich vermute, dass dieser Verzicht besonders Odfried Hepp nicht leicht gefallen ist.  
„Selbstverständlich heißen wir auch in der BRD lebende, ausländische Antiimperialisten, die sich an  unserem Kampf beteiligen wollen, -herzlichst willkommen.“
Die aus der Hepp-Kexel-Kampfschrift ersichtliche, ideologische Kehrtwende wurde in rechten Kreisen wohl verstanden, aber, wie könnte es anders sein, natürlich rundweg abgelehnt. Bei den Linken herrschte Unverständnis.
Wo käme man denn hin, wenn jeder Feind von einem Tag auf den anderen zum Freund werden wollte?  
Für die professionellen Interpreten der Zeitgeschichte stand fest: Die Hepp-Kexel-Männer hatten gefälligst zu bleiben, was sie zuvor gewesen waren. Die These von der Kontinuität des einmal im Gehirn gezüchteten Weltbildes durfte nicht in Frage gestellt werden, außerdem hätte das Unikum der zum „Kommunismus“  konvertierten und nun in dessen Namen terroristisch aktiven vormaligen Nazis den politisch links orientierten Kreisen schwer schaden können.
Die Hepp-Kexel-Terroristen als antiimperialistische Befreiungsbewegung  anerkennen? Undenkbar! Der Gedanke war unerträglich, ergo hatte „Der Abschied vom Hitlerismus“, auch in der journalistischen Nachschau für die Hepp-Kexel-Gruppe gar nichts gebracht. Im Gegenteil, sie sind damit zu Verfemten für jedermann, egal ob links oder rechts geworden.  

Ihre unbestreitbar  nationalsozialistische Vorprägung  hat unsinnigerweise dazu geführt, dass man die, in den Köpfen der jungen, noch nach einem politischen Weg suchenden Rebellen, um 180 Grad vollzogene ideologische Kehrtwende geflissentlich übersehen konnte. Den politischen Interessen des Establishments kam zweifellos die Zuordnung ins rechte Spektrum  gelegener, als eine solche nach links. Dabei nimmt es Wunder, wie leicht diese grandiose Fehlinterpretation von sämtlichen Interpreten der zeitgeschichtlichen Literatur geschluckt und dauernd kolportiert werden konnte, denn immerhin stand die von Hepp und Kexel unterzeichnete kämpferische Willenserklärung  vom  30.06.1982  unter der Überschrift: „Abkehr vom Hitlerismus“. Wie kann da von Rechtextremismus die Rede sein? Wie schon mit der Überschrift, so wird auch gleich zu Anfang des Traktates  die Grundlinie unmissverständlich deutlich gemacht:
„Der Hitlerismus von 1933-1945 hat das deutsche Volk konsequent in das Verderben von 1945 geführt, in dem wir heute noch stecken.“
Auf der zweiten Seite finden sich die sinnigen Worte: „Wie recht hatte Ernst Niekisch als er 1932 voraussah, dass am Ende der Sarg stehen würde.“

Die Ironie des Schicksals wollte es, dass für den fehlgeleiteten jungen Idealisten Walter Kexel der Sarg schon bereit stand. Angesichts einer zehnjährigen Haftstrafe wählte er den Strick.
Wenn ich an den sinnlosen Freitod Kexels denke, kommen mir die Worte Friedrich Nietzsches in den Sinn: „Der junge Hebräer wurde nicht alt genug, um wiederufen zu können.“
Im Zusammenhang mit Kexel soll man den Verweis auf Nietzsches philosophische Sentenz nicht falsch, etwa im Sinne einer Gleichsetzung der Persönlichkeiten, ihrer intellektuellen Fähigkeiten oder etwa  ihrer gesellschaftlichen Bestrebungen verstehen. Das Vergleichbare besteht darin, dass sich beide, jeder auf seine Art, gegen die gesellschaftlichen Verhältnisse ihrer Zeit auflehnten. Und beide zu jung starben, um ihre ungestüm kompromisslos vorgetragenen Ideale in einem längeren Leben einigermaßen gesellschaftsverträglich modifizieren zu können.
Auch Jesus war in den Augen des damaligen Establishments der Pharisäer ein Krimineller und so hat man ihn auch behandelt. Kexel sah sich selbst als deutschnationaler Befreiungskämpfer, nicht als Verbrecher.
Er verfügte noch nicht über genügend Lebenserfahrung, um erkennen zu können, dass ihm das deutsche Volk auf dem von ihm eingeschlagenen Wege niemals folgen würde. Er hatte sich nicht die Zeit gelassen, um zu einer gewandelten Überzeugung  kommen zu können. Die bereits mit Anfang Zwanzig  in den Köpfen von Kexel und Hepp vollzogene radikale Veränderung rechtfertigt die Annahme, dass sich mit fortschreitendem Alter und der damit verbundenen  Aufnahme neuer Erfahrungswerte weitere Veränderungen ihrer Weltbilder ergeben hätten. Bei Odfried Hepp war das ja auch später tatsächlich der Fall.  


Kexel hatte schon mit der Kampfschrift „Abkehr vom Hitlerismus“ seine vorherigen Ideale widerrufen. Er hätte dann nach einer langen Haftzeit noch einmal widerrufen können. Dabei bin ich mir sicher, dass er erkannt hätte, dass man ein Volk, das nicht befreit werden will, nicht befreien kann -  und schon gar nicht mit Waffengewalt. Aber er ließ sich nicht die Zeit, um zu besseren Erkenntnissen zu kommen. Das war das Ungestüme in ihm, das Ungeduldige.

Anders Odfried Hepp. Er beließ es nicht bei einer einzigen ideologischen Kehrtwende. Er vollzog sie mehrfach und jedes Mal radikal. Freunde hat er sich damit nicht gemacht. Aber ändert man sein Weltbild, um sich Freunde zu machen? Oder wird die Veränderung der Denkweise im Gehirn des ewig Suchenden, geradezu gegen dessen Willen regelrecht erzwungen?  Wer sich berufen fühlt, über ihn zu richten, der werfe den ersten Stein!
Ich werde mich nicht daran beteiligen.

Die von extrem nationalsozialistisch vorgeprägten Männern wie Kexel, besonders aber Odfried Hepp doch ziemlich „plötzlich“ vollzogene Abkehr vom Hitlerismus war ein höchst erstaunlicher Akt, zu dem mir keine Parallele einfällt. Es erscheint so, als sei in ihren Gehirnen mit einem Griff ein Hebel umgelegt worden. Geht man der Sache auf den Grund, so wird erkennbar wer die Hand am Hebel hatte.
Über Walter Kexel kann ich aus eigenem Erleben nichts sagen. Ich habe ihn nie kennengelernt. Er war mir noch nicht einmal dem Namen nach bekannt. Alles was ich über ihn weiß, musste ich Sekundärquellen und den Erzählungen seiner damaligen Kampfgefährten Hepp und Blasche entnehmen.

Odfried Hepp lernte ich im Sommer 1980 kennen, als er sich für das Libanon-Projekt zur Verfügung stellte. Damals schien er unempfindlich gegen jede Kritik am Nationalsozialismus zu sein. Meine non-rassistischen Denkschemen quittierte er mit offen zur Schau getragener Verachtung, die schließlich so weit ging, dass er mir und damit dem Libanonprojekt den Rücken kehrte.
Nie hätte ich erwartet, dass sich Odfried Hepp so schnell gegen die Thesen seines damaligen Idols Adolf Hitlers stellen könnte.
Was war geschehen? Die Sinneswandlung des Hepp-Kexel-Gespanns musste besondere Gründe gehabt haben.
Tatsächlich sind diese Gründe nachvollziehbar.
Der Befreiungskampf war beschlossene Sache. Dafür wollte man außerhalb der bundesdeutschen Grenzen Verbündete gewinnen. Man suchte und fand sie bei den Autoritäten der Staatssicherheit in der DDR.
Bereits im Februar 1982 war Hepp in die DDR gereist um dort Kontakte  zu knüpfen, die dem Befreiungskampf im Westen dienlich sein konnten. Erstaunlicherweise fanden sie in Berlin ein offenes Ohr. Die Abkehr vom Hitlerismus war natürlich eine unabdingbare Voraussetzung  für die Hilfestellung durch DDR-Organe.
Diese Kröte musste geschluckt werden.
Dabei gehe ich davon aus, dass Odfried Hepp von den Erscheinungsformen der DDR-Organisationen, besonders der FDJ nicht nur beeindruckt, sondern regelrecht überwältigt war. Die FDJ erschien ihm wie eine Inkarnation der nationalsozialistischen  Hitlerjugend und der im westlichen Nachkriegsdeutschland im Sinne einer  HJ-Ersatzorganisation weiter entwickelten Wiking Jugend. Die psychologisch perfekte Rotlichtbestrahlung durch Stasi-Experten tat ihr Übriges. Das „Deutschnationale“ durften die westdeutschen Sonderlinge behalten, die Hitlerverehrung musste eliminiert werden.
Vor diesem Hintergrund ist die, in der Selbstwahrnehmung befreiungskämpferische, aber  im Sinne des Gesetzes terroristisch aktiv gewesene Hepp-Kexel-Gruppe zu verstehen.
Die zeitgeschichtliche Einordung unter dem Rubrum „Rechts“-Terrorismus“ kann einer objektiven Nachprüfung nicht stand halten. Die ideologischen Weichensteller innerhalb der Gruppe Hepp und Kexel propagierten ab 1982, nach der Kontaktaufnahme mit der DDR, einen deutschnationalen, aber nun nicht mehr völkischen, das heißt auf  rassische Belange aufgebauten Sozialismus bei völliger Loslösung vom internationalen Großkapital.
Für den dritten Mann der Führungsebene, Helge Blasche war das in Ordnung, denn der stand ohnehin der Hitlerverehrung fern.
Für die restlichen Angehörigen der Hepp-Kexel-Aktionsgruppe, Hans Peter Fraas, Dieter Sporleder und Tillmann gelten andere Maßstäbe. Sie waren kaum am Ideologischen, als vielmehr nur an den Geldbeschaffungsmaßnahmen interessiert. Kaum war eine Bank geknackt, wurde die Beute gleichmäßig im Kreise der Räuber geteilt. Fraas kaufte sich sofort einen Mercedes und Sporleder entschied sich für einen Porsche. Die übrigen verbunkerten das Geld zur späteren Verwendung und pflegten nach außen hin einen unauffälligen, bescheidenen Lebensstil. Ob die versteckten Beuteanteile später tatsächlich für den Befreiungskampf verwendet worden wären, oder ebenfalls nur privaten Interessen gedient hätten, lässt sich nicht sagen, weil alle etwaigen Überlegungen von den Ereignissen überrollt wurden.
Allerdings muss die Frage, warum überhaupt nach den Banküberfällen eine Verteilung der Beute an die Beteiligten vorgenommen wurde, unbeantwortet im Raum stehen bleiben.
Mit anderen Worten, der Verdacht, die „Revolutionäre“ könnten allesamt vom früher nie gekannten Geldregen korrumpiert worden sein, ist nicht von der Hand zu weisen. Aber wenn das zutreffend ist, dann haben wir wieder nur das allzu Menschliche vor uns, aber nichts typisch Rechtsextremistisches.
Aus alledem folgt: Die Hepp-Kexel-Gruppe war formal juristisch gesehen ohne jeden Zweifel eine Terroristische Vereinigung gemäß § 129a, aber daneben war sie auch eine im Anfangsstadium befindliche Befreiungsbewegung. Aber sie war definitiv keine „rechts-terroristische Vereinigung.“  Ihr politisches Bekenntnis war links-sozialistisch. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

Fortsetzung folgt

Karl-Heinz Hoffmann                    01.06.2015  


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Mai
NaziJäger und QuellenSammler

Im Zusammenhang mit der, zu Zeiten ihrer terroristischen Taten tatsächlich linksorientierten, aber  zeitgeschichtlich durchgehend, fehlerhaft als „rechtsextremistisch“ eingeordneten „Hepp-Kexel-Gruppe, verbreitete besonders der Nazijäger und Sammler nichtiger Quellen, Dr. Rainer Fromm, wie auch viel zu oft in anderer Sache, eine Menge nachweislich unwahrer Behauptungen.
Der harte Kern der Hepp-Kexel-Gruppe, also der an terroristischen Aktionen Beteiligten, bestand aus 6 Personen:
Walter Kexel, Odfried Hepp, Helge Blasche, Peter Fraas, Dieter Sporleder und Ulrich Tillmann.
Von diesen 6 Personen kann nur Peter Fraas, Gott sei es geklagt, als ehemaliges, allerdings  Gott sei Dank, später abtrünniges WSG Mitglied gelten. Bemerkenswert ist dabei, dass Fraas deshalb abtrünnig wurde, weil der Drang nach umstürzlerischen Gewaltaktionen, vor allem die Methode der Geldbeschaffung in der WSG nicht verwirklicht werden konnte.
Auch Odfried Hepp war niemals Mitglied der Wehrsportgruppe Hoffmann. Die kurze Mitgliedschaft in der WSG Ausland steht dem nicht entgegen. Sein Gastspiel in der Libanon-Truppe war  eher von ideologischen Querelen geprägt. Politische Gemeinsamkeiten mit den aus der WSG-Hoffmann stammenden Männern fand er, außer bei dem pathologisch wotansüchtigen Arndt Heinz Marx nicht.
Ausnahmsweise einmal richtig, schreibt Rainer Fromm:
„Seine (Hepps) Versuche, die Abenteurer der Hoffmann-Truppe politisch neonazistisch zu beeinflussen scheitern, worauf hin er mit seinen drei Begleitern nach Deutschland zurück möchte.“
(Quelle: Rainer Fromm, Die Wehrsportgruppe Hoffmann, Seite 468)

Hepp desertierte aus der Libanontruppe, weil er es gemäß seiner damaligen ideologischen Überzeugung für richtig und notwendig erachtete, in Deutschland den Befreiungskampf im Untergrund zu inszenieren. Als ihm klar geworden war, dass derartige Visionen nicht, wie er angenommen hatte, in den Rahmen der WSG passten, verließ er den Libanon durch die Hintertür. In der unmittelbar darauf folgenden Zeit stellte er sich argumentativ energisch gegen mich. Für ihn war ich der Abweichler, mehr noch der Verräter an der vermeintlich heiligen nationalen Sache.
Aus dem jungen Nationalsozialisten, der mit einem  Lederbeutel voll Heimaterde am Hals in den Libanon gekommen war, wurde kurze Zeit darauf, nach seiner Rückkehr nach Deutschland, wohl unter dem Einfluss von Walter Kexel ein anti-hitleristischer, antiimperialistischer, links orientierter Befreiungs-Revolutionär.   
Dazu bemerkt Rainer Fromm:
„(...) Auffällig ist dabei die Orientierung an (...) der äußersten Linken (...).“
(Quelle: Rainer Fromm, Die Wehrsportgruppe Hoffmann, Seite 469)

An anderer Stelle seiner Dissertation versucht Fromm eine Verbindung von Walter Kexel und der WSG Hoffmann herzustellen, indem er eine untaugliche Quelle zitiert:
„(...) Im Interview mit dem Autor bestätigt Klaus Müller, dass Walter Kexel zumindest an einer Übung der Wehrsportgruppe Hoffmann teilgenommen hat. (...)“ (Das Interview fand am 26.08.1995 statt)  
(Zitat aus: Rainer Fromm, Die Wehrsportgruppe Hoffmann, Seite 210)

Die von Fromm als „Bestätigung“ bezeichneten Angaben, des mir gänzlich unbekannten  Klaus Müller, sind falsch. Sie bestätigen nichts. Sie haben den Charakter einer völlig aus der Luft gegriffenen, unwahren Tatsachenbehauptung. Rainer Fromm trifft der Vorwurf, diese und auch weitere ominöse Sekundärquellen unverifiziert und unhinterfragt verbreitet zu haben.

Beispiel „Dieter Sporleder“:
Das Mitglied der Hepp-Kexel-Gruppe, Dieter Sporleder wird von Rainer Fromm immer wieder, unter Angabe unterschiedlicher Quellen, unzutreffend als vormaliges Mitglied der WSG- Hoffmann bezeichnet:

„(...) Dieter Sporleder (...) zuvor WSG-Hoffmann (...)“  
(Zitat aus: Rainer Fromm, Die Wehrsportgruppe Hoffmann, Seite 466/467)

„(...) und WSG-Mitglieder Willi Kraus, Dieter Sporleder  (...).“
(Zitat aus: Rainer Fromm,  Die Wehrsportgruppe Hoffmann, Seite 172)

„ (...) Die Rechtsterroristen Dieter Sporleder (WSG-Hoffmann, (...)“
(Zitat aus: Rainer Fromm, Die Wehrsportgruppe Hoffmann, Seite 190)

„(...) Dieter Sporleder (VSBD/PdA; WSG-Hoffmann).“
 
(Zitat aus: Rainer Fromm, Die Wehrsportgruppe Hoffmann, Seite 229)

„(...) unter den Tätern sind die früheren WSG Männer Odfried Hepp, Dieter Sporleder und Hans-Peter Fraas.
(Zitat aus: Rainer Fromm, Die Wehrsportgruppe Hoffmann, Seite 319)

„Als Schmiede dieser militanten neonazistischen Generation kann die ‚Wehrsportgruppe Hoffmann‘ gelten. Zahlreiche spätere Terroristen wie Odfried Hepp oder Dieter Sporleder gehen durch ihre Schule.“
(Zitat aus: Rainer Fromm, Die Wehrsportgruppe Hoffmann, Seite 321)

Auf einem Merkmalskatalog der rechtsterroristischen Gruppierungen wird Sporleder als WSG-Mitglied geführt.
(Quelle: Rainer Fromm, Die Wehrsportgruppe Hoffmann, Seite 323)

Die ‚Wehrsportgruppe Hoffmann‘ kann als Kaderschmiede dieser neuen militanten rechtextremistischen Generation betrachtet werden. (...) Beispielhaft hierfür stehen neben dem schon erwähnten Odfried Hepp Personen wie Dieter Sporleder (...).“
(Quelle: Rainer Fromm, Die Wehrsportgruppe Hoffmann, Seite 494)

Zusammenfassend muss klar gestellt werden:
Von den 6 Mitgliedern der Hepp-Kexel-Aktionsgruppe waren mir nur zwei überhaupt bekannt: Hans-Peter Fraas, unbestritten als ehemaliger WSG-Mann und kurzfristiges Mitglied der Libanongruppe und Odfried Hepp nur aus der kurzen Zeit im Libanon.
Die übrigen Personen: Kexel, Sporleder, Blasche und Tillmann hatte ich nie im Leben vorher gesehen noch von ihnen gehört.
Mit den hier besprochenen, ungerechtfertigt tatsachenwidrig  vorgenommenen Zuordnungen einiger mir unbekannten Personen zur WSG-Hoffmann ist der in Fromms Dissertation gesammelte Blödsinn noch lange nicht erschöpfend behandelt.
Der Nazi-Jäger und Quellensammler Rainer Fromm hat sich, genauso wie Daniele Ganser neben dem durchaus anerkennenswerten Bemühen, den Dingen auf den Grund zu gehen, letztendlich doch mit der Verbreitung von Irrtümern und geballtem Unsinn auf meinem Buckel einen akademischen Grad erworben.
Man kann nur staunen, wie leicht man sich einen Doktortitel verdienen kann, wenn man nur schreibt, was gerne geglaubt wird.  

Karl-Heinz Hoffmann      25.05.2015

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Mai
AfD im Abwind: Weckruf 2015
Aus aktuellem Anlass nachgehakt; mein Artikel vom 18. September 2014:
Welche Perspektive kann uns
die „Alternative für Deutschland“ eröffnen?
BND abschaffen?
V-Mann Land

April
ZEIT-online - "Putin hat verloren"
Oh wie herrlich ist das Schuldgefühl  
dazu aus aktuellem Anlass: DIE ARMENISCHE TRAGÖDIE (Aufsatz vom 26.04.2012)



Mai

AfD im Abwind
Weckruf 2015


Dass ich nicht lache -
im Ergebnis wird sich Lucke selbst weg gerufen haben.

Sturm in der AfD
Die Zeichen stehen auf Spaltung - Was kommt danach?
schreibt Hans Heckel für die "Preußische Allgemeine Zeitung".

Na was wohl - dasselbe, wie seinerzeit bei Schönhuber, bei den Republikanern und später bei den Piraten.
Den Anfangserfolgen folgen die üblichen innerparteilichen Streitereien. Die Partei beginnt mit der Auslese nach den Kriterien: rechts-national konservativ, klerikal-faschistisch, rechts lauwarm, rechts-sozialistisch, ultra-rechts-völkisch, rechts pro amerikanisch „white power“, rechts antiamerikanisch, rechts populistisch und um das Wichtigste nicht zu vergessen „nicht wirklich, sondern nur vermeintlich rechts“.
Die Letztgenannten sind die Gefährlichsten, weil über die am meisten in den Medien hergezogen wird. Wer sich mit „denen“ einlässt, gerät in dauernden Rechtfertigungsnotstand. Das kann sich keine Partei leisten.  
Wer in der AfD bleiben darf und wer rausfliegen soll, darüber streiten sich nun Lucke und Frauke Petry. Henkel hat schon das Handtuch geworfen. Am Ende wird das Ende vom Anfang eines naiven Traumes stehen. Eine wirkliche Alternative zur herrschenden Nomenklatura bot das zu stark CSU-nahe Programm der AfD sowieso nicht. Und selbst wenn es inhaltlich tatsächlich eine Alternative gewesen wäre, dann hätten die geeigneten Persönlichkeiten zur Durchsetzung des Programms gefehlt. Es ist erstaunlich, wie schlafwandlerisch die Protagonisten der AfD ans Werk gingen.
Vor der Parteigründung hätte der konzentrierte Aufbau einer Parteiaufbau-Organisation stehen müssen. Erst wenn man genügend zuverlässige Protagonisten beisammen hat, Leute, die ihre divergierenden Ansichten bereits in der Vorbereitungsphase nivellieren, die zur Besetzung der späteren Führungsposten geeignet sind und mit denen man sich sehen lassen kann, sollte man zu einer Parteigründung schreiten. Wenn man ein Parteiprogramm entwirft, dann sollte man auch wissen, welche Klientel sich dafür engagieren lässt. Wer von einer nationalkonservativen Partei etwas weiter rechts neben der CSU träumt, der muss doch wissen, wer dann das Parteivolk abgibt.
Die Tatsache, dass die Anführer der AfD die zwangsläufige Entwicklung nach der Parteigründung bei ihren strategischen Überlegungen nicht bedacht haben, zeigt, dass ihnen zur politischen Führung das Format fehlt. Lucke will den alleinigen Führer spielen und Henkel wollte im Grunde die Herrschaftsverhältnisse nur dahingehend ändern, dass er auch endlich mal was zu sagen hat und Beachtung findet. Die Leute wollen einfach nur ganz persönlich eine Rolle innerhalb des Systems spielen. Deutlicher gesagt, sie wollen sich aufspielen.
Wirklich ändern wollen sie nichts, das können sie auch nicht und das ist auch das Einzige was sie ganz genau wissen.

Karl-Heinz Hoffmann         24.05.2015    

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Aus aktuellem Anlass nachgehakt; mein Artikel vom 18. September 2014:
Welche Perspektive kann uns
die „Alternative für Deutschland“ eröffnen?


Die AfD ist, gemessen an ihrem Parteiprogramm und ihrer Klientel unbestritten eine echte Partei der Mitte. Das bedeutet, sie vertritt die Mittelmäßigkeit. Das muss sie auch, wenn sie als Partei im parlamentarischen System bestehen will, denn mit einem fortschrittlichen, zukunftsorientierten Program könnte sie nur die geistige Elite ansprechen und die ist in unserem Land ziemlich schwach vertreten. Mit den, auf das geistige Niveau der Mittelmäßigen zugeschnittenen Programm-Punkten kann die Partei Wahlsiege erringen, aber nie und nimmer die notwendige Umgestaltung unserer gesellschaftlichen Organisationsformen in die Wege leiten.   

Die Alternative für Deutschland mag vielleicht aus der Sicht der Unionsparteien als eine Alternative für die inzwischen abgewrackte FDP angesehen werden, auch wenn das derzeit niemand zugeben möchte, aber zur dringend erforderlichen Lösung anstehender Probleme taugt sie nicht.   
Die AfD hat eine hausbackene, biedere, sehr konservative Führungsriege.
Ihre Ziele sind eher rückschrittlich als fortschrittlich.
Mit der Forderung nach Herauslösung Deutschlands aus der Europäischen Union ist der Weg zurück in die „Kleinstaaterei“ vorgegeben.
Die Parole „Raus aus dem Euro“ klingt nach Bauernfängerei. Nicht der Euro ist unser Unglück, sondern der Verteilungsmodus innerhalb der EU.
Warum nicht gleich zurück zu den Verhältnissen im 19. Jahrhundert, mit preußischer, bayerischer oder sächsischer Staatsbürgerschaft und jeweils eigener Münzprägung. Den global vagabundierenden Finanzmächten ist es egal ob sie mit Euro, D Mark, Drachme oder sonstiger Währung spekulieren, solange sie nur die Herrschaft über die Finanzsysteme der Nationalstaaten haben. Wenn ein europäischer Nationalstaat seine Finanzen und sein Sozialsystem in Ordnung bringen will, dann muss er sich zuvor aus der Umklammerung seiner amerikanischen Freunde gelöst haben. Solange das nicht gelingt, ist jede Aussicht auf Gesundung des Staatshaushaltes illusorisch.

Was hören wir sonst noch von der AfD?
Zurück zur Sozialen Marktwirtschaft à la Ludwig Erhard.
Und - Wachstum, möglichst viel Wachstum. Und natürlich im Rahmen der Globalisierung. Das kommt bei den „Mittelmäßigen“ gut an, ist aber nicht geeignet, den Krisen der Zukunft begegnen zu können.

Kein Wort von Abschaffung des Bankenunwesens.
Kein Wort zur Ächtung der Kriegseinsätze.
Kein Wort zur notwendigen Umwandlung der irrsinnigen Verschleißwirtschaft in eine sinnvolle Bedarfswirtschaft.

Statt dessen Bekundung zur Bereitschaft, das unselige NATO-Bündnis aufrecht zu erhalten. Dabei wäre die Forderung nach Aufkündigung der NATO-Mitgliedschaft das Mindeste gewesen, was man von einer Partei erwarten darf, die von sich behauptet, etwas besser machen zu können als die im Altbestand befindlichen, vom Eigennutz korrumpierten Systemparteien.

Beim Vergleich aller demokratisch legitimierten bundesdeutschen Parteien schneidet ohne Zweifel immer noch die „Linke“ am besten ab.
Sie würde, obwohl sie das nicht thematisiert, die Neutralität Deutschlands begrüßen. Auf jeden Fall ist die Linke Partei bisher konsequent für den Frieden und gegen Kriegseinsätze aller Art eingetreten. Das ist doch schon mal etwas.

Der Blick der AfD ist rückwärts auf die Wiederherstellung früherer Zustände gerichtet. Zur Vorausschau in die in die Zukunft sind ihre Anführer nicht fähig. Deshalb meine ich mit Radio Eriwan: Es schadet nichts, wenn man der AfD  seine Stimme gibt, aber es wird auch ganz gewiss keinen Nutzen bringen.  

Karl-Heinz Hoffmann    18.09.2014

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BND abschaffen?

Wenn wir uns die Frage vorlegen, ob die als Behörden der Bundesrepublik deklarierten Geheimdienste BND und Verfassungsschutz verzichtbar sind, dann ist zuerst zu untersuchen, welchen Zwecken sie dienen. Dabei ist zwischen den offiziell behaupteten und den tatsächlichen Zwecken zu unterscheiden.
Die Aufgabe des Bundesnachrichtendienstes besteht nach offiziellen Angaben darin, weltweit Erkenntnisse über politische Entwicklungen und mögliche strategische Gefahren zu beschaffen. Bleiben wir zunächst, unter vorläufiger Vernachlässigung anderer Aspekte, bei dieser Sicht auf den BND.
Solange die Bundesrepublik in das NATO Bündnis integriert ist, und militärische Einsätze in jedem Winkel der Erde zum Tragen kommen können, brauchen wir in der Tat einen weltweit aufklärenden Geheimdienst. Würde die Bundesrepublik das NATO Bündnis aufkündigen, dann allerdings könnte der Bundesnachrichtendienst obsolet werden. Ein Land, das sich voll und ganz der Neutralität in Wort und Tat verpflichtet, braucht auf der ganzen Welt keine Feinde mehr zu fürchten. Zu fürchten wären höchstens die in der NATO zurück gelassenen Freunde. Damit ist zu rechnen, aber dagegen helfen würde nichts. Schon gar nicht ein Geheimdienst der, solange er existiert, im Dienst jener fremden Mächte steht, die wir für „befreundete Staaten“ halten. Wenn uns die Feinde von gestern, also die Freunde von heute, im Falle deutscher Neutralitätspolitik, mit militärischer Gewalt wieder  zurück auf die alte Linie bringen wollen, dann gibt es nichts, was man dagegen unternehmen könnte, außer der totalen Verweigerung und einem zur Perfektion gebrachten „zivilen Ungehorsam.“
Wäre denn dann nicht alles wieder beim alten?
Nein! Nicht ganz. Wir wären zwar wieder, wie jetzt auch, die bedingungslos  Gewaltunterworfenen der Siegermächte, aber die Maske wäre ihnen vom Gesicht gerissen. Ihre Gewaltausübung wäre im Gegensatz zur derzeitigen Verschleierung für jedermann deutlich erkennbar. Die offen zutage getretene Gewalt  würde Widerstand herausfordern.  Wir könnten uns weigern, einem Militärbündnis zuzustimmen. Allerdings wäre dafür die Voraussetzung, dass wir gar nicht erst wieder eine neue, von alliierten Feindstaaten gesteuerte Quisling-Regierung an die Macht wählen.
Das Herrschaftssystem durch Wahlverzicht aushebeln?  Das könnten wir natürlich jetzt schon tun. Es wird aber nicht getan, weil unser Volk die wahren Herrschaftsstrukturen nicht erkennen kann. Die fremde Gewalt herrscht total über das deutsche Volk, hält sich aber unsichtbar im Hintergrund. Das ist das Problem.
Der Bundesnachrichtendienst gibt sich als deutsche Behörde aus, ist aber in Wirklichkeit  nichts anderes als eine mit deutschen Steuergeldern finanzierte US-amerikanische, parasitäre Einrichtung  auf deutschem Boden, zum Nutzen amerikanischer  Weltherrschaftsansprüche.
Wirklich frei und unabhängig können die Deutschen nur sein, wenn sie sich auf der ganzen Linie von Amerika lossagen. Nun wird man sagen: „Das verstehen wir, aber ist das nicht leichter gesagt als getan“? Darauf antworte ich: „Nein, umgekehrt. Es wäre leichter getan als öffentlich fruchtlos beredet. Die Befreiung von fremder Botmäßigkeit könnte durch einfaches Nichtstun erreicht werden und nur dadurch.“
Die Kraft unseres Volkes liegt nicht in offensivem Verhalten, sondern einzig und allein in der Verweigerung. Wer zur Wahl geht, bestätigt mit seiner Stimmabgabe das System und macht sich somit mitschuldig an der Knebelung des deutschen Volkes. Wer die Stimmabgabe verweigert, leistet einen wichtigen Beitrag zur erstrebten  und dringend erforderlichen Unabhängigkeit  Deutschlands.

Karl-Heinz Hoffmann     24.05.2015


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V-Mann Land

Im Fernseh-Film „VMANNLAND“ von Clemens Riha hatte auch der linke Grüne Christian Ströbele seinen Auftritt.
Emotional engagiert kritisiert er die Praktiken des Verfassungsschutzes im Zusammenhang mit dem Einsatz von V-Leuten in der rechten Szene. Im Hinblick auf die Tatsache, dass die dort eingeschleusten V-Leute weniger zur Erkenntnisbeschaffung als vielmehr zur Anstiftung und Anstachelung zu Straftaten eingesetzt waren, wirft er die Frage auf, was wäre denn gewesen, wenn es diesen kriminellen V-Mann-Einsatz nicht gegeben hätte?  Die Antwort liegt auf der Hand. Die meisten der im Laufe der Jahre von Rechtsextremisten begangenen Straftaten wären unterblieben.

Ich stelle die Frage ganz anders:
Was wäre denn gewesen, wenn die Autoritäten der bundesdeutschen Geheimdienste statt der Provokateure einen ganz andern V-Mann-Typ eingesetzt hätten? Wenn man die Möglichkeit der Beeinflussung der nationalen Szene dazu benutzt hätte, sie durch vernünftige, aufklärerische Einwirkung zu entschärfen?
Die Energien der meist jungen Hitzköpfe in erträgliche Bahnen zu lenken?
Und man soll mir nicht sagen, das wäre gar nicht möglich gewesen. Meine persönlichen Erfahrungen sind anders. Wenn ich mich, beispielsweise unter Hinweis auf die deutsch-türkische Waffenbrüderschaft im ersten Weltkrieg, für die historisch begründete Völkerfreundschaft mit den Türken einsetzte, habe ich am Ende der Diskussion fast jedes Mal gehört: „Das hat uns bisher noch niemand gesagt.“ Die verhetzten jungen Leute wurden zumindest nachdenklich. Das ist die erste Stufe einer gewandelten Überzeugung. Dabei ist es gar nicht so schwer, dem "Rassenwahn" mit vernünftigen Argumenten entgegenzutreten. Es ist nicht schwer, weil die Rassentheorie über keine wissenschaftlich haltbare Grundlage verfügt. Aber man müsste es halt wollen.
Unsere bundesdeutsche Verfassungsschutzbehörde hatte offensichtlich nur ein Interesse an der Aufheizung der nationalen Szene, nicht an der Entschärfung und der Verhinderung von Gewalttaten. Das hat mit „Verfassungsschutz" im Sinne der Wortbedeutung nichts mehr zu tun. Das ist das genaue Gegenteil. Damit wird der Staat nicht geschützt, er wird zerrüttet. Bleibt zu fragen, wessen Interessen der Verfassungsschutz eigentlich vertritt?
Auch der Abgeordnete Christian Ströbele ist ein Angehöriger des politischen Establishments. Der kriminell entartete Verfassungsschutz ist auch seine Behörde, nicht die Behörde der außerparlamentarischen Nationalisten. Soll er doch erst einmal im „betriebseigenen“  Behördenapparat aufräumen, bevor er mit den behördlich Verführten abrechnen will.
Es genügt nicht, die V-Mann-Einsätze in der bisher üblichen Art als moralisch verwerflich zu verdammen. Die durch geheimdienstliche Anstiftung zustande gekommenen Straftaten rechtsgerichteter Personen, die dafür in die Gefängnisse gesperrt wurden, sind doch in Wirklichkeit die Straftaten bundesdeutscher Beamter.
Der Fisch stinkt bekanntlich vom Kopfe her. Darüber sollte sich der Antifa-Aktivist Ströbele Gedanken machen. Und er sollte sich der Erkenntnis nicht verschließen, dass nicht nur die ultrarechte und ultralinke Szene, sondern auch das gesamte Parlament geheimdienstlich gesteuert wird. Würde bei jedem erpressbaren Parlamentarier in der Plenarsitzung ein Rotlicht aufleuchten, so wäre der Bundestag in Rotlicht getaucht. Ströbele braucht sich gar nicht so unschuldig zu geben. Die Partei, die er mit trägt, hat durch die Befürwortung der militärischen Auslandseinsätze, ohne selbst zur Waffe zu greifen, weit mehr unschuldiges Blut vergossen, als die diversen außerparlamentarischen Revoluzzer von links und rechts zusammen. Wenn Christian Ströbele nicht begreift, dass unser Parlament von fremden Mächten für deren Interessen benutzt wird, dann soll er einmal zum Kaffee trinken zu mir kommen.
Ich kann ihn aufklären. Vielleicht sagt er dann auch: „Das hat mir bisher noch niemand gesagt.“ Den Özdemir und die Claudia kann er gleich mitbringen. Die haben auch etwas Aufklärung nötig. Den Gauck aber bitte weglassen. Es könnte sonst sein, dass mir der Kaffee wieder hochkommt.

S.a. meinen Aufsatz vom Dezember 2011: "Eine Frage wurde noch nicht gestellt", Menüpunkt NPD

Karl-Heinz Hoffmann       02.05.2015

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April

Ukraine Konflikt
ZEIT- ONLINE - "Putin hat verloren"

In der ZEIT-ONLINE Ausgabe vom 29.04.2015 versucht der Politredakteur Jochen Bittner erneut seine Leserschaft mit einer Propagandaklamotte zu erheitern. Die Antwort auf die erste Frage, die man ihm dazu stellen möchte, gibt Bittner im letzten Absatz seines Propagandatraktates: „Für wie blöd halten diese Leute die Europäer?“  
Unter der Überschrift: „
Putin hat verloren“, entwickelt Bittner die vom westlichen Establishment volkspädagogisch erwünschte Sicht auf den Ukrainekonflikt. Im Machtspiel um die Ukraine würde Putin gerade ganz schlecht da stehen. Dann philosophiert Bittner weiter: „Was hat er denn bekommen? Die Krim und die Ostukraine, ja. Aber was sind diese Gewinne wert? Beide verursachen dem Kreml mehr Kosten als Nutzen, sowohl wirtschaftlich als auch politisch. (...)
(...) Und was will Putin mit der Ostukraine anfangen (...)? (...Das Kohle und Industriebecken des Donbass ist seit langem ein Sanierungsfall,(...) (...)Welche Zukunft hat dieser Winkel? Wer bitte wird dort investieren? Russische Rüstungsunternehmen vielleicht, anschlussfähige Fabriken gibt es dort immerhin. Unterm Strich dürfte Putin kräftig zuzahlen müssen, um die Region zu halten.“
Jochen Bittner versucht den materiellen Wert der Krim und des Donbass herunter zu spielen. So wie der Fuchs die Trauben, die für ihn unerreichbar sind, weil sie zu hoch hängen, zu sauer findet. Glaubwürdig wirken seine Argumente nicht.
Wenn die Krim und der Donbass so wertlos sind und in jeder Beziehung ein Klotz am Bein des Besitzers, warum kämpft dann Poroschenko so verbissen um diese Gebiete? Müsste er nicht froh sein, wenn ihm jemand den unwirtschaftlichen, sorgenträchtigen Ballast abnimmt?
Kann sein, dass die Russen in die Krim und die neurussischen Gebiete investieren müssen, aber die Früchte der Investitionen werden dem russischen Staat und damit letztlich der bodenständigen Bevölkerung zu Gute kommen. Wenn der westliche Heuschrecken-Kapitalismus auf die befreiten Gebiete zugreifen könnte, dann bliebe dem Volk nur die Gnade, für fremde Profiteure für einen Hungerlohn im eigenen Land arbeiten zu dürfen.
Wenn sich westliche Investoren aus Russland zurückziehen, dann ist das der beste Beweis dafür, dass Putin die Interessen des Volkes wahrnimmt. Klar, Länder wo die Interessen des Großkapitals den Interessen des Volkes nicht vorgehen sind kein geeignetes Pflaster für vagabundierendes Kapital. Die Russen sollten allen westlichen Investoren, die jetzt abziehen, noch einen Tritt in den Hintern mitgeben.  
Aber Jochen Bittner macht nicht nur den Russen die Rechnung auf, er erklärt auch, was der Westen bekommen hat: „Mindestens die Westukraine ist so entschlossen wie noch nie, ihre Zukunft an der Seite der EU aufzubauen.“ Er kommt aber nicht umhin zu bemerken: „Auch für die EU könnte diese neue Freundschaft freilich teuer werden.“ Das sieht Bittner ausnahmsweise mal richtig, wenn auch nicht aufs Ganze gesehen, denn die Westukraine wird nicht nur teuer für uns, sie hat uns schon zu viel gekostet. Die Milliarden die bisher nach Kiew überwiesen wurden, sind in den Taschen der Oligarchen verschwunden. Die Westukraine ist ein Fass ohne Boden. Nun, die Deutschen lieben Fässer ohne Boden. Irgendwohin muss ja das sauer verdiente Volksvermögen abfließen, damit die Regierung wieder Kredit auf nehmen kann.
Bittner muss einräumen: „Korruption gehört weiterhin zum Alltag (in der Westukraine) aber anders als Putin hat die EU einen Partner gewonnen, der nach vorne will.“ Ja, die Poroschenkos und Jazenjuks drängeln sich nach „vorne“ an die Fressnäpfe der EU, während das ukrainische Volk weiter hungern und bluten muss.  
Es wirkt grotesk und abgeschmackt, wenn der peinliche Propagandist Jochen Bittner den nüchternen Realpolitiker Putin als „peinlichen Propagandisten“ bezeichnet. Für wie blöd hält dieser Zeit-Online-Schreiberling die Europäer? Ich sehe weit und breit keinen westlichen Politiker, der dem kühlen Strategen Putin auch nur entfernt das Wasser reichen könnte.      

Karl-Heinz Hoffmann      30.04. 2015


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Das Armenier Problem
Oh wie herrlich ist das Schuldgefühl

Man hat uns, jetzt ganz unerwartet die Gnade erwiesen, an einem weiteren Völkermord mitschuldig sein zu dürfen. Ist das nicht wunderbar?
Die blödsinnigerweise an unseren eigenen Volksgenossen jüdischer Herkunft verübten Grausamkeiten genügen uns zur eigenen Verdammnis nicht mehr. Wir sind, sogar auch als Atheisten, ganz im alttestamentarischen Denken befangen. Wir reagieren nicht etwa christlich, das wäre ja nicht schlecht, denn dann würde kein Andersdenkender ausgegrenzt. Nein, wir reagieren in jeder Hinsicht katholisch. Und das ist schrecklich. Der masochistische Drang nach Schuld und Sühne scheint sich, nach jahrhundertelanger theologischer Beeinflussung schon in unseren Genen eingenistet zu haben. Wir sind vollkommen pervers geworden. Jede neue Schuldzuweisung macht uns glücklich, weil wir uns offenbar danach sehnen, das erhebende Gefühl der kollektiven Schande erleben zu dürfen.                    
Wenn ich von den blödsinnigen Grausamkeiten der Vergangenheit spreche, dann meine ich unter anderem auch die auf das geschichtliche Konto der katholischen Christen zu buchende Auslöschung der blühenden jüdischen Gemeinden in Regensburg und Worms zur Zeit der Kreuzzüge. Nicht zu vergessen die Gräueltaten der katholischen Inquisition. Warum ist davon keine Rede? Will man uns etwa diesbezüglich um das herrliche Gefühl des Schuldbewusstseins und der Sühne betrügen?
Aber man sollte die Hoffnung nicht aufgeben. Jetzt dürfen wir uns erst einmal für die, vor 100 Jahren an Armeniern verübten Massaker, wenn schon nicht allein, so doch wenigstens mitschuldig fühlen. Das ist doch schon mal was. Die Schuldanerkennung ist ja auch noch steigerungsfähig. Lassen wir es damit erst mal gut sein. Aber wann endlich dürfen wir uns zur kollektiven Schuld an den, von der heiligen Inquisition verübten ekelerregenden Grausamkeiten verantwortlich fühlen?
Oder waren etwa die sadistischen Verbrecher der katholischen Inquisition die Guten von damals?
So wie die US Amerikaner die Guten von heute sind?
Das wäre eine Erklärung, mit der sich der deutsche Michel gerne zufrieden stellen ließe.


Karl-Heinz Hoffmann     24.04.2015

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DIE ARMENISCHE TRAGÖDIE     (Aufsatz vom 26.04.2012)

Die unbestreitbare Tatsache der Verdrängung des armenischen Volkes aus ihrer angestammten Heimat in Ostanatolien findet zurzeit, wegen der in Frankreich hitzig geführten Debatte um die angestrebte gesetzliche Dogmatisierung des Vorwurfs der geplanten Volksvernichtung  höchstaktuelle Beachtung.
Die offiziellen Organe der heutigen türkischen Regierung bestreiten den Vorwurf, die Regierung des osmanischen Reiches habe in der Zeit von 1915 bis 1916 im gewussten und gewollten Einvernehmen mit den örtlichen Militär- und Polizeibehörden, die systematische  Vernichtung des armenischen Volkes angeordnet.
Von türkischer Seite wird ein, durch gewaltsames Vorgehen entstandener Bevölkerungsverlust von ca. 300.000 Armeniern angegeben. Die Türkei spricht von Kriegsverlusten.
Die armenische Seite spricht von geplantem Genozid mit einem Gesamtverlust von 1,3 bis 1,5 Millionen Menschen.
Wenn um Schadenersatzforderungen in Millionenhöhe gepokert wird, dann steigen verständlicherweise die behaupteten Verlustzahlen in unwirkliche Höhen.  

Für die objektive historische Wahrheitsfindung scheint es mir notwendig zu sein, zunächst das Gesamtthema  „armenische Tragödie“  in verschiedene Untersuchungsebenen aufzuteilen.  
Die erste Ebene ist die Untersuchung der zahlenmäßigen Größenordnungen. Es muss zunächst herausgearbeitet werden, inwieweit es mit den angegebenen Verlustzahlen seine Richtigkeit hat. Stimmen die Zahlen nicht, dann erhebt sich in der zweiten Ebene die Frage, wer falsche Verlustzahlen ins Spiel bringt und in welcher Absicht.  
Auf der dritten Ebene hat der ernsthafte Historiker die Frage nach den Gründen der Tragödie zu stellen, diese zu ermitteln und aufzuzeigen.
Im hier bearbeiteten Sachzusammenhang soll nur die Zeit von 1915 bis zum Ende des ersten Weltkrieges untersucht werden.  Die Ausschreitungen, Pogrome und daraus resultierenden Abwanderungen zahlreicher Armenier während der Regierungszeit Abdülhamids II. (31. August 1876 - 27.April 1909) gegen Ende des 19. Jahrhunderts bleiben als grundsätzlich  unbestrittene Tatsache vorläufig unberührt. Die historische Untersuchung soll einer gesonderten Arbeit vorbehalten bleiben.

Die Zusammensetzung und Entwicklung der Bevölkerung im ostanatolischen ehemaligen Bezirk Türkisch-Armenien zu Anfang des 20. Jahrhunderts bis zum Ende des ersten Weltkrieges.

Für das Jahr 1900 wird nach seriösen Schätzungen die Zahl der Einwohner in Armenien und Kurdistan auf 2,5 Millionen geschätzt.
(Quelle: Raum und Bevölkerung in der Weltgeschichte, Bd.4, 3. Auflage, Wolfgang Köllmann, Bevölkerung und Raum in Neuerer und Neuester Zeit,  A.G.Ploetz-Verlag-Würzburg, 1965, Seite 116)

In diesem Gebiet siedelten Armenier, Kurden, Türken und andere Minderheiten  in, von Distrik zu Distrikt  unterschiedlich wechselnden  Proportionen ineinander verzahnt, neben- und miteinander.
Verlässliches, offizielles, oder anderweitig seriös ermitteltes Zahlenmaterial über die Bevölkerungszusammensetzung steht dem Historiker in geordneter Form leider nicht zur Verfügung.
Dennoch können unsachliche, aus politischen Gründen zu hoch geschätzte Zahlenangaben zur armenischen Population durch die sachlich korrekte Auswertung politisch unverdächtigen Quellenmaterials überprüft und zumindest wirklichkeitsnah korrigiert werden.
Die von armenischen Interessengruppen aufgestellte Behauptung, etwa 1,3 bis 1,5 Millionen Armenier seien in der Zeit von 1915 bis 1916 einer gezielten Ausrottungspolitik zum Opfer gefallen, ist schon, soweit es die Größenordnungen angeht, unter Bezugnahme auf zusammengefasste seriöse zeitgenössische Einzelangaben rechnerisch widerlegbar.
Die von türkischen offiziellen Stellen angegebene Zahl der deportierten Armenier von ca. 300.000 Personen dürfte nach meinen historischen Recherchen korrekt ermittelt worden sein.

Wenn wir für das Jahr 1900 in Türkisch-Armenien und Kurdistan von einer Gesamtvolkszahl von 2,5 Millionen ausgehen, dann dürfte der Bevölkerungszuwachs bis zum Jahre 1915, großzügig, etwas höher geschätzt, höchstens 500.000 Einwohner betragen.
Demzufolge gehe ich für die Zeit vor Beginn der Kriegseinwirkungen und Deportationen von 3 Millionen Menschen im untersuchungsrelevanten Zeitraum, im ehemaligen türkisch Armenien und Kurdistan zusammen aus.
Offizielle Angaben darüber, in welchem proportionalen Verhältnis die Armenier zur sonstigen, in der Zahl von 3 Millionen miterfassten Gesamtbevölkerung des armenischen Siedlungsraumes (türk. Armenien u. Kurdistan) standen, sind nicht verfügbar. Doch das bedeutet nicht, dass etwa das proportionale Verhältnis der einzelnen Bevölkerungsgruppen zueinander, der historischen Forschung gänzlich unzugänglich wäre.
Wenn uns auch keine gesamtstatistischen Zahlen über die Zusammensetzung und Siedlungsweise vorliegen, so ist die Bevölkerungssituation doch durch einzelne, von politischen Interessen freigehaltene Berichte anerkannt seriöser Völkerkundler ziemlich gut nachvollziehbar.
Da wäre an erster Stelle das 1916 veröffentlichte Werk von Ewald Banse „Die Türkei, eine moderne Geographie“ zu nennen. Die von Banse darin zusammengetragenen Fakten müssen auf seinen Reisen noch vor Ausbruch des ersten Weltkrieges, jedenfalls vor 1915 gesammelt worden sein. Also in einer Zeit die noch vor den zur Kriegszeit angelaufenen Armenier-Deportationen lag. Davon abgesehen lässt sich in Banses Orient-Berichten keinerlei Parteinahme gegen die eine oder andere ethnische Völkerschaft erkennen. Deshalb war mir die Auswertung seiner völkerkundlichen Berichterstattung besonders wichtig.
Ewald Banse hat eine ganze Reihe von Städten in Türkisch-Armenien und Kurdistan auf ihre ethnische Zusammensetzung hin untersucht und in diesem Zusammenhang auch verlässliche Zahlen ermittelt und genannt. Aus diesem Untersuchungsmaterial lässt sich ablesen, dass sich die armenische Bevölkerung in dem gemischt-ethnischen Gebiet Türkisch-Armenien und Kurdistan tatsächlich gegenüber den übrigen Mitbewohnern des Gebietes in der Minderzahl befand und dabei die 40% Marke nicht überstieg.
So findet man bei Ewald Banse eine aufschlussreiche Beschreibung zu der bedeutenden Provinzstadt Erzurum. Er gibt die Gesamteinwohnerzahl (um 1913-1914) mit 50 000 türkisch sprechenden  Bürgern an, „ ... von denen ein Viertel Armenier sind.“
Zur dörflichen Bevölkerung in der Gegend von Bingöl, schreibt er: „Mit ihren in die Hügelhänge hinein gebauten Dörfern bilden die Armenier den dritten Teil der sonst kurdischen Bevölkerung.“  Für den Ort Dersin werden 7.000 bis 8.000 Einwohner genannt, „... davon zwei Drittel vertürkte Kurden, der Rest Armenier.“
Die Bevölkerung des Übergangslands vom Westen zur armenischen Hochebene beschreibt Banse unter bildhaft nachvollziehbaren Landschaftsbeschreibungen: „Nur ganz selten durchbricht ein dürftiges Gesträuch das rötlich braune, grüne und gelbliche Einerlei und frisches Eichengestrüpp erfreut auf vereinzelten Anhöhen das Auge. Weizenanbau und Obsthaine finden sich lediglich in den Talniederungen, wo die niedrigen grauen Lehm- und Steinhäuschen der Dörfer sich mit der Rückseite eng an die flachen Hänge lehnen, so dass die Dächer von dem Boden der Steppe, selbst wenn man dicht über ihnen steht, gewöhnlich nicht zu unterscheiden sind. Die Bewohner sind meist Türken und sesshaft gemachte Turkmenen und nur im südöstlichen Winkel des Gebietes bilden Kurden einen beträchtlichen Teil der Bevölkerung. Die Armenier treten hier schon sehr in den Hintergrund.“  
Aber in den anatolischen Distrikten Armenien und Kurdistan lebten neben osmanischen Türken, einer starken turkmenischen Minderheit, auch noch eine nicht unbeachtliche Zahl von Juden und etwa 100.000 Jesiden. Sowie ca. 65.000, in 45 Stämmen organisierte Dersimli. Dazu noch Tscherkessen und im Gebiet der Schwarzmeerküste Lasen, Griechen und Georgier.
Natürlich muss andererseits auch der armenische Bevölkerungsanteil der westanatolischen Großstädte Istanbul und Izmir in die Berechnungen einbezogen werden, doch bei Würdigung aller verfügbaren, objektiv gesammelten Informationen, kann die armenische Bevölkerung Kleinasiens nur wenig über einer Million gelegen haben.
Daraus ergibt sich folgende Rechnung:
3 Millionen Gesamtbevölkerung in Armenisch-Ostanatolien.
Davon maximal 40 % Armenier ergibt 1,2 Millionen.
Dazugerechnet maximal 50 000 aus den Großstädten der Westküste und der westlich gelegenen Gebiete Anatoliens, ergibt 1,25 Millionen.
Will man den quantitativen Umfang der Deportations- und Kampfverluste zum Nachteil des armenischen Volkes ermitteln,
so müssen zu allererst die in der relevanten Zeit offiziell ermittelten Auswanderer abgezogen werden.
In die Vereinigten Staaten von Amerika wanderten 175 000  Angehörige der armenischen Volksgruppe aus. Nach Russland emigrierten 525 000 türkische Armenier.
Das sind zusammen 695.000 nach 1915 ausgewanderte Armenier.
(Quelle: Raum und Bevölkerung in der Weltgeschichte, Bd.4, 3. Auflage, Wolfgang Köllmann, Bevölkerung und Raum in Neuerer und Neuester Zeit,  A.G.Ploetz-Verlag-Würzburg, 1965, Seite 117)

Aber die Liste der unmittelbar bis zum Ende des ersten Weltkrieges ins Ausland abgewanderten, vor allem auch geflüchteten Armenier ist bedeutend länger. Die Armenier zerstreuten sich in endlosen Strömen in der ganzen Welt. Wir kennen dazu keine Zahlen, aber wenn wir die fiktive Zahl von mindestens 150.000 einsetzen, so wird sie wahrscheinlich noch zu niedrig liegen.
Zur Berechnung sind von der Ausgangszahl, bezogen auf das Jahr 1915 in Höhe von 1.200.000, die nach den USA und Russland abgewanderten Armenier (695.000) abzuziehen. Das ergibt einen verbleibenden Bevölkerungsanteil von 505.000.
Etwa 50.000 dürfen als Überlebende und in Anatolien verbliebene Armenier angenommen werden. Somit kommen wir zu der Zahl von 455.000 armenischen Bürgern innerhalb der türkischen Grenzen. Weiterhin sind die Überlebenden der nach dem heutigen Syrien und dem Irak verschleppten Armenier zu bedenken. Und schließlich noch die unbekannte Zahl der in alle Länder der Welt Abgewanderten oder Geflohenen mit der sehr vorsichtig angenommenen Zahl von 150.000 zu bedenken. (verbleiben 305.000)
Aus alledem ergibt sich bezüglich der armenischen Volksgruppe auf türkischem Boden ein Bevölkerungsverlust durch Auswanderung oder Flucht, oder Tod von 845.000 Bewohnern. Zusammen mit der Zahl der in der Türkei verbliebenen und bei Hinzufügen der geschätzten Größenordnung der Abwanderung in andere Länder steht somit die Zahl von 305.000 Tausend Armeniern, die von der unterstellten Volksvernichtungsmaßnahme betroffen gewesen sein könnten im Raum. Davon entfallen, als geschätzte Größenordnung 5.000 Armenier, die sowohl als Freiwillige reguläre Soldaten, als auch als irreguläre bewaffnete Banden die russische Invasionsarmee unterstützt haben und im Kampf mit türkischen Armeeeinheiten gefallen sind. Auch eine für Kriegs und Notzeiten typische Erhöhung der natürlichen Sterberate und eine niedrigere Geburtenrate dürfen nicht außer Acht gelassen werden.

Stellt man die Zahl von 305.000 (abzüglich 5.000 im Kampf Gefallener) der von armenischer Seite fiktiv angenommenen Zahl von 1,3 bis 1,5 Millionen gegenüber, so wird das freizügige Spiel mit Bevölkerungszahlen offensichtlich.
Dabei ist das angenommene proportionale Verhältnis von 40% Armeniern gegenüber anderen Volksgruppen im Osten Anatoliens großzügig zu Gunsten der Armenier angesetzt.

Unter Bezugnahme auf Armenier-Pogrome in den Jahren 1895/96 und 1909 die im hier bearbeiten Sachzusammenhang nicht relevant sind, schrieb Ewald Banse:
„Seitdem ist das armenische Volk so sehr zurückgegangen, entmutigt und in seinen Hoffnungen auf russische und britische Hilfe so elend betrogen, dass es auf längere Zeit völlig unschädlich sein dürfte. Dies umso mehr, als es ohnehin die zahlenmäßige Minderheit, vielleicht ein Siebtel, oder noch weniger in Armenien bildet. Denn ausschließlich am Vansee machen Christen die Hälfte, oder etwas mehr, in den westlichen Vilajeten aber nur einen ganz geringen Bruchteil der Bevölkerung aus ...  ...Wenn man alle Seiten der armenischen Frage in Erwägung zieht, das stets nur eine sehr bescheidene Rolle gespielt und stets die Minderheit im eigenen Lande gebildet hat ...“
(Zitiert aus: Ewald Banse, Die Türkei, Eine moderne Geographie, zweite Auflage, Verlag von Georg Westermann, Braunschweig, 1916, Seite 198)

Die organisierten Interessenvertretungen der im Exil lebenden Armenier bringen unseriöse fiktive Verlustzahlen ins Spiel.

Die Minderheit im eigenen Lande beansprucht in dem mit Mehrheiten besiedelte Land die staatliche Führung?
Natürlich nicht heute. Heute geht es nur um Anerkennung einer zum Dogma erhobenen Vernichtungslegende und natürlich als erhoffte Folge der verlangten Anerkennung um Schadenersatzforderungen, schlichtweg um Geld. Aber damals zu Anfang des 20. Jahrhunderts ging es den Armeniern um die Loslösung Ostanatoliens vom osmanischen Reich und die Errichtung eines armenischen Königreiches von Russlands Gnaden.  
Die zweckgerichteten Unterstellungen, des angeblich von Behörden des osmanischen Reiches geplanten und vollzogenen armenischen Genozids sind zweifellos nicht nur etwas angedickt, sondern grotesk übertrieben.
Wer Schadenersatz fordern will, muss mit beweisfähigen Zahlen aufwarten können. Wird er der Übertreibung überführt, so wird sein Anliegen von vorn herein unglaubwürdig.

Die Gründe für die seitens exilarmenischer Organisationen angebotenen märchenhaft überhöhten Verlustzahlen sind zweifellos in erster Linie im Zusammenhang mit der Hoffnung auf Entschädigungsleistungen zu sehen. Der über Generationen hinweg gepflegte Hass auf die Türken, unter deren Herrschaft sie einstmals, nicht nur gleichberechtigte, sondern auch bei der Hohen Pforte in Konstantinopel geschätzte Staatsbürger gewesen waren tut ein Übriges.

Die Gründe für die armenische Tragödie 1915/16

Den Verlust der seit uralten Zeiten angestammten Heimat im Osten Anatoliens hat das armenische Volk selbst durch sein unloyales Verhalten gegenüber dem osmanischen Reich, das sein Vaterland war, verschuldet. Darin besteht die eigentliche Tragödie der Armenier. 300.000 Tote hätten den Armeniern nicht mehr als nur einen, wieder ausgleichbaren Aderlass am Volkskörper bedeutet, doch der totale ersatzlose Verlust der Heimat, das ist die eigentliche Katastrophe.
In einer nach dem Krimkrieg (1856) verfassten Erklärung von Verfassungsrang (Chate umajun = Schrift an die Völker) garantierte die Hohe Pforte ihren multiethnischen, und unterschiedlichen Religionen angehörenden Untertanen die uneingeschränkte Ausübung ihrer, der Staatsreligion zuwiderlaufenden religiösen Kulte sowie die absolute rechtliche Gleichstellung.
Doch zur gleichen Zeit begann sich der Einfluss fremder Mächte im türkischen Reich bemerkbar zu machen. In dem Bemühen um Einflussnahme auf das Osmanische Reich, entwickelte das russische Zarenreich ungeheure Energien, die sich nicht nur auf dem Balkan bemerkbar machten, sondern auch ganz besonders auf den armenischen Bevölkerungsteil im Osten Anatoliens gerichtet waren.
Dabei haben die Russen die christlichen Armenier im Spiel um die Gebiets- und Macherweiterung des Zarenreiches rücksichtslos benutzt. Und die Armenier haben sich nur allzu bereitwillig benutzen lassen, um am Ende alles zu verlieren.

„Russland entwickelte sich zu dem Haupt- und Erzfeind des Sultanats und zu dessen Nebenbuhler in der Verfolgung asiatisch-byzantinischer Richtlinien. Diesem Reiche (Russland) fehlt es zudem am Schwarzmeer und am Kaukasus am Zugang zum eisfreien Weltmeer und der militärisch-wirt-schaftliche Zwang, einen solchen zu erreichen, macht es zum hartnäckigen Gegner eines jeden Vorderasienstaates. Ihren mystisch-idealen Ausdruck finden diese Bestrebungen in der Sehnsucht des orthodoxen Russen, das Doppelkreuz wieder auf der Hagia Sophia aufzurichten.
Russland glaubt sich genötigt die Obhut der Meerengen zu erstreben, durch die sich zwei Drittel seines Ausfuhrhandels bewegen ... ... Es begehrt deshalb den Besitz Konstantinopels und der Marmaraprovinzen, daneben aber auch diejenigen Nord- und Ostanatoliens, sowie Armeniens ...“
(Zitiert aus: Ewald Banse, Die Türkei, Eine moderne Geographie, zweite Auflage, Verlag von Georg Westermann, Braunschweig, 1916, Seite 24)

Die „Befreiung“ der Balkanvölker vom Halbmond und ihre Gruppierung zu Staaten, sind Russlands Werk.
Ewald Banse meinte, Deutschlands Verhältnis zur Türkei beruhe auf dem Bestreben des Reiches, den türkischen Markt offen zu halten um Industrieerzeugnisse abzusetzen und einen Teil des Bedarfs an Rohprodukten zu decken, und wenn es sein muss, militärischen Schutz gegenüber anderen Staaten, voran Russland, England und Frankreich zu gewähren.
(vgl: Ewald Banse, Die Türkei, Eine moderne Geographie, zweite Auflage, Verlag von Georg Westermann, Braunschweig, 1916, Seite 32)

Je tiefer man in das Quellenmaterial zur Vorgeschichte des Ersten Weltkriegs eindringt, umso deutlicher wird die Schuld des russischen Zarenreiches an diesem gigantischen Völkermord erkennbar.
Auch für die „Armenische Tragödie“ trägt letztlich Russland die Verantwortung.
Ewald Banse meint, die sogenannte armenische Frage hätte sich aus der besonderen geostrategischen Lage des Landes ergeben und sei nur ein Hebel für fremde Mächte gewesen, um die Türken aus dem Lande zu drängen.
„Die Geschichte Armeniens besteht aus nicht viel anderem, als den Versuchen der Staaten Vorderasiens die armenischen Pässe und Tore in ihre Gewalt zu bringen“.
(zitiert aus: Ewald Banse, Die Türkei, Eine moderne Geographie, zweite Auflage, Verlag von Georg Westermann, Braunschweig, 1916, Seite 188)
„Durch politische Verhetzung ist der Armenier der Türkei im Laufe des letzten Jahrhunderts die Verkörperung der Verneinung alles Bestehenden geworden, zum Element der Umwälzung und der Zersetzung“ ... „Er weiß nicht, dass er heute nichts anderes ist als die Handhabe, als eine Waffe im Sinne der am Untergang der Türkei arbeitenden Mächte. So sind die Armenier der Zeit nichts als ein willenloser politischer Faktor ...“
(zitiert aus: Ewald Banse, Die Türkei, Eine moderne Geographie, zweite Auflage, Verlag von Georg Westermann, Braunschweig, 1916, Seite 196)
Weiter berichtet Ewald Banse von der „seltsamen Erscheinung“, dass gerade die fähigeren armenischen Elemente in anderen Ländern wohnen und noch ständig dorthin auswandern.
„... Zersplitterung und Zerstreuung in viele kleine Flecke, die den Räubereien der Nomaden (Kurden) ziemlich schutzlos ausgesetzt sind und deren Entwicklung mit dem Anwachsen der Volkszahl nicht gleichen Schritt halten kann, die vielen, der Geschichte angehörenden Schlachten dieses Pufferlandes, der durch die großen Straßen des Durchgangshandels in die Ferne gelenkte Blick, all diese Gründe mögen seit alters Tausende und aber Tausende ins Ausland geführt haben, wo heute von Rumänien und von Südrußland bis Nubien sowie in Amerika wohl mehr Armenier sitzen mögen, als in Armenien selber. Ein so ungewöhnlicher Zustand (der nebenbei der Heimatsliebe des Volkes kein allzu günstiges Urteil ausstellt) konnte politisch nicht unbemerkt bleiben und bildet die Grundlage der armenischen Frage. Diese wurde zuerst von Russland aufgerollt, das schon im Verlauf des ganzen 18.Jahrhunderts den armenischen Geistlichen seine Unterstützung, bei der „Wieder“-Herstellung“ des armenischen Königreiches verhieß, für den Fall, dass sie sich und ihr Volk dem Zaren unterwerfen würden. Solche Angebote verfehlten ihren Zweck nicht und verleiteten die Armenier oft zu tätiger Unterstützung der Russen in deren türkischen Kriegen.“
(zitiert aus: Ewald Banse, Die Türkei, Eine moderne Geographie, zweite Auflage, Verlag von Georg Westermann, Braunschweig, 1916, Seite ... )
Als die russischen Streitkräfte 1915 über den Kaukasus  drängten und zunächst die türkische Armee überrennen konnten, sahen die Armenier in den Russen ihre christlichen Brüder und Befreier von der Türkenherrschaft. Entsprechend begeistert wurden die Russen begrüßt. Die wehrfähigen armenischen Männer entzogen sich der Wehrpflicht im türkischen Heer und stellten sich der regulären russischen Armee als Soldaten zur Verfügung. Unabhängig davon bildeten sich vielerorts irreguläre armenische Banden, die durch ihre brutalen Terrorakte Angst und Schrecken bei der mohammedanischen Bevölkerung auslösten. So waren die Einwohner der von den Russen eroberten Stadt Erzurum völlig der armenischen Soldateska ausgeliefert.
Die genaue Anzahl der Armenier, die freiwillig im russischen Militär dienten ist nicht bekannt, sie muss aber erheblich gewesen sein, denn als sich das Blatt wendete und die Russen wieder über den Kaukasus zurückgeworfen wurden, konnten sich gut ausgerüstete armenische Truppen noch Wochen lang in Erzurum gegen die anstürmenden Türken halten.
Die Verweigerung des Militärdienstes im türkischen Heer und stattdessen die Teilnahme am Kriegsgeschehen an der Seite der feindlichen Invasionsarmee erfüllten zweifellos den Tatbestand des Hochverrats. Dieser Umstand konnte von den türkischen Autoritäten auf keinen Fall hingenommen werden. Deshalb taten sie, was jede andere Nation in Kriegszeiten zu tun hat und stets getan hat, wenn sich Teile der Bevölkerung als unzuverlässig erwiesen, oder gar offen mit dem Feind kollaborierten.
 
Am 20. April 1915 organisierte die armenische Bevölkerung des Vilayets Van den offenen Aufstand gegen die Regierungsgewalt in Kollaboration mit den russischen Invasoren. Ein bewaffneter Aufstand, der der von Norden durch die Russen, und im Süden von den Engländern und den aufgewiegelten arabischen Beduinen stark bedrängten türkischen Armee sehr gefährlich werden konnte.
Was sollte die türkische Heeresleitung angesichts solcher Bedrohungen durch die aufständischen Armenier tun? Das Gesetz des Handelns zwang sie zu rigorosen Maßnahmen. Sie musste die rebellische, mit dem Kriegsgegner kollaborierende armenische Volksgruppe soweit neutralisieren, dass sie kein kriegsentscheidender Faktor mehr sein konnte.
Als erster Schritt wurden die Soldaten der türkischen Bataillone, die armenisches Personal führten, entwaffnet.
Doch mit dieser Teilaktion konnte der über ganz Ostanatolien verbreitete Gefahrenherd nicht ausgeschaltet werden. Die Situation zwang die türkischen Autoritäten zu weiterreichenden Maßnahmen. Die Deportation und Umsiedlung der armenischen Bevölkerungsgruppe nach Syrien und Mesopotamien wurde als unumgänglich angesehen, beschlossen und durchgeführt. Es war eine Vertreibung.
Wir Deutsche wissen, was das bedeutet. Wir haben die historische Erfahrung der Vertreibung der Deutschen Volksgruppen aus dem Sudetenland, aus Schlesien, Pommern und Ostpreußen gemacht. Wir wissen auch, wie viele Todesopfer diese ethnischen Säuberungen unter den Augen der Alliierten gekostet haben, aber dennoch setzen wir die Vertreibungen nicht mit dem Begriff Genozid gleich. Das deutsche Element sollte in den eroberten und zu Gunsten der ehemaligen Kriegsgegner abgetrennten Gebieten ausgeschaltet werden. Die dabei massenweise vorgekommenen kriminellen Übergriffe bis hin zum bestialischen Mord, verabscheuen und betrauern wir, aber es kommt uns nicht in den Sinn zu behaupten, die Vertreibungen hätten die Auslöschung der Vertriebenen zum Ziel gehabt.
Bei alledem gibt es einen Unterschied. Die deutsche Volksgruppe ist zum Zeitpunkt der Vertreibung nach der Kapitulation der Wehrmacht, nirgendwo den Eroberern zur Gefahr geworden. Man wollte sie nur weg haben, um sich ungestört in den Besitz der eroberten Gebiete und das Eigentum der angestammten deutschen Familien setzen zu können.
Die Armenier hingegen sind der türkischen Armee, die mitten in einem erbarmungslosen Überlebenskampf stand, durch ihr hochverräterisches Verhalten zur ernsthaften Gefahr geworden. Deshalb mussten sie unbedingt aus dem militärisch bedeutsamen Operationsgebiet entfernt werden. Damit haben die Türken nichts anderes getan, als jede andere Nation zu Kriegszeiten zu tun pflegt. Die Amerikaner sind in ihren Sicherheitsbestrebungen während des zweiten Weltkriegs unnötigerweise noch viel weiter gegangen. Sie haben in Kalifornien 450.000 amerikanische Bürger interniert, nur weil sie japanischer Abstammung waren. Deutsche in Amerika traf das gleiche Schicksal. In den von England beherrschten Gebieten und in der Sowjetunion war es nicht anders. Ostpreußen wurde den Deutschen entrissen und „ethnisch gesäubert.“ Russlanddeutsche nach Kasachstan deportiert. Krimtartaren und Tschetschenen in sibirische Gebiete verschleppt. Die Liste der Vertreibungen und Umsiedlungen will schier endlos erscheinen. Doch Völkerverschiebungen, auch wenn sie organisiert und unter Zwang erfolgen, sind nicht so ohne weiteres mit dem Begriff Genozid gleichzusetzen. Auch dann nicht, wenn die Deportation auf Grund unvermeidbarer Sachzwänge im Ergebnis zu hohen Verlusten an Menschenleben führt.
Die türkische Militärverwaltung war 1915 durch die Kollaboration der Armenier mit der russischen Invasionsarmee und ihre Rebellion im Vilayet Van vor Probleme gestellt worden, auf die sie nicht vorbereitet war und deren Bewältigung ihre Möglichkeiten überforderte. Die Türken waren durch das feindselige und hochverräterische Verhalten der Armenier zu Maßnahmen gezwungen, die nur in höchst ungenügender Weise, improvisiert durchgeführt werden konnten. Die armenische Bevölkerung musste aus dem militärischen Operationsgebiet entfernt werden, aber die materiellen Mittel zur Durchführung der Evakuierung standen nicht zur Verfügung. Weder Transportmittel noch Lebensmittel in ausreichender Menge. Soweit die Armenier nicht mit der Bahn befördert werden konnten, mussten sie den Fußmarsch antreten. Aber Fußmärsche über hunderte von Kilometern und Entbehrungen aller Art wurden damals aber auch dem türkischen Soldaten abverlangt. Im östlichen Teil der Türkei gab es zu dieser Zeit weder eine nennenswerte Zahl von Automobilen, noch Straßen, auf denen sie hätten fahren können. So stand die Evakuierung insgesamt unter dem Vorzeichen von körperlichen Strapazen und dem Mangel an allem Lebensnotwendigen. Doch es gab keine Alternative. Der Kollaboration der Armenier tatenlos zusehen, hätte bedeutet, Verluste an der eigenen Truppe und Verluste an türkischem Hoheitsgebiet billigend in Kauf zu nehmen. Das konnte und wollte die türkische Heeresleitung nicht verantworten. Sie hatte den Auftrag das türkische Reich vor der, mit den Balkankriegen 1912/13 eingeleiteten weiteren Zerstückelung zu bewahren.
Bei vernünftiger und gerechter Würdigung der Gesamtumstände kommt man nicht umhin, anzuerkennen, dass die Evakuierung der armenischen Volksgruppe in andere Teile des Reiches unumgänglich war. Sicher wäre es den Türken lieber gewesen, wenn die türkischen Staatsbürger der armenischen Volksgruppe ihre staatsbürgerlichen Pflichten so wie andere im Reichsverband lebende Volksgruppen auch, getreulich erfüllt hätten, denn die Feindseligkeit der Armenier bedeutete auf jeden Fall eine Schwächung für das osmanische Reich.    
  
Die Armenier mögen ihr Schicksal bedauern, aber sie sollten auch erkennen, dass ihre Vorfahren die armenische Tragödie selbst durch ihr Verhalten herauf beschworen haben.
Der Verlust der heimatlichen Erde und die Zerstreuung der Armenier in alle Himmelsrichtungen der Welt, ist ein tragisches Kapitel der Geschichte, aber es ist nicht die Geschichte eines geplanten und konsequent vollzogenen Völkermordes.

Bemühungen, historisch nicht beweisfähig belegbare Begebenheiten der Interessenlage einer bestimmten ethnischen Gruppe entsprechend, legendär verfremdet, per Gesetz zum strafbewehrten Dogma erheben zu wollen, sind schlicht unmoralisch. Könnte jede Interessengruppe den Zweifel an der Richtigkeit ihrer Sicht auf  historische Ereignisse unter Strafe stellen lassen, so wäre es das ein unerträglicher Rückfall in die finstere Zeit der Inquisition und das Ende jeder objektiven historischen Forschung.

Karl-Heinz Hoffmann          
26.4.2012

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April



Neonazis in Stammheim?
Hut ab zum Gebet


In der mainfränkischen Postille „Main-Post“ zeichnet der Lokalreporter Norbert Finster von den aktuellen Geschehnissen in Stammheim ein finsteres Bild.
Was ist geschehen?
Nein - nicht zu glauben! Eine kleine, rechtslastige Partei hat sich erdreistet, eine Parteifiliale im schwarzen Landkreis Kolitzheim einzurichten.


Wer sich die Mühe macht, das Parteiprogramm der als neonazistisch verschrienen „Rechten“ zu googeln, wird erstaunt feststellen, dass es sich nur marginal von den Grundzügen der CSU unterscheidet. In der Präambel gar nicht und im Kleingedruckten der „Rechten“ nur in der Ablehnung des allgegenwärtigen  amerikanischen Einflusses.

Damit ist schon klar, dass ich das Programm der Partei „Die Rechte“ niemals befürworten könnte. Die Frontstellung gegen die materielle und kulturelle Vereinnahmung Deutschlands begrüße ich zwar, aber das Polemisieren der Rechten gegen den Islam lehne ich strikt ab. Im Grunde genommen spielen die Rechten mit ihrem unsachlichen Antiislamismus den Interessen der katholischen Kirche in die Hände und müssen sich dafür noch von den Klerikern ankotzen lassen. Das ist eine besondere Form des Masochismus. Mein Ding ist das nicht.
Ich persönlich würde mich niemals in Streitigkeiten um kulturelle und religiöse Belange einmischen. Ich halte den Kulturkampf für ebenso falsch wie Rassenkampf und Klassenkampf. Nein meine Partei kann die „Rechte“ nicht sein. Wer sich für mein Weltbild interessiert, kann in meiner Website unter dem Suchbegriff „Der ideale Staat“ nachlesen. Auch wenn ich mir die Freiheit erlaube, jederzeit auch mit den Rechten zu reden, darf nicht auf etwaige Sympathien meinerseits für deren Programm geschlossen werden. Es wäre grundfalsch.  
Aber den tiefschwarzen Mainfranken müsste doch der antiislamische Kulturkampf gelegen kommen? Oder wünscht man sich dort eine Moschee neben der Kirche? Ich würde schmunzeln, die Stammheimer sicher nicht. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich eine Begegnungsstätte zur Förderung der deutsch-türkischen Freundschaft lieber gesehen.
So wie man in jeden  Karpfenteich einen Hecht einsetzt, braucht auch das Maingebiet etwas Unruhe.  Jetzt spielt die Partei „Die Rechte“ den Hecht, und die Gemeinde spielt verrückt.
Dabei verhält man sich weder rechtsstaatlich korrekt noch klug. Allen voran der Bürgermeister Horst Herbert. Großspurig verkündet er, der Ansiedlung der „Rechten“ in Stammheim mit allen demokratischen Mitteln begegnen zu wollen. Tut aber das Gegenteil. Der einzig denkbare „rechtsstaatliche“ Weg wäre die Duldung einer politischen Konkurrenz. Der geltungsbedürftige Herbert verzichtet auf den demokratischen Diskurs und setzt stattdessen auf  die rechtsbedenkliche Methode der Druckerzeugung. Damit kann er sich ins Gespräch bringen, aber sein Problem nicht lösen.  
Der Lokalreporter Norbert Finster lobt natürlich den forschen, aber offensichtlich rechtsunkundigen Bürgermeister. Was ich damit meine, wird er merken, wenn er die ersten Rechtsstreitigkeiten vor den Verwaltungsgerichten verloren hat. Der Vorsitzende der Partei „Die Rechte“ Christian Worch, ein erfahrener  Rechtskundiger ist als Prozessgegner wahrlich kein Leichtgewicht. Seine Erfolgsquote bei verwaltungsgerichtlichen Streitigkeiten liegt bei  80%.  
Der Lobhudler Norbert Finster meint man solle den Anfängen wehren. Deshalb tue man gut daran zum friedlichen Protest aufzurufen. Bleibt zu hoffen, dass der Protest friedlich bleibt, wenn die Chaoten der Antifa in Stammheim aufmarschieren. Den Bürgermeister versucht Finster derweil mit der Parole aufzumuntern: „Hut ab, Horst Herbert!“
Das war ganz unnötig, weil dem Herbert schon zuvor „der Hut hochgegangen“ ist. Wenn er sich etwas beruhigt hat, und sich den Hut wieder aufsetzt, rate ich ihm, Hut ab zum Gebet: „Herr wir sind Deine ohnmächtigen Diener, erlöse uns von dem Übel, das Du in Deiner unerfindlichen Allmacht und Weisheit über uns gebracht hast. Amen!“ Im Koran steht: „Wenn Gott nicht gewollt hätte, dass es andere Gemeinden gibt, dann gäbe es sie nicht.“  Die frommen Stammheimer frage ich: „Kann auf Erden etwa irgendwas gegen den Willen des Allmächtigen geschehen? Warum hat er es zugelassen, dass sich die Rechten in Stammheim festsetzen?  Diese Frage ergründen zu wollen, wäre ketzerisch, wo doch der fromme Christenmensch weiß, dass Gottes Ratschlüsse unerfindlich sind. Der Teufel gehört eben auch zum Programm. Damit muss man sich abfinden.

Doch es gibt nicht nur Trauriges sondern auch Lustiges zu vermelden.
Unter anderem berichtet Finster von ganz profanen Sorgen der Stammheimer:
Einer fragte: Soll ich den Rechten mein Bier verkaufen, wenn sie zu mir kommen? Die Antwort hatte ein ganz Junger: „Ja, aber stell vor Dein Geschäft ein Schild mit der Aufschrift „Dieser Laden ist bunt.“

Das ist nun wirklich lustig, weil Stammheim noch nie bunt gewesen ist. Stammheim ist tiefschwarz. Und wenn es nach Horst Herbert geht, dann soll das so bleiben. Wenn jetzt zu schwarz noch braun hinzu kommt, dann wäre der erste Schritt zur Vielfalt gemacht. Aber bunt wäre Stammheim erst, wenn auch die Moschee neben der Kirche toleriert würde.
Aber da sei Gott vor! Ich will den Teufel nicht an die Wand malen.

Karl-Heinz Hoffmann     21.04.2015


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Russlands Wirtschaft
In der Frankfurter Allgemeinen vom 07.04.2015 findet sich unter der Überschrift „Russlands Wirtschaft erstarrt“, ein offensichtlich in Moskau von Benjamin Triebe verfasster Sachstandsbericht zu den aktuellen Verhältnissen in Russland. Triebes Standort Moskau ist keine Garantie für die Richtigkeit seiner Beurteilung. Der Reporter schreibt so, wie es das westliche Establishment gerne sehen möchte.
„Russlands Märkte können die Sanktionen kaum tragen. Dazu treibt die hohe Abhängigkeit vom Ölpreis das Land wohl in die Rezession. Nach einem Jahr Ukraine Konflikt lässt sich das Wort „Krise“ eigentlich gegen „Katastrophe“ austauschen.“
Triebe erklärt uns, was wir schon gewusst haben. Steigende Erdölpreise und die wachsende Ölproduktion hatten die russische Staatskasse gefüllt, Transfer und Lohnerhöhungen möglich gemacht und so einen Konsumboom bewirkt.
Diesem Boom, den man durchaus auch als unnatürliche wirtschaftliche Sumpfblüte nach kapitalistischer Art nennen kann, ist jetzt durch die selbstzerstörerischen Sanktionen der westlichen Allianz die Spitze abgebrochen worden.
Es mag in den Ohren westlicher Wirtschaftsexperten ketzerisch klingen, wenn ich die Frage aufwerfe, ob das Abbremsen des Konsumbooms für die russische Gesellschaft auf längere Sicht vielleicht mehr Vorteile als Nachteile bringt? Wenn die Russen auf die derzeitige Krisensituation die richtigen Antworten finden, wenn sie auf die Beschränkungen des internationalen Handelsverkehrs mit antizyklischen und dirigistischen Maßnahmen reagieren, wie das schon mit dem Importverbot für Agrarerzeugnisse geschehen ist, dann könnte Russland mit einer nach innen gerichteten Konsolidierungspolitik als Gewinner aus der vom Westen angezettelten Krise hervorgehen, während der Westen, unfähig sich von den auf Wachstum und Verschleiß gerichteten Sachzwängen zu befreien, auf den nachhaltig wirkenden, negativen Folgen der Sanktionen sitzen bleiben wird.

Interessanterweise kommt Benjamin Triebe auf das von  Russland erlassene Importverbot für Agrarprodukte zu sprechen und gibt mir damit recht: „Kurzfristig steigt zwar die Produktion mancher Betriebe, besonders im Bereich der Lebensmittel, wo ausländische Importe ersetzt werden müssen, (...)“ Was Triebe kurzfristig nennt, wird sich zum Entsetzen der westlichen Marktwirtschaftler als langfristig erweisen. Die Russen werden die Versorgung ihrer Bevölkerung selbst in die Hand nehmen und nicht mehr in die Hände der Europäer legen. Man muss kein Prophet sein, um erkennen zu können, dass der russische Markt für Agrarprodukte als Folge der Sanktionen für die Europäische Union ein für allemal verloren ist.
Für die Westeuropäer ist das schlecht, aber für die Russen gut.
Was die Erdölpreise angeht, so kann gesagt werden, dass jedes Ölförderland mit periodisch wiederkehrenden Preisschwankungen zu rechnen hat. Daran ist bisher noch kein Erdölproduzent zu Grunde gegangen. Im Übrigen sieht es gerade jetzt im Zeichen des Jemenkonflikts danach aus, als würden die Ölpreise wieder steigen und sich damit die russische Energiewirtschaft wieder erholen. Nein, ein vorübergehend sinkender Ölpreis wird Putin nicht in die Knie zwingen.
Benjamin Triebe meint: „Steigt der Ölpreis nicht mehr, ist aus dem russischen Modell die Luft raus.“
Dazu sage ich: Wenn aus einem, von ausländischen Banken unnatürlich aufgeblähten wirtschaftlichen System die „Luft“ raus ist, dann erst kann  der ökonomisch optimale Wirtschaftsbetrieb beginnen. Ausländische Inverstoren sind nicht wirklich ein Nutzen für die Gesellschaft eines Nationalstaates. Und zwar deswegen nicht, weil der in der fremdfinanzierten Wirtschaft erzielte Gewinn nicht im Inland bleiben kann sondern ins Ausland abfließt.
Zu den Sanktionen erklärt Triebe: „Sie schneiden die größten russischen Banken von der mittel- und langfristigen Kapitalaufnahme in der EU und den Vereinigten Staaten ab.“ Bemerkt aber gleich, dass dieser Umstand allein die russischen Banken nicht in eine Existenzkrise stürzt. Das dürfte Triebe richtig erkannt haben. Die russischen Finanzinstitute sind in ihrer Existenz weit weniger gefährdet, als das westliche Bankwesen. Wer keine Kredite aufnimmt braucht keine Zinsen zahlen und wer auf das Verleihen von Geld gegen Zinsen angewiesen ist, bekommt ein Problem, wenn er keine Gläubiger, die abgezockt werden können, findet.   
Das Thema „Wirtschaftliche Entwicklung“ schließt Benjamin Triebe mit der Bemerkung ab: „Eine erfolgreiche Wirtschaft lässt sich nicht staatlich verordnen, sie muss aus sich selbst heraus erwachsen.“  Widerspricht er damit nicht seinen eigen Thesen?  Und bestätigt er damit nicht die meinigen? Sind etwa die von der EU gegen Russland verhängten Sanktionen nicht staatlich verordnet? Ist nicht als Folge dessen Russland gezwungen, eine eigene erfolgreiche Wirtschaft „aus sich selbst heraus“ ohne Zufuhr heißer Luft aus dem Westen zu entwickeln?  
Dann doziert Benjamin Triebe ganz nach dem Geschmack der westlichen Spekulanten über Patriotismus und Isolation. Spricht von Fesseln, die sich Russland selbst angelegt habe und empfiehlt mehr Liberalität und Experimentierfreude. Ich behaupte das Gegenteil. Russland ist gerade dabei, sich von den Fesseln des global vagabundierenden Kapitals zu befreien. Wohin die „Experimentierfreude“ der Banken und Börsenspekulanten am Ende führt, zeigt uns nicht nur das Beispiel Griechenland, sondern auch  die Staatsverschuldung unseres eigenen, von den Fesseln des internationalen Kapitals niedergehaltenen Landes.
Wenn ich auch Benjamin Triebe widersprechen musste, in einem Punkt gebe ich ihm Recht: „Präsident Putin verdankt seinen Ruf als Stabilisator nur dem Glück, dass er zur richtigen Zeit am richtigen Ort war.“  
Nicht auszudenken, in welcher Verfassung sich Russland heute befinden würde, wenn nicht Putin sondern eine Figur wie Boris Jelzin das Ruder in der Hand hätte.

Karl-Heinz Hoffmann      08.04.2015



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März



Ukrainekrise
ZEIT ONLINE  
Unter der Überschrift „Naiv aber moralisch richtig“ serviert uns der Politredakteur der ZEIT, Jochen Bittner am 26.03.2015 zum Ukrainekonflikt sein in der Tat kindisches politisches Credo, das auf eine einfache Formel gebracht heißt: Das gesamte von den Westmächten im Zusammenhang mit dem Ukrainekonflikt geschnürte Maßnahmen-Paket war und ist immer noch, realistisch betrachtet, naiv und musste daher zwangsläufig in einer Sackgasse, aus der es kaum noch einen Weg zurück gibt, enden, aber es gibt da eine Moral, die schließlich höher zu bewerten sei, als die Vernunft.
Mit anderen Worten, die Interessen einiger west-orientierten Oligarchen und der Ausdehnungsdrang der NATO sollen Vorrang vor den Lebensinteressen der Bevölkerung haben. Diese Sichtweise hat nach meinem Verständnis mit Moral nichts zu tun. Sie ist im höchsten Grade unmoralisch.    
Bittner meint, die Frage sei doch nicht, ob man Russland verstehen solle oder nicht. Viel wichtiger sei die Frage, ob aus diesem Verständnis die Selbstaufgabe wichtiger Prinzipien, wie etwa das Selbstbestimmungsrecht der Völker und die freie Wahl des Bündnisses folgen dürfe.
Ich meine Jochen Bittner versteht gar nichts. Mit der Überbewertung der Interessen des global vagabundierenden Kapitals einerseits und der naiven Vernachlässigung der strategischen Interessen Russlands und den Befindlichkeiten der ukrainischen Bevölkerung andererseits wurde in der Ukraine ein Konflikt erzeugt, der sich, was vorauszusehen war, zu einem blutigen Bürgerkrieg entwickelt hat. Will Bittner allen Ernstes behaupten, das sei die Sache wert gewesen? Jochen Bittner versucht das Unrealistische zum Ideal zu erheben. indem er die realistische Sichtweise der pofunden Russland-Expertin Gabriele Schmalz-Jakobsen als quasi unmoralisch kritisiert.
"Angenommen also, es wäre so gelaufen:
Schon im Jahr 2013 hat Wladimir Putin bei EU-Kommissionspräsident Barroso angerufen und ein für alle Mal klargestellt, was diese Brüsselaner sich längst hätten denken können: Dass Russland es niemals hinnehmen wird, wenn sich die Ukraine der EU oder gar der Nato annähert. Vor allem, dass die Übereinkunft mit der Ukraine über den russischen Marinehafen auf der Krim nur so lange gelten kann, wie der Status der Ukraine neutral bleibt.“ Was hätte die EU darauf antworten sollen?"
Ich will es Euch sagen:
Sie hätten vernünftigerweise antworten müssen: "Herr Putin, dass müssen Sie uns nicht sagen. Wir kennen Ihre geostrategischen Sachzwänge ganz genau. Seien Sie beruhigt, wir werden nichts unternehmen, was Sie als Bedrohung der Existenz Ihres Landes verstehen müssen. Wir sind nicht so naiv, zu glauben, dass Sie eine über das bereits schon überzogene Maß hinausgehende EU und Nato Osterweiterung bis an ihre Staatsgrenzen und zur Krim so einfach hinnehmen könnten."
Aber auch ohne eine konkrete Warnung aus dem Kreml wussten die Westmächte sehr genau, dass ihre auf die „Osterweiterung“ der EU und besonders aber der Nato abzielende Einflussnahme auf tonangebende Kreise in der Ukraine unweigerlich zu einer höchst gefährlichen Konfrontation mit Russland führen würde. Trotz dieser Erkenntnis wurde das Osterweiterungsprojekt auf ukrainischem Boden vom Stapel gelassen. Ein moralisch verwerfliches Vabanque-Spiel, dessen Auswirkungen bis jetzt schon tausende Ukrainer mit dem Leben bezahlt haben und wofür auch künftig noch mehr Menschen ihr Leben lassen werden.  
Jochen Bittner redet vom Selbstbestimmungsrecht der Völker und der freien Wahl des Bündnisses, meint aber damit etwas anderes, nämlich die Interessen westlicher Kapitalisten und einer aus nimmersatten Oligarchen bestehenden ukrainischen Nomenklatura. Wenn es um das Selbstbestimmungsrecht der Völker und die freie Wahl der Bündnisse ginge, dann müsste man die Zession der Krim ebenso akzeptieren, wie die prorussische Unabhängigkeitsbewegung im Donbass.
Das Selbstbestimmungsrecht der Völker ist nicht gleichbedeutend mit den Interessen von Regierungen, vor allem dann nicht, wenn die Regierenden von der Bevölkerung nicht anerkannt werden. Genau das war früher auf der Krim und ist jetzt noch im ostukrainischen Donbass der Fall. Der Politredakteur Jochen Bittner kann oder will diese Realitäten nicht als Maßstab für politisches Handeln anerkennen. Jedenfalls versucht er den Zustand der Realitätsresistenz zur alles überragenden Moral umzudeuten. Angesichts der von „naiver Moral“ hervorgerufenen, unerträglichen Leiden der ukrainischen Bevölkerung ist das von Jochen Bittner erklärte politische Credo blanker Zynismus.   

Karl-Heinz Hoffmann      28.03.2015

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Der unmenschliche Steinmeier

Ihr erinnert Euch an den Fall Kurnaz?

Frank-Walter Steinmeier hat sich seinerzeit im Fall des unschuldig in Guantanamo gefangen gehaltenen, in Deutschland  geborenen und in Bremen lebenden Murat Kurnaz nicht nur unmenschlich verhalten, sondern auch im Sinne des Gesetzes schuldig gemacht.

Und zwar dadurch, dass er Murat Kurnaz trotz dessen festgestellter Unschuld in Guantanamo eingesperrt ließ, obwohl er die Möglichkeit gehabt hätte, ihn mit nach Deutschland zu nehmen. Damit hat er die objektiven Tatbestandmerkmale des § 239 StGB als Täter erfüllt, weil die Befugnis und die Möglichkeit bei ihm lagen, dem Gefangenen zur Freiheit zu verhelfen.
Vergl. Urteil vom 30.06.1986, Az.: 3 Ks 340 Js 40387/81, Seite -529- a) Äußerer Tatbestand


Der unschuldige Kurnaz war bereits ein Jahr lang in der Käfighaltung des Lagers Guantanamo den Quälereien  seiner Folterknechte ausgeliefert, als die US-Behörden seine Auslieferung an die Bundesrepublik anboten. Steinmeier  lehnte ab. Damit hat er nicht nur seine eiskalte Mitleidlosigkeit offenbart, sondern sich darüber hinaus, im Sinne unserer Gesetze rechtlich schuldig gemacht.


Der Fall Steinmeier / Kurnaz  lässt mir das Messer in der Tasche aufgehen, weil ich im Zusammenhang mit der WSG-Ausland von einem deutschen Gericht gemäß § 239 StGB völlig zu Unrecht zu einer langen Haftstrafe verurteilt wurde. Ich wurde wegen einem Tatbestand verurteilt, den Frank-Walter Steinmeier ohne Frage eindeutig, ich hingegen tatsächlich nicht verwirklicht hatte.
Konkret:
Mir wurde vorgeworfen, für zwei Gefangene, die 1980 in einem Gefängnis des Sicherheitsdienstes der PLO in Gewahrsam gehalten wurden, nicht genügend getan zu haben, um deren Freilassung zu bewirken. Es handelte sich um die beiden deutschen Staatsbürger Odfried Hepp und Steffen D. Das Gericht musste zwar anerkennen, dass ich weder für die Festnahme noch für die Inhaftierung der beiden verantwortlich war, behauptete aber, völlig unzutreffend, ich hätte die Kompetenzen gehabt, die Freilassung der beiden Gefangenen zu erwirken.
Weil ich das nicht getan habe, so das Gericht, müsste ich mir den Tatbestand der Freiheitsberaubung in einem besonders schweren Fall anrechnen lassen.
Tatsächlich hatte ich solche Kompetenzen nicht.
Trotzdem wurde ich verurteilt.
Steinmeier hatte, im Gegensatz zu mir die Möglichkeit, den unglücklichen Kurnaz sofort aus der Käfighaltung in Guantanamo zu erlösen. Er hätte sich nur bereit erklären müssen, ihn in die Bundesrepublik einreisen zu lassen. Er hat es nicht getan, obwohl das für ihn nicht nur eine leichte Übung, sondern auch seine Pflicht gewesen wäre. Ein Wort hätte genügt.
Ich wurde wegen der mir unterstellten, aber tatsächlich nicht gegebenen Kompetenz zu Unrecht verurteilt, Steinmeier hingegen ging leer aus.
Wenn sich dieser mitleidlose Steinmeier mit der Einforderung von Menschenrechtsverletzungen im Ukrainekonflikt aufbläst, empfinde ich für ihn nur Verachtung.

Karl-Heinz Hoffmann      19.03.2015



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Adolf Hitler
heute wichtiger als zu seiner Zeit?

Es lässt sich nicht bestreiten. Der Führer ist heute in unserer Zeit wichtiger, als er es zu seinen Lebzeiten gewesen war.
Nicht für das statistisch kaum wahrnehmbare, nationalsozialistisch orthodoxe Häuflein ewig Gestriger. Denen genügen ein paar NS-Devotionalien, die sie im stillen Kämmerlein verehren können. Selbst die demokratisch organisierten nationalen Parteien können auf Adolf Hitler, vielleicht nicht ganz, aber doch weitgehend verzichten. Meistens sind sie froh, wenn von ihm nicht die Rede ist. Denn wenn von ihm die Rede ist, dann geht das jedes Mal in ihre Hose.  
Nein, die „Rechten“ brauchen Adolf Hitler schon lange nicht mehr. Seine pseudo-anthropologische Lehre haben sie unauffällig verinnerlicht und weiterentwickelt. Wenn Hitler zufällig eine Zeitlang nicht von den Medien beschworen würde, könnten sie aufatmen. Aber eben deshalb, damit die Deutsch-Nationalen keine Atempause zur Sammlung und Stärkung erhalten, muss „der böse Geist des Führers“ tagtäglich in den Medien heraufbeschworen werden. Allabendlich werden den Deutschen in der Glotze bis zum Erbrechen Anekdoten über Adolf Hitlers Leben und Wirken serviert:
Hitlers Liebesleben, Hitlers Eltern, Hitlers Rassenwahn, Hitlers Monumentalbauten, Hitler als Maler, Hitlers politische Karriere, Hitlers Kriegslüsternheit, Hitlers Krankheiten, Hitlers Euthanasieprogramm, Hitlers Lebensborn und Hitlers Ende in der Reichskanzlei.
Und wenn das durch ist, dann alles nochmal von vorn.
Das Ende der Hitler-Litanei werden wir zu unseren Lebzeiten nicht mehr erleben, weil die Beschwörung des Führers für den Machterhalt unseres demokratischen Establishments unverzichtbar ist.
Wenn es gilt, unartige Bürger zur Raison zu bringen, wird die Nazikeule aus dem Sack geholt. Damit kann jeder in die Knie gezwungen werden: Nazis, Neonazis und sogar diejenigen, die sich durch klare Äußerungen als Gegner des Nationalsozialismus ausweisen.
Wenn der Systemkritiker kein Nationalsozialist ist, muss er eben dazu gemacht werden. Für die Inhaber der Deutungshoheit ist das kein Problem. Es könnte nur dann zum Problem werden, wenn man den Adolf in Vergessenheit geraten ließe, aber soweit darf und wird es nicht kommen, jedenfalls nicht, solange das Herrschaftssystem vom dauerbeschworenen Abscheu vor Adolf Hitler an der Macht gehalten wird.
Ich kann mit Worten nicht beschreiben, wie mir der als Wiedergänger beschworene Adolf Hitler auf die Nerven geht.

Karl-Heinz Hoffmann     18.03.2015


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Februar



Zuarbeit vom SISMI für den BND
SISMI steht für Servicio Segreto Militare.
Der Aufgabenbereich entspricht dem des BND.

Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Az.: 50 Js 260 78/82) gegen den deutschen Ex-Legio-
när der spanischen Fremdenlegion Joachim Fiebelkorn wurden mir am 29. November 1982 von einem deutschen Ermittlungs-
richter folgende Fragen gestellt:
„Frage: Herr Hoffmann, kennen Sie eine Person Fiebelkorn?
Antwort: Ich habe von der Existenz des Herrn Fiebelkorn erstmals durch die Presse erfahren. Das dürfte im September
dieses Jahres gewesen sein. Wenn ich mich recht erinnere, war es das STERN-Journal. Den Namen Fiebelkorn habe ich
vorher nie gehört. Weiter kann ich dazu nichts sagen.
Frage: Herr Hoffmann, Ihnen wird ein Lichtbild vorgelegt. Kennen Sie die abgebildete Person? Anmerkung: es handelt
sich um das Libi des Fiebelkorn.
Antwort: Nein!  (...)“


Jahre später hat mir Fiebelkorn einmal über Facebook geschrieben: „Schön dass ich Sie jetzt auf diesem Wege einmal kennen-
lerne.“ Gesehen habe ich ihn bis heute noch nicht. Aber er hat mir am 1.April 2014 per E-Mail bestätigt, dass er seinerzeit in
Frankfurt von den Ermittlungsbehörden ebenfalls nach mir gefragt worden sei und sich genauso geäußert hatte wie ich.
Was hätte er anderes sagen können - wir kannten uns nicht.


Joachim Fiebelkorn in der Uniform der spanischen Fremdenlegion

Am 1. April 2014 16:57 schrieb Karl Heinz Hoffmann <>:

Kannten Sie Della Chiae persönlich? wenn ja wie gut? Und in welchem Zusammenhang?
Kannten Sie Ciolini persönlich? War Ciolini im Bologna-Prozess als Zeuge selbst anwesend? Wenn ja, wie wurde seine Zeugen-
aussage vom Gericht bewertet?
In Erwartung Ihrer geschätzten Nachricht.
mit Gruß Karl-Heinz Hoffmann


antwort
um 19:29 Uhr  
Von:
joachim fiebelkorn

HALLO KARL HEINZ!

(...) HABE HEUTE ZUFÄLLIG ORGINALVERNEHMUNG VON KARL HEINZ HOFFMANN GEFUNDEN;JVA STRAUBING:HABE VON FIEBELKORN ERSTMALIG AUS DER PRESSEGEHÖRT STERNJURNAL:ICH HABE
FAST GLEICHZEIG BEI LKA DIE AUSAGE GEMACHT; DASSICH HOFFMAN NUR AUS DER PRESSE KENNE!!
ERWIN SCHÖNBORN KENNE ICH NICHT: HABE MIT DIESEM VEREIN NIE ETWAS AM HUT GEHABT! SCMIERFINKEN ERFINDUG!!!
DELLA CHAIA KENNE ICH PERSÖNLICH!!
DREI ODER VIER TREFFEN IN BOLIVIEN.ER WAR CORDINADOR VOM MILITÄRICHEM GEHEIMDIENST BOLIVIENS DEM ICH ANGEHÖRTE!! BEI EINEM TREFFEN WAR AUCH CIOLINI!! DANACH HABE ICH IHN
NICHT MEHR GESEHEN!!HÖRTE ERST WIEDER VON IHM ALS ER VON DER SCHWEIZ AUS MICH BE-
SCHULDIGT HAT,EINER DER BOLONA ATTENTÄTER ZU SEIN!!WENNICH MICH RICHTIG ERINNERE IST
KARL HEINZ HOFFMANN VON DIESER RATTE ERWÄHNT WORDEN!! ICH HATTE NIE EINEN PROZESS IN DEUTSCHLAND WEGEN BOLONA!!! DER ERSTE UNTERSUCHUNGSRICHTER DEN ICH HATTE HATTE DIE
INTRIGE ERKANNT UND MICH NACH 12 STUNDEN WIEDER FREI GELASSEN!! WAS MEINEM STATSAN-
WALT NICHT GEFIEL!!
(...)
VIELE GRÜSSE FIEBELKORN!!



Joachim Fiebelkorn wurde von der italienischen Justiz lange als potentieller Bologna-Attentäter gesucht. Die Anklagevertreter
wollten ihn wegen  Mord in 85 Fällen vor Gericht stellen. Fiebelkorn entzog sich dem Zugriff der Italiener, reiste in die Bundes-
republik Deutschland ein und stellte sich den deutschen Behörden, die nach eingehender Prüfung auf eine diesbezügliche Anklage verzichteten, weil sie den Unwert der Beschuldigungen erkannt hatten. Später nach sechs Jahre lang währenden Ermittlungen ge-
gen Fiebelkorn endete das Verfahren auch in Italien für ihn (in Abwesenheit) mit einem Freispruch durch einen Untersuchungs-
richter. Wie das Gericht herausfand, hatten zwei inzwischen verhaftete Offiziere des italienischen Geheimdienstes
bewusst die falsche Fährte zu Fiebelkorn gelegt.

(Quelle: Frankfurter Neue Presse 8.4.1987 und Abendpost 8.4.87, Frankfurter Rundschau, sowie Bildzeitung 8.4.87 und Hanauer
Zeitung 8.4.87)  

Die bereits erwähnte, am 29.11.1982 mit mir durchgeführte Vernehmung erschöpfte sich nicht mit der Frage nach Fiebelkorn.
Hauptsächlich hoffte man, von mir Informationen über Udo Albrecht zu bekommen. Dabei wurde mir auch gesagt, dass mich
Udo Albrecht bei den Behörden wegen Falschgeld (das von ihm selbst mit BND-Geld finanziert worden war) angeschwärzt
hatte. Natürlich war ich deshalb nicht gut auf Albrecht zu sprechen, aber ich verweigerte trotzdem die Aussage. Ich hatte zwar
damals erkannt, dass Albrecht mir schaden wollte, außerdem war er mir höchst unsympathisch, deshalb hatte ich mich im Liba-
non von ihm getrennt.
Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass er für den BND arbeitete. Ich hielt ihn für einen Vertrauensmann des Sicherheitsdienstes der PLO und dachte, der Albrecht ist zwar ein linker Vogel, aber es ist der Gewährsmann der Palästinenser.
Ich war damals nicht bereit, irgendetwas zu offenbaren, was im weitesten Sinne die Belange der Palästinenser berühren könnte. Nachdem ich zu Albrecht die Aussage verweigert hatte, wurden mir weitere Fragen zu Personen gestellt, die mir unbekannt
waren.   

Frage: Herrn Hoffmann werden die Lichtbilder des E. Ciolini, D. Ciaie, O. Danet, F. Höfle, S. Kaufmann, B. Sehm,
R. Grob vorgelegt. Kennen Sie eine der abgebildeten Personen?

Ich kannte keinen einzigen der abgebildeten Personen. Noch nicht mal dem Namen nach. Offensichtlich handelte es sich um
Leute, die von den italienischen Behörden im Zusammenhang mit dem Bombenanschlag in Bologna verdächtigt worden waren.
Am Ende der Ermittlungen zum Bombenattentat in Bologna werden die erstinstanzlich verurteilten Faschisten, nachdem sie jahre-
lang unschuldig im Gefängnis gesessen hatten, im Juli 1990 freigesprochen. Freispruch gibt es auch für Licio Gelli, Chef der ita-
lienischen Geheimloge P 2. Damit hat das Berufungsgericht die gesamte, vom SISMI erstellte Konstruktion des Verbrechens
verworfen. (Vgl. Yallop 1988, S. 169 f) Es hatte sich herausgestellt, dass die SISMI-Offiziere Justizbehörden und
Presse mit erfundenen Beweismitteln in die Irre geführt hatten.

Ich würde nicht sagen „in die Irre geführt“, sondern richtiger „auf eine falsche Fährte gelenkt.“ Jedenfalls konnte das Komplott als solches erkannt werden. Als Folge dieser Erkenntnis erhielten der SISMI-General Pietro Musumeci und sein Stellvertreter Gui-
seppe Belmonte je drei Jahre Haft aufgebrummt.
Ein sehr mildes Urteil, wenn man bedenkt, dass die zu Unrecht Beschuldigten auf die Musumeci-Verleumdungen hin länger hinter
Gittern saßen, als ihre Verleumder.
Das bezüglich des Attentates von Bologna in Italien erstinstanzlich durchgeführte Gerichtsverfahren hatte sich dann doch nur auf
Italiener beschränkt und konnte sich nicht auf deutsche Staatsbürger, (unter anderem auch nicht auf meine Person) ausweiten,
obwohl das von den Drahtziehern beabsichtigt war. Um mich in das Bologna-Attentat-Verfahren mit hineinzuziehen, ließ sich die
auf meine Person konzentrierte operative Leitstelle des BND bei tatkräftiger Unterstützung durch den italienischen SISMI eine komplette, mit Einzelheiten angereicherte Legende einfallen. Um diese Legende an den Mann, oder richtiger an die Justiz zu
bringen, bediente man sich des in der Schweiz inhaftierten Kriminellen Elio Ciolini. Der wurde vom Geheimdienst mit Vorhalten präpariert und trug dann die Legende wunschgemäß einem Richter beim Landgericht in Genf vor. Die geheimdienstlich erstellte
„Ciolini-Story“ wurde prompt von dem Schweizer Richter an die Karabinieri in Bologna weitergeleitet und brachte dort die Ver-
folgung Unschuldiger ins Rollen.

Die Ciolini-Aussage:



aus Fromm, Seite 349


aus Fromm, Seite 350

Eine belastende Aussage, für die Ciolini keine Beweise mitliefern konnte.
 
Aber das ist noch nicht alles. Die Geheimdienstler gingen noch weiter. Sie begnügten sich nicht damit, Falschaussagen zu erzeu-
gen, sie legten auch materiell falsche Spuren:


Fromm Seite 352  

Der von Musumeci an italienische Justizbeamte geschickte Bericht ist nicht nur gut nachweisbar falsch. Die Nennung der vier,
fälschlich als „WSG Mitglieder“ bezeichneten Personen beweist eindeutig die enge Zusammenarbeit der deutschen und italieni-
schen Dienste im Zusammenhang mit dem gegen mich und die Fatah geschmiedeten Komplott. Die Kenntnis darüber, dass sich
die zur Odfried Hepp Fraktion gehörenden vier Personen 1981 im Libanon befanden, konnten die Italiener nur vom BND erfah-
ren haben. Der vom SISMI für die italienische Justiz erstellte Bericht war vom BND bestellt. Haltbar war er deshalb nicht, weil
die deutschen regulären Strafverfolgungsbehörden kurze Zeit darauf richtigere Ermittlungsergebnisse hatten, die den Musumeci-
Bericht wertlos machten. Ich kann mir vorstellen, dass der Mossad bereits Schritte vorbereitet hatte, die darauf hinauslaufen
sollten, dass die gesamte Hepp-Gruppe, vermutlich auch der gesamte in unser Libanon-Projekt eingebundene Personenkreis im
Libanon verschütt geht. Dann hätte der Musomeci-Bericht als Beweismittel Bedeutung erlangen können. Aber durch den Ver-
such der Hepp-Gruppe zu desertieren, und deren unerwartete Rückkehr nach Deutschland kam es eben anders.     
Hinsichtlich haltloser Verdächtigungen schießt die Zeitung (Konkret, Nr. 6/1987, S.15) den Vogel ab:


Fromm Seite 351  

Ich hatte lange Zeit die ganze Bologna-Affäre nicht besonders ernst genommen und auch jahrelang nicht recherchiert. Ich hielt
das Ganze in Bezug auf mich für eine der zahlreichen journalistischen Klamotten. Da würde es auf eine mehr oder weniger nicht ankommen, zumal mir juristisch diesbezüglich kein Vorwurf gemacht worden war, fühlte ich mich davon nicht besonders tangiert.
Das änderte sich, als im Jahr 2014 plötzlich BND-Akten mit Bezug zur WSG auftauchten und in den Medien diskutiert wurden.
Die wenigen Textauszüge, die ich zu sehen bekam, machten mir klar, dass sie inhaltlich eine Fälschung sind. Was mir nicht klar
war, warum der BND die Akten zu diesem Zeitpunkt an die Medien gelangen ließ und damit das Risiko der Entlarvung einging.
Ich kann mir nur vorstellen, dass im BND jemand die Übersicht verloren hat und sich der Gefahr für den eigenen Betrieb nicht
bewusst war. Zum Thema „Beweismittelfälschung“ durch den BND werde ich noch gesondert Stellung nehmen.

Karl-Heinz Hoffmann      22.02.2015
  

*******

„antifainfoblatt“
Resümee zum Bericht von Tomas Lecorte vom 30.01.2015
Der Bericht ist nicht uninteressant, weil er trotz grundsätzlicher Beibehaltung der verleumderischen Grundlinie doch Anzeichen für eine gewisse Lernfähigkeit erkennen lässt.
Lecorte meint, ich habe nach dem Verbot der WSG in einem PLO-Lager im Libanon eine neue Kampfgruppe gegründet. Das ist nicht völlig falsch, bedarf aber einer verständnisnotwendigen Erläuterung.
Ich glaubte damals, eine neue Kampfgruppe gegründet zu haben. Damals war mein Erkenntnisstand ebenso ungenügend wie der
heutige Erkenntnisstand Lecortes. Heute weiß ich, dass ich in Wirklichkeit, ohne es zu ahnen, mit Hilfe des Agenten Udo
Albrecht vom BND in den Libanon gelotst wurde.
Ist es denkbar, dass der BND diese Operation ohne Wissen des Mossad und ohne dessen Einflussnahme durchgeführt hat?
Die Initiatoren dieser Operation hatten ganz sicher nicht die Absicht, mir einen Gefallen zu tun.
Lecorte irrt sich auch, wenn er von einem antisemitischen Mord an Schlomo Levin und Frieda Pöschke spricht. Das ist reiner
Unsinn. In seinem Plädoyer sagte der von der Opferfamilie beauftragte Nebenkläger RA Leske im Saal 600 angesichts des er-
kennenden Gerichtes:
„Meine Mandantschaft hat mich beauftragt, die antisemitische Komponente deutlich herauszuarbeiten. Das war
nach allem, was ich hier während der Gerichtsverhandlung gehört habe, nicht möglich.“
Was dem Nebenkläger nach zweijähriger Anwesenheit im Gerichtssaal nicht möglich war, erlaubt sich der Antifa-Propagandist
Tomas Lecorte ganz locker vom Hocker zu behaupten.
Damit kann er bei seiner dauernd Rotlicht bestrahlten Klientel punkten, aber niemals als Historiker ernst genommen werden.
Vielleicht will er das ja auch gar nicht. Vielleicht genügt ihm der billige Journalismus? Erfolg kann man ja damit haben. Mehr als
mit der Wahrheit. Nach allem, was in der Verhandlung offenkundig wurde, kann gesagt werden, dass der Doppelmord in Er-
langen niemals geschehen wäre, wenn es das Oktoberfestattentat nicht gegeben hätte.

Lecorte meint weiter:
„Über Hoffmann schwebt bis heute der Verdacht, er beziehungsweise seine WSG sei in das Oktoberfestattentat in
München am 26. September 1980 verwickelt gewesen.“
Lecorte versteht es, Verleumdungen so zu  formulieren, dass sie juristisch gesehen nur eine Meinung und nicht etwa eine „Tatsachenbehauptung“ darstellen. Bei alledem sollte Lecorte nicht vergessen, dass der Verdacht nur deshalb über mir schwebt,
weil er und seinesgleichen den vernünftig nicht nachvollziehbaren Verdacht immer wieder aufwärmen. Die Justiz kann keinen Ver-
dacht begründen. Die Antifa braucht nichts begründen, sie kann so dumm daherreden wie sie will, solange sie ihre unqualifizierten Angriffe mit der Meinungsfreiheit rechtfertigen kann.
Unwissenheit und Torheit sind nun einmal keine Straftatbestände.    

Lecorte schreibt: „Doch insbesondere in der linken Öffentlichkeit wird Hoffmann trotz fehlender Beweise bis heute als Drahtzieher des Anschlages bezeichnet.“   

Das Schlimme daran ist, dass die Antifaschisten glauben, im Recht zu sein, wenn sie einen Menschen massiv mit Beschuldigungen mobben, für die sie keine Beweise haben. Lecorte räumt ein, dass er keine Beweise hat, macht sich aber offensichtlich keine Ge-
danken über die moralische Verwerflichkeit seiner Haltung. Wenn es Beweise gibt, dann sind es die Erklärungen im Abschluss-
bericht des GBA zum Oktoberfestattentat. Nämlich der Beweis, dass sich kein Verdacht begründen lässt. Lecorte hat keine Be-
weise, aber er will nicht in Betracht ziehen, dass ich in der Sache unschuldig sein könnte? Ein „Faschist“ kann überhaupt nicht un-
schuldig sein. Das ist die bornierte Argumentation der Antifa. Dazu passt auch sein Aufruf an die Genossen, sich nur ja nicht mit
mir einzulassen: „Ob er nun zuletzt vom Verdacht wegen des Oktoberfestattentates entlastet wird oder nicht - als Gesprächspartner für Linke ist er uninteressant.“
Diese Aussage lässt die Angst der Linken erkennen, von beweisfähigen Argumenten in der Diskussion platt gemacht zu werden.
Lecorte wird nicht verhindern können, dass ich nicht nur zu Rechten, sondern auch Kontakte zu Linken pflege und den Be-
kanntenkreis, den ich nicht als Gefolgschaft begreife, ständig erweitere. Eine ideologisch geschlossene Gefolgschaft endet in
einem organisatorisch erfassten Rahmen und das hat auch für den „Anführer“ den gefährlichen Nachteil, für jeden Blödsinn, der
von einem „Gefolgsmann“ verzapft wird, in die Haftung genommen zu werden. Das muss noch nicht einmal eine Haftung im juris-
tischen Sinne sein.       
Im Gegensatz zum typischen Linken, brauche ich kein Feindbild. Und ich widersetze mich der Forderung des politischen Estab-
lishments nach Ausgrenzung vermeintlich inakzeptabler Diskussionspartner. Mir ist dabei schon klar, welche Sorgen das Ge-
spenst einer möglichen Querfront hervorruft.  
Lecorte unterstellt mir, eine moderne Form des Antisemitismus zu pflegen. Nicht rassisch-völkisch begründet. Na, dass er das
schon mal begriffen hat, ist doch schon ein Fortschritt, den er allerding gleich im Nachsatz wieder zurücknimmt, indem er den
von mir öfter verwendeten Begriff „finstere Mächte“ mit Antijudaismus gleich setzt. Wenn ich von global vagabundierendem
Kapital rede meine ich nicht „die Juden“. Ich verstehe diese Mächte so wie sie von Salvador Allende beschrieben wurden:

Das Schlimmste Übel auf dieser Welt sind die internationalen Finanzpools die vornehmlich in England und den
USA angesiedelt sind, aber keiner Regierung oder irgendeiner moralischen Instanz Rechenschaft schuldig sind.“

Abschließend schreibt Lecorte über mich: „Seine Ambitionen auf eine größere Gefolgschaft blieben damals wie heute er-
folglos.“

Falsch ist daran nur, dass es mir damals wie heute nicht um eine große Gefolgschaft ging. Damals konnte ich für die WSG nur
Männer im wehrtauglichen Alter brauchen, die bereit waren, sich auch im Winter nachts irgendwo in den Schnee zu legen um
sich zu ertüchtigen. Damit gewinnt man keine Massen. Das war mir doch klar.
Und heute?
Ich suche keine Gefolgschaft. Ich habe nie in demokratischen Dimensionen gedacht und gehandelt. Das vergisst Lecorte. Was
soll ich mit einer großen Gefolgschaft anfangen? Vielleicht hätte ich sie haben können, aber dann wäre ich nicht mehr in meinen Äußerungen frei. Soll ich mich auf das Niveau der Bild-Zeitung und der Antifa begeben um möglichst viele Anhänger zu finden? Anhänger für was? Ich bin mit meinen Gedanken weder in der Vergangenheit noch in der Gegenwart, sondern 30 Jahre voraus,
in der Zukunft. Dafür findet man keine Anhänger. Aber eben deswegen kann ich es mir leisten, wenn es nötig ist, jeden mit Kritik
vor den Kopf zu stoßen. Ich kann die katholische Kirche kritisieren. Könnte ich das wenn ich eine Partei haben wollte?  Ich kann türkenfreundlich sein und damit die Rechten brüskieren.
Nein, die Freiheit, ohne auf irgendwen Rücksicht nehmen zu müssen, nur von der Wahrheit, mit jedem, sei er links oder rechts,
reden zu können, lasse ich mir nicht nehmen. Wenn ich eine große Anhängerschaft anstreben würde und dabei erfolgreich wäre,
dann müsste ich mich auch für eine bestimmte politische Richtung entscheiden und dann hätte ich zwangsläufig genauso viele
Feinde wie Anhänger. Das kann nicht sinnvoll sein.        

Karl-Heinz Hoffmann      22.02.2015

2015



Anzeige gegen den Generalbundesanwalt Harald Range wegen Verunglimpfung
des Andenkens Verstorbener

                                                                                                                                  Karl-Heinz Hoffmann
                                                                                                                                               Marktplatz 14
                                                                                                                                               91077 Neunkirchen
                                                                                                                                               Tel 09192  1090
                                                                                                                                               Fax 09192  6530
                                                                                                                                               mail
karl.heinz.hoffmann.fks-prc@gmx.de.
ÜBERGABEEINSCHREIBEN
An die
Kriminalpolizeiinspektion Bamberg
Schildstraße 81

96050 Bamberg


mit der Bitte um Weiterleitung an die zuständige Behörde
                                                                                                                         05.02.2015
Strafanzeige



Hiermit erstatte ich

Karl-Heinz Hoffmann
Marktplatz 14
91077 Neunkirchen

Strafanzeige gegen

Herrn Generalbundesanwalt
Harald Range
zu laden bei der Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe




wegen Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener, strafbar gemäß § 189 StGB

Sachverhalt:
In der am 04.02.2015  über das Fernsehen ausgestrahlten Reportage: „Attentäter-Einzeltäter, Neues zum Oktoberfestanschlag,“
sagte in diesem Zusammenhang der Generalbundesanwalt:
„Es geht um das schwerste rechtsterroristische Attentat in der Bundesrepublik Deutschland.“
Diese verunglimpfende Tatsachenbehauptung kann mit den im Ermittlungsverfahren zum Oktoberfestattentat gewonnenen Erkenntnissen nicht gerechtfertigt werden.


Im Abschlussbericht des GBA wird festgestellt:
„Das Tatmotiv konnte nicht abschließend geklärt werden.“ (Abschlussbericht S. 57)
Wenn das Tatmotiv nicht geklärt werden konnte, dann ist es nicht zulässig, von einem „rechtsgerichteten“ Terroranschlag zu sprechen.
Im Abschlussbericht werden mehrere unterschiedliche Tatmotive als möglich angenommen.

Rechtsextremistische Gesinnung wird dabei nicht aufgeführt. Das war auch nicht möglich, weil die umfangreichen, auf den Zeitraum des Attentates, einschließlich der zwei Jahre zuvor bezogenen Ermittlungen keine Anhaltspunkte dafür ergaben.
Mit dem Beginn seiner Dienstzeit bei der Bundeswehr hat jedoch Köhler, sofern er zuvor tatsächlich als Rechtsradikaler gelten konnte, auf jeden Fall politisch umgeschaltet.
Vgl. B IV, Zitat nach Bl. 57, (SachA Bd. 7 Bl. 2029ff und 2033ff).

Auf Blatt 61 des Abschlussberichtes wird festgestellt:

„Bereits zu Beginn seines Militärdienstes (Sommer 1978) - nach anderen Bekundungen erst in der Zeit danach - hat sich Gundolf  Köhler -  jedenfalls teilweise - von seinen rechtsextremistisch geprägten Vorstellungen abgewandt und mehr den „Grünen“ zugewandt. Bei der Landtagswahl 1980 in Baden-Württemberg soll er diese Partei (die Grünen) gewählt haben“.
(Zitiert nach Bl. 61,  (vgl. auch SachA Bd.11 Bl. 3279, 3336, 3349, 3411, 3421; SachA Bd.14 Bl. 4322, 4348, 4415, 4445;  SachA Bd. 15 Bl. 4531 ff, 4605,4985, SachA Bd. 27 Bl. 148ff, 157, 158.

Zwar ist GBA Range nicht der Einzige, der im Zusammenhang mit dem Oktoberfestanschlag ungerechtfertigter Weise von einem  „rechtsterroristischen“ Anschlag redet, aber das macht die Sache nicht besser. Journalisten und Antifa-Propagandisten wie Ulrich Chaussy und RA Dietrich kann man vielleicht noch Narrenfreiheit zubilligen, nicht jedoch dem Generalbundesanwalt als Herr des Ermittlungsverfahrens.Von ihm darf strenge Sachlichkeit erwartet werden. Wenn er über die Inhalte des bereits abgeschlossenen Ermittlungsverfahrens hinaus nichts zu bieten hat, was Gundolf Köhler beweisfähig zum „Rechtsterroristen“ stempeln könnte, dann hat er mit der hier relevanten Äußerung das Andenken des bei der Explosion auf der Theresienwiese ums Leben gekommenen Gundolf Köhler verunglimpft. Dabei kann es, wenigstens im hier relevanten Sachzusammenhang, dahingestellt bleiben, ob die seinerzeit von der Generalbundesanwaltschaft „nach Lage der Dinge“ geäußerte Schlussfolgerung, Köhler müsse wohl der Täter gewesen sein, richtig oder falsch ist. Denn es geht hier nicht um die Frage der Verantwortlichkeit für die Tat, sondern nur um die unzulässige Einordnung der Tat als „rechtsterroristisch.“


Dass Köhlers Täterschaft nur vermutet, aber nicht erwiesen ist, steht auf einem anderen Blatt.
In der Einstellungsverfügung musste die Generalbundesanwaltschaft, mit der Formulierung: „(...) im Übrigen mangels Täterermittlung (...)“ einräumen, dass eine „Täterermittlung“ nicht möglich war.


Es wird darum gebeten, diese Strafanzeige auch im Hinblick auf die, auch kriminalstatistisch relevante, zeitgeschichtliche Korrekt-
heit und das erhebliche öffentliche Interesse, ohne Ansehen der Person, sachgerecht zu bearbeiten. Es kann ja auch nicht dem
Ansehen des deutschen Volkes in der Welt dienlich sein, wenn jedes Gewaltverbrechen ohne Namen und Gesicht, als „rechtsterroristisch“ bezeichnet wird, wenn es dafür keine vernünftige Begründung gibt.  

Hochachtungsvoll
Karl-Heinz Hoffmann       

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Zum Positionspapier PEGADA:
file:///C:/Dokumente%20und%20Einstellungen/User/Eigene%20Dateien/Downloads/PEGADA-POSITION%20(1).pdf


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Karl-Heinz Hoffmann


DIE OKTOBERFESTLEGENDE

331 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, Preis 22,80 Euro,
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Nun, nachdem ich mich mit der kritischen Bearbeitung der Oktoberfestlegende öffentlich zu Wort melde,
wird man sagen, na ja, er will sich halt rechtfertigen.
Und damit sagt der Volksmund endlich etwas Richtiges.
Natürlich will ich mich von dem künstlich erzeugten Verdacht befreien.
Das ist gar keine Frage und es ist mein gutes Recht.
Und ich möchte auch dem geschändeten Ansehen der ehemaligen deutschen WSG entgegen wirken und nicht zuletzt auch die ungerechtfertigte Belastung der ‚Deutschen Rechten‘, die ohne Schuld von ihren Gegnern mit einbezogen wird, obsolet werden lassen.
Karl Heinz Hoffmann
Januar 2015


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Karl-Heinz Hoffmann
Vortrag in der ersten Hälfte 2015
Acht Jahre Gefängnis
Wofür? Und warum?

In der Presse und der zeitgeschichtlichen Literatur, was bedauerlicherweise im Ergebnis so ziemlich dasselbe ist, werde ich stereotyp als „verurteilter Neonazi“ bezeichnet. Die einzige Personengruppe, die sich dieser grandiosen Fehleinschätzung nicht anschließt, besteht aus den unbeirrbar am NS-Gedankengut festhaltenden Nationalsozialisten, oder, um es anders auszudrücken, denjenigen, die nicht beleidigt sind, wenn man sie „Nazi“ oder „Neonazi“ nennt. Für sie bin ich schon deshalb untragbar, weil ich mich auf Grund meiner Lebenserfahrung zur Freundschaft zum türkischen Volk und zur Toleranz gegenüber dem Islam bekenne.  
In den 80ziger Jahren verbrachte ich acht Jahre hinter Gittern.
Aber nicht etwa, wie ständig behauptet wird, wegen „rechtsradikaler“ oder gar „neonazistischer“ Betätigung.
Das Urteil stützte sich im Wesentlichen auf sogenannte „Auslandsstraftaten“ die am Ort des Geschehens nicht strafbar waren und deshalb in der Bundesrepublik, bei gerechter und vernünftiger Würdigung nicht hätten angeklagt werden dürfen. Dass es dennoch geschah, war Unrecht.
Zum Anderen standen Straftaten im Geltungsbereich der bundesdeutschen Gesetze zur Debatte, deren Verstoß ich zugegeben habe. Für diese Sachverhalte wurde mir ein unerträgliches Übermaß an Freiheitsstrafe zu gemessen.
Wie unangemessen die Entscheidungen waren, lässt sich aus dem Sachvortrag meines damaligen Verteidigers erahnen. Er hatte sechs Monate für den Besitz einer nicht angemeldeten Pistole gefordert und im Übrigen auf Freispruch plädiert.

Es erscheint mir notwendig und an der Zeit, interessierte Kreise mit einem mehrstündigen Vortrag mit umfassenden Einsichten in die damaligen Geschehnisse sachgerecht und schonungslos aufzuklären.
Zwar ist der Veranstaltungstermin noch nicht festgelegt, doch wer sich dafür interessiert, kann sich jetzt schon per E-Mail mit Angabe des vollen Namens und der Anschrift anmelden.
Die Teilnahme am Vortrag ist kostenlos.

Karl-Heinz Hoffmann      02.12.2014


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Anfrage
Veranstaltungsmöglichkeiten

Welcher Münchner Lokalinhaber stellt mir für Vortragsveranstaltungen einen gastronomisch bewirtschafteten Raum von 60 bis 120 qm zur Verfügung? Das erste Vortragsthema lautet: „DIE NSU LEGENDE“. Das ist zweifelsohne ein heißes Eisen.
Es wird deshalb nicht ohne massive Proteste abgehen.
Deshalb sollte der  Gastronom charakterfest sein und den unweigerlich zu erwartenden rechtswidrigen Nötigungsversuchen seitens der Stadtverwaltung und Behörden standhalten können.

Angebote erbitte ich per E Mail:   fks.sahlis@gmx.de  

Karl-Heinz Hoffmann    
Systemkritiker 01.12.2014


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Videos auf Youtube:

Karl-Heinz Hoffmann zum Film "Der blinde Fleck",
Vortrag vom 29.11.2014 in München

Teil 1:
www.youtube.com/watch?v=eihzk-Gv60o
Teil 2:  www.youtube.com/watch?v=0IwsYJqVMag
Teil 3:  
www.youtube.com/watch?v=EHf6HPZfCHI
Teil 4:  
www.youtube.com/watch?v=5KaOm0szx8k

oder einfach: Karl-Heinz Hoffmann zum Film "Der blinde Fleck", Teil 1, 2, 3 oder 4

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Karl-Heinz Hoffmann

Meine
Lebenserinnerungen
Band 1 und Band 2


jeweils ca. 374 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
Preis je Buch 24,80 EURO, zuzgl. Versand

Kunden, die das Buch signiert haben wollen,
bitte bei mir, über meine E-Mail Adresse bestellen


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Neue Artikel
unter "Aktuell" jetzt am Anfang

Ältere Artikel aus "Aktuell" sind jetzt weitgehend unter den jeweiligen Themen der Menüpunkte abgelegt.

  

Videos bei youtube:
Karl-Heinz Hoffmann Geheimdienste, 4 Teile

http://www.youtube.com/results?search_query=karl-heinz+hoffmann+geheimdiensteteil+i&sm=1




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IMMER NOCH
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DAS NSU TRIO
223 Seiten, Paperback,
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Leseproben aus dem Buch „ DAS NSU TRIO“:

... Ob sich aus dem bis jetzt nur fragmentarisch veröffentlichten Erzählstoff am Ende die wahre Geschichte herausschält,
oder etwa eine, bisherigen Darstellungen widersprechende «Dönermordlegende» geschrieben werden muss, steht derzeit noch in den Sternen.
Alles ist möglich.
Die Verifizierung der gegen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt erhobenen Schuldvorwürfe ebenso,
wie das Erkennen ihrer Unschuld.
Streng rechtlich gesehen muss für sie, solange der eindeutige Schuldbeweis noch nicht erbracht ist, die Unschuldsvermutung gelten. ...
... Mein Thema ist nicht primär die NSU-Zelle, sondern ein, für meinen Geschmack verantwortungslos vorschnell von den Journalisten Christian Fuchs und John Goetz veröffentlichtes Buch mit dem Titel: Die Zelle. ...
(Vorwort)

... Alles sieht nach einer konzertierten geheimdienstlichen Aktion aus. Die Fälscherwerkstätten der Geheimdienste verfügen über die Möglichkeiten, Indizien aller Art zu produzieren, sie verstehen es auch, die künstlich erzeugten Duftmarken so zu platzieren, dass sie von den regulären Ermittlungsbehörden erschnüffelt werden können.
War nicht das gesamte Belastungsmaterial in der „Waldheim-Affäre“ seinerzeit vom israelischen Geheimdienst künstlich produziert worden? Und funktioniert hat es auch. Waldheim wurde mit gefälschten Dokumenten zu Fall gebracht.
Im Fall Uwe Barschel haben überstaatlich agierende Geheimdienstkiller zugeschlagen und Scheinspuren am Tatort hinterlassen....
(Seite 60)

... Ich kenne die tatsächlichen Geschehnisse um die Zwickauer Zelle ebenso wenig wie die Ermittlungsbehörden, aber ich kenne aus meinen eigenen Erfahrungen mit den Ermittlungen zum Oktoberfestattentat das Arbeitsmuster der Geheimdienste. Alles sieht danach aus, als hätten die finsteren Mächte auch diesmal, im Fall der Zwickauer Zelle ihre Finger im Spiel gehabt. ...
(Seite 68)

... Wenn Geheimdienste eine Operation von großer politischer Wirkung inszenieren, dann geschieht das unter Einbeziehung von Erkenntnissen und Objekten, die oft über Jahre hinweg gesammelt wurden. Sobald die „Lampe“ ausgereift und der richtige Moment zur Auslösung gekommen ist, wird beim praktischen Vorgehen ein immer wiederkehrendes Grundmuster erkennbar. ...
(Seite 70)

... Geheimdienstliche Arbeit ist Dreckarbeit. Dabei werden alle Möglichkeiten der Benutzung ahnungsloser Menschen ausgeschöpft.
Von besonderer Bedeutung ist dabei die Benutzung rechtsstaatlicher Behörden, deren brave Beamte und Rechtswahrer nur in Ausnahmefällen eine Ahnung haben, für welche Zwecke sie die „nützlichen Idioten“ abgeben. Für die Geheimdienste unserer Zeit gibt es keine Skrupel die abscheulichsten Methoden anzuwenden, wenn sie nur der jeweiligen politischen Zielsetzung dienlich sind. ...
(Seite 109)

Die Rufer aus den Reihen des politischen Establishments nach vollkommener Aufklärung würden verstummen, wenn sie auch nur eine blasse Ahnung von dem ineinandergreifenden Geflecht von inländischen und ausländischen Geheimdiensten hätten. Der Ruf nach schonungsloser Aufklärung würde ihnen als unverdaulicher Brocken im Hals stecken bleiben. ...
(Seite 124)

... Der wahrscheinlichsten kriminalistischen Arbeitstheorie folgend, gehe ich davon aus, dass sich die Überwachung des Trios nicht nur auf die Zeit in Jena beschränkte, sondern auch, und ganz besonders in der Zeit der Bewegungen im Untergrund lückenlos gewährleistet war.
Die konspirativen Wohnungen in Chemnitz und Zwickau waren ebenso bekannt, wie die Termine der KFZ-Anmietungen und in Verbindung damit die wichtigsten Bewegungsbilder.
In der Abwesenheit des Trios, beispielsweise während dessen Urlaubsreisen, konnten die konspirativen Wohnungen in Ruhe begangen und mit Abhöranlagen gespickt werden. Die Geheimdienstler konnten jedes Gespräch mithören. So mussten sie über alle möglichen Pläne und bevorstehende Aktionen, zum Beispiel Bankraubvorhaben Bescheid wissen, noch bevor es zu deren Ausführung kam.
Darauf beruhte der Plan, den NSU zu einem geeigneten Zeitpunkt benutzen zu können. ...
(Seite 125)




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Videos zum Thema Oktoberfestattentat:
(Mit diesem Link)

Oktoberfestattentat

Teil 1 - 6 in Youtube

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2014

November 2014
Elsässer in Berlin - Reden kann er, das muss man ihm lassen!
Der nie versiegende Flüchtlingsstrom - wohin damit?
Reisekosten für djihadistische Salafisten
Retrospektive - Der unbequeme Dissident Axel Heinzmann
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Oktober 2014
Einladung: Ich spreche in München
Elsässer contra Ditfurth - Jutta geht betteln
Aufruf an die Befürworter des IS
*
September 2014
Mit Zarathustra bin ich einig

November

Elsässer in Berlin
Reden kann er,
das muss man ihm lassen!


Die am 22.11.2014 vom Compact-Magazin in Berlin organisierte Souveränitätskonferenz war ein voller Erfolg.   
Sieht man einmal davon ab, dass ein französischer Referent, der an und für sich seine Rede inhaltlich spannend und rhetorisch meisterhaft vortrug, fatalerweise versäumte, angemessene Pausen zur Simultanübersetzung einzuräumen, so muss allen Referenten ein hohes Maß, nicht nur an rednerischer Perfektion, sondern auch an vermittelter Glaubwürdigkeit zugestanden werden.
Jürgen Elsässer übertraf sie alle und sich selbst. Sein Vortrag war emotional aufgeladen und wie der frenetische Beifall bestätigte, mitreißend und überzeugend reden kann er, das müssen ihm seine schlimmsten Neider lassen. Darüber, ob er die gegenwärtige Linie nun endgültig für alle Zeiten beibehalten wird, oder ob da nochmal ein Schwenk kommt, kann man orakeln. Derzeit hat er jedenfalls recht mit dem, was er zum Verhältnis Westeuropas zu Russland sagt.
Das Thema Frieden, ja mehr noch Freundschaft mit Russland zog sich wie ein roter Faden durch die von anspruchsvollen musikalischen Einlagen begleitete Veranstaltung.
Für mich persönlich waren die Ausführungen zum Völkerrecht von Prof. Schachtschneider das Interessanteste. Er verstand es, uns allen zu erklären, wie die Geschehnisse in der Ukraine völkerrechtlich korrekt zu bewerten sind. Sein Vortrag war für mich eine bedeutende Bereicherung.
Sehr gespannt war ich, als Egon Bahr ans Mikrofon ging. Und ich gestehe, dass mich sein Redebeitrag beindruckt hat.
Egon Bahr war mir aus der Zeit der Ostverträge ein Begriff. Damals ärgerte er mich mit seiner Wortkargheit. Wenn er von den Verhandlungen aus Moskau zurückkam, gelang es keinem Journalisten, irgendetwas Konkretes aus ihm herauszubringen. Dazu kam, dass ich seinerzeit die Ostverträge prinzipiell ablehnte. Ich konnte es nicht verstehen, dass man die ganz offensichtlich in Schwierigkeiten steckende DDR stabilisierte. Ich hätte lieber den wirtschaftlichen Zusammenbruch und damit den totalen Crash des DDR Regimes gesehen. Vielleicht lag das auch daran, dass man die Beweg- und Hintergründe der Verhandlungen geheim hielt. Bahr und Kollegen betrieben Geheimdiplomatie reinsten Wassers. Vielleicht war das notwendig, aber damals führte es zu Unverständnis und Ablehnung.
Heute sehe ich die Arbeit Egon Bahrs, besonders jetzt nach seinem Redebeitrag in Berlin, der auf die damaligen Ost-Westverhandlungen abhob, in einem anderen Licht und ich zolle ihm Achtung.
Egon Bahr hatte sich schon zu Anfang der siebziger Jahre für den Ausgleich mit Russland eingesetzt, wozu wir damals noch nicht bereit waren. Wenn ich „wir“ sage, dann meine ich die, zwangsläufig antikommunistisch gewordenen Geschädigten des DDR Regimes.
Doch die Zeiten ändern sich und wer nicht borniert von dogmatischen Prinzipien beherrscht ist, ändert auch seine Ansichten.
So ist beispielsweise die weit überwiegende Zustimmung zur Freundschaft mit Russland in rechten Kreisen ein beachtliches Phänomen.
Wenn erst einmal die Bereitschaft vorhanden ist, unbrauchbare Gedanken von gestern zugunsten neuer von heute und morgen über Bord zu werfen, kann man Hoffnung auf eine wachsende Einsichtsbereitschaft in mancherlei Hinsicht haben.
Mögen sich die Compact-Veranstalter auch weiterhin behaupten, der latent lauernden Gefahr opportunistischer Anfechtungen widerstehen und den Mut zur Wahrheit nicht aus den Augen verlieren.

Karl-Heinz Hoffmann              25.11.2014



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Der nie versiegende Flüchtlingsstrom -
wohin damit?

Europa erlebt seit Jahren einen ständig wachsenden Zustrom von Flüchtlingen aus aller Welt.
Die Europäische Union kann die Zuwanderer-Massen nicht mehr verkraften. Soviel steht fest - aber wohin mit den bemitleidenswerten, entwurzelten Menschen, wenn die Aufnahmekapazität der Europäer erschöpft ist?
Ich will es Euch sagen:
Es wäre sinnvoll und gerecht, wenn man die Kriegsflüchtlinge in jenen Ländern aufnehmen und ansiedeln würde, deren Regierungen die Schuld an den Kriegszuständen und der damit einhergehenden Verelendung der Völker tragen.
Die Vereinigten Staaten von Amerika haben mit ihren militärischen Interventionen den ganzen mittleren Osten, von der Mittelmeerküste Syriens bis zum Indus ins Chaos gestürzt.
Sie haben in trauter Gemeinsamkeit mit den mittelalterlich geprägten Drahtziehern des Djihad, Saudi-Arabien, Katar und dem pan-osmanischen Erdogan wichtige Ordnungsfaktoren in der arabischen Welt zerstört.
Gaddafi war ebenso wie Saddam Hussein ein Garant der Ordnung und Sicherheit. Man hat sie, samt ihrer ganzen familiären Nachkommenschaft bestialisch ermordet.
Baschir al Assad konnte sich bisher, gegen den Willen der US Amerikaner noch halten, aber sein Volk befindet sich in Auflösung.
Wäre es nicht gerecht, wenn die Flüchtlingsströme aus den im Chaos versunkenen Ländern dorthin gelenkt würden, wo die Verursacher der Problematik die Regierungsgewalt ausüben?
Warum werden die Flüchtlingsströme nicht nach Nordamerika gelenkt? Warum nicht nach Saudi-Arabien? Auf der saudischen Halbinsel ist wahrlich genug Platz.
Warum kann der Kriegstreiber Erdogan die syrischen und irakischen Flüchtlinge nicht problemlos aufnehmen, versorgen und integrieren? Warum sollen sich die negativen Auswirkungen der kriegslüsternen Länder auf dem Buckel der Europäer abspielen?
Wir, die Europäer, sind nicht unbarmherzig und inhuman, wenn wir uns weigern, die von den außereuropäischen Kriegstreibern geschaffene Last zu tragen.

Karl-Heinz Hoffmann 14.11.2014


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Reisekosten für djihadistische Salafisten


Zurzeit erleben wir in Deutschland eine Welle des Protestes gegen die Salafisten. Ich selbst kann bei allem ehrlichen Respekt vor der Lehre Mohammeds keinerlei Sympathien für die wahhabistisch gesteuerten Djihadisten aufbringen, deren perverse Koranauslegung unerträglich ist.  
Aber mir ist nicht wohl bei dem Gedanken, dass die an und für sich gerechtfertigte Gegenströmung ausgerechnet von den Hooligans und einigen, am äußersten rechten Rand angesiedelten Eiferern ausgeht.
Ich befürchte, dass sich in diesem bildungsfernen Milieu eine neuartige Variante des Vulgärrassismus entwickelt. Das ist das Letzte, was wir in Deutschland brauchen können.
Aber was sollte getan werden? Einfach so hinnehmen kann man die salafistischen Wühlmäuse nicht.
Bei alledem bin ich mir sicher, dass die Salafisten in unserem Land immer nur eine kleine Minderheit bleiben werden. Dabei wird der größte Widerstand von unseren längst integrierten, und bei aller nostalgischen Liebe zur alten Heimat, gut deutsch gewordenen Türken ausgehen. Das sollte auch bedacht werden.

Wir sollten denjenigen, die sich zum Djihad berufen fühlen, keine Hindernisse bei der Ausreise in den Weg legen. Nein, das Sozialamt sollte ihnen die Flugreise in die Türkei bezahlen. Den Weg ins Kampfgebiet finanziert das Erdogan-Regime.
Der Weg ins Paradies ist am Ende kostenfrei. Helfen wir ihnen, so schnell wie möglich an den Ort ihrer Sehnsucht zu gelangen.
Hier in Deutschland wären wir sie so auf einfache Weise los.
Und wenn sich das Problem damit nicht vollends lösen lässt, dann müsste eben unser Parlament über ein flexibles Ausweisungsgesetz mit Entzug der deutschen Staatsbürgerschaft nachdenken.
Aber hat unser politisches Establishment in den letzten fünfzig Jahren jemals etwas Vernünftiges, dem Volk dienliches beschlossen?

Wenn Euch etwas einfällt, sagt es mir, mir fällt nämlich nichts ein.

Karl-Heinz Hoffmann      14.11.2014



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Retrospektive
Der unbequeme Dissident
Axel Heinzmann

Axel Heinzmann war und ist, trotz im Laufe der Zeit wechselnder Positionen, immer noch ein unbequemer Dissident.  
In den siebziger Jahren war der aus der ehemaligen DDR stammende, und als politischer Häftling vom Westen „freigekaufte“ Axel Heinzmann Vorsitzender des Hochschulrings Tübinger Studenten. (HTS)
Heinzmann war zweifelsohne aufgrund seiner Erfahrungen im DDR Staat, anti-kommunistisch geprägt und deshalb im Umkehrschluss jahrelang begeisterter Verfechter der westlichen Demokratie. Demzufolge war er damals in den Siebzigern hier im Westen alles andere als ein Staatfeind und keineswegs, wie ihm später unterstellt wurde, vom Virus der NS Ideologie befallen. Antikommunist ist er allem Anschein nach immer noch, aber vom Glauben an die Rechtsstaatlichkeit der bundesdeutschen Herrschaftsstrukturen scheint er gründlich geheilt zu sein. So jedenfalls ist mein persönlicher, unmaßgeblicher Eindruck.
Rainer Fromm hat sich in seinem 567 Seiten umfassenden Sammelwerk über die Wehrsportgruppe Hoffmann immerhin über 10 Seiten hinweg mit dem politischen Wirken Axel Heinzmanns befasst. Zum HTS schreibt Fromm:
Die Organisation fungiert als Scharnier zwischen Rechtsextremismus und Rechtskonservatismus. Auf Heinzmanns Konto geht nicht nur die enge Tuchfühlung der studentischen Gruppe mit Hoffmanns WSG, sondern auch die Gründung eines „Förderkreises der CSU“ „HTS-Ehrenmitglieder sind der ZDF-Moderator Richard Löwenthal und Herbert Veigel.
Rainer Fromm, „Die Wehrsportgruppe Hoffmann, Darstellung, Analyse und Einordnung. Peter Verlag Frankfurt am Main. Seite 127.
Soweit Axel Heinzmann für die Zeit der siebziger Jahre dem rechtskonservativen Spektrum der bundesdeutschen Parteienlandschaft zugeordnet wird, kann Rainer Fromm nicht widersprochen werden. Axel Heinzmann war damals, wie er heute bekennt, von Dankbarkeit für die Erlösung aus der DDR Haft erfüllt. Vor diesem Hintergrund war seine damalige Hinwendung zum konservativen Lager verständlich. Soweit stimmt die Sache. Nicht stimmig ist Fromms Behauptung, der von Heinzmann geführte HTS habe seinerzeit als „Scharnier“ zwischen Rechtsextremismus und Rechtskonservatismus fungiert. Diese Sichtweise ist schlichtweg falsch. Falsch deswegen, weil die WSG, entgegen der üblichen Behauptungen, überhaupt keine politischen Standpunkte hatte. Eine konkrete Zusammenarbeit zwischen der Studentenvereinigung HTS und der WSG hat es niemals gegeben. Und was soll mit dem unscharfen Begriff „Tuchfühlung“ ausgedrückt werden? Die unscharfe Ausdrucksweise lässt Hilflosigkeit erahnen. Fromm musste unscharf bleiben, weil nichts Konkretes ausgesagt werden konnte. Er folgt einfach nur dem durch massenhafte Fehlinformationen in das kollektive Bewusstsein der Allgemeinheit gespülten Klischee, wenn er von einer „Tuchfühlung“ der studentischen Gruppe mit der WSG spricht.
Nicht nur unscharf, sonder falsch ist es, wenn er auf den Seiten 125/126 seines Sammelwerkes schreibt:
Im selben Heft (HTS UNI UHU) wirbt der HTS auf der Titelseite für eine Gemeinschaftsveranstaltung mit der WSG. Redner sind Karl-Heinz Hoffmann und Axel Heinzmann.
Richtig an dieser Behauptung ist nur die Tatsache, dass eine Gemeinschaftsveranstaltung mit den beiden Rednern Heinzmann und Hoffmann angekündigt war. Falsch ist, wenn behauptet wird, es sei von einer Gemeinschaftsveranstaltung mit der WSG die Rede gewesen. Die WSG war bei der Bewerbung der Veranstaltung durch den HTS mit keinem Wort erwähnt worden.
Wollte man zynisch sein, dann könnte man sagen, zur Gemeinschaftsveranstaltung wurde lediglich eine Massenschlägerei zwischen WSG Kameraden und kommunistischen Störern. Aber das ergab sich aus dem Verhalten der linken Demonstranten. Vorgesehen war es nicht.
Im Übrigen war das von mir gewählte Thema, nämlich Erfahrungen nach einer Afrika-Reise, ohne realpolitischen Bezug.
Von einer praktischen „Zusammenarbeit des HTS mit der WSG, oder gar von einer „Scharnierfunktion“ zur rechtskonservativen Parteienlandschaft zu reden, ist unzulässig, weil es dafür keine Belege gibt. Ich war damals überhaupt nicht an bundesdeutscher Realpolitik interessiert und die WSG Kameraden schon gar nicht.  
Wenn ich persönlich damals in den siebziger Jahren mit Axel Heinzmann etwas gemeinsam hatte, dann war das eine auf DDR Erfahrung beruhende, antikommunistische Grundhaltung. Nicht mehr und nicht weniger. Aber mit dieser antikommunistischen Einstellung war man doch damals in der Bundesrepublik „ein Guter“. „Die Bösen“ waren doch in der Zeit des RAF Terrorismus die Linken.
Da ist inzwischen, nachdem die Linken Ihren Marsch durch die Institutionen vollendet haben, etwas durcheinander geraten. Jetzt sind die Linken gut und die Rechten sind die „Bitterbösen“. So ändern sich die Dinge im Laufe der Zeit. Was bleibt sind die Schlagwörter, Nazi, Neonazi, Faschist und Rechtsextremist. Aber diese zum Kampf gegen nichtkommunistische Dissidenten gebrauchten Begriffe haben mit den Jahren eine Begriffsverschiebung erfahren. In den siebziger Jahren genügte eine antikommunistische Einstellung um als Rechtsextremist zu gelten. Ein Nazi, oder Neonazi war man allein damit damals noch nicht. Damals unterschied man auch im Verfassungsschutzbericht, zwischen der „Alten Rechten, der Neuen Rechten, den Konservativen und den „Sonstigen“. So war ich in den ersten Berichten noch ein „Sonstiger.“ Ein Rechter, der sich keiner bestehenden Richtung zuordnen ließ. Mit der Zeit wurde ich zum Nazi gestempelt, obwohl sich an meinem Verhalten nichts geändert hatte. Ganz einfach deshalb, weil damit die Möglichkeit geboten war, mich bezüglich der Meinungsäußerungen kurz halten zu können. Für die Antifa waren alle einfach nur Faschisten. Wurde man damals als Rechtsextremist bezeichnet, dann war das nicht so schlimm, auch dann nicht wenn es falsch war, weil der Begriff nur im Sinne von Antikommunist verstanden wurde. Der Begriff war auf die ursprüngliche Bedeutung reduziert. Extrem rechts, das bedeutete extrem gegensätzlich zu links. An NS Ideologie und Fremdenfeindlichkeit dachte dabei noch niemand. Das ist heute anders. Heute wird unter dem Begriff Rechtsextremismus vornehmlich Fremdenfeindlichkeit und Inhumanität verstanden. Deshalb ist es im Gegensatz zu früher so schwer zu ertragen, Rechtsextremist genannt zu werden.
Das Phänomen der Begriffsverschiebungen bei scheinbar feststehenden Begriffen wird auch hinsichtlich anderer Gebiete deutlich. Wurde früher jemand als Islamist bezeichnet, dann konnte man davon ausgehen, einen Orientalisten vor sich zu haben, der sich den besonderen Fachrichtung Islam widmet. Im Gegensatz dazu wird heute der gewaltbereite islamisch-religiös motivierte Schwärmer als Islamist bezeichnet. Wer soll sich da noch auskennen? Ich kenne mich aus, aber die meisten Volksgenossen leider nicht. Bald wird es in der Diktion der professionellen Meinungsmacher noch böse Faschisten und gute Demokraten geben. Die Antifaschisten werden natürlich zu den guten Demokraten gerechnet. Mit Sicherheit nicht ewig, denn es wird die Zeit kommen, wo die Zuarbeit der Antifa als nützlicher Idiotendienst nicht mehr gebraucht wird. Dann wird den Antifaschisten vom aus Erzkonservativen und linksorientierten Kreidefressern bestehenden Establishment das „Anti“ gestrichen und sie werden als „Linksfaschisten“ das bevorzugte Objekt der staatlichen Verfolgung werden. Heinzmann und Hoffmann werden wohl diese Wende nicht mehr erleben, das ändert aber nichts daran, dass es so kommt, weil es eine zwangsläufige Entwicklung ist.

Karl-Heinz Hoffmann     06.11.2014

Der nachfolgende Bericht wurde von Axel Heinzmann verfasst.
Mit der Veröffentlichung von Heinzmanns Schriften darf nicht auf eine etwaige, gleichartige politische Sichtweise geschlossen werden.
Deutlicher gesagt, es gibt einige Dinge die ich durchaus anders als Axel Heinzmann sehe.
Deshalb lasse ich den Heinzmann-Bericht auch unkommentiert.

E-Mail Heinzmann vom 5.11.14 mit Anhang, hier zitiert:

DIE STASI-UNTERLAGENBEHÖRDE HAT SICH AN MICH GEWANDT, WEIL ANGEBLICH DARÜBER GEFORSCHT WERDEN SOLL, OB DIE STASI"NEONAZIS" IN DEN WESTEN EXPORTIERT HAT.
Dazu meine Antwort.
------- Original-Nachricht --------

Betreff:
Verwendung von Unterlagen...für die politische und historische Aufarbeitung, Ihr Schreiben vom 27.10.2014, Az.: AU 5 - 004981/14 Z
Datum:
Wed, 05 Nov 2014 18:20:14 +0100
Von:
Axel Heinzmann
<heinzmann.axel@web.de>
An:
baerbel.bartel@bstu.bund.de

Sehr geehrte Frau Bartel,

selbstverständlich erkläre ich die grundsätzliche Bereitschaft, Ihnen bzw. über Sie alle meine Daten zur wissenschaftlichen Auswertung zur Verfügung zu stellen. Das fällt mir um so leichter, als darin vielleicht ein paar menschliche Unzulänglichkeiten zum Vorschein kommen,aber keine Kardinalfehler aufgezeigt werden können.Zugleich schlage ich vor und erkläre ich mich bereit, allen Schriftverkehr über meine obige Netzadresse abzuwickeln. Ich muß jedoch doch EINEBedingung stellen - nämlich die, als (gelernter Politologe)über die Ergebnisse der Studie überhaupt informiert zu werden und das, was mir darin persönlich mit negativem Kontext zugeordnetwird, ausdrücklich und noch vor der Veröffentlichung bekannt gemacht zu bekommen, damit ich ggf. zum Schutz meiner Persönlichkeitsrechte i.V.m. Abwehr eventueller weiterer Geschichtsfälschungen eingreifen kann. Im übrigen habe ich nichts dagegen, wenn Sie diesen Schriftverkehr auch an die Stiftung weiterleiten. Zur Begründung stelle ich fest: Die Studie der "Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur" , der Sie zuarbeiten sollen, dürfte drei Gründe haben:
Zum ersten, daß ich bei einer Ausstellung Ihres Hauses vor einigen Monaten im Landratsamt Tübingen zur Tätigkeit der Stasi im Westen als lokales Beobachtungsobjekt recht gut weggekommen bin - wo aber einige, die heutzutage und hierzulande tonangebend sind,meinen, daß da nicht sein kann,was nicht sein darf.Sprich Widerstand von rechts,auf antikommunistischer Grundlage,wie auch mit dem früheren ZDF-Moderator Gerhard Löwenthal im Hintergrund,heruntergespielt , am liebstenungeschehen gemacht werden soll. Während der (teilweise nur angebliche)Widerstand aus Kirchen-, Friedens- und Umweltschutzgruppen hochgejubelt wird.Das hat sogar schon Köpfe Ihres Hauses, Gauck, Birthler und Jahn ,bei ihren Auftritten in Tübingen irritiert, die zweifelsohne nichts mit den Honecker-Verstehern Westdeutschlands am Hut haben, aber sich das Phänomen nicht richtig erklären können (bzw. aus Einkommensgründen wollen): Es sind die inzwischen linksversifften Strukturen dieses Staates,offen sichtbar seit1968, und ohne großem Widerstand ausgesetzt gewesen zu sein, die sich heute durchgesetzt haben.
Zum zweiten, daß ich bei D"D"R-spezifischen Lehrveranstaltungen an der Universität Tübingen (u.a. Studium Generale)wiederholt mit Meinungsäußerungen gegen den aktuellen Mainstream und seine Denkverbote, insbesondere einerdort stark vertretene SPD-Gruppe (einer Partei, der ich unmittelbar am Tag nach meinem Freikauf aus D"D"R-Haft wegen ihres vermeintlichen sozial orientierten Antikommunismus beigetreten war),aufgefallen bin. Und deren Leiter, Prof. Peter Bohley, mit dem ich mich hierbei auch anlegen mußte, nun evtl. noch eine Rechnung begleichen zu müssen meint.
Und zum dritten, was ich für am wahrscheinlichsten halte: Die Hetzsendung vonARD-Report vom 15.01.2013 ,wo ich mich den Journalisten mit dem ausdrücklichen Verlangen objektiver Darstellung zur Verfügung stellte und gleichwohl am Ende eine Lügenhetze herauskam, gegen die ich mich mitGegendarstellungs-, Unterlassungs- undWiderrufsansinnen zur Wehr zu setzen versuchte, wegen der darobaber dräuenden Kosten (Anwaltszwang, Streitwertfestsetzung, Gebührenvorschüsse)vor dem Gang zum LandgerichtStuttgartzurückschreckte. Auch ist es mir inzwischen fast egal, welche Lügen über mich verbreitet werden - aber wenn man nun im Interesse einer Selbstbeweihräucherungs-Geschichtsschreibung á la George Orwell die D"D"R-Häftlinge zu diffamieren versucht bzw. zum Treiben des MfS eigennützig lügt,dann ist das Ende der Fahnenstange erreicht!Die entsprechenden Anträge überlasse ich im Anhang, gebe sie zur Verwertung , zur Beachtung wie auch zur Weitergabe an die Stiftung weiter, was ich im übrigen auch zur Bedingung für meine Mitwirkungbei Ihnen mache, alldieweil der Hinweis auf mich als"Person der Zeitgeschichte"doch nicht so unumstrittenist.
Summa summarum muß ich feststellen, daß es in diesem Staat genausowenig ein Interesse an der objektiven Wahrheit gibt,wie seinerzeit in der "DDR,

Wissenschaftsfreiheit und vor allem die Wertfreiheit der Wissenschaft kaum nochbestehen, nicht einmal mehr angestrebt werden. Undausgerechnet die selbsternannte "emanzipatorische" BRD-Linke, die im Zuge der 68-er hier ihre Hauptangriffe gegen den "bürgerlichen Wissenschaftsbetrieb"fuhr, heute in einmaliger Verkommenheit eine Parteilichkeit verlangt, wie es sie in der Ach-so-schlimmen-Adenauer-Ära nicht gegeben hat.Sprich:(Geistes-)Wissenschaft ist heute käuflicher denn je, es wird gelogen und betrogen, daß alleKatheder wackeln.Für gute Bezahlung bzw. unter den richtigen ideologischen Auspizien kann man jedes "Forschungsergebnis" bekommen, auch das, das die angeblichen Neonazis, Rechtsextremisten und Rechtsradikalen gezielt von der Stasi aus der DDR in die BRD geschickt worden seien. Und diese Geschichtslüge stimmt eben nicht und ich muß mich dagegen wehren, auch wenn ich sonst nichts für die Stasi übrig habe. Hier versuchen aber BRD-Verantwortliche einen listigen Trick, denn an sich müßten die ja genauso zugebenwie ab 1989 süffisantbezüglich der DDR vorgetragen:Die SEDhatte genau die Opposition, die sie verdiente. Kaumvom Westen inszeniert, sondern auf dem eigenen Mist, den eigenen Widersprüchen, erwachsen!Demgemäß ist festzustellen, daß wir Widerständler aus der D"R"Rnicht als "Rechte" und schon gar nicht als Extremisten von und in die BRD freigekauft wordensind (wie hätte ich sonstnachweislich auch gleich in die SPD eintreten sollen, hernachfolgend CDU, CSU, AVP). Sondern als anfangs überzeugte Westsystemanhänger, mit übergroßer Dankbarkeit für die erlangte Freiheit (anders als viele der aktuellen Asylbewerber!),die wir nach vielGutgläubigkeit beiPolitikersprüchen mehr oder weniger ziemlich spät gegen dieses System erwachten. Und nicht, um einen Hitler wieder an die Macht zu bringen, sondern um dagegen zu protestieren, daß der Westen insbesondere im Zuge seiner neuen Ost- und Deutschlandpolitik permanenten Verrat am eigenen Grundgesetz, an Freiheit und Demokratie, amWiedervereinigungsgebot und an den Menschenrechten aller vom Kommunismus Unterdrückten beging. Man denke nur an das gemeinsame Ideologiepapier SPD-SED, diverse Reden eines Lafontaine oder Momper, die Erfüllung von Honeckers Geraer Forderungen, den Milliardenkredit des Franz-Josef Strauß....Es ist natürlich nicht auszuschließen, daß die Sonntagsreden-Verantwortlichen ihre Schuld daran, daß im Laufe ihres BRD-Lebens leider viel zu wenige von uns "rechts" geworden sind, anderweitig auf Stasi-Lehren zurückgreifen:Die sog. "antfaschistisch-demokratische Grundordnung" der DDR, propagiert vor und nachihrer Gründung, machte es einfach, jeden Gegner zum "Faschisten" zu machen und oft noch in Sibirien verschwinden zu lassen. Darunter viele Sozialdemokraten im Gefolge Kurt Schumachers. Auch der 17.Juni als "faschistischer Putschversuch" kann aus jedem Beteiligten einen faschistischen Putschisten machen. Und schließlich der 13. August mit seinem "antifaschistischen Schutzwall" - auch da ein Anknüpfungspunkt, um Opponentenzu Faschisten zu machen, wie das z.B. auch meine Stasi-Vernehmer ausdrücklich versuchten. Warum also sollten westdeutsche Geschichtsfälscher nicht auch hieraus Honig zu saugen versuchen - um übereigene Schuld hinweg zu täuschen?!Ich stelle jedenfalls abschließend fest, daß, anders als bei der Unterstützung der RAF, aus der D"D"R so gut wie keine erklärten Rechtsextremisten in die BRD verkauft und freigekauft wurden, solche "Rechtsextremisten" erst hernach auf dem Mistund den Widersprüchen eben dieses Systems gediehen sind- und ich bin gerne bereit, Kameraden zu benennen, die das Ganze genauso erlebt und verarbeitethaben.

In (hoffentlich noch) freiheitlicher Verbundenheit:    Axel Heinzmann

Anhang:

Axel Heinzmann
Kirchentellinsfurter Straße 12
D-72827 Wannweil
Ruf: 07121/509225
Fax: 07121/5147626
@:heinzmann.axel@web.de
29.01.2013

Heinzmann-K-furterstr.12 -D-72827 Wannweil
An den Südwestrundfunk
Anstalt des öffentlichen Rechts Neckarstraße 230 70190 Stuttgart
zu Händen des Intendanten Herrn Peter Boudgoust
Per Fax: 0711/929-11300 und E-Brief: info@swr.de
__________________________________________________________________________________________
Betrifft: Gegendarstellung u.a.
Bezug : REPORT Mainz, 15.01.2013. 21.45 Uhr.
Sehr geehrter Herr Intendant!
In der letztlich von Ihnen zu verantwortenden Sendung des SWR,
REPORT MAINZ vom 15.01.2013, aao.
Gleichzeitig auch im Onlineangebot/Videopodcast des SWR aufzurufen unter
<http://www.swr.de/report/-/id=233454/did=10858044/pv=video/nid=233454/41g1g9/index.html>,


zur Veröffentlichung auch gekommen über Twitter-, Facebook- und YOUTUBE-Seiten Ihres Hauses, sowie mehrfach wiederholt in Ihren Programmen wie auch bei mit Ihnen in Verbindung stehenden Sendern(16.01.2013- 20:15 Uhr, ernsehen; Tagesschau24; 17.01.2013-02.00 Uhr, SWR-F Phoenix; 3sat; rbb; wdr; Eins Plus…)
wurden, auch in zugehörigen Sendungsankündigungen zuvor,
über die Ihnen juristisch anzulastenden Mitarbeiter Thomas Reutter i.V.m. seinem Einpeitscher , dem linksextremistischen Hetzer und „Neonazi“Jäger Anton Maegerle alias Gernot Modery, der auch schon mal dem DDR-Unrechtssystem Vorschub leistete und auch nicht durch besondere journalistische Sorgfalt aufgefallen ist- vgl. u. a.
< http://www.jungefreiheit.de/Fall-Stephan-Braun-Antifa.154.98.html?&cHash=277aa4676b&tx_ttnews[tt_news]=351>
mit der immer wiederkehrenden reißerischen Überschrift:
„Neonazis gegen Geld. Wie die Bundesrepublik gefährliche Rechtsextreme aus der DDR freikaufte“
wider besseres Wissen im Zusammenhang mit meiner Person behauptet:
„Die Bundesregierung kaufte gefährliche Rechtsextreme aus DDR-Gefängnissen frei. Im Westen kämpften dieselben Neonazis dann mit Gewalt gegen Linke, Ausländer und Polizisten… Gefährliche Rechtsextremisten wie…… oder der NPD-Bürgermeister-Kandidat Axel Heinzmann wurden vor 1989 von der Bundesregierung aus DDR-Gefängnissen geholt…..
Unter anderem von der DDR indem sie unter die Freigekauften etliche Neonazis, sagen wir, einstreute. …Freiheit für Oppositionelle, Familien und Kinder. Aber auch für Neonazis. ….Noch ein Beispiel - Axel Heinzmann, auch ein politischer DDR-Häftling, auch durch die Bundesregierung raus geholt….. Hoffmann und Heinzmann haben gemeinsam linke Studenten zusammengeschlagen… Also: Die Stasi-Strategie ging jahrzehntelang auf. Neonazis los werden, Geld dafür kassieren und den Westen für deren faschistische Gewalt anprangern.


Und sie machen weiter bis heute: Erst vor kurzem traf sich Axel Heinzmann konspirativ mit dem Chef der verbotenen Wehrsportgruppe.“
Eine ohnehin im Vergleich zur geballten Macht der Fernsehsendungen nur minimalst wirksame Korrektur vermittels eines SWR-Forumbeitrags am 18.01.2013…wurde sofort wieder unter Ihrer Verantwortlichkeit gelöscht:
„An allem ist die böse Stasi schuld! So einfach kann man es sich als (unverdienter) Sieger der Geschichte machen - der bis zur "Wende" 1989 mehr und mehr mit den kommunistischen Menschenrechtsverächtern und Demokratiefeinden des Ostens kollaboriert hat. Das genau ist nämlich der Grund, weshalb viele, leider viel zu wenige, Ex-D"D"Rler und insbesondere politische Häftlinge, freilich erst nach Jahren hier im Westen, den politischen Marsch nach rechts antraten bzw. auch nur da stehen geblieben sind, wo sie anfänglich standen, während in der BRD dank APO, SDS, Juso, GRÜNEN... ja alles nach links wegbrach. Also zur "Ehrenrettung der Stasi" (und Schande der westdeutschen Wendehälse): Die haben so gut wie keine "Neonazis" an die BRD verkauft - die BRD hat "diese" durch ihre Verzichts- und Verratspolitik sowie der menschenrechtswidrigen Unterdrückung gegen "rechts" selbst produziert!
Und Ihr Fernsehbeitrag unter der Mache des ansonsten schon seit Jahrzehnten alle Kommunisten mit Antifa-Hetze bedienenden "Anton Maegerle" (alias Gernot Modery) ist so ziemlich das gemeinste und verlogenste, was Sie je produziert haben: Ich habe z.B. lang und breit dem Interviewer erzählt, daß und warum ich am ersten Tag meines freigekauften Lebens in der BRD der SPD und zwei Jahre später der CDU beigetreten bin, doch in der Anmoderation heißt es wahrheitswidrig: "Gefährliche Rechtsextremisten wie ....der NPD-Bürgermeister-Kandidat Axel Heinzmann wurden vor 1989 von der Bundesregierung aus DDR-Gefängnissen geholt." Nein, eine solche Entwicklung konnte nicht einmal die Stasi ahnen - genauso wenig, wie ich seinerzeit ahnen konnte, daß hier und heute, unter einer geborenen D"D"R-Kanzlerin, mehr friedliche politische Meinungsäußerungen (jährlich ca. 15 000!) strafrechtlich verfolgt werden als in den letzten Jahren der D"D"R!“


Kommentar Ihres Senders nach der Streichung:
Liebe Forumsteilnehmer, wir freuen uns über Kommentare in unserem Forum, in dem natürlich das Recht der freien Meinungsäußerung gilt. Es gelten für Äußerungen hier aber grundsätzlich unsere Forumsregeln. Wir behalten uns aber vor, Beiträge zu entfernen, die offensichtlich falsche, unüberprüfbare oder potentiell strafbare Behauptungen enthalten oder den Boden einer sachlichen Diskussion über die Themen der Sendung verlassen. Das gilt insbesondere für herabwürdigende Tatsachenbehauptungen über Personen, Volksverhetzung oder Beleidigungen jeder Art, insbesondere aber solche rassistischen oder sexistischen Inhalts. Verfasser solcher Beiträge können auch für die Zukunft von diesem Forum ausgeschlossen werden. Auch Kommentare, die Persönlichkeitsrechte verletzen könnten, behalten wir uns vor zu depublizieren. Mit freundlichen Grüßen REPORT Redaktion
(man beachte das neue „Lebenslänglich für Andersdenkende“: „Verfasser solcher Beiträge können auch für die Zukunft von diesem Forum ausgeschlossen werden“! )
Statt also die Wahrheit darzubieten, wie ich Sie Ihrem Mitarbeiter Reutter im telefonischen Vorgespräch wie auch bei seinen Aufnahmen dargestellt habe, wurde die Sendung - was wohl auch das eigentliche Ziel war - zu einer einzigen Hetze gegen die ehemaligen politischen Häftlinge aus der DDR gemacht, die schon zu D“D“R-Zeiten der Kollaboration des Westens mit den D“D“R-Machthabern im Wege standen und auch jetzt allenfalls und zähneknirschend am politischen Katzentisch geduldet werden - weil sie sich der Linksentwicklung in der BRD überdurchschnittlich häufig, wenn auch viel zu wenig, in den Weg stellen.

Ich stelle daher - vorerst - im Wege der Gegendarstellung
für den nächsten noch nicht zum Senden abgeschlossenen REPORT MAINZ zur gesetzesadäquaten Veröffentlichung klar:
In der ARD-Sendung des SWR REPORT MAINZ vom 15.01.2013, 21.45 Uhr,

einschließlich Vorankündigungen sowie Wiederholungen und der Einstellung im Online-Angebot sowie bei TWITTER, FACEBOOK und YOUTUBE, bei Tagesschau24, SWR usw.
wird in Bezug auf meine Person


1. insinuiert, ich sei in der D“D“R Rechtsextremist und Neonazi gewesen und als solcher von der Stasi der BRD bei freigekauften Häftlingen „eingestreut“ worden.
Diese Darstellung ist falsch. Richtig ist, daß ich mich gegenüber Ihrem Mitarbeiter Thomas Reutter schon bei seinem ersten Anruf als einen eigentlich „Liberalen“ dargestellt habe und auch, wie dann weiter dargetan, in der BRD unverzüglich Mitglied der SPD und Jahre später von CDU und CSU wurde. Auch habe ich ihm ausführlich über meinen DDR-Werdegang , insbesondere meine dortigen politischen „Straftaten“ berichtet und weitere Beweise, u.a. meine Stasi-Akten, angeboten. Rechtsextremismus- wie auch Neonazi-Vorwürfe im Zusammenhang mit meiner D“D“R-Haft entbehren daher jeglicher Grundlage.

2. behauptet, ich sei als NPD-Bürgermeisterkandidat aufgetreten.
Diese Darstellung ist falsch. Richtig ist, daß ich niemals als NPD-Bürgermeisterkandidat , sondern als parteiunabhängiger Freier aufgetreten bin. Manchmal kandidierte ich sogar gegen NPD-Leute! Ich wurde nie von der NPD als ein Bürgermeisterkandidat nominiert noch war oder bin ich Mitglied der NPD.


3. behauptet, ich hätte, zusammen mit Herrn Karl-Heinz Hoffmann, linke Studenten zusammengeschlagen“.
Diese Darstellung ist falsch. Richtig ist, daß ich keine „linken Studenten zusammengeschlagen“ habe, sondern wegen rechtswidriger Abstinenz der Polizei in Notwehr versuchen mußte, durch eine Blockade linker Studenten, die mein ordnungsgemäß angemietetes Versammlungslokal gewalttätig blockierten, zu dessen Eingang durchzubrechen.

4. schließlich wird geschlußfolgert: „Im Westen kämpften dieselben Neonazis dann mit Gewalt gegen Linke, Ausländer und Polizisten“.
Auch diese Darstellung ist falsch. Richtig ist demgegenüber, daß ich niemals „mit Gewalt gegen Linke, Ausländer und Polizisten“ gekämpft habe. Gewalt habe ich nur aus einer Notwehrsituation heraus gegen Rechtsbrecher praktiziert, die mich tätlich angegriffen haben bzw. die mein Grund-und Menschenrecht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit mittels Blockaden gewaltsam vereiteln wollten.

Wannweil, am 29.01.2013 Axel Heinzmann

Für den Fall, daß Sie die Veröffentlichung dieser Gegendarstellung verweigern, bitte ich um entsprechenden rechtsmittelfähigen Bescheid. Dieser soll auch die Gründe angeben, weshalb die Verweigerung erfolgt. Umgekehrt bin ich gerne bereit, weitere Nachweise zu meiner Gegendarstellung zurVerfügung zu stellen.


Mit freundlichen Grüßen: Axel Heinzmann


Ende Zitat Heinzmann

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Oktober

EINLADUNG
Ich spreche in München
Thema:
„Der blinde Fleck“ -
eine Verschwörungstheorie zum Oktoberfestattentat.


Hallo Leute!

Am Samstag den 29.11.2014, abends werde ich in München zu der Verschwörungstheorie von Ulrich Chaussy Stellung nehmen.
Über eine Teilnahmebestätigung würde ich mich freuen.
Ich gebe zu, etwas Zivilcourage muss man schon mitbringen, wenn man einem verfemten Systemkritiker zuhören will.

Bitte unbedingt per E-Mail anmelden:  fks.Sahlis@gmx.de

Karl-Heinz Hoffmann
27.10.2014

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Elsässer contra Ditfurth
Jutta geht betteln

Am 8. Oktober 2014 kam es vor dem, mit einer Einzelrichterin besetzten Landgericht in München, zum Treffen.
Trotz bereits umfangreich schriftlich vorgetragener Argumentation, erhielten beide Seiten noch einmal Gelegenheit zur mündlichen Äußerung.
Der Schlagabtausch zwischen den jeweiligen Rechtsanwälten zeigte wieder einmal, wie spitzfindig Juristen sein können.
Elsässer vertrat seine Rechtsposition in gewohnter Ruhe und Gelassenheit.
Jutta Ditfurth hingegen polemisierte mit gewohnter Unsachlichkeit.
Den mitgebrachten Stapel von Schriftsätzen, mit dem sie wohl versuchen wollte, kurz vor Toresschluss noch etwas zu beweisen, was nicht beweisbar ist, durfte sie, Gott sei Dank, nicht restlos abarbeiten. Das war der geduldigen Richterin dann doch etwas zu viel.
Die Richterin beherrschte das Prozessgeschehen souverän. Natürlich musste sie sich schon nach Bearbeitung der eingereichten Schriftsätze eine Meinung gebildet haben, aber sie war bis zum Schluss bemüht neutral zu erscheinen.
Dennoch schien für den aufmerksamen Beobachter durchzuklingen, dass sie, bei aller Würdigung des Rechts auf freie Meinungsäußerung, die auf Elsässer gemünzte Bezichtigung, ein Antisemit zu sein, für unangemessen hielt.  

Jutta Ditfurth: „Noch immer kann ich es nicht ganz fassen, wie Antisemitismus dann beim Gerichtstermin von einer Richterin in Deutschland im Jahr 2014 definiert worden ist.“
In dem Antifa-Traktat „Scharf links“ bezeichnet sie die Ausführungen der Richterin als „verschwurbelt“ und stellt klar: „Die ganze Flut von sekundärem, strukturellem, verdecktem, codiertem und sonstigem Antisemitismus ist zulässig. Man nimmt Täter und Ideologen vor den Opfern in Schutz und vor den Kritikern.“

Für Jutta Ditfurth ist alles, was nicht ihrer Definition vom überall verdeckt lauernden Antisemitismus folgt, inakzeptabel und bekämpfungsnotwendig. Zum intellektuellen Meinungsstreit ist sie nicht fähig. Sie folgt der sturen Antifa-Linie, mit Faschisten redet man nicht, die muss man bekämpfen. Für Jutta Ditfurth ist natürlich jeder andersdenkende ein Faschist. Ist ja klar.
Ich bin für die antifaschistische Hassapologetin natürlich auch ein Neonazi und demzufolge ein Antisemit.
Der Richterin versuchte sie die antisemitische Eigenschaft Elsässers mit dem Ausruf klar zu machen: „Er hat sich sogar mit Karl-Heinz Hoffmann eingelassen.“
Im Prozessbericht der Antisemiten-Exorzistin Ditfurth steht: „In der ersten Reihe saß der Neonazi Karl-Heinz Hoffmann. Dieser schätze an Elsässer seine besondere Mischung aus konservativen und fortschrittlichen Gedanken.“
Dieser Satz ist so nicht von mir, er ist falsch zitiert (typisch).
Richtig heiß er vielmehr:
„... Zuordnung des ehemals marxistischen, heute mit einer besonderen Mischung aus konservativen und fortschrittlichen Gedanken in der Öffentlichkeit auftretenden Jürgen Elsässer ...“
Nachzulesen in meinem Artikel "In Sorge um Jutta von Ditfurth" vom 13.08.2014, hier in meiner Website, Menüpunkt: Ditfurth.

Ich habe mit keinem Wort gesagt, dass ich diese Sichtweise schätze.

Wenn ich etwas schätze, dann ist es der fortschrittliche Teil, nicht der konservative.
Aber sollte mich das hindern, mit Elsässer zu kommunizieren? Ich habe da keine Berührungsängste. Ob sich Jürgen Elsässer leisten kann, mich auch nur beiläufig zu begrüßen, ist eine andere Frage.
Der „Mut zur Wahrheit“ findet hierzulande seine Grenzen dort, wo die eigene Ausgrenzung beginnt.
Für mich haben solche Abgrenzungen keine Bedeutung mehr, denn ich bin durch Jahrzehnte anhaltendes, antifaschistisches Mobbing zum Sozialfall geworden. Es gibt nichts mehr, was ich verlieren könnte. Jürgen Elsässer hat sich etwas aufgebaut, das er verlieren kann, denn der üble Spruch „kauf nicht bei einem Juden“ erlebt, ins Gegenteil verkehrt, eine Renaissance. Jetzt heißt es „meide den Neonazi.“ Beides ist unrecht.
Und wer gefälligst Nazi zu sein hat und wer nicht, bestimmen die antifaschistischen Exorzisten, die den antisemitischen Inkubus am liebsten noch in den Innereien der zur Vernichtung ausersehenen Zielpersonen aufspüren möchten.

Der professionelle Exorzismus ist aber auch nicht umsonst zu haben.
Jutta Ditfurth hat sich in ihren Angriffen auf Andersdenkende verheddert.
Jetzt muss sie betteln gehen. In dem „Scharf-links“-Traktat vom 10.10.14 jammert sie: „Ich bitte so dringend wie herzlich um Spenden. Verwendungszweck: Elsässer Prozess.“

Wenn die streitsüchtige Frau kein Geld hat, um ihre antifaschistischen Angriffe zu finanzieren, dann sollte sie darauf verzichten. Und wenn sie arm ist, warum kann sie nicht Prozesskostenhilfe bekommen?
Ich will es Euch sagen: Die Gewährung von Prozesskostenhilfe hängt von der Aussicht auf Erfolg nach Einschätzung des Gerichtes ab. Und damit schaut es im Fall des Elsässerprozesses trübe aus.  
Wenn ich ihr demnächst eine Klageschrift zustellen lasse, dann wird sie noch mehr Spenden eintreiben müssen.

Karl-Heinz Hoffmann        12.10.14


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Aufruf an die Befürworter des IS:
"Die Worte des Propheten Mohammed sind wichtiger
als die Worte der wahabitischen Prediger."

Vergleicht den 16.Vers der 10.Sure:
Ich folge nur dem, was mir geoffenbart ward. Siehe, ich fürchte, wenn ich wider meinen Herrn mich empöre, die Strafe eines gewaltigen Tages.

Für den gläubigen Moslim sollte nur die im Koran erfasste Lehre als göttliche Offenbarung gelten.
Wenn der Inhalt einzelner Hadite keine Entsprechung im Koran findet, dann kann man noch darüber reden, sofern sie dem Koran nicht entgegen stehen, wenn aber der Inhalt des Hadit eindeutig gegen die von Mohammed geoffenbarte Schrift gerichtet ist, dann muss der Moslim, egal ob Sunnit oder Schiit
,den im Koran niedergelegten Worten folgen.

Zu den Befürwortern des Kampfes für einen islamischen Gottesstaat in Syrien und im Irak sage ich: Salam aleikum, wa rahmat Allah! Friede sei mit Euch. Ich spreche so zu Euch, obwohl Ihr Euer politisches Ziel nicht friedlich
,sondern mit unerbittlicher Gewalt verfolgt.
Ich spreche so zu Euch, weil ich weiß, dass es immer einen Weg der besseren Einsichten und Umkehr gibt.
Und für den Fall der Einsicht und Umkehr wird auch Verzeihung geübt.

Koran, Sure 2
,Vers 188
So sie jedoch ablassen von ihrem Tun, siehe, so ist Allah verzeihend und barmherzig.
Vers 189
Und so sie ablassen, so sei keine Feindschaft, außer wider die Ungerechten.


Aber wer sind die Ungerechten? Hütet Euch davor, Unrecht zu begehen, denn es wird nicht unbestraft bleiben.
Der Krieg, so wie er in Syrien und im Irak geführt wird
,ist nicht im Sinne des Allmächtigen. Er bedeutet Tod und Verderben für alle, die nicht Eurer Gemeinde angehören. Dieser Krieg ist nicht Gottes Wille.

Ich verweise auf den 69. Vers der 5. Sure des Koran:
Sooft sie anzünden ein Feuer zum Krieg, wird es Allah verlöschen. Und sie betreiben auf Erden Verderben, Allah aber  liebt nicht die Verderben Stiftenden.

Jeder von Euch kann zurückkehren zur wahren Lehre des Propheten.
Es ist Unrecht die Andersgläubigen zu verfolgen und zu töten. Es ist Unrecht
,weil es der Allmächtige verboten hat.

Ich verweise auf den 95. Vers der 16.Sure:
Und so Allah es gewollt, so hätte er euch zu einer einzigen Gemeinde gemacht; jedoch er führt irre, wen er will, und leitet recht, wen er will; und wahrlich zur Rechenschaft gezogen werdet ihr für euer Tun.

Was erkennen wir daraus?
Wir erkennen, dass es Gottes Wille ist, dass es verschiedene Gemeinden mit unterschiedlichen Glaubensbekenntnissen gibt. Wäre es nicht Gottes Wille, dann gäbe es sie nicht.
Der 99. Vers der 10. Sure ermahnt die moslemin:
Und wenn dein Herr gewollt hätte, so würden alle auf der Erde insgesamt gläubig werden. Willst du etwa die Leute zwingen gläubig zu werden?

Ihr wollt dem Allmächtigen als gläubige Moslemin dienen. Und Ihr erkennt nicht, dass Ihr nicht den Offenbarungen des Propheten Mohammed folgt, sondern einer, von den Saudis exportierten islamischen Lehrmeinung, die in vielen Punkten dem Inhalt des heiligen Korans entgegengesetzt ist.    

Ich ermahne Euch mit dem 109. Vers der 10. Sure:
Und folge dem
,was dir (durch Mohammed) geoffenbart ward; und harre aus, bis Allah richtet; und er ist der beste der Richter.

Das bedeutet, zwar ist im Koran oft von schmerzlicher Strafe für den Abfall vom Glauben die Rede, aber Ihr sollt diese Strafen nicht vollstrecken. Ihr sollt ausharren, und warten bis Allah den Richterspruch fällt, denn er ist der bessere Richter.
Wenn ihr Christen verfolgt oder gar tötet, dann begeht ihr einen Frevel gegen die Offenbarung des Propheten.


Lest dazu den 85. Vers der 5. Sure des Koran:
Wahrlich ... und wirst finden, dass die Gläubigen diejenigen welche sprechen: "Wir sind Nazarener" (Christen), (den Moslemin) am freundlichsten gegenüber stehen.

Lasst die Gemeinden der Andersgläubigen in Frieden, damit Ihr Euch nicht, aus Unbedacht und Unkenntnis gegen Allahs Willen vergeht.

Als die Mohammedaner auf ihrem Siegeszug gegen Byzanz Damaskus erobert hatten, gab es noch keine Moscheen für die Gläubigen, deshalb haben sie ihre Gebete abwechselnd mit den Christen in den Kirchen verrichtet. Damals wurden die christlichen Gemeinden noch von den Moslemin respektiert. Es ist nach dem Willen Allahs, wenn ihr die Gemeinden der Andersgläubigen respektiert.   

Friede sei mit Euch, auch wenn ihr den falschen Weg geht, denn Ihr glaubt irrtümlich das Rechte zu tun.


Koran Sure 25, Vers 64:
Und die Diener des Erbarmens sind diejenigen, welche auf Erden sanftmütig wandeln; und wenn sie von den Streitsüchtigen angefeindet werden, sprechen sie: „Frieden.“


Karl-Heinz Hoffmann         02.10. 2014



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September


Mit Zarathustra bin ich einig  

„Auf Weniges, auf Langes, auf Fernes geht mein Sinn und meine Sehnsucht: was ginge mich euer kleines, viel zu kurzes Elend an!
Ihr leidet mir noch nicht genug! Denn ihr leidet an euch, ihr littet noch nicht „am Menschen.“ Ihr würdet lügen, wenn ihr‘s sagtet! Ihr leidet alle nicht, woran „ich“ litt.“
........
Die Zukunft und das Fernste sei dir die Ursache deines Heute.
(Auszüge mit Bezug zur „Jetztzeit“ aus Nietzsches „Also sprach Zarathustra“)

Einig mit Nietzsche sage ich euch:
Solange ihr nur an euer kurzlebiges eigenes Wohlbefinden denkt, solange ihr euch keine Sorgen um den Bestand „des Ganzen“ macht, solange ihr nur an eurem eigenen Elend leidet und nicht am Elend der Menschheit, und dabei glaubt, die Zukunft würde der Gegenwart ähnlich sein, solange ihr nicht an dem leidet, woran ich leide, werdet ihr, mit euren Bemühungen auf der Stelle tretend, in den Abgrund gleiten. Und wenn nicht ihr, dann mit Bestimmtheit eure Nachkommen.

Karl-Heinz Hoffmann     19.09.2014

Zum Lebenswerk des Philosophen Friedrich Nietzsche
schrieb Werner Heilmann im Vorwort zu:
„Also sprach Zarathustra“:

„Als radikaler Verneiner der bestehenden Gesellschaft, der verwässerten christlichen Ethik, die er als Pöbel- und Massenethik bezeichnete, wollte er im „Zarathustra“ eine Verkörperung, eine Symbolsierung seiner Ideen errichten. ...
... Und er wollte mitteilen, was er wusste, wollte mahnen, wollte in letzter Minute der Menschheit einen Weg zeigen.“
(Zitiert nach Heilmann)

Nietzsche übte gnadenlose Kritik am Staat. Nazis gab es zu seiner Zeit noch nicht, sonst hätte man ihn so genannt, um seine Lehre niederzuhalten.
Lebte der große Vordenker Friedrich Nietzsche heute in unserer Zeit, so würde er wegen seiner „radikalen Verneinung der bestehenden Gesellschaftsordnung“ unweigerlich vom politischen Establishment zum „Nazi“ gestempelt. Ja vom Selbsterhaltungstrieb der Politkaste getrieben, zum Nazi gestempelt werden müssen. Nur die Gnade der frühen Geburt kann sein Werk davor bewahren.

Nietzsche schrieb:
„Staat? Was ist das? Wohlan! Jetzt tut mir die Ohren auf, denn jetzt sage ich euch mein Wort vom Tode der Völker.
Staat heißt das kälteste aller kalten Ungeheuer. Kalt lügt es auch; und diese Lüge kriecht aus seinem Munde: ‚Ich, der Staat, bin das Volk.‘
Lüge ist’s!“
......
„Aber der Staat lügt in allen Zungen des Guten und Bösen; und was er auch redet, er lügt - und was er auch gestohlen hat, gestohlen hat er’s. Falsch ist alles an ihm; mit gestohlenen Zähnen beißt er, der Bissige. Falsch sind selbst seine Eingeweide.“
.....
„Seht mir doch, wie er sie an sich lockt, die Viel-zu-Vielen! Wie er sie schlingt und kaut und wiederkäut!“

„Seht mir doch diese Überflüssigen! Krank sind sie immer, sie erbrechen ihre Galle und nennen es Zeitung.
Reichtümer erwerben sie und werden ärmer damit. Macht wollen sie und zuerst das Brecheisen der Macht, viel Geld - diese Unvermögenden!“
....
„Dort wo der Staat aufhört, da beginnt erst der Mensch, der nicht überflüssig ist: da beginnt  das Lied des Notwendigen, die einmalige und unersetzliche Weise.“

Soweit Nietzsche.

Und ich sage euch:
Unsere Gesellschaft ist krebsartig vom „Überflüssigen“ überwuchert. Dabei ist das in Massen zum Verschleiß vorgesehene „Überflüssige“ keineswegs unschädlich. Auf die Dauer wird die Vergottung des Wachstums zur globalen Verödung unseres Lebensraumes führen. Es ist Zeit zur Abkehr vom „Überflüssigen“ und stattdessen zur Hinwendung zum „Notwendigen“. Ihr werdet diese Kehrtwendung nicht vollziehen, das weiß ich wohl, trotzdem will ich euch die lästige Ermahnung nicht ersparen. Ich fühle mich dazu verpflichtet, weil ich kommen sehe, was ihr nicht sehen wollt.

Karl-Heinz Hoffmann    19.09. 2014   

Im Übrigen meine ich, Deutschland sollte unabhängig und neutral sein


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Die übergroßen Abstände zwischen einigen Artikeln oder an Stellen, wo sie nicht hingehören, sowie eventuelle Bildausfälle bitten wir zu entschuldigen.
Das ist wohl ein momentan nicht zu beseitigender Programmfehler.


2014
August


Früher gab es „Freiheitskämpfer“,
heute nur noch „Terroristen“


Wie sich die Zeiten ändern.
Nach dem letzten Weltkrieg sollte weltweit die Epoche des  ewigen Friedens anbrechen.

Die Nationalsozialisten waren besiegt und im Kriegsverbrechertribunal in Nürnberg abgeurteilt und anschließend gehängt oder jahrelang weggesperrt worden.
Jetzt gab es nur noch friedliebende demokratische Mächte auf der Welt.

Warum es trotzdem immer wieder zu Kriegen kommt, bleibt unerfindlich.
Neben den großen Kriegsschauplätzen Korea und Vietnam wurden von den demokratischen Staaten ununterbrochen weitere Kriege geführt. Keiner dieser Kriege hatte am Ende ein positives Ergebnis.
Die Staatsgründung Israels bescherte der Welt einen blutigen Dauerkonflikt, der scheinbar nie zu Ende gebracht werden kann.
Unabhängig von den Kriegen der demokratischen Staaten, bildeten sich auf der ganzen Welt Freiheitsbewegungen. Die Freiheitskämpfer wurden entweder von den Westmächten oder der Sowjetunion nach Kräften unterstützt. Jede Rebellion fand entweder im Westen oder im Osten ihre Unterstützer. Daran hatte man sich gewöhnt.

Nun müssen wir uns umgewöhnen. Die Betrachtung des Weltgeschehens hat sich geändert. Rebellion von irgendwem, gegen irgendwen, gibt es immer noch, aber es gibt keine Befreiungskriege mehr. Es gibt nur noch den Kampf der „Guten“ gegen den Terrorismus. Was früher ein Freiheitskrieger war, ist heute ein Terrorist. Wenn allerdings ein Staat zerschmettert werden soll, weil er den Interessen des global vagabundierenden Kapitals im Wege steht, dann werden die Rebellen zur bewaffneten demokratischen Opposition  und der im Wege stehende Staatschef zum Unhold erklärt, der auf sein eigenes Volk schießen lässt.  
Im aktuellen Ukraine Konflikt, sind die um ihre Unabhängigkeit von dem morbiden Kiewer Selbstbedienungsladen für Oligarchen und für eine Föderation mit Russland kämpfenden bewaffneten Freiwilligenverbände natürlich Terroristen.

Wer sich dieser Sichtweise anschließt, handelt unrecht. In der Ukraine herrscht Bürgerkrieg. Die Oligarchen kämpfen um die Rückeroberung ihre Pfründen und die Aufständischen rechtfertigen ihren Kampf mit dem Selbstbestimmungsrecht der Völker. Die prorussischen Streitkräfte sind vollmilitärisch organisiert. Sie stehen unter dem Kommando einer Führungsebene. Sie sind uniformiert, daher als Kämpfer kenntlich und sie führen ihre Waffen offen. Mit diesen Merkmalen haben sie, im Sinne der international gültigen Kriegsgesetzgebung das Recht auf Anerkennung des Kombattantenstatus. Die Bezeichnung Terrorist ist unzutreffend. Terroristen tragen ihre Waffen nicht offen wie Militärpersonen. Die Kampfweise der Terroristen ist konspirativ. Ihr bevorzugtes Kampfmittel ist das heimtückisch aus der Anonymität heraus angelegte Attentat.
Wir täten gut daran, bei kriegerischen Auseinandersetzungen wieder die älteren, aus der Mode gekommenen Begriffe zu verwenden. Im Ukrainekonflikt kämpfen auf beiden Seiten Kombattanten im Sinne der Haager Landkriegsordnung. Von Terrorismus kann da keine Rede sein.
 
Karl-Heinz Hoffmann 22.08.2014

Im Übrigen meine ich, Deutschland sollte unabhängig und neutral sein


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Scharf links
die neue Online-Zeitung bezeichnet sich selbst als:
emanzipatorisch, gegeninformativ, undogmatisch

Was hat man von dieser vollmundigen Selbsteinschätzung zu halten?

Da findet sich tatsächlich in einem Beitrag vom 15.08.2014 eine beachtliche Textpassage des Türken Tunay Önder zum Thema Volksverdummung, die für sich alleine genommen inhaltlich den Nagel auf den Kopf trifft. Doch mit einer kurzen Schlussbemerkung  verweist Tunay Önder auf die unterschiedlichen, je nach politischem Interesse gefärbten „Realitäten.“
Damit bringt er es fertig, das zuvor scharfsinnig Erkannte wieder im Sumpf des doktrinären Antifa-Denkens versinken zu lassen.

Das auf den NSU Prozess bezogene Önder Zitat:

„Rückblickend können wir festhalten, dass  die Ermittlungen und Recherchen an der Realität vorbeigingen. Das gilt sowohl für die polizeiliche, als auch für die journalistische Recherchearbeit, ganz zu schweigen von den dubiosen Methoden des Verfassungsschutzes. Man kann fast sagen, dass die Ermittlungen und Recherchen in den Staats- und Medienapparaten weniger rekonstruierend als konstruierend waren. Sie haben ihre eigene Wirklichkeit geschaffen. Ich dachte bisher, diese Arbeitsweise, zu erfinden, zu phantasieren sei dem Theater vorbehalten. Nun scheint sich die Sache umzukehren. Denn wir versuchen mit dem Theaterprojekt URTEILE möglichst nah an der Realität zu bleiben. Nur wessen Realität?“    
(Ende des Zitats)

Keine Frage, mit dem Theaterstück URTEILE sollen die politischen Interessen der Antifa befördert werden. Die Antifa kann nicht an der Wahrheit ohne politisches Kolorit interessiert sein. Sie bezieht ihre Daseinsberechtigung aus dem ewigen Kampf gegen den Faschismus. Ein Kampf, der mit der nüchternen Wahrheit nicht erfolgreich geführt werden kann. Deshalb kann sich die Antifa-Produktion nicht an der nackten Wirklichkeit orientieren. Sie muss sich zwangsläufig  an der subjektiv, antifaschistisch interpretierten  „Realität“ orientieren. Die Wirklichkeit ist für antifaschistische Propagandazwecke ungeeignet.

„Der Begriff Realität ist die Gesamtheit der wirklichen Geschehnisse. Das Reale ist das Wirkliche, Vorhandene, dem Scheinbaren oder nur Gedachten entgegen gesetzt.“

(Quelle: Mit der Definition des Begriffes Realität, folge ich der 1865 von Dr. Friedrich Erdmann Petri erläuterten Begriffsbestimmung.
Fundstelle: Handbuch der Fremdwörter in der deutschen Schrift und Umgangssprache. Von Neuem durchgearbeitet und tausendfach bereichert von Dr. Wilhelm Hoffmann. Leipzig, Arnoldsche Buchhandlung, 1865 Seite 663)

Die korrekte Wahrnehmung der Wirklichkeit ist oft unangenehm. Weil die Wirklichkeit für einige nicht ihren Erwartungen entspricht, schaffen sie sich eigene, ihren Wünschen und Bestrebungen besser angepasste Wahnvorstellungen.
Im konkreten Falle der Dönermordserie ist die politisch erzeugte „Realität“ mit der Wirklichkeit unvereinbar. In Wirklichkeit muss konstatiert werden, dass die Täter noch immer weder Namen noch Gesicht haben. Wir können Vermutungen hegen, aber definitiv wissen wir nichts.

Karl-Heinz Hoffmann        16.08.2014


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März

Die Dissertation von Dr. Daniele Ganser
Daniele Gansers Buch „NATO Geheimarmeen in Europa“ ist der Ausgangspunkt und die Rechtfertigung der seitdem ins Kraut schießenden Verdächtigungen gegen die ehemalige Wehrsportgruppe Hoffmann.
Dr. Daniele Ganser hatte sich kürzlich zu einem Gespräch mit mir bereit erklärt. Das Gespräch fand unter der Moderation von Jürgen Elsässer in Basel statt. Dabei musste Daniele Ganser alle in seinem Buch angeführten Positionen, soweit sie die WSG-Hoffmann betrafen, aufgeben.
In einer E Mail drückte er mir sein Bedauern aus. Wörtlich:
„Es tut mir leid dass ich von anderen abgeschrieben habe.“

Er hat sich aber geweigert an der Richtigstellung seiner Fehleinschätzungen aktiv mitzuarbeiten, indem er mich wissen ließ, er habe keine Zeit.
Wenn Dr. Ganser für die öffentliche Rücknahme seiner Irrtümer keine Zeit hat, dann wird er es mir nicht verübeln können, wenn ich die Sache selbst in die Hand nehme. Dabei halte ich es für sinnvoll, die Axt an die Wurzel zu legen:

An das
Europainstitut der Universität Basel
Zu Händen des Direktors Prof. Georg Kreis
Petersplatz 1

CH-4003 Basel


Überprüfung einer Dissertation

Sehr geehrter Herr Professor Kreis,
der zu überprüfende Gegenstand ist die Doktorarbeit des Schweizer Staatsbürgers Dr. Daniele Ganser über die „NATO Geheimarmeen in Europa“, als Taschenbuch in 2. Auflage veröffentlicht vom Orell Füssli Verlag AG Zürich.
Doktorvater Prof. Georg Kreis.
Ich erlaube mir anzuregen, die sachgerechte Überprüfung der oben genannten Dissertation vorzunehmen.

Gründe:

Die hier in Rede stehende Dissertation entspricht in den von mir überprüfbaren Teilen nicht den Anforderungen einer Doktorarbeit.
Meine Rüge bezieht sich nicht auf das Gesamtwerk, sondern nur auf die Ausführungen, die, beginnend mit Seite 295 unter der Überschrift:

„Der geheime Krieg in Deutschland“,
auf Seite 321 bis Seite 328 stehen.

Die übrigen Kapitel bleiben von meiner Rüge unberührt, da mir dazu genaue Erkenntnisse fehlen.

Eine Doktorarbeit muss im Regelfall neue Erkenntnisse zu dem gewählten Gegenstand enthalten und methodisch einwandfrei sein.
Dieser Anforderung konnte Dr. Ganser nicht gerecht werden.
Schlimmer noch, hinsichtlich der Frage nach dem etwaigen Vorhandensein von Gladio-Armeen in der Bundesrepublik Deutschland, hat er mit seiner Doktorarbeit, anstelle neuer Erkenntnisse, mit der willkürlichen und unzutreffenden Zuordnung der ehemaligen Wehrsportgruppe Hoffmann in das Spektrum der Terrororganisationen in dichterischer Freiheit ein terroristisches „Phantom“ in die zeitgeschichtliche Literatur einfließen lassen.
Um diese unzutreffende Einordnung zu belegen, schienen ihm die Veröffentlichungen von Journalisten ausreichend gewesen zu sein.

„Die polizeilichen Ermittlungen ergaben, dass deutsche Rechtsextremisten die Schreckenstat verübt hatten. Die Spur der Bombe führte zu Neonazigruppen, unter denen auch die „Wehrsportgruppe Hoffmann“ war. ...“

Quelle:
Daniele Ganser, Nato Geheimarmeen in Europa Orell Füssli Verlag, 2. Auflage 2008,  Seite 321.   

Diese, von Journalisten in die Welt gesetzte Behauptung hat mit den Tatsachen nichts zu tun. Dr. Daniele Ganser hat fragwürdige journalistische Veröffentlichungen leichtfertig als Tatsache betrachtet, ohne diese zu hinterfragen, obwohl es auch in der Folgezeit zahlreiche, öffentlich zugängliche, tatsachengerechte Quellen gab.

Im Abschlussbericht des Generalbundesanwalts der Bundesrepublik Deutschland zum Oktoberfestattentat wird, mit Datum vom 23. November 1982 explizit festgestellt, dass sich ein Verdacht gegenüber der Wehrsportgruppe Hoffmann nicht begründen lässt.

Der Abschlussbericht wäre durchaus eine problemlos zugängliche Quelle gewesen.
Herr Dr. Ganser hat in diesem Punkt die zur Abfassung einer Doktorarbeit notwendige Verpflichtung zur wissenschaftlich, methodischen Erforschung des gewählten Gegenstandes vernachlässigt. Ich mache ihm zum Vorwurf, leichtfertig vom Journalismus abgeschrieben zu haben und damit auch den Straftatbestand der Verleumdung begangen zu haben.
Herr Dr. Daniele Ganser hat zwar seine Irrtümer mir gegenüber freimütig eingeräumt und sich auch bei mir entschuldigt.

Siehe Entschuldigungsschreiben von Dr. Daniele Ganser per E-Mail vom 10.02.2014:

Sehr geehrter Herr Hoffmann

Sie haben natürlich recht. Ich hab Sie in Basel auch als angenehmen und ehrlichen Menschen kennengelernt. Ich weiss, ich muss noch mehr über das Oktoberfestattentat und seine Hintergründe forschen, das Gespräch mit Ihnen war mir sehr wichtig. Ich erhalte viele Anfragen für viele Gespräche zu versch. Themen und lehne vieles ab, weil ich mit der Arbeit sonst nicht nachkomme. Aber ich bin froh, dass ich Sie getroffen habe. Es tut mir leid, dass ich mit meinem Buch zu den NATO Geheimarmeen die WSG These von anderen Autoren übernommen habe, ohne Sie vorher zu kennen. Dafür möchte ich mich entschuldigen. Es ist sehr schwierig für uns Historiker die Wahrheit zu diesem Anschlag von 1980 herauszufiltern, bis heute bleibt es ein Dickicht durch das man schwer durchsieht. Ich hoffe es wird dereinst gelingen die Wahrheit herauszufinden.

Mit freundlichen Grüssen

Daniele Ganser

Dr. Daniele Ganser
Institutsleiter

Andererseits hat er sich aber nicht bereit erklärt, bei der Bereinigung seiner, bereits von der zeitgeschichtlichen Literatur übernommenen Irrtümer mitzuhelfen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine, nicht nur sachlich mangelhaft recherchierte, sondern auch mit Verleumdungen durchsetzte Dissertation so Bestand haben kann.

Hochachtungsvoll

Karl-Heinz Hoffmann       


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E-MAIL an Abdullah Frangi am 26.03.2014
als OFFENER BRIEF

Guten Tag Herr Frangi,

Sie haben gestern, am 25.03.2014 in einer Sendung des ZDF, Frontal21,zum Thema "Rechtsextremisten im Libanon" mitgewirkt und dabei nur Unsinn geredet. Mit der Behauptung, ich, Karl-heinz Hoffmann hätte mich mit Teilen meiner Wehrsportgruppe im Libanon in einem Trainingscamp der Kataeb-Milizen befunden, kann sich jeder, der diese Klamotte verbreitet, nur zum Affen machen.
Sie berufen sich dabei auf den palästinensischen Sicherheitsdienst?
Genau dieser, nämlich die 14. Abteilung des Sicherheitsapparates der Fatah war im Libanon mein Ansprechpartner. Mit den Kataebmilitzen hatte ich niemals etwas zu tun. Und das wissen Sie sehr genau.
Ich habe in einem Mammutprozess im Nürnberger Gerichtssaal 600, als mir die Anwesenheit im Lager der Fatah "Bir Hassan" zum Vorwurf gemacht wurde, während der Prozessdauer von zwei Jahren und drei Monaten aus Solidarität keinen einzigen Namen meiner arabischen Ansprechpartner genannt.
Jetzt, nach 34 Jahren herrschen andere Verhältnisse. Die Fatah ist im Libanon nicht mehr als Kampforganisation präsent. Einige meiner damaligen Ansprechpartner, die als bekannte Persönlichkeiten gelten dürften, sind nicht mehr am Leben.
Wenn Sie, Herr Frangi, als Verteter der PLO mit erfundenen Berichten Ihres "Sicherheitsdienstes" an der gegen mich gerichteten Verleumdungskampagne teilnehmen, dann sehe ich mich heute veranlasst, Roß und Reiter namentlich zu nennen:
Ich war befreundet mit Amin Al Hindi, Mitglied des Revolutionsrates der PLO. Ich könnte Ihnen genau die Inneneinrichtung seiner Privatwohnung in Beirut schildern. Amin al Hindi ist nach meinen Informationen bereits verstorben.
Ich war befreundet mit Atef Biseyso. Ich habe auch seine Familie kennengelernt. Ich habe Atef Biseyso sehr geschätzt. Mit ihm wurden alle Einzelheiten unserer Zusammenarbeit besprochen. Atef Biseyso fiel in Paris einem Attentat zum Opfer.
Wir unterstanden, auf freiwilliger Basis, der 14. Abteilung, die vom Department von Abu Ijad geleitet wurde. Abu Ijad habe ich zwar selbst nie gesprochen, aber er war über unsere Belange immer informiert. Und er hat auch unsere deutsche Libabnontruppe im Lager Bir Hassan bei einer persönlichen Inspektion zur Kenntnis genommen. (Ich war zu diesem Zeitpunkt gerade in Deutschland)
Ich habe Arafat zufällig, persönlich in Sabra getroffen und mich kurz mit ihm unterhalten. Er war ebenfalls über uns informiert.
Meine Vertrauensstellung ging so weit, dass ich auf einer Fahrt nach Damaskus mit Atef Biseyso bei dem bevorzugten Leibwächter Arafats mit in dessen geheimgehaltene Wohnung genommen wurde.
Ich habe in Tripolis längere Gespräche mit Hannah Ashrawi in ihrer Wohnung geführt.
Wenn Sie, Herr Frangi glauben, das palästinensische Nest mit Hilfe von Desinformationen "extremistenfrei" halten zu müssen, diedem bundesdeutschen Establishment mit erfundenen Latrinenparolen dienlich sind, dann vertreten Sie nicht die Fatah, für deren Interessen ich mich in Gefahr begeben habe. Auch Abu Ijad hat sich seinerzeit gegenüber dem Spiegel-Journal dazu mißbrauchen lassen, abträglich über uns zu reden. Er hat einfach, genauso wie Sie, die drohend geschwungene "Nazikeule" nicht ausgehalten.
Ich fand das damals schon billig und enttäuschend. Die palästinensische Führung hätte sich damals mit ruhigem Gewissen hinter uns stellen können. Wir haben den Freiheitskampf der Palästinenser unterstützt, waren aber niemals in moralisch verwerfliche Aktionen verstrickt.
Mit der Art, wie Sie Herr Frangi mich und meine damaligen Kameraden verleumden, können Sie für die El Fatah kein Ruhmesblatt erwerben. Es ist eine Schande. Doch es ist letztlich Ihre Entscheidung, ob Sie sich zur Wahrheit bekennen, oder zum Affen machen wollen.

In Anbetracht der Wichtigkeit behandle ich dieses Schreiben als offenen Brief.

Gruß

Karl-Heinz Hoffmann

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Von israelhörigen christlichen Kataeb-Milizen zusammengeschossener VW-Kübelwagen der WSG-Auslandgruppe im Trainingslager „Bir Hassan“ (Beirut) Im Hintergrund links sieht man einen unserer eingegrabenen Unimog Lkws. Im Hintergrund am Ende des Baumbestandes (Pinien) eröffnet sich der Blick über ein paar hundert Meter Sanddünen auf eine Kaserne der libanesischen Armee.
Entlang der Baumgrenze hatten unsere Kameraden regelmäßig vom Einbruch der Dunkelheit bis zum Morgengrauen den ständigen Wachdienst übernommen. Wir bekamen unsere Waffen und Verpflegung, sowie auch den Sprit für unsere Fahrzeuge von der Organisationsleitung der Fatah.
Unsere Fahrzeuge trugen Kennzeichen mit der Aufschrift: „Fatah“.

Karl-Heinz Hoffmann 27.03.2014


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BND Akten
Meinetwegen könnt ihr Euch zum Affen machen

Illustration von Karl-Heinz Hoffmann: „Der deutsche Journalismus im Bild“

Maymun har schte seschtare, baziesch bischtare.
Persisches Sprichwort: „Je hässlicher der Affe ist, umso aufdringlicher sind seine Albernheiten“

Antifa-Propagandisten, Journalisten der Massenmedien, Geheimdienstler und Diplomaten, meinetwegen könnt ihr euch an den inhaltlich frei erfundenen BND-Akten berauschen. Am Ende werdet ihr euch zum Affen gemacht haben.

Das letzte Blatt der Zeitgeschichte ist noch nicht geschrieben worden.

Karl-Heinz Hoffmann 26.03.2014


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2014
Februar  


Ein Tag bei den „Verfemten“
Blood & Honour in der Schweiz

Jemand hatte angefragt, ob ich bereit sei in der Schweiz vor einer rechtsgerichteten Zuhörerschaft zu sprechen. Das gewünschte Vortragsthema war, wie so oft „Die Wehrsportgruppe Hoffmann“. Mehr war nicht in Erfahrung zu bringen. Ich kannte weder den Veranstalter, noch die zu erwartende Größenordnung der Zuhörerschaft und, einmal von der groben Richtung im Allgemeinen abgesehen, auch nicht deren politisches Bekenntnis im Besonderen.
Erst als ich am späten Nachmittag am Zielort eintraf, erkannte ich, wer etwas von mir hören wollte. Vor dem Objekt stand ein halbes Dutzend schwarz gekleideter Männer. Unübersehbar mit der Aufschrift „Blood & Honour“ dekoriert. Einer von Ihnen, schon über fünfzig, in extrem poppiger Aufmachung, mit Kopftuch nach Seeräuberart, im Gesicht eine Kombination von Rauschebart mit dünn gezwirbeltem Schnurbart à la Dali. Als er später nach meinem Vortrag mit der Hawai Gitarre aufspielte und in irrsinniger Lautstärke den Saal mit gesangsunähnlichen Geräuschen erfüllte, habe ich Gott sei Dank kein Wort verstanden. So kann mir niemand vorwerfen, ich hätte durch mein „schweigendes Dabeistehen Zustimmung bekundet“. Schließlich habe ich derart alberne Vorwürfe schon einmal vor Gericht aus dem Mund eines übereifrigen Staatsanwaltes gehört.
Zum ersten Mal sah ich auch den in rechten Kreisen gefeierten Musikinterpreten Lunikoff. Wir führten ein kurzes Gespräch, bei dem ihm schnell klar geworden sein muss, dass ich ideologisch anders ticke als er. Aber das konnte seine Herzlichkeit nicht mindern. Als ich ihn später fragte, ob er für mich das türkische Liebeslied „Üskidara gider iken“ spielen würde, wenn ich dazu singe, verzog er das Gesicht, als hätte ich ihm einen unsittlichen Antrag gemacht. Aber war höflich genug, nicht nein zu sagen. Er meinte nur, er könne das musikalisch nicht bewältigen. Vor dem Weggehen fragte er, ob ich bereit sei, mich mit ihm fotografieren zu lassen. Das Foto wurde gemacht. Es hat keine Bedeutung, doch ich bin gespannt, wann mir das von der Antifa wieder mit bösartiger Kommentierung um die Ohren gehauen wird.
Es ist schwer in diesem Land als freier Mensch zu leben.   
Ich war überrascht, weil ich geglaubt hatte, die Blood & Honour Vereinigung würde nach dem kürzlich in Deutschland erlassenen Verbot nicht mehr existieren. Nein, so wurde ich belehrt, die Schweiz sei ein freies Land. Die Organisation würde hier nicht behindert.
Ich wollte nur wissen, ob etwas Verbotenes vorsichgeht. Zu meiner Beruhigung erfuhr ich, dass man in der Schweiz keinen behördlichen Repressalien ausgeliefert sei. Die Blood & Honour Vereinigung sei hier nicht verboten.     
So beruhigt, inspizierte ich zunächst das für mich reservierte Hotelzimmer, dann ging ich zum Versammlungsobjekt zurück um die Kamera aufzubauen. Denn ohne Video-Aufzeichnung zur etwa später notwendigen rechtlichen Absicherung, möchte ich nirgendwo einen Vortrag halten.     
Gegen 19 Uhr begann ich mit dem Vortrag. Ich war bemüht das gewünschte Thema sachlich abzuhandeln.
Vor mir im Saal saßen ruhig und diszipliniert etwa hundert kahl geschorene, schwarz gekleidete junge Männer. Meine, durch altersbedingten Haarausfall erzwungene Glatze schien bei der Zuhörerschaft das unbewusste Gefühl der Zusammengehörigkeit erzeugt zu haben. Jedenfalls gelang es mir, ihre Aufmerksamkeit über die Pause hinweg zwei Stunden lang zu erhalten. Zum Schluss beantwortete ich noch einige Fragen, dann erhielt ich lang anhaltenden Applaus. Das ist beachtlich, weil durchaus nicht alles von dem, was ich von mir gegeben hatte, den Grundzügen der völkisch geprägten, nationalen Weltanschauung entsprach. Zum Beispiel der Hinweis auf WSG-Kameraden mit stärker pigmentierter Haut.
Es ist bekannt, dass ich von dem, was über die Aktivitäten unserer deutschen Blood & Honour-Kameraden  bekannt wurde, nicht sonderlich begeistert bin. Und es ist auch kein Geheimnis, dass mir so ziemlich alles, was an kulturellen „Errungenschaften“ aus Amerika zu uns herüber schwappt, suspekt ist. Die Besonderheit der amerikanischen NS-Variante ist und bleibt mir unangenehm.
Aber ich muss gestehen, dass das Zusammentreffen mit den jungen Schweizern unterm Blood & Honour Symbol für mich trotzdem eine überraschend positive Erfahrung war. Ich kann das nicht anders sagen. Von dem toleranten und disziplinierten Verhalten der in schwarzer Kluft erschienen Männer könnte sich manch einer eine Scheibe abschneiden. Ich bereue nicht, diese Erfahrung gemacht zu haben. Einmal mehr fühle ich mich in der Ansicht bestätigt, dass man die Leute nicht nach ihrem Weltbild, sondern nur nach ihrem persönlichen Verhalten im Umgang mit ihren Mitmenschen beurteile sollte. Wenn eine Weltanschauung unmöglich ist, kann sie verschwinden wie eine vorübergehende Krankheit. Um nicht missverstanden zu werden, die jungen Schweizer Bloodys kamen mir, wenigstens was ihre Manieren angeht, recht gesund vor.  
Selbst wenn ein Patient krank sein sollte, ja gerade dann dürfen wir ihn nicht verstoßen. Wir müssen in unserer Gesellschaft, oder nennen Sie es meinetwegen Volksgemeinschaft, einen Platz für die Verfemten haben. Wir müssen uns nicht unbedingt um ideologische Gleichschaltung bemühen. Wir müssen nur einander geduldig zuhören und versuchen zu verstehen, was den Anderen bewegt. Genau damit haben mir die Schweizer Blood & Honour Kameraden Respekt abgerungen.

Karl-Heinz Hoffmann        18.02.2014


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Fortschrittliche Erkenntnisse für Fortgeschrittene
Bemerkenswerte Auszüge aus den Schriften von Trude Unruh,
der Gründerin des Seniorenschutzbundes „Graue Panther“ (1975)
und der Partei DIE GRAUEN (Sommer 1989):

„Es ist nicht allein die völlige Unfähigkeit zur Auseinandersetzung mit den Fragen nach Sinn und Unsinn der bestehenden Gesellschaftsordnung. Schon eher das „Augen zu und drauf“ des in die Enge Gedrängten, die Wut derjenigen, denen die politischen Felle wegzuschwimmen drohen. (...)
Deshalb reagieren sie gleich doppelt irrational: mit dem Leugnen der für alle sichtbaren Mißstände und Untragbarkeiten, weswegen sich diese neuen sozialen Bewegungen ja erst entwickelt haben, und mit dem Denunzieren, Verleumden und Kriminalisieren dieser demokratischen und  in aller Regel auch gewaltfreien Widerstandsformen.“
„Weil das aber immer weniger funktioniert - weil immer mehr Menschen am eigenen Leib bitter erfahren, daß dieser Parlamentarismus und dieses Sozialsystem doch wohl nicht der Weisheit letzter Schluß sein können
- werden ihre Attacken oftmals immer wütender, blinder, maßloser. Immerhin steht ihnen dabei ja auch ein bestens geschultes Heer von Meinungsmachern zur Seite, hoch bezahlt und bestens rentenversichert, die die Menschen verunsichern und desinformieren ... entweder schwarz oder rot, je nach Rundfunkrat-Besetzung.“

„Den unpolitischen Menschen zu verunsichern und zu täuschen, seine Wählerstimme in den Griff zu bekommen und damit seine Zustimmung für alle möglichen Untaten zu erschwindeln ... Wobei alle Tricks erlaubt sind, der Zweck die Mittel heiligt, jede Moral aufgehoben ist.“

„Die Lüge wird zur Wahrheit erklärt, die Opfer zu Tätern, die Bergpredigt wird als Rechtfertigung zitiert, wenn den Armen noch das „letzte Hemd“ genommen wird, um es
den Reichen z.B. als Steuergeschenk zukommen zu lassen.“

„Warum wird ausgerechnet denen, die sich radikal von der nationalsozialistischen Tradition distanzieren, von denen, die sich weniger distanzieren, vorgeworfen, nationalsozialistische Methoden anzuwenden?

(zitiert aus: Trude Unruh, Grau kommt - das ist die Zukunft, Ein politisches Bekenntnis, Goldmann Verlag, München, 1990, Seiten 56, 57, 58 und 59)

Mit den zitierten Lebensweisheiten spricht mir die erfahrene im Lebenskampf ergraute Dame aus der Seele. Sie schildert in schonungsloser Deutlichkeit, die mit dem Parlamentarismus untrennbar verbundenen, wie sie es nennt: „Untragbarkeiten“, sodass sich eine weitere Kommentierung erübrigt.

Karl-Heinz Hoffmann         16.02.2014   


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Aus einer Tageszeitung 1981:

AKTUELL  
Dilettanten?


„Natürlich führt die Observation gelegentlich zum Erfolg, wie sich bei der Waldperlacher Affäre gezeigt hat ...“

„... Und schon gar nichts hält der Amtsinhaber (Tandler) von Überlegungen, die neonazistischen Radikalinskis könnten den Freistaat neuerdings zu ihrem bevorzugten Aktionsfeld gemacht haben, auch wenn Oktoberfestanschlag, Erlanger Doppelmord und die Aushebung eines einschlägigen rechtsradikalen Nestes mitten in der Hauptstadt im Anschluss an die nächtliche Waldperlacher Schießerei Anlass genug für derartige Besorgnis geboten haben ...“

Aha! Die Waldperlacher Schießerei ist Anlass für Besorgnis? Ich teile die Besorgnis, und zwar deshalb, weil ich, im Gegensatz zu  den Zeitungsreportern  den wahren Hergang der Geschehnisse von 1981 in München Perlach kenne. In diesem speziellen Falle muss man ausnahmsweise den Journalisten Dispens erteilen, weil sie seinerzeit mit Fehlinformationen von der Polizei gefüttert worden waren.
In Wahrheit hat nur die Polizei geschossen. Das Überfallkommando hat unbewaffnete wehrlose Männer erschossen. Unglaublich, aber wahr. Die Wahrheit ist leider oft unglaublicher als die Lüge.

Peter Hamberger ist niemals Mitglied der Wehrsportgruppe Hoffmann im Geltungsbereich der Gesetze der Bundesrepublik Deutschland gewesen. Er ist im Gefolge von Odfried Hepp mit in den Libanon gekommen und war dort einige Monate Mitglied der Gruppe, die erst später, nach ihrer Auflösung, von den deutschen Behörden unter der Bezeichnung „WSG-Ausland“ eingeordnet wurde. Mit Hamberger habe ich im Libanon überhaupt keine Gespräche geführt. Sein politisches Bewusstsein hat mich nicht interessiert. Ich hatte Hamberger zum ersten Mal gesehen, als er im Gefolge von Odfried Hepp im Libanon ankam. Zuvor niemals. Von Peter Hamberger ist bekannt, dass er nach seiner Rückkehr aus dem Libanon nach Deutschland im Zusammenhang mit der angeblich auf Terrorismus umgestiegenen nationalsozialistisch orientierten Gruppe um Busse aktiv geworden war. So gesehen, könnte man meinen, der ehemalige Angehörige der WSG-Libanon, Hamberger, habe sich nach der Rückkehr aus dem Libanon der Terrorismus verdächtigen Gruppe um Busse angeschlossen. Doch diese Annahme ist unzutreffend. In Wirklichkeit war nämlich Peter Hamberger vom BLKA angeworben und als V-Mann in den Kreis um Busse eingeschleust worden. Deshalb kann er schlechterdings nicht in den Terrorismus abgeglitten sein. Der erst achtzehnJahre alte Peter Hamberger hatte sich von den Fahndern des BLKA zu konterkriminellem Verhalten anstiften lassen. Er war es, der die Bewegungen der jungen Neonazis an das BLKA verraten hat, als diese im Oktober 1981in München Perlach von einen Polizei-Sonderkommando gestellt und unter Beschuss genommen wurden. Zwei der jungen Neonazis starben im Kugelhagel der Polizei.  

In der Presseberichterstattung wurde das Vorkommnis vollkommen entstellt wiedergegeben. Allerdings ist davon auszugehen, dass die Presse von der Polizei aus gutem Grund falsch informiert worden war.
In der Spiegel-Ausgabe Nr. 44/1981 wartete die Redaktion mit einer sensationellen Story auf:



„Tödlicher Schlagabtausch zwischen Neonazis und Polizisten, Festnahmen in München und Belgien - die Konfrontation zwischen Gewalttätern aus dem rechten Untergrund und der Staatsmacht hat einen neuen Härtegrad erreicht. Nach Rote Armee-Fraktion Vorbild tauchen Rechtsterroristen der „Volkssozialistischen Bewegung Deutschlands“ im Ausland ab und nehmen bei Ihren Aktionen auch Tote in Kauf: „Der Kampf geht weiter.“...“

Weiter schreibt der Spiegel:

„Uhl war einer von fünf Männern, die sich in Neubiberg bei München beim VSBD-Vorsitzenden Friedhelm Busse getroffen hatten, um eine Geldbeschaffungsaktion zu bereden: einen Überfall auf eine Sparkasse.
Doch dazu kam es nicht. Tips aus der rechten Szene und Ermittlungen des Bundeskriminalamtes (BKA) führten dazu, dass die fünf im Südosten von München von Beamten des Sondereinsatzkommandos (SEK) der bayerischen Polizei gestellt wurden.
In der Putzbrunnerstraße lieferten sich Rechtsextremisten und Beamte mit Handgranaten und Maschinenpistolen ein Feuergefecht. Der Mann aus Paris und sein Freund Kurt Wolfgram, 21 wurden tödlich, ihr Begleiter, Peter Fabel, 18 und ein Polizist schwer verletzt. Verhaftet wurden zwei Mitglieder von Busses VSBD und ein französischer Neonazi ...“

Auszug aus dem Zeitungsartikel AZ Reportagen:
„Nach Feuergefecht mit Neonazis: Zwei Tote, drei Verletzte
Langsam rollte die gezündete Handgranate unter das rechte Hinterrad des hellen Citroen CX. Das rettete den Polizisten das Leben. Als die Granate Sekundenbruchteile später explodierte. hemmte der Wagen die Sprengwirkung so, dass lediglich ein Beamter von Splittern am Unterschenkel verletzt wurde. Die Explosion war das Signal für das Feuergefecht, das sich die fünf Insassen des französischen Wagens am Dienstagabend kurz vor 21 Uhr mit Beamten des Sondereinsatzkommandos lieferten ... Nach ein paar Sekunden war der nächtliche Spuk vorbei. Auf dem Bürgersteig lagen fünf, zum Teil lebensgefährlich verletzte Menschen, darunter zwei Polizeibeamte. Zwei der rechtsextremistischen Täter starben später im Krankenhaus ...“


„... Mit vorgehaltener Waffe zwangen die Polizisten die Rechtsextremisten auszusteigen. Auch auf mehrmalige Aufforderung hoben nur Zwei von ihnen die Hände und ergaben sich.“
 




SZ-Reportage:
„... Noch zwölf Stunden nach dem blutigen Feuergefecht suchten 5 Spezialisten des bayerischen Landeskriminalamtes ...
Nach dem Gefecht mit den Terroristen:
Verletzter Polizist außer Lebensgefahr

Die zahlenmäßig kaum überlegenen, etwa sechs bis acht Beamten - ... brachten das Auto der Rechtsextremisten an einer unbebauten Stelle der Putzbrunner Straße, ... zum Stehen. Dabei versuchten die Täter durch mehrmaliges Rammen des vorderen Einsatzwagens zu entkommen, was ihnen jedoch nicht gelang. Die fünf bis an die Zähne bewaffneten Männer wurden mit vorgehaltener Waffe zum Aussteigen aufgefordert. Dabei gelang es einem der Männer im Schutz der Dunkelheit, eine der sieben mitgeführten Handgranaten zu zünden und gegen die Beamten zu schleudern. Dass dabei nur einer der Beamten „einen Splitter ins Wadl“ abbekam, verdanken die Polizisten dem Umstand, dass der Sprengkörperunter das rechte Hinterrad gerollt war und dort „gedämft“ detonierte.
Beim anschließenden Schusswechsel zielten die Täter, wie die Einschussstellen beweisen, genau in Kopfhöhe des Fahrers, der ohne die schützende Panzerverglasung „mit Sicherheit  tot gewesen wäre“.
Die bereits ausgestiegenen Beamten waren mit kugelsicheren Westen geschützt. Ein 35jähriger Oberkommissar wurde dennoch getroffen, da er sich im Moment der Schießerei in gebeugter Haltung befand: Das Geschoß drang durch die Schulterpartie in die Lunge ... ... Er ist nicht mehr in Lebensgefahr ... Der zweite Verletze versieht bereits wieder seinen Dienst.
In einem der Festgenommenen, dem 18jährigen Münchner, Peter Hamberger, hatten die Polizisten durchaus keinen Unbekannten vor sich: ...“

Richtig. Einer der verhafteten Neonazis war Peter Hamberger.
Er war Angehöriger der nationalsozialistisch eingeschworenen Hepp-Fraktion im Lager der WSG-Ausland gewesen, die sich in politischer Gegnerschaft zum Rest der Gruppe befand. Er hatte sich nach seiner Rückkehr nach Deutschland unter dem Druck der polizeilichen Einwirkungen bedingungslos auf die Seite der LKA-Ermittler geschlagen und ließ sich bereitwillig als Spitzel in die NS-Szene um Friedhelm Busse einschleusen und später auch zu Falschaussagen vor Gericht verleiten. Seine Rolle als gefügiges Faktotum des BLKA ist eindeutig erwiesen.   
Obwohl er, nach seiner Rückkehr aus dem Libanon, offiziell mit der Auflage aus dem Gefängnis entlassen worden war, keinen Kontakt zu rechtsgerichteten Personen aufzunehmen, konnte er der Auflage zuwider handeln, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen, weil er den besonderen Schutz des BLKA genoss.
Der junge Super-Nazi Hamberger, dem ich nicht „braun“ genug war, ist von der Staatsgewalt zum Spitzel gemacht geworden.


aus: Rainer Fromm, "Die Wehrsportgruppe Hoffmann" Darstellung, Analyse ... :
"Hamberger ... ... in dem PLO-Lager „Bir Hassan“ im Libanon untergetaucht. Im Frühjahr setzte er sich ab, stellte sich den deutschen Behörden und belastete Hoffmann schwer. Danach wurde er aus der Untersuchungshaft entlassen.

Eine der Auflagen der Justiz: Keine Kontakte zu Rechtsradikalen."


Peter Hamberger war später bei seinen Auftritten als Zeuge im Gerichtssaal 600 bemüht, mein Verhalten im Lager der WSG-Ausland im Libanon in möglichst schlechtem Licht erscheinen zu lassen, aber er konnte mich nicht wirklich belasten.
Ihm hatte im Libanon niemand auch nur ein Haar gekrümmt. Ich selbst habe ihm noch nicht einmal ein böses Wort gegeben. Er wäre für mich der beste „Entlastungszeuge“ gewesen, wenn er nicht von den Spezialisten des BLKA zunächst stark unter Druck gesetzt und dann systematisch durch Vorhalte als falscher Zeuge aufgebaut worden wäre. Seine Willfährigkeit hatte sich für ihn gelohnt.
Es ist auch unvorstellbar, dass Hamberger ohne Wissen der Ermittlungsbehörden seine gerichtlichen Auflagen ignorieren konnte, indem er Kontakt zu Busse unterhielt.


aus Rainer Fromm ...:

"Hamberger heuerte als Hilfsarbeiter beim Nazi-Drucker Busse an. Ein idealer Arbeitgeber mit besten Beziehungen ...
zitiert nach Spiegel."

Friedhelm Busse war ganz sicher nicht der ideale Arbeitgeber für Peter Hamberger, aber Hamberger war der ideale V-Mann für das BLKA. Er war es, der die Ermittler über die Bewegungen der Busse-Truppe genauestens informiert hatte. Er war als Spitzel zusammen mit den vier weiteren jungen Neonazis in München Perlach unterwegs, als der Zugriff des SEK erfolgte.   
Aber damit ist die Geschichte noch nicht zu Ende. Sie fängt gerade erst an.


Spiegel:
Dass die Rechten sofort schießen wie die RAF, war eine Erfahrung die deutsche Polizisten erst zu machen hatten. „Der brutale Einsatz gegen Polizeibeamte“, so Generalbundesanwalt Rebmann, sei eine bislang unbekannte Erscheinung.   

In Wirklichkeit war alles ganz anders.

Es war genau umgekehrt. Es war kein brutaler Einsatz mit Waffengewalt von rechts, sondern ein moralisch rücksichtsloser, brutaler Feuerüberfall der Polizei auf Rechte. Die Jungen, kaum volljährig gewordenen „Neonazis“ hatten nicht die geringste Chance zur Gegenwehr.
Folgendes hatte sich zugetragen:
Die Beamten des BLKA waren über die Abfahrtzeit und Fahrtroute der Busse-Gruppe durch ihren Spitzel Hamberger informiert, so konnte sie an einer Ausfallstraße in München Perlach einen Hinterhalt legen. Als das Fahrzeug beim Herannahen gestoppt werden sollte, kam es zu einer Karambolage mit der gepanzerten Limousine der Polizei. Als die jungen Männer zum Aussteigen aufgefordert worden waren, öffneten sie die Autotüren. Nach dem Zuruf: „Polizei! Hände hoch, wir schießen sofort!“, versuchte einer der Rechten zu flüchten, kam aber nicht weit. Die anderen vier, darunter Hamberger, schickten sich an, mit erhobenen Händen auszusteigen. In diesem Augenblick warf ein Polizist eine Blendgranate in Richtung auf das Auto der Neonazis. Die Blendgranate rollte unglücklicherweise unter das Hinterrad des Citroëns und explodierte. Zwar hat die von der Polizei verwendete Blendgranate normalerweise keine Splitterwirkung, aber in diesem Falle muss sie durch die Verdämmung am Hinterrad eine Sprengwirkung erzeugt, und kleine Splitter von der Kunststoffhülle der Granate in Richtung auf die, ihre entsicherten MPs im Anschlag, gebückt vorgehenden SEK-Beamten abgegeben haben. Jedenfalls drang ein Splitter in die Wade eines Polizisten ein.  Der glaubte von einem Projektil getroffen worden zu sein und schrie laut auf: „Ich bin getroffen!“ Dieser Ruf bewirkte, dass nun mehrere Beamte, im Glauben an einen Angriff oder aus Nervosität, vielleicht aber auch in vorgefasster Absicht, wild drauflos ballerten und die jungen, völlig wehrlosen  Neonazis niedermachten. Dabei beschossen sich die Polizisten unabsichtlich gegenseitig und produzierten auch unvermeidlich Querschläger. Von Seiten der Rechtsextremisten konnte kein einziger Schuss abgegeben werden. Sie hatten die Hände erhoben und waren im Augenblick des Polizeiangriffs unbewaffnet. Ihre Waffen hatten sie im Kofferraum verstaut.
Auf kurze Distanz und bei unübersichtlicher Lage wird eine Polizei-MP leicht zur „Kameradensäge.“ Ein Polizeibeamter bekam ein Projektil aus einer Polizei-MP in die Lunge. Aber bei aller Nervosität ließen die Beamten doch  auch ein gerütteltes Maß an Kaltblütigkeit erkennen, das geeignet war, ihren V-Mann Hamberger vor den tödlichen MP-Garben in Sicherheit zu bringen. Der Kriminal Oberkommissar Kitschler unternahm es persönlich, seinen Schützling Hamberger beiseite zu zerren und ihn zu decken. Im Anschluss an die Attacke des SEK wurden die Sterbenden und die Schwerverletzen an den Straßenrand gelegt. Als der Notarzt eintraf wurde ihm unter dem Vorwand, die bereits halb entkleideten „Terroristen“  könnten noch Sprengsätze am Körpertragen verwehrt, den Opfern der Polizeigewalt Hilfe zu leisten.    
Woher ich das alles weiß? Ich weiß es von einem der dabei war. Ich war damals zu jener Zeit als Untersuchungsgefangener im Polizeigefängnis in der Ettstraße in München untergebracht und wurde täglich zur Vernehmung wegen der Ereignisse im Libanon  zum BLKA gebracht. Einige der Vernehmungsbeamten waren an dem Ambush in Perlach dabei. Nicht jeder konnte seinen Mund halten. Unter anderem sagte einer, wohl mit Blick auf die Erfahrungen mit der RAF, zu mir: „ Ja, ja Herr Hoffmann, jetzt schießen wir zuerst!“
Was blieb dem LKA anderes übrig, als die aus dem Ruder gelaufene Polizeiaktion zu vertuschen?
Man hat auch nie mehr etwas über etwaige Prozesse gegen die Überlebenden des Polizeiüberfalls gehört. Die Sache ist sang- und klanglos im Sande verlaufen. Hätte tatsächlich, wie in den Medien behauptet wurde, ein „Feuergefecht“ also ein Schusswechsel zwischen Rechtsextremisten und Polizei stattgefunden, dann hätten wir sicher einen spektakulären Schauprozess erlebt.   
 


Karl-Heinz Hoffmann 06.02.2014


Im Übrigen meine ich, Deutschland sollte unabhängig und neutral sein.



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2014
Januar

30.01.2014

Hallo Antifa!
Lasst mich jetzt nicht im Stich!

Wenn das linke Establishment nun über Walter Ulrich Behle schützend die Hand hält, nachdem der am Ende seiner Spitzelkarriere endlich linker Parteigenosse geworden ist, und deshalb plötzlich kein Interesse mehr an der Wiederaufnahme der Ermittlungen zum Oktoberfestattentat besteht und die Abgeordneten der Grünen Partei weitere Enthüllungen in Bezug auf das nachweislich „grüne Weltbild“ Gundolf Köhlers fürchten müssen und deshalb ebenfalls verstummen, müsst Ihr von der Antifa im Dienst der gesellschaftlichen Aufklärung, aktiv werden.
Die kürzlich beim Bayerischen Rundfunk  aufgetauchten BND-Akten, die von angeblichen verbrecherischen Umtrieben der WSG-Hoffmann berichten, sollten Anlass genug sein, rigorose Aufklärung zu fordern. Ist es nicht ein Skandal, dass derart brisantes Belastungsmaterial bisher als geheim galt und kein einziger Zeuge damit konfrontiert wurde?
Genossen von der Antifa! Früher seid Ihr immer gerne aufmarschiert, wenn ich Euch brauchte, um meinen Auftritten etwas mehr Bedeutung zu verschaffen. Lasst mich jetzt, wo es drauf ankommt, nicht im Stich. Zeigt Euch jetzt solidarisch und macht Rabatz. Die Wahrheit über das Wirken der finsteren Mächte muss endlich ans Licht gebracht werden.

Karl-Heinz Hoffmann
Systemkritiker und Watschentoni der Nation    


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Karl Heinz Hoffmann
Marktplatz 14
91077 Neunkirchen
Tel 09192  1090
Fax 09192  6530
e-mail  
karl.heinz.hoffmann.fks-prc@gmx.de


K.H.Hoffmann, Marktpl.14, 91077 Neunkirchen

An das
Bayerische Oberste Landesgericht
Schleißheimer Straße 139

80797  München

26.01.2014

AZ DES ERMITTLUNGSVERFAHRENS beim BGH:  1 BJs 201/80-5
OKTOBERFESTATTENTAT  .  SCHADENERSATZANSPRUCH
ANTRAG AUF GERICHTLICHE FESTSTELLUNG DES ANSPRUCHS


Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit erhebe ich,

Karl-Heinz Hoffmann
Marktplatz 14
91077 Neunkirchen

im Zusammenhang mit dem seinerzeit in Sachen Oktoberfestattentat gegen mich gerichteten Ermittlungsverfahren

Anspruch auf Schadenersatz
und beantrage die gerichtliche Feststellung des Anspruches.

Gründe:
Im Zusammenhang mit dem Oktoberfestattentat vom 26.9.1980 wurde gegen mich ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, welches mit Beschluss vom 23.11.1982 gemäß § 170 Abs.2 StPO eingestellt wurde, weil ein Tatverdacht nicht begründet werden konnte.
Siehe Anlage: Einstellungsverfügung
In diesem Einstellungsbeschluss ist mir das Recht auf Schadenersatzanspruch zugebilligt worden. Zur Feststellung des Schadenersatzanspruches war eine Frist gesetzt. Diese Frist habe ich seinerzeit ungenutzt verstreichen lassen, weil die Tragweite der Folgen des zu Unrecht eingeleiteten und trotz frühzeitiger Erkenntnis meiner Unschuld, für die Dauer von zwei Jahren widerrechtlich offen gehaltenen Ermittlungsverfahrens nicht erkennbar war. Ich war damals irrtümlich der Meinung, dass sich die Sache für mich mit der Einstellung des Verfahrens erledigt hat.
Wie hätte ich damals, während der Frist zur Wahrung von Schadenersatzansprüchen erkennen sollen, dass sich aus dem Ermittlungsverfahren eine gigantische Lawine anhaltender Verdächtigungen entwickelt?
Und wie hätte ich im Jahr 1982 erkennen sollen, dass ein journalistischer Stalker seine mit einem weitverbreiteten Buch und zahlreichen Interviews  betriebene Verfolgungskampagne im Jahr 2014 mit einem bundesweit verbreiteten Filmwerk krönt?
Gerade jetzt vor einigen Minuten musste ich erleben, dass die im Film verarbeiteten, auf das Ermittlungsverfahren der frühen 80ziger Jahre zurückzuführenden, sachlich unbegründeten Schuldzuweisungen erneut in einem Bericht des Senders „Tageschau 24“ (Sa., 25.1.2014, 14.55Uhr) verbreitet wurden. Das ist für mich der vorläufige Höhepunkt eines nunmehr über 30 Jahre andauernden Leidensdruckes, welcher den Verlust der gesamten Lebensqualität bedeutet.   
Aus dem damaligen Verzicht auf Schadenersatzleistung ergibt sich für mich zunächst ein rechtlicher Verbrauch von Schadenersatzforderungen.
Mein Recht auf Schadenersatz wegen erlittenem Unrecht durch das oben bezeichnete Ermittlungsverfahren lebt aber wieder auf, weil jetzt neue Ereignisse von großer Bedeutung im Raum stehen, die ohne das zu Unrecht geführte, öffentlich breitgetretene und ohne ausreichende Rehabilitierung abgeschlossene Ermittlungsverfahren niemals hätten zustande kommen können.
Dieses „Neue Ereignis“, welches unbestreitbar im deutlichen Bezug zu dem hier relevanten Ermittlungsverfahren steht, und das ohne die Tatsache des damals gegen mich gerichteten Ermittlungsverfahrens und der im Fernsehen (Nachrichtensendungen am 27./28.09.1980) erklärten „quasi Schuldzuweisung“ durch den Generalbundesanwalt Rebmann ausgeschlossen wäre, ist der Kinofilm „Der blinde Fleck“ (Produzent und Regisseur: Daniel Harrich) und die damit in Zusammenhang stehenden Erörterungen in der Presse und den TV-Berichten.
Dieser Film hat mich erneut, ohne dass ich mich jemals verdächtig gemacht hätte, einer massiven Verdächtigung ausgeliefert und gewissermaßen als potentiellen Attentäter unter Generalverdacht gestellt. Das Ergebnis ist rufschädigend, und lässt den von den Ermittlungsbehörden als unbegründet bezeichneten Tatverdacht gegen mich in der Wahrnehmung der Bevölkerung wieder aufleben und ältere Verdächtigungen festigen.
Die, auf dem Film und die damaligen Presseerklärungen des Generalbundesanwalts Rebmann basierende aktuelle Berichterstattung in den Printmedien, Internet und TV ist für mich nicht mehr hinnehmbar.
Der beiliegende Artikel ist nur ein Beispiel, die Welle der Presseerzeugnisse ist gigantisch:

Siehe Anlage:
„Fränkischer Tag“ v.22.01.2014

Die etwaige Erwiderung, das sei allein Sache des Filmproduzenten und der Medien, werde ich nicht gelten lassen. Hier muss das Verursacherprinzip zur Anwendung kommen.
Verursacher einer Jahrzehnte langen Mobbing-Kampagne ist ohne jeden Zweifel die Generalbundesanwaltschaft. Nicht zuletzt auch deshalb, weil sie es in all den Jahren niemals für nötig erachtete, ihr Fehlverhalten durch eine ausreichend wirksame Klarstellung der Dinge auszugleichen. Es wäre ihre moralische Pflicht gewesen.  

Aus den genannten Gründen ist mir ein erheblicher persönlicher Schaden entstanden, den ich hiermit durch

Antrag auf Feststellung der Pflicht auf Schadenersatz

geltend mache. Die qualitative und quantitative Darstellung des Schadens werde ich nach Erhalt der grundsätzlichen Feststellung der Verpflichtung zum Schadenersatz einreichen.
Sollte die Generalbundesanwaltschaft die Bereitschaft zur außergerichtlichen Bereinigung der Angelegenheit signalisieren, so erkläre ich bezüglich der materiellen Entschädigung meinerseits Verhandlungsbereitschaft.
Meine Forderung nach umfassender Rehabilitierung ist jedoch nicht verhandelbar.
Diesbezüglich werde ich alle rechtsstaatlich zulässigen Möglichkeiten, notfalls auch über die bundesdeutschen Grenzen hinaus, ausschöpfen.

Ich bitte mein Anliegen sachgerecht zu prüfen und zeichne
hochachtungsvoll

Karl-Heinz Hoffmann



Anlagen:
Einstellungsverfügung v. 23.11.1982, 2 Seiten
Zeitungsartikel: “Führt die Spur nach Ermreuth?“



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23.01.2014

Resultat behördlicher Verfehlungen

Das Amtsgericht Gera hat mir nun endlich bestätigt, dass mir wegen der Verfolgung  als Unschuldiger eine Entschädigung aus der Staatskasse zusteht.
Grundlage für diese Entscheidung war die Beschädigung meiner Persönlichkeit durch die unrechtmäßige Verfolgung
gemäß § 344 Abs.2 StGB.

Außerdem hatte die Staatsanwaltschaft Gera in unzulässiger Weise Presseerklärungen abgegeben, die zu einer unflätigen Mobbing-Kampagne gegen mich in den Massenmedien führte.

Erlittene seelische Qualen werden in Geld umgerechnet werden müssen, aber noch wichtiger ist mir, dass die Schädiger verpflichtet werden, für meine vollständige Rehabilitierung zu sorgen.

Karl-Heinz Hoffmann


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Hallo ANTIFA!
Nehmt das Bild raus, oder berichtigt den Text!

Seit Jahren geistert ein, mit verleumderischem Untertitel versehenes Bild durch den Blätterwalt. Das Foto wurde von einem Titelblatt unserer ehemaligen WSG-Zeitung „Kommando“ abgekupfert.
Es zeigt eine in Linie angetretene WSG-Gruppe. Konkret einige Männer mit „Übergröße“.
Die Originalunterschrift zu diesem Bild lautet: „Die langen Kerls aus Hessen.“
Die abgebildeten Männer waren deutlich übergroß, etwa zwei Meter.
Gundolf Köhler war dagegen ziemlich klein. Körpergröße schätzungsweise 168 bis 170 cm. Und er stammte auch nicht aus Hessen. Mit der Verfälschung der Bildunterschrift wollte der „STERN“ glauben machen, dass Köhler
erstens ein aktiver WSG-Mann gewesen sein soll, was er nicht war und
zweitens, dass er noch im Jahr 1979 an WSG-Treffen teilgenommen hat, was ebenfalls  unwahr ist.
Zwischen dem Zusammentreffen mit Köhler und mir liegen bis zum September 1980 mindestens vier Jahre. Eine Zeit, in der Köhler nach Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden, nicht etwa „rechtslastig“ orientiert war, sondern nachweislich aktiv bei der Grünen Partei engagiert war. (Vgl. Abschlussbericht des GBA)
An Hand des auf dem Foto mit abgebildetem Karabiner K 98, dessen Maße bekannt sind, kann im Vergleich mit der abgebildeten Person, die das Gewehr hält, und der Person, die vor der Reihe steht, unschwer die extreme Körpergröße der abgelichteten WSG-Männer ermittelt werden.
Leider wird das Bild immer wieder im Zusammenhang mit der Behauptung verbreitet, der zweite Mann im Glied sei Gundolf Köhler. Diese erlogene Behauptung geht auf das Konto des Magazins „STERN“.
Wenn Ihr mir das nicht glauben wollt, dann lest bei Rainer Fromm nach! Er ist kein Rechter. Er ist ein lupenreiner Demokrat, wenn nicht sogar einer von Euch.

Zitiert nach Rainer Fromm:
Im Hinblick auf Köhlers Biografie und seine Verbindungen zur „Wehrsportgruppe Hoffmann“ existieren in der Literatur etliche Defizite. So behauptet Klaus Hennig Rosen, Köhler sei 1976 aus der DDR freigekauft worden und in Hoffmanns Zeitschrift „Kommando“ (Titelseite, Ausgabe Juni 1979) bewaffnet abgebildet. (vergl. Rosen 1989, S. 55) Beides ist falsch. Quelle für diesen Irrtum ist eine Ente des Nachrichtenmagazins „Stern“ (vergl. Stern, Nr. 42, 09.10.1980)

Quelle: „Die Wehrsportgruppe Hoffmann: „Darstellung, Analyse und Einordnung. Von Rainer Fromm. Europäischer Verlag der Wissenschaften. Beitrag zur Geschichte des deutschen Rechtsextremismus, S. 331.“

Einmal von der Urheberechtsverletzung abgesehen, habe ich nichts gegen die Verbreitung dieses Fotos, aber nur dann, wenn es mit der Originalunterschrift versehen verwendet wird. Oder wenn auf die Textfälschung deutlich hingewiesen wird.


Der angebliche Köhler, zweiter von links, als einer der Größten

Also, seid vernünftig, lasst Euch nicht von der Stern-Lüge zu unrechtem Handeln verführen.
Bleibt bei der Wahrheit. Es solle mir leid tun, wenn ich Euch verklagen müsste. Ich denke, das können wir uns gegenseitig ersparen. Man kann auch mit der Wahrheit erfolgreich politisch argumentieren.  

Gruß Karl-Heinz Hoffmann 23.01.2014


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Akteneinsicht für die Sekundärschädiger
noch bevor der Geschädigte in die Akten schauen konnte?


Karl Heinz Hoffmann
Marktplatz 14
91077 Neunkirchen
Tel 09192  1090
Fax 09192  6530
e-mail  
karl.heinz.hoffmann.fks-prc@gmx.de


K.H.Hoffmann, Marktpl.14, 91077 Neunkirchen

An den
Generalbundesanwalt
beim Bundesgerichtshof
Brauerstraße 30

76135 Karlsruhe

23.01.2014

OKTOBERFESTATTENTAT
ANTRAG AUF AKTENEINSICHT


Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit beantrage ich,

Karl-Heinz Hoffmann
Marktplatz 14
91077 Neunkirchen

Einsichtnahme in die vollständigen Akten des Ermittlungsverfahrens zum  

Oktoberfestattentat
vom 26.09.1980

und, soweit vorhanden, auch Einsicht in die Ermittlungsakten zum

Attentat von Bologna
, 02.08.1980

einschließlich der dem Gericht und inzwischen auch den Medien vorliegenden

Geheimakten des BND über die Wehrsportgruppe Hoffmann.

Gründe:

Ich war seinerzeit von einem Ermittlungsverfahren in Sachen Oktoberfestattentat als Beschuldigter betroffen.
Das Ermittlungsverfahren 1 BJs 201/80-5 wurde eingestellt, weil sich kein Verdacht begründen ließ. Einstellungsverfügung vom 23.11.1982:



Außerdem wurde mir der Abschlussbericht zu den Ermittlungen zum Oktoberfestattentat zugänglich gemacht.

Die volle Akteneinsicht hatte ich nie beantragt. Dazu sah ich damals keine Notwendigkeit. Ich bin, außer einem Statement zu meinem Alibi von etwa 15 Minuten Dauer am Vormittag des 28. September 1980 vor dem Ermittlungsrichter niemals wieder zur Sache vernommen worden. Von Seiten der Ermittlungsbehörden bin ich nie mit etwaigen Schuldvorwürfen konfrontiert worden.
Weil ich im weitesten Sinne im Zusammenhang mit dem Attentat vollkommen unbeteiligt war, und ich mich auch durch nichts verdächtig gemacht haben konnte, erschien mir damals die Einsicht in die Ermittlungsakten überflüssig. Ich hatte geglaubt, dass ich nach Erlass der Einstellungsverfügung nicht mehr weiter verfolgt werde.
Das war ein fataler Irrtum.
Nach dem Ende der Ermittlungen und der behördlichen Feststellung meiner Unschuld, begann das über Jahrzehnte hinweg aufrecht erhaltene, durch Antifa-Apologeten wie Ulrich Chaussy und den Opferanwalt Werner Dietrich regelmäßig genährte, konzertierte Mobbing meiner Person durch die Massenmedien und diverse Antifa-Blogs.
Die Ermittlungsbehörden haben es niemals für nötig gehalten, für meine Rehabilitierung in Sachen Oktoberfestattentat zu sorgen. So bleibt mir nichts anderes übrig, als die Sache selbst aufzuarbeiten.    
Erst in jüngster Zeit, am 15.01.2014, hat die Mobbingkampagne mit der Ankündigung des Kinofilms DER BLINDE FLECK  und - im Zusammenhang damit - einer Fernsehsendung des Bayerischen Rundfunks, Redaktion „Kontrovers“, erneut Nahrung bekommen und damit seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht.
Dieser Sendung war zu entnehmen, dass sowohl Herrn RA Werner Dietrich aus München als auch der Redaktion „Kontrovers“ die Akten aus dem Ermittlungsverfahren zum Oktoberfestattentat vollständig, einschließlich der vertraulichen Akten des BND, offensichtlich zur beliebigen Verwendung, überlassen wurden.



Durch die Ausstrahlung des Beitrages in der Sendung „Kontrovers“ wurde auch klar, dass die Akten des BND vollkommen haltlose und leicht widerlegbare Verdächtigungen enthalten.

Es ist mein gutes Recht, dagegen, sowohl mit juristischen als auch allen sonstigen rechtstaatlich zulässigen Mitteln vorzugehen.
Ich bin daher genötigt, die Verteidigung meiner persönlichen Ehre und Rehabilitierung selbst zu betreiben.
Dazu muss ich über die vollständigen Ermittlungsakten verfügen. Es kann nicht angehen, dass die Medien aus den meine Person betreffenden Akten zitieren können, die mir nie zur Kenntnis gebracht wurden.    
Deshalb beantrage ich, mir die vollständigen Ermittlungsakten zum Oktoberfestattentat zur Einsicht zur Verfügung zu stellen. Ich gebe dabei auch zu bedenken, dass mein Recht auf Akteneinsicht, dem etwaigen Recht derjenigen, die bereits mit Akten bedient wurden, vorgeht.
  
Hochachtungsvoll

Karl-Heinz Hoffmann


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Hallo Joachim Fiebelkorn,

bitte nehmen Sie mit mir Kontakt auf. Ich habe Veranlassung, die geheimdienstlichen Intrigen im Zusammenhang mit dem Bologna-Attentat aufzudecken. Ich hoffe auf Ihre Mitwirkung.

Gruß
Karl-Heinz Hoffmann      21.01.2014


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Das Attentat von Bologna
Auszüge aus der Dissertation von Rainer Fromm
„Die Wehrsportgruppe Hoffmann“
Darstellung, Analyse und Einordnung, 1998,
Europäischer Verlag der Wissenschaften 1998.

Kommentiert von mir, Januar 2014

Fromm, S.348:

Um die Hintermänner des blutigsten aller Anschläge im Nachkriegsitalien, das Bologna-Attentat, ranken sich seit der Tat Spekulationen. Die amerikanische Autorin Claire Sterling versucht beispielsweise über den Rechtsterroristen Claudio Mutti eine Spur zu Ghaddafi als Hintermann zu verfolgen, da Mutti auch langjähriger Leiter der „Italienisch-Libyschen Freundschaftsgesellschaft“ ist. Für die Autorin ist „Ghaddafi der heilige Nikolaus des Terrorismus“, an dessen langer Leine der mutmaßliche Bologna-Attentäter Mutti agiert habe. (vergl. Sterling 1981 S. 271 ff)
Tatsächlich wird Mutti auch am 29.8.1980 als mutmaßlicher Komplize am Attentat verhaftet. Dem Rechtsextremisten, der bereits 1974 aus dem MSI ausgeschlossen wird, kann jedoch die Mittäterschaft nicht nachgewiesen werden. Mangels Beweisen wird er entlassen. Damit ist auch die direkte Spur zu Ghaddafi nur noch Spekulation.

In anderen Publikationen finden sich Überlegungen über geheimnisvolle Drahtzieher einer faschistischen Internationalen, freilich ohne Belege für einen gesteuerten Rechtsterrorismus. Beispielhaft hierfür ist die Berichterstattung des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“:  

Scheinbar wahl-und sinnlos schlägt die „Schwarze Internationale“ zu, sei es gegen die Synagoge an der Pariser Rue Copernic, sei es auf dem Münchner Oktoberfest, sei es, immer wieder, in Italien. Und was die Bürger verunsichern soll, ist meist das Werk derselben Personen, Organisationen, Ideologen.“ (Der Spiegel“ Nr. 5/1983, S.124)
In diesem Zusammenhang sind auch die Berichte weiterer deutscher und britischer Quellen zu beurteilen, die eine Mitarbeit deutscher Rechtsaußen am Bologna-Attentat behaupten. So sollen Karl-Heinz Hoffmann und Joachim Fiebelkorn an den Vorbereitungen des Anschlags beteiligt gewesen sein. Dieser Verdacht gegen Hoffmann oder Mitglieder seiner Wehrsportgruppe lässt sich zu keinem Zeitpunkt erhärten. Auch Fiebelkorn wird vom Vorwurf der Tatbeteiligung vor Gericht frei gesprochen.

Dazu führt Fromm weiter auf Seite 349 aus:
Hauptergebnis der Recherche ist ein Überblick zur Tätigkeit der Personen in den siebziger und Anfang der achtziger Jahre, die in der deutschen Publizistik über ein halbes Jahrzehnt als Hintermänner des Bologna-Attentates gelten.
Eine Antwort auf die Frage, wer den Anschlag letztendlich verübt hat, kann das Kapitel auch nicht  geben. Es räumt jedoch mit zahlreichen Fehlinformationen auf, die ungeprüft Einzug in die Fachliteratur gefunden haben und dort bisher unwidersprochen verbreitet werden. So die These von Hoffmann, Fiebelkorn und delle Chiaie als Hintermänner des Attentates von Bologna. Nicht umsonst meldeten viele große Tageszeitungen am 8.4.1987:
„Nach über sechsjährigen Ermittlungen endete das Verfahren gegen den Söldner Joachim Fiebelkorn (40) aus Eppstein nun mit einem Freispruch durch den Untersuchungsrichter in Italien. Die Justiz hatte Fiebelkorn in Verdacht, einer der Drahtzieher des Bombenanschlags auf dem Bahnhof in Bologna gewesen zu sein. (...) Wie das Gericht herausfand, hatten zwei verhaftete Offiziere des italienischen Geheimdienstes bewusst die falsche Fährte zu Fiebelkorn gelegt.“ (Frankfurter Neue Presse, 8.4.1987;  vergl. auch Abendpost, 8.4.1987; Frankfurter Rundschau, 8.4.87; Bild 8.4.87; Hanauer Zeitung 8.4.87)

Mein Kommentar dazu:
Die sichere Erkenntnis, dass hohe Offiziere des italienischen Geheimdienstes bewusst „eine falsche Fährte“ gelegt hatten, die darauf abzielte, unbeteiligte Personen unter Verdacht zu stellen, für die dann, wenn die „falsche Fährte“ nicht als solche erkannt worden wäre, lebenslange Haft zum Tragen gekommen wäre, gibt schlaglichtartig einen Einblick in die operative Routinearbeit der Geheimdienste. Auch im Zusammenhang mit dem Attentat auf der Münchner Theresienwiese ist dieses Muster deutlich erkennbar. Auch in diesem Fall wurden die Ermittlungsbehörden vom Geheimdienst bewusst auf eine falsche Fährte gelockt. Und auch in diesem Fall erkannten die Beamten der SOKO Theresienwiese sehr schnell den Unwert der „falschen Fährte“, konnten aber diese Spur nicht so ohne weiteres verlassen, weil sie der neuen, in Richtung auf die Wahrheit deutenden Spur, die sich aus zufällig gewonnenen Erkenntnissen über die Machenschaften des Verfassungsschutzes ergaben, aus Gründen der Staatsraison nicht folgen konnten.

Weiter zitiert aus Rainer Fromm, Die „Wehrsportgruppe Hoffmann“, S.349:
8.1.3.1. Hoffmann - Attentat
Die Wurzel einer potentiellen Mitwirkung Hoffmanns und Fiebelkorns am Attentat von Bologna sind die Aussagen des Rechtsterroristen Elio Ciolini, die er gegenüber dem Richter beim Landgericht in Genf, Chappiuis, in der Haftanstalt von Champ Dollon macht. Der Jurist leitet die Aussagen an die Legion der Karabinieri in Bologna weiter, die sie am 20.1.1982 in einem versiegelten Umschlag erhalten.

Auszüge aus Ciolinis Aussage:
(...)
b)  In der Folge trafen sich bei der gleichen Firma ODELPRIMA der deutsche Staatsangehörige Karl-Heinz HOFFMANN und der französische Staatsangehörige Olivier DANET, beide in Kontakt mit der terroristischen Organisation von Delle Chiaie wegen der „Aktionen“ in Europa und auch von diesem nach Rom beordert. Diese beiden letzteren sollten dem FIEBELKORN Instruktionen erteilen (...) Der Ciolini sagte ferner aus, dass sich der DANET, vermutlich, um den benötigten Sprengstoff kümmerte, da er diesbezüglich Erfahrungen hatte.
(c)...)
Im Monat Juli des Jahres 1980 befindet sich in Rom ein von Stefano Delle Chiaie entsandter Mann, Herr Joachim Fiebelkorn, deutscher Staatsangehöriger, für die Ausführung der von der „Trilateralen“ vorgesehenen Aktion. Der Fiebelkorn wird in Rom von den Herren Olivier Danet,  französischer Staatsangehöriger und Karl-Heinz Hoffmann, deutscher Staatsangehöriger eingeholt, beides Verbindungsleute von Delle Chiaie, die er in Europa für besondere Aktionen hat.
Nach den Informationen, die von Delle Chiaie mündlich in Bolivien erteilt wurden, sollen alle drei (3) oben genannten an der Aktion teilgenommen haben. Außerdem wurde das „notwendige“ von den beiden Verbindungsleuten nach Italien gebracht.“  

 
Rainer Fromm würdigt die Aussage des Italieners Ciolini wie folgt:
Zitiert aus Rainer Fromm, Die „Wehrsportgruppe Hoffmann“, S.350/351
Eine belastende Aussage, für die Ciolini harte Belege schuldig bleibt. Trotzdem finden seine Ausführungen schnell Einzug in die europäische Fachliteratur. So veröffentlicht Stuart Christie, vermutlich ungeprüft, am 26.6.1980 sei es zu einem Treffen in Rom gekommen. Anwesend sollen die frisch aus Argentinien eingeflogenen Italiener Pierluigi Pagliai und Maurizio Giorgi sein, die in einem Hotel auf den Franzosen Olivier Danet und die Deutschen Joachim Fiebelkorn und Karl-Heinz Hoffmann stoßen. (vergl. Christie 1984, S. 119)
Tatsächlich ermittelt dann auch die Staatsanwaltschaft Bologna auf Grund der Aussagen Ciolinis gegen die Gruppe der in Südamerika lebenden Rechtsextremisten. Am 10.9.1983 erlässt die Behörde  Haftbefehle gegen Stefano Delle Chiaie, Joachim Fiebelkorn, Maurizio Giorgi, Pierluigi Pagliai und den Franzosen Olivier Danet (...)(vgl. Christie 1984, S.121f; Der Spiegel, Nr.5/1983, S.123 f) Nicht betroffen ist der Wehrsportgruppenchef Karl-Heinz Hoffmann.
Über die nicht belegbaren Abhandlungen Christies finden Ciolinis Aussagen über Hoffmanns mögliche Tatbeteiligung auch Einzug in die deutsche Literatur. (vgl. Der Stern, 23.9.1982, S.269) Das Magazin Konkret schreibt: „Nach Recherchen des englischen Journalisten Christie traf  Delle Chiaie vor dem Anschlag in Rom mit dem Wehrsportgruppenführer Karl-Heinz Hoffmann zusammen. (Konkret, Nr. 6/1987, S. 15) Konkret glaubt an eine noch  engere Einbindung der Hoffmann Gruppe:
„Nach Zeugenaussagen in den Ermittlungsakten versprach Hoffmann, für diese Sache sechs Mitglieder seiner Wehrsportgruppe zur Verfügung zu stellen - allerdings ohne zu wissen, worum es genau ging: Rudolf Klinger, Stefan Faber, Walter Ulrich Behle, Michael Ruttor, Horst Röhlich und Robert Funk sollten für delle Chiaie die Dreckarbeit machen.

Mein Kommentar:
Dieses Beispiel zeigt überdeutlich, mit welcher Rücksichtslosigkeit vollkommen unbeteiligte Personen auch vom professionellen Journalismus mit schwerwiegenden falschen Anschuldigungen belastet werden. Natürlich ist an der Story nichts dran. Das lässt sich am besten mit der angeblichen Verwendung von Walter Ulrich Behle beweisen. Im Juli 1980 sollen die Zusammenkünfte in Rom zustande gekommen sein, wobei die Bereitstellung einer Gruppe, der auch Behle zugerechnet wird, zugesagt worden sein soll. Der Gerüchtekoch hat offensichtlich Namen aufgegriffen, die durch die Pressemeldungen aus der Zeit nach dem Oktoberfestattentat als Transportbegleiter bekannt geworden waren. Unter anderem auch Behle. Das hat nur den Haken, dass ich Behle im Juni des Jahres 1980 noch gar nicht kannte. Erst im September 1980  habe ich ihn, als er mich unaufgefordert aufsuchte, das erste Mal gesehen.
  
Falsche Fährten, als geheimdienstliches Prinzip:
Ein merkwürdiger Fund

Fromm S. 352:
Ein Indiz für die Teilnahme deutscher Terroristen (?) an dem Attentat in Bologna ist ein merkwürdiger Fund wenige Monate nach dem Anschlag. Am 13.1.1981 entdecken Carabinieri und Sprengstoffexperten im SD Zug 504 vom süditalienischen Taranto nach Mailand einen Bombenkoffer. Er enthält den selben Sprengstoff, der auch beim Bologna-Attentat verwendet wird. Ferner stoßen die Ermittler auf zwei deutsche Zeitungen und Flugtikets, die auf deutsche Namen ausgestellt sind. Zeitgleich warnt der stellvertretende Chef des italienischen Geheimdienstes  SISMI, General Musumeci, die Polizeibehörden, dass vier Mitglieder der „Wehrsportgruppe Hoffmann“ einen Anschlag auf den Mailänder Bahnhof planen.
Später erweist sich der Koffer als vorsätzlich falsch gelegte Spur. Drahtzieher sind die SISMI-Chefs Giuseppe Belmonte und Pietro Musumeci. Sie selbst, so stellt sich heraus, haben den Koffer deponieren lassen und Journalisten und Richter mit falschen Nachrichten gefüttert. (Konkret Nr. 6.1987, S. 16 f) So erweist sich die zweite „heiße Spur“ nach Deutschland, die über Monate die Presse beschäftigt, als falsch. Die Geheimdienstchefs müssen hinter Gitter. Trotz umfassender Recherchen kommt auch „Konkret“ über das Stadium von Vermutungen, die eine Hoffmann-Beteiligung belegen sollen, nicht hinaus.
  
Mein Kommentar:
Fromm zitiert aus einer Zeugen-Vernehmung, die am 29.11.1982 mit mir im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens gegen Joachim Fiebelkorn und andere durchgeführt wurde. (StA Frankfurt, Az. 50 Js 26078/82) :

Frage:
Herr Hoffmann, kennen Sie Joachim Fiebelkorn?

Antwort:
Ich habe von der Existenz des Herrn Fiebelkorn erstmals durch die Presse erfahren. Das dürfte im September dieses Jahres gewesen sein. Wenn ich mich recht erinnere, war es das Stern-Journal. Den Namen Fiebelkorn habe ich vorher nie gehört. Weiter kann ich dazu nichts sagen.

Frage:
Herr Hoffmann, Ihnen wird ein Lichtbild vorgelegt. Kennen Sie die abgebildete Person? (Anmerkung es handelt sich um das Libi des Fiebelkorn).

Antwort:
Nein!

Frage:
Herrn Hoffmann werden die Lichtbilder des E. Ciolini, D. Ciaie, O.Danet, F. Höfle, S.Kaufmann. B.Sehm, R.Grob vorgelegt. Kennen Sie eine der abgebildeten Personen?

Antwort:
Nein!

Auch der WSG-Angehörige und Libanon-Aktivist Klaus H. erklärt in der JVA München Stadelheim am 14.12.1982, er könne Aussagen über eine mögliche Entführung Fiebelkorns durch italienische Behörden aus Deutschland machen. Diese hätten, so H. weiter, ihm ein konkretes Angebot gemacht, falls er ihnen Informationen und den Aufenthaltsort Fiebelkorns nennen könne. Ein Carabinieri habe ihm gesagt, dass er nach der Preisgabe der gewünschten Informationen über Fiebelkorn frei sein werde. Ferner habe man ihm angeboten, „ihn
(H.) mit einem italienischen Paß und einer neuen Identität auszustatten. Dies sei ihm, dem Zeugen H. nicht möglich gewesen, da er keine Kenntnisse über die Person Fiebelkorn gehabt habe.“ Außerdem sei er auch zu einem solchen Handel nicht bereit gewesen.

Mein Kommentar:
Hier zeigt sich deutlich das durchgehende Muster der Vernehmungsmethoden. In der Haft befindliche, unter psychischem Druck stehende, vor allem haftungewohnte Personen, werden zu unverantwortlichen Falschaussagen oder zur Bestätigung von falschen Vorhalten genötigt.
Als ein typisches Beispiel der massiven Zeugenbeeinflussung kann die ursprünglich mich schwer belastende Zeugenaussage des Hans Peter Fraas gelten. Wie sich später vor Gericht herausstellte, hatte er auf Drängen von Beamten des BLKA erfundene Geschichten aufgetischt. Fraas hat vor dem erkennenden Gericht zugegeben, dass er sich, von den Vernehmungsbeamten unter Druck gesetzt, zur Bekundung von erlogenen Sachverhalten verleiten ließ. Und Fraas war nicht der einzige Zeuge, der ähnliche Begebenheiten bekundete. Unter diesen Vorzeichen ist auch die künstlich erzeugte, erwiesenermaßen falsche Aussage des Ciolini in ihrer Gesamtheit zu sehen. Diese Sichtweise wird auch von Rainer Fromm bestätigt.

Zitiert aus Fromm, S. 364
So ist lediglich sicher, daß der verantwortliche SISMI-Offizier General Musumeci sich strafbar gemacht hat. Er hat gemeinsam mit seinem Kollegen Oberst Belmonte die Ermittlungen der Explosion absichtlich in eine falsche Richtung gelenkt. Am 18.10.1984 werden die beiden Geheimdienstoffiziere verhaftet. (vgl. Corriere Della Sera, 21.10.1984) (...) verlässt Fiebelkorn als freier Mann das Gericht.

Aber das ist noch nicht alles. Fromm merkt weiter auf Seite 364 an:
Zitiert aus Fromm:
Von Musumeci stammt auch ein Bericht an italienische Justizbeamte, in dem vier deutsche Neonazis als Täter bezeichnet werden. Gemeint sind die WSG-Mitglieder Hepp, Bergmann, Dupper und Hamberger, die sich im Juli 1981 in den Libanon absetzen. Die Hypothese Musomecis wird später von den italienischen Richtern als „haltlos“ erachtet. (vergl. Corriere Della Sera 21.10.1984) Damit ist auch eine weitere Spur, in der die WSG-Hoffmann mit dem Bologna-Attentat in Verbindung gebracht wird, nicht mehr haltbar.

Mein Kommentar:
Der von Musumeci an italienische juristische Instanzen gesandte Bericht ist, leicht nachprüfbar, falsch. Die vier genannten Personen haben sich nicht, wie behauptet wurde, im Juli 1981 in den Libanon abgesetzt, sie haben sich schon seit dem Sommer des Jahres 1980, also ein Jahr früher in Beirut befunden und den Libanon nachweislich bis zum Sommer 1981 nicht verlassen. Das Beachtliche des inhaltlich erfundenen Musumeci-Berichtes besteht in dem Umstand, dass er eine Schuldzuweisung von großer Tragweite darstellt, die darauf abzielte, die vier zu Unrecht Beschuldigten, im Wissen um deren Nichtschuld lebenslänglich hinter Gitter zu bringen. Die Musumeci-Intrige zeigt in aller Deutlichkeit das verbrecherische operative Wirken der Geheimdienste. Dabei muss auch bedacht werden, dass der italienische Geheimdienst, ebenso wenig wie der bundesdeutsche, Aktionen der geschilderten Art ohne Wissen anderer bedeutenderer, außereuropäischer  Geheimdienste durchführen kann. Auch das geringe Strafmaß von nur drei Jahren Haft für den Geheimdienstgeneral Musumeci lässt die „schützende Hand“ der noch weiter oben angesiedelten finsteren Mächte erkennen.   
Soviel für heute zu Bologna

Karl-Heinz Hoffmann           20.01.2014


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Hat der BND Beweismittel gefälscht?


Karl Heinz Hoffmann
Marktplatz 14/Schloss Ermreuth
91077 Neunkirchen
Tel 09192  1090
Fax 09192  6530
e-mail  
karl.heinz.hoffmann.fks-prc@gmx.de


K.H. Hoffmann, Marktpl.14, 91077 Neunkirchen

An die
Kriminalpolizeiinspektion Bamberg
Schildstraße 81

96050 Bamberg

14.01.2014/ho

mit der Bitte um Weiterleitung an die zuständige Behörde

STRAFANZEIGE UND STRAFANTRAG

Hiermit stelle ich,
Karl-Heinz Hoffmann, geb. 27.10.1937
wohnhaft
Marktplatz 14

91077 Neunkirchen

Strafanzeige und stelle Strafantrag gegen die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch den Bundesnachrichtendienst, BND

wegen:
Beweismittelfälschung und Anschuldigung wider besseres Wissen.

Sachverhalt:
Aus einem E-Mail-Schreiben eines Fernsehsenders an mich vom 12.01.2014
ist ersichtlich, dass der Redaktion offizielle Akten des BND vorliegen, aus denen hervorgehen soll, dass ich und Teile der Wehrsportgruppe, bzw. der „Wehrsportgruppe Ausland“ zusammen mit italienischen Rechtsextremisten, bereits im Jahre 1979 im Libanon, in einem Lager nahe Aqraa, gewesen sein sollen und dort über mögliche Anschläge in Italien und Deutschland gesprochen worden sein soll.

Auf Grund dieser BND-Meldung sollen später italienische Staatsanwälte einen Zusammenhang zwischen dem behaupteten Training und dem Anschlag in Bologna hergestellt haben.    

Die Angaben des BND,  ich selbst und Teile der Wehrsportgruppe, bzw. der „Wehrsportgruppe Ausland“ hätten zusammen mit italienischen Rechtsextremisten in einem Lager im Süd-Libanon trainiert, sind frei erfunden, sie entbehren jeglicher Grundlage. Weder ich noch Teile der späteren Wehrsportgruppe Ausland waren 1979 im Südlibanon. Der Sachverhalt trifft auch auf keinen anderen Zeitpunkt zu.

Diese falschen Angaben des BND erfüllen die Tatbestände
der Beweismittelfälschung und der Anschuldigung wider besseres Wissen.

Ich beantrage:
1. Sofortige Aufnahme der Ermittlungstätigkeit gegen die für den hier relevanten Bericht verantwortlichen Mitarbeiter des BND
2. Erteilung der Genehmigung zur Akteneinsicht
3. Öffentliche Richtigstellung des hier relevanten Sachverhaltes.
4. Übermittlung einer schriftlichen Entschuldigung.

In Anbetracht der Wichtigkeit und des öffentlichen Interesses werde ich den gesamten Vorgang im Internet veröffentlichen.
Ich erwarte, dass ich über den Fortgang der Ermittlungen rückhaltlos informiert werde.

Mit freundlichem Gruß

Karl-Heinz Hoffmann


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Offener Brief an Hans-Christian Ströbele

03.01.2014

Fragenkatalog in Sachen Oktoberfest-Attentat


Sehr geehrter Herr Ströbele,

ich hatte Ihnen vor einiger Zeit schon einmal geschrieben, aber keine Antwort erhalten.
Im Netz habe ich einen von Ihrer Partei erstellten, an die Bundesregierung gerichteten Fragenkatalog in Sachen Oktoberfest-Attentat gefunden.
Ich kann Ihnen nicht alle Fragen beantworten, aber doch auf eine ganze Reihe dieser Fragen erschöpfende, vernünftig nach vollziehbare und in einigen Fällen beweisbare Antworten geben. Doch dazu müssten Sie etwas von mir hören wollen.
In Anbetracht des öffentlichen Interesses bitte ich Sie nicht, ich fordere Sie auf, in einen öffentlichen Dialog zu treten.
Wenn Sie Erkenntnisse zu dem Oktoberfest-Attentat gewinnen wollen, dann reden Sie mit mir. Andernfalls verlieren Sie jede Glaubwürdigkeit als Volksvertreter.

Gruß Hoffmann       


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Nachtrag zur Strafanzeige wegen gemeinschaftlich begangenen Mordes

Karl Heinz Hoffmann
Marktplatz 14/Schloss Ermreuth
91077 Neunkirchen
Tel 09192  1090
Fax 09192  6530
e-mail  
karl.heinz.hoffmann.fks-prc@gmx.de


K.H. Hoffmann, Marktpl.14, 91077 Neunkirchen

An die
Kriminalpolizeiinspektion Bamberg
Schildstraße 81

96050 Bamberg

03.01.2014

mit der Bitte um Weiterleitung an die zuständige Behörde

NACHTRAG ZUR STRAFANZEIGE GEGEN WALTER ULRICH BEHLE vom 01.01.2014
BEWEISANTRÄGE


Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit stelle ich,

Karl-Heinz Hoffmann, geb. 27.10.1937
wohnhaft
Marktplatz 14

91077 Neunkirchen

Nachtrag zur Strafanzeige gegen

Walter Ulrich Behle, (derzeitiger Aufenthalt unbekannt.)

und Beweisanträge zur Strafanzeige wegen des Verdachts des gemeinschaftlich begangenen Mordes, im Zusammenhang mit dem Oktoberfestattentat am 26. September 1980.

Zum Verständnis:
Erläuterungen zu den Rahmenumständen hinsichtlich einer Aussage von Walter Ulrich Behle im Zusammenhang mit dem, ab September 1980 gegen mich persönlich, sowie einige Mitglieder der ehemaligen WSG Hoffmann in Gang gesetzten Ermittlungsverfahrens in Sachen Oktoberfestattentat, welches zwei Jahre später eingestellt wurde: „ ... mangels begründetem Tatverdacht und im Übrigen mangels Täterermittlung“.
(Ermittlungsbericht der Generalbundesanwaltschaft beim Bundesgerichtshof, S.96)

Die WSG-Hoffmann war am 30. Januar desselben Jahres durch ministeriellen Beschluss nach dem Vereinsrecht verboten worden. Strafrechtliche Konsequenzen hatte die Verbotsverfügung nicht. Das Verbot wurde respektiert. Etwaige Verstöße dagegen sind nicht vorgekommen.
Im Lauf des Jahres 1980 begann ich im Libanon, außerhalb des Geltungsbereiches deutscher Gesetze, unter der Schirmherrschaft der Fatah, die ersten bescheidenen Schritte zum Aufbau einer Organisation mit militärischer Struktur zu unternehmen.
Im Sommer 1980 wurde ein Transport von Militärkraftfahrzeugen von Deutschland aus nach Beirut durchgeführt. Die Kraftfahrzeuge waren für die im Aufbau befindliche deutsche Gruppe bestimmt. Der Transport erreichte das Ziel und verlief ohne besondere Vorkommnisse. Es darf allerdings als sicher gelten, dass dieser unbehelligt gebliebene Transport den deutschen Sicherheitsbehörden bekannt war und beobachtet worden ist. Auf diesen Beobachtungen konnte seitens der Geheimdienste planerisch operativ aufgebaut werden.
Am 26. September 1980 sollte ein zweiter Transport auf der gleichen Route, von Deutschland aus per Achse über Österreich nach (damals) Jugoslawien und von dort aus über das Mittelmeer nach Syrien und dann weiter auf dem Landweg nach Beirut abgehen.
Für die Fahrzeuge waren Zollnummern beschafft worden. Für die Strecke von Deutschland bis zum (damals) jugoslawischen Hafen Koper waren vier ehemalige Kameraden der zu diesem Zeitpunkt nicht mehr bestehenden WSG-Hoffmann als Fahrer angeheuert worden. Sie sollten die LKWs nur bis zum Hafen in Koper bringen und dann per PKW wieder an ihren Heimatort zurückkehren.
Das geplante Unternehmen war dem Verfassungsschutz bekannt. Erstens weil schon auf Grund der Zollnummern-Beschaffung gar nicht an Geheimhaltung zu denken war, aber auch deswegen, weil der Verfassungsschutzagent Franz Lippert aus Nürnberg von Anfang an Mitteilung an den Geheimdienst über das gesamte Libanon-Projekt gemacht hatte. Dieses geheimdienstliche Wissen war die Voraussetzung für das Einschleusen des V-Mannes Walter Ulrich Behle.
Weiterhin war das Libanonprojekt auch deshalb beim Geheimdienst bekannt, weil Udo Albrecht, der den Kontakt zu den Palästinensern in Beirut hergestellt hatte, im Auftrag des BND gehandelt hatte. Dieser Umstand war mir damals, 1980 noch nicht bekannt.   
Einige Tage bevor der Kfz-Transport auf den Weg gebracht werden sollte, erschien Walter Ulrich Behle bei mir in Ermreuth. Ich hatte Behle zuvor noch nie gesehen. Behle hatte mir einmal, ein paar Jahre zuvor, eine Ansichtskarte geschickt, auf der er als Kind, etwa elf oder zwölf Jahre alt, zusammen mit einigen anderen Kindern mit militärischen Requisiten, zum Beispiel einer Pickelhaube, zu sehen war. Darauf bezog er sich bei seinem „Informationsbesuch.“ Ich konnte mich an das Kinderbild mit der Pickelhaube erinnern.
Was ich damals im Einzelnen mit Behle besprochen habe, weiß ich nicht mehr. Am Ende stand jedoch seine Bereitschaft, mit in den Libanon zu gehen. Für mich war zu diesem Zeitpunkt nicht erkennbar, dass Behle bereits V-Mann des Geheimdienstes gewesen war. In der Zwischenzeit hatte er Verhandlungen mit den Journalen Quick und Stern geführt und wie er später vor Gericht zugab auch Geld erhalten.   
Behle fuhr nach dem Gespräch und der Zusage zur Beteiligung am Libanonprojekt wieder weg und kam dann an dem, für den Abmarsch der für den Libanon bestimmten Kfz-Kolonne bestimmten Tag wieder zurück nach Ermreuth. Dort wurde er von einem der Transportbegleiter zusammen mit zwei weiteren aus Nürnberg stammenden ehemaligen WSG-Männern im PKW nach Neuburg an der Donau mitgenommen. In Neuburg kam noch ein Mann aus Ingolstadt dazu. Es war geplant, dass die zum Transport vorgesehenen Kraftfahrzeuge in Neuburg fahrbereit übernommen werden und die Fahrt sofort über die Autobahn in Richtung Österreich fortgesetzt werden sollte. Ich selbst wollte, wie ich das schon beim ersten Transport gemacht hatte, dem LKW-Konvoy mit dem PKW folgen. Ich hatte mich aber wenige Minuten vor dem geplanten Abfahrtstermin spontan entschlossen, nicht mit zu fahren. Ich verbrachte die Nacht vom 26. auf den 27. September in einer Nürnberger Diskothek.
Zum Zeitpunkt der Abfahrt der Transportbegleiter mit PKW von Ermreuth aus (18 Uhr) war auch der Verfassungsschutzagent Franz Lippert in Ermreuth anwesend. Das Lippert für den Verfassungsschutz als Nachrichtenzuträger tätig war, hatte ich schon früher vermutet, aber erwiesen hat sich das erst einige Jahre später, anlässlich seiner Zeugenaussage im Nürnberger Saal 600.
Der Abfahrts-Termin in Ermreuth war dem Geheimdienst, kurz vor der Wegfahrt, sowohl von Franz Lippert, als auch von Ulrich Behle bekannt gegeben worden. Mit dieser Information wäre der Geheimdienst in der Lage gewesen, die Fahrtzeit von Ermreuth über Neuburg  bis München ziemlich genau zu berechnen. Doch von dem Augenblick an, als die Männer auf Strecke in Richtung Neuburg gingen, konnte der Geheimdienst keine Nachrichten mehr von seinen V-Leuten bekommen. Lippert war nicht mitgefahren, die Programmänderung konnte er nicht kennen. Und Behle konnte keine Nachricht mehr absetzen. Handys gab es damals noch nicht.
Auch Behle wusste nicht, dass ich meine Absicht, mit dem PKW hinterher zu fahren, geändert hatte. So war der Geheimdienst auf eigene Fahrtzeitberechnungen angewiesen und ging auch fälschlich davon aus, dass ich, wie schon einmal, den Transport begleiten würde. Wie gesagt, den Umstand, dass ich mich entschlossen hatte, den Konvoy nicht zu begleiten, kannten die beiden V-Leute Lippert und Behle nicht. Das hatte zu Folge, dass der Geheimdienst irrtümlich davon ausging, ich hätte mich zum Zeitpunkt des Attentates in der Nähe von Chiemsee aufgehalten. Diese unzutreffende Behauptung fand sich im Polizeibericht vom 26.9.1980. Sie beruhte auf der angenommenen Zeitberechnung des Verfassungsschutzes.
Dass Walter Ulrich Behle zum Zeitpunkt des geschilderten Transportunternehmens bereits im Dienste des Verfassungsschutzes stand, ist durch seine eigenen beim BLKA gemachten und protokollierten Angaben erwiesen. Er gab sich gegenüber den Ermittlungsbehörden als Verfassungsschutzagent zu erkennen und gab auch seinen Decknamen „Felix“ preis. Doch das konnte ich damals nicht wissen.  
Der Verfassungsschutz ging weiterhin am 26.9.1980 davon aus, dass die zum Weitertransport in Neuburg bereit stehenden Kraftfahrzeuge sofort in Richtung Österreich, über die Autobahn an München vorbei in Marsch gesetzt würden. Der genau vorgegebene Plan scheiterte jedoch an einer technischen Panne.  Die Kolonne konnte erst am Morgen nach dem Oktoberfestattentat von Neuburg aus aufbrechen.
Wenn es einen geheimdienstlichen Plan gab, mich persönlich und die vier Kameraden der ehemaligen WSG mit dem Oktoberfestattentat in Zusammenhang zu bringen, dann war dieser Plan bereits am Morgen des 27.9.1980 an unserer zufälligen Änderung der Transportplanung gescheitert.
Der Angehörige der SOKO Theresienwiese KOK Mathis antwortete später in Nürnberg vor Gericht auf die Frage, ab wann er gewusst habe, dass ich (Hoffmann) mit dem Oktoberfestattentat nichts zu tun habe: „Das haben wir schon am nächsten Tag gewusst.“ Also bereits am 27.09.1980
Jedenfalls steht fest, dass der im September 1980 neu angeworbene Behle keinen der Transportbegleiter zuvor gekannt hat. Er hat sie im Rahmen der geplanten Transportbewegung zum ersten Mal gesehen. Von einer Mitgliedschaft Behles in der WSG-Hoffmann auf deutschem Boden kann demzufolge keine Rede sein. Dazu hatte er gar keine Gelegenheit. Ein Mitglied der Libanongruppe wurde er erst später, im Oktober 1980.
Seine geheimdienstliche Tätigkeit war uns  zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt.

Aus alledem ergibt sich zweifelsfrei, dass Behle nicht ehemalige Mitglieder der WSG-Hoffmann gemeint haben kann, als er im Oktober 1980 in Damaskus gegenüber mindestens einem, möglicherweise aber auch mehreren Zeugen erklärte: „Das Oktoberfestattentat, das waren wir!“ Er kann aber auch schlechterdings keine Personen der Libanongruppe gemeint haben, weil er erst später, nachdem er seine „Erklärung“ in Damaskus schon gemacht hatte, Gelegenheit hatte, die Männer der Libanongruppe kennen zu lernen. Als er diese zum ersten Mal zu sehen bekam hatte er ja schon die pluralische Selbstbezichtigung in Syrien von sich gegeben. Erst zwei Tage danach konnte er, aufgrund der herrschenden Umstände, (er hatte kein Visum) in den Libanon weiterreisen, wo er dann im Lager Bir-Hassan das erste Mal mit der Gruppe zusammentraf.
Wenn aber Behle weder den Personenkreis der ehemaligen WSG-Hoffmann in Deutschland, noch die Männer der Libanongruppe vor dem 26. September 1980 gekannt hat, dann muss sich die, Anfang Oktober 1980  in Syrien abgegebene Erklärung: „Das Oktoberfestattentat, das waren wir!“ zwangsläufig entweder auf einen anderen, bisher nicht ermittelten Personenkreis um Behle bezogen haben, oder Behle hat mit dieser Bekundung: „Das waren wir!“ einen Auftrag ausgeführt.
Es stellt sich in diesem Zusammenhang auch die Frage, ob und wenn ja, in welche Gruppen oder Personenkreise mit extremen Gedankengut, sei es links oder rechts, Behle schon in der Zeit bevor er sich bei mir für das Libanonprojekt gemeldet hat, als V-Mann eingeschleust worden war? Es ist unwahrscheinlich, dass der Geheimdienst einen V-Mann ohne vorherige „Bewährung“ mit dem Auftrag betraut hat, in die Libanongruppe als Spitzel und Provokateur einzudringen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Behle mit „wir“ eine bisher nicht ermittelte Personengruppe, der er angehörte, oder für die er tätig war, gemeint hat.
Falls sich diese Überlegung als unzutreffend erweisen sollte, wozu neue Ermittlungen nötig sind, wenn er sich in Damaskus „nur“ auftragsgemäß geäußert hat, dann stellt sich die Frage, in wessen Auftrag er gehandelt hat.

Vernünftigerweise darf man davon ausgehen, dass Behle die im Plural gehaltene Selbstbezichtigung in Damaskus tatsächlich im Beisein eines Palästinensers von sich gegeben hat. Das ist zunächst im Sinne eines Geständnisses zu werten. Und weiterhin ist davon auszugehen, dass Behle zu diesem Zeitpunkt nicht, wie er später behauptete, so volltrunken gewesen war, dass er sich an nichts mehr erinnern konnte.

Beweisanträge:
Es wird daher zum Beweis dafür, dass Walter Ulrich Behle die belastende Erklärung „das Oktoberfestattentat, das waren wir“,  nicht im Zustand der Trunkenheit, sondern bei Nüchternheit abgegeben hat, beantragt:

1. Die von Staatsanwalt Horn in Paris nach der Vernehmung des palästinensischen Zeugen erstellten Vernehmungsakten beizuziehen.

2. Eine Nachvernehmung des damals in Paris verhörten Zeugen vorzunehmen. Der Zeuge soll auch gefragt werden, ob er sich seinerzeit zufällig im Biblos-Hotel in Damaskus aufgehalten hatte, oder ob er dazu einen Auftrag hatte und wenn ja, welchen? Und von wem im letzteren Fall der Auftrag erteilt wurde.
Der palästinensische Zeuge soll auch gefragt werden, ob er für einen Geheimdienst tätig war.

3. Herrn Staatsanwalt Horn als Zeugen zu vernehmen. Zu der Frage, ob er den Zeugen in Paris gefragt hat, ob Behle zum Zeitpunkt der Selbstbezichtigung nüchtern oder volltrunken war.

Sollten diese Beweismittel ergeben, dass Behle seine Angaben in Damaskus in nüchternem Zustand gemacht hat, so wäre  der Beweis dafür erbracht, dass Behle als Zeuge vor Gericht eine Falschaussage gemacht hat. Wenn jemand behauptet, sich an nichts mehr erinnern zu können, weil er volltrunken war, tatsächlich aber nicht betrunken war, d.h., wenn die Trunkenheit nur vorgeschützt war um die Wahrheit zu verschleiern, dann ist das eine Falschaussage. Weiterhin darf man davon ausgehen, dass Behle noch weit mehr berichten kann, als er erkennen ließ:
 
4. Walter Ulrich Behle soll erneut zu der Frage einvernommen werden, ob er seinerzeit in Damaskus besinnungslos betrunken gewesen war oder nicht. War er nüchtern, so hat er ein Geständnis zur eigenen Tatbeteiligung abgelegt.

5. Behle soll darüber befragt werden, welche Personen er konkret meinte, als er von „wir“ sprach?

6. Wenn Behle zugibt, die Äußerung gemacht zu haben und einräumt dass er nicht betrunken war, dann soll er danach befragt werden, in wessen Auftrag er gehandelt hat.

7. Behle soll vorgehalten werden, dass er sich mit dem Stern-Reporter Pölchau zusammen in dem Hotel aufgehalten hat, wo er die belastende Äußerung „das waren wir“ von sich gegeben hat. Er soll seine geschäftlichen Vereinbarungen mit den Journalen Quick und Stern offen legen. Ein Zeugnisverweigerungsrecht hat Behle diesbezüglich nicht mehr, weil die Angelegenheit bereits verjährt ist. Er könnte nur dann die Aussage verweigern, wenn er selbst schuldhaft in das Oktoberfestattentat verstrickt wäre, weil die Verjährung bei Mord nicht greift.

8. Behle soll weiterhin darüber befragt werden, auf welche Weise er in der Zeit nach seiner Rückkehr aus dem Libanon die geheimdienstliche Tätigkeit weiter ausgeführt hat.

9. Weiterhin soll Behle ein von ihm handschriftlich verfertigtes Schreiben vorgehalten werden, in welchem er beteuert, im Fall einer Wiederaufnahme des gegen mich in Nürnberg geführten Verfahrens, alle von ihm früher vor den Behörden gemachten Aussagen widerrufen zu wollen.

10.  Für den Fall, dass Behle seine früheren Aussagen wiederruft, soll er gefragt werden, wer ihn dazu veranlasst hat, Falschaussagen zu machen und welche Vergünstigungen er dafür bekommen hat oder ihm in Aussicht gestellt wurden. Er soll auch gefragt werden, ob er das Ziel des Auftrages gekannt hat.

Behle war nach dem gescheiterten Transportunternehmen mit mir zusammen über Athen nach Damaskus geflogen. Wir bezogen Quartier im Biblos-Hotel in Damaskus. Behle hatte kein Visum für den Libanon, so reiste ich per Taxi alleine weiter nach Beirut. Behle blieb im Biblos-Hotel, für ein oder zwei Tage. Dann wurde er nach Beirut geholt und in das Lager Bir-Hassan gebracht. Von seiner Äußerung im Biblos-Hotel hatte ich bis dahin noch keine Ahnung. Das Lagerleben verlief ohne besondere Vorkommnisse.
Nach einiger Zeit erhielt ich von meiner Frau eine Nachricht folgenden Inhaltes: „Komm bitte so schnell wie möglich nach Hause, die Polizei glaubt, dass Du etwas mit dem Mord in Erlangen zu tun hast.“
Einige Wochen später flog ich zurück nach Deutschland und meldete mich bei der Polizei.
Es kam zu einer Vernehmung in Erlangen. Die Vernehmung führte Oberstaatsanwalt Otto Horn. Hauptthema war der Doppelmord in Erlangen. OStA Horn sagte zu mir, „wir glauben nicht dass Sie den Doppelmord verübt haben, aber wir glauben, dass Sie den Täter kennen und uns etwas darüber sagen können.“  
Scheinbar nebenbei wurde mir auch Behles Ausspruch, den er im Biblos-Hotel in Damaskus gemacht hatte, vorgehalten.
Oberstaatsanwalt Horn sagte zu mir, es gäbe eine Pressenotiz über eine Aussage, die in Damaskus gemacht worden sei. Dafür gäbe es auch einen Zeugen. Dann hielt er mir den Wortlaut der Pressenotiz vor. Ich fragte, ob der Zeuge behauptet hätte, dass ich die Erklärung abgegeben habe? Staatsanwalt Horn sagte: „Nein Sie nicht, einer Ihrer Leute.“
Ich fragte, ob ich dabei anwesend gewesen sein soll? Herr Horn sagte:
„Nein Sie nicht, nur Ihr Begleiter“.
Ich wollte wissen, ob es den Zeugen wirklich gibt. Herr Horn sagte: „Ja den gibt es, es ist ein Palästinenser, ich habe den Zeugen selbst in Paris vernommen. Was sagen Sie dazu?“
Ich antwortete, was soll ich dazu sagen? Wie viel haben Sie bezahlt? Den Namen desjenigen, der die Erklärung in Damaskus abgegeben hatte, wollte OStA Horn mir nicht nennen. Ich meinte, das macht nichts, ich könne das feststellen. Darauf sagte OStA Horn:
„Da haben Sie wohl so Ihre Methoden?“

Zu diesem Zeitpunkt war mir klar, dass nur Behle in Frage kam. Herr Horn sagte dann zu mir:
„Sie verlassen jetzt das Gebäude als freier Mann, aber denken Sie daran, die Mühlen des Gesetzes mahlen langsam, usw.“
Interessant war auch seine Äußerung: „Da will jemand, dass wir etwas tun!“
Er hatte offensichtlich erkannt, dass ein weiterführendes Intrigenspiel aufgebaut werden sollte.
„Jemand“ wollte offensichtlich, dass ich in den Libanon zurückkehre. Dass ich mir dort den Behle vorknöpfe. Behle gefoltert wird und gesteht, in wessen Auftrag er gehandelt hat. Oder ich würde, so dachte man wohl, Behle als „Verräter“ liquidieren. Damit hätte man folgendes Ergebnis gehabt: Ich hätte einen Mord am Halse, Behles Aussage in Damaskus würde für bare Münze genommen werden können und ich wäre ein für allemal ausgeschaltet gewesen.
Wieder einmal hatte ich mich anders verhalten als die Auftraggeber Behles erwarteten. Ich habe damals im Libanon niemandem gegenüber von Behles Auftritt in Damaskus erzählt, um den Frieden im Lager und das Leben Behles nicht zu gefährden.  
Als ich zurück in Beirut angekommen war, ließ ich Behle holen. Ich befragte ihn allein. Als ich ihm vorhielt, was ich wusste, verteidigte er sich sofort mit der Behauptung, er sei völlig betrunken gewesen und könne sich an überhaupt nichts mehr erinnern. Das glaubte ich ihm natürlich nicht, aber ich ging zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht davon aus, dass er ein V-Mann war. Das erfuhr ich erst später aus den Akten. Ich hatte auch keine Ahnung, dass der Stern-Journalist Pölchau wie ein Zielfahnder mit nach Damaskus gereist war und dauernd mit Behle in Kontakt stand. Dass Pölchau zum Zeitpunkt der Behle-Erklärung  ebenfalls im Biblos-Hotel in Damaskus anwesend war, ist später einwandfrei ermittelt worden. Pölchau hat allerdings vor Gericht jede Aussage zur Sache verweigert.
Nachdem ich Behle im Libanon befragt hatte, vermutete ich, dass er in Damaskus nur angeben wollte, aber ich wusste auch, dass Behle unbedingt irgendwann wieder nach Deutschland zurückkehren musste. Wenn ihm im Libanon etwas zustoßen sollte, wenn er ums Leben käme, dann würde seine belastende Äußerung von Damaskus nie mehr aufgeklärt werden können und ich würde ein erhebliches Problem haben.   
Erst viel später erfasste ich die ganze Tragweite.

Wenn sich Walter Ulrich Behle bei einer erneuten Vernehmung, nicht mehr auf seine angebliche Trunkenheit zurück zieht, dann könnte er bereit sein, endlich die Wahrheit über seine Hintermänner auszusagen.
Es soll weiterhin ermittelt werden, mit welchen Aufträgen Behle als V-Mann in die Libanon-Gruppe eingeschleust wurde. Wenn klar wird, wer ein Interesse daran hatte, mich und die WSG mit dem Oktoberfestattentat in Verbindung zu bringen, dann wird man der wahren Täterschaft um ein gutes Stück näher gekommen sein.

Gezeichnet Karl-Heinz Hoffmann


*



Strafanzeige wegen gemeinschaftlich begangenen Mordes


Karl Heinz Hoffmann
Marktplatz 14/Schloss Ermreuth
91077 Neunkirchen
Tel 09192  1090
Fax 09192  6530
e-mail  
karl.heinz.hoffmann.fks-prc@gmx.de

K.H. Hoffmann, Marktpl.14, 91077 Neunkirchen

An die
Kriminalpolizeiinspektion Bamberg
Schildstraße 81

96050 Bamberg

01.01.2014/ho

mit der Bitte um Weiterleitung an die zuständige Behörde


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Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit erstatte ich,

Karl-Heinz Hoffmann, geb. 27.10.1937
wohnhaft
Marktplatz 14

91077 Neunkirchen

Strafanzeige gegen

Walter Ulrich Behle, (derzeitiger Aufenthalt unbekannt.)
wegen des Verdachts des gemeinschaftlich begangenen Mordes, im Zusammenhang mit dem Oktoberfestattentat am 26. September 1980.


Sachverhalt:

Wesentliche Grundlage der Strafanzeige ist die nachgewiesene Selbstbezichtigung des Herrn Behle. Diverse Beweisanträge werde ich folgen lassen.

Walter Ulrich Behle hatte 1981 in einem den Behörden bekannten Hotel in Damaskus vor Zeugen erklärt:

„Das Oktoberfest-Attentat, das waren wir!“

Diese Erklärung war von Herrn Behle in englischer Sprache abgegeben worden. Die Tatsache, dass die Selbstbezichtigung in dieser Form tatsächlich abgegeben wurde, darf durch die glaubwürdige Zeugenaussage eines Palästinensers als erwiesen angesehen werden. Sie wird auch nochmals nachprüfbar sein. Der palästinensische Zeuge wurde seinerzeit durch den Nürnberger Staatsanwalt, Otto Horn in Paris vernommen. Über diese Vernehmung existieren Protokolle.

Walter Ulrich Behle hat die hier relevante Aussage niemals explizit zurückgenommen, oder relativiert. Vor dem Schwurgericht in Nürnberg hat er sich auf  angebliche Erinnerungslücken auf Grund von übermäßigem Alkoholgenuss zurückgezogen. Das Gericht hat es erstaunlicherweise bei dieser Schutzbehauptung belassen. So kam Behle ungeschoren davon und der durch die Aussage erzeugte Verdacht konnte im Raum stehen bleiben. Die Hintermänner des Attentates konnten zufrieden sein.
 
Behles Aussage wurde von der Sonderkommission Theresienwiese als unglaubwürdig eingestuft, weil Behle nachweislich zur Tatzeit gar nicht in München gewesen sein konnte. Das war zwar insoweit richtig, doch, wie RA Werner Dietrich aus München sehr richtig erkannt und geäußert hat, kann dieser Umstand weder Behle noch seine Hintermänner entlasten. Und zwar deswegen nicht, weil ein Tötungsverbrechen auch im gewussten und gewollten Tatzusammenhang begangen werden kann, ohne dass ein aktives Dabeisein am Tatort, oder eine mitwirkende konkrete Tathandlung erforderlich ist. Behles Äußerung zwingt zu der Schlussfolgerung, dass er über Umstände des Attentates Kenntnisse hatte, die er aber nicht preisgeben wollte.

Die Ermittlungen zum Oktoberfestattentat, waren seinerzeit ausschließlich von dem Ziel geleitet, die Wehrsportgruppe Hoffmann mit dem Verbrechen auf der Theresienwiese zu belasten. KOK Mathes sagte später vor Gericht: „Ich musste meine Ermittlungen danach ausrichten, Hoffmann ist der Täter!“

Dabei wussten die Ermittlungsbehörden, dass Herr Behle zu keiner Zeit und in keiner Weise vor dem Zeitpunkt des Attentates mit der Wehrsportgruppe bzw. deren ehemaligen Mitgliedern in Kontakt gekommen war. Die ehemaligen WSG-Mitglieder, die seinerzeit einen Kfz-Transport durchführen sollten und am Tag nach dem Attentat in München kurzfristig festgenommen worden waren, hatten Behle erst auf diesem gescheiterten Transportunternehmen kennen gelernt und später nie mehr gesehen. Herrn Behle waren noch nicht einmal die Namen der Männer bekannt.

Walter Ulrich Behle hat nach eigenen Angaben vor der SOKO Theresienwiese ausgesagt, dass er für den Verfassungsschutz unter dem Decknamen „Felix“ als V-Mann eingesetzt war.

Das ist noch nicht alles. Es gibt dazu noch mehr zu sagen, unter anderem muss auch ermittelt werden, welche Rolle der „Stern“-Reporter Pölchau im Zusammenhang mit Behles Selbstbezichtigung im Hotel Biblos in Damaskus gespielt hat.

Wie mir später bekannt wurde, hat Behle nach der Rückkehr aus dem Libanon seine Tätigkeit als V-Mann in rechten Kreisen weiter fortgesetzt. Auch dafür gibt es Beweise.

Ich werde meine gesamte Aussage per DVD-Video einreichen. Und ich beantrage, mit mir eine richterliche Einvernahme durchzuführen. Meine Aussage soll komplett aufgezeichnet werden. Denn ich habe den begründeten Verdacht, dass meine Aussage vom BLKA manipuliert werden könnte. Den Beweis für derartige Manipulationen in der Vergangenheit kann ich erbringen.

Ich fordere Sie auf, meine Anzeige sachgerecht zu bearbeiten. In Anbetracht des besonderen öffentlichen Interesses werde ich den gesamten Vorgang öffentlich machen.

Hochachtungsvoll

Karl-Heinz Hoffmann



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2013



Fallobst

Der Apfel fiel herab vom Stamm,
erstaunlich wie das so schnell kam.
Auf dem Baume der Erkenntnis
war der Apfel nicht gewachsen,
doch  konnt er reifen bei den Sachsen,
weil dort das Klima günstig war.

Ein Klima, das er nicht geschaffen,
doch zu benutzen wusste.
So kam es, wie es kommen musste.

Wie geht s nun weiter nächstes Jahr?
Ich wein‘ ihm keine Träne nach,
doch will ich auch nicht hämisch sein,
den Apfel Früchtchen nennen, ach,
wär doch ein bisschen zu gemein

Karl-Heinz Hoffmann  28.12. 2013



Im Übrigen meine ich, Deutschland sollte unabhängig und neutral sein.



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Verschwörungspraktiker
contra
Verschwörungstheoretiker

Wer wollte bestreiten, dass es verschwörerische Elemente auf der Welt gibt?
Bestritten wird das nur von den Verschwörern selbst.

Der Begriff der Verschwörung bezieht sich auf die Machenschaften von Geheimgesellschaften.
Warum schottet sich ein eng miteinander verbundener Personenkreis nach außen ab?
Warum arbeitet er im Geheimen?
Personen verhalten sich konspirativ, entweder weil sie fürchten müssen, verfolgt zu werden, oder weil sie Böses im Schilde führen.
Einen anderen Grund kann ich mir nicht denken.
Geheimdienste arbeiten im Verborgenen.
Sie entziehen sich jeder Kontrolle, auch der Kontrolle der Hand, die sie füttert.
Die Drogenmafia zum Beispiel ist auch eine verschwörerische Gemeinschaft.
Sie muss konspirativ arbeiten, weil sie ihre menschenverachtenden Interessen nicht offenlegen kann.

Die Geheimdienste entziehen sich jeder Kontrolle aus dem gleichen Grund. Sie können weder ihre Methoden noch ihre Interessen erkennen lassen, weil sie nicht nur unmoralisch, sondern von Fall zu Fall regelrecht verbrecherisch sind.
Die Geheimdienste haben sich längst verselbstständigt, sie arbeiten außerhalb der Legalität. Mit anderen Worten, sie begehen die widerlichsten Verbrechen oder stiften dazu an. Die Palette der Verbrechen reicht vom „einfachen“ Tötungsdelikt bis hin zur Inszenierung von Volksaufständen, Massenmord und Kriegen. Bei der Menge an Verbrechen kann es nicht ausbleiben, dass ein paar geistig wache Personen aufmerksam werden und die erkennbaren Tatmerkmale analysieren.
Sobald die „Verschwörungspraktiker“ merken, dass die Gefahr der Entdeckung ihrer Verbrechen droht, versuchen sie die gefürchteten Spürnasen unter Benutzung der Medien, die sie unter Kontrolle haben, als „Verschwörungstheoretiker“ zu disqualifizieren.
Je näher die Einschläge kommen, desto hektischer versucht man dagegen zu steuern.
Es ist keine Schande Verschwörungstheoretiker genannt zu werden.
Aber es ist schändlich einer von den Verschwörungspraktikern zu sein.

Karl-Heinz Hoffmann  12.12.2013


Im Übrigen meine ich, Deutschland sollte unabhängig und neutral sein.



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Eine Botschaft an die Iraner,
die sich auch im gleichen Sinn an das deutsche Volk richtet.
Die Ansprache findet Ihr (etwas gekürzt) in persischer Sprache bei youtube unter dem Suchbegriff: Karl-Heinz Hoffmann An die Iraner.


Botschaft an das iranische Volk

Hallo Iraner! Salam alejkum!

Ich bin Angehöriger des deutschen Volkes.
Ich bin in keiner Partei und ich spreche für keine politische Organisation.
Ich habe kein politisches Amt, aber gerade deshalb kann ich als Einzelner die politischen Verhältnisse in Deutschland kritisieren.
Nur der politisch Unabhängige kann von der Wahrheit reden.
Wer hier in Deutschland in eine politische Organisation eingebunden ist, kann nicht offen aussprechen, was er denkt.
Ich habe in meinem Leben drei Staatsformen auf deutschem Boden erlebt. Den Staat Adolf Hitlers, die DDR und die Bundesrepublik. Ich kann Vergleiche ziehen.
In meiner Jugend habe ich viele Länder bereist und fremde Herrschaftsformen kennengelernt. Ich weiß, wovon ich spreche, wenn ich sage: Ihr Iraner könnt stolz auf Eure Regierung sein, weil sie nicht von den USA abhängig ist.
Im Jahre 1956, also Heute vor 57 Jahren, war ich zum ersten Mal in Teheran. In dieser Zeit bin ich ein Freund des iranischen Volkes geworden. Damals war ich 18 Jahre alt. Es war die Zeit, als der Schah noch herrschte und das Land noch nicht so weit entwickelt war.
Nach der iranischen Revolution hat sich das Land, trotz der amerikanischen Störungsversuche zu einem hochtechnisierten modernen, leistungsfähigen Staat entwickelt.
Ich bewundere die Leistungen der Iraner. Und ich beneide Euch um Eure Führung, die frei von ausländischer Bevormundung für Freiheit und Recht der unterdrückten Völker eintritt.
Ihr habt eine dem Volk dienende Regierung.
Und was haben wir Deutsche? Wir haben an der Spitze unserer Regierung eine Angela Merkel. Unsere Spitzenpolitiker sind allesamt nur Befehlsempfänger der kapitalistischen Rüstungsindustrie.
Deutschland ist der drittgrößte Rüstungsexporteur der Welt. Dadurch wird klar, warum unsere Regierung Kriegseinsätze in aller Welt unterstützt.
Unsere Regierung hat sich politisch auf die Seite der Gegner des Iran gestellt. Damit vertritt sie die Interessen der von Amerika gesteuerten Rüstungsindustrie.
Unser politisches Establishment versucht permanent eine antiiranische Stimmung in Deutschland zu verbreiten. Doch sie hat längst ihre Glaubwürdigkeit verloren.
Die deutsche Bevölkerung empfindet keine Feindschaft gegenüber dem iranischen Volk.
Wir, die einfachen Leute, sollten als Privatpersonen, außerhalb der Parlamente daran arbeiten, die traditionelle Völkerfreundschaft zu erneuern und zu festigen.
Der Anfang dazu könnten private freundschaftliche Kontaktaufnahmen sein.
Je bedrohlicher die von den westlichen Regierungen inszenierte Kriegsgefahr wird, umso enger müssen wir, die Völker das Band der gegenseitigen Freundschaft knüpfen.
Trotz der regierungsamtlichen antiiranischen Propaganda gibt es bei den Deutschen eine starke proiranische Strömung. Darauf müssen wir aufbauen. Es darf nicht zum Krieg gegen den Iran kommen.
Jeder Einzelne von uns muss seine Stimme erheben und die Kriegstreiberei verurteilen.
Es ist leicht durchschaubar, dass der Syrien-Konflikt der Vorbereitung des Krieges gegen den Iran dienen sollte.
Wenn das Schicksal den Krieg gegen den Iran bestimmt, dann soll Euch am Ende der Sieg über die weltzerstörerischen finsteren Mächte geschenkt werden.


Karl-Heinz Hoffmann  27.11.2013


Im Übrigen meine ich, Deutschland sollte unabhängig und neutral sein.



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Recht nach Gutsherrenart?
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gegen
den Vorsitzenden Richter im sogenannten NSU-Verfahren,
Landgericht München, Manfred Götzl
wegen Verfolgung Unschuldiger, alternativ Strafvereitelung im Amt:


Karl Heinz Hoffmann
Marktplatz 14
91077 Neunkirchen
Tel 09192  1090
Fax 09192  6530
e-mail  
karl.heinz.hoffmann.fks-prc@gmx.de


K.H. Hoffmann, Marktpl.14, 91077 Neunkirchen

An die
Kriminalpolizeiinspektion Bamberg
Schildstraße 81

27.11.2013/ho

96050 Bamberg


mit der Bitte um Weiterleitung an die zuständige Behörde


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Hiermit stelle ich,
Karl-Heinz Hoffmann, geb. 27.10.1937
wohnhaft
Marktplatz 14

91077 Neunkirchen

Strafanzeige gegen den Vorsitzenden Richter im sogenannten NSU-Verfahren,
Landgericht München,

Manfred Götzl

wegen Verfolgung Unschuldiger, alternativ Strafvereitelung im Amt.

Sachverhalt:

In dem gegen Ralf Wohlleben und Beate Zschäpe anhängigen Strafverfahren, ist ein auf freiem Fuß befindlicher, in das Zeugenschutzprogramm aufgenommener Kronzeuge aufgetreten, der vor dem Landgericht München im oben näher bezeichneten Gerichtsverfahren  bekundet hat, er selbst habe auf Anregung (oder Weisung?) des Angeklagten Ralf Wohlleben in einem Jenaer Szeneladen eine Pistole erworben und diese dann auftragsgemäß an Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt weitergegeben.
Ob die Bekundungen des Kronzeugen der Wahrheit entsprechen oder ob sie inhaltlich in ihn „hineingefragt“ worden sind, kann im hier relevanten Sachzusammenhang vernachlässigt werden. Es kann vernachlässigt werden, weil die rechtliche Würdigung eines Beweismittels allein dem Richter vorbehalten bleibt.
Und genau das ist der Punkt.
Der Richter bzw. die Kammer ist gesetzlich zur freien Beweiswürdigung autorisiert.
Ein Richter kann einer faulen Zeugenaussage Beweiskraft verleihen, indem er sagt: „Ich glaube dem Zeugen.“ Umgekehrt kann er einen der Wahrheit verpflichteten Zeugen ungestraft entwerten indem er sagt: „Ich glaube diesem Zeugen nicht.“  Den Grundsatz „in dubio pro reo“ kann er aushebeln, indem er von dem für alle anderen Prozessteilnehmer als unglaubwürdig  eingeschätzten Zeugen sagt: „Ich habe an dieser Zeugenaussage keine Zweifel.“
Ein Richter darf das, aber eines darf er nicht. Er darf  die einmal getroffene Bewertung einer Zeugenaussage nicht nach Belieben unterschiedlich benutzen, wenn es darum geht, Schlussfolgerungen von großer Tragweite einmal zum Vorteil einer Person und zum anderen zum Nachteil eines Angeklagten zu treffen.  
Mit anderen Worten im hier vorliegenden, konkreten Fall:
Die Aussage des Kronzeugen wird, soweit durch sie der Angeklagte Ralf Wohlleben belastet ist, offensichtlich vom Gericht, zumindest vorläufig noch, als glaubwürdig eingestuft.
Wäre es anders, müsste Ralf Wohlleben sofort auf freien Fuß gesetzt werden.
Wohllebens Inhaftierung wird nur mit der Kronzeugenaussage gerechtfertigt.
Da dem Richter das Recht der freien Beweiswürdigung zusteht, kann er der Kronzeugenaussage im Rahmen dieses großzügig bemessenen Ermessensspielraums Glaubwürdigkeit bewilligen. Das heißt, er kann Wohllebens Haftfortdauer formal rechtlich mit der belastenden Kronzeugenaussage begründen und anordnen. Egal ob sie tatsächlich glaubwürdig ist oder nicht, denn es kommt nur darauf an, wie der Richter die Aussage bewertet.
Rechtsbedenklich wird die Sache jedoch dann, wenn der Richter die Aussagen desselben Zeugen im Fall des mutmaßlichen Waffenlieferanten aus dem Szeneladen vollkommen anders bewertet. In diesem Fall hält er offensichtlich die Aussage nicht für glaubwürdig. Wäre es anders, dann müsste der Lieferant neben Wohlleben auf der Anklagebank Platz nehmen.
Dabei müsste der Tatbeitrag des Lieferanten wesentlich schwerer wiegen, als der von Ralf Wohlleben und zwar deshalb, weil Wohlleben nur diverse Gesprächsinhalte zum Vorwurf gemacht werden, während der Lieferant mit der illegalen Beschaffung und Weitergabe eine ganz konkrete Tathandlung erbracht haben soll.
Es ist nicht einzusehen, warum die Kronzeugenaussage in ihrem Kerninhalt einmal zum Nachteil von Wohlleben schlüssig und glaubhaft sein soll, zum anderen aber im Fall des Waffenlieferanten in ihrer Glaubwürdigkeit nicht ausreichen soll, um darauf einen Haftbefehl stützen zu können.
Aus alledem ergibt sich: Der Vorsitzende Richter Manfred Götzl hat sich entweder des Verbrechens der Verfolgung Unschuldiger schuldig gemacht, weil er Wohlleben trotz der unglaubwürdig gewordenen Kronzeugenaussage nicht auf freien Fuß setzt, oder er hat den Tatbestand der Strafvereitlung verwirklicht, weil er im umgekehrten Fall den Waffenlieferanten nicht inhaftieren lässt, weil er Kraft seiner Möglichkeit der freien Beweiswürdigung die Kronzeugenaussage als unglaubwürdig einstuft und sie inhaltlich nicht für ausreichend hält um darauf einen Haftbefehl zu stützen.  
Das Recht der „freien Beweiswürdigung“ berechtigt nicht zu rechtlichen Entscheidungen nach Gutsherrenart.
Ich beantrage den Sachverhalt sorgfältig zu prüfen und eine sachgerechte Entscheidung zu treffen. Ich bitte, mich über den Fortgang der Angelegenheit zu unterrichten.

Hochachtungsvoll

Karl-Heinz Hoffmann


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Kopfloser Mordschütze?
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gegen Unbekannt wegen Mord
und
gegen die Bundesrepublik Deutschland
vertr.d.d. Bundeskriminalamt wegen Strafvereitelung:

Karl Heinz Hoffmann
Marktplatz 14
91077 Neunkirchen
Tel 09192  1090
Fax 09192  6530
e-mail  
karl.heinz.hoffmann.fks-prc@gmx.de


K.H. Hoffmann, Marktpl.14, 91077 Neunkirchen

An die
Kriminalpolizeiinspektion Bamberg
Schildstraße 81

27.11.2013/ho

96050 Bamberg

mit der Bitte um Weiterleitung an die zuständige Behörde


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Hiermit stelle ich,
Karl-Heinz Hoffmann, geb. 27.10.1937
wohnhaft
Marktplatz 14

91077 Neunkirchen

Strafanzeige gegen Unbekannt
wegen Mord  

und

Strafanzeige  gegen die Bundesrepublik Deutschland,  in dieser Sache vertreten durch das Bundeskriminalamt
wegen Strafvereitelung.

Sachverhalt:

Am 04.11.2011 wurden in Eisenach die Leichen der unzweifelhaft gewaltsam zu Tode gekommenen deutschen Staatsbürger Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt in einem in Brand gesetzten Wohnmobil aufgefunden.
Wie die polizeilichen Ermittlungen ergaben, waren die beiden Männer mit einer Pumpaction-Flinte der Marke Remington aus nächster Nähe durch jeweils einen Schuss in den Kopf getötet worden.
Experten des BKA trafen die sachlich unmögliche, inzwischen auch gutachterlich widerlegte, gleichwohl unverständlicherweise inzwischen gerichtlich anerkannte Feststellung, die beiden Getöteten hätten sich selbst gegenseitig erschossen.
Wäre diese Feststellung korrekt, dann hätte sich, aufgrund der technischen Beschaffenheit der Mordwaffe, am Tatort nur eine einzige leere Patronenhülse befinden dürfen. Tatsächlich wurden aber zwei leergeschossene, aus der Tatwaffe stammende Patronenhülsen am Tatort neben den Leichen gefunden.
Das bedeutet ganz ohne jeden Zweifel, dass sich mindestens eine dritte, bisher unbekannte Person am Tatort befunden haben muss, die die beiden tödlichen Schüsse auf Mundlos und Böhnhardt abgegeben hat, und  weitere unbekannte Personen am Tatgeschehen beteiligt gewesen sein könnten.

Dieser Umstand lässt zwingend auf zwei Straftatbestände schließen:
Mord an Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos durch eine bisher unbekannte Person.
Strafvereitelung, begangen von Ermittlungsbeamten des BKA zu Gunsten eines bisher noch unbekannten Mörders. Strafvereitelung deshalb, weil dem Ermittlungsteam des BKA ausreichend  Sachkunde unterstellt werden kann, um sofort erkennen zu können, dass eine gegenseitige Selbsttötung auszuschließen war.
Nun steht neben dem Tatbestand der Strafvereitlung auch die Frage im Raum, aus welchem Grund und welchen Interessen folgend, die Ermittlungen in eine falsche Richtung gelenkt werden sollten, und tatsächlich auch gelenkt wurden.  

Ich beantrage, den geschilderten Sachverhalt zum Anlass eines sachgerechten Ermittlungs- und anschließenden Strafverfahrens zu nehmen.
Über den Fortgang des Verfahrens möchte ich informiert werden.

In Anbetracht der Wichtigkeit und des öffentlichen Interesses werde ich die Angelegenheit öffentlich machen.

Hochachtungsvoll


Karl-Heinz Hoffmann    


Im Übrigen meine ich, Deutschland sollte unabhängig und neutral sein.



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Dienste benutzen Saftladen

Offener Brief
an das Bundesamt für Verfassungsschutz  

Maßnahme nach G 10, AO-Nr. 2029 und nach dem Bundesverfassungsschutzgesetz (BVerfSchG), AO-Nr. K 20001

Durchführung des Gesetzes zur Beschränkung des Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnisses (G10), sowie Durchführung des
§ 8a Abs. 2 S.1 Nr.2 BVerfSchG.


Sehr geehrte Damen und Herren,

mit dem förmlich zugestellten Schreiben vom 12.11.2013 wurde ich darüber informiert, dass gemäß Anordnung des Bundesministeriums des Inneren (BMI) hinsichtlich meiner Person geheime Ausspähungsmaßnahmen durchgeführt wurden.
Diese Maßnahmen waren ebenso unnötig wie rechtsbedenklich.
Um zu erfahren, dass ich die deutsche Bundesregierung für einen untauglichen, in weiten Bereichen rechtswidrig handelnden, auslandshörigen Saftladen halte, hätten Sie meine Kommunikationswege nicht überwachen brauchen. Meine Beurteilung des politischen Establishments ist kein Geheimnis.
Auf Anfrage kann ich Ihnen meine Einschätzung der politischen Lage schriftlich und eidesstattlich versichert zusenden.
Rechtsbedenklich war die Beschränkung meiner Persönlichkeitsrechte, vor allem deshalb, weil sie mit der unsinnigen Vermutung begründet wurden, ich könnte Mitglied oder Unterstützer einer terroristischen Vereinigung sein, obwohl mein persönliches Verhalten keinen Anlass zu der Vermutung, ich könnte terroristische Ambitionen hegen, gegeben haben kann.

Gegen die Anordnung der Überwachungsmaßnahmen werde ich beim Verwaltungsgericht in Berlin Klage erheben.

Mit trotzdem freundlichen Grüßen

Karl-Heinz Hoffmann27.11.2013

Im Übrigen meine ich, Deutschland sollte unabhängig und neutral sein.



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Sarrazin in Leipzig  
Ekel erregende
Gegen-Demonstration


Am vergangenen Samstag tagte in Leipzig die von Jürgen Elsässer organisierte „Compact-Konferenz“.
Ganz oben auf der Agenda standen die Themen „Homo-Ehe“ und die Gestaltung der Adoptionsgesetzgebung.

Propagiert wurde die traditionelle Ehe im Sinne christlicher Vorgaben, einschließlich der Kindererziehung.

Für die christlich-gläubige Argumentation war der Metropolit der Orthodoxen Kirche aus Berlin angeheuert worden. Sein Vortrag war dann auch eher eine Predigt als ein Sachbeitrag.  
Der neben Sarrazin und Eva Herrmann als Hauptreferent angekündigte Peter Scholl-Latour hatte entgegen seiner ursprünglichen Zusage seine Bereitschaft zum Auftritt zurückgezogen und glänzte mit Abwesenheit.
Sarrazin kam respektlos unpünktlich. Absolvierte sichtlich lustlos sein Programm und setzte sich zur Enttäuschung so mancher Zuhörer, die extra wegen ihm gekommen waren, nach seinem Auftritt ziemlich schnell wieder ab.
Spiegel online kommentierte:
„Wer erwartet hatte, dass Thilo Sarrazin für Furore sorgen würde, wurde enttäuscht. Der SPD-Mann war überwiegend mit sich selbst und der Bewerbung seiner Bücher beschäftigt. Außerdem mit den altbekannten Themen über Vererbung und Intelligenz.“
Nun, mich konnte Sarrazin nicht enttäuschen, weil ich von ihm nichts anderes erwartet habe.
Neu war lediglich der Vorschlag von ihm, „ ... kein Einwanderer solle die ersten 10 Jahre seines Aufenthalts in Deutschland staatliche Hilfe bekommen. Auch kein Sozialgeld, nichts.“
Diese ganz sicher unüberlegt vorgetragene Forderung quittierte das Publikum, wohl ebenso unüberlegt, mit tosendem Beifall.

Keiner hat daran gedacht, wie zwangsläufig die Kriminalitätsrate in die Höhe schnellen würde. Niemand wäre mehr sicher. Weder auf der Straße noch zuhause. Denn was bleibt einem entwurzelten Menschen kurz vor dem Verhungern anderes übrig, als sich das, was ihm die, ihn umgebende, im Überfluss lebende Gesellschaft nicht geben will, auf kriminelle Weise zu beschaffen. Es wäre sinnvoller gewesen, stattdessen die sofortige Umwandlung der Asylgesetzgebung von einer „Muss-“ in eine „Kann“-Bestimmung zu verlangen. Die Asylgesetzgebung in der jetzigen Form gleicht einer Schnapsidee, deren katastrophale Tragweite sich noch zeigen wird, wenn der Rausch ausgeschlafen ist, wenn sich die Parlamentarier ihre derzeit noch einigermaßen tragbare Realitätsferne absolut nicht mehr leisten können.
Sarrazin hat wenigstens begriffen, dass die Einwanderung nicht unproblematisch ist. Das ist zu wenig, aber immerhin etwas.

Sarrazin berichtete stolz, dass er von seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ 1,5 Millionen Exemplare verkauft habe. Gleichzeitig beklagt er, dass sein Buch wohl die wenigsten der Erwerber gelesen hätten.
Ich kann das verstehen, denn ich habe es von vorn bis hinten durchgelesen. Selbst die pseudowissenschaftlichen, völkerkundlichen Einordnungen und Unterscheidungen in schwer bildungsfähige und problemlos bildungsfähige Völkerschaften habe ich mir tapfer angetan. Ich hätte genauso gut den „Rasse-Günther“ lesen können. Es lohnt sich nicht, über den Quark vom bildungsfähigen Inder einerseits und den bildungsunfähigen Türken andererseits zu debattieren. Es regt sich der Verdacht, Sarrazins Türkenphobie könnte durch irgendeine unangenehme persönliche Erfahrung mit einem türkischen Misfit ausgelöst worden sein.
Woran es nur liegen mag, dass ich nur fleißige, höfliche, freundliche und durchaus intelligente Türken kenne?

Die russische Duma war gleich mit mehreren attraktiven Damen vertreten. Ihr Thema war die heile Familienwelt und die Kindererziehung im Rahmen der traditionellen Ehe. Ihre Ausführungen wurden begeistert beklatscht.
Dabei rief eine Äußerung anderer Art einen besonderen, ja geradezu tobenden nicht enden wollenden Applaus hervor.
Eine der Damen sagte, es dürfe nie wieder dazu kommen, dass sich das russische und das deutsche Volk noch einmal in einem Krieg gegeneinander hetzen lassen. Das war an diesem Tag die einzige Äußerung, die mich veranlasste, in den Beifallsturm mit heftigem Klatschen einzustimmen. Sonst war nichts dabei, was mich hätte vom Hocker reißen können.
Nicht etwa, dass ich grundsätzlich gegen alles gewesen wäre, was da so geredet wurde. Nein, das nicht, aber ich hätte genausogut in eine CDU-Veranstaltung gehen können, um das Gleiche zu hören wie bei Elsässer.
Wer wissen möchte, wie ich über die Homo-Ehe denke, kann meinen Aufsatz mit der Überschrift „
HÖHENFLUG DER HOMOS“ vom 14.03.2013 (unter Menüpunkt „Aktuell“) lesen.

Der ganze Unsinn würde sich in Luft auflösen, wenn die standesamtliche Eheschließung und dazu noch die besonderen staatlichen Subventionen für standesamtlich formalrechtlich abgesegnete Ehe-Gemeinschaften abgeschafft würden. Die Verbindung zweier Menschen unterschiedlichen Geschlechts zu einer Lebensgemeinschaft sine lege, sollte den gleichen Stellenwert in rechtlicher und moralischer Hinsicht haben, wie die ursprünglich als „heiliges Sakrament“ gedachte kirchlich vollzogene Ehe. Bismarck hatte sich seinerzeit energisch gegen die Einführung der standesamtlichen Ehe, die er als modernen Unfug bezeichnete, gewandt. Wenn zwei Männer eine „Ehe“ schließen wollen, dann steigert sich der Unfug.
Ich meine, wenn sich zwei Männer unbedingt der Lächerlichkeit preisgeben wollen, dann soll man sie nicht daran hindern, aber man muss ja nicht jede geschmacklose Albernheit auch noch extra staatlich absegnen.
Die Geschmacklosigkeit und Aggressivität der pro-Schwulen Demonstranten, die sich am Samstag den 23. November vor dem Veranstaltungslokal des Compact-Kongresses entfaltete, war jedenfalls  geradezu Ekel erregend. Man muss gesehen haben, wie sich die tobende und geifernde Meute aufgeführt hat. Elsässer nannte die Demonstranten, den meisten Kongressteilnehmern aus der Seele gesprochen, „Gesindel“. Eine der russischen Duma-Abgeordneten bezeichnete die obszön auftretenden Chaoten etwas diplomatischer als Opfer. Sie meinte wohl, Opfer der Propaganda einer früher gesellschaftlich untragbaren Minderheit, die in den letzten Jahren zu politischer Macht gelangt ist. Es ist leider nicht die einzige peinliche Entwicklung in unserem Land.

Kannste mache nischt! Musste gucke zu!

Karl-Heinz Hoffmann     24.11.2013

Nachtrag:
Sarrazins Wohnhaus wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag mit rosa Farbbeuteln großflächig versaut.
Ich vermute dass Sarrazin die Farb-Attacke nicht unbedingt ungelegen kommt. So bleibt er im Gespräch.
Die Erwähnung im Fernsehen dürfte ihm einen neuen Fassadenanstrich wohl wert sein.

K.H.H.

Im Übrigen meine ich, Deutschland sollte unabhängig und neutral sein.



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Aufruf an
ALLES WAS
RECHTs IST

Am Samstag den 23.11. findet in Leipzig eine vom Compact-Magazin organisierte Vortrags-veranstaltung mit Thilo Sarrazin als Referenten statt.

Die Antifa hat zu Gegendemonstrationen aufgerufen. Ein großes Polizeiaufgebot ist unterwegs.
Ich würde mich freuen, wenn ALLES WAS RECHTS steht, kühl und gelassen bliebe.
Kein vernünftiger Mensch sollte die Protestaktion der Antifa durch etwaige Gegenreaktionen aufwerten und damit natürlich gleichzeitig die Compact-Veranstaltung abwerten.
Mutige Beiträge zur Gestaltung unseres Lebensraumes sind notwendig. Egal ob man Sarrazins Thesen befürwortet oder nicht. Er hat eine Diskussion von großer Tragweite angestoßen, die auf breiter Ebene zu Ende geführt werden muss. Sarrazin muss reden dürfen.
Nicht zuletzt auch deshalb, weil einige seiner Thesen tiefgründiger analysiert und sachlich widerlegt werden müssen. Das sollte aber auf einer intellektuellen Ebene geschehen, nicht mit Protestgeschrei auf der Straße.
Das wäre kontraproduktiv.
Überlasst die Straße der Antifa. Sie wird sich durch ihre Aktionen bei der Bevölkerung nicht beliebt machen.
Die nationalen Kräfte sollten an der Verbesserung ihres ramponierten Images interessiert sein.
Dazu wäre Gelassenheit gegenüber der Antifa ein wichtiger Schritt.        
Lasst Euch nicht zum Sparringspartner der Antifa machen.

Ignoriert die Antifa-Aktivitäten einfach!

Karl-Heinz Hoffmann     21.11.2013


Im Übrigen meine ich, Deutschland sollte unabhängig und neutral sein.



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Fressen und saufen

Souveränitätsdebatte

In letzter Zeit scheint den hierzulande rar gewordenen Intellektuellen endlich klar geworden zu sein, dass die Bundesrepublik Deutschland kein souveräner Nationalstaat ist.
Eine Erkenntnis, die schon in der Geburtsstunde unserer hochgelobten Demokratie, selbst für einfache Gemüter mühelos erkennbar war. Doch diese Erkenntnis war damals für die deutsche Bevölkerung unwichtig. Wichtig  allein war zunächst die Beschaffung von Kartoffeln und Zigaretten, und später, je nach Erweiterung der Möglichkeiten im neu geschaffenen Wirtschaftswunderland, der unstillbare Drang nach persönlichem Komfort und lustvoller Hingabe an den Müßiggang.
Und heute?
Wie viele von den Volksgenossen, die unter dem, fremder Gewalt unterworfenen Dachverband, der sich Bundesrepublik nennt, leben, interessieren sich noch für etwas anderes als fressen und saufen? Zuhause ebenso wie auf dem Ballermann. Halt! Beinahe hätte ich noch etwas vergessen, natürlich Fußball. Um einer Bundesligatabelle folgen zu können, reichen die geistigen Kapazitäten der Bevölkerungsmehrheit ebenso wie zum Ausfüllen eines Wahlzettels, noch aus.
Nun fragt man sich angestrengt, welches konkrete politische Ziel mit der Souveränitätsdebatte verfolgt werden könnte?
Liegt der Souveränitätsdebatte überhaupt ein Ziel zugrunde? Und wenn ja, welcher politische Weg soll beschritten werden?
Gibt es konkrete Überlegungen zu Weg und Wagnis?
Die Wiederherstellung unserer 1945 verlorengegangenen staatlichen Souveränität würde doch nur denkbar sein, wenn die US-amerikanische Vormundschaft abgeschüttelt werden könnte.
Also „Los von Amerika!“ Grundsätzlich finde ich natürlich an dieser Forderung Gefallen. Sie ist neben der Beachtung der Grenzen des Wachstums mein Credo.
Bleibt unser Schicksal unseres Volkes auch künftig an das amerikanische Herrschaftssystem gekoppelt, dann werden wir unweigerlich zusammen mit den Vereinigten Staaten von Amerika im Chaos landen.
Ich möchte aber dringend zur Besonnenheit raten.   
Nehmen wir einmal, konkrete Erörterungen diverser politischer Maßnahmen beiseite schiebend, fiktiv an, es wäre möglich, den amerikanischen Einfluss auf deutsche Belange auszuhebeln. Welche praktischen Auswirkungen würde das auf die materiellen Lebensumstände der Deutschen mit sich bringen? „Los von Amerika“ ist gleichbedeutend mit der Lösung vom global vagabundierenden Großkapital. Das würde aber zwangsläufig zunächst bedeuten, dass der Früchte tragende Ast auf dem sich das deutsche Volk niedergelassen und im Lauf der Jahre gemütlich eingerichtet hat, ratzeputz abgesägt werden müsste. Auf die Schnittstelle müsste das Reis einer anderen, besseren Wirtschaftsform aufgepfropft werden. Aber in der Zeit kurz nach dem Absägen des alten Astes bis der okulierte Zweig Früchte bringen kann, wird das Volk in Armut und Elend versinken.
Das vielfach, oft undurchschaubar verzweigte System der globalisierten Verschleißwirtschaft erbringt ja, wenngleich natürlich nicht mehr auf längere Sicht, so doch unbestreitbar derzeit noch beachtliche, materiell positive Ergebnisse. Zwar fallen bei der Ernte die reifen Früchte den internationalen Finanzmächten ins gierig aufgerissene Maul, aber die Deutschen können sich doch immer noch ganz gut vom Fallobst ernähren. Eine mit Not und Elend einhergehende Übergangsphase von einer noch einigermaßen funktionierenden, den Totalcrash hinausschiebenden Wirtschaftsform hin zu einer anderen langfristig Sicherheit und Wohlstand bietenden Organisationsform, würde von unserem Volk wohl nicht so einfach akzeptiert werden. In der unabdinglichen Interims-Zeit würden die Leute jammern und aufbegehren: „Warum habt ihr uns in die Wüste geführt? Lasst uns zurück kehren, zu den Fleischtöpfen Ägyptens.“    
Von den materiellen Gegebenheiten abgesehen, muss man sich nicht zuletzt auch mit der Frage beschäftigen, ob das deutsche Volk mehrheitlich besonderen Wert auf die politische Selbstständigkeit Deutschlands legt?
Unbestreitbar sind die Deutschen politisch von den Siegern des II. Weltkriegs in jeder Hinsicht entmündigt worden, aber immerhin wird der Deutsche Bürger nicht anders behandelt als der nicht minder entmündigte amerikanische Bürger. Dabei steht der „Deutsch-Ami“, wenigstens, soweit es soziale Belange angeht, immer noch besser da, als der Original-US-Bürger in Amerika.
Doch der Bundesdeutsche ist letztlich nichts anderes als ein nachgemachter Ami. Und er scheint sich offensichtlich in dieser Rolle zu gefallen.
De facto ist die Bundesrepublik nichts weiter als ein nach 1945 neu hinzugekommener  Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika, dessen formale Eingliederung verschämt unterlassen wurde. Würde die formale Eingliederung als amerikanischer Bundesstaat ernsthaft zur Debatte stehen, dann würden sich die Souveränitätsstreiter wundern, wie groß die Bereitschaft voll und ganz Ami zu werden, im deutschen Volk wäre.
Man soll mich nicht falsch verstehen. Ich wünschte mir nichts sehnlicher als die Unabhängigkeit unseres Volkes im Rahmen eines in allen Dingen einheitlichen Unionsstaates. Und ich werde nicht müde werden, die Forderung nach Unabhängigkeit vom globalisierten Wirtschaftssystem und der transatlantisch orientierten politischen Botmäßigkeit zu fordern, aber ich bin auch realistisch genug, um den geistig und moralisch herunter gekommenen Zustand unseres Volkes wahr nehmen zu können und in Rechnung zu ziehen.  
Meine Stimme wird eben so wenig von der Bevölkerungsmehrheit beachtet, wie die ergänzenden Argumente der intellektuellen Minderheit deutscher Systemkritiker. Dessen bin ich mir bewusst. Wir reden von Wahrheiten, ohne unsere Rede von der Aussicht auf Erfolg abhängig zu machen.
Ein Volk das nicht befreit werden will, kann man nicht befreien. Der Erkenntnis, dass die Deutschen nicht souverän sind steht gegenüber, dass es den meisten Volksgenossen ziemlich wurscht ist, ob sie frei oder abhängig sind, wenn nur der Wohlstand nicht in Frage gestellt wird.  
Das hört sich nicht gut an. Wahrheiten sind selten etwas Erbauliches.

Karl-Heinz Hoffmann       16.11.2013


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Jürgen Elsässers Veranstaltung in Leipzig am 23. 11. 2013:

Kopfscheu gewordene Zugpferde


Jürgen Elsässer hatte sich für seine Veranstaltung in Leipzig der Mitwirkung prominenter Personen versichert.
Als wichtigste Zugpferde sollten der unbestreitbar gesellschaftlich anerkannte Peter Scholl-Latour, die ebenso bekannte wie umstrittene Eva Hermann und der einst zu den Arrivierten zählende, und seit der Veröffentlichung seines als „neuorientierte Rassenlehre“ verschrienen Buches „Deutschland schafft sich ab“, als Rechtspopulist ins gesellschaftliche Abseits gestellte Thilo Sarrazin eingespannt werden.
Doch Elsässer hatte wohl seine Zugpferde nicht sorgfältig genug rechtsverbindlich angeschirrt.
Das Zugpferd Scholl-Latour bekam plötzlich Angst vor der eigenen Courage und verließ das Gespann. Nachdem sich inzwischen eine gewaltige Protestlawine gegen die Veranstaltung aufstaut, steht Scholl-Latour plötzlich nicht mehr für Elsässer zur Verfügung. Angeblich muss er einen wichtigen Auslandstermin wahrnehmen. Mit anderen Worten, Peter Scholl-Latour kneift. Er fürchtet, natürlich zu Recht, nach einem Auftritt bei Elsässer das gleiche Schicksal erleiden zu müssen, wie es vor einiger Zeit Günter Grass beschieden war. Jahrzehnte lang ein Hätschelkind der Politschickeria, nach seiner Israel kritischen Äußerung in das gesellschaftliche Nichts abgeschoben.
Geringes Stehvermögen möchte ich niemandem zum Vorwurf machen. Der eine hat es der andere nicht. Doch Scholl-Latour hätte wissen müssen, auf was er sich einlässt. Meine Kritik betrifft die Kehrtwendung. Ein Mann mit festem Charakter steht so etwas durch. Der blamable Rückzieher gereicht Scholl-Latour nicht zur Ehre.
Und Eva Hermann? Auch sie hat abgesagt, aber doch wenigstens offen ihre Ängste dargelegt, und sich nicht mit Ausreden aus der Affäre gezogen. Allerdings hätte auch sie die Entwicklung der Dinge voraussehen können. Es wäre klüger gewesen, wenn sie sich gar nicht erst zur Verfügung gestellt hätte. Na ja, sie ist eine Frau, noch dazu eine sehr sympathische, sie darf etwas wankelmütig sein.
Und Sarrazin? Im Moment steht er noch zu seinem Wort. Vielleicht bleibt es ja dabei. Damit könnte er bei mir ein paar Punkte zurück gewinnen, die er durch sein antiquiert-religiös motiviertes Traktat „Deutschland schafft sich ab“ und seine peinlichen antiislamisch durchwachsenen Fernsehauftritte eingebüßt hat.
Natürlich werde ich mir das Spektakel am 23.11. in Leipzig ansehen.
Was Sarrazin von sich geben wird, weiß man zwar schon vorher, aber was die russischen Referenten zu sagen haben, könnte interessant werden.

Karl-Heinz Hoffmann               12.11.2013


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Löchrige Theorie?

Israel will mit dem Tod Jassir Arafats nichts zu tun haben
Der Sprecher des israelischen Außenministeriums Jigal Palmor wiegelt ab: „Die Theorie vom Giftmord weist große Löcher auf, mehr Löcher als ein Schweizer Käse.“

Einverstanden. Die Ermittlungen zur Todesursache des Palästinenserführers Arafat mögen unvollständig sein, ja das müssen sie zwangsläufig, denn geheimdienstlich organisierte Verbrechen verschließen sich den Ermittlungsbemühungen der Polizeibehörden.
Das liegt in der Natur der Sache.
Aber man sollte nicht vergessen, dass ein Schweizer Käse, aufs Ganze gesehen, trotz der vielen Löcher immer noch mehr feste Substanz hat, als Löcher.
So einfach werden die Israelis den Verdacht, Arafat vergiftet zu haben, nicht abschütteln können.  

Karl-Heinz Hoffmann      07.11. 2013


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GEHEIMDIENSTE -
gigantischer Aufwand, magere Erkenntnisse?                                            

Was den vereinigten Geheimdiensten trotz allumfassender Überwachungsanstrengungen verborgen blieb, konnte unsere Kanzlerin mühelos aus dem hohlen Bauch heraus treffsicher erkennen. Kaum hatte man die Leichen der 10 Jahre lang verschollenen Nationalisten Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos in einem Wohnmobil aufgefunden, da war für unsere Kanzlerin klar: Das waren die Verantwortlichen für die Dönermordserie.
Kann man den Geheimdiensten verübeln, wenn sie versuchen, ihr eigenes Defizit an Erkenntnissen durch das Anzapfen von Angelas Handy auszugleichen?
Doch Spaß beiseite!
Die Sache ist verdammt ernst. Man will uns glauben machen, die vereinigten Überwachungsinstitutionen, und derer gibt es zahlreiche, hätten das Zwickauer Trio die ganze Zeit über aus den Augen verloren.
Zu viele haben es geglaubt und glauben es heute noch.
Andere wollen es glauben.
Leute wie Ströbele glauben lieber die Schutzbehauptung von der Unfähigkeit der Geheimdienste und Ermittlungsbehörden und sie geben zumindest vor, an den noch größeren Blödsinn von faschistischen Verfassungsschutzseilschaften, die auf dem rechten Auge blind sind, zu glauben. Sie wollen den Blödsinn glauben, weil ihnen mit dem, allen voran von Otto Schily geheuchelten Eingeständnis der angeblichen behördlichen Unfähigkeit eine Argumentationsmöglichkeit zum „letzten Gefecht“ gegen den verhassten Nationalgedanken offeriert wurde. Die Vernichtung aller Erscheinungen, die unsere Antifa-Demagogen unter dem Begriff „Faschismus“ subsummieren, ist ihnen wichtiger, als die Verteidigung rechtsstaatlicher Prinzipien.
Ich habe von Anfang an kein Wort von alledem geglaubt, was über das Zwickauer Trio massenmedial verbreitet wurde.
Was wir in der letzten Zeit über die Möglichkeiten der global vernetzten Geheimdienste erfahren haben, bestätigt mir, dass ich keiner Fehleinschätzung unterlag.
Die Geheimdienste wussten über das Zwickauer Trio alles.
Die umfassende Aktenvernichtungsaktion lässt erkennen, dass da etwas war, was nicht bekannt werden durfte.
Und was könnte das gewesen sein?
Natürlich einmal die Erkenntnis, dass man über jede Bewegung des Zwickauer Trios informiert war und andererseits eben deshalb Material zur Verfügung stand, welches der Entlastung des Trios hätte dienen können.
Wenn die geheimdienstlich erfassten Bewegungsbilder nicht mit den Tatorten der Türkenmordserie in Einklang zu bringen sind, so wäre das durchschlagend entlastend. Aber auch im Zusammenhang mit der Frage, wer für die Belieferung der beiden Uwes mit Waffen verantwortlich ist, musste wohl eine Vernichtung der Akten notwendig gewesen sein.   
Der bisherige Verlauf der Ermittlungen in Sachen NSU konnte mich nicht von der Schuld des Trios überzeugen.
Ich halte das Ganze nach wie vor für ein geheimdienstliches Konstrukt, bei dem den beiden Uwes posthum eine Rolle zugeordnet wird, die sie zu ihren Lebzeiten nicht gespielt haben. Im Prinzip läuft die NSU-Affäre nach dem gleichen Muster ab, wie seinerzeit das Oktoberfestattentat.
Beate Zschäpe wird man nicht im Zusammenhang mit der Türkenmordserie verurteilen können, aber der in den Wind geworfene Dreck bleibt nicht nur an ihr, sondern auch an der gesamten nationalen Bewegung kleben.
Die „Nationalen“ werden sich nie wieder von dieser Besudelung erholen. Damit ist der Zweck erreicht.

Bravo!
Von Unfähigkeit und geheimdienstlichen Pannen kann nicht die Rede sein.

Karl-Heinz Hoffmann             31.10. 2013


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Quod licet jovi non licet bovi

Das Landgericht Bochum verurteilte kürzlich einen Einundzwanzigjährigen zu zwei Jahren und drei Monaten Jugendhaft, weil er das ominöse Paulchen-Panter-Video zusammen mit einem persönlichen Kommentar ins Netz gestellt hatte. Das Paulchen-Panter-Video öffentlich zu verbreiten, kann noch nichts bedeuten, das durften Andere schon vor ihm ungestraft tun. Es kommt auf den Kommentar an. Der Junge hatte den Text einer Sprechblase: „Keine Worte sondern Taten“ mit den Worten kommentiert: „Ich denke ganz genau so“. Das war natürlich äußerst geschmacklos, zynisch und menschenverachtend. Aber wir müssen uns doch fragen, ob die Bestrafung angemessen und richtig war. Ich halte das Urteil für unangemessen und somit für falsch. Es wird den Jungen genau dorthin treiben, wo man ihn nicht haben will.
Immerhin stand nur ein verbaler Fehltritt zur Debatte. Mag uns dieser Fehltritt auch noch so peinlich unangenehm berühren, es waren nur Worte, keine Taten. Man hätte sich den Jungen vorknöpfen und mit ihm reden sollen. Ein paar Sitzungen mit einem Psychologen wären hilfreicher gewesen, als ihn siebenundzwanzig Monate ins Gefängnis zu stecken, wo er nicht besser werden kann.   
Das ist das eine, das andere ist die Tatsache, dass man den ausgeflippten Jungen für einen Tatbestand verurteilt hat, den unsere Bundeskanzlerin, und nicht nur sie allein, unter anderen Vorzeichen, aber in der Sache gleich, ungestraft verwirklichen durfte. Oder hat die Kanzlerin etwa nicht den heimtückischen Mord an Osama Bin Laden enthusiastisch begrüßt? War es nicht ebenso peinlich, geschmacklos und menschenverachtend, die Amerikaner zum heimtückischen Mord ihres ehemaligen Spießgesellen öffentlich zu beglückwünschen?
Wo ist juristisch gesehen der Unterschied zwischen der verbalen Entgleisung des rechtsorientierten Jungen einerseits, und andererseits dem Lobgesang unserer rein opportunistisch ausgerichteten Kanzlerin auf ein widerliches Tötungsverbrechen? Der Unterschied besteht bestenfalls darin, dass man die verbale Entgleisung der Kanzlerin nicht mehr nach dem Jugendstrafrecht beurteilen kann.
Und so bewahrheitet sich wieder einmal der Spruch: „Was den Göttern erlaubt ist, ist dem Ochsen noch lange nicht erlaubt“.
Es ist eben nicht das Gleiche, wenn zwei das Gleiche tun.

Karl-Heinz Hoffmann       15.10. 2013

Im Übrigen meine ich, Deutschland sollte unabhängig und neutral sein.



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2013

Oktober


07.10.2013

Ende eines blödsinnigen Abenteuers


Die Stützpunkte der Bundeswehr in Kundus werden nun endlich geräumt. Wir ziehen uns aus dem nicht nur unmoralischen sondern auch blödsinnigen Afghanistanabenteuer zurück. Nicht als Friedensbringer, schon gar nicht als  Helden, sondern eher wie geprügelte Hunde.
Wir hatten dort nichts verloren, deshalb konnte es für uns nichts zu gewinnen geben. Das Einzige was sich die Deutschen mit dem dämlichen Militäreinsatz erworben haben, ist die Feindschaft eines Volkes, welches uns in den Zeiten davor immer Freundschaft und Verehrung entgegen gebracht hat.  
Vom deutschen Steuerzahler erwirtschaftete Millionenbeträge sind in den Taschen afghanischer Parteigänger der Amis verschwunden. Die Unterhaltung der Truppe einschließlich der theatralischen Frontvisiten unserer hochrangigen politischen Leerplauderer war auch nicht gerade billig.
52 Familien trauern um ihre sinnlos in Afghanistan verheizten Söhne. Zahlreiche Krüppel sind für den Rest ihres Lebens unheilbar gezeichnet und hoffentlich wenigstens vom Raubkrieg führen unter amerikanischer Flagge geheilt.
Und wofür das alles? Um unsere Freiheit am Hindukusch zu verteidigen? Mir wird speiübel, wenn ich mir die albernen Plattitüden zum Thema Afghanistan vergegenwärtige.
Nun wird endlich ein Schlussstrich - wenigstens teilweise - unter das Afghanistan-Abenteuer gezogen. Schon steht die bange Frage im Raum, für welchen Einsatz werden unsere Jungs demnächst bluten müssen? Vielleicht Mali oder Syrien? Es lässt sich ja immer etwas finden, wenn man stänkern will, damit die Rüstungsindustrie Kasse machen kann.
Wenn mich überhaupt noch etwas wundern kann, dann ist es die ungebrochene Bereitschaft der Bevölkerung an den Wahlvorgängen teil zu nehmen.

Karl-Heinz Hoffmann 07.10.2013     

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September

26.09.2013

Rechtswahrer des Weltgeschehens

Dass einmal die Russen die Rechtswahrer des Weltgeschehens werden würden, hätte ich mir vor 30 Jahren zu Zeiten der Sowjetunion nicht träumen lassen. Und doch waren die Russen schon damals um einige Grade gerechter und weniger aggressiv als die unter der Kontrolle der USA und Israels stehenden Westmächte. Doch das konnten wir damals nicht erkennen.
Heute ist das neue Russland als starke Friedensmacht für das Wohlergehen aller Völker unverzichtbar.
Ohne die Bremswirkung der russischen Politik würde der gesamte Nahe und Mittlere Osten im Chaos amerikanisch-israelisch inszenierter Kriege versinken. Natürlich ist auch für die Russen Politik nichts anderes als die Verfolgung eigener staatlicher Interessen, aber das kann den Wert der russischen Politik nicht schmälern. Die Verfolgung der russischen Interessen wirkt sich positiv auf die Erhaltung des Weltfriedens aus. Und nur darauf kommt es an.
In dem eine Einheit bildenden Syrien-Iran Konflikt geht es dem Westen um die Erhaltung der israelischen Vormachtstellung im Nahen Osten und um die Verfügungsgewalt über die persischen Ölquellen. Den Saudis geht es ebenso wie den Israelis vorrangig darum, keine Großmacht in ihrer unmittelbaren Nähe entstehen zu lassen.
Den Russen muss es um das genaue Gegenteil gehen. Russland wird durch den schiitisch-alawitisch-christlichen Zweckverband Syrien, Libanon, (Hisbollah) Iran an seiner südlichen Flanke vom Mittelmeer bis zum Hindukusch vor sunnitischen-islamisch-salafistischen Revoluzzern geschützt. Würde dieser Schutzgürtel vernichtet, könnten die amerikanisch-israelisch dominierten Westmächte direkt an die Grenze des russischen Territoriums heranrücken. Dabei würden die russenfeindlichen sunnitisch-islamischen Völker oberhalb der persisch-afghanischen Grenze, allen voran die Tschetschenen, aber auch Usbeken, Kirgisen und andere, vom CIA unterwandert, abhängig gemacht und zu Aufständen gegen Russland angestachelt. Diese Entwicklung müssen die Russen aus reinem Selbsterhaltungstrieb unter allen Umständen verhindern.
Deswegen wird es in der Frage des Syrienkonfliktes kein „Einlenken“ der Russen geben. Und das ist gut so.  

Karl-Heinz Hoffmann      26.09. 2013

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24.09.2013
Die Hydra demokratica


Das System der parlamentarischen Demokratie ist ein dem äußeren Anschein nach für die Volksgemeinschaft nützliches, in Wirklichkeit jedoch ein von finsteren Mächten dressiertes vielköpfiges Ungeheuer. Wird diesem gefräßigen Scheusal ein Kopf abgeschlagen, so wächst sofort ein neuer nach. Deshalb kann man gegen dieses parlamentarische Interessengeflecht Jahrzehnte lang einen heldenhaften, politisch agitatorischen Abnutzungskampf führen, ohne zum Erfolg zu kommen.
Die Hydra demokratica wird von Wählerstimmen am Leben gehalten, saugt den Volkskörper finanziell aus und wird von der global vagabundierenden Hochfinanz regelmäßig abgemolken. Dieses mit vielen politischen Köpfen ausgestattete Scheusal ist zwar äußerst zählebig aber doch auch als Ganzes sterblich. Man kann es aushungern. Bekommt es auf Dauer nicht genug Wählerstimmen, so verkümmert seine Kraft bis es schließlich abstirbt.  
Die europäischen Völker müssen erst noch lernen, welch ungeheure Kraft bei konsequenter Einhaltung im Verzicht liegen kann.

Karl-Heinz Hoffmann        24.09.2013

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August

30.08.2013
RATSCHLAG FÜR DIE KRIEGSTREIBER


„Wehe dem Staatsmann, der sich in dieser Zeit nicht nach einem Grunde zum Kriege umsieht, der auch nach dem Kriege noch stichhaltig ist...“
Der Ratschlag könnte von mir sein, ist aber leider nicht von mir, sondern von Bismarck. Immerhin von einem Staatsmann, der an anderer Stelle unverhohlen zynisch erklärte: „In der Außenpolitik erkenne ich kein Recht an, sondern nur Zweckmäßigkeit.“
Nicht die Romantik sei maßgebend, sondern der staatliche Egoismus. Damit beschrieb er treffend das grundsätzliche Wesen staatlicher Politik. Leider hat sich bis heute daran nichts geändert.
Man redet von Menschenrechten und humanitärer Hilfe, wenn es in Wirklichkeit um die gewaltsame Durchsetzung wirtschaftlich begründeter machtpolitischer Interessen geht.
Dabei halten es die heutigen Kriegstreiber nicht einmal mehr für nötig, vor den Kriegseinsätzen Gründe zu erfinden, die auch danach noch stichhaltig erscheinen.
Sie sind noch nicht einmal vorher einigermaßen nachvollziehbar.  

Karl-Heinz Hoffmann     30.08.2013


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22.08.2013
WER WÄHLT,
MACHT SICH MITSCHULDIG


Jeder Staatsbürger hat grundsätzlich das Recht an der Gestaltung der gesellschaftlichen Verhältnisse gleichberechtigt mit allen anderen Volksgenossen teilzunehmen. Das wird ihm aber unter den derzeitigen Herrschaftsverhältnissen nicht ermöglicht.
Wer an der Bundestagswahl teilnimmt, überträgt seine persönlichen Rechte an Personen, die sich Volksvertreter nennen. Mit der durch Stimmabgabe erfolgten Mandatserteilung erlischt für den Wähler das Recht auf politische Mitgestaltung.
Darüber muss er sich im Klaren sein, bevor er zur Wahlurne geht.
Sobald der Wahlvorgang abgeschlossen ist, steht fest, wer für die anstehende Legislaturperiode die Interessen des global vagabundierenden Kapitals vertreten darf.
Wer annimmt, die vom deutschen Volk gewählte Bundesregierung würde wenigstens vorrangig die Interessen des deutschen Volkes vertreten, befindet sich in einem verhängnisvollen Irrtum.
Die Parlamentarier brauchen die Legitimation der Wählerschaft, um Interessen durchzusetzen, denen das Volk niemals zugestimmt hätte, wenn es darum gefragt worden wäre.
War der unnötige Krieg in Afghanistan von den Deutschen gewollt? Sind die 52, im Afghanistankrieg ums Leben gekommenen Jungs für das deutsche Vaterland gefallen, oder für fremde Interessen?
Ist es im Sinne des Volkes, wenn das Volksvermögen zur Stützung maroder, noch dazu ausländischer Banken vergeudet wird?
Sind die Deutschen mit den Milliardenzahlungen an Griechenland einverstanden?
Ist das Volk vor der Beschaffung von Drohnen um seine Meinung gefragt worden?
Gefällt es dem Wahlvolk, dass Israel mit einem Milliarden teuren U-Boot beschenkt wurde?  
Wurden die Interessen des Volkes beachtet, als Verträge mit ausländischen Geheimdiensten geschlossen wurden, die das uferlose Abhören möglich machen?
Sind die ständigen „Hilfszahlungen“ an Drittländer in Milliardenhöhe vom Volk gewollt?
Wird die Förderung der hemmungslosen Einwanderung von den deutschen Bürgern freudig begrüßt?

Die Staatsform der Parlamentarischen Demokratie ist grundsätzlich die Herrschaftsform des Großkapitals. Die Interessen des Volkes müssen dabei zwangsläufig auf der Strecke bleiben.

Dabei wird die politische Interessenvertretung des Kapitals über Jahrzehnte hinweg von ein und derselben Minderheit ausgeübt. Die Politkaste ergänzt sich nur zähflüssig und nur aus ihrem eigenen Parteireservoir.
Gibt es nicht zu denken, dass Leute wie Claudia Roth, Angela Merkel, Guido Westerwelle und all die anderen Figuren auf der parlamentarischen Bühne vom gleichen durchschnittlichen Kaliber, über Jahrzehnte hinweg als einzig zur Verfügung stehende Salvatoren angepriesen werden?
Hat ein achtzig Millionen Volk nicht mehr zu bieten, als die altbekannten im Amt ergrauten Apparatschiks?
Man soll mich nicht falsch verstehen.
Ich habe persönlich überhaupt nichts gegen Claudia Roth, aber es fröstelt mich, wenn ich mir vorstelle, von welchen geistigen Kapazitäten die Entscheidungen im Bundestag getragen werden.
Und Westerwelle? Er entscheidet gar nichts, er setzt nur um, was ihm von Übersee aufgetragen wird.
Und Angela Merkel? Sie setzt alles um, auch Blödsinniges, wenn es ihrem eigenen Machterhalt dienlich ist. Oder ist es etwa nicht blödsinnig, auf einem begrenzten Raum von der angeblichen Notwendigkeit des unbegrenzten Wachstums zu schwafeln?
Und welchen Nutzen bringen die, mit einer Träne im Knopfloch deklamierten Lobgesänge an die „Freiheit“, und die kostspieligen Vergnügungsreisen unseres Bundes-Gaucks?   

Man sollte sie alle ins Austrags-Häusl schicken und dafür Gregor Gysi für zwölf Monate diktatorische Vollmachten erteilen. Danach wären vielleicht die schlimmsten gemeinschaftsschädigenden Auswüchse eingedämmt. Dann müsste man weitersehen und nach neuen Lösungen suchen, denn ewig alleine weitermachen darf man niemanden lassen, auch Gregor Gysi nicht.
Hoffentlich habt Ihr nun verstanden, dass für verantwortungsbewusste Leute nur die totale Verweigerung in Frage kommen kann.
Die Devise lautet: Wahlverzicht und weitgehende Konsumverweigerung.  

Karl-Heinz Hoffmann       22.08.2013

Im Übrigen meine ich, Deutschland sollte unabhängig und neutral sein.




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Nun, nachdem ich mich mit der kritischen Bearbeitung der Oktoberfestlegende öffentlich zu Wort melde,
wird man sagen, na ja, er will sich halt rechtfertigen.
Und damit sagt der Volksmund endlich etwas Richtiges.
Natürlich will ich mich von dem künstlich erzeugten Verdacht befreien.
Das ist gar keine Frage und es ist mein gutes Recht.
Und ich möchte auch dem geschändeten Ansehen der ehemaligen deutschen WSG entgegen wirken und nicht zuletzt auch die ungerechtfertigte Belastung der ‚Deutschen Rechten‘, die ohne Schuld von ihren Gegnern mit einbezogen wird, obsolet werden lassen.
Dieser Bericht enthält nur Tatsachen, keine Vermutungen
Karl Heinz Hoffmann
August 2013


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17.08.2013

KONTROLLE ÜBER SINAI VERLOREN?


Der "Tagesspiegel", Politik, schreibt am 17.08. 2013:
„Armee soll Sinai unter Kontrolle bringen.“
Das heißt im Klartext: Die Armee hat, zumindest vorübergehend die Kontrolle über das Gebiet zwischen dem Suezkanal und der Grenze zu Gaza verloren. Und das könnte sogar bedeuten für immer.
Während die demonstrierenden, nur mit Steinen bewaffneten Mursi-Anhänger im ägyptischen Kernland von Polizei und Militär brutal zusammen geschossen werden, wird auf der Sinaihalbinsel schon von beiden Seiten scharf geschossen. Die Mursi-Kämpfer setzen bereits, verstärkt durch Hamas-Kämpfer, Schnellfeuergewehre und Panzerfäuste ein.
Al-Sisis Streitkräfte werden es schwer haben. Ob sie mit den Hamas- und Mursi-Kampfgruppen schnell fertig werden, ist mehr als fraglich. Weil die Mursi-Bewegung  in der Bevölkerung der  Sinaihalbinsel wie der Fisch im Wasser schwimmt (Mao Tse Tung) und zudem noch Unterstützung aus dem Gaza-Streifen erhält, könnte sie zu einer bewaffneten Hydra werden, bei der jedes abgeschlagene Haupt sofort nachwächst.
Mit der vollmundigen Ankündigung: „Die Soldaten werden die vollständige Kontrolle über Sinai übernehmen.“ ist noch nichts gewonnen.     

Die Erklärung der ägyptischen Armee: „Wir werden verhindern, dass die Vorfälle außer Kontrolle geraten und am Ende die nationale Sicherheit gefährden“, ist eine Kampfansage, deren Erfüllung schwierig werden wird.
Die überwiegende Mehrheit der Sinai-Bevölkerung, inklusive der 38 000 Beduinen, steht fest hinter der Muslim-Bruderschaft. Die dort lebenden 5 000 christlichen Kopten werden sich nicht mehr lange in ihren Wohngebieten halten können. Schon sind alle koptischen Kirchen geschlossen. Die meisten Kopten haben sich mit ihren Familien ins Nil-Gebiet abgesetzt. Ob sie jemals zurückkehren können, steht in den Sternen.    
Der Putschist Al-Sisi setzt in Sinai Hubschrauber und Spezialeinheiten ein. Wenn er sich nicht durchsetzen kann, könnten die Israelis unterstützend eingreifen, denn für Israel geht es in diesem Kampf um mehr als nur einen Grenzkonflikt.
Kommt es dazu, dann wird sich in der islamischen Welt die Sympathie für die Mursi-Bewegung steigern.
Die Saudis hingegen sind dabei, ihr Ansehen mit der Parteinahme für Al-Sisi unter den sunnitisch islamischen Völkern zu verspielen. Die saudische Unterstützung des Al-Sisi-Regimes mit Milliardensummen wird längerfristig nicht ohne Folgen bleiben.
Bisher haben die Saudis den Eindruck erwecken können, Unterstützer der islamischen Gotteskrieger in aller Welt zu sein, doch jetzt wird unübersehbar deutlich, dass es ihnen nur um den schnöden Mammon geht. Sie lassen nicht nur ihre ägyptischen Glaubensbrüder zu Gunsten ihrer geschäftlichen Interessen am Nil schnöde im Stich, sie finanzieren auch noch die Gegner der islamischen Front.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die sunnitisch-islamischen Völker dem saudischen Königshaus diesen Verrat verzeihen.

Karl-Heinz Hoffmann         17.08.2013

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WAS WÄRE WENN?


Amerikaner und Briten haben ihre Botschaften in einigen Krisenregionen vorrübergehend geschlossen.
Angeblich um bevorstehende islamistische Terroranschläge ins Leere stoßen zu lassen.
In Wirklichkeit dürfte es darum gehen, den Europäern die allumfassende geheimdienstliche Überwachung aller Lebensbereiche schmackhaft zu machen.
Nach dem Motto: „Seht her, der Geheimdienst kann mit seinen Erkenntnissen Terroropfer vermeiden!“
Der Trick ist zu durchsichtig um darauf hereinzufallen.

Darüber braucht man nicht weiter zu debattieren, mich bewegt eine ganz andere Frage:
Welche praktischen Auswirkungen wird die zeitweilige Schließung der diplomatischen Vertretungen haben?
Die Antwort ist einfach: Gar keine.
Protestnoten und sonstige diplomatische Angelegenheiten kann man per E-Mail austauschen und die in den Botschaften angesiedelten Geheimdienstzellen können von jedem beliebigen Punkt aus operieren. Sie sind nicht an Büroräume gebunden. Wahrscheinlich können sie ihre Aufträge von einem unbekannten oder mobilen Standort aus noch viel effektiver erfüllen, als in den Büroräumen der diplomatischen Vertretungen. Diese Einrichtungen sind beim heutigen Stand der Kommunikationstechnik sowieso überflüssig.
Auch die Bundesrepublik braucht ihre kostenträchtigen Auslandsvertretungen nicht. Es sind nur Pfründen für unnütze Kostgänger im Staatsapparat.
Wenn wir den Gedanken weiter führen, dann müssen wir auch fragen, was würde geschehen, wenn die bundesdeutsche Regierung vorrübergehend auf unbestimmte Zeit ihre Arbeit einstellen würde?
Ich will es Euch sagen: Gar nichts.
Wenn die Minister und das gesamte Parlament nach Hause geschickt würden, dann würde der Behördenapparat weiter wie gewohnt die notwendigen Verwaltungsaufgaben erfüllen.
Nur in einem einzigen Punkt würde sich die Abwesenheit der Parlamentarier bemerkbar machen, und ausnahmsweise einmal positiv. Die permanente Geldverschwendung, vor allem der Kapitalabfluss durch politisch motivierte Geschenke ins Ausland wäre gestoppt und auf Eis gelegt.
Was sollte denn passieren, wenn Guido Westerwelle nicht mehr auf Reisen gehen kann? Es würden wenigstens, neben den für ihn und seinen Intimus anfallenden Reisekosten, die mit unfruchtbaren diplomatischen Bemühungen verbundenen Überredungs-Zuwendungen entfallen.
Welche Folgen wären zu erwarten, wenn unser Bundesgauck nicht mehr mit seiner unlegitimierten Zweitfrau auf Vergnügungsreisen gehen kann? Nichts, außer dass ein paar Millionen vom Volksvermögen eingespart würden.
Was hätten wir zu erwarten, wenn das Landwirtschaftsministerium die Amtstätigkeit einstellte? Nichts, von Bedeutung. Vielleicht könnten ein paar Subventionen nicht beschlossen werden. Aber das würde auch nur das Staatssäckel schonen.
Was wäre, wenn der Verteidigungsminister den Amtsbetrieb einstellte? Das wäre außerordentlich positiv zu bewerten, denn dann würden weder Drohnen noch sonstiges überflüssiges Kriegsgerät beschafft. Dem deutschen Volk blieben Milliardenschulden erspart.
Wenn jemandem ein Ministerium einfällt, dessen Tätigkeit unverzichtbar ist, dann bitte ich um Mitteilung und Begründung. Es sollte mich wundern, wenn sich jemand fände, der die Abwesenheit der Parlamentarier für bedenklich hielte, es sei denn, es handelt sich um einen Minister oder eine vom Minister abhängige Person.
Beinahe hätte ich noch einen aus der Abwesenheit der Parlamentarier erwachsenden eminent positiven Nebeneffekt vergessen. Es könnte nicht gewählt werden und auch das würde wiederum das Volksvermögen schonen.
Der Finanzminister kann gerne weg bleiben, dann könnte wenigstens keine Neuverschuldung beschlossen werden. Aber die Finanzämter brauchen wir. Die müssen bei den Zumwinkels und Hoeneß-Typen Steuergelder eintreiben und auf Halde legen.
Am Ende hätten wir vielleicht so viel Geld in der Staatskasse, dass die Rentner und Kriegshinterbliebenen anständig versorgt werden könnten.
Leider kleben die Parlamentarier mit ihren Hintern an ihren Sesseln. Eine parlamentarische Auszeit wird nur ein schöner Traum bleiben. Es wird uns nichts anderes übrig bleiben, als die schwer erträgliche Realität zähneknirschend hinzunehmen.  

Karl-Heinz Hoffmann    14.08.2013




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STEHT DER ISLAM
DEM DEUTSCHEN NATIONAL-GEDANKEN ENTGEGEN?


Deutschlands größter Sohn Johann Wolfgang von Goethe hatte sich neben beachtlich in die Tiefe gehenden Recherchen und Betrachtungen zur orientalischen Geschichte und Kultur auch eingehend mit dem Koran befasst. Aus seinen handschriftlichen Notizen geht hervor, dass er den Koran in acht bis neun Tagen abgeschrieben hat. Natürlich handelte es sich nicht um ein Exemplar in arabischer Sprache, sondern um eine Übersetzung, die ihm sein Verleger Cotta geschenkt hatte. Das eigenhändige Abschreiben sollte wohl der möglichst umfassenden Aufnahme in Goethes geistigen Fundus dienen. Abschreiben hinterlässt tiefere Spuren im Gedächtnis als bloßes Lesen.
Unter der Überschrift MAHOMET schreibt Goethe in der zweiten erweiterten Ausgabe seines in den Jahren 1816 bis 1827 geschaffenen  WEST-ÖSTLICHEN DIVAN unter anderem:
„Und so wiederholt sich der Koran Sure für Sure. Glauben und Unglauben theilen sich in Oberes und Unteres, Himmel und Hölle sind den Bekennern und Leugnern zugedacht.
Nähere Bestimmung des Gebotenen und Verborgenen, fabelhafte Geschichten jüdischer und christlicher Religionen, Amplifikationen aller Art, grenzenlose Tautologien und Wiederholungen bilden den Körper dieses heiligen Buches, das uns so oft wir auch daran gehen immer von neuem anwidert, dann aber auch anzieht, in Erstaunen setzt und am Ende Verehrung abnötigt.“


Damit hat Goethe den Inhalt des Korans in knapper Form treffend beschrieben. Dabei verweist er durchaus auch auf Stellen, die nicht in das Bild des aufgeklärten Europäers passen wollen, ohne sie konkret zu nennen. Doch am Ende überwiegt dann doch Erstaunen, wohl darüber, wie nah der Koraninhaltlich der Bibel steht - und die „abgenötigte“ Verehrung.
Im gleichen Abschnitt schreibt er an anderer Stelle zur literarischen Gestaltung:
„Der Styl des Koran ist seinem Inhalt und Zweck gemäß: streng, groß, furchtbar, stellenweise wahrhaft erhaben; so treibt ein Keil den anderen und darf sich über die große Wirksamkeit des Buches niemand wundern.“


Natürlich verschwendete Goethe keinen Gedanken daran etwa selbst zum Islam zu konvertieren, doch Daseinsberechtigung und Respekt mochte er dem Glauben der dem christlichen so ähnlich ist wie ein Geschwisterpaar nicht versagen.
 
Wie armselig nehmen sich dagegen die Plattitüden der neudeutschen Protagonisten der politischen Anti-Islam Strömung aus.
Der in Europa als Ersatz für den Anti-Judaismus in Mode gekommene Antiislamismus wird nicht von den Intellektuellen der damit behafteten Völker getragen. Er gedeiht auf dem Nährboden der bildungsfernen Schichten. Der Gebildete hat kein Problem mit der Fremdartigkeit von Personen oder Philosophien. Er erkennt im scheinbar Fremden, das bereits Bekannte wieder.
Goethe erkannte im Koran die, vom gleichen Ursprung herrührende Wesensverwandtschaft mit unserem Denken.
Darüber hinaus staunen wir über die geradezu prophetischen, wie vorausschauend auf unsere Zeit gemünzten Weisheiten.     

Unter der Überschrift HEGIRE schrieb er:

Nord und West und Süd zersplittern,
Throne bersten, Reiche zittern,
Flüchte du, im reinen Osten
Patriarchen Luft zu kosten, ...

Dort im Reinen und im Rechten,
Will ich menschlichen Geschlechten
In des Ursprungs Tiefe dringen,
Wo sie noch von Gott empfingen
Himmelslehr‘ in Erdensprachen, ...

Wo sie Vaeter hoch verehrten
Jeden fremden Dienst verwehrten; ...


Natürlich, der Hinweis auf den Zerfall der herkömmlichen Ordnungen bezieht sich damals auf die von der französischen Revolution und die napoleonischen Kriege ausgelösten Erschütterungen, aber sie passen erstaunlich gut auch auf unsere Zeit.
Wüsste man nicht um die Unmöglichkeit, so könnte man  das Gedicht für eine Ode an den modernen iranischen Gottesstaat halten. Wird nicht im Iran die durch den Koran vermittelte göttliche Offenbarung im Sinne einer islamischen Republik in eine „Erdensprache“ also eine Vollzugsanleitung für den praktischen Gebrauch im täglichen Leben übersetzt? Ist nicht im Rat der bärtigen Alten als oberste Instanz für politisches Handeln die Verehrung der „Väter“ zu erkennen?
Und sind es nicht die Iraner, die mit der Absage an den amerikanischen Anspruch auf Weltherrschaft jeden fremden Dienst verweigern?
Dafür verdient der Iran unsere Hochachtung.

Man soll mich nicht missverstehen.
Ich propagiere eben so wenig wie seinerzeit Goethe den Gottesstaat auf europäischem Boden. Weder einen islamischen, noch einen katholischen. Die Scheiterhaufen der katholischen Inquisition sind uns genug. Wir sollten darüber hinweg sein.
Mein Credo ist der „Ideale Staat“ der die freie Entfaltung der Religionen zwar duldet, aber weder fördert, noch bekämpft.
Von unserm Nationalhelden Goethe können wir viel lernen.
Von den antiislamischen Hasspredigern nur wie man sich unbeliebt machen kann.  

Karl-Heinz Hoffmann     12.08. 2013



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Roter Halbmond am Band?


Unter den Türken hält sich hartnäckig ein Gerücht. Es wird gemunkelt, ein  „Roter Halbmond Orden“  solle demnächst in Anlehnung an die seinerzeit in Deutschland vom Führer verliehenen blauen Mutterkreuze, in drei Stufen, an gebärfreudige Türkinnen verliehen werden.
Dritte Klasse:  Roter Halbmond auf silbernem Grund. Durchmesser 3,2 cm, am rotsilbernen Band. Tragweise: Oberhalb der rechten Brust. Für Frauen, die mindestens 3 Kinder zur Welt bringen  
Zweite Klasse:  Roter Halbmond auf silbernem Grund: Durchmesser 4 cm mit Spange. Tragweise unterhalb der rechten Brust. Für Frauen die "dem Staat" sechs Kinder schenken.
Erste Klasse: Roter Halbmond in Gold (24 Karat) am rotgoldenen Halsband. Durchmesser 5 cm. Tragweise am Hals. Für Frauen die mehr als sechs Kinder lebend zur Welt bringen.
Der Mutter-Halbmond soll auch den im Ausland lebenden Frauen türkischer Abstammung auf Antrag verliehen werden.
Geheimen Umfragen zufolge wird man jedoch an die in Deutschland lebenden Türkinnen keine Mutter-Halbmonde verleihen können, weil sich deren Gebärverhalten bereits den deutschen Verhältnissen angepasst hat.
In der Türkei wird die 3. Klasse des Ordens voraussichtlich in den nächsten fünf Jahren noch häufig verliehen werden können. Danach wird die Gebärfreudigkeit mit dem Grad der Aufklärung stark zurück gehen.
Die 2. Klasse wird voraussichtlich noch an zehn von hundert Müttern verliehen werden.
Die Verleihung des Mutter-Halbmondes der  ersten Klasse, wird kaum nennenswerte Zahlen erreichen.      
Alles in allem kann gesagt werden, der Führer der großtürkischen Idee wird an den türkischen Frauen scheitern.

Karl-Heinz Hoffmann             09.08.2013


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KANN DER CIA PLEITE MACHEN?


Ihr werdet spontan mit „Nein“ antworten.
Ich hingegen wäre mir da nicht so sicher.
Ihr meint, ein so mächtiges, mit einem ständigen Zufluss von Milliarden und aber Milliarden Dollar gesegnetes und mit schon fast gottähnlichen technischen Möglichkeiten zur globalen Überwachung aller Lebensbereiche ausgestattetes Herrschaftsgebilde könne niemals den Verlust seiner Allmacht erleiden.
Die grundsätzliche Basis der Macht des CIA ist die Wirtschaftskraft der US-amerikanischen Monopolgiganten.  
Die Geheimdienste stehen in einem Dienstleistungsverhältnis mit der parlamentarisch demokratischen Regierung, die wiederum in ihren politischen Entscheidungen von ihren Geldgebern abhängig ist.

Nach außen hin sollte die ursprüngliche Aufgabe der Dienste darin bestehen, den Staat, der sie finanziert zu schützen, indem sie unerkannt Erkenntnisse über Vorgänge beschaffen, von welchen Gefahren für die staatlichen Strukturen und die Bevölkerung ausgehen könnten.
Die Grundhaltung sollte defensiv der Gefahrenabwehr dienen.
Das hat sich längst geändert.
Der CIA ist, begünstigt durch sein Geheimhaltungsprinzip und die immensen finanziellen Möglichkeiten zu einem noch nicht einmal mehr von seinem eigenen Dienstherren in allen Bereichen kontrollierbaren übermächtigen Moloch mutiert.
Der CIA kann über weite Teile der Welt die Meinungsherrschaft ausüben, Kriege inszenieren und rücksichtslos Einzelpersonen aus dem Weg räumen. Dies alles tut er im Interesse der Monopolgiganten, denn die sind die Garanten für die Finanzierung des CIA.  
Bis hierher habe ich niemandem etwas Neues gesagt. Jeder weiß um die Verstrickung von Geheimdienst und Kapital.
Dabei erscheint die Vorstellung, es könne zum Verlust der geheimdienstlichen Macht kommen, bei oberflächlicher Betrachtung als irreal.
Bei genauerem Hinsehen erkennt man die Schwächen des CIA.
Die Macht des CIA wird proportional in dem Maße schrumpfen, wie die Wirtschaftskraft der Vereinigten Staaten schrumpft. Wird weniger Geld erwirtschaftet, muss zwangsläufig das Budget des Geheimdienstes auch schrumpfen und damit wird seine Kreativität eingeschränkt.
Manövriert sich die amerikanische Wirtschaft und damit der Staat in den totalen Bankrott, dann bedeutet das auch das Erlöschen der geheimdienstlichen Allmacht.
Doch daneben schwebt noch ein weiteres Damoklesschwert über dem CIA. Seine Allmacht bezieht er nicht nur aus der finanziellen Basis, sondern auch aus den zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten. Mit anderen Worten, die durch digitale Technik mögliche Erkenntnisbeschaffung ist der Schlüssel zur beinahe schon grenzenlosen Macht über alles und jedes.
Doch genau das ist gleichsam die Achillesferse.
Wenn es professionellen Hackern gelingt, in die gesamte Digitaltechnik weltweit in allen erdenklichen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens nicht nur einzudringen, sondern sie auch zu zerstören, dann wird die Macht des CIA, ja der Geheimdienste schlechthin einschließlich der militärischen Kräfte auf den Nullpunkt zurückgeführt sein.
Und ich habe keinen Zweifel, dass es früher oder später zu dieser Entwicklung kommen wird. Ich halte den Kampf der Hacker gegen die entarteten unheimlichen finsteren Mächte für nicht nur unausweichlich, sondern auch aus moralischen Gründen gerechtfertigt.
So kann doch wenigstens ein Fünkchen Hoffnung aufkeimen.

Karl-Heinz Hoffmann          07.08.2013


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GRÜNER KOHL MIT BRAUNER WURZEL


Was Adolf Hitler einst erdacht
nur Eintopf einmal alle Wochen,
jetzt von den Grünen nachgemacht -
grünes Gemüse  soll‘n wir kochen.

Zwar ist die Wurzel etwas braun
doch notfalls noch zu essen,
ein bisschen schwierig zu verdau’n,
doch wie es kommt wird es gefressen

Der Deutsche frisst ja schließlich alles,
wenn man es mundgerecht serviert,
ob Grüner Unsinn  oder Braunes
er schluckt es runter ungeniert.  


Die Verse beziehen sich auf den jüngsten, an die Bevölkerung gerichteten Appell der Grünen, einmal in der Woche auf den Fleischgenuss zu verzichten und stattdessen einen Gemüsetag einzulegen.
Vorgetragen von Frau Künast.
Damit soll der allgemeine Fleischkonsum in Deutschland eingeschränkt werden, damit die weltweit vorhandenen Ackerflächen besser zur Welternährung ausgenützt werden können als bisher.
Den gut gemeinten Vorschlag in Ehren, aber was sollen wir tun, wenn die Weltbevölkerung die nächste Verdoppelung erreicht hat und auch das Gemüse, trotz weltweitem Fleischverzicht nicht mehr für alle reicht?
Neulich meinte ein Ernährungswissenschaftler allen Ernstes, man sollte auf Insektenzucht setzen. Damit könne pro qm Boden mehr Protein erzeugt werden als über die Rinderhaltung. Um den Ekel überwindbar zu machen, könne man ja die Heuschrecken, Maden und Küchenschaben trocknen, zu Pulver zerstoßen und dann den Speisen beimischen.

Und wieder sage ich und dann?
Was ist zu tun, wenn sich die Weltbevölkerung soweit vermehrt, dass alle auf der Welt produzierbaren Insekten-Proteine nicht mehr zur Ernährung der Menschen ausreichen?
Möglicherweise wird es gar nicht so weit kommen, weil wir schon vorher an Müll verseuchtem Trinkwasser und radioaktiv verseuchten Fischen - wenn es überhaupt in 40 Jahren noch Fische gibt - sterben werden.
Aber wahrscheinlich gehen wir noch früher ein, weil die Luft rund um den Globus durch das Abholzen der Regenwälder zu dünn wird. Wenn die Regenwälder weggeholzt sind, wird nicht mehr genug Sauerstoff produziert. Dann bleibt uns buchstäblich die Luft weg.
Frau Künast meint es sicher gut und vielleicht glaubt sie ja auch an den Nutzen ihrer Vorschläge.
Ganz nebenbei:
Wer kontrolliert, ob Frau Künast im Besonderen und wir alle im Allgemeinen auch wirklich brav den grünen Vorschlägen zur Verbesserung der Welternährungslage Folge leisten?
Ja, richtig die Kontrolle über unsere Essgewohnheiten kann der BND in bewährter Zusammenarbeit mit dem CIA übernehmen. Das wird auf jeden Fall funktionieren.

Es wäre jedoch vernünftiger, wenn die politische Nomenklatura aufhören würde, den infantilen Traum von der Herrlichkeit des ewigen Wachstums zu predigen.
Der Leitsatz für die nächsten Jahrzehnte müsste lauten:
„Seid nicht hemmungslos fruchtbar und mehret Euch nicht grenzenlos, denn der Herr hat die Erde als begrenztes Objekt geschaffen.“

Das Bevölkerungswachstum muss soweit zurückgeschraubt werden, dass die von Mutter Erde nachhaltig und immer wieder nachwachsend erzeugbare Menge an Nahrungsmitteln ausreicht, um a l l e n Erdenbürgern menschenwürdige Lebensumstände garantieren zu können.

Karl-Heinz Hoffmann        06.08.2013



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DAS UNWORT DES JAHRES:
„VERSCHWÖRUNGSTHEORETIKER“


Wer es unternimmt, den finsteren, auf die totale Weltherrschaft abzielenden Mächten die Maske vom Gesicht zu reißen, ja schon, wer sich anschickt, den künstlich über die schwersten Verbrechen gelegten Schleier ein kleines Stück weit zu lüften, wird von den Beschützern des Systems als „Verschwörungstheoretiker“ abqualifiziert.     

Der Einsatz des eindeutig negativ besetzten Begriffes „Verschwörungstheoretiker“ wird von den Verschwörern im Sinne einer Schutzbehauptung eingesetzt:
„Wer behauptet, es gäbe geheime, auf die totale Macht über das globale Geschehen abzielende Mächte, deren Aktivitäten außerhalb der gültigen Rechtssysteme stehen und sich den allgemein gültigen Moralvorstellungen entziehen, kann nicht ganz richtig im Kopf sein. Er ist ein „Verschwörungstheoretiker“. Jemand der unter Realitätsverlust leidet und weiße Mäuse sieht.“
So jedenfalls möchte es das politische Establishment verstanden wissen und es geht dabei soweit, die als „Verschwö-rungstheoretiker“ gekennzeichneten Personen in der geheimdienstlichen Datensammlung unter dem Rubrum „Rechtsextremisten“ einzuordnen.
Es wäre lächerlich, wenn es nicht so traurig wäre.

Bevor wir die abwertende Bezeichnung „Verschwörungstheoretiker“ näher untersuchen, sollten zuerst die zugrunde liegenden Begriffe geklärt werden.
Was ist eine Verschwörung, und was haben wir unter dem Begriff Theorie zu verstehen?

Nach dem allgemeinen Verständnis ist eine Verschwörung der dauerhafte, unter strikter Geheimhaltung stehende Zusammenschluss von Personen, die entgegen den geltenden gesetzlichen Regeln, oder losgelöst von diesen, eine Veränderung der bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse zu Gunsten der eigenen Machterweiterung anstreben.   

Die Gruppe vom 20. Juli darf als allgemein bekanntes Beispiel gelten.
Die Verschwörer-Gruppe um Graf Stauffenberg war streng geheim organisiert.
Ihr Ziel war ein, mit verbrecherischen Mitteln rücksichtslos herbeizuführender Machtwechsel im Staat. Wobei anschließend die Kontrolle des Staates in die Hände der Verschwörer gelangen sollte.
Dabei ging es für die zumeist adligen Verschwörer nicht zuletzt auch darum, die eigenen Besitztümer vor dem Zugriff der roten Armee zu schützen. Es ging ihnen nicht etwa um die Beendigung des Krieges. Die Kampfhandlungen gegen die Sowjetrussen sollten weitergeführt werden.
Dessen ungeachtet wird den Stauffenberg-Verschwörern posthum unterstellt, im Sinne des Volkes gehandelt zu haben.
Wer will, kann das so sehen, doch Tatsache bleibt, dass die Männer des 20. Juli vor heimtückischem Mord nicht zurückschreckten und das Volk in seiner großen Mehrheit keineswegs hinter sich hatten.

Ein weiteres, allgemein bekanntes Beispiel könnten die Protokolle der Weisen von Zion sein, wenn ihre Echtheit erwiesen werden könnte. Diesbezügliche Aufklärung entzieht sich der sachgerechten historischen Forschung. Ich persönlich neige dazu, das Traktat als Fälschung der zaristischen Geheimpolizei anzusehen. In diesem Fall wäre es ein typisches Geheimdienstprodukt zur Vorbereitung von Pogromen gegen die russischen Juden gewesen.

Eine Verschwörung ist nicht das Gleiche wie ein Geheimbund.
Der Unterschied liegt darin, dass ein Zusammenschluss von Personen auch dann zu konspirativem Verhalten gezwungen sein kann, wenn die Zielsetzung moralisch einwandfrei ist, aber von der herrschenden Obrigkeit als unerwünscht betrachtet, und deshalb bekämpft wird; während die Verschwörung in jedem Fall mit illegalen und moralisch nicht vertretbaren Mitteln arbeitet.
Der Geheimbund schützt sich durch Geheimhaltung vor Verfolgung.
Dafür ist der Geheimbund der Illuminaten ein gutes Beispiel.
Die Illuminaten waren eine Geheimgesellschaft, deren Ziel die sittliche und moralische Verbesserung der gesamten Lebensumstände gewesen war.
Dieser Geheimbund wurde seinerzeit von der Obrigkeit rigide verfolgt, obwohl er nichts moralisch Verwerfliches im Programm hatte.

Die Verschwörung muss im Geheimen agieren, weil ihre Ziele unerwünscht und ihre Methoden verbrecherisch sind.   
Der unter der Führung des CIA und des Mossad zusammengefasste Nachrichtenverbund ist nicht nur die größte, sondern auch die effektivste und gefährlichste Verschwörung, die jemals auf Gottes Erdboden ihr Unwesen treiben durfte.
Diese auf Weltherrschaft abzielende Verschwörung stellt in ihrer Perfidie sogar ihren berüchtigten Vorläufer, die katholische Inquisition in den Schatten.
Die Abscheulichkeit der Folterkeller und Scheiterhaufen der heiligen Inquisition finden wir wieder als moderne Variante in Guantanamo, Abu Ghraib, den Verschleppungen von politischen Gegnern in zahlreiche, illegal unterhaltene Gefängnisse und der inzwischen zum Prinzip gewordenen Ermordung unerwünschter Personen durch spezielle Killerkommandos und Drohnen.
Perfekt organisierte Verleumdung und Mobbing-Kampagnen zur Vernichtung missliebiger Personen runden das Repertoire der finsteren Mächte ab.
Das verbrecherische Wirken des längst zur Weltmacht mutierten Geheimdienstverbundes ist keine Theorie, sondern eine Tatsache. Es dürfte kaum ernsthaft bestreitbar sein, dass er alle Merkmale einer Verschwörung aufweist.

Doch was ist eine Theorie?
Theorie ist eine, auf Grund von deutlich erkennbaren Indizien erarbeitete, schlüssig dargelegte Beurteilung realer Sachverhalte.
Eine Theorie ist kein reines Phantasieprodukt.
Der Theoretiker kommt, im Gegensatz zum Mystiker, zur Beurteilung einer Sachlage, indem er sich auf eine Kette von Tatsachen stützt, die er vernünftig bewertet und miteinander in Verbindung bringt. Dabei kann er sich natürlich auch irren. Doch je mehr Fakten zur Beurteilung des Untersuchungsgegenstandes auf dem Tisch liegen, umso näher reicht die theoretische Beurteilung an die Faktenlage heran. Es liegt im Wesen der Theorie, dass sie durch erhöhten Informationszufluss soweit erhärtet werden kann, dass sie schließlich den Charakter der Theorie verliert und zur Gewissheit wird.
Im Falle der CIA könnte das geschehen, wenn wir eines Tages alles erfahren, was Snowden erklären kann.

Wer von den Herrschenden als „Verschwörungstheoretiker“ bezeichnet wird, darf sich geehrt fühlen, weil dadurch klar wird, wie nahe er den geheimen Machenschaften der Verschwörer gekommen ist.

Karl-Heinz Hoffmann        04.08.2013

Übrigens meine ich, Deutschland sollte unabhängig und neutral werden.


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Freihandelszone mit den USA?


Die Amerikaner sind an der Schaffung einer Freihandelszone mit der europäischen Union interessiert.
Das ist verständlich, weil sich die zu erwartenden positiven Ergebnisse des Handelsabkommens einseitig zu Gunsten der USA auswirken würden.  
Das geplante Handelsabkommen würde eine Bevorzugung des amerikanischen Marktes gegenüber den restlichen Ländern der Welt darstellen.
Das Fernhalten nicht amerikanischer, außereuropäischer Waren vom europäischen Markt würde zwangsläufig unseren auf Gegenseitigkeit beruhenden weltweiten Handelsbeziehungen enormen Schaden zufügen.
Zu den relativ schnell wirksam werdenden rein kommerziellen Verlusten, die sich in Euro und Cent beziffern lassen, gäbe  es noch sehr viel zu sagen.

Doch ich möchte bei der Frage nach dem Nutzen oder Schaden als Folge der angestrebten Freihandelszone auf einen ganz anderen, mir viel wichtiger erscheinenden Gesichtspunkt abheben.
Der amerikanische Wunsch nach besonderen, vertraglich geschützten Handelsbeziehungen erwächst aus der Erkenntnis, dass es mit der Wirtschaft der Vereinigten Staaten ständig unaufhaltsam bergab geht. Die Amerikaner wollen sich mit Verträgen Absatzmärkte sichern, die sie nach den Gesetzen der freien Marktwirtschaft nicht dominieren können. Wir können mühelos den Hilfeschrei einer todgeweihten Weltmacht erkennen.
Und ich denke noch an etwas ganz anderes.
Im Laufe der nächsten zwanzig Jahre wird nichts so bleiben wie es ist.
Die Globalisierung der Handelsbeziehungen wird sich in der derzeitigen Form und Ausdehnung nicht aufrechterhalten lassen.
Die künftigen Wirtschaftsbeziehungen werden immer mehr von der Länge, oder besser gesagt von der Kürze der Transportwege bestimmt sein.
Aus diesem Grunde wird der Warentransport über den Atlantik unrentabel werden. Irgendwann wird man die Sinnlosigkeit erkennen müssen, die darin besteht, Waren vom anderen Ende Welt nach Europa zu schaffen, obwohl die gleichen Güter an Ort und Stelle, oder doch wenigstens in der Nähe der Verbraucher erzeugt werden können.
Dazu kommen noch die Probleme der Umweltverschmutzung. Die Weltmeere sind jetzt schon viel zu stark mit Abfallstoffen belastet. Es wird Zeit, die Verseuchung der Ozeane zu stoppen.  

Würde ein Freihandelsabkommen mit unserem unmittelbaren Nachbarn Russland ins Auge gefasst, könnte das vielleicht sinnvoll sein. Eine Freihandelszone mit einem Partner auf der anderen Seite des Atlantiks würde nur kurzfristig den Amerikanern Nutzen bringen und längerfristig nicht praktikabel sein. Jedenfalls nicht ohne erhebliche Verluste für die Europäer.
Man muss auch daran denken, dass die Kündigung eines langfristig abgeschlossenen Vertrages große Probleme mit sich bringen würde.

Aus alledem folgt, dass der Freihandelsvertrag im Interesse der deutschen Bevölkerung nicht realisiert werden dürfte.
Wir können unsere Regierung nicht hindern, ungünstige Verträge abzuschließen, aber wir können dem amerikahörigen, politischen Establishment unser Stimme beim nächsten Wahlgang verweigern. Nicht irgendeiner Partei, sondern allen Systemparteien sollten wir die rote Karte zeigen. Denn alle werden im Grundsatz das Gleiche tun, sobald sie an die Schalthebel der Macht gelangen.
Das ist die einzige Form des legalen gewaltlosen Widerstandes die uns bleibt.   

Karl-Heinz Hoffmann     18.07.2013


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Friedrichs Nullnummer


Minister Friedrichs durfte wieder einmal auf Kosten der deutschen Steuerzahler eine schöne Dienstreise nach Amerika machen.
Welche Erwartungen können wir an diese Reise knüpfen?
Konnten wir annehmen, dass sich die Amerikaner für die krankhafte Neugier ihrer Dienste bei den Deutschen entschuldigen?
Ganz sicher nicht. Es war doch von vorneherein ersichtlich, wie man in den USA auf das Lamento eines deutschen Quislings reagieren würde.
Friedrichs konnte sich nur lächerlich machen. Soviel war klar. Doch ebenso klar ist auch, dass die Herrschaften von der Opposition, die Friedrichs Bemühungen um ein halbwegs annehmbar wirkendes Resultat lautstark als Nullnummer bezeichnen, auch kein anderes Ergebnis mit nach Hause gebracht hätten, wenn sie an seiner Stelle gewesen wären. Von der Oppositionsbank her kann man leicht aufmaulen, wenn die Regierungspartei vor dem übermächtigen Freund Amerika in die Knie geht. Wird die Oppositionspartei selbst zur Regierungspartei muss auch sie wie alle Vorgänger und künftigen Nachfolger auf der Regierungsebene jede amerikanische Schandtat mittragen und wenn nötig auch verherrlichen.
Wer in Deutschland zur Wahlurne geht, wählt immer und in jedem Fall eine Partei, die ganz zwangsläufig den Direktiven der USA folgen muss. Die Erkenntnis, dass unsere demokratischen Parteien unüberwindbaren Sachzwängen folgen müssen, macht die Sache nicht besser.
Da der Wähler mittelbar auch für die Handlungsweise der Parteien mitverantwortlich wird, lautet meine Empfehlung: Bleibt weg von der Wahlurne!

Unser grundsätzlicher Wahlspruch muss lauten:“Los von Amerika!“
Die derzeitigen Repräsentanten der Bundesregierung meinen: Das amerikanische Ausspähungsprogramm hätte immerhin weltweit 45 Terroranschläge verhindern können. Davon 25 in Europa und 5 in Deutschland.

Da schließen sich einige Fragen an:

1.
Wie viele dieser „vereitelten“ Anschläge waren selbstgelegte Windeier?

2.
Wer hat die  9 Sprengstoffanschläge in Luxemburg zu verantworten?

3.
Wer hat den Anschlag auf dem Oktoberfest in München zu verantworten?

4.
Wie viele Terroranschläge insgesamt hat der CIA weltweit selbst geplant und verübt, oder verüben lassen?  

Die Datensammlungen der finsteren Mächte dienen nicht etwa nur der Gefahrenabwehr, sondern ganz besonders auch der Vorbereitung und Durchführung von Terrorakten deren Resultate der Beförderung amerikanischer  Interessen  dienlich sind.
Wer sich unbedingt lächerlich machen möchte, kann behaupten, CIA und Mossad würden niemals Sprengstoffattentate und illegale Hinrichtungen inszenieren.

Karl-Heinz Hoffmann 13.07.2013



Im Übrigen bin ich der Meinung, Deutschland sollte unabhängig und neutral sein.


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Mai 2013
Spinnst Du eigentlich?
Der präparierte Zeuge
Welchen Wert haben die Analysen des BND?
Offener Brief an alle jüdischen Gemeinden in Deutschland
Die Wahrheit, was ist das?
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Spinnst Du eigentlich?
http://juergenelsaesser.wordpress.com/2012/10/11/spinnst-du-eigentlich-erdogan/

Jürgen Elsässer hat das Verhalten des türkischen Staatschefs Tayyip Erdogan in einem offenen Brief scharf kritisiert und bei dieser Gelegenheit den israelischen Scharfmacher Netanjahu gleich mit durch den Kakao gezogen. Der literarische Stil mag etwas grenzwertig sein, aber inhaltlich ist die Kritik berechtigt. Ich fand das volkstümlich abgefasste Schreiben belustigend und mutig zugleich. Nicht jeder wagt sich ein Raubtier an der Nase zu zupfen.
Vielleicht hören wir ja in Zukunft öfter mal was Volkstümliches von Jürgen Elsässer. Längst fällig wäre ein offener Brief mit der Überschrift:   

Angela spinnst Du eigentlich?

Man sollte die Frage aufwerfen, was sich unsere Kanzlerin eigentlich dabei denkt, wenn sie unentwegt Wachstum predigt? Ist sie wirklich so doof, dass sie nicht erkennen kann, dass sie ein Wachstum zum Tode propagiert?
Was denkt sie, wenn sie weiter die Zuwanderung aus aller Herren Länder befürwortet? Denkt sie überhaupt etwas dabei?
Und was geht im Hirn der ehemaligen FDJlerin vor, wenn sie dafür sorgt, dass wir uns an der Seite der ewigen Kriegstreiber an Raubkriegen beteiligen?
Was denkt sie, wenn sie das deutsche Volksvermögen in bodenlosen Fässern verschwinden lässt?
Vielleicht ist volkstümlich abgefasste Kritik besser geeignet, unser politisches Establishment zum Nachdenken zu bringen, als schlichte, höflich verfasste Sachlichkeit?
Man sollte nicht nur dem Volk aufs Maul schauen, sondern auch den Zynikern der Macht gelegentlich, volkstümlich direkt und ungeschminkt das Maul mit deutlichen Worten stopfen.

Karl-Heinz Hoffmann       29.05.2013

Übrigens meine ich, Deutschland sollte unabhängig und neutral werden


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Der präparierte Zeuge


Die Zeugenaussage ist von allen Beweismitteln das Schlechteste. Jedenfalls aus der Sicht derjenigen Rechtswahrer, die sich um nichts anderes als die Wahrheit bemühen.
Aus der Sicht der Strafverfolgungsbehörden sieht die Sache anders aus. Für sie ist der willfährige, beeinflussbare Zeuge oft die letzte Rettung, ein Strafverfahren im Sinne einer sachlich unzureichend begründeten Anklageschrift erfolgreich zu Ende zu bringen. Liegt die Anklageschrift erst einmal auf dem Tisch, dann geht es nicht mehr um Unschuld oder Schuld, sondern primär um Sieg oder Niederlage der Kontrahenten.       
In jedem Prozess, dem von den Medien, den politischen Instanzen und demzufolge auch der Öffentlichkeit besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird, treten erfahrungsgemäß falsche Zeugen auf.
Dabei haben die falschen Zeugen unterschiedliche Beweggründe für ihr unehrliches Verhalten. Geltungsbedürfnis spielt eine Rolle, aber ein wesentlich stärkeres Motiv ist Feigheit und Angst.
Besonders bei Staatsschutz und Tötungsdelikten kann die Angst von den Vernehmungsspezialisten der Landeskriminalämter künstlich erzeugt werden.
Unbedeutende Randfiguren einer beschuldigten Gruppe werden in Haft genommen und mit dem § 129a (Bildung einer terroristischen Vereinigung) und der vorgegebenen Wahrscheinlichkeit einer sehr langen Haftstrafe konfrontiert.
Zunächst gleicht die erste Verhaftungswelle einem Fischzug in trübem Gewässer. Schnell haben die erfahrenen Ermittler herausgefunden, welche Personen für ihre Zwecke geeignet sind.
Auf den Inhaftierten lastet ein schier unerträglicher Druck. Ein junger unerfahrener Mensch, der selbst kaum oder überhaupt keinen Anteil am Geschehen der beschuldigten Gruppe hat, versteht nicht, warum er in Haft genommen wurde und er versteht noch weniger, dass er mit in den Strudel Vernichtung hineingezogen werden soll. Diese künstlich erzeugte Hoffnungslosigkeit ist die wichtigste Voraussetzung, die inhaftierte Randfigur zum Kronzeugen aufzubauen.
Der Zeuge gerät in eine Situation, in der er sich alles von der Gunst seiner Vernehmer erhofft.
Hat er noch in seiner ersten Vernehmung kaum etwas Belastendes zu Protokoll gegeben, so ändert sich sein Aussageverhalten langsam aber sicher im Laufe unzähliger Vernehmungen.
Am Ende steht die Aussage, durch mehrere protokollierte Nachvernehmungen dokumentiert, so wie es der Zielstellung der LKA-Spezialisten entspricht.
Immer wieder wird dem Zeugen gesagt: „Das was sie bisher ausgesagt haben, reicht noch nicht. Wenn Sie hier raus wollen, dann müssen Sie uns schon alles sagen, was Sie wissen.“
Der Zeuge versteht, was man von ihm verlangt, aber er weiß einfach nicht genug.
Das LKA schafft Abhilfe.
Was der Zeuge nicht weiß, wird ihm durch geeignete Vorhalte bekannt gemacht. Dadurch ist der Zeuge im Bilde. Er weiß nun, was verlangt wird. Er braucht sich nur noch „erinnern“. Wenn seine Erinnerungen an die Vorhalte endlich mehrfach protokolliert werden konnten, wird der gefügige Zeuge aus der Haft entlassen.
Fürchtet man, er könnte auf freien Fuß gesetzt, in sich gehen und eventuell später, wenn er seine Aussage vor Gericht wiederholen soll, umfallen, dann bleibt er vorsorglich mit einer Klage am Hals in Haft.
Die Untersuchungshaft ist nach Recht und Gesetz nur zulässig um der Fluchtgefahr oder Verdunklungsgefahr zu begegnen. Als Beugemittel ist sie unzulässig, aber genau zu diesem Zweck wird sie in den meisten Fällen verhängt.
Wenn es nur nach Recht und Gesetz ginge, dann dürfte Beate Zschäpe nicht in Untersuchungshaft sitzen.
Ihr kann weder Verdunklungsgefahr noch Fluchtgefahr unterstellt werden. Sie hat sich selbst bei der Polizei gestellt. Ja sie hat sogar förmlich darum gebeten, verhaftet zu werden. Ihre Inhaftierung ist rechtlich höchst bedenklich, besonders auch im Hinblick auf die dürftige Beweislage.
Im Prozess gegen Beate Zschäpe werden präparierte Zeugen eine zentrale Rolle spielen.
Ich werde nie vergessen, wie ein italienischer Untersuchungsgefangener einmal zu mir sagte: „Ein präparierter Zeuge, er ist sehr gefährlich. Er ist so gut präpariert, er vergisst noch nicht einmal ein Komma.“

Wie bringt man einen falschen Zeugen zu Fall?
Leider gelingt das nicht immer. Es wird viel auf die Beharrlichkeit, die Vernehmungsstrategie und Taktik ankommen.
Wenn vor Gericht ein gut einstudiertes Lügengebäude vorgetragen wird, dann gibt es unter den Prozessbeteiligten nur zwei Personen, die über Wahrheit und Lüge Bescheid wissen. Die angeklagte Person und der falsche Zeuge. Alle anderen müssen sich auf ihre Menschenkenntnis und ihr Beurteilungsvermögen verlassen.
Es wird sehr darauf ankommen, ob der Verteidiger von der Unschuld seines Mandanten überzeugt ist oder nicht.
Ist er davon nicht überzeugt, dann wird er an den Zeugen kaum Fragen stellen. Er wird froh sein, wenn der Belastungszeuge wieder entlassen ist.
Ist er aber von der Unschuld seines Mandanten überzeugt, dann wird er den falschen Zeugen in die Mangel nehmen. Und wenn er ein guter Rechtsanwalt ist, dann wird er nicht müde werden, so lange zu fragen bis die falsche Zeugenaussage erschüttert ist.
Ich habe selbst erlebt, wie ein sehr glaubwürdig wirkender, präparierter Zeuge erst nach 22 Tagen seine Glaubwürdigkeit im Verhör verloren hat.
Der Verteidiger sollte sich schon im Vorfeld der Gerichtsverhandlung mit der Falschaussage intensiv befassen. Das künstliche Erzeugen einer Belastungsaussage ist in der Regel ein über Wochen hinweg anhaltender Prozess. Die ersten Aussagen unterscheiden sich von den letzten.
Das praktische Vorgehen:
Zuerst geht man die Sache statistisch an.
Man stellt die Anzahl der einzelnen Vernehmungen fest.
Dann die Dauer jeder einzelnen Vernehmung.
Den quantitativen Umfang der Protokolltexte.
Aus der Dauer der Vernehmungen wird unter anderem auch die Stressbelastung des Zeugen deutlich.
Am wichtigsten sind die Vorhalte, soweit sie überhaupt protokolliert wurden.
Ebenso wichtig sind natürlich die unvermeidlichen Widersprüche, die es herauszuarbeiten und aufzulisten gilt.
Mit den Widersprüchen kann der Zeuge in der Hauptverhandlung konfrontiert und erschüttert werden.
Das Aushebeln einer Falschaussage ist ein schweres Stück Arbeit, für deren Erfolg es leider keine Garantie geben kann. Der falsche Zeuge weiß natürlich auch, dass es für Ihn nicht ungefährlich ist, wenn er von der Unwahrheit Abstand nimmt und vor Gericht die Wahrheit sagt. Ihm muss klar gemacht werden, dass eine Falschaussage bei der polizeilichen Vernehmung unbedeutend ist im Vergleich zu einer Falschaussage vor Gericht.

Karl-Heinz Hoffmann    29.05.2013


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21.05.1013

Offener Brief
an alle jüdischen Gemeinden in Deutschland


Anlässlich einer Gedenkfeier für die Opfer des britischen Bombenterrors in Dresden während des zweiten Weltkrieges, war von einer Antifa-Gruppierung eine außerordentlich geschmacklose Gegendemonstration organisiert worden.
Wie ein im Netz veröffentlichtes Foto zeigt, hatten sich ca. 130 Personen in kaum überbietbarem Zynismus hinter ein Transparent mit einer nicht nur geschmacklosen sondern auch Hass erzeugenden Parole gestellt:

„Alles Gute kommt von oben!“
„Dem deutschen Opfermythos offensiv entgegen treten.“



http://www.allmystery.de/i/t738e35_0.jpg


Die menschenverachtende Hassparole könnte vielleicht als Entgleisung einiger nicht ernst zu nehmender Anarchos übersehen werden, wenn die Demonstranten-Gruppe nicht mit einer israelischen Nationalflagge aufgetreten wäre.   
Natürlich war das Ziel der Demonstranten, nicht etwa das Judentum, sondern die Deutschen zu verhöhnen, aber die Wirkung geht eindeutig in die entgegengesetzte Richtung. Dem Betrachter muss sich zwangsläufig der Eindruck aufdrängen, es handele sich um eine jüdische, gegen die deutsche Bevölkerung gerichtete Provokation.
Es entsteht der Eindruck, die Juden würden sich die Ausrottung der Deutschen wünschen.
Das erzeugt unweigerlich Risches.
Es kann aber unmöglich im Interesse der jüdischen Gemeinden liegen, das Wiederaufleben des Antisemitismus zu fördern. Natürlich sind mir die Teilnehmer an dieser menschenverachtenden, antideutschen Demonstration nicht bekannt, aber ich möchte wetten, dass sich kein einziger Jude unter ihnen befand. Derartige Verirrungen werden in der Regel von „ethnischen Deutschen“ inszeniert, die krampfhaft jüdischer sein wollen, als die Juden selbst und damit, wie im hier vorliegenden Fall großen Schaden zum Nachteil der versöhnungsbereiten jüdischen Deutschen anrichten.
Kein Jude der in Deutschland leben möchte, kann sich eine antisemtische Stimmung im Lande wünschen.

Es ist jetzt Sache der jüdischen Instanzen, rechtliche Schritte gegen die Verantwortlichen und die Teilnehmer der geschilderten Antifa-Demonstration einzuleiten.
Rechtliche Ahndungen von Vorkommnissen solcher Art sind notwendig, wenn der Gedanke der Aussöhnung von Juden und Deutschen nicht unter die Räder kommen soll.
Aus ihrer Reaktion wird sich ablesen lassen, wie ernst es Ihnen mit dem Aussöhnungsgedanken ist.

Karl-Heinz Hoffmann      

Übrigens bin ich der Meinung Deutschland sollte unabhängig und neutral werden



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21.05.2013
Die Wahrheit? Was ist das?

Auf Anhieb, möchte man den Begriff „Wahrheit“ als etwas Absolutes, Unteilbares verstehen.

Die Wahrheit als unverfälschte mündliche, oder schriftliche Wiedergabe der Wirklichkeit, oder die ehrliche ungeschminkte Erläuterung eigener Gedankengänge.
Nur wer das tatsächlich Geschehene selbst ungetrübt wahrnehmen konnte, oder wer von seinen eigenen Gedanken spricht, ist in der Lage, von der Wahrheit zu reden. Ob er das tut, ist eine andere Frage. Es wird vornehmlich auf seine jeweilige Interessenlage ankommen.
Wer zu Geschehnissen, die er nicht selbst erlebt oder miterlebt hat, oder zu Gedankengängen Anderer Erklärungen abgibt, kann nur persönliche Einschätzungen und Vermutungen äußern.
Von der Wahrheit kann er nicht reden.   

So gesehen würde der Begriff „Wahrheit“ etwas Absolutes bezeichnen. Nämlich die inhaltlich absolute Gleichheit von Wirklichkeit und wahrnehmbarer Darstellung.
Das ist die philosophische Definition.

Doch der Begriff „Wahrheit“ lässt sich auch auf andere Weise definieren. Damit meine ich nicht das Gerede von den vielen Wahrheiten die sich je nach Standpunkt und Blickwinkel voneinander unterscheiden. Diese Sichtweise kennzeichnet nur die Verfälschung realer Geschehnisse durch subjektive Bewertung. Mit Wahrheit hat das nichts zu tun, sondern nur mit dialektisch vorgetragener Interessenvertretung.
Nein, ich meine etwas anderes.
Ich möchte den Unterschied zwischen der richtig wahrgenommenen und korrekt wiedergegebenen Wirklichkeit und der, leider nur allzu oft, irrealen juristischen „Wahrheit“ aufzeigen:
Die reale, den tatsächlichen Geschehnissen exakt entsprechende „Wahrheit“ kann der „juristischen Wahrheit“ ganz oder teilweise entsprechen. Muss aber nicht.
Die „juristische Wahrheit“ kann durchaus im krassen Wiederspruch zur Wirklichkeit stehen.
Mit anderen Worten, die „juristische Wahrheit“ kann die Unwahrheit sein. Lügen und Fehleinschätzungen können die Grundlagen der „juristischen Wahrheit“ sein. Einer Wahrheit, die im Rahmen der gesellschaftlichen, zwischenmenschlichen Beziehungen eine weitaus größere Bedeutung erlangen kann, als die schlichte, wirklichkeitskonforme Wahrheit. Ja das Verkünden der Wahrheit kann sogar zum Straftatbestand und zum tragischen Verhängnis für den aufrichtigen Zeugen werden, wenn die „juristische Wahrheit“ dagegen steht.
Die „juristische Wahrheit“ ist die in einem Gerichtsverfahren festgestellte und rechtskräftig gewordene Einschätzung eines Gerichtskollegiums. Sie kann falsch oder richtig sein. Mit der Erlangung der Rechtskraft wird sie jedenfalls für alle Mitglieder der Gesellschaft rechtsverbindlich.
Man darf einen Lügner nicht ungestraft Lügner nennen, wenn das Gericht Kraft seines Amtes festgestellt hat, dass er nicht gelogen hat. Umgekehrt darf man den Ehrenhaften einen Lügner nennen, wenn das Gericht zu der Überzeugung gekommen ist, dass er lügt und diese Überzeugung in einem rechtskräftigen Urteil seinen Niederschlag gefunden hat.

Diese groteske Situation wird durch das folgende Beispiel deutlich:
Sechs Personen sollen vor Gericht in einem Strafprozess zu einem Sachverhalt aussagen, der jedem der sechs Zeugen bekannt ist. Die Zeugen werden vom Gericht über die Folgen einer Falschaussage belehrt und unter Eid gestellt.
Einer gemeinsamen Interesselage entsprechend, geben fünf Zeugen übereinstimmend wahrheitswidrige Erklärungen ab. Ihre Aussagen sind übereinstimmend, weil sie sich vorher genau abgesprochen haben, oder weil sie durch polizeiliche Vorhalte auf Übereinstimmung präpariert sind. Nur ein einziger Zeuge bekundet die Wahrheit.
Das Gericht ist von der inhaltlichen Übereinstimmung der fünf falschen Zeugenaussagen beeindruckt, hält sie deshalb irrtümlich für wahr und stützt das Urteil auf die Unwahrheit. Nun folgt die Tragödie. Sobald das Fehlurteil Rechtskraft erlangt, wird die Unwahrheit zur „juristischen Wahrheit.“ Das kann zu Folge haben, dass nun der ehrliche Zeuge wegen Falschaussage oder Meineid vor Gericht gestellt wird, denn er hat ja nach Meinung des Gerichtes die Unwahrheit ausgesagt. Die Fehleinschätzung des Gerichtes gilt rechtlich als unumstößlich wahr, auch wenn sie falsch ist.
Würde ich in einem Strafverfahren, bei dem Falschaussagen zu erwarten sind, als Zeuge vor Gericht geschleppt, dann würde ich die Aussage verweigern und notfalls ein paar Monate Beugehaft hinnehmen. Das ist immer noch besser als die Wahrheit zu sagen, und Gefahr zu laufen, dafür wegen Meineid jahrelang ins Gefängnis zu gehen.

Karl-Heinz Hoffmann   

Übrigens meine ich Deutschland muss unabhängig und neutral werden.

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Mai 2013
Das "Gladio"-Phantom
Gigantische Hasskulisse
Gerhart Baums unverschämtes Geschwätz
Mindestlöhne und Höchsteinkommen
Müllerzeuger - Müllsammler - Müllverwerter
Buchwerbung: Die Oktoberfestlegende
Daniele Ganser: Nato-Geheimarmeen in Europa
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April 2013
Aufruf zum Wahlboykott


13.05.2013

Das „Gladio“-Phantom

 
Daniele Ganser hat dem Phänomen der angeblich NATO gesteuerten „Geheimarmeen“ ein dickes Buch gewidmet. Auf 441 Seiten hat er fleißig zusammengetragen, was er zu diesem Thema finden konnte. Gefunden hat er eine Vielzahl von Quellen, die auf das Vorhandensein von sogenannten „Stay-behind“-Gruppen hinweisen, deren Aktivitäten er in elf europäischen Ländern vermutet und die er unter dem Begriff „Gladio“ zusammenfasst.
Doch das Quellenmaterial ist streckenweise nur unscharf formuliert und hat oft nur den Wert unbewiesener Vermutungen.
Ich will Daniele Gansers Arbeit nicht kommentieren, soweit sie sich mit den Verhältnissen in europäischen Ländern außerhalb der Bundesrepublik Deutschland befasst.
Dazu kenne ich die nationalspezifischen Gegebenheiten zu wenig und ich habe keine Kenntnis von diesbezüglich relevanten beweisfähigen Tatsachen. Ich will gerne einräumen, dass es in Italien, wo auch der Begriff „Gladio“ entstanden sein mag, tatsächlich staatlich gelenkte Terrorgruppen außerhalb der regulären Organe gegeben hat oder vielleicht auch noch gibt, auf die der Begriff „Gladio“, wie er im Sinne Gansers verstanden wird, anwendbar ist.
Diese Einschätzung wird durch die Bemerkungen des ehemaligen Mossad-agenten Victor Ostrovsky gestärkt. Er schildert in seinem Buch „Geheimakte Mossad“ die Benutzung italienischer „Gladiogruppen“ für israelische Zwecke. Auch was Ganser über „Stay-behind“-Gruppen in Belgien, Luxemburg und der Türkei schreibt, erscheint nach vollziehbar und wird im Wesentlichen ebenfalls von Ostrovsky bestätigt.
Soweit Daniele Ganser jedoch auf deutsche Verhältnisse abhebt, kann ich ihm nicht folgen.
Von der NATO organisierte, finanzierte und bewaffnete Gladio-Truppen außerhalb der regulären Streitkräfte und dann noch aus rechtsextremen, nationalsozialistischen Kreisen rekrutiert, sind nichts weiter als ein Phantasieprodukt.
Wenn wir im Zusammenhang mit Terroranschlägen von irregulären „Stay behind Gruppen“ reden, die NATO-Kreisen zugerechnet werden sollen, dann bewegen wir uns ohnehin auf vernebeltem Gebiet. Erst wenn NATO mit BND, CIA und Mossad übersetzt wird, kommen wir der Sache näher.
Von Victor Ostrovsky wissen wir, dass BND-Agenten den Mord an Uwe Barschel im Zusammenspiel mit dem Mossad organisiert haben. Es ist naheliegend, dass wir es nicht mit einem Einzelfall zu tun haben.
Wenn BND, MAD oder deren innerhalb des militärischen NATO-Betriebes geheim wirkende Seilschaften Terrorakte planen, durchführen oder zur Planung oder Durchführung Beihilfe leisten, dann geschieht es immer im gewussten und gewollten Zusammenhang mit den ausländischen Geheimdiensten, in deren Sold die Seilschaften stehen.
Alleingänge auf europäisch nationaler Ebene sind nicht vorstellbar.
Deutsche Gladio-Truppen nach den Beurteilungskriterien Daniele Gansers - das bedeutet in erster Linie rekrutiert aus rechtsextremistischen Kreisen - existieren auf deutschem Boden ganz sicher nicht. Sie existieren deshalb nicht, weil ihr Vorhandensein niemals mit den Interessen der ehemaligen Feindmächte in Einklang gebracht werden könnten. Ganz zu schweigen von den Interessen der deutschen Quislinge.    
Die deutsche Rechte ist anders als die italienische oder belgische. Bei Italienern und Belgiern war die zur Gründungszeit im kalten Kriege erforderliche antikommunistische Haltung auf ihre katholisch-religiöse Grundhaltung zurückzuführen. Das soziale Element überließen sie den Kommunisten.
Anders in Deutschland. Der deutsche Rechtsextremist ist in der Regel sozialistisch, wenngleich auch „nationalsozialistisch“ geprägt. Er träumt von der Auferstehung des Dritten Reiches nach nationalsozialistischem Muster. Und genau das ist vollkommen unvereinbar mit den Interessen der ehemaligen Feindmächte, die ihre Herrschaft mit Hilfe ihrer Dienste aufrecht erhalten wollen. Nichts käme ungelegener als eine Widerbelebung des Nationalsozialismus, oder des deutschen Reichsgedankens.
Bewaffnete rechtsextremistische Untergrundarmeen oder auch nur Kleingruppen sind das Letzte was sich CIA und Mossad wünschen könnten. Am Ende würden die Bestrebungen der Nationalsozialisten immer auf einen Befreiungskampf vom „Joch der Fremdherrschaft“ hinauslaufen. Das aber kann nicht im Interesse der finsteren Mächte liegen.
Tatsächlich ist der Beweis für die Richtigkeit meiner Einschätzung im Laufe der Jahre oft genug durch diverse ministerielle und gerichtliche Entscheidungen erbracht worden.
So wurde im Jahre 1970 die rechtsradikale, bewaffnete Geheimorganisation EBF Europäische Befreiungsfront, verboten.
Am 11. Oktober 1972 wurde die „Nationalsozialistische Kampfgruppe Großdeutschland“ zerschlagen.
(Quelle: Verfassungsschutzbericht 1972, Seite 36)

In das Innenleben der NSKG konnte ich mir später Einblick verschaffen, weil ich zwei ehemalige Mitglieder dieser Organisation kennenlernte und einen davon, nach dessen politischem Abstinenzversprechen, in die WSG auf genommen hatte.
Deren Aussage zufolge war es das Ziel der NSKG im Fall einer russischen Invasion in kleinen bewaffneten Gruppen hinter den Frontlinien mit Störaktionen zu agieren. Den bundesdeutschen Staatsorganen standen die NSKG-Mitglieder zwar latent ablehnend aber keineswegs hasserfüllt gegenüber. Sowohl die EBF als auch die NSKG hätten im Sinne der Einschätzung Daniele Gansers bestens zur Verwendung als Gladio-Truppe geeignet sein müssen.
Stattdessen wurden die Gruppen verboten und auch wegen ihrer Bewaffnung vor Gericht gestellt.
Im Übrigen wird auch aus der Art der Bewaffnung deutlich, dass kein staatliches oder überstaatliches Sponsoring vorlag. Die von der NSKG beschlagnahmten Waffen sind deutlich als Sammelsurium aus Sammlerbeständen erkennbar. Eine Ausrüstung aus NATO-Beständen würde anders aussehen. (Siehe Abb.: Verfassungsschutzbericht 1972, Seite 50)     
Fazit: Das von Daniele Ganser entworfene Gespenst deutscher „Stay-behind“-Organisationen mit ideologisch rechtslastigem Personal hat keinerlei Bezug zur Realität.
Dass man gelegentlich auch noch die von 1973 bis zum 30. Januar 1980 in Deutschland aktive WSG verdächtigt, fremden Mächten zu Diensten gewesen zu sein, ist die Spitze der Absurdität. Aber es liest sich einfach zu gut, als dass man darauf verzichten könnte.

Karl-Heinz Hoffmann     

Übrigens meine ich Deutschland muss unabhängig und neutral werden.



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07.05.2013

Gigantische Hasskulisse

Das deutsche Volk befindet sich in einer unerträglichen Situation.  
Die finsteren Mächte haben systematisch über Jahrzehnte hinweg eine perfekte Zersetzungsarbeit geleistet.
Man hat es verstanden, mit dem ewigen Parteiengezänk die Volksgemeinschaft auseinander zu dividieren.
Jeder ist jedermanns Feind.
Die unversöhnlichen Angriffe der letzten Zeit gegen alles was rechts ist sind bei oberflächlicher Betrachtung nicht zu verstehen. Doch sie kommen nicht von ungefähr. Ich wurde in den vergangenen Monaten, nach der Eröffnung der NSU-Kampagne und dem Wiederaufleben der NPD-Verbotsanstrengungen oft gefragt, warum jetzt?
Dass wir mit unseren nationalen Vorstellungen beim Establishment nicht erwünscht sind, wissen wir, aber warum ausgerechnet jetzt? Was ist jetzt anders als zuvor, als man uns zwar permanent geschmäht hat, aber sonst einigermaßen in Ruhe ließ?
Die Antwort auf diese Fragen fiel mir schwer, weil ich mich über dreißig Jahre aus dem gesellschaftspolitischen Leben ausgeklinkt hatte. Ich hatte mein Ohr nicht mehr am realpolitischen Geschehen der Bundesrepublik.  
Gestern hatte ich Gelegenheit, im Fernsehen eine stundenlange Sendung über die Gesamtentwicklung der rechten Szene nach der Wiedervereinigung auf gesamtdeutschem Boden zu sehen. Da wurde mir einiges klar.
Die Entwicklung der rechten Szene muss unseren herrschenden Kreisen, besonders jetzt, nachdem der wirtschaftliche Bankrott als unausweichlich erkannt wird, äußerst bedrohlich erscheinen. Die Rechte hätte, vorausgesetzt sie könnte sich einen, die Personalstärke und den Elan um dem Establishment nach dem Staatsbankrott und den darauf folgenden Unruhen auf der Straße besonders wirksamen Widerstand entgegen zu setzen.
Ich sage sie „hätte“ nicht sie hat. Ich rede im Konditional, weil die nationale Bewegung von kontraproduktiven, nicht mehr in unsere Zeit passenden Vorstellungen geschwächt ist.
Das Establishment und besonders die ausländischen Kräfte sehen das anders. Sie trauen, im Gegensatz zu mir, der deutschen Rechtsbewegung mehr Schwung und politische Schlagkraft zu, als es der Wirklichkeit entspricht.
Die nationale Bewegung macht sich unnötig Feinde, wo sie hätte Freunde gewinnen können.
Diesen Fehler werden die Rechten nach meiner Einschätzung auch nicht so schnell revidieren.
Deshalb wird die deutsche Rechte weiterhin kraftlos bleiben und in geheimen Zirkeln ihr Sektendasein pflegen.
Was aber lässt die „Rechte“ in den Augen des Establishments so gefährlich erscheinen?
Um das zu verstehen, muss man sich die Bilder von den Aufmärschen ansehen. Die rechte Bewegung ist zwar zerstritten, aber sie tritt oft gemeinsam auf und sie wirkt Furcht einflößend, weil sie in der Masse aus jungen kampfbereiten Männern besteht.
Wäre die nationale Bewegung von einem modernen zeitgemäßen Nationalgedanken und nicht von der veralteten Vorstellung von einer theoretisch erträumten aber nie vorhanden gewesenen „Blutsgemeinschaft“ getragen, dann wäre sie in ihrer Schlagkraft wesentlich bedeutender. Mit anderen Worten, der engstirnige Rassegedanke und der ausschließlich nach rückwärts in die Vergangenheit gewandte Blick hindert die Rechte an ihrer politischen Entfaltung
Daran wird sich kaum etwas ändern. Die ewig Gestrigen Kühnen, Busse und Roeder haben in den Köpfen der idealistisch gesinnten Jungs der neuen Bundesländer eine Geisteshaltung mit verheerender Wirkung erzeugt.
Das macht dem Establishment und der Antifa begreiflicherweise Angst, erleichtert aber auch gleichzeitig den Vernichtungsfeldzug gegen alles was rechts steht.
Man hat den Eindruck, als sollte jetzt die endgültige und nachhaltige Vernichtung des deutschen Nationalgedankens ein für alle Mal durchgesetzt werden.
In dieses Vernichtungsszenario ist die mit dem NSU-Verfahren verbundene, gigantisch aufgebaute Hasskulisse zu sehen. Was auch immer am Ende dabei juristisch unter dem Strich herauskommt, die deutsche Rechte kann das Verfahren nicht unbeschadet überstehen. Es fehlt ihr an ideologischer Flexibilität.
Ganz nebenbei, aber in der praktischen Wirkung nicht an letzter Stelle, konnte im derzeitigen Klima der Verteufelung die Rechtsextremisten-Datei als praktische Ergänzung zu den Notstandsgesetzen durchgesetzt werden. Man wird von ihr Gebrauch machen, wenn die Zeiten schlechter werden und sich die Massen nicht mehr von der Straße schieben lassen.

Karl-Heinz Hoffmann   

Im Übrigen meine ich, Deutschland muss unabhängig und neutral werden



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06.05.2013
Gerhart Baums
unverschämtes Geschwätz


Der ehemalige Innenminister Gerhart Baum durfte sich wieder mal wichtigmachen.
Das durch den Beginn des NSU-Prozesses gesteigerte allgemeine Interesse am Rechtsextremismus verschaffte ihm am 06. Mai einen Fernsehauftritt.
Er konnte sich in epischer Breite als der einzig vorausblickende Politiker der achtziger Jahre darstellen:
„Ich habe damals die Wehrsportgruppe Hoffmann verboten“,
warf er sich in die Brust.
Er allein auf weiter Flur hatte gegen den Willen der bayerischen Staatsregierung dem Rechtsextremismus Einhalt geboten.

Unmittelbar nach dem Oktoberfestattentat sei sofort behauptet worden, es müsse ein Verbrechen von links gewesen sein. Er habe als Linker Spießruten laufen müssen, als er an der Trauerfeier für die Opfer des Massakers teilnahm.
Wenn er dabei nicht nur das Opfer seiner Einbildung war, dann hat er vielleicht wirklich ein Erlebnis gehabt, das man ein psychisch wirksames Spießrutenlaufen nennen kann. Aber diese psychische Belastung brauchte er nur einen einzigen Tag zu ertragen.
Ich muss diese Belastung, noch dazu mit dem ungerechtfertigten Zusatz des persönlichen Tatverdachts, ohne die geringste Schuld auf mich geladen zu haben, 32 Jahre, bis zum heutigen Tag ertragen.
Vor einiger Zeit hörte ich Baum in einem Fernsehgespräch tönen:
„Wenn der Staat einem Bürger Schaden zufügt, dann muss er den Schaden wieder gut machen.“
Schöne aber hohle Worte. Hat der Staat versucht, den mir durch sein Verhalten zugefügten Schaden wieder gut zu machen? Dabei wäre es gar nicht um Geld gegangen. Eine faire Presseerklärung nach der Verfahrenseinstellung und die behördliche Hilfestellung bei Verleumdungsklagen wären ausreichend gewesen, um den ewigen Verleumdern das Maul zu stopfen.   
Von was redet der Mann, wenn er meint, das Oktoberfest-Attentat sei damals sofort der linken Szene zugeordnet worden?
Ist er so realitätsresistent, dass er die Tatsachen nicht im richtigen Licht erkennen kann?
Will er etwa bestreiten, dass nicht die Linken, sondern ich und die zu diesem Zeitpunkt schon gar nicht mehr existierende WSG bereits 24 Stunden nach dem Anschlag auf der Theresienwiese öffentlich per Fernsehansprache des Generalbundesanwalts verantwortlich gemacht wurden?
Diese blitzartige Zuordnung erfolgte nach erfundenen Geheimdiensthinweisen. In Sachen Oktoberfestattentat habe ich mich tatsächlich durch nichts verdächtig gemacht. Die Verdachtstheorie war ganz offensichtlich das Ergebnis des politischen Willens einer fremden Macht, die damit ihre politischen Interessen in Deutschland befördern wollte. Als Vollstrecker dieser Interessen ließ sich Gerhart Baum nur allzu gern benutzen.
Mit dem Verbot der WSG hat er sich kein Ruhmesblatt in der Geschichte erworben, mögen ihm seine linken Gesinnungsgenossen dafür auch noch so frenetisch Beifall spenden. Seine Hintermänner dürften mit ihm zufrieden gewesen sein.
Das am 30.1.1980 verhängte Verbot und besonders die Art des Vollzugs, einschließlich der nur durch Zufall vereitelten Tötungsabsicht, waren unrechtmäßig. Daran kann auch die nachträgliche, scheinbar formalrechtliche Sanktionierung durch das Bundesverwaltungsgericht nichts ändern. Es war eine parteipolitisch motivierte Entscheidung und nicht etwa eine Notwendigkeit. Er hat das WSG-Verbot mit Hilfe von Verfälschungen meiner Texte durchgesetzt und er konnte dafür keine Aufrufe zur Gewalt oder gar Gewaltverbrechen, geschweige denn die Ausführung von Verbrechen geltend machen. Gleichwohl habe ich mich an das Verbot gehalten. Ich habe mich nicht in die Illegalität abdrängen lassen.
Ob Baum damals das Opfer seiner amtsinternen Berater oder seiner persönlichen Rechts-Phobie gewesen war oder nur dem Drängen ausländischer Mächte nachgegeben hatte, kann dahingestellt bleiben.
Was ich ungeheuerlich und unerträglich finde, ist die Unverschämtheit, mit der er mich noch heute mit Rechtsterrorismus in Zusammenhang bringt, obwohl er den Tenor der Einstellungsverfügung zum Oktoberfestattentat kennt. Die Ermittlungsbehörden konnten damals keinen gegen mich gerichteten Verdacht begründen.
Gerhard Baum nimmt das nicht zur Kenntnis. Er braucht für seine Phantasien keine sachlichen Begründungen. Er ist auch jetzt noch im Alter geblieben, was er schon immer war, ein verantwortungsloser Schwätzer ohne Bezug zur Realität und ohne Verantwortungsgefühl.


Karl-Heinz Hoffmann  

Im Übrigen meine ich, Deutschland sollte unabhängig und neutral werden.


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Mindestlöhne
und Höchsteinkommen    


Viel wird über das für und wider von Mindestlöhnen debattiert. Die Befürworter meinen, die Entlohnung der Arbeitnehmer müsse dergestalt sein, dass sie zur Finanzierung einer menschenwürdigen Lebensführung ausreichend ist. Darüber, was man unter einer menschenwürdigen Lebensführung zu verstehen hat, gehen die Ansichten auseinander. Der Begriff Armut hat bei uns kaum noch etwas mit Not, Hunger und Entbehrung zu tun. Wer entscheidend weniger hat als der Normalverdiener, gilt als arm, auch wenn er, verglichen mit den Möglichkeiten der Menschen in fremden Ländern, geradezu luxuriös lebt.
Der Grund, warum man die Löhne und Gehälter bei uns im Inland nicht so einfach erhöhen kann, ist in der Globalisierung zu suchen. Wenn wir von ausländischen, billig hergestellten Waren überschwemmt werden, kann die deutsche Wirtschaft nicht beliebig die Löhne erhöhen. Das könnte sie nur, wenn in allen Ländern mit denen wir Handel treiben, das gleiche Lohnniveau herrschen würde, wie bei uns.
So gesehen muss man ein gewisses Verständnis für die Sachzwänge der Unternehmer aufbringen.
Kein Verständnis kann man vom Bürger für die unbeschreibliche Raffgier der „Oberen Zehntausend“ verlangen.
Man soll einem bedeutenden Leistungserbringer nicht verübeln, wenn er mehr verdient als andere, die weniger großartige Leistungen erbringen. Wenn sich die herausragende Leistung auch in einer herausragenden Entlohnung bezahlt macht, ist das in Ordnung.
Aber die Betonung muss immer auf dem Wort „Leistung“ liegen. Welche persönliche Leistung kann ein Fußballmanager erbringen, um 150 Millionen Euro beiseiteschaffen zu können?
Derartige Einkommen sind obszön. Ich beneide niemanden um ein paar Millionen. Sollen es fünf, sechs, meinetwegen auch zehn oder zwanzig sein. Doch wer kann mir erklären, wozu jemand mehr als 100 Millionen oder gar einige Milliarden braucht?
Derartige Einkommen können nie und nimmer im Zusammenhang mit persönlicher Leistung stehen, deshalb sind sie extrem unverhältnismäßig und sollten nicht erlaubt sein. Es müsste generell eine Obergrenze für hohe Einkommen festgelegt werden. Wir reden viel über die Mindesteinkommen aber nie über eine Begrenzung der Einkommen nach oben. Wer mehr als zwanzigtausend Euro im Monat auf die Seite bringen kann, sollte sich strafbar gemacht haben. Die Zumwinkels, Höneß, Steinbrücks und Ackermanns und wie die Gierhälse sonst noch heißen mögen haben sich am Volkskörper festgesaugt. Was sie nicht absaugen, wirft man, soweit es nicht zum Krieg führen gebraucht wird, den Banken in den Rachen.
Wir werden es nicht ändern können, aber das Dilemma soll doch wenigstens angesprochen werden, damit das Wahlvolk erkennt, was gut und was böse ist und aus dieser Erkenntnis Konsequenzen ziehen kann.

Karl-Heinz Hoffmann         03.05.2013

Übrigens bin ich der Meinung Deutschland sollte unabhängig und neutral sein.     


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Müllerzeuger
Müllsammler
Müllverwerter


Industrie- und Hausmüll ist in der Regel wenigstens bedingt recycle-fähig. Atommüll bleibt für alle Ewigkeit gefährlich.
Landwirtschaftlicher Mist wird als Dünger zum stickstoffreichen Wertstoff.
Selbst die in der Tierhaltung anfallende Gülle kann, soweit sie nicht nutzbringend in Energie umgewandelt wird, auf den Feldern zur Düngung ausgebracht werden.
Im Tierkot enthaltene Krankheitskeime werden in der Erde auf natürliche Weise hygienisiert.

Doch neben dem ewig gefährlichen Atommüll, türmt sich eine andere, nicht minder widerliche, schwer entsorgbare Müllsorte zu riesigen Halden auf. Visuell als Materie nicht sichtbar, aber dennoch täglich erfahrbar und von hoch wirksamer Giftigkeit. Die toxischen Bestandteile vermehren sich in der üblen Masse weiter und sind nie mehr vollständig abbaubar.
Es ist die geistige Gülle, die „non stopp“ von gewissenlosen Erzeugern produziert und breit verstreut abgelagert wird.    
Die Produzenten sind, von wenigen Ausnahmen abgesehen, Journalisten der Massenmedien und Propagandisten der Antifa, aber nicht zu vergessen, auch einige extrem rechtslastige Hassprediger.
Nicht die wenigen Intellektuellen der linkssozialistischen, oder der national geprägten Bewegung sind voll verantwortlich für  die geistige Brunnenvergiftung, sondern nur die im jeweiligen politischen Kielwasser treibenden bildungsfernen, extrem dogmengläubigen Randerscheinungen. Ganz zu schweigen von den im Solde der finsteren Mächte stehenden professionellen Buchautoren.  
Links wie rechts wird mit Verleumdungen und Hasstiraden nicht gespart, wenn es darum geht, den „vermeintlichen“ Gegner gesellschaftlich zu beschädigen. Ich sage „vermeintlich“, weil die ideologische Trennungslinie zwischen links und rechts, keineswegs starr und unüberwindlich, sondern eher fließend und unscharf verläuft. Bei genauerer Betrachtung werden zahlreiche Übereinstimmungen erkennbar.
Es liegt im Interesse der überstaatlichen Mächte, diese Trennungslinie als unüberwindbar darzustellen.
Auf das Aussterben der „nützlichen Idiotie“ dürfen wir leider nicht hoffen. Solange sie lebt wird sie erfolgreich benutzt.   
 
Wenn wir das Phänomen der geistigen Müllhalden genauer betrachten, dann erkennen wir sofort drei Ebenen des Problems.
Wir können jene die mit geistigem Müll befasst sind, folgenden Kategorien zuordnen:
Die professionellen Produzentenprofessionellen Sammler, Archivare und Verbreiter Konsumenten
Die Gruppe der professionellen Nachrichtenproduzenten wird angeführt von den Pressesprechern der Staatsanwaltschaften, die ihrerseits am Ende einer langen geheimdienstlichen Benutzerkette stehen.
Der Journalismus greift die Äußerungen, Mitteilungen und Verdachtstheorien der Ermittlungsbehörden auf und reichert sie weiter mit persönlichen Meinungen, Vermutungen und Erfindungen an. Am Ende wird durch konzertierte gleichgeschaltete Medienaktionen die Meinungsherrschaft über das kollektive Bewusstsein des Volkes hergestellt. Alles geschieht nach dem geheimdienstlich durchgesetzten Willen der finsteren weltbeherrschenden Finanzmächte.
Zahlreiche Buchautoren hängen sich rücksichtslos, moralisch bedenkenlos, sowohl aus rein merkantilem Interesse, als auch aus politisch motivierter Überzeugung an den jeweiligen politischen Trend. Ihnen ist jedes Mittel recht, wenn es, je nach Standort, darum geht den „Nazi“ oder die „Antifa-Zecke“ gesellschaftlich anzuschlagen. Die Vernichtung der materiellen Existenz gilt als erlaubtes Mittel zur Bekämpfung des politischen Gegners.

Zu den Produzenten der unrühmlichen zersetzenden Informations-Gülle zählen, um nur einige von vielen zu nennen:
Ulrich Chaussy, Wolfgang Benz, Rudolf Müller, Gert Heidenreich, Fuchs und Goetz, Kerstin Köditz und Olaf Sundermeyer, aber andererseits stehen natürlich auch zahlreiche vornehmlich anonyme Propagandaprodukte vom ultrarechten Rand der amerikanisch beeinflussten nationalen Bewegung im Raum. Man kann keine Namen nennen, weil die Urheber zu feige sind, ihre Parolen offen zu vertreten.

Zu den Sammlern und Verbreitern unwahrer Tatsachenbehauptungen gehören als herausragende Personen:
Andrea Röpke, Katharina König und Daniele Ganser.
Andrea Röpke gilt in „arrivierten“ Kreisen als „Sachverständige“ für Rechtsextremismus. Ihr Sachverstand beschränkt sich jedoch nur auf eine zugegebenermaßen beachtliche Quellenkenntnis.
Sie verfügt über eine an Vollständigkeit heranreichende Quellensammlung zum Thema Rechtsextremismus, deren einzelne Bestandteile sie bedenkenlos unhinterfragt verknüpft und bei jeder sich bietenden Gelegenheit in die Öffentlichkeit streut.
Wenn ihr Gesamtwissen ebenso mangelhaft und wirklichkeitsfremd ist, wie die märchenhaften Erzählungen über mein persönliches gesellschaftliches und wirtschaftliches Engagement in Kahla, von der ideologischen Vergewaltigung ganz zu schweigen, dann hat sie sich den Rang einer Expertin für zeitgeschichtliche Geschehnisse nicht wirklich verdient. Verdient hätte sie den Namen „Scheherezade der Antifa.“
Um dem Vorwurf zu entgehen auf dem rechten Auge blind zu sein, muss auch die deutsche Rechte ein gerütteltes Maß an Kritik treffen. Ein Grundübel der rechten Agitation ist die Anwendung der stochastischen Methode. Einige Wenige sehen ihre Aufgabe darin, das Ansehen einer fremden Volksgruppe permanent zu beschädigen.
Das Internet macht‘s möglich. Von früh bis spät werden die öffentlich zugänglichen, überregionalen Nachrichten daraufhin durchkämmt, ob vielleicht irgendwo ein einzelner Vertreter der ungeliebten Volksgruppe eine Missetat begangen hat. Wird man fündig, muss die Nachricht sofort bei Facebook oder in einem geeigneten Forum ins Netz gestellt werden. Die unter der Gürtellinie angesiedelten Kommentare (vorzugsweise anonym) lassen dann nicht lange auf sich warten.
Die Häufigkeit der Hinweise auf fremdvölkisches Fehlverhalten fördert dann eine allgemeine Abneigung gegen den anderen Mitmenschen, der so fremd erscheint, weil er mit den Missetaten oder Unzulänglichkeiten Einzelner seiner Volksgruppe in Verbindung gebracht wird.
Die Proportionen werden absichtlich verschoben.
Die stochastische Vorstellung, aus einer langen Liste von Einzelvorkommnissen vermeintlich auf das Ganze schließen zu können, ist primitiv aber politisch zweckgerichtet angewendet, leider sehr wirksam. Die Methode, dauernd  mit erhobenem Zeigefinger auf unschöne Einzelvorkommnisse hinzuweisen, ist uns aus der Kriegspropaganda bestens bekannt.
Leider beschädigen zu viele Aktivisten des nationalen Lagers das eigene Ansehen durch die Anwendung der Greuel-Propaganda-Methode. Erfolgreich dagegen zu halten ist bedauerlicherweise  unendlich schwierig. Die korrekte Bearbeitung zeitgeschichtlicher Geschehnisse wäre hilfreich, ist aber unter den herrschenden rechtlichen Verhältnissen stark eingeschränkt und deshalb auf breiter Ebene nicht möglich. Wir werden die ständig über uns  ausgegossene  Informationsgülle ertragen müssen, aber wir müssen sie nicht runterschlucken.

Die Konsumenten der Nachrichtengülle sind die wie eh und je unkritischen Normalbürger. Der gutgläubige deutsche Michel kann sich dem ständigen Gülle-Fluss nicht entziehen. Er schluckt wahllos alles, was ihm massenmedial vorgesetzt wird.
Wenn es ihm schmeckt, wird man ihm nicht helfen können.

Karl-Heinz Hoffmann      21.4.2013

Übrigens bin ich der Meinung Deutschland sollte unabhängig und neutral werden.



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331 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag. Preis 22,80 Euro,

zuzüglich Versandkosten
Wer das Buch signiert haben möchte, muss die Bestellung über
meine E-Mail Adresse: fks.sahlis@gmx de aufgeben.
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Nachdem ich mich mit der kritischen Bearbeitung der Oktoberfestlegende öffentlich zu Wort gemeldet, hat man gesagt,
na ja, er will sich halt rechtfertigen.
Und damit sagt der Volksmund endlich etwas Richtiges. Natürlich will ich mich von dem künstlich erzeugten Verdacht befreien.
Das ist gar keine Frage und es ist mein gutes Recht.
Und ich möchte auch dem geschändeten Ansehen der ehemaligen deutschen WSG entgegen wirken und nicht zuletzt auch die ungerechtfertigte Belastung der ‚Deutschen Rechten‘, die ohne Schuld von ihren Gegnern mit einbezogen wird, obsolet werden lassen.
Jetzt sind im Zuge eines Bombenleger-Prozesses in Luxemburg durch den Zeugen Andreas Kramer neue Erkenntnisse an die Öffentlichkeit gelangt, die meine Theorie zum Oktoberfestattentat bestätigen.

Karl Heinz Hoffmann
April 2013


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16.04.2013

Daniele Ganser
Nato Geheimarmeen in Europa

Inszenierter Terror und verdeckte Kriegsführung


Der Schweizer Autor Daniele Ganser hat uns ein spannendes Buch offeriert, aber spannend ist nicht gleich zu setzen mit sachgerecht, korrekt.
Das Vorwort verfasste Prof. Georg Kreis, Direktor des Europainstitutes der Universität Basel:
„Das vorliegende Buch befasst sich mit den NATO-Geheimarmeen, welche in den 1950er-Jahren aufgebaut wurden und die im Falle einer Besetzung Westeuropas durch die Sowjetunion den Widerstand gegen die Besatzer hätten anführen, aber auch innenpolitische Stabilität sichern sollen. ...
... Die Forschung zum Buch basiert auf einer Doktorarbeit.“
(
Zitat aus: Daniele Ganser, NATO Geheimarmeen in Europa, Orell Füssli Verlag AG, 2008, Vorwort von Prof. G.Kreis, Seite 9)

Es ist erstaunlich, wie leicht und mit welchem wahllos gesammelten Informationen man sich einen Doktortitel erwerben kann.
Auf der Innenseite des Covers findet sich  eine Widmung aus Gansers Feder: „Ich werde immer bewundern, wie Du gemäß den Prinzipien von Klarheit, Wahrheit und Weisheit lebst.“
Vielleicht ist es weise, ein Buch so zu schreiben, dass es sich gut vermarkten lässt, aber mit der Wahrheit hapert es bei der schriftstellerischen Arbeit Daniele Gansers auf jeden Fall. Das vermute ich nicht, das weiß ich.

Ganser hat zwar im Anhang des Buches umfangreiche Quellenangaben gemacht, der Umgang mit dem Quellenmaterial aber ist sehr bedenklich.
Ich mache ihm ganz konkret den Vorwurf, unzulängliche Quellen verwendet zu haben, ohne auch nur den Versuch unternommen zu haben, sie auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen.
Zum Beispiel übernimmt Ganser laut Quellenverzeichnis Nr.61 auf Seite 322 seines Buches eine wahrheitswidrige, frei erfundene Behauptung, aus: Mecklenburg: Gladio, S. 82
„Bereits einen Tag nach dem Terroranschlag (Oktoberfest) hatte die Polizei, die dieses Versteck untersuchte, Informationen erhalten, dass Lembke die Rechtsextremisten versorgt hatte. «Herr Lembke zeigte uns verschiedene Sprengstoffarten Zünder Lunten und militärischen Sprengstoff», verriet Raymund Hörnle, ein Mitglied der Wehrsportgruppe Hoffmann der Polizei bei seiner Vernehmung.“
Ich kann nicht beurteilen, ob es eine Zeugenaussage mit dem oben zitierten Inhalt von einem Raymund Hörnle gibt oder nicht, weil ich die Akten nicht kenne. Doch wenn es sie gibt, dann ist sie falsch.
Mir war damals weder Lembke noch Hörnle bekannt.
Ich weiß nicht, ob eine Person namens Hörnle gegenüber der Polizei tatsächlich behauptet hat, Mitglied der WSG gewesen zu sein. Es ist auf jeden Fall falsch. Vermutlich gibt es die Aussage in dieser Form nicht, denn sonst hätten die Ermittlungsbehörden ja zwangsläufig zu dem Komplex Lemke und Waffenlager Fragen an mich richten müssen. Das war aber nicht der Fall. Die Ermittlungsbehörden hatten offenbar deutliche Beweise dafür, dass keine Zusammenhänge zwischen mir, der WSG und Lembke bestanden.
Daniele Ganser hätte seine Informationen verifizieren müssen. Er hat das nicht getan. Diese Unterlassung  disqualifiziert ihn als Historiker. Es ist durchaus legitim, auch einen Verdacht zu äußern, wenn man glaubt dafür Anhaltspunkte zu haben, doch dann muss man ihn auch als Verdacht deklarieren. Aber es ist unzulässig, einen Verdacht wie eine erwiesene Tatsachenbehauptung darzubieten.
Auf Seite 321 seines Buches schreibt Daniele Ganser:
„Der Bombenanschlag von München ist das größte terroristische Bombenmassaker in Deutschlands Geschichte nach dem Krieg. ... ... „Die polizeilichen Ermittlungen ergaben, dass deutsche Rechtsextremisten diese Schreckenstat verübt hatten. Die Spur führte zu Neonazi-Gruppen, unter denen auch die Wehrsportgruppe Hoffmann war. Gundolf Köhler, ein 21-jähriger Rechtsextremist und Mitglied der Wehrsportgruppe hatte nach den polizeilichen Ermittlungen die Münchner Bombe gelegt.“
(
Zitat aus: Daniele Ganser, NATO Geheimarmeen in Europa, Orell Füssli Verlag AG, 2008, Seite 321)
Richtig ist lediglich, dass es tatsächlich eine wohl inszenierte Indizienkette gab, die auf mich und die WSG abzielen sollte, doch diese künstlich angelegte Spur war kaum länger als 24 Stunden heiß. Danach, nämlich am Vormittag den 27. September war die Spur kalt geworden. Sie war entwertet, weil sich die wesentlichen, von den Drahtziehern des Verbrechens einkalkulierten Rahmenumstände aus reiner Zufälligkeit geändert hatten. (Siehe dazu mein Buch: DIE OKTOBERFESTLEGENDE)
Daniele Ganser musste zu dem Zeitpunkt, als er sein Buch schrieb, wissen, dass der von den Diensten eingebrachte Tatverdacht gegen die WSG und meine Person schon nach 24 Stunden obsolet geworden war. Warum hat er trotzdem an den Verdächtigungen festgehalten und sie wie erwiesene Tatsachen präsentiert? Er konnte auch dem Abschlussbericht des GBA und der Verfügung zur Einstellung des Verfahrens entnehmen, dass die Ermittlungsbehörden abschließend keinen Verdacht gegen mich oder die anderen mit verdächtigten ehemaligen WSG-Mitglieder begründen konnten. Ist das Bösartigkeit? Politisch motivierte rücksichtslose Zweckpropaganda? Oder ist es einfach nur Unvermögen?
Mag ein noch so anspruchsvoller Titel mit dem Hinweis auf ein spannendes Thema auch anfänglich zum Lesen anregen, wenn man die ersten gravierenden Falschberichte erkannt hat, mag man den Rest gar nicht mehr lesen.
Ich kann die von Ganser bearbeite Gesamtmaterie nicht auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen. Es ist mir auch nicht der Mühe wert. Ich kann seine Sachbearbeitung einfach nicht mehr ernst nehmen.
Historiker haben gegenüber der Nachwelt eine besondere Verantwortung.
Wer zeitgeschichtliche Begebenheiten schildern will, sollte sich der Wahrheit verpflichtet fühlen und er sollte sein Handwerk beherrschen. Will oder kann er das nicht, dann soll er erbauliche Geschichten zur Unterhaltung schreiben, aber sich nicht an der Geschichtsschreibung vergehen.
Seit Neuestem arbeitet der nach meiner bisherigen Einschätzung unabhängige, scharfsinnige Compact-Redakteur Jürgen Elsässer mit Daniele Ganser zusammen. Ich kann ihm nur dringend empfehlen, sämtliche Quellenangaben, die Ganser beisteuert, Punkt für Punkt einer genauen sachlich korrekten Nachprüfung zu unterziehen.
Manches klingt auf Anhieb so schön einleuchtend, ist aber dennoch falsch. Die Wahrheit hingegen wird oft beiseitegeschoben, weil sie so unglaublich ist.
Die Vorstellung, deutsche Behörden könnten schuldhaft in Mordtaten verwickelt sein, erscheint dem braven Normalbürger als unglaubwürdig. Und doch müssen wir davon ausgehen, dass es die Wahrheit ist.

Karl-Heinz Hoffmann       

Übrigens meine ich Deutschland sollte unabhängig und neutral werden.

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12.04.0213
Aufruf zum Wahlboykott


Ich rufe die deutschen wahlberechtigten Bürger mit einem eindringlichen Appell an die Grundsätze der Moral zum Boykott der Land- und Bundestagswahlen auf. Gleichzeitig rufe ich zum weitgehenden Konsumverzicht auf.
Wer glaubt, dass seine persönlichen Interessen von einer Bundesregierung im Rahmen der Parlamentarischen Demokratie ausreichend vertreten werden, der soll, seiner Überzeugung entsprechend, den Weg zur Wahlurne gehen.


Wer das nicht glaubt und auch erkannt hat, dass wir uns durch die Teilnahme an verbrecherischen geheimdienstlichen Aktivitäten, und an militärischen Auslandseinsätzen und den damit unweigerlich verbundenen Kriegsverbrechen mitschuldig machen, wenn wir die Politik der Bundesregierung unterstützen, der soll die einzig richtige Konsequenz aus dieser Erkenntnis ziehen, indem er sich nicht an den Wahlen beteiligt.
Wer erkannt hat, dass die globalisierte Wachstums- und Verschleißwirtschaft zur Zerstörung der Welt führt, soll daraus die notwendige Konsequenz ziehen und nach besten Kräften Konsumverzicht üben. Nur wirklich lebensnotwendige Dinge sollten gekauft werden. Alles Überflüssige und Nichtige vermieden werden.
Das beginnt bei der Kleidung, führt über die Lebensmittel bis zum Verzicht auf sinnlose nur einem zweifelhaften Vergnügen dienende Reisetätigkeit.
Nur natürlich erzeugte, gesunde Produkte sollten konsumiert werden.
Repariert Eure Autos, solange es geht und lasst Euch nicht vom nichtigen Prestigedenken zu unnötigen Neuanschaffungen verleiten.

Nur der Konsum-Verzicht breiter Schichten der Bevölkerung wird den Wahnsinn der Verschleißwirtschaft eindämmen und den Weg hin zu einer gesunden Bedarfswirtschaft weisen.
Legt Euer erspartes Geld nicht in Aktien oder sonstigen Kapitalfonds an. Heute wird in Zypern der private Anleger zur Hälfte enteignet, weil sich die Banken verzockt haben. Morgen, wenn die Bundesrepublik vor der Pleite steht, seid Ihr an der Reihe. Lasst Euer Geld nie länger als unbedingt nötig auf der Bank liegen. Es ist dort nicht sicher. Wenn Ihr Ersparnisse sichern wollt, dann kauft Gold, aber überlasst nichts den Banken.
Die Regierung der Bundesrepublik vergeudet das vom Fiskus eingetriebene Volksvermögen, indem sie windige Banken vor der Pleite bewahrt.
Sie verschenkt Kriegsbedürfnisse an fremde Staaten.
Sie finanziert mit den Steuererträgen aus Eurer Arbeit korrupte Staatsbeamte in fernen Ländern.
Am Ende wird der deutsche Staatsbankrott stehen.
Es verbessert die Lage nicht, wenn Ihr aus Protest Splitterparteien wählt, denn mit Eurer Wahlbeteiligung bestätigt Ihr das System, das Euch beschädigt.
Die global agierenden Finanzmächte umklammern die europäischen Völker wie ein Krake, dessen geldgierige Saugnäpfe sich am Volkskörper festsaugen, bis er blutleer zusammenbricht. Den vollkommenen Wahlboykott werden wir nicht erreichen, weil die Gutgläubigkeit nicht so schnell ausstirbt, aber schon ein deutlicher der Rückgang der Wahlbeteiligung könnte die Vollstrecker ausländischer Interessen zur Mäßigung anhalten. Der Wahlverzicht würde Wirkung zeigen, die Protestwahl hingegen nicht.  

http://www.volksbetrug.net/  



Karl-Heinz Hoffmann      

Im Übrigen bin ich der Meinung Deutschland sollte unabhängig und neutral werden. Der Weg dorthin führt über den Verzicht des Nichtigen


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2013


Haskala zur Hass-kladde
herabgewürdigt.
Die Abgeordnete der Linken Partei im thüringischen Landtag, Katharina König hat ihrer Internet Plattform den Namen Haskala gegeben. Offensichtlich versucht sie sich mit dieser Anleihe bei der jüdischen Kulturgeschichte das Wohlwollen jüdischer Kreise zu sichern, doch es wirkt nur wie plumpes Anbiedern.
Haskala lässt sich mit den Begriffen Wissen, Vernunft und Verstand übersetzen.
Der Inhalt der König-Plattform wird diesem Anspruch nicht gerecht.
Der Leitfigur der jüdischen Aufklärung, Moses Mendelsohn verteidigte seine Religion mit den Worten: „Sie ist eine moralische Person, sie treibt nicht mit dem Stabe, sondern leitet am Seil der Liebe. Ihre Waffen sind Gründe und Überführung ... Bann und Verweisungsrecht, das sich der Staat zuweilen erlauben darf, sind dem Geiste der Religion schnurstracks zuwider.“
Alle in deutscher Sprache abgefassten größeren und kleineren philologischen Schriften Mendelsohns sind vom Versöhnungsstreben bestimmt.

Offensichtlich fehlt Katharina König das Gefühl und wohl auch das notwendige Wissen für die grundsätzlichen Werte der mosaischen Ethik, sonst würde sie den Begriff Haskala nicht zum politischen Kampf gegen Andersdenkende mit den Mitteln der Verleumdung und der Aufstachelung zum Hass benützen. Moses Mendelsohn würde sich im Grab herumdrehen, wenn er wüsste, wie sein Name zur Aufstachelung zum Hass missbraucht wird.
Katharina König hat sich dem Kampf gegen „Rechts“ verschrieben. Diesen Kampf führt sie hasserfüllt und rücksichtslos. Sie hält es für richtig, Personen zu verteufeln, über die sie nur das weiß, was sich in den Archiven der Medien finden lässt.
Unter Anderem hat sie auch mich zum Opfer ihrer Antifa-Kampagne auserkoren. Genüsslich verbreitet sie die in den Archiven der Medien zu meiner Person gesammelten Unwahrheiten und geht erfindungsreich noch weit darüber hinaus.
Dabei könnte sie zu wahrheitsgemäßen Erkenntnissen kommen.  
Ich erkläre mich hiermit jederzeit zu einem persönlichen klärenden Gespräch bereit. Sie könnte mir ins Gesicht alles sagen was sie will. Ich würde auf alles antworten und gegebenenfalls Beweismittel zur Verfügung stellen. Sie könnte frisch von der Leber weg reden, denn ich bin passiv nicht beleidigungsfähig.

Karl-Heinz Hoffmann    01.4.2013

Im Übrigen meine ich, Deutschland sollte unabhängig und neutral werden.


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Die historische und die „königliche“ HASKALA


Historisch gesehen war die Haskala das jüdische Gegenstück zu den im späten 18. und zu Anfang des 19.Jahrhunderts in Deutschland maßgeblich unter Berufung auf Kant und Hegel entwickelten philosophischen Strömungen, die wir unter dem Begriff „Aufklärung“ subsumieren.
„Für die Haskala wie für die Aufklärung war die Philosophie, nicht die Geschichte der Königsweg zum Welt- wie zum Selbstverständnis.“
(Zitat aus: Michael A. Meyer (Hrsg.), Deutsch-jüdische Geschichte in der Neuzeit, Verlag C.H.Beck, München 1996, Band 2, Seite 136)

Mit Vernunft, ohne Rückbindung an irgendeine Vergangenheit vermochten die „Maskilim“ Vorurteile zu überwinden.
(Quelle: ebenda)

Doch das galt nicht absolut. Die Radikaleren unter den Maskilim bedienten sich des Studiums der jüdischen Geschichte zu dem Zweck, die Autorität jüdischer Normen zu untergraben.
So war der Maskilim Peter Beer (1758-1838) entschlossen, sich der jüdischen Geschichte zu dem Zweck zu bedienen, das Trugbild einer einheitlichen jüdischen Tradition zu zerschlagen und die Vielfalt jüdischer Identität in der Gegenwart zu rechtfertigen.
(Quelle ebenda)

„Im Zentrum dieser Ideologie (der Haskala) stand die Vorstellung von einem religiösen Fortschritt in der Geschichte. (Zitat: ebenda, Seite 149)

Die jüdische Erneuerungsbewegung zielte aber auch darauf ab, unter Beibehaltung der mosaischen Religion, ganz und gar „deutsch“ zu werden.
Für den jüdischen, politischen Schriftsteller Gabriel Riesser (1806 - 1863), der unter den deutschen Juden in hohem Ansehen stand, ging es damals in der Mitte des 19.Jahrhunderts um die Erlangung der vollen bürgerlichen und politischen Gleichstellung der Juden. Dabei vertrat Riesser aus ehrlichem Herzen deutschnationale Belange. Und er stand damit in der deutschen Judenschaft  keineswegs allein.
„Riesser bekräftigte zwar ein Gefühl internationaler Solidarität aller Juden, betonte aber, daß die deutschen Juden sich nicht länger als Nation empfänden, daß ihre einzige Heimat Deutschland sei.“ ... „Ganz und gar neuartig war, daß Riesser als Deutscher zu Deutschen sprach, unter Berufung auf Werte, die die Juden zu den ihren gemacht hatten ...“
„Wir wollen dem deutschen Vaterlande angehören, wir werden  ihm aller Orten angehören. Es kann und darf und mag von uns Alles fordern, was es von seinen Bürgern  zu fordern berechtigt ist; willig werden wir alles opfern - nur Glauben und Treue, Wahrheit und Ehre nicht, denn Deutschlands Helden und Deutschlands Weise haben uns nicht gelehrt, dass man durch solche Opfer ein Deutscher wird."

(Zitat aus: Michael A. Meyer (Hrsg.), Deutsch-jüdische Geschichte in der Neuzeit, Verlag C.H.Beck, München 1996, Band 2, Seite 243)

Ich will es bei diesem kurz gefassten Einblick in das Wesen der historischen HASKALA belassen und mich einer modernen, neudeutschen Erscheinung zuwenden, die sich den anspruchsvollen Namen Haskala zugeordnet hat, aber im Vergleich mit der historischen philosophisch-politischen Haskala-Bewegung wie eine hässliche Karikatur erscheint:

HASKALA nennt sich ein Internetportal,
Ich nenne es die „königliche HASKALA“, weil das Portal von der linken Landtagsabgeordneten König dominiert wird.
War für die historischen Maskilim die Philosophie, nicht die Geschichte der „Königsweg“ zum Welt- und Selbstverständnis, so ist „Frau Königs Weg“ ein Weg in zurück in die finsteren Zeiten der gegenseitigen Verfolgung.
Der jüdische Deutschnationale Gabriel Riesser wies den Weg zum Frieden innerhalb der Volksgemeinschaft.
Die Hass-Apologetin König propagiert die Ausgrenzung und Verfolgung all jener, die sich nicht ihrer politischen Sichtweise unterordnen wollen.
Das ist schlimm, aber noch schlimmer ist, dass Frau König ihren politischen Kampf mit den Mitteln der Verunglimpfung und der Verbreitung von Unwahrheiten führt.
Frau König macht als Hasspredigerin nicht nur Risches, sie schändet mit ihrem Verhalten auch den unbefleckten Namen der jüdischen Aufklärung, indem sie ihre hetzerische Internet-Plattform unter dem Begriff HASKALA betreibt.

Karl-Heinz Hoffmann        25.03.2013

Übrigens meine ich Deutschland sollte unabhängig und neutral werden



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Banken gerettet. Zypern vernichtet.


Egal wer bluten musste. Hauptsache die Banken konnten gerettet werden. Dabei wäre es nur gerecht und billig gewesen, allein den Banken das Auslöffeln der Suppe, die sie sich selbst eingebrockt hatten zu überlassen.
Die global vagabundierenden Kapitalgesellschaften haben ihren auf volles Risiko gestellten Einsatz zurück erhalten. Sie können weiter zocken. Zur Not sind ja immer die Politiker hilfreich zur Stelle. Wenigstens so lange, wie die arbeitende Bevölkerung Europas noch Steuergelder in die Kassen der Regierungen spült.
Die Schlagzeile von der „Rettung Zyperns“ ist irreführend. Zypern dürfte jetzt wirtschaftlich erledigt sein. In den vergangenen goldenen Jahren hat die Mittelmeerinsel vom Tourismus und ihren Bankgeschäften allgemein unbeachtet weit über ihre Verhältnisse leben können. Das ist jetzt vorbei.
Die ausländischen Spekulanten werden den zyprischen Banken kein Geld mehr anvertrauen.
Die Heuschrecken ziehen weiter.
Wenn die internationalen Anleger ausbleiben, wird die Insel verarmen, weil sie über keine nennenswerte eigene Wirtschaftskraft verfügt.

Karl-Heinz Hoffmann   25.03. 2013

Übrigens bin ich der Meinung Deutschland sollte unabhängig und neutral sein.



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STEIG HERAB VOM KREUZ!

Als er am Kreuze hing, nicht genagelt wie man meint, sondern mit Stricken gebunden, rief man ihm höhnisch zu: „Wenn Du der Sohn Gottes bist, dann steig herab vom Kreuz!“ Bei dieser Passage dürfte es sich um eine fromm erfundene Hinzufügung späterer Chronisten handeln.
In der christlichen Überlieferung wird Jesus von Nazareth als Gottes „eingeborener“ Sohn bezeichnet. Dagegen ist mehr als  fraglich, ob er sich tatsächlich selbst als „Sohn Gottes“ ausgegeben hat. Unsere klerikal-christlich erdachten Denkschablonen sind alles andere als historisch korrekte Geschichtsbilder.
Es könnte durchaus eine Vater Sohn Beziehung im übertragenen Sinne gemeint gewesen sein. So wie man auch das Wort „Bruder“ nicht unbedingt in jedem Falle im Sinne einer leiblichen, genetisch begründeten Bruderschaft aufzufassen hat. Die europäischen Übersetzer haben die alten Texte, (nicht nur die biblischen), durchweg sehr frei übersetzt.
So wird zum Beispiel der altägyptische Eigenname Echnaton von den Ägyptologen in dichterischer Freiheit übersetzt: „Der den Aton liebt.“ Das mag sinngemäß die Bedeutung ungefähr erfassen, ist aber nicht wortgetreu übersetzt. Wörtlich müsste man übersetzen: „Bruder des Aton.“ (Vergleiche dazu den jüngeren Sprachzustand arab. Bruder:  ach.) Will man die leibliche Verwandtschaft Echnatons mit dem Sonnengott Atun nicht unterstellen, dann könnte die geistige Bruderschaft von einem der von Atun geliebt wird, nur im übertragenen Sinne angenommen werden. Also Bruder im Sinne von Kamerad, Weggefährte oder Bruder im Geiste. Doch jede Auslegung kann nicht altägyptisch, sondern nur ägyptologisch sein.
Für die Bibelübersetzungen gilt das Gleiche. Wie steht es um die vielfach beschriebene und dabei nie hinterfragte Gott-Sohn Beziehung im Bezug auf Jesus?
Wir kennen die bewegenden, in alle Sprachen der Welt weiter übersetzten Worte des Gekreuzigten:
„Vater, Vater! Warum hast Du mich verlassen?“
Aber hat er das wirklich so gesagt?
Der Urtext dieses in höchster Not und Verzweiflung ausgestoßenen Satzes, der wie ein Hilfeschrei klingt, liegt uns in aramäischer Sprache vor:
„Eli, Eli, lama asabtani?“
Wenn Jesus am Kreuz, oder der damaligen Hinrichtungsmethode entsprechend mit gebrochenen Knochen an einen Pfahl gebunden, starb, was wissenschaftlich nicht gesichert ist, und wenn er diesen auf aramäisch überlieferten Satz tatsächlich so gesagt haben sollte, wie er von den Chronisten festgeschrieben wurde, dann hat er nicht mit seinem „Vater“ gesprochen, sondern mit seinem Gott, dessen Name aus Gründen der heiligen Scheu und übermächtigen Ehrfurcht nicht ausgesprochen werden durfte. So verwendet er nur ein Wort das dem Artikel der Substantive entspricht. Er nennt ihn EL. Die in späteren Sprachzuständen daraus entstandenen Bezeichnungen „Allah“ und „Eloh“ sind etymologisch semantisch identisch. (Eloh stets mit dem, den pluralis majestaetis bezeichnenden Suffix „-im“ verwendet: „Eloh-im“)
Wenn Jesus sagte „El-i“ dann meinte er „mein Unausprechlicher“. Er ruft seinen Gott unter Verwendung eines verhüllenden Synonyms an, keinesfalls seinen Vater. Um mit seinem Vater zu reden hätte er „Ab-i“ rufen müssen.  
Betrachtet man das Neue Testament etymologisch korrekt textkritisch so wird der Mensch Jesus zwar entheiligt, aber in seinem Wesen für den modernen Menschen verständlicher.
Er steigt vom überhöhten Sockel der überirdischen Götterfigur herab und wird zum irdisch auf übliche Weise gezeugten Menschensohn, der die griechisch-philosophisch vorbereitete  Botschaft der Humanität in die  geistig erstarrte Welt der jüdischen Pharisäer bringt. Die Person des Heilands und sein Vermächtnis wurde von der arianisch-christlichen Lehre (Christentum der Goten) und der mohammedanischen Auffassung vom Wesen und der Lebensleistung des Kulturreformators Jesus richtiger erkannt, als von den mit Vielgötterei und Götzendienst rückfällig gewordenen Verehrern der „Heiligen Dreifaltigkeit“.
Die mohammedanische Betrachtungsweise erscheint uns heute erstaunlich modern.    
Verehrung Jesu als Prophet ja, als himmlischer Genius nein! Wenngleich bei aller nüchterner Betrachtung einige auf die Zeugung  Jesu bezogene Passagen im Koran sphinxenhaft erscheinen und nicht befriedigend ausgedeutet werden können:
„Der Messias Jesus, der Sohn der Maria, ist der Gesandte Allahs und sein Wort, das er in Maria legte und Geist von ihm. So glaubet an Allah und seinen Gesandten und sprechet nicht Drei.“ (gemeint ist der Trinitätsglaube) Koran, 5. Sure. Der Tisch, Vers 169.

Einerseits ist unklar, was gemeint ist, wenn von dem „in Maria gelegten“  Wort und Geist die Rede ist. Andererseits wird deutlich, dass die Lehre von der „heiligen Dreifaltigkeit: Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist“ abgelehnt wird.   
An einer anderen Stelle heißt es im Koran:
„Und er (Allah) erschien ihr (Maria) als wahrhaftiger Mann.“
Diese Textstelle ist mehrdeutig. Anzunehmen ist, dass eine Zeugung auf natürliche Weise angedeutet werden soll. Die Annahme, Mohammed wäre von der Vorstellung ausgegangen, Gott könnte sich selbst in Menschengestalt der Jungfrau Maria genähert haben, ist eher abwegig. Es wäre eine Anleihe aus der griechischen Mythologie und würde nicht in das Gesamtbild der mohammedanischen Religionsauffassung  passen.
Mit der Verneinung der Gottgleichheit des von einer irdischen Mutter geborenen Menschen Jesu, nähert sich der Koran dem Vernunftdenken unserer Zeit.
Das macht die mohammedanische Lehre für die christliche Kirche zur gefürchteten Konkurrenz.

Karl-Heinz Hoffmann          26.03.2013



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TÖDLICHES RISIKO

Bücher mit gotterkenntnistheoretischem Inhalt lasse ich gewöhnlich links liegen. Doch der Titel des Buches von Adolf Holl, JESUS IN SCHLECHTER GESELLSCHAFT
(Deutsche Verlagsanstalt 1972) machte mich neugierig.
Der Autor beschreibt das Wirken und die Lebensführung des Gekreuzigten indem er den Bezug zu unseren heutigen Verhältnissen herstellt.
So spricht er von dem „ ... geradezu tödlichen Risiko, das Jesu durch sein auffälliges Verhalten eingegangen ist - unter anderem auch dadurch, mit wem er gegessen und getrunken hat.“
(Zitat Seite 37)  
„ ... hält er (Jesus) sich offen für jene, die er sonst von vorneherein ablehnen müßte - die bösen Zöllner zum Beispiel. Sein Verhalten wirkt diesbezüglich bemerkenswert unbefangen und schafft ihm freilich bei jenen Feindschaft, die in verläßlicheren und damit auch eher starren gesellschaftlichen Kategorien zu denken gewohnt sind.“
(Zitat Seite 36)
Jesus brach die gesellschaftlichen Regeln seiner Zeit und er bezahlte am Ende dafür mit seinem Leben: „... war Jesus in den Augen seiner Umgebung ein Krimineller und dementsprechend wurde er auch behandelt.“
(Seite 27)
Er (Jesus) bewegte sich in Kreisen, die gesellschaftlich unmöglich waren: „Ein Freund von Zöllnern und Sündern.“
(Zitat S. 35)
„Jesus scheint sich in dieser Gesellschaft wohl gefühlt zu haben, so sehr, daß sich Lukas um einen entsprechende Erklärung bemüht: Der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren war.“
(Zitat Seite 35)
Die von Adolf Holl literarisch beleuchtete Lebensführung Jesu erlaubt uns einen Vergleich mit den Verhältnissen in unserer heutigen demokratischen Gesellschaft, die sich so oft ihre Aufklärung und angebliche Toleranz zu Gute hält. Ganz zu schweigen von den Parteien die sich ausdrücklich auf christliche Werte berufen. Gerade dort blühen Heuchelei und  Pharisäertum.
Nichts scheint sich geändert zu haben. Man braucht nur die für nichtkonforme gesellschaftliche Erscheinungen verwendeten Begriffe auszutauschen, um die altbekannten Charakterschwächen wieder zu erkennen.
Setzen wir für das Wort „Zöllner“ den Begriff „Nazi“ ein, so ist die Parallele hergestellt.
Wer sich mit „Nazis“ an einen Tisch setzt, mit ihnen speist und redet, der wird dem demokratischen Bannfluch überantwortet. Jeder „aufrechte Demokrat“ darf, ja soll ihn schmähen. Gesellschaftliche Beziehungen zu „Nazis“ und solchen die mit „Nazis“ verkehren, gilt als Schande. Die Art der Ausgrenzung ist nach Unmoral und Wirkung durchaus vergleichbar mit der sogenannten „Rassenschande.“
Mit der erzwungenen Ausgrenzung werden die unerwünschten Geisteshaltungen nicht beseitigt. Im Gegenteil sie werden gestärkt. Dazu schreibt Adolf Holl: „Je inniger sich einer mit der ihm zukommenden Gruppe identifiziert, desto mehr neigt sein Sinn zur Verdunkelung des Bildes derer, die außerhalb der Gruppe sind; auf diese Weise entstehen Vorurteile.“
(Zitat Seite 36)
Über Jesus schreibt Holl: „Wichtig ist, dass im gesellschaftlichen Verhalten Jesu Vorurteile beseitigt wurden.“
(Zitat S. 36)

Wir müssen uns darüber klar werden, was wir eigentlich wollen.
Wollen wir bestehende Feindschaften zementieren? Wollen wir die bereits gezogenen Gräben vertiefen, oder wollen wir damit beginnen, sie wieder zuzuschütten und schließlich einzuebnen?
Wenn wir den Frieden innerhalb unserer Gesellschaft anstreben, dann müssen wir die Fronten durchlässig machen. Wir müssen miteinander reden, auch wenn das manchmal schwer fällt.
Ich bin bereit, mit jedem zu reden, der sich gesprächsbereit zeigt. Die obrigkeitlich verordnete gesellschaftliche Ächtung muss ich um des höheren Zieles willen in Kauf nehmen.
Nichts kann mich hindern, mit Christen, Moslimun, Atheisten, Kommunisten oder Nationalsozialisten an einem Tisch zu sitzen, wann immer sich die Gelegenheit bietet.

Karl-Heinz Hoffmann      19.03.2013

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Man beansprucht Respekt


Wir, die Bürger der Bundesrepublik sollen den staatstragenden Politikern Respekt erweisen.
Mir persönlich fällt das schwer. Es reicht zur Not zur formalen Höflichkeit, zum aufrichtigen Respekt reicht es nicht.

Man sagt „Geld stinkt nicht!“
Ich sehe das anders. Es gibt Dinge die würde ich nicht für alles Geld der Welt tun.
Ich würde weder zum Zuhälter noch zum Drogendealer werden. Und ich würde mich auch niemals dazu hergeben, die Herstellung, Lagerung oder Verbreitung von Atomwaffen zu begünstigen.
Unsere Regierung hat keine Skrupel, wenn es um die Beteiligung oder Förderung moralisch verwerflicher Tathandlungen geht.
Der Fiskus der Bundesrepublik besteuert die Prostitution und begibt sich damit in die Rolle des Zuhälters. Der Loddel wird bestraft, wenn er von der gewerbsmäßigen Unzucht profitiert. Die staatlichen Instanzen dürfen ungestraft Nutzen aus der „Unzucht“ ziehen. Man verstehe mich nicht falsch. Nicht die Liebesdienerin verletzt die Moral, sondern die Profiteure dessen, was sie selbst „Unzucht“ nennen.  
Die Regierung profitiert - über die Besteuerung - von der Nikotinabhängigkeit der Bevölkerung.
Und sie liefert U-Boote an fremde Mächte im Wissen darum, dass diese mit Atomraketen bestückt werden.
Doch über diese unappetitlichen Geschäfte hinaus müssen sich die staatstragenden Kreise weitere unverzeihliche Fehler vorhalten lassen.
Wer das herrschende System zu kritisieren wagt, wird zum Verfassungsfeind erklärt. Doch die im System eingebetteten Behörden dürfen ungestraft die Gesetze brechen:
Sie erlauben sich, den grundrechtlich verbürgten Grundsatz der Unschuldsvermutung hinsichtlich noch nicht verurteilter Bürger mit Füßen zu treten.
Sie erlauben den Medien, mit Hilfe massiver Verleumdungs-Kampagnen Jagd auf politisch „inkorrekte“ Personen zu machen. Sie verweigern den durch behördliche Unrechtsmaßnahmen und Medienmobbing Geschädigten die Rechtshilfe.
     Von staatlichem Unrecht Betroffene werden nicht rehabilitiert.
Sie erlauben den bundesdeutschen Behörden, Verfassungsschutz und BND, vorgeblich zum Schutze höherer Rechtsgüter, ungestraft die Strafgesetze zu übertreten.
Wer kann solche, nicht im Einklang mit der Verfassung stehenden Genehmigungen erteilen? Wo findet sich die       Rechtsgrundlage?
Auch die persönlichen Eigenschaften und Charakterzüge der Regierungsmitglieder lassen zu wünschen übrig. Was sind das für Leute, die sich ihre Doktortitel erschleichen? Die sich Aufsichtsratsposten als Pfründe antragen lassen?
Und überhaupt, wohin hat uns die parlamentarische Demokratie nach einem halben Jahrhundert freier Wirtschaft gebracht? Wir stehen jetzt zu Anfang des 21.Jahrhunderts vor dem totalen wirtschaftlichen Zusammenbruch und gesellschaftlichen Verwerfungen von noch gar nicht überschaubaren Ausmaßen.
Die uns beherrschenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Organisationssysteme sind nicht nur untauglich, sie sind auch moralisch untragbar. Bezüglich der Regierungsgeschäfte ist nichts ersichtlich, was mir Respekt abnötigen könnte. Ich habe diesen Staat bisher nur als Unrechtsstaat kennengelernt.

Karl-Heinz Hoffmann         18.03.2013
 
Im Übrigen meine ich Deutschland sollte unabhängig und neutral werden



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Die Zukunft mit einbeziehen


„Jede Entwicklung muss ein Ziel anstreben und dieses Ziel kann nur erkennen, wer über Teilereignisse hinaus den ganzen Lebensweg zu überblicken vermag. Dieses ist nicht der Mensch, der in abgesonderten Bereichen lebt und denkt, auch wenn er eine lange Strecke zurück verfolgen kann.
Vom Ziel kann nur wissen, wer auch die Zukunft in den Ablauf der Geschehnisse mit einbezieht.“

(Zitat aus: Ursula Mangold, Der harte Gott, Otto Wilhelm Barth Verlag, Weilheim 1968, Seite 49)

Ursula Mangold spricht in ihren Schriften nur von Gott und Gotterkenntnis, aber sie beschreibt auch, wenngleich ungewollt, die Gefahr der geistigen Beschränkung in politisch ideologischer Hinsicht.
Realpolitiker, die sich mit dem System akkordiert haben, richten ihren Blick nur auf die Gegenwart. Rechte wie linke schwärmerisch-ideologisch bestimmte Agitatoren suchen die Rettung allein in der scheinreformerischen Aufbereitung antiquierter Programme, deren Wurzeln aus dem 19. Jahrhundert stammen und die im 20. gescheitert sind.  
Nur wer als Europäer die zwangsläufigen, berechenbaren globalen Entwicklungen der Zukunft erkennt und in seine Überlegungen mit einbezieht, wird Überlebenschancen für die europäischen Kulturvölker erkennen und aufzeigen können.
Und was soll mit den übrigen Völkern der Erde geschehen?
Ob sie ihren eigenen Weg aus der Misere finden werden, ist zumindest fraglich. Wahrscheinlich werden sie am Ende die Wege, die ihnen die Europäer, gut oder schlecht, vorgezeichnet haben, wie das schon früher so war, ziemlich unkritisch nachvollziehen. Zurzeit sind sie eifrig bemüht, alle Fehler der Europäer zu kopieren.
Also auf, in den gemeinsamen Untergang.

Karl-Heinz Hoffmann       16.03.2013

Übrigens meine ich Deutschland sollte unabhängig und neutral werden



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DEM HÖHEREN RECHTSGUT DIENEN?


Werkzeuge der Geheimdienste
Ihr müsst Euch das bei YouTube ansehen, auch wenn es streckenweise ermüdend wirkt.
Mit dem Vortrag „Die Werkzeuge der Geheimdienste“ werden Einblicke in die Welt der unsichtbaren Widerwärtigkeiten ermöglicht.
Schon die ständige Verwendung von englisch-amerikanischen Fachausdrücken lässt erkennen, woher der Wind weht.
Quintessenz des Vortrags ist die nüchterne Erkenntnis, dass wir den finsteren Mächten schutzlos ausgeliefert sind.
Die Bevölkerung ist einer totalen Kontrolle unterworfen. Der Schutz der Persönlichkeitsrechte ist nicht mehr als ein schaler Witz.
Man möchte seinen Ohren nicht trauen:
Verfassungsschutz und BND dürfen Dinge tun, die verboten sind. Das heißt sie müssen sich nicht buchstäblich an die Strafgesetze halten. Sie dürfen Dinge tun, die strafrechtlich illegal sind, aber den höheren Rechtsgütern dienen.
Was man unter dem Begriff „höhere Rechtsgüter“ zu verstehen hat, wird nicht erläutert.
Das ist auch nicht nötig, weil wir diese „Rechtsgüter“ kennen. Gemeint ist das „hohe Gut der Machterhaltung“ der herrschenden Strukturen. Das ist die Sichtweise der Zyniker der finsteren Mächte.

Wie kann die Bundesrepublik Deutschland als freiheitlich demokratischer Rechtsstaat bezeichnet werden, wenn die staatlichen Institutionen Verfassungsschutz und BND nicht an die Strafgesetze gebunden sind?
Gibt das unsere Verfassung her?
An was können wir noch glauben?
Wenn die Geheimdienste die Strafgesetze ungestraft brechen dürfen, dann tun sie das natürlich auch. Die operativen Abteilungen der Dienste können die widerlichsten Gemeinheiten zum Nachteil unschuldiger Bürger inszenieren. Sie können nach Belieben Beweismittel fälschen, damit die Polizeibehörden täuschen, und gesetzestreue aber politisch „inkorrekte“ Personen ins Gefängnis bringen.
So geschehen z.B. im Zusammenhang mit dem Schmücker-Mord. Der Mord war echt, aber die Schuldzuweisungen waren vom Verfassungsschutz  künstlich erstellt und mit einer „dienstlich“ fabrizierten Indizienkette glaubhaft gemacht.
Die Herren vom Verfassungsschutz beobachteten die Gerichtsverfahren, die gegen ihre unschuldigen Opfer geführt wurden. Während dessen lag die Tatwaffe nicht etwa auf dem Richtertisch, nein sie wurde 10 Jahre lang in Berlin in einem Tresor des Verfassungsschutzes verwahrt.
Von mir aus nennt die Bundesrepublik wie Ihr wollt, aber verspottet die Opfer nicht, indem Ihr Deutschland als Rechtsstaat bezeichnet.

Karl-Heinz Hoffmann     15.03. 2013

Im Übrigen meine ich Deutschland soll unabhängig und neutral werden


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FRAGE AN DEN GROSSEN AUSGRENZER, BUNDESPRÄSIDENT, PFARRER UND GAUCK


Die Frage, was einem Menschen persönlich wichtig ist, was er tatsächlich verantworten will und kann oder was er nur aus Teilnahmslosigkeit aus Unverbindlichkeit oder Gleichgültigkeit heraus tut, ist auch dem Christen gestellt.

(Zitat aus: Ursula von Mangold, Der harte Gott, Otto Wilhelm Barth Verlag, Weilheim 1968)

Wie will Joachim Gauck seine polemischen, um nicht zu sagen hetzerischen Kampfansagen an die deutsche Nationalbewegung und andererseits die pathetischen Plattitüden von der Pflichterfüllung unserer Soldaten bei der Ausübung des Kriegshandwerks in fernen Ländern, zum angeblichen Schutz deutschnationaler Interessen, mit der christlichen Lehre in Einklang bringen?

Gauck ist bereit, seine Aufrufe zum Kampf gegen politische Gegner zu verantworten. Wäre es anders würde er sich zurückhalten. Aber kann er vor dem Hintergrund der christlichen Lehre, die er Jahrzehnte lang als Pfarrer vertreten hat, tatsächlich verantworten, was er mit einiger Wirkung auf das kollektive Bewusstsein unseres Volkes von sich gibt? Oder sind seine kämpferischen Phrasen nur der Ausdruck von grenzenlosem Opportunismus?
Würde in unserer Zeit ein Mensch wie Jesus Christus auftreten, wäre er für Gauck vermutlich allein schon deshalb ein „anamos“, ein Ungesetzlicher, weil er sich nicht scheute, mit den NS-Kameradschaften zu reden.
Die Pharisäer hatten Jesus zum Vorwurf gemacht, sich mit den verachteten Zöllnern an einen Tisch gesetzt zu haben:
„Er hat bei einem Sünder übernachtet.“

(Zitat aus: Adolf Holl, Jesus in schlechter Gesellschaft, Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart, 1972)

Der Pharisäer Gauck könnte diese menschliche Größe nicht aufbringen. Er bleibt am opportunistischen Schleim der demokratischen Gesellschaftsordnung kleben.
Da klebt er nun und kann nicht anders.

Karl-Heinz Hoffmann       15.03.2013

Übrigens bin ich der Meinung Deutschland sollte unabhängig und neutral werden.



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LEHRSÄTZE AUS DEM ARTHA SHASTRA


Indische Lehrsätze aus dem 4. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung sind auch heute noch aktuell.
Kautalya, einer der Mitverfasser der Lehren vom Machterhalt (artha shastra) prägte den Satz:
„Wenn Du einen Feind nicht besiegen kannst verbünde Dich mit ihm!“
Das hört sich vernünftig an, aber ist es auch wirklich in jedem Fall die richtige Lösung?
Zum Bündnis gehören zwei. Was tun, wenn der Feind nicht zum Bündnis bereit ist?
Kautalya meinte wohl: Wenn der Feind übermächtig ist, versuche dich mit ihm zu einigen. Strebe ein Bündnis an.
Das wird aber nur zustande kommen, wenn der Mächtigere von Sachzwängen gedrängt wird, die ihm ein Bündnis mit dem Schwächeren zweckmäßig erscheinen lassen. Das ist nicht immer der Fall.
Daneben steht aber für den Schwächeren auch die Frage der Moral im Raum.
Soll man sich mit dem mächtigeren Staat verbünden, wenn der ein unmoralisches Gebilde ist? Wenn es ein verbrecherischer Staat ist?
Darf sich die Führung eines an und für sich gutartigen Volkes mit einem Verbrecherstaat liieren und sich durch Aktionen, die dann im Rahmen des Bündnisses erfolgen müssen mitschuldig machen?
Kautalyas Lehrsatz ist sicher nicht in dieser Absolutheit in jedem Fall zu befolgen.
Ich weiß nicht, wie sich Konfuzius dazu geäußert hätte. Mir ist kein für diese Situation passendes Zitat bekannt, aber seiner grundsätzlichen Wesenshaltung entsprechend vermute ich, er könnte gesagt haben: Bevor  euch im Konfliktfall andere Sachzwänge veranlassen, ein Bündnis mit dem Feind einzugehen, lasst zuvor nichts unversucht, den Feind zum Freund zu machen. Damit erübrigt sich das Bündnis, welches für den Schwächeren nur auf bedingungslose Gefolgschaft hinausliefe.
Besser ist es, die Feindschaft gar nicht erst entstehen zu lassen. Ist sie erst einmal entstanden, werden die Friedensbemühungen unendlich schwierig.
Daniel Barenboim meinte einmal: „Ich bin sicher, dass es viele Israelis gibt, die davon träumen, dass sie eines Tages aufwachen - und die Palästinenser sind weg. Und viele Palästinenser träumen davon, dass sie abends ins Bett gehen am Morgen die Israelis weg sind.“
Doch wenn der Morgen anbricht und die Träumer erwachen, dann müssen sie feststellen, dass alle noch da sind. Die Palästinenser ebenso wie die Israelis. „Wir brauchen einen Psychiater“

(aus: DER SPIEGEL 25/2012, Spiegel-Gespräch mir Daniel Barenboim)

Und was bedeutet das auf uns Deutsche bezogen?
Es bedeutet zum Beispiel, dass wir uns Menschen die aus anderen Ländern zu uns gekommen sind, und unter uns leben, und nicht von einem Tag auf den anderen verschwinden werden, rechtzeitig zum Freund, und gar nicht erst zum Feind machen sollen. In aller Regel kommen sie ja nicht in feindlicher Absicht. Wir sollten sie als Freunde gewinnen. Das geht aber nur, wenn wir sie freundlich aufnehmen und gleichwertig behandeln.  Ob wir Deutsche das ohne Psychiater schaffen ist zweifelhaft. Leider bereiten zu viele Kleingeister mit ihren emotional motivierten Hasspredigten den Bürgerkrieg vor.    

Was die völkerrechtlich wirksamen Bündnisse mit Staaten angeht, die uns in ihre Kriegsverbrechen mit hineinziehen, so muss unsere Forderung lauten: „Los von allen Militärbündnissen!“
Bündnisfreiheit und politische Neutralität ist die Grundvoraussetzung für moralisch einwandfreies staatliches Handeln.

Deshalb meine ich, Deutschland sollte unabhängig und neutral werden.

Karl-Heinz Hoffmann       15.03.2013  


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DER WILLE DES VOLKES


Die Völker der Welt sind in dem Irrglauben befangen, die Staatsform der parlamentarischen Demokratie sei die von allen Übeln erlösende Herrschaftsform.
Wenn die innerstaatlichen Angelegenheiten unbefriedigend gestaltet werden, dann wird regelmäßig der Ruf nach mehr „Demokratie“ laut. Mit der Forderung nach mehr Demokratie meinen die Rufer mehr Mitbestimmung des Volkes. Natürlich nach dem Mehrheitsprinzip.
Kaum jemand ist sich darüber im Klaren, was es bedeuten würde, wenn tatsächlich der mehrheitlich geäußerte Wille des Volkes zum Regierungsprogramm gemacht werden würde. Käme es dazu, so wäre das Ergebnis noch weit furchtbarer als es die derzeitigen kapitalhörigen Entscheidungen der gewählten „Volksvertreter“ bewirken können.

Wie der Wille des Volkes zu bewerten ist, kann man leicht den statistisch erhobenen, periodisch zur Debatte gestellten Politbarometern entnehmen. Was heute als Volkswille ermittelt wird, ist schon nach wenigen Wochen nicht mehr gültig. Die Wähler wechseln ihre Vorlieben und Abneigungen wie das Hemd.
Was aber am Wahltag zustande kommt, ist von längerer Dauer.
Die einmal, in einer bestimmten Stimmungslage gewählten Volksvertreter bleiben, wenn sie nicht über eine erschlichene Doktorarbeit stolpern, mindestens eine Legislaturperiode im Amt. Oft länger als die Vorlieben für eine politische Person oder ein aktuelles Programm anhalten.
Das ist die eine Seite der Medaille. Die andere ist noch weitaus beängstigender.
Es wäre ungerecht, von der Mehrheit des Volkes zu verlangen, komplexe Systeme der Wirtschaft, der klimatischen Veränderungen oder außenpolitische Sachzwänge  erkennen und richtig zu analysieren zu können. Dazu sind wissenschaftliche Erkenntnisse nötig. Wissenschaftliche Arbeit ist nicht Sache des Volkes. Dafür ist die Regierung zuständig.   
Also doch die Regierung? Warum ist dann die Wahl von Volksvertretern falsch?
Sie ist falsch, weil der Wähler nicht erkennen kann, was er wählt. Er kann nicht erkennen, ob der Mandatsträger seine Interessen vertritt oder von den Interessen des Großkapitals bestimmt wird. Beides in Einklang zu bringen, ist naturgemäß nicht möglich.
Was also hat zu geschehen?
Die grundsätzliche Formel ist falsch. Nicht der Wille des Volkes sollte die Richtschnur für das politische Handeln sein, sondern das Wohl des Volkes. Um das Wohl des Volkes zu befördern, könnte es durchaus vorkommen, dass Entscheidungen getroffen werden müssen, die zum Zeitpunkt der Entscheidung vom Willen des Volkes nicht mitgetragen werden. Entscheidungen, deren Segnungen erst nach längerem Zeitablauf erkennbar sind.
Konrad Lorenz hat sich zu diesem Thema geäußert:
„Es wird schwer werden, ihnen die Wohltat zu erweisen, die ihnen nottut.“
Ja es würde schwer sein, wenn es jemals zu einer volksfürsorglichen Regierung käme, aber es ist die einzige Möglichkeit, dem Volk eine menschenwürdige Zukunft zu sichern.
Diese Erkenntnis stellt die Frage in den Raum, welches gesellschaftliche System könnte die Volksfürsorge gewährleisten?
Die Antwort darauf werde ich im nächsten Aufsatz geben.

Karl-Heinz Hoffmann       14.03.2013

Im Übrigen meine ich, Deutschland sollte unabhängig und neutral werden


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HÖHENFLUG DER HOMOS

Die Schwulen, früher strafrechtlich verfolgt und verlacht zu gleich, sind zum Höhenflug gestartet.
Sie wollen sich aus der Erniedrigung in die Sphären der „guten Gesellschaft“ erheben.
Dabei nicht nur aufschwingen zur lang ersehnten gesellschaftlichen Anerkennung, sondern noch darüber hinaus die kulturell gewachsenen gesellschaftlichen Ordnungsprinzipien durch Betonung ihrer Andersartigkeit nach Möglichkeit überhöhen.
Das scheint ihnen zu gelingen. Ihr Geltungsdrang erhält einen mächtigen Schub aus den Reihen der zu höchsten Ämtern im Staate empor gestiegenen Politakteure.  
Die Frage ob zwei schwule Männer als Hochzeitspaar akzeptabel sind oder nicht, entzweit die Nation. Mehrheitlich wird die Homo Ehe wohl nicht nach dem Geschmack der Bevölkerung sein, aber seit wann zählt in der Demokratie die Meinung des Volkes? In der parlamentarischen Demokratie zählt die Meinung der Parlamentarier und unter diesen sind zumindest so viele Schwule, dass ihre Interessen nicht übergangen werden können.
Das die Gemüter bewegende, tragisch komische Thema „Homo-Ehe“ könnte auf einfache Weise gelöst werden.
Ganz einfach durch die Abschaffung der standesamtlichen Eheschließung. Damit würde etwas zurückgenommen, was  kaum älter ist als 150 Jahre. Es wäre gerade so wie vorher.
Alle anderen, die eine Lebensgemeinschaft bilden wollen, wären in der Wahl ihrer Lebensplanung völlig frei. Eine Lebensgemeinschaft könnte aus heterosexuellen, oder Schwulen bestehen. Ganz nach Belieben. Wenn es um finanzielle Vorteile aus der Staatskasse geht, dann könnte das ebenso gut über die amtliche Feststellung des gemeinsamen Haushaltes geregelt werden.
Wir sollten uns endlich eingestehen, dass die Ehe eine verstaubte anachronistische Einrichtung ist, deren ersatzlose Abschaffung der modernen aufgeklärten Geisteshaltung der europäischen Völker entsprechen würde.würde niemand genötigt, auf den Anachronismus zu verzichten, wenn er sich daran gebunden fühlt. Er kann sich auch nach der Abschaffung der standesamtlichen Ehe in freier Entscheidung nach christlich-kirchlichem, muselmanischem, oder mosaischem Ritus trauen lassen.
Die Standesämter würden nur noch Wohn- und Lebensgemeinschaften registrieren, aber keine Ehen mehr vollziehen. In unserer modernen Gesellschaft, die aus der alleinerziehenden Mutter bereits eine Heldin gemacht hat, dürfte das Konkubinat sine lege problemlos akzeptiert werden.

Karl-Heinz Hoffmann     14.03.2013

Im Übrigen bin ich der Meinung Deutschland sollte unabhängig und neutral sein




2013

März
Offener Brief von Odfried Hepp
Vom Umgang mit Feinden
Unbekannte Einblicke
Von der Strommafia abkoppeln
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Februar
Demokratie zersetzt die Volksgemeinschaft



Offener Brief
von Odfried Hepp an Karl-Heinz Hoffmann:

Sehr geehrter Herr Hoffmann,

als ich im Frühjahr 2012 nach über 30 (!) Jahren wieder Kontakt zu Ihnen aufnahm, ging es mir ausschließlich darum, den Eindruck, den ich bei Ihnen im Libanon hinterlassen hatte, nicht für alle Ewigkeit so stehen zu lassen.

In Deutschland hatte ich Ihnen 1980 per Handschlag mein Wort gegeben, mit 3 anderen Kameraden an Ihrem Vorhaben im Libanon teilzunehmen. In Beirut hatten Sie mir, vielleicht zu früh, ein verantwortungsvolles Amt übertragen. In Ihrer Abwesenheit kam es zu gruppeninternen Streitigkeiten. Anstatt auf Ihre Rückkehr zu warten, entschloss ich mich mit meinen 3 Kameraden, den Libanon über die "Hintertür" zu verlassen. Damit hatte ich mein Wort Ihnen gegenüber gebrochen. Tausend Erklärungen helfen hier nichts. Ich war Ihnen in den Rücken gefallen und hatte dem Projekt einen irreparablen Schaden zugefügt. Gerade als blütenreiner "Nationalsozialist", für den ich mich damals hielt, hätte ich mein Wort halten und zumindest Ihre Rückkehr abwarten müssen, um die Situation mit Ihnen zu besprechen! Denn wenn ein Deutscher sich nicht mehr auf das gegebene Wort eines anderen verlassen kann, dann können wir die Zukunft vergessen!

In den zurückliegenden 12 Monaten hatte ich Gelegenheit, Sie so kennen zu lernen, wie Sie wirklich sind. Dafür bin ich dem Schicksal dankbar!

Im Libanon wollte ich Ihnen den Rücken kehren, weil ich schnell feststellen musste, dass Sie eben nicht der Neonazi sind, für den wir Sie alle hielten. Insofern waren sogar wir den gegen Sie gerichteten Verleumdungen in den Medien auf den Leim gegangen.

Heute weiß ich, dass Sie als Künstler, Wissenschaftler, Historiker, Ökofachmann und vieles mehr Ihren Mitmenschen nützen wollen und können!

Die möglicherweise aus diesem Grunde anlässlich unserer Podiumsdiskussion Ende März 2012 gegen Sie gerichtete infame Geheimdienstintrige "Kögl" gab mir die Gelegenheit zu beweisen, dass ich mich unter keinen Umständen gegen Sie instrumentalisieren lasse!

Für Ihr zukunftsweisendes Ökoprojekt in Sachsen habe ich versucht, Ihnen nach Kräften behilflich zu sein. Wenn ich mich jetzt zurückziehe, geschieht dies aus persönlichen, vor allem beruflichen und familiären Gründen.

Für die Zukunft wünsche ich Ihnen, Ihrer Frau und Ihren Vorhaben Glück und Erfolg!

Odfried Hepp
11.03.2013

*


VOM UMGANG MIT FEINDEN


Wenn jemand keine Feinde hat, dann kann es sich nur um einen unbedeutenden Menschen handeln.
Der Grad der Feindseligkeiten steigt proportional mit der gesellschaftlichen Bedeutung der Zielperson.
Feinde erwirbt man sich schnell. Die häufigste Ursache ist der Neid. Aber auch religiöse, oder weltanschauliche Andersartigkeit lässt erbitterte Feindschaften entstehen, die sich hasserfüllt artikulieren.
In der Regel wird Feindschaft mit Feindschaft vergolten.
Das ist nicht abwegig. Es ist normal und verständlich.
Aber dieses evolutionsbedingte, auf archaischem Niveau stehengebliebene Verhalten ist keine besondere menschlich-moralisch höherwertige Leistung.
Es ist menschlich verständlich, wenn der Angegriffene in gleicher Münze zurückzahlt. Eine besondere Leistung hat er damit nicht vollbracht, jedenfalls nicht vergleichbar mit der erfolgreichen Umwandlung von Feindschaft in Freundschaft.
Ein persisches Sprichwort sagt:
„Das Glücksgefühl, welches die Vergebung vermittelt, findet sich in der Ausübung der Rache nicht.“
Das Bemühen um gegenseitiges Verständnis und die Bereitschaft zur Versöhnung mit unseren Gegnern ist der einzige Weg zur Verwirklichung der wahren Volksgemeinschaft.  

Karl-Heinz Hoffmann       11.03. 2013



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07.03.2013

VON DER STROMMAFIA ABKOPPELN

Rette sich wer kann!
Die Strompreise sind unanständig hoch und sie werden weiter steigen. Jetzt endlich gibt es die Möglichkeit, den mafiösen Strukturen der Stromerzeugerkonzerne zu entkommen.
Allerdings leider nicht für jeden.
Wer in der Stadt wohnt, muss die erdrückende Kostenlast Zähne knirschend ertragen.
Doch wer im ländlichen Bereich zuhause ist und noch dazu das Glück hat in einer windreichen Gegend zu wohnen, der hat jetzt die Chance praktisch und schnell zum Stromselbstversorger zu werden und damit die Abhängigkeit vom „unbezahlbaren Netz“ zu beenden.
Klickt den nachfolgenden Link an und überzeugt Euch selbst!
http://www.sat1bayern.de/news/20130306/stromkosten-gegen-null-familie-buettel-zeigt-wie-es-geht/

Wenn Ihr näheres wissen wollt, schreibt mir eine E-Mail: fks.sahlis@gmx.de


Karl-Heinz Hoffmann   

Im Übrigen bin ich der Meinung Deutschland sollte unabhängig und neutral sein.


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Februar

21.02.2013  
  

DEMOKRATIE ZERSETZT DIE VOLKSGEMEINSCHAFT   


Das Grundprinzip des demokratischen Mehrparteiensystems ist der Machterhalt des Regierungsapparates durch die Aufsplitterung des Volkskörpers in divergierende Interessengruppen, ohne dass die Interessen der durch Stimmabgabe am Machtkampf der „Auserwählten“ Beteiligten tatsächlich über die Regierungsgeschäfte wahrgenommen werden.
Die Parteien können wechseln, aber das System bleibt immer bestehen. Mit den Regierungsgeschäften beauftragte Spitzenpolitiker können mit Hilfe der Wahlergebnisse in die Opposition abgedrängt werden, sie bleiben aber Teil des Parlaments und sind in der Demokratie niemals an den wichtigen  politischen Entscheidungen vollkommen unbeteiligt.
Es ist das Wesen der Demokratie, die Kräfte des Volkes ständig gegeneinander zu richten.
Die eine politische Partei muss gezwungenermaßen versuchen, mehr Stimmen auf sich zu vereinen als ihre Konkurrenzparteien. Das geschieht dadurch, dass die Konkurrenz schlecht gemacht wird und die eigene Partei hochgelobt wird. Die Bürger müssen sich für eine Partei und gegen die anderen, die sie für schlechter halten, entscheiden. So wird der Parteienhader systematisch auf das Volk übertragen. Es entsteht zwangsläufig Unfriede im Staatsvolk. Der Bürger erwählt sich eine Partei aus dem demokratischen Angebot, hofft vergeblich auf Besserung der Verhältnisse und begibt sich gegenüber seinen Mitmenschen in eine latente politische Feindschaft.
Der Einparteienstaat wäre demgegenüber auch nicht die ideale Lösung, schon gar nicht, wenn es auf eine unkontrollierte Diktatur hinausläuft.
Wenigstens annähernd ideal kann nur ein „Keinparteienstaat“ sein. Eine Staatsform, die zur  Vertretung der Volksinteressen, ohne politische Parteien auskommt. Das wäre die utopische Version, die nirgendwo real existiert. Utopie ist die Schilderung eines künftigen gesellschaftlichen Zustandes, der aber durchaus real verwirklicht werden könnte. Utopisch ist gleichsam idealistisch aber keineswegs unmöglich in der Verwirklichung. Man müsste es nur wollen. Dabei die Hoffnungen auf das politische Establishment zu setzen, wäre absurd, denn die an der Macht befindlichen Autoritäten können auf Grund ihrer Sachzwänge nicht wollen, selbst wenn sie wollten.

Karl-Heinz Hoffmann



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2012

Dezember 2012
Meine Gedanken zum Jahresanfang
Das Kapital
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Oktober 2012
Der EURO ist unser Unglück
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September 2012
Ist eine Karikatur eine Meinungsäußerung?
Mohhamed Schmähvideo verbieten?

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August 2012
Papsttum und Inquisition
Mit Gottvertrauen in den Krieg
Militärische Organisation und Erziehung zur Disziplin ist gut, aber Krieg ist eine vermeidbare Katastrophe
Buchwerbung "Oktoberfestlegende"

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Juni 2012
Fachgerechte Körperverletzung
Joachim Gauck, der große Ausgrenzer
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Dezember

28.12.2012
MEINE GEDANKEN ZUM JAHRESANFANG  

Hallo Leute!
Ich denke darüber nach, was uns das kommende Jahr an neuen unangenehmen Überraschungen bringen wird.
Auf angenehme Überraschungen dürfen wir nicht hoffen, denn wir leben im Zeitalter der totalen Dekomposition. Eine Entwirrung der verfahrenen Situation ist mit den bisher angewendeten Methoden kaum möglich.

Unser Volk ist so schlecht geführt wie nie zuvor. Das hat Auswirkungen auf unsere Lebensumstände.
Die aktuelle Kriegstreiberei der finsteren Mächte, in deren Netz wir alle gefangen sind, ist diesmal besonders gefährlich. Auch für uns Deutsche.
Dabei scheint die breite Masse der Bevölkerung die erhöhte Kriegsgefahr gar nicht zu erkennen. Das globale Pokern um Macht und Einfluss spielt sich ja nicht unter den Augen der Öffentlichkeit ab. Auf der für alle wahrnehmbaren politischen Bühne des Regierungstheaters wird nur Sozial- und Steuer-Politik diskutiert. Die fremd gesteuerte Geheimdiplomatie trifft hinter den Kulissen, ungestört über unsere Köpfe hinweg, Entscheidungen, für deren Ergebnisse das Volk in die Haftung genommen wird.  
Wir können daran nichts ändern. Es wäre zwecklos die politischen Marionetten aktiv zu bekämpfen. Aus dem Rumpf der bösartigen Hydra, die sich hinter dem Atlantischen Ozean, zumindest vorläufig noch in relativer Sicherheit entfalten kann, würden sofort neue Köpfe nachwachsen.
Es ist töricht, gegen Mächte aufzubegehren, die man nicht besiegen kann.  
Die Möglichkeit, einen argumentativ geführten Kampf, mit dem Ziel eine umwälzende gesellschaftliche Veränderung in der heutigen Zeit von unten nach oben herbeiführen zu können, ist gemessen an der Verteilung der Kräfte im Rahmen der demokratischen Spielregeln nicht mehr als ein Traum. Für diejenigen, die ihre Hoffnungen auf parteipolitische  Betätigung setzen, wird es Zeit, den Traumvorstellungen zu entsagen.
Die Vorstellung einzelner Idealisten, Mehrheiten der Bevölkerung durch Überzeugungsarbeit mobilisieren zu können, ist unrealistisch. Man kann den einen oder anderen Menschen aufrütteln und mobilisieren, aber niemals die Mehrheit der Bevölkerung. Jedenfalls nicht, solange das politische Establishment durch die Herrschaft über die Massenmedien das Meinungsbildungsmonopol hat.  
Aus dieser nüchternen Betrachtung der gegenwärtigen Verhältnisse ergibt sich die Zielstellung für die nächsten zehn Jahre:
Für die Bevölkerung können wir angesichts der derzeit gegebenen Kräfteverteilung nichts tun. Aber wir können etwas für die Nation tun. Der Begriff „Nation“ ist nicht identisch mit dem, was ein Volk tatsächlich ist.  
Das Ansehen der Nation kann von Minderheiten, ja auch von einzelnen Personen durchaus mit bestimmt werden.
Gerade weil ein nicht unbeachtlicher Teil unseres Volkes, allen voran unser staatstragender politischer Zirkel mit seinem Verhalten das Ansehen unserer Nation ständig beschädigt, ist die Mitwirkung einzelner Systemkritiker an der allgemeinen Meinungsbildung notwendiger denn je. Auch wenn die von Intellektuellen angebotene Darstellung der Umstände nicht mehrheitsfähig sein kann.
Wollte man auf die Zustimmung der Mehrheit unseres Volkes abheben, dann müsste man im Stile der Bildzeitung agieren. Doch wer auf diese Weise Einfluss ausübt, erreicht zwar die Mehrheit, aber niemals die fortschrittswilligen Gehirne unserer Bevölkerung.      
Wir als Einzelne können aktiv und durchaus auch wirksam darauf hinarbeiten, das beschädigte Ansehen der Nation zu heilen, indem wir uns der Wahrheit verpflichten und uns offen dazu bekennen. Das gilt für die historische Wahrheit ebenso, wie für die der Gegenwart und besonders die Wahrheit in Bezug auf die zukünftigen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Entwicklungen, sowie deren Folgen.
Dabei werden wir, die wenigen unerschrockenen Vertreter der Wahrheit, auf erbitterten Widerstand stoßen. Die finsteren Mächte und ihre Handlanger werden sich nicht so einfach die Maske vom Gesicht reißen lassen. Sie werden ihre professionellen Kettenhunde, Journalisten, Propagandisten, Kleriker und Antifa-Rabauken auf uns hetzen.
Auch am äußersten rechten Rand formiert sich ein realitätsresistenter Widerstand gegen eine vernünftige humanistische Weltanschauung. Ein Teil könnte sich als aufgeschlossen erweisen, aber ein Restbestand an anglophilen NS-Hippis wird schließlich auf verlorenem Posten verkümmern.

Im Bezug auf die Darstellung der Wahrheit darf man keine Zugeständnisse an Sachzwänge machen.    
Es ist ein geradezu erhebendes Gefühl, völlig frei von politischen Opportunitätserwägungen in den Dienst der Wahrheit zu treten. Wer sich fürchtet, soll weiterhin dem Lebensprinzip der drei Affen folgen, um sich mit der Zeit seinen Vorbildern vollkommen anzugleichen.
Natürlich macht man sich mit der Verkündung von Wahrheiten eher Feinde als Freunde. Nur der völlig unbedeutende Mensch wird nicht angefeindet.   
Dabei wäre es zu viel verlangt, unsere Feinde zu lieben. Dieser Appell an das Unnatürliche ist in den letzten zweitausend Jahren fruchtlos geblieben.
Doch um den hohen Wert der Wahrheit nicht zu beeinträchtigen, muss die Forderung, den politischen Gegner nicht mit Hasstiraden zu verfolgen, unbedingt erfüllt werden. Ihr braucht Eure Feinde nicht zu lieben, aber Ihr sollt sie nicht hassen. Doch Ihr dürft sie verachten. Besser noch, ihr dürft sie bemitleiden, denn dann bleibt kein Raum mehr für das unwürdige Gefühl des Hasses.
Hass ist unrühmlich und hässlich.

Wenn ich auch nicht dazu raten will, auf einen politischen Umsturz hinzuarbeiten, so gibt es doch eine gefahrlos vertretbare realpolitische Forderung, die wir, besonders in der gegenwärtigen Lage, eindringlich vorbringen müssen, um nicht mitschuldig zu werden.
Die Losung für das kommende Jahr und die Zeit danach muss heißen:
Absolute Neutralität der deutschen Nation in Wort, Schrift und Tat!
Diese Forderung schließt die Aufkündigung des Nato-Bündnisses ein. Deutschland darf sich nicht weiter an den Raubfeldzügen der finsteren Mächte beteiligen.
Wer zur Wahlurne geht, stützt das System, welches  Kriegsbeteiligungen an der Seite und zum Nutzen der finsteren Mächte  ermöglicht.
Solange die Aufforderung zum Wahlboykott nicht strafbar ist, sollten wir nicht aufhören, zur Verweigerung aufzurufen.
Dabei ist jede dem System entzogene Stimme ein Baustein zur späteren Errichtung einer menschlicheren, dem Weltfrieden verpflichteten Gesellschaftsordnung.

Bei alledem vergesst nicht, dass es auch nach dem Totalversagen der heute herrschenden Gesellschaftsordnung, die an sich selbst zu Grunde gehen wird, für uns Deutsche und für ganz Europa „EIN LEBEN DANACH“ in Würde und Frieden geben muss.   

Karl-Heinz Hoffmann       

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DAS KAPITAL

Um Wesen und Wirkung des Kapitals sinnvoll erörtern zu können, muss zuerst geklärt werden, was man unter dem Begriff „Kapital“ zu verstehen hat, denn es wäre unpräzise gedacht, wollte man Kapital einfach mit Geld gleichsetzen.
50 Euro im Portemonnaie können, vielleicht semantisch abstrakt gesehen, aber nicht  im eigentlichen Sinne als „Kapital“ bezeichnet werden.
Kapital entsteht, wenn das Geld an einer Stelle, gleichgültig aus welchen Gründen, zusammenklumpt. Egal ob die an einer Stelle zusammengeflossenen Finanzströme aus Arbeitserträgen, Erbschaften, oder Spekulationen stammen, sie ergeben ab einer bestimmten Größenordnung ein zur Geldvermehrung geeignetes Finanzpaket. Nur eine zur Vermehrung aus sich selbst geeignete Summe, oder beleihungsfähiger Pfandmaterie rechtfertigt den Begriff Kapital. Ist diese Größenordnung erreicht, dann kann man von Kapital sprechen. Dabei ist klar, dass „Kapital“ nicht unbedingt in bar verfügbar sein muss. Es kann auch in anderen Formen sowohl  immateriell als auch materiell vorhanden sein.
In historischer Zeit war Geld, gleichgesetzt mit Edelmetall und dem ihm von der Gesellschaft unterstellten Wert.  Ebenso wie beim modernen Papiergeld entspricht der Wert dem Waren- oder Leistungsumfang den man für eine bestimmte Geldmenge erhalten kann. Mit anderen Worten, einer Goldmünze oder einer Banknote messen wir einen bestimmten Wert bei, weil wir davon ausgehen, dass  Andere den zugemessenen Wert ebenso einschätzen und demzufolge bereit sind, die beidseitig als angemessen betrachtete Ware zu liefern, bzw. Leistung zu erbringen. Der Wert des Geldes hat also immer etwas damit zu tun, was andere Gesellschaftsmitglieder und Handelspartner bereit sind, dafür zu leisten.
Seit den Anfängen der menschlichen Kultur haben sich die Menschen, zunächst neben dem  Tauschhandel-Prinzip unterschiedlicher Zahlungsmittel bedient. Stets war der Wert der Zahlungsmittel an die Erwartung geknüpft, dafür Material oder Leistung zu erhalten. Die uns heute so selbstverständliche Vorstellung, dass Geld „arbeiten“ müsse, dass es Zins und Spekulationserträge bringen muss, war in der alten präindustriellen Zeit kein Gesichtspunkt von Bedeutung, wenngleich es, im Mittelalter gut nachweisbar,  durchaus Möglichkeiten gab flüssige Geldmengen in  Pfründen zu investieren um auf diesem Wege mit dem eingesetzten Geld, über dessen Tauschwert hinausgehende, laufende Erträge zu erzielen.  
Prinzipiell aber, wurde das auf den unterschiedlichsten Wegen gesammelte Edelmetall als Barren oder zu Münzen geprägt in Schatztruhen oder Schatzkammern gehortet, um damit Macht auszuüben zu können, Luxus zu ermöglichen und kriegerische Raubzüge zu finanzieren. Wenn die Verwaltung des Edelmetallschatzes meldete, dass die Bestände defizitär wurden, schickte man sich an, ein wohlhabendes Nachbarland zu überfallen und auszurauben, um die Schatzkammern wieder füllen zu können.
In der Neuzeit hat das Geld, sobald es zum Kapital zusammengeklumpt ist, eine Eigenschaft entwickelt, die es in der älteren Zeit nicht hatte.
Je größer das Kapitalbudget ist, umso stärker unterliegt es dem Zwang sich vermehren zu müssen. Nein, richtiger ist es zu sagen, der Zwang zur Vermehrung geht vom Kapital aus. Millionen und Milliarden Summen können nicht einfach ertraglos irgendwo aufbewahrt werden. Die Kapitalertragsmöglichkeiten sind zu beachtlich, um sie einfach ignorieren zu können. Die Verwaltung derartiger Vermögenswerte liegt schon lange nicht mehr in den Händen Ihrer Eigentümer. In der Regel  handelt es sich um eine unübersehbare Menge von Aktionären, die naturgemäß nicht direkt an der konkreten Verwaltung des gemeinschaftlichen Kapitaleigentums beteiligt sein können.
Die großen Vermögenswerte werden von Managern verwaltet. Und diese stehen wiederum unter dem vom Kapital ausgehenden Zwang, eine möglichst hohe Geldrendite zu erzielen. Erwirtschaften kann man nicht so ohne weiteres sagen, denn zumeist werden die Aktionärsgewinne und natürlich auch die der Manager durch Spekulationen und die Einrichtung unnötiger, zu oft gleichzeitig schädlicher „Bankprodukte“ erzielt.  
Können die Manager der Kapitalpools nicht die angestrebten Gewinne einspielen, verlieren Sie Ihren Posten. Angestrebter Gewinn heißt mehr, oder mindestens so viel, wie die Manager der konkurrierenden Finanzpools erzielen. Wird diese  Anforderung nicht erreicht, so sinkt die Aktie im Wert. Die Investoren kaufen die Aktien der deutlichere Gewinn abwerfenden Konkurrenten.
Der vom Kapital ausgehende Zwang zur Vermehrung ist der Krebsschaden unserer modernen Industriegesellschaft. Dieser Zwang fördert nicht nur sinnlose, sondern auch umweltschädliche Unternehmungen. Das umweltgerechte Sinnvolle kann sich oft nicht durchsetzen, weil das Sinnlose, Schädliche den größeren Gewinn verspricht. Das vom Verstand als eindeutig sinnlos und schädlich Erkannte, ist für den nur in Gewinnkategorien befangenen Kaufmann durchaus sinnvoll. Sinnvoll insofern, als es sein Konto besser stellt, als es die  ökologisch sinnhafte Handlungsweise gewährleisten kann.
Da der Lebens- und Wirtschaftsraum auf unserem Planeten begrenzt ist, müssen die, aus dem Kapitalvermehrungszwang resultierenden Auswirkungen nach periodisch auftretenden Krisen am Ende zum Totalcrash führen.
Leider hat die Menschheit nicht mehr genug  Zeit, die „Freie Marktwirtschaft“ und das unnatürliche Kapitalvermehrungsprinzip zu Gunsten einer reinen von den Zwängen des Kapitals befreiten, nur der Versorgung der Völker dienenden Bedarfswirtschaft aufzugeben. Die Weichen hätten bereits vor 50 Jahren umgestellt werden müssen. Deshalb wird uns der Totalcrash der als unverzichtbar geltenden, zum unantastbaren Dogma erhobenen, global agierenden „Freien Marktwirtschaft“ nicht erspart bleiben.  
      
Karl-Heinz Hoffmann
Ermreuth 18.12.2012
 

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Oktober


„DER EURO IST UNSER UNGLÜCK“


das sagt Alfons Trautner, Ehrenvorsitzender der Vereinigten Raiffeisenbanken Gräfenberg-Forcheim-Eckental-Heroldsberg.
Schon 1995 hatte er sich massiv gegen die neue Währung ausgesprochen.
Seine Befürchtungen waren: „Der hart erarbeitete Wohlstand in Deutschland sinkt und die Politik nimmt Einfluss auf das Geld.“ (Quelle: Sonntagsblitz regional/ 30. September 2012)

Dazu meine ich:
Die gemeinsame Währung für alle europäischen Völker könnte durchaus ein positiv zu bewertender Fortschritt im Hinblick auf das dringend notwendige Zusammenwachsen der Europäer sein, wenn die Währungsunion nicht mit der Verpflichtung zu Finanzausgleichen innerhalb der politisch und administrativ  unabhängig gebliebenen Nationalstaaten  verbunden wäre.
Trautner spricht von der Gefahr der politischen Einflussnahme auf das Geld.

Ich möchte den Satz umkehren, um den tatsächlichen Verhältnissen gerecht zu werden:
Das Geld nimmt Einfluss auf die Politik. Die politischen Autoritäten sind nichts weiter als Marionetten der internationalen Hochfinanz.
Die in der Europäischen Union eher lose als verbindlich zusammengefassten Nationalstaaten, stehen völlig unter dem Einfluss des international vagabundierenden Kapitals. Jedes einzelne Mitgliedsland kann nach eigenem Gutdünken schalten und walten wie es will. Der Einflussnahme der Kapitalmächte sind Tür und Tor geöffnet. Es gibt keine zentrale Kontrolle über das Finanzgeschehen. Jeder europäische Mitgliedstaat kann ungehindert Schulden machen, so viel er will.
Das allein wäre für uns Deutsche ohne Bedeutung, wenn wir nicht für das Missmanagement der anderen Mitgliedstaaten in die Haftung genommen werden könnten.
Warum muss der Euro in seiner Stabilität bedroht sein, wenn ein „Euroland“ Pleite geht? Die Pleiten der Anderen wirken sich doch nur deshalb negativ auf die Volkswirtschaften der noch einigermaßen vernünftig wirtschaftenden Staaten aus, weil das Haftungsprinzip greift und der wirtschaftlich schlecht organisierte Nationalstaat „gerettet“ wird. Dabei wird nicht die Volkswirtschaft gerettet, sondern nur die Banken vor Verlusten bewahrt.
Nicht die gemeinsame europäische Währung ist unser Unglück, sondern das Haftungsprinzip.
Das derzeit gültige Haftungsprinzip ist ein Werk der internationalen Hochfinanz. Davon profitieren Finanzkreise, die mit Europa überhaupt nichts zu tun haben. Es sind die anonymen Kapitalgesellschaften, die niemandem gegenüber verantwortlich sind. Keiner Regierung und keiner moralischen Instanz. Die politischen Autoritäten in allen Ländern der EU sind die bedingungslos Gewaltunterworfenen dieser finsteren Mächte. Niemand kann sich ihrer Macht und Einflussnahme entziehen.
Für den einzelnen Volksgenossen besteht nur die Möglichkeit der weitgehenden Verweigerung. Er kann sich dem überzüchteten Konsum und der Kapitalhortung verweigern. Das hilft ihm zwar etwas weiter, schafft aber die Gewalt der finsteren Mächte nicht ab.
Denjenigen, die nicht reich sind, sage ich zum Trost: „Wenn unser Staat Bankrott geht, und das steht zu erwarten, dann wird sich viel Geld in Luft auflösen, aber es wird das Geld der Reichen sein, nicht das unsere, denn wir haben nur so viel, dass es zum Nötigsten reicht. Wir gleichen dem „nackigen Mann“, dem man nicht in die Tasche greifen kann.
Wir bleiben bescheiden und schlagen uns weiter durchs Leben, aber bei den Reichen wird es Heulen und Zähneklappern geben.

06.10.2012
Karl-Heinz Hoffmann


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September


IST EINE KARIKATUR EINE MEINUNGSÄUSSERUNG?

Wenn es um den unseligen „Karikaturenstreit“ geht, der die Emotionen der Moslemin zum Kochen gebracht hat, so beruft man sich im Westen gerne auf das „Recht der freien Meinungsäußerung.“ Doch kann eine figurale zeichnerische Abbildung überhaupt den Begriff der „Meinung“ erfüllen?
„Die Meinungsfreiheit, genauer Meinungsäußerungsfreiheit, auch Redefreiheit, ist das gewährleistete subjektive Recht auf freie Rede, sowie freie Äußerung und öffentliche Verbreitung einer Meinung in Wort und Schrift und Bild sowie aller verfügbarer Übertragungsmittel.“ (Quelle: Wikipedia)  
Die künstlerische Abbildung eines Menschen  als solche ist keine Meinungsbekundung. Gleichwohl kann sie, in der Öffentlichkeit verbreitet, oder auch nur einmalig gezeigt eine strafbare Handlung  darstellen. Zum Beispiel wenn es sich bei der abgebildeten Person um Adolf Hitler handelt. Doch auf das Führerbild den Begriff „Meinung“ anzuwenden ist absurd. Deshalb kann seine Herstellung, Verbreitung und das öffentlich zur Schau stellen nach anderen Gesetzen strafrechtlich geahndet werden. Niemand käme auf die Idee, die Abbildung des Führers als Meinungsäußerung zu bezeichnen. Wollte man es so sehen, dann würde das Hitlerbild unter den Schutz der Meinungsfreiheit fallen müssen. Das will niemand.
Was ich damit sagen will ist:
Die zeichnerische, künstlerische, ebenso wie die dilettantisch-unkünstlerische und schließlich auch die in der Kunstform der Karikatur aufgefasste  Abbildung eines Menschen, kann unter dem Begriff künstlerische Darstellung subsumiert werden, aber der Begriff der „Meinung“ kann damit nicht erfüllt werden. Das könnte erst dann in Frage kommen, wenn eine karikierte Person in einer bestimmten deutlich erkennbaren Handlungssituation dargestellt wird, die der abgebildeten Person besondere Eigenschaften oder den Willen zu bestimmten Handlungen, oder den Hang zu bestimmten Neigungen unterstellen. Sind diese Voraussetzungen gegeben, dann wird es im Zusammenhang mit der Frage, ob ein Verbreitungsverbot der Darstellung gefordert werden kann, oder nicht, darauf ankommen, ob die Unterstellungen nachweislich wahr sind? Oder ob sie verleumderisch unwahr und beleidigend sind?   
Wenn das Recht auf freie Meinungsäußerung jeder Verleumdung und Beleidigung den Weg ebnet, dann ist es um den Rechtsfrieden in der Gesellschaft schlecht bestellt. Tatsächlich befinden wir uns in dieser traurigen Situation. Die „Pressefreiheit“ wird in Deutschland als die Freiheit der Journalisten, ungestraft jedermann und alles, verhöhnen, verdächtigen und beleidigen zu dürfen, verstanden. Solange dieser unerträgliche Zustand besteht, kann von „Rechtsstaatlichkeit“ keine Rede sein.
Rechtsstaatlichkeit muss etwas mit Gerechtigkeit und dem Schutz der Menschen, einschließlich ihrer religiösen Gefühle vor journalistischer Verleumdung und Häme zu tun haben. Die staatlichen Instanzen sollten die Persönlichkeitsrechte der Bürger gewährleisten, nicht vorrangig die Interessen der Medien vertreten.
Leider wird sich daran nichts ändern, weil die Interessen der Medien mit den Interessen unserer politischen Herrenschicht nur allzu oft identisch sind.

Karl-Heinz Hoffmann
19.09.2012

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MOHAMMED-SCHMÄHVIDEO VERBIETEN?

Ich meine ja! Unbedingt! Wenigstens bei uns in Deutschland, denn es gefährdet den sozialen Frieden in der Volksgemeinschaft. Schließlich sind die deutsch gewordenen Moslemin ein anerkannt gleichberechtigter Teil unserer Gesellschaft. Warum sollten wir zulassen, dass ihre religiösen Gefühle verletzt werden, wenn wir das verhindern können?  So sehr mich die Reaktion der kleinkarierten Miniorganisation „Pro Deutschland“ und „Pro NRW“ ärgert, so sehr erfreut mich das Verhalten unserer deutschen Mohammedaner. Sie sind sicher nicht minder beleidigt, als die Moslemin in aller Welt, aber sie sind ruhig und besonnen geblieben.

Die Geister streiten sich nun darüber, ob man die Ausstrahlung des Schmäh-Videos innerhalb der Grenzen der Bundesrepublik verbieten soll, oder nicht.
Die rechtliche Handhabe ergibt sich aus den Bestimmungen des § 166 StGB:
„...Wer öffentlich eine der christlichen Kirchen oder eine andere im Staate bestehende Religionsgesellschaft des öffentlichen Rechts, oder ihre Einrichtungen oder Gebräuche beschimpft... ...wird mit Gefängnis bis zu drei Jahren bestraft.
Durch diese Strafbestimmung soll das religiöse Gefühl des Menschen geschützt werden. ...
Bei der Gotteslästerung ist als Schutzobjekt nicht Gott als solcher, sondern das religiöse Gefühl zu verstehen....“

Die freie Meinungsäußerung ist ein hohes Rechtsgut, freilich hierzulande schon durch die uferlose, jede Verleumdung erlaubende «Pressefreiheit» pervertiert.
Leider besteht seitens der staatstragenden Parlamentarier ein starkes Interesse daran, die frech herausgenommene Freiheit, jede politisch missliebige Person ungestraft in den Medien mobben zu dürfen, uneingeschränkt zu erhalten.
  
Niemand sollte die Erlaubnis bekommen, seine Mitmenschen in ihrer Persönlichkeit nach freiem Belieben abzuwerten und ihre Weltbilder und Gefühle verächtlich zu machen.
Hinzu kommt im hier diskutierten Sachzusammenhang die von der Verhöhnung des Propheten Mohammed ausgehende Störung des sozialen Friedens innerhalb unserer Gesellschaft, ja des Weltfriedens überhaupt. Kann das die Sache wert sein?
Natürlich, den finsteren Mächten, die an der Destabilisierung der Verhältnisse in den ölreichen Muslim-Staaten interessiert sind, kann das Mohammed-Schmähvideo gute Dienste leisten, aber müssen unsere staatstragenden Autoritäten wirklich bis ins letzte diesen obskuren Interessen folgen? Wahrscheinlich müssen sie.
Wir werden sehen.

18.09.2012
Karl-Heinz Hoffmann

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August

PAPSTTUM UND INQUISITION

„Das «Glaubensgericht» der Inquisition ist die furchtbarste und blutigste Erscheinung, die jemals als System unter dem Deckmantel von Religion innerhalb der christlichen Welt aufgetreten ist.
Das von ihr stromweise vergossene Menschenblut fällt ganz und ausschließlich dem Papsttume zur Last, bis zu dem Grade, dass es genau der geschichtlichen Wahrheit entspricht, zu sagen: die «Statthalter Christi» haben Jahrhunderte lang an der Spitze eines Mord- und Raub-Systems gestanden, das schlimmer als irgend ein Krieg Verwüstung und Elend unter den blühendsten Völkern verbreitet und den christlichen Namen unerhört geschändet hat.“
(Zitat: Graf Paul von Hoensbroech, Das Papsttum, Erstes Buch, Druck und Verlag von Breitkopf & Härtel, Leipzig, Seite 7).

Die «Heilige Inquisition» war ein perfekt organisiertes Raubunternehmen in den Händen krankhafter, zwangsneurotischer Sadisten, die ihre Opfer noch über den Tod hinaus beraubten und schändeten:

„... Es ist allgemeine Rechtsregel, dass mit dem Tode des Verbrechers auch die Strafverfolgung des Verbrechens aufhört.
Wegen der Unmenschlichkeit des Verbrechens der Ketzerei hört aber bei ihr mit dem Tode des Ketzers die Bestrafung nicht auf.
Zweifach kann der Inquisitor gegen die verstorbenen Ketzer vorgehen, erstens, indem der ihre Güter konfisziert und sie der Inquisition zuwendet, zweitens, indem er ihren Ruf schädigt, sie für Ketzer erklärt, ihre Gebeine ausgraben und verbrennen läßt. Die Vermögensbeschlagnahme zugunsten der Kirche kann noch nach 40 Jahren stattfinden. ...“
„... Ein Bild des Verstorbenen ist öffentlich auszustellen; vor diesem Bilde sind die ketzerischen Ansichten des Verstorbenen zu verlesen. ...“  
(Zitat: Graf Paul von Hoensbroech, Das Papsttum, Erstes Buch, Druck und Verlag von Breitkopf & Härtel, Leipzig, Seite 17).

Was hat sich seitdem geändert?
Jahrhunderte lang stand der Begriff «Ketzer»  für «Andersdenkende».
Um die Kontinuität der Gemeinheit zu erkennen, braucht man nur das Wort Ketzer mit dem Wort «Nazi» auszutauschen und schon wird die Parallele deutlich.
Dabei muss der zur Verfolgung Auserwählte nicht unbedingt nationalsozialistisches Gedankengut vertreten. Es genügt, wenn er das Dogma der «Herrlichkeit» unserer parlamentarischen Demokratie anzweifelt.
Der Verfolgungsmechanismus läuft nach dem bewährten Muster der heiligen Inquisition ab. Erst wird das Opfer durch die Bezeichnung «Nazi» gebannt und damit für vogelfrei erklärt, dann wird, auf die Zerstörung der materiellen Existenz abzielend, gemobbt.
In besonders herausragenden Fällen endet die Verfolgung noch nicht einmal am Grab.
Auch in unserer Zeit wurde die Totenruhe von Verstorbenen gestört, Gebeine politisch Verfemter wieder ausgegraben, verbrannt und in alle Winde zerstreut.
Das von der Inquisition geforderte Ausstellen des Bildes, verfemter Personen und das Verlesen seiner ketzerischen Ansichten ist Sache der Journalisten geworden, die ihrer Aufgabe zufriedenstellend gerecht werden.  

Die «hochnotpeinlichen» Körperstrafen der Inquisition brauchen wir nicht mehr zu fürchten. Doch an ihre Stelle sind andere moralisch verwerflich Methoden getreten:
„Der Inquisitor hat das Recht zu foltern ...“
„Die Folterarten sind durch das kanonische Recht nicht festgelegt. Sie stehen, wie Eymeric und Pegna ausdrücklich hervorheben, im Belieben des Richters. Er soll die Arten anwenden, die ihm am geeignetsten erscheinen, die Wahrheit herauszubekommen.“
(Zitat: Graf Paul von Hoensbroech, Das Papsttum, Erstes Buch, Druck und Verlag von Breitkopf & Härtel, Leipzig, Seite17/18).

Zugegeben, die körperliche Folter wird in unserer Zeit im Zentrum Europas nicht mehr praktiziert. Sie erscheint nicht mehr als geeignet. Das heißt aber nicht, dass der Andersdenkende prinzipiell nicht mehr gequält werden darf. Nur die Wahl der Mittel hat sich geändert. Gerade weil die körperliche Tortur in der heutigen Zeit nicht mehr angewendet werden kann, haben  die politisch gesteuerten staatlichen Verfolgungsorgane subtilere, körperlich nicht nachweisbare, psychisch wirksame Foltermethoden entwickelt.
Die Presse-Organe werden zielgerichtet von den Staatsanwaltschaften zum rücksichtslosen Verdachts journalismus angeleitet. Dem zum Freiwild gemachten Andersdenkenden, wird die persönliche Ehre geraubt.
Mit gezielt angesetzten Demütigungen soll der Wille des Delinquenten gebrochen und die Persönlichkeit zerstört werden. Auch das ist Folter.
Ich weiß wovon ich rede. Ich habe diese Demütigungen, die nur den Sinn haben konnten, mich zu zermürben, selbst erleiden müssen.
Während meiner Untersuchungshaftzeit in den 80ziger Jahren wurde ich von Nürnberg nach Karlsruhe verbracht.
Am frühen Morgen erschienen zwei Vollzugsbeamte in meiner Zelle und forderten mich auf meine Kleider abzulegen. Dann wurde ich sofort in eine Isolierzelle im Erdgeschoss geführt. Dort musste ich mich erneut splitternackt vor den Vollzugsbeamten ausziehen.
Eine halbe Stunde später kamen Polizeibeamte. Ich musste mich wieder nackt ausziehen. Dann wurden mir Handschallen angelegt und ich wurde zu einem Auto geführt, das mit Beamten des BLKA besetzt war. Wir fuhren nach Baden-Württemberg. An der Landesgrenze warteten schon Beamte des Württembergischen LKA, um mich, außerhalb der Stadt auf freiem Felde zu übernehmen. Die Prozedur des „Trockenduschens“ blieb mir wenigstens diesmal erspart. Ich durfte auf dem Acker meine Blase entleeren. Dazu wurde meine rechte Hand von der Handschelle befreit. Mit der linken blieb ich an einen Polizeibeamten gekettet.    
In Karlsruhe wurde ich in eine Haftzelle verbracht und dort sofort wieder splitternackt in Augenschein genommen. Nach ein paar Minuten konnte ich  mit meinem Rechtsanwalt in einer für Besuche eingerichteten Zelle sprechen, aber zuvor musste ich mich noch einmal ausziehen. Ich war von ihm durch ein engmaschiges Drahtnetz getrennt.
Ein körperlicher Kontakt wäre unmöglich gewesen, dennoch musste ich mich wieder nackt ausziehen. Einmal vor dem Gang in die Besucherzelle, dann nochmal nach dem Verlassen der derselben und Ankunft in der Wartezelle.
Endlich war es soweit, ich sollte vor einem Ermittlungsrichter des BGH erscheinen. Wieder musste ich mich zuvor ausziehen. Ihr ahnt es schon, nach der Vernehmung und Rückkehr in die Wartezelle mussten wieder die Kleider fallen.
Gegen Abend fuhren wir dann zurück in das Untersuchungsgefängnis nach Nürnberg. Natürlich ging das nicht ohne erneutes Trockenduschen. Endlich in Nürnberg in der JVA angekommen wurde das Spiel fortgesetzt. Einmal zum Abschied nackt vor den Beamten des BLKA, dann nochmal vor den Vollzugsbeamten im Erdgeschoss der Haftanstalt und schließlich und endlich ein letztes Mal in meiner Haftzelle.  
Wenn ich mich nicht verzählt habe, dann war das 16 Mal FKK-Schau an einem einzigen Tag, zur Belustigung der Polizeibeamten.
Will jemand behaupten die erzwungenen Striptease-Veranstaltungen seien aus Sicherheitsgründen unabdingbar notwendig gewesen?  
Wer will mir verübeln, wenn ich nicht freudig in das Hohelied der Herrlichkeit vom demokratischen Rechtsstaat einstimme?   
Die herrschenden Kreise der Bundesrepublik Deutschland haben mit ihren Methoden die katholische Inquisition beerbt und in zeitgemäßer unblutiger Form zur Vollkommenheit gebracht.

Karl-Heinz Hoffmann

Nachtrag zur Beachtung:
Im Zusammenhang mit dem Papsttum kritisiere ich historische Tatsachen, die nicht unter den Teppich gekehrt werden sollten.
Aber es würde mir nicht einfallen, die reine Lehre Jesu Christi anzugreifen. Weder die Lehre noch die hinzugefügten mystischen Heilsgeschichten, denn letztere sind zwar naiv-kindlich, aber moralisch einwandfrei. So gesehen ist die christliche Lehre ebenso zu respektieren, wie die Glaubensinhalte des Korans. Das Hadit hingegen darf ebenso wie das praktische Kirchengeschehen kritisiert werden.  

Karl-Heinz Hoffmann


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MIT GOTTVERTRAUEN IN DEN KRIEG?

Am 12. Juni 2012 hat Joachim Gauck mit einer Ansprache bei der Führungsakademie der Bundeswehr für mehr Akzeptanz bezüglich deutscher Teilnahme an militärischen Auslandseinsätzen geworben und damit, verglichen mit seinen sonstigen durchweg fragwürdigen Ergüssen, den Vogel abgeschossen.
Unter anderem wünschte er den Soldaten bei der Entwicklung von „... Entscheidungsvermögen und Übersicht in fordernden Gefechtssituationen ... ... die Fähigkeit Verantwortung zu übernehmen.“ und „... weiterhin viel Glück, Mut, Selbst- und Gottvertrauen. ...“ (Quelle: spiegel.de vom 12.06.12, Gaucks Rede im Wortlaut)
Der makabere Hinweis auf das „Gottvertrauen“ kommt uns bekannt vor. War nicht der Adler mit dem Hakenkreuz auf den Koppelschlössern der Wehrmacht mit dem Spruch umrandet. „Gott mit uns“?
Und - war er mit uns? Oder sind wir für unsere Hybris gestraft worden?
Heute fordert Gauck die Deutschen auf, wieder mit „Gottvertrauen“ in den Krieg zu ziehen.
Gauck sagte, dass eine funktionierende Demokratie auch Einsatz erfordere, Aufmerksamkeit, Mut „und eben manchmal auch das Äußerste, was ein Mensch geben kann: das Leben, das eigene Leben
Für meine Begriffe ist zwar das Leben ein hohes Gut, aber es steht im Wert hinter der persönlichen Ehre zurück.
Es kann ehrenhaft, ja auch notwendig sein, für unsere Mitmenschen das eigene Leben einzusetzen, aber von den eigenen Volksgenossen zu verlangen, ihr Leben in Raubkriegen für die Interessen des international vagabundierenden Kapitals aufs Spiel zu setzen, ist alles andere als ehrenhaft. Es ist nicht nur blödsinnig, sondern auch moralisch verwerflich.
Dabei wird, zum Beispiel in Afghanistan, nicht nur deutsches Blut im Interesse der finsteren Mächte vergossen.
Wir sollten auch an den hohen Blutzoll denken, den die afghanische Bevölkerung zu erbringen hat. Das von einem „ kleinen“ deutschen Oberst angerichtete Massaker an afghanischen Zivilisten sollte uns eine ernste Mahnung sein. Das unschuldige Blut eines fremden Volkes ist nicht weniger wert als das deutsche.
Die Auslandseinsätze der Bundeswehr sind Unrecht. Da helfen auch Gaucks schwülstige Phrasen nicht darüber hinweg: „Die Bundeswehr ist - ... - zu einem Friedensmotor geworden. Sie befördert das große „Wir“, ohne das ein dauerhafter Friede nicht möglich ist.“
Es ist grotesk. Der Aufruf zur Kriegsführung in aller Welt soll den dauerhaften Frieden sichern?
Das „große Wir“ was soll das sein? Es ist nur eine Umschreibung des teuflischen Paktes mit den finsteren  Mächten, die auf die Unterwerfung der Welt abzielen, um ihre Profitgier zu befriedigen.  
Kampf für den Frieden? Da könnten wir genauso gut rufen: “Fuck for virginity!“ Für den Frieden kann man nicht kämpfen, man kann ihn nur einhalten.
Gauck sagte: „Ich stehe vor der Bundeswehr, ... zu der ich auch „meine Armee“ sagen kann,“ und weiter: „... eine Armee unter der Befehlsgewalt eines Zivilisten, ...“
Wenn er mit dem zivilen Befehlshaber sich selbst und Leute seiner Geisteshaltung meint, dann müssen wir uns vor der Zukunft fürchten.
Gauck glaubt, er habe das Recht deutsche Frauen und Männer in den Krieg zu schicken. Wer gibt ihm das Recht, einer Mutter das Kind wegzunehmen? Wenn die Särge nach Hause geschickt werden, und junge Ehefrauen ihre Männer als zum Krüppel geschossene Invaliden zurückbekommen, wird Gauck vielleicht ein paar Predigten halten, aber weiter keine Verantwortung übernehmen wollen.   
Angesichts der Soldaten der Führungsakademie schwadroniert Gauck ungeniert weiter:
„Sie, liebe Soldatinnen und Soldaten, werden heute ausgebildet mit der klaren Perspektive, in solche Einsätze geschickt zu werden - mit allen Gefahren für Leib, Seele und Leben.“
Die Unerträglichkeit der Zumutungen findet schließlich ihren Kulminationspunkt in dem Satz:
„Und dass es wieder deutsche Gefallene gibt, ist für unsere glücksüchtige Gesellschaft schwer zu ertragen.“
Recht hätte er gehabt, wenn er von der Unerträglichkeit sinnlos geopferter junger deutscher Männer geredet hätte, aber er vertritt die aberwitzige Forderung, der deutsche Bürger habe das natürliche Streben nach Glück zurückzustellen, wenn ihm das parlamentarische Regime, fernab der Heimat und ohne Bezug auf deutsche Interessen den Heldentod abverlangt.
Gauck tadelt die deutschen Bürger mit den Worten:
„Freiheit und Wohlergehen sehen viele als Bringschuld des Staates.“
Da stellt sich die Frage, wozu wir die staatlichen Instanzen brauchen, wenn nicht dafür, dass uns Freiheit und Wohlergehen gewährleistet wird?
Die Bringschuld zur Garantie  persönlicher Freiheit und zum Wohlergehen, ergibt sich aus den Steuerzahlungen, die der Bürger leistet.     
Recht hat Gauck wiederum, wenn er meint, dass die Auslandseinsätze nicht ausreichend in der Gesellschaft diskutiert werden. Allerdings sollten sie nicht im Sinne von Gauck thematisiert werden, sondern als das, was sie in Wirklichkeit sind - nämlich Raubkriege im Interesse finsterer Mächte, wobei wir Deutsche nichts weiter als die nützlichen Idioten sind. Auch Joachim Gauck ist den fremden Interessen nützlich. Den Interessen des deutschen Volkes ist er nicht dienlich. Ich kann mir vorstellen, dass er das selbst gar nicht bemerkt.

Karl-Heinz Hoffmann      
Chemnitz 06.08.2012


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MILITÄRISCHE ORGANISATION
UND ERZIEHUNG ZUR DISZIPLIN IST GUT,
ABER KRIEG IST EINE VERMEIDBARE KATASTROPHE


Meine Ansichten zum Dienst in der Bundeswehr habe ich schon vor 40 Jahren in der gleichen Weise vertreten, wie heute.
Konsequent habe ich mich im Sinne meiner Überzeugung dem Dienst in der Bundeswehr entzogen, indem ich mich für dauernd nach Teheran abgemeldet hatte. Das mag manchen erstaunen, weil ich ja später als Gründer einer militärischen Organisation bekannt geworden bin.
Jahre später wurde ich zwangsweise von der Polizei zur Musterung vorgeführt, aber es bestand glücklicherweise kein Interesse mehr an meiner Person.
Damals war ich natürlich bereit, für die Wiedervereinigung einzutreten, aber ich wollte mich nicht zu einem Kampf gegen die „Anderen Deutschen“ missbrauchen lassen.

Karl-Heinz Hoffmann
05.08.2012


Damals schrieb ich unter der Überschrift:

FÜR WEHRDIENSTVERWEIGERER

Hunde wollt Ihr ewig leben,
sagte einst der Alte Fritz.
Heute ist‘s genaugenommen
immer noch der gleiche Witz.

Nur die Ziele sind heut andre,
Ehre ist nicht mehr gefragt,
aber ist es uns von Nutzen,
wenn man uns was andres sagt?

Letzten Endes solln wir sterben,
fremden Mächten zum Profit,
lasst Euch raten, deutsche Männer,
macht‘s wie wir, macht niemals mit!

Die konkrete Begründung für meine persönliche Wehrdienstverweigerung fasste ich in die folgenden Worte:

Die mit wahrhaft faustischer Tücke durch unsere
ehemaligen Kriegsgegner herbeigeführte politische
Situation, den Deutschen aus München, Hannover oder Hamburg,
Deutsche aus Leipzig, Berlin und Weimar
angriffsbereit, Gewehr bei Fuß, gegenüber zu stellen,
ist die unwürdigste und unerträglichste,
die es für eine Kulturnation geben kann.

Veröffentlicht in:
Karl-Heinz Hoffmann
«Verse und Gedanken eines deutschen Patrioten»

Privatdruck  1. Auflage 1973 (vergriffen, nur noch antiquarisch erhältlich)



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331 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag. Preis 22,80 Euro,

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Wer das Buch signiert haben möchte, muss die Bestellung über
meine E-Mail Adresse: fks.sahlis@gmx de aufgeben.
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Nachdem ich mich mit der kritischen Bearbeitung der Oktoberfestlegende öffentlich zu Wort melde, wird man sagen,
na ja, er will sich halt rechtfertigen.
Und damit sagt der Volksmund endlich etwas Richtiges. Natürlich will ich mich von dem künstlich erzeugten Verdacht befreien.
Das ist gar keine Frage und es ist mein gutes Recht.
Und ich möchte auch dem geschändeten Ansehen der ehemaligen deutschen WSG entgegen wirken und nicht zuletzt auch die ungerechtfertigte Belastung der ‚Deutschen Rechten‘, die ohne Schuld von ihren Gegnern mit einbezogen wird, obsolet werden lassen.
Karl Heinz Hoffmann
August 2015

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Juni


FACHGERECHTE KÖRPERVERLETZUNG?

Ob das Abtrennen der Vorhaut einen Knaben zum Juden, oder Muslim macht, kann dahingestellt bleiben.
Jedenfalls ist die rituelle Beschneidung, nachdem sich ein Gericht mit dem konkreten Fall einer Vorhautbeschneidung zu befassen hatte, neuerdings in der Bundesrepublik verboten.
Die medizinische Korrektur einer Phimose bleibt von dem Richterspruch unberührt.    
Die Richter befanden, die Beschneidung laufe dem Recht des Kindes zuwider, später selbst über seine Religionszugehörigkeit entscheiden zu können.
Der Strafrechtler Professor Holm Putzke meint, es käme darauf an, wieviel religiös motivierte Gewalt gegen Kinder eine Gesellschaft zu tolerieren bereit sei.
Die jüdischen Autoritäten laufen natürlich Sturm gegen das gerichtlich verordnete Beschneidungsverbot.
Michel Friedman erklärt die Bedeutung der Beschneidung und meint:
„Es gibt nicht die eine Wahrheit, sondern nur die Wahrnehmung verschiedener Wahrheiten. Das lernt man als Philosophiestudent sehr schnell.“
Mich würde interessieren, ob Michel Friedman die unterschiedliche Wahrnehmung von Wahrheit auch im Bezug auf historische Geschehnisse gelten lässt?
Aus der Sicht eines Atheisten erscheint die Beschneidungsdebatte eher als eine Posse und neu ist sie auch nicht. Schon in den ersten Christengemeinden, die ja durchweg aus jüdischen Gemeinden hervor gegangen waren, stritt man sich darüber, ob man sich als Christ nicht auch beschneiden lassen müsse. Schließlich war Jesus Christus auch nach jüdischem Ritus beschnitten worden. Also nichts Neues unter der Sonne.
Die Pro- und Kontradebatte zur Vorhautentfernung lebt nur gerade jetzt wieder auf, wird aber wahrscheinlich bald wieder vergessen sein.  
Jude oder Muslim kann man nur mit blanker Eichel sein. Die Christen haben es leichter, sie können sowohl mit als auch ohne Vorhaut gut christlich sein. Jahrhunderte lang bemühte sich die christliche Kirche, zeitweise sehr erfolgreich, die unter uns lebenden Juden zum Taufstein zu führen.
Da wäre es fatal gewesen, hätte man von dem zum Christentum konvertierten Juden verlangt, eine intakte Vorhaut vorzuweisen.    
Wollte man das für und wider der Beschneidung mit gläubigen Muslimun intellektuell-sophistisch diskutieren, könnte man darauf verweisen, dass auch die Vorhaut zusammen mit dem menschlichen Körper eine von Gott geschaffene Einheit darstellt.
Einerseits wird  im Hadit das Auszupfen der Augenbrauen verboten, weil es das gottgewollte Erscheinungsbild des Menschen verändert, andererseits sollen aber Achsel- und Schamhaare, deren Vorhandensein ja auch als gottgewollt anerkannt werden müsste, entfernt werden.
Dagegen steht die an Abraham ergangene göttliche Anweisung, die Vorhaut zum Zeichen des zwischen Gott und dem auserwählten Volk geschlossenen Bundes zu entfernen.
Hat Gott den Menschen nach seinem Ebenbild erschaffen?
Hat der Schöpfer das Zeugungsorgan des Mannes mit einem besonderen Schutz versehen, damit er vom Menschen wieder entfernt wird?
Aber solche theologisch-theoretischen Fragen weiter zu spinnen, würde in einer endlosen und letztlich unfruchtbaren Pil-Pul-Debatte enden.
Viel wichtiger als die juristische Abwägung des Rechts auf körperliche Unversehrtheit des Kindes gegenüber religiösen Kultvorstellungen ist die Frage nach dem praktischen Nutzen oder Nachteil der Beschneidung.
Keine Frage, das Präputium erfüllt eine Schutzfunktion. Es schützt die hochempfindliche Glans vor Verletzungen.
Genauso wie das Augenlid den empfindlichen Augapfel schützt.
Für Hominiden und den Menschen der Urzeit, der noch nackt durch hohes Gras und Dornengestrüpp laufen musste, war die Vorhaut zweifellos ein wichtiger Schutz für den empfindlichen Teil des Penis.
Doch seit der Mensch mit Textilien bekleidet durchs Leben geht, ist die Schutzfunktion der Vorhaut nicht mehr so wichtig.
Die Vorhaut ist für den modernen Menschen nicht nur verzichtbar, sie ist auch aus hygienischen Gründen unvorteilhaft.
Bleibt noch die Frage, ob die Beschneidung Auswirkung auf die sexuelle Empfindsamkeit hat, und wenn ja welche?
Nur wer erst spät, im Mannesalter beschnitten wurde, kann darauf eine Antwort geben, weil er seine Empfindungen beim Liebesakt während der Zeit als er noch unbeschnitten war mit den Gefühlserlebnissen im beschnittenen Zustand vergleichen kann.
Wenn die Glans den Schutz des Präputiums verliert und dauernd mit der textilen Umhüllung in Berührung ist, stumpfen die zuvor hochempfindlichen, in der Schleimhaut der Eichel befindlichen Nerven um einige Grade ab. Man könnte es als einen Verlust an Empfindsamkeit bezeichnen. Also doch ein Nachteil? Nicht unbedingt. Der beschnittene Mann braucht etwas länger bis er zum Orgasmus kommt.
Davon profitiert die Partnerin und er selbst hat den Vorteil, die Freuden des Koitus etwas länger genießen zu können, als der Unbeschnittene.
Also Buam, auf geht’s!

Karl-Heinz Hoffmann
28.06.12

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JOACHIM GAUCK, DER GROSSE AUSGRENZER

Unser Bundespräsident Gauck will alles ausgrenzen, was nicht zu seiner kirchlich geprägten Weltanschauung passt. Ich sage „kirchlich.“ Von Christlichem rede ich dabei nicht, denn Jesus Christus hätte niemanden ausgegrenzt. Auch nicht die Andersgläubigen.   
Gauck kritisiert die von Christian Wulff zuerst geäußerte und von Söder bekräftigte Ansicht, der Islam gehöre zu Deutschland.
Gaucks Zugeständnis an die Realität reicht gerade soweit, die in Deutschland lebenden Mohammedaner als zu uns gehörig anzuerkennen. Nicht aber den Islam.
Wenn die Mohammedaner zu Deutschland gehören, dann ist auch ihre Religion untrennbar damit verbunden. Wenn die Träger der mohammedanischen Religion zu uns gehören, dann gehört ihre Religion selbstverständlich auch dazu. Alles andere ist kindische Wortklauberei.
Die türkischen Verbände melden sich mit dem Hinweis zu Wort: Wer nicht anerkennen mag, dass der Islam schon immer mit uns verbunden war, begeht Geschichtsfälschung. Damit haben sie recht, denn die Verbundenheit Deutschlands mit den islamischen Völkern fand erst 1945 sein gewaltsames Ende.

Gauck will alles ausgrenzen, was ihn persönlich stört.
Unlängst war er emotional sehr bemüht die „Rechtsradikalen“ auszugrenzen.
Nun will er die Konkurrenzreligion Islam, so gut es eben geht, durch verbale Ausgrenzung nieder halten.
Bei seinem Palästinabesuch warb er um Verständnis für die israelische Landnahme und die Ausgrenzung der eigentlichen Eigentümer Gesamtpalästinas.
Gauck will einen eigenen Palästinenserstaat unterstützen.
Er befürwortet die Zweistaatentheorie. Das heißt im Klartext: Israel behält den 1948 gewaltsam abgetrennten, größeren und fruchtbareren Teil mit Zugang zum Mittelmeer und die vertriebenen Araber sollen sich in dem von jüdischen Siedlungen planmäßig penetrierten Westjordanland und dem schmalen Gazastreifen, dessen Küste völlig unter israelischer Kontrolle steht, irgendwie ärmlich organisieren.
Die Zweistaatentheorie bedeutet den Verzicht auf das Heimatrecht der Vertriebenen und die Zementierung der israelischen Landnahme.
Wer gibt Gauck das Recht, darüber zu entscheiden?


Karl-Heinz Hoffmann           
01.06.2012


Abbildungen zu dem Artikel JOACHIM GAUCK, DER GROSSE AUSGRENZER
aus: Franz Wimmer-Lamquet, Balkenkreuz und Halbmond, Ares Verlag, Graz 2005, Bildteil


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